Beitrag zuletzt aktualisiert am 25.05.2021
Gott Vater zu nennen, ist ein Zeichen seiner Liebe.

Gott Vater zu nennen, ist ein Zeichen seiner Liebe.

Gott Vater, der geliebte Vater im Himmel, liebt seine Schöpfung so wie er seinen einziggezeugten Sohn Jesus liebt. Unser Gott Vater ist unser Vater im Himmel, unser himmlischer Vater und er liebt den Menschen so sehr, dass er mit seinem geliebten Sohn Jesus für diese Welt ihr großes Opfer brachten und den Menschen dieser Welt ermöglicht, den einen und wahren Gott Vater zu nennen.

„Um unser Vertrauen zu Gott zu stärken, lehrt Christus uns, ihn mit einem neuen Namen anzureden, einem Namen, der mit den liebsten Erinnerungen des menschlichen Herzens aufs innigste verknüpft ist.

Er gibt uns das Vorrecht, den unermeßlichen Gott unseren Vater zu nennen. Der Gebrauch dieses Namens, wenn wir zu Gott oder von ihm sprechen, ist ein Zeichen unserer Liebe und unseres Vertrauens zu ihm und ein Pfand seiner Beziehung zu uns und seiner Verwandtschaft mit uns.

Dieser Name, angewandt, wenn wir Gott um seinen Segen bitten, tönt wie Musik in seinen Ohren. Damit wir es nicht für eine Anmaßung halten, ihn bei diesem Namen zu nennen, hat er es öfters wiederholt. Er wünscht, daß wir uns mit dieser Anrede vertraut machen.

Gott betrachtet uns als seine Kinder. Er hat uns von der Welt errettet und uns erwählt zu Gliedern der königlichen Familie, zu Söhnen und Töchtern des himmlischen Königs. Er ladet uns ein, ihm ein größeres Vertrauen zu schenken, als ein Kind zu seinem irdischen Vater hat.

Eltern lieben ihre Kinder, aber die Liebe Gottes ist größer, breiter und tiefer als menschliche Liebe je sein kann. Sie ist unermeßlich. Wenn also irdische Eltern ihren Kindern gute Gaben geben können, wie viel mehr wird unser Vater im Himmel den heiligen Geist denen geben, die ihn darum bitten!“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse oder auch Bilder vom Reiche Gottes (2000), S. 104

Gott Vater ist unser Vater im Himmel!

Der Herr Jesus kam in diese Welt, um den Menschen seinem wundervollen und geliebten Gott Vater vorzuleben, seinen Gott Vater den Menschen bekannt zu machen, sie mit Gott Vater, durch sein Opfer, zu vereinen und von Satan loszukaufen. Deshalb lehrt der Herr Jesus uns, seinen Gott Vater auch unseren Vater im Himmel zu nennen. Gott ist unser himmlischer Vater und ihn Vater nennen zu dürfen, öffnet unser Herz, füllt es mit Liebe, schafft eine starke und herzliche Bindung zu ihm.

„Jesus lehrt uns, seinen Vater auch unseren Vater zu nennen, denn er ist uns Menschen gleich geworden. “Darum schämt sich Jesus auch nicht, sie seine Brüder und Schwestern zu nennen.” Hebräer 2,11 (Hfa). Seine Bereitwilligkeit, uns als Mitglieder der Familie Gottes willkommen zu heißen, ist so groß, dass er uns mit den ersten Worten, mit denen wir uns Gott nahen sollen, die Gewissheit unserer Beziehung zu ihm zum Ausdruck bringen lässt: “Unser Vater”.

Damit wird die wunderbare Wahrheit ausgesprochen, die uns so ermutigen und trösten kann: Gott liebt seine Kinder genauso wie seinen Sohn! Das hat Jesus in seinem letzten Gebet für die Jünger vor seiner Kreuzigung zum Ausdruck gebracht, als er zum Vater sagte: Du “liebst sie, wie du mich liebst”. Johannes 17,23.

Die Welt, die Satan für sich beansprucht und mit grausamer Gewalt beherrscht, hat der Sohn Gottes durch sein großes Opfer in seine Liebe eingehüllt und wieder mit dem Thron Gottes verbunden. Die Engel und all die vielen Geschöpfe der von Sünde unberührten Welten sangen dem Vater und dem Sohn Loblieder zu, als der Sieg errungen und Christus in den Himmel zurückgekehrt war. Offenbarung 5,8-13.

Sie jubelten, weil nun der gefallenen Menschheit der Weg zur Erlösung offenstand und die Erde wieder vom Fluch der Sünde befreit werden konnte. Wie viel mehr sollten wir jubeln, denen doch diese wunderbare Liebe gilt! Wie können wir jemals an ihr zweifeln? Wie können wir uns da noch unsicher oder verwaist fühlen? Der Sohn Gottes nahm die menschliche Natur um der Übertreter der Gebote Gottes willen an und wurde uns gleich, damit wir ewiges Leben und die Gewissheit der Erlösung erlangen.

Wir haben einen Mittler im Himmel zur Rechten Gottes, der uns vertritt (Römer 8,34), und jeder, der ihn als seinen Erretter und Herrn annimmt, ist kein Waisenkind mehr, das sein Leben allein meistern und die Last seiner Schuld selbst tragen muss. Die Apostel versicherten: “Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!” 1.Johannes 3,1 (GNB).

“Als seine Kinder aber sind wir — gemeinsam mit Christus — auch seine Erben [und] werden einmal auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen.” Römer 8,17 (Hfa). “Wenn wir schon jetzt Kinder Gottes sind, was werden wir erst sein, wenn Christus kommt! Dann werden wir ihm ähnlich sein, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist.” 1.Johannes 3,2 (Hfa). 

Der erste Schritt auf dem Weg zu Gott besteht darin, seine Liebe zu uns zu erkennen und ihr zu vertrauen (1.Johannes 4,16), denn durch ihre Anziehungskraft werden wir zu ihm geführt. Wenn wir das Ausmaß der göttlichen Liebe begreifen, bewirkt das die Bereitschaft zur Absage an unseren Egoismus.

Der unendliche Gott — so versicherte uns Jesus — schenkt uns das Vorrecht, ihn mit Vater ansprechen zu dürfen. Versuche zu verstehen, was das alles beinhaltet! Keine irdischen Eltern haben je so ein- dringlich ein Kind, das vom rechten Weg abgekommen ist, gebeten zurückzukehren, wie der Schöpfer die Übertreter seiner Gebote anfleht. Keine liebevolle menschliche Anteilnahme ist je einem verstockten Sünder mit so viel Güte und Verständnis nachgegangen.

Gott ist überall gegenwärtig und hört jedes Wort und jedes Gebet. Er spürt das Leid und die Enttäuschungen eines jeden und schätzt, wie wir unsere Eltern und Geschwister, Freunde und Nachbarn behandeln. Er sorgt für unsere Bedürfnisse und schenkt uns ständig seine Liebe, Barmherzigkeit und Kraft. Wenn du Gott deinen Vater nennst, bekennst du dich als sein Kind, das sich gern seiner weisen Führung anvertraut und ihm in allen Stücken gehorsam sein will, weil du von seiner unwandelbaren Liebe überzeugt bist.

Du wirst seine Absichten für dein Leben anerkennen. Als Kind Gottes werden seine Ehre, sein Charakter, seine Familie — die Gemeinde Christi — und sein Werk deine höchsten Interessen sein. Du wirst jeden noch so geringen Dienst gern verrichten, wenn er zur Ehre Gottes oder zum Wohlergehen deiner Mitmenschen beiträgt. 

Wenn wir Gott im Gebet unseren Vater nennen, erkennen wir damit alle seine Kinder als unsere Geschwister im Glauben an. Mit Freude werden wir uns vor Anderen zu ihm und zu allen Mitgliedern seiner weltweiten Familie bekennen. Und jeder von uns ist ein Teil der Menschheit. Deshalb sollen wir in unseren Gebeten auch an unseren Nächsten denken. Wer nur für sich selbst um Segen bittet, betet nicht im rechten Sinn. 

“Unser Vater, der du bist in den Himmeln.” Matthäus 6,9 (EB). Gott, zu dem Jesus uns als Vater aufschauen lässt, “ist in den Himmeln; alles, was ihm wohlgefällt, tut er”. Psalm 115,3 (EB). Unter seiner Fürsorge können wir gelassen sein und sagen: “Wenn ich Angst bekomme, setze ich mein Vertrauen auf dich.” Psalm 54,6 (GNB).“
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 169-171

 
 
 
 

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