Der Erlösungsplan ist die wahre Wissenschaft!

Der Erlösungsplan ist die wahre Wissenschaft!

Vorwort

Begrüße dich, geliebter Leser.
Friede sei mit dir und mit deinen Nächsten.

Der Sohn Gottes gab im Himmelreich alles auf. Sein göttliches Wesen, also seine göttliche Gestalt, seinen Thron, seine Macht und Herrlichkeit, um auf Erden durch seine Mutter Mirjam – durch den heiligen Geist gezeugt – als Mensch wie wir geboren zu werden. So legte er die göttliche Natur ab (den göttlichen Leib/Körper) und nahm die Natur (den menschlichen Leib/Körper) des gefallenen Menschen an. Der einziggezeugte Sohn seines Vaters kam in diese Welt, um durch seinen Tod und seine Fürsprache die Schuld der Sünder zu bezahlen und den verlorenen Menschen von hoffnungslosem Kummer und Elend zu erlösen.

Um die Wahrheit zu erfahren, muss man, wie immer, auf den wahren Gott, unseren lieben himmlischen Vater und dessen geliebten Sohn Jesus vertrauen (Johannes 14:1), zu ihnen und ihren Propheten gehen.

Möge unser liebender himmlischer Vater dir, deinen Nächsten und all ihren Nächsten seinen Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rats und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht JHWHs schenken (Jesaja 11:2), euch mit allem Nötigen zum ewigen Leben segnen, euch beschützen, durch seinen geliebten Sohn Jesus von euren Sünden und Ungerechtigkeiten befreien (1.Johannes 1:7, 1:9), von neuem gebären, damit ihr nicht mehr sündigt (1.Johannes 3:9), die Wiederkunft Jesu erlebt und in Vollkommenheit das Reich Gottes für die Ewigkeit betretet (Johannes 3:3).

Im Namen des edlen, wunderbaren und geliebten Fürsten Jesus, dem Christus.
Amen

Vater beschloss den Erlösungsplan schon vor dem Sündenfall!

„Christus wußte schon in den himmlischen Höfen, daß die Zeit kommen würde, wo Satans Gewalt entgegengetreten und sie überwunden werden mußte, wenn das Menschengeschlecht jemals von seiner (Satans) Herrschaft errettet werden sollte. Und als diese Zeit kam, legte der Sohn Gottes seine Königskrone und sein königliches Gewand ab, bekleidete seine Göttlichkeit mit Menschlichkeit und kam auf diese Erde, um dem Fürsten des Bösen entgegenzutreten und ihn zu besiegen. Für die Gemeinde geschrieben I, 236.

Gott kannte alle seine Werke und der Bund der Gnade (unverdientes Entgegenkommen) war schon immer in den Gedanken Gottes vorhanden. Er wurde der „ewige Bund“ genannt, weil dieser Erlösungsplan nicht erst entworfen wurde, als die Menschen sündigten, sondern ein „Geheimnis“ war, „das seit ewigen Zeiten verschwiegen war, nun aber offenbart und kundgemacht ist durch die Schriften der Propheten nach dem Befehl des ewigen Gottes, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden“. Römer 16,25.26. The Signs of the Times, 5. Dezember 1914.

Viele meinen, Gott habe den Plan zur Erlösung der Menschen erst nach dem Sündenfall beschlossen, sozusagen als Notbehelf. Aber das stimmt nicht. In der Schrift heißt es: „Laßt uns Gott danken, denn er kann euch im Glauben standhaft machen. Das geschieht durch die gute Nachricht, die ich weitergebe. Sie ist die Botschaft von Jesus Christus und enthüllt das Geheimnis, das seit uralter Zeit verborgen war, jetzt aber ans Licht gekommen ist.“ Römer 16,25 (GN). Und an anderer Stelle wird gesagt: „Er [Christus] ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott.“ 1.Petrus 1,20.21. Jesus von Nazareth 13.“
Ellen G. White, Die Engel (1997), S. 24

„Der Erlösungsplan wurde nicht nachträglich erdacht und kam nicht nach Adams Fall zustande. Er war vielmehr die „Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen geblieben“ war. Römer 16,25 (Menge). Er legte die Grundsätze dar, auf denen von Ewigkeit her Gottes Thron ruhte. Gott und Christus hatten von Anbeginn an vorausgesehen, daß Satan von ihnen abfallen und den Menschen durch die Macht des Betruges in den Fall hineinziehen werde. Gott hat die Sünde nicht gewollt, er hatte sie aber kommen sehen und für diesen schrecklichen Notfall bereits seine Vorkehrungen getroffen. So sehr liebte er die Welt, daß er beschloß, seinen eingeborenen Sohn dahinzugeben, „auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“. Johannes 3,16.
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 13

Die Wissenschaft des Erlösungsplanes ist die Wissenschaft aller Wissenschaften!

„Durch Erkenntnis werden die Kammern mit allen kostbaren und wohlgefälligen Reichtümern erfüllt.“

Sowohl für den Verstand und die Seele als auch für den Körper gilt Gottes Gesetz, dass Kraft durch Anstrengung erworben wird. Es ist die Übung, die zur Entwicklung führt. Im Einklang mit diesem Gesetz hat Gott in Seinem Wort die Mittel zur geistigen und seelischen Entwicklung bereitgestellt.

Die Bibel enthält alle Grundsätze, die der Mensch verstehen muss, um entweder für dieses Leben oder für das kommende Leben gerüstet zu sein. Und diese Grundsätze können von allen verstanden werden. Niemand, der die Bereitschaft besitzt, ihre Lehre zu würdigen, kann auch nur eine einzige Stelle aus der Bibel lesen, ohne daraus einen hilfreichen Gedanken zu gewinnen. Doch die wertvollste Lehre der Bibel lässt sich nicht durch gelegentliches oder zusammenhangloses Studium erlangen. Ihr großes System der Wahrheit ist nicht so dargestellt, dass es vom hastigen oder unaufmerksamen Leser erkannt werden kann. Viele ihrer Schätze liegen weit unter der Oberfläche und lassen sich nur durch fleißiges Forschen und beharrliche Anstrengung erschließen. Die Wahrheiten, aus denen sich das große Ganze zusammensetzt, müssen aufgespürt und gesammelt werden, „hier ein wenig und dort ein wenig“ Jesaja 28:10.

Wenn sie auf diese Weise aufgespürt und zusammengefügt werden, wird sich zeigen, dass sie perfekt zueinander passen. Jedes Evangelium ergänzt die anderen, jede Prophezeiung erklärt eine andere, jede Wahrheit ist eine Weiterentwicklung einer anderen Wahrheit. Die Vorbilder der jüdischen Heilsgeschichte werden durch das Evangelium verdeutlicht. Jeder Grundsatz im Wort Gottes hat seinen Platz, jede Tatsache ihre Bedeutung. Und das gesamte Gebilde, sowohl in seiner Konzeption als auch in seiner Ausführung, gibt Zeugnis von seinem Schöpfer. Ein solches Gebilde könnte kein anderer Verstand als der des Unendlichen ersinnen oder gestalten.

Beim Erforschen der verschiedenen Teile und beim Studium ihrer Zusammenhänge werden die höchsten Fähigkeiten des menschlichen Verstandes zu intensiver Tätigkeit angeregt. Niemand kann sich einem solchen Studium widmen, ohne seine geistigen Fähigkeiten zu entwickeln.

Und der geistige Wert des Bibelstudiums besteht nicht allein darin, die Wahrheit zu ergründen und zusammenzufassen. Er besteht auch in der Anstrengung, die erforderlich ist, um die dargelegten Themen zu erfassen. Ein Verstand, der sich nur mit Alltäglichem beschäftigt, verkümmert und wird geschwächt. Wird er nie dazu herausgefordert, große und weitreichende Wahrheiten zu begreifen, verliert er nach einer Weile die Fähigkeit zum Wachstum. Als Schutz vor diesem Verfall und als Ansporn zur Entwicklung kann nichts dem Studium des Wortes Gottes gleichkommen. Als Mittel zur geistigen Schulung ist die Bibel wirksamer als jedes andere Buch oder alle anderen Bücher zusammen. Die Größe ihrer Themen, die würdevolle Einfachheit ihrer Äußerungen, die Schönheit ihrer Bildsprache beleben und erheben die Gedanken wie nichts anderes es vermag. Kein anderes Studium kann eine solche geistige Kraft vermitteln wie das Bemühen, die gewaltigen Wahrheiten der Offenbarung zu erfassen. Der Geist, der auf diese Weise mit den Gedanken des Unendlichen in Berührung kommt, kann sich nur erweitern und stärken.

Und noch größer ist die Kraft der Bibel bei der Entfaltung der geistlichen Natur. Der Mensch, der zur Gemeinschaft mit Gott geschaffen wurde, kann nur in einer solchen Gemeinschaft sein wahres Leben und seine Entfaltung finden. Geschaffen, um in Gott seine höchste Freude zu finden, kann er in nichts anderem das finden, was die Sehnsüchte des Herzens stillen und den Hunger und Durst der Seele stillen kann. Wer mit aufrichtigem und lernbereitem Geist Gottes Wort studiert und danach strebt, dessen Wahrheiten zu begreifen, wird mit dessen Urheber in Verbindung gebracht; und sofern er es nicht selbst beschließt, sind den Möglichkeiten seiner Entwicklung keine Grenzen gesetzt.

In ihrer großen Vielfalt an Stil und Themen hat die Bibel für jeden Verstand etwas Interessantes und spricht jedes Herz an. Auf ihren Seiten finden sich die älteste Geschichte, die lebensnahesten Biografien sowie Regierungsprinzipien für die Führung des Staates und die Ordnung des Haushalts – Prinzipien, denen menschliche Weisheit nie das Wasser reichen konnte. Sie enthält die tiefgründigste Philosophie, die lieblichste und erhabenste, die leidenschaftlichste und ergreifendste Poesie. Schon allein unter diesem Gesichtspunkt sind die Schriften der Bibel den Werken jedes menschlichen Autors an Wert unermesslich überlegen; doch von unendlich größerer Tragweite und von unendlich größerem Wert sind sie, wenn man sie in ihrer Beziehung zu dem großen zentralen Gedanken betrachtet. Im Lichte dieses Gedankens erhält jedes Thema eine neue Bedeutung. In den am einfachsten formulierten Wahrheiten liegen Prinzipien verborgen, die so hoch wie der Himmel sind und die Ewigkeit umfassen.

Das zentrale Thema der Bibel, um das sich jedes andere Thema im gesamten Buch dreht, ist der Erlösungsplan, die Wiederherstellung des Ebenbildes Gottes in der menschlichen Seele. Von der ersten Andeutung der Hoffnung in dem im Garten Eden ausgesprochenen Urteil bis hin zu jener letzten herrlichen Verheißung der Offenbarung: „Sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihrer Stirn stehen“ (Offenbarung 22:4), ist der Kern jedes Buches und jeder Passage der Bibel die Entfaltung dieses wundersamen Themas – die Erhebung des Menschen – die Kraft Gottes, „die uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus“ 1 Korinther 15:57.

Wer diesen Gedanken begreift, hat ein unendliches Feld des Studiums vor sich. Er besitzt den Schlüssel, der ihm die ganze Schatzkammer des Wortes Gottes erschließt.

Die Wissenschaft der Erlösung ist die Wissenschaft aller Wissenschaften; die Wissenschaft, die Gegenstand des Studiums der Engel und aller intelligenten Wesen der ungefallenen Welten ist; die Wissenschaft, die die Aufmerksamkeit unseres Herrn und Erlösers auf sich zieht; die Wissenschaft, die in den Plan eindringt, der im Geist des Unendlichen gereift ist – „der in ewigen Zeiten verborgen war“ (Römer 16:25, R.V.); die Wissenschaft, die das Studiengebiet der Erlösten Gottes durch endlose Zeitalter hindurch sein wird. Dies ist das höchste Studium, dem sich der Mensch widmen kann. Wie kein anderes Studium wird es den Verstand beleben und die Seele erheben.

„Das Erhabene an der Erkenntnis ist, dass die Weisheit denen, die sie besitzen, Leben schenkt.“ „Die Worte, die ich zu euch spreche“, sagte Jesus, „sind Geist und sind Leben.“ „Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den einzigen wahren Gott, und den, den du gesandt hast, erkennen.“ Prediger 7:12; Johannes 6:63; 17:3 R.V.

Die schöpferische Kraft, die die Welten ins Dasein rief, liegt im Wort Gottes. Dieses Wort verleiht Kraft; es schafft Leben. Jedes Gebot ist eine Verheißung; vom Willen angenommen und in die Seele aufgenommen, bringt es das Leben des Unendlichen mit sich. Es verwandelt das Wesen und erschafft die Seele neu nach dem Ebenbild Gottes.

Das so verliehene Leben wird auf dieselbe Weise erhalten. „Von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt“ (Matthäus 4:4), soll der Mensch leben.

Der Verstand, die Seele, wird durch das gestärkt, wovon sie sich nährt; und es liegt an uns, zu entscheiden, womit sie genährt werden soll. Es liegt in der Macht eines jeden, die Themen zu wählen, die die Gedanken beschäftigen und den Charakter prägen sollen. Von jedem Menschen, dem der Zugang zur heiligen Schrift gewährt ist, sagt Gott: „Ich habe ihm die großen Dinge meines Gesetzes geschrieben.“ „Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir Großes und Unergründliches zeigen, das du nicht weißt.“ Hosea 8:12; Jeremia 33:3.

Mit dem Wort Gottes in den Händen kann jeder Mensch, wo auch immer das Los ihn im Leben hinführt, jene Gemeinschaft haben, die er sich aussucht. Auf seinen Seiten kann er sich mit den Edelsten und Besten der Menschheit unterhalten und der Stimme des Ewigen lauschen, wenn Er zu den Menschen spricht. Wenn er die Themen studiert und darüber nachsinnt, in die „die Engel gerne einen Blick werfen möchten“ (1. Petrus 1:12), kann er ihre Gemeinschaft erfahren. Er kann den Spuren des himmlischen Lehrers folgen und Seinen Worten lauschen, wie damals, als Er auf Bergen, in der Ebene und am Meer lehrte. Er kann in dieser Welt in der Atmosphäre des Himmels verweilen und den Trauernden und Geprüften der Erde Gedanken der Hoffnung und Sehnsucht nach Heiligkeit vermitteln; dabei kommt er selbst immer näher und näher in die Gemeinschaft mit dem Unsichtbaren; wie jener in alter Zeit, der mit Gott wandelte und sich immer näher der Schwelle der ewigen Welt näherte, bis sich die Pforten öffnen und er dort eintreten wird. Er wird sich dort nicht als Fremder wiederfinden. Die Stimmen, die ihn begrüßen werden, sind die Stimmen der Heiligen, die, unsichtbar, auf Erden seine Gefährten waren – Stimmen, die er hier zu unterscheiden und zu lieben gelernt hat. Wer durch das Wort Gottes in Gemeinschaft mit dem Himmel gelebt hat, wird sich in der Gemeinschaft des Himmels zu Hause fühlen.“
Ellen G. White, Education (1903), S. 92-95 (DeepL Übersetzung)

„Wissen ist Macht, aber in der Erkenntnis, dass Jesus als Mensch auf diese Erde kam, steckt eine größere Kraft. Die „Wissenschaft“ der Erlösung ist die wichtigste Erkenntnis, die man in der Vorbereitungsschule auf dieser Erde erwerben kann. Die Weisheit Salomons ist erstrebenswert, aber die Weisheit Christi ist noch wesentlich wichtiger. Wir können Christus nicht nur durch Lernen erreichen, aber durch ihn können wir die höchste Stufe des Lernens erklimmen.“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit – Band 2 (2002), S. 301

„Ohne Zwang und Gewalt führt Christus die Menschen zur Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Das ist eine wahre Wissenschaft, denn durch sie geschehen große Veränderungen an Geist und Seele — Veränderungen, die im Leben eines jeden Menschen stattfinden müssen, der durch die Tore der heiligen Stadt Gottes gehen möchte.“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit – Band 2 (2002), S. 301

Der Erlösungsplan hat die Macht Satans auf Golgatha überwunden!

In der heiligen Schrift steht geschrieben:

Solches habe ich zu euch geredet, auf daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Johannes 16:33

Die Prophetin Gottes Ellen G. White erhielt Folgendes:

„Jesus gab sein Leben nicht eher hin, bis er das Werk, zu dem er gekommen war, vollendet hatte und mit dem letzten Atemzug ausrufen konnte: „Es ist vollbracht!“ Johannes 19,30. In diesem Augenblick war die Macht Satans überwunden. Er wußte, daß sein Reich verloren war. Die Engel triumphierten, als die Worte fielen: „Es ist vollbracht!“ Der große Erlösungsplan war mit dem Kreuzesopfer Christi insoweit durchgeführt. Es herrschte Freude im Himmel, daß die Nachkommen Adams durch ein Leben des Gehorsams endlich zum Throne Gottes erhoben werden konnten. Wie groß und wunderbar war diese Liebe, die den Sohn Gottes dahingab, damit wir mit Gott ausgesöhnt werden und zu einem Leben mit ihm in den Wohnungen der Herrlichkeit emporsteigen können. Was ist der Mensch, daß für seine Erlösung solch ein Preis bezahlt werden mußte!“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 1 (1975), S. 234

Der Erlösungsplan bietet einen ewigen Schutz!

„Der Tod Christi am Kreuz verwirklicht [engl.: garantierte] die Vernichtung dessen, der Macht hat über den Tod, der der Urheber der Sünde war. Wenn Satan vernichtet ist, wird es niemanden geben, der zum Bösen versucht; die Versöhnung braucht nie mehr wiederholt zu werden; es wird keine Gefahr eines weiteren Aufruhrs im Weltall mehr geben. Was allein in dieser Welt der Finsternis vor Sünde wirksam bewahren kann, wird Sünde im Himmel verhindern. Heilige und Engel werden die Bedeutung des Todes Christi erkennen. Gefallene Menschen können ohne das Lamm, das erwürgt ist von Anfang der Welt, keine Heimstätte im Paradies Gottes haben. Sollen wir dann nicht das Kreuz Christi erheben? Die Engel schreiben Christus Ehre und Herrlichkeit zu, und selbst sie sind nicht sicher, es sei denn, sie blicken auf die Leiden des Gottessohnes. Durch die Wirksamkeit des Kreuzes werden die Engel im Himmel vor Abfall bewahrt. Ohne das Kreuz wären sie nicht sicherer gegen das Böse als die Engel vor dem Fall Satans. Die Vollkommenheit der Engel versagte im Himmel. Menschliche Vollkommenheit versagte in Eden, dem Paradies der Wonne [engl.: des Segens]. Alle, die auf Erden oder im Himmel Sicherheit wünschen, müssen auf das Lamm Gottes schauen.

Der Erlösungsplan, der die Gerechtigkeit und Liebe Gottes offenbart, bietet einen ewigen Schutz vor Abtrünnigkeit für die nicht gefallenen Welten, sowie bei denen, die durch das Blut des Lammes erlöst werden. Unsere einzige Hoffnung ist vollkommenes Vertrauen in das Blut dessen, der alle erretten kann, die durch ihn zu Gott kommen (Hebräer 7,25 KJV). Der Tod Christi am Kreuz von Golgatha ist unsere einzige Hoffnung in dieser Welt und wird in der zukünftigen Welt unser Thema sein. O, wir begreifen nicht den Wert der Versöhnung! Begriffen wir dies, würden wir mehr darüber reden. Die Gabe Gottes in seinem eingeborenen [engl.: geliebten] Sohn war Ausdruck unbegreiflicher Liebe. Es war das Äußerste, das Gott vollbringen konnte, die Ehre seines Gesetzes zu retten und trotzdem auch den Übertreter zu retten. Weshalb sollte der Mensch nicht das Thema der Erlösung studieren? Es ist das größte Thema, das den menschlichen Geist beschäftigen kann. Wenn Menschen über die Liebe nachdenken würden, die sich im Kreuz offenbart, dann könnte ihr Glaube gestärkt werden, die Verdienste seines vergossenen Blutes in Anspruch nehmen, und sie würden von Sünde gereinigt und gerettet werden (ST, 30. Dezember 1889).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar (2009), S. 347

Im Garten Eden wurde der Erlösungsplan zum ersten Mal offenbart.

In der heiligen Schrift steht geschrieben:

Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. 1.Mose 3:15

Die Prophetin Gottes Ellen G. White erhielt Folgendes:

„Der Himmel wurde mit Trauer erfüllt, als bekannt wurde, daß der Mensch verloren sei und die Welt, die Gott geschaffen hatte, mit sterblichen Wesen erfüllt würde, die zu Elend, Krankheit und Tod verurteilt waren. Es gab keinen Ausweg für den Übertreter. Die ganze Familie Adams mußte sterben. Dann sah ich Jesus und bemerkte auf seinem Angesicht einen Ausdruck des Mitgefühls und der Sorge. Bald sah ich, wie er sich dem strahlenden Licht näherte, das den Vater umgab. Mein begleitender Engel sagte: „Er hat eine geheime Unterredung mit seinem Vater.“ Während Jesus mit dem Vater redete, schien die Unruhe der Engel auf das höchste gespannt zu sein. Dreimal wurde Jesus vom herrlichen Licht, das den Vater umgab, umschlossen, und als er das dritte Mal vom Vater kam, konnte man seine Gestalt sehen. Sein Angesicht war ruhig, frei von aller Angst und allem Zweifel und strahlte von Wohlwollen und Lieblichkeit, wie es Worte nicht beschreiben können. Dann machte er der Engelschar bekannt, daß für den verlorenen Menschen ein Ausweg bereitet sei. Er sagte ihnen, daß er mit seinem Vater darüber gesprochen und sein eigenes Leben als Lösegeld angeboten habe, daß er das Urteil des Todes auf sich nehmen wolle, damit der Mensch durch ihn Vergebung erlangen könnte. Durch die Verdienste seines Blutes und durch Gehorsam gegen das Gesetz Gottes könne der Mensch wieder die Gunst Gottes erlangen, wieder in den herrlichen Garten gebracht werden und von der Frucht des Lebensbaumes essen.

Zuerst konnten sich die Engel nicht darüber freuen; denn ihr Gebieter verheimlichte ihnen nichts, sondern legte ihnen den Erlösungsplan offen dar. Jesus sagte ihnen, daß er zwischen dem Zorn seines Vaters und der schuldigen Menschheit stehen und Missetat und Verachtung tragen wolle. Aber nur wenige würden ihn als den Sohn annehmen. Fast alle würden ihn hassen und verwerfen. Er würde all seine Herrlichkeit im Himmel verlassen, als Mensch auf Erden erscheinen, sich selbst als Mensch erniedrigen und durch seine eigene Erfahrung mit den verschiedenen Versuchungen bekannt werden, denen der Mensch ausgesetzt sei, damit er denen eine Hilfe sein könne, die versucht würden. Wenn er dann seine Mission als Lehrer beendet hätte, müsse er in die Hände der Menschen überantwortet werden und fast jegliche Schmähung und Qual erdulden, wozu Satan und seine Engel gottlose Menschen anstiften könnten. Er müsse des grausamsten Todes sterben und als ein schuldiger Sünder zwischen Himmel und Erde hängen. Er müsse schreckliche Stunden der Todesangst erleiden, die selbst die Engel nicht mit ansehen könnten, sondern ihre Angesichter vor dem Anblick bedecken würden. Aber er müsse nicht nur die Angst des Leibes erdulden, sondern auch Seelenangst, mit der die körperlichen Leiden in keiner Weise verglichen werden könnten. Die Sündenlast der ganzen Welt würde auf ihm ruhen. Er sagte ihnen, daß er sterben und am dritten Tage wieder auferstehen und zu seinem Vater aufsteigen wolle, um für den widerspenstigen, schuldigen Menschen zu bitten.

Die Engel fielen vor ihm nieder und boten ihr Leben zum Opfer an. Jesus sagte ihnen, daß er durch seinen Tod viele retten, daß aber das Leben eines Engels die Schuld nicht tilgen könne. Sein Leben allein könne vom Vater als Lösegeld für den Menschen angenommen werden. Jesus sagte ihnen auch, daß sie an seinem Werke Anteil haben, bei ihm sein und zu verschiedenen Zeiten ihn stärken sollten. Er würde die Natur des gefallenen Menschen annehmen; ja, seine Kraft würde sogar geringer sein als die ihrige. Die Engel sollten Zeugen seiner Demütigung und seiner großen Leiden sein. Wenn sie dann seine Qualen und den Haß der Menschen gegen ihn sähen, so würden sie mit tiefster Rührung erfüllt werden und wegen ihrer Liebe zu ihm wünschen, ihn von seinen Mördern zu befreien und zu erretten. Sie sollten aber nicht eingreifen, um irgend etwas zu verhindern, was sie sehen würden. Sie sollten aber einen Anteil an seiner Auferstehung haben. Der Erlösungsplan war ausgedacht, und sein Vater hatte diesen Plan angenommen.

Mit heiliger Traurigkeit tröstete und ermutigte Jesus die Engel und sagte ihnen, daß nach alldem die, die er erlösen werde, bei ihm sein würden, und daß er durch seinen Tod viele loskaufen und den, der des Todes Gewalt hat, vernichten werde. Sein Vater würde ihm das Reich und alle Gewalt und Macht des Reiches unter dem ganzen Himmel geben, und er würde es für immer und ewig besitzen. Satan und die Sünder würden vernichtet werden, um niemals wieder den Frieden des Himmels oder der gereinigten neuen Erde zu stören. Er gebot der himmlischen Schar, sich mit dem Plan zu befreunden, den sein Vater angenommen habe, und sich zu freuen, daß durch seinen Tod der gefallene Mensch wieder mit Gott versöhnt werden und sich des Himmels erfreuen könne.

Da erfüllte Freude, unaussprechliche Freude den Himmel, und die himmlischen Scharen sangen ein Lied zur Anbetung und zum Preis. Sie spielten auf ihren Harfen und sangen einen Ton höher als zuvor, um der großen Gnade und Herablassung Gottes willen, die den einzig geliebten Sohn für den rebellischen Menschen in den Tod gab. Dann brachten sie Preis und Anbetung für die Selbstverleugnung und das Opfer des Heilandes dar, der bereit war, des Vaters Schoß zu verlassen, ein Leben der Leiden und Angst und einen schmählichen Tod zu wählen, damit er anderen Leben geben möchte.

Der Engel sagte: „Glaubst du, daß der Vater seinen geliebten Sohn ohne Kampf dahingab? — Nein, nein! Es war selbst für Gott im Himmel ein Kampf, ob er den schuldigen Menschen verlorengehen lassen oder seinen geliebten Sohn für ihn in den Tod geben sollte.“ Die Engel nahmen solch regen Anteil an der Errettung des Menschen, daß unter ihnen solche gefunden werden konnten, die ihre Herrlichkeit und ihr Leben für den verlorenen Menschen hingegeben hätten. „Aber“, sagte mein begleitender Engel, „das würde nicht genügen! Die Übertretung war so groß, daß das Leben eines Engels die Schuld nicht bezahlen könnte. Nur der Tod und die Fürsprache des Sohnes Gottes können die Schuld bezahlen und den verlorenen Menschen von hoffnungslosem Kummer und Elend erlösen.“

Das Werk aber, das den Engeln zugewiesen wurde, bestand darin, mit stärkendem Balsam aus der Herrlichkeit auf- und abzusteigen, um den Sohn Gottes in seinem Leiden zu trösten und ihm zu dienen. Ferner war es ihre Aufgabe, die Untertanen der Gnade vor den bösen Engeln zu behüten und sie vor der Finsternis, die Satan beständig um sie verbreitete, zu bewahren. Ich sah, daß es für Gott unmöglich war, sein Gesetz zu ändern, um den verlorenen, dem Verderben anheimgefallenen Menschen zu retten; deshalb duldete er, daß sein geliebter Sohn für die Übertretung des Menschen starb.“
Ellen G. White, Frühe Schriften von Ellen G. White (1999), S. 166-168

Engel boten sich als Opfer für die Menschen an.

„Der Plan, durch den die Errettung des Menschen einzig möglich war, schloß mit seinem unendlichen Opfer den ganzen Himmel ein. Die Engel empfanden keine Freude, als Christus ihnen den Erlösungsplan darlegte, denn sie sahen, daß er ihrem geliebten Gebieter unaussprechliches Leid bringen mußte. Erstaunt und bekümmert lauschten sie, als er ihnen sagte, daß er aus des Himmels Reinheit und Frieden, seiner Freude und Herrlichkeit und seinem unsterblichen Leben hinabsteigen und in Berührung kommen müsse mit der Erniedrigung der Erde, um Schmerz, Schande und Tod zu erleiden. Er sollte zwischen den Sünder und dessen Strafe treten, doch würden nur wenige ihn als den Sohn Gottes aufnehmen. Dazu müsse er seine hohe Stellung als Herr des Himmels aufgeben, auf Erden erscheinen, sich als Mensch demütigen, damit er durch eigene Erfahrungen die Sorgen und Versuchungen der Menschenkinder kennenlernte. Dies alles sei notwendig, damit er denen helfen könne, die versucht werden. Wenn seine Sendung als Lehrer beendet sein würde, müsse er den Händen gottloser Menschen ausgeliefert und jeder Beschimpfung und Quälerei ausgesetzt werden, zu denen Satan sie anstiften könnte. Er müsse als schuldiger Sünder zwischen Himmel und Erde hängen und den grausamsten Tod sterben. Die Stunden seines Todeskampfes würden so schrecklich sein, daß die Engel ihr Antlitz verhüllen müßten, weil sie den Anblick nicht ertragen könnten. Er habe Seelenangst zu erdulden, ja, der Vater würde sein Angesicht verbergen, während die Strafe der Übertretung, die Sündenlast der ganzen Welt, auf ihm läge.

Die Engel fielen vor ihrem Herrn nieder und boten sich als Opfer für die Menschen an. Aber ihr Leben genügte nicht, die Schuld zu bezahlen. Nur er, der die Menschen schuf, hatte auch die Macht, sie zu erlösen. Doch sollten die Engel am Erlösungsplan tätigen Anteil haben. Christus sollte „eine kleine Zeit niedriger … als die Engel“ sein, … „auf daß er aus Gottes Gnade für alle den Tod schmeckte“. Hebräer 2,9. Er sollte Mensch werden, darum würde seine Kraft jener der Engel nicht gleichen. Dann sollten sie ihm dienen, ihn stärken und ihm in seinen Leiden Linderung schaffen. Sie sollten „dienstbare Geister“ sein, „ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen“. Hebräer 1,14. Ihre Aufgabe sollte sein, die Frommen vor dem Einfluß böser Engel zu schützen und vor der Finsternis zu bewahren, die Satan ständig um sie her verbreitet.

Wenn die Engel Erniedrigung und Todeskampf ihres Herrn beobachten müßten, würden sie, bekümmert und unwillig, wünschen, ihn aus den Händen seiner Mörder zu befreien. Aber sie dürften nicht dazwischentreten, um zu verhindern, was sie sähen. Es gehörte zum Erlösungsplan, daß Christus Hohn und Schmähungen böser Menschen erdulden müsse. Er erklärte sich bereit dazu, wenn er dadurch zum Erlöser der Menschen werde.

Christus versicherte den Engeln, daß er durch seinen Tod viele loskaufen und den, der die Macht des Todes hatte, vernichten würde.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 42-43

Die Fleischwerdung Christi ist das Geheimnis aller Geheimnisse!

In der heiligen Schrift steht geschrieben:

25 Dem aber, der euch stärken kann laut meines Evangeliums und der Predigt von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen gewesen, 26 jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist, zum Gehorsam des Glaubens, für alle Völker, 27 ihm, dem allein weisen Gott, durch Jesus Christus, sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Römer 16:25-27

Die Prophetin Gottes Ellen G. White erhielt Folgendes:

„Die Fleischwerdung Christi ist das Geheimnis aller Geheimnisse (Brief 276, 1904).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar (2009), S. 424

„Die Fleischwerdung Christi ist ein Geheimnis. Die Vereinigung der göttlichen mit der menschlichen Natur ist wirklich ein Geheimnis, das bei Gott verborgen ist, eben das Geheimnis, »das von der Welt her verschwiegen gewesen ist«. Dieses Geheimnis wurde vom Herrn von Ewigkeit her verschwiegen und zuerst durch die Prophezeiung in Eden offenbart, dass der Nachkomme des Weibes der Schlange den Kopf zertreten und die Schlange ihn in die Ferse stechen würde. 

Der Welt dieses Geheimnis zu verkündigen, das Gott von Ewigkeit her verschwieg, ehe Welt und Mensch geschaffen wurden, war die Aufgabe, die Christus in dem Werk ausführen sollte, das er bei seinem Kommen auf diese Erde in Angriff nahm. Und dieses wunderbare Geheimnis, die Fleischwerdung Christi und die Versöhnung, die er schuf, muss jedem Sohn und jeder Tochter Adams erklärt werden. … Seine Leiden erfüllen vollends die Forderungen des Gesetzes Gottes (ST, 30. Januar 1912).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar (2009), S. 423-424

Abrahams Kummer und Qualen und Opfer (Isaak) offenbaren den Erlösungsplan.

„Isaak war ein Vorbild für den Sohn Gottes, der als Opfer für die Sünden der Welt dargebracht wurde. Gott wollte Abraham das Evangelium der Erlösung für die Menschen eindringlich vor Augen führen. Um dies zu erreichen, ihm die Wahrheit greifbar zu machen und zugleich seinen Glauben auf die Probe zu stellen, forderte Er ihn auf, seinen geliebten Isaak zu opfern. All der Kummer und die Qual, die Abraham während dieser dunklen und furchtbaren Prüfung erdulden musste, dienten dem Zweck, ihm den Erlösungsplan für den gefallenen Menschen tief ins Bewusstsein zu prägen. Er sollte aus eigener Erfahrung begreifen, wie unaussprechlich die Selbstverleugnung des unendlichen Gottes war, als dieser seinen eigenen Sohn in den Tod gab, um den Menschen vor dem völligen Untergang zu retten. Für Abraham gab es keine seelische Qual, die derjenigen gleichkam, die er erdulden musste, als er dem göttlichen Befehl gehorchte, seinen Sohn zu opfern.

Gott gab Seinen Sohn einem Leben voller Demütigung, Selbstverleugnung, Armut, Mühen, Schmähungen und dem qualvollen Tod am Kreuz preis. Doch es gab keinen Engel, der die frohe Botschaft überbrachte: „Es ist genug; Du brauchst nicht zu sterben, Mein geliebter Sohn.“ Heerscharen von Engeln warteten voller Trauer und hofften, dass Gott, wie im Fall Isaaks, im letzten Moment Seinen schändlichen Tod verhindern würde. Doch den Engeln war es nicht gestattet, dem geliebten Sohn Gottes eine solche Botschaft zu überbringen. Die Demütigung im Gerichtssaal und auf dem Weg nach Golgatha ging weiter. Er wurde verspottet, verhöhnt und angespuckt. Er ertrug den Spott, die Sticheleien und die Beschimpfungen derer, die ihn hassten, bis er am Kreuz sein Haupt neigte und starb.“
Ellen G. White, Testimony Treasures, Vol. 1 (1949), S. 319-320 (DeepL Übersetzung)

Den Erlösungsplan gelüstet auch die Engel zu schauen, und bis in alle Ewigkeit wird er Gegenstand des Forschens und des Lobpreisens für die Erlösten sein.

„Betet, betet ernstlich und ohne Unterlaß, aber vergeßt nicht zu danken. Es ziemt jedem Kinde Gottes, Jesu Wesen zu rechtfertigen. Ihr könnt den Herrn verherrlichen und die Kraft seiner helfenden Gnade bekunden. Es gibt viele, die weder die große Liebe Gottes noch Jesu göttliches Mitleid der Beachtung für wert halten. Tausende betrachten die im Erlösungsplan offenbarte unvergleichliche Gnade mit Geringschätzung. Alle, die an dieser großen Erlösung teilhaben, sind darin nicht fehlerfrei. Sie pflegen nicht die Dankbarkeit. Den Erlösungsplan gelüstet auch die Engel zu schauen, und bis in alle Ewigkeit wird er Gegenstand des Forschens und des Lobpreisens für die Erlösten sein. Ist er dann nicht jetzt schon der sorgfältigen Erwägung und des Studiums wert? Sollten wir Gott nicht mit Herz und Mund preisen „für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut“? Psalm 107,8.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 2 (1972), S. 113-114

Im Erlösungsplan gibt es Geheimnisse.

„Im Erlösungsplan gibt es Geheimnisse, über die die Engel im Himmel unablässig staunen: die Erniedrigung des Gottessohnes, daß er an Gebärden als ein Mensch erfunden wurde, und die wunderbare Liebe und Herablassung des Vaters, der seinen Sohn dahingab. Als der Apostel Petrus von den Offenbarungen sprach, die den Propheten über „die Leiden“ Christi „und die Herrlichkeit darnach“ gegeben wurden, sagte er, daß dies Dinge sind, die „auch die Engel gelüstet zu schauen“. 1.Petrus 1,11.12. All dies werden die Erlösten die Ewigkeit hindurch studieren. Wenn sie das Werk Gottes in der Schöpfung und in der Erlösung betrachten, werden sich dem staunenden und beglückten Gemüt immer neue Wahrheiten erschließen. Während sie immer mehr von der Weisheit, der Liebe und der Macht Gottes erkennen, wird ihr Verstand sich ständig weiten und ihre Freude unablässig zunehmen.

Wäre es erschaffenen Wesen möglich, zu einem vollen Verständnis Gottes und seiner Werke zu gelangen, gäbe es für sie, wenn sie diese Höhe erreichten, keine Wahrheit mehr zu entdecken, kein Wachsen in der Erkenntnis und keine weitere Entwicklung des Verstandes und des Herzens mehr. Dann hätte Gott dem Menschen nichts mehr voraus, und dieser hörte auf, sich zu vervollkommnen, weil er die Grenzen des Wissens und der Erkenntnis erreichte. Laßt uns Gott danken, daß dem nicht so ist. Gott ist unendlich, in ihm sind „alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis“ verborgen. Kolosser 2,3. Bis in alle Ewigkeit kann der Mensch unaufhörlich forschen und lernen, ohne dabei je die Schätze der Weisheit und Güte Gottes und seiner Macht auszuschöpfen.

Gott will, daß sein Volk schon in diesem Leben immer tiefer in die Wahrheit eindringt. Dabei gibt es nur einen Weg, diese Erkenntnis zu erlangen. Zu einem Verständnis des Wortes Gottes können wir nur kommen, wenn derselbe Geist uns erleuchtet, durch den das Wort eingegeben worden ist. Niemand weiß, „was in Gott ist, als der Geist Gottes“. „Denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit.“ 1.Korinther 2,11.10. Und der Heiland gab seinen Nachfolgern die Verheißung: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten … Denn von dem Meinen wird er‘s nehmen und euch verkündigen.“ Johannes 16,13.14.

Gott will, daß der Mensch seine Verstandeskräfte übt; das Suchen in der Schrift wird den Geist so stärken und heben wie kein anderes Studium. Es ist die beste geistige und geistliche Übung für das menschliche Denken. Doch müssen wir uns davor hüten, den Verstand zum Abgott zu machen, weil ja auch er der Unzulänglichkeit und Schwachheit des Menschlichen unterworfen ist. Soll die Schrift nicht für unser Verständnis verhüllt sein, so daß wir nicht einmal die einfachsten Wahrheiten fassen können, dann müssen wir den schlichten Glauben eines kleinen Kindes haben, das zum Lernen willig ist, und müssen um den Beistand des Heiligen Geistes flehen. Es sollte uns mit Demut erfüllen, wenn wir die Macht und die Weisheit Gottes, aber auch unsere Unfähigkeit erkennen, seine Größe zu fassen; wir sollten sein Wort mit derselben heiligen Ehrfurcht öffnen, als träten wir in seine persönliche Nähe. Wenn wir an die Bibel herantreten, muß unser Denken eine uns überlegene Autorität anerkennen, und Herz und Sinn müssen sich vor dem großen ICH BIN beugen.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 2 (1972), S. 306-307

Bei dem Versuch, diesen Plan zu ergründen, stoßen alle endlichen Intelligenzen an ihre Grenzen.

„Christus kam in unsere Welt, von Gott gesandt, um die menschliche Natur auf sich zu nehmen. Es sollte eine geheimnisvolle Vereinigung zwischen der menschlichen und der göttlichen Natur entstehen. Christus sollte Mensch werden, damit er den Menschen die Geheimnisse der Erlösungslehre so umfassend wie möglich offenbaren könne. Doch der Erlösungsplan übersteigt bei weitem das Verständnis des menschlichen Verstandes. Die große Herablassung seitens Gottes ist ein Geheimnis, das sich unserem Verständnis entzieht. Die Größe des Plans lässt sich nicht vollständig erfassen, noch könnte unendliche Weisheit einen Plan ersinnen, der ihn übertreffen würde. Er konnte nur gelingen, indem die Göttlichkeit die menschliche Gestalt annahm, indem Christus Mensch wurde und den Zorn ertrug, den die Sünde durch die Übertretung des Gesetzes Gottes hervorgerufen hatte. Durch diesen Plan kann der große, der furchtbare Gott gerecht sein und dennoch der Rechtfertiger all derer sein, die an Jesus glauben und ihn als ihren persönlichen Erlöser annehmen. Dies ist die himmlische Wissenschaft der Erlösung, der Rettung der Menschen vor dem ewigen Untergang, und sie kann durch die Menschwerdung des Sohnes Gottes, durch seinen Triumph über Sünde und Tod verwirklicht werden. Bei dem Versuch, diesen Plan zu ergründen, stoßen alle endlichen Intelligenzen an ihre Grenzen.

Noch bevor die Welt erschaffen wurde, hat die unendliche Weisheit Vorkehrungen für die schreckliche Möglichkeit der Untreue des Menschen getroffen. Obwohl der Mensch Gottes Gesetz übertrat, wurde das Gesetz dennoch nicht im Geringsten geschwächt. Es steht fest für immer und ewig wie sein ewiger Thron. Keine Hoffnung konnte für den Menschen durch eine Änderung von Gottes Gesetz gefunden werden, doch Gott liebte die Welt so sehr, dass er sich in Christus der Welt hingab, um die Strafe für die Übertretung des Menschen zu tragen. Gott litt mit seinem Sohn, wie nur das göttliche Wesen leiden konnte, damit die Welt mit ihm versöhnt werden könne.“
Ellen G. White, The Advent Review and Sabbath Herald, Vol. 72, No. 43, 22. Oktober 1895, S. 674 (DeepL Übersetzung)

Wenn wir vor Gott die Verdienste Christi anerkennen und wertschätzen, werden unsere Gebete mit Wohlgeruch versehen!

„Wenn wir vor Gott die Verdienste Christi anerkennen und wertschätzen, werden unsere Gebete mit Wohlgeruch versehen. O, wer weiß diese große Gnade und Liebe zu schätzen! Wenn wir uns Gott durch die Kraft der Verdienste Christi nähern, werden wir mit Christi priesterlichen Gewändern bekleidet. Er setzt uns dicht an seine Seite und umarmt uns mit seinem menschlichen Arm, während er mit seinem göttlichen Arm den Thron des Unendlichen ergreift. Er legt seine Verdienste als süßes Räucherwerk in das Räuchergefäß, das sie in ihren Händen halten, um sie in ihren Bitten zu ermutigen. Er verspricht, dass er ihr Flehen hört und erhört. – Brief 22, 1898.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar (2009), S. 649

Der Herr wünscht, dass wir den großen Erlösungsplan recht schätzen und würdigen.

„Der Herr wünscht, daß wir den großen Erlösungsplan recht schätzen und würdigen, das uns als Gottes Kindern angebotene Vorrecht erkennen und mit dankbarem Herzen im Gehorsam vor ihm wandeln. Er wünscht, daß wir ihm in einem neuen Leben jeden Tag mit Freuden dienen. Er sehnt sich darnach, unsere Herzen in Dankbarkeit überwallen zu sehen, weil unsere Namen im Lebensbuch des Lammes geschrieben sind. Und weil wir alle unsere Sorgen auf ihn werfen können, der für uns sorgt. Er will, daß wir uns freuen, weil wir das Erbteil des Herrn sind, weil die Gerechtigkeit Christi das weiße Gewand seiner Heiligen ist, weil wir die selige Hoffnung der baldigen Wiederkunft unseres Heilandes haben.

Gott mit aufrichtigem Herzen zu loben und zu preisen, ist ebensowohl eine Pflicht als das Gebet. Wir sollen der Welt und allen himmlischen Wesen zeigen, daß wir die wunderbare Liebe Gottes zu dem gefallenen Menschengeschlecht schätzen und daß wir größere und wiederum größere Segnungen aus seiner unendlichen Fülle erwarten. Wir müssen viel mehr, als wir es tun, von unsern köstlichen Erfahrungen im Herrn reden. Nach einer besonderen Ausgießung des Heiligen Geistes würde unsere Freude im Herrn und unsere Wirksamkeit in seinem Dienste bedeutend zunehmen, wenn wir von seiner Liebe und seinem wunderbaren Wirken für seine Kinder erzählten.

Dadurch wird die Macht Satans zurückgetrieben. Der Geist des Murrens und Klagens schwindet, der Versucher verliert den Boden unter den Füßen, und Charaktereigenschaften, welche die Erdbewohner für die himmlischen Wohnungen geschickt machen, werden gestärkt.

Ein solches Zeugnis wird einen Einfluß auf andere haben. Es kann kein wirksameres Mittel benutzt werden, um Seelen für Christum zu gewinnen.

Wir sollen Gott durch einen wirklichen Dienst loben, indem wir alles tun, was in unserer Macht steht, um seinen Namen zu verherrlichen. Gott teilt uns seine Gaben mit, damit wir auch anderen geben und dadurch seinen Charakter der Welt bekannt machen können.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 228-229

Satanische Kräfte wirkten während des Erlösungsplanes.

„Schmerzlich bewegt und voller Bestürzung sah der Himmel den Heiland am Kreuz hängen. Blut strömte von seinen verwundeten Schläfen herab, und blutig gefärbter Schweiß stand auf seiner Stirn. Von seinen Händen und Füßen fiel das Blut tropfenweise auf den Felsen, in den das Kreuz eingelassen war. Die von den Nägeln gerissenen Wunden wurden durch das Gewicht des Körpers immer größer. Sein Atem ging tief und stoßweise, als seine Seele unter der Sündenlast der ganzen Welt ächzte. Der ganze Himmel war von Verwunderung erfüllt, als Jesus inmitten dieser furchtbaren Not betete: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Lukas 23,34. Doch das Kreuz umstanden nach dem Bilde Gottes gestaltete Menschen, die sich zusammengetan hatten, das Leben des eingeborenen Gottessohnes zu vernichten. Welch ein Anblick für die himmlischen Welten!

Alle Mächte und Gewalten der Finsternis waren um das Kreuz versammelt und warfen den höllischen Schatten des Unglaubens in die Herzen der Menschen. Als Gott diese Wesen schuf, damit sie vor seinem Thron stünden, waren sie schön und herrlich. Ihre Schönheit und Heiligkeit entsprach ihrer hohen Stellung. Sie waren reich an Weisheit Gottes und umgürtet mit der Rüstung des Himmels; sie waren Diener … [JHWHs]. Wer konnte jedoch jetzt noch in diesen gefallenen Engeln die herrlichen Seraphim erkennen, die einst im Himmel dienten?!

Satanische Kräfte verbanden sich mit bösen Menschen und veranlaßten das Volk zu glauben, daß Christus der Größte unter den Sündern und verachtenswert sei. Jene, die den Herrn am Kreuz verspotteten, wurden vom Geiste des ersten großen Rebellen beeinflußt. Er ließ sie gemeine und widerliche Reden führen und bestärkte sie in ihren Hohnreden. Doch bei alledem erreichte Satan nichts.

Hätte an Christus ein Unrecht gefunden werden können, hätte er auch nur im geringsten dem Versucher nachgegeben, um den schrecklichen Qualen zu entgehen, dann würde der Feind Gottes und der Menschen triumphiert haben. Jesus neigte sein Haupt und starb, aber er hatte seinen Glauben bewahrt und war seinem Vater gehorsam geblieben.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 756-757

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