Jesus liebt die Einfachheit

Jesus liebt die Einfachheit!

Vorwort

Grüße dich geliebter Mensch.
Friede sei mit dir und mit deinen Nächsten.

Ist dir die Einfachheit der – Liebe Gottes, Liebe Jesu, Liebe der himmlischen Engel (Boten), Liebe des himmlischen Reiches, Liebe der 99 anderer Welten, heiligen Schrift, Lehre Jesu, Gnade Gottes, Gottseligkeit, Gebete, Versammlungen, irdischen Boten, Verkündigung des Evangeliums, Ernährung, Kleidung und des Gesetzes der 10 Gebote, Erlösungsweges, Lebens Jesu, Evangeliums, irdischen Heimes und Zehnten bekannt?

Wenn nein, dann solltest du dieses Licht mit aller Kraft und von ganzem Herzen suchen. Denn wer dieses Licht, diese Gabe und diesen Charakter Jesu nicht besitzt, wird die Wiederkunft Jesu nicht überleben, das Reich Gottes nicht sehen und kein ewiges Leben erhalten!

Dieser Beitrag zeigt nicht alle Punkte der göttlichen Einfachheit auf, sondern nur einen Teil der wundervollen und erleuchtenden Schatzkammer Gottes. Wer will, der wird weiter forschen, andere Perlen der Schatzkammer Gottes finden und aus Liebe zu seinem himmlischen Vater und dessen geliebten Sohn Jesus diese ebenso zu seinem Leben machen.

Da du dem Himmelreich am Herzen liegst, dem Himmel teuer und kostbar bist und deshalb teuer erkauft wurdest, reicht man dir dieses Licht, weil man dich im ewigen Leben begrüßen will. Deshalb möchte man dich einladen, diesen Beitrag unter Gebet zu lesen und zu studieren und hoffen, dass dir die Liebe und Gerechtigkeit Gottes zuteilwird! 

Möge unser liebender himmlischer Vater dir, deinen Nächsten und all ihren Nächsten seinen Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rats und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht JHWH´s schenken (Jesaja 11:2), euch mit allem Nötigen zum ewigen Leben segnen, euch beschützen, durch seinen geliebten Sohn Jesus von euren Sünden und Ungerechtigkeiten befreien (1.Johannes 1:7, 1:9), von neuem gebären, damit ihr nicht mehr sündigt (1.Johannes 3:9), die Wiederkunft Jesu erlebt und in Vollkommenheit das Reich Gottes für die Ewigkeit betretet (Johannes 3:3).

Im Namen des edlen, wunderbaren und geliebten Fürsten Jesus, dem Christus.
Amen

Die Einfachheit des Erlösungsplans.

„Alle, die bei Gott Weisheit suchen, müssen große Einfachheit schätzen, dann werden ihre Füße nicht straucheln.“
Ellen G. White, Christus ist Sieger (2003), S. 62

„Der Herr liebt Einfachheit und Demut …“
Ellen G. White, Frühe Schriften von Ellen G. White (1999), S. 136

„Christus sehnte sich, in der Lage zu sein, das wichtigste Werk durch einige einfache Mittel zu vollbringen. Der Erlösungsplan ist umfassend; doch seine Bestandteile sind wenige, und ein jedes Teil hängt vom anderen ab, während alle mit äußerster Einfachheit in völliger Übereinstimmung zusammenwirken.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 381

„Wer die Gerechtigkeit Christi beansprucht, braucht keinen Augenblick darauf zu warten, dass seine Sünden ausgelöscht werden. Er braucht nicht zu warten, bis er eine angemessene Reue gezeigt hat, bevor er die Gerechtigkeit Christi in Anspruch nehmen kann. Wir verstehen die Sache der Erlösung nicht. Sie ist so einfach wie das ABC, aber [dennoch] begreifen wir sie nicht.

Wie kommt es dazu, dass ein Mensch bereut? Ist das etwas, das er aus sich vollbringt? Nein, denn das natürliche Herz steht mit Gott in Feindschaft. Siehe Römer 8,7. Wie kann sich dann das natürliche Herz selbst zur Reue bewegen, wenn es dazu keine Macht hat?! Was führt den Menschen zur Reue? Es ist Jesus Christus. Siehe Apostelgeschichte 5,31. Wie bringt er einen Menschen zur Reue? Er hat tausend Wege, das zu tun.

Der Gott des Himmels arbeitet beständig am menschlichen Verstand. Im Wort Gottes wird eine Einladung ausgesprochen, und nicht nur dort, sondern von allen, die an Jesus Christus glauben und ihn in ihrem Charakter offenbaren. Sie mögen keine Predigt halten, sie mögen [nicht einmal] direkt zu einem Menschen gehen und mit ihm über seinen Zustand der Verlorenheit sprechen, aber der spürt durch den Kontakt zu einem [echten] Nachfolger Jesu, dass er etwas hat, was ihm fehlt. Die Pharisäer erkannten, dass es bei den Jüngern etwas gab, was sie nicht erklären konnten. Sie erkannten etwas Wunderbares und wurden davon überzeugt, dass die Jünger Jesus zugehört und ihre Lektionen von ihm gelernt hatten.

[Von Menschen] gehen ständig Eindrücke aus. Jeder wird von einer Atmosphäre umgeben, die entweder himmlisch oder höllisch ist. Es gibt nur zwei eindeutige Lager: Wir stehen in dieser Sache entweder auf der Seite Christ oder auf der Satans. Wenn wir beständig Strahlen des himmlischen Lichts der Herrlichkeit aufnehmen, umgeben uns Engel Gottes und eine [positive] Atmosphäre.

Unsere Einstellungen und unsere Worte sind für alle, die in unseren Einflussbereich kommen, Zeugnisse wahrer Bekehrung. „Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme.“ Offenbarung 22,17.

Wenn wir Reben des lebendigen Weinstocks [Christus] geworden sind (siehe Johannes 15,5), werden wir von dem Saft ernährt, der vom Weinstock kommt. Er fließt jederzeit zu jeder Rebe, und die wird zur Ehre Gottes Frucht bringen. Der Vater hat Freude daran, „dass ihr viel Frucht bringt“. V. 8. Was brauchen wir also? Einen lebendigen Glauben.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 56-57

„„Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, stellte ihn auf die Probe und fragte: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben erbe? Er aber sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du da? Er antwortete: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all deiner Kraft und mit all deinem Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst‘. Er aber sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet; tu das, so wirst du leben.“ Lukas 10,25-28.

Wenn es Menschen gibt, die gerne wissen möchten, ob sie gerettet sind oder nicht, so werden sie in diesem Bibelabschnitt Antwort auf ihre Frage finden. Der Erlöser der Welt hat die Bedingungen für das ewige Leben deutlich festgelegt. Sowohl die Bedingungen als auch die Verheissung stehen fest. Christus muss der Mittelpunkt sein. Wir müssen ihn mit allen Kräften unseres Wesens lieben und unsere Nächsten wie uns selbst. Und wenn wir unsern Nächsten so lieben, wie wir uns selber lieben, dann werden wir uns ernstlich darum bemühen, ihm die Wahrheit in ihrer Schönheit und Einfachheit darzulegen.
Ellen G. White, Hier in Europa muss ein großes Werk getan werden (2003), S. 5

Gott erwählt die einfachsten Mittel, die in Einfachheit wirken wollen.

„Wegen des Stolzes und Ehrgeizes der Menschenkinder hat Gott es vorgezogen, seine mächtigen Taten durch die einfachsten und demütigsten Mittel auszuführen. Nicht die Männer, welche die Welt als groß, begabt oder glänzend ehrt, erwählt Gott. Er erwählt diejenigen, die in Sanftmut und Einfachheit wirken wollen und ihn als ihren Führer und ihre Kraftquelle anerkennen. Er möchte, dass wir ihn in allen Pflichten und Angelegenheiten des Lebens zu unserem Beschützer und Führer wählen. … Die Majestät des Himmels wirkt durch wen sie will.

Seine Vorsehung erwählt manchmal die demütigsten Werkzeuge, um das größte Werk zu vollbringen, denn seine Kraft wird durch die Schwachheit der Menschen offenbart. Wir haben unseren Wertmaßstab, womit wir eine Sache groß und eine andere gering einstufen; doch Gott rechnet nicht nach dem Maßstab von Menschen; er stellt seine Wertskala nicht nach der unsrigen ein. Wir sollten nicht meinen, was bei uns groß ist, müsse auch groß bei Gott sein, und was bei uns gering ist, müsse auch gering bei Gott sein (ST, 14. Juli 1881).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 426

„Gott schätzt Menschen nicht nach ihrem Reichtum, ihrer Ausbildung oder ihrer Position ein. Er schätzt sie vielmehr nach dem Beweggrund ihres Handelns und der Größe ihres Charakters ein. Er achtet darauf, wieviel sie von seinem Geist besitzen und wieviel Ähnlichkeit zwischen ihm und ihrem Leben besteht. In Gottes Reich groß zu sein heißt, an Demut, Einfachheit des Glaubens und Lauterkeit der Liebe wie ein kleines Kind zu sein.“
Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes (1999), S. 375

Gottes Gesetz ist einfach, umfassend und vollkommen.

„Der Psalmist sagt: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen.“ Psalm 19,8. Wie wunderbar ist doch das Gesetz Gottes in seiner Einfachheit und zugleich umfassenden Vollkommenheit. Es drückt in wenigen Worten, die sich mühelos dem Gedächtnis einprägen, den ganzen weltumspannenden Willen Gottes aus und gibt uns Kenntnis davon, dass es nicht nur unser sichtbares Handeln, sondern auch unsere Gedanken, Wünsche und Gefühle leiten will.

Das vermag kein menschliches Gesetz. Es beschäftigt sich nur mit Fakten. Man kann das Gesetz übertreten und doch sein Unrecht vor den Augen der Menschen verbergen. Man kann ein Verbrecher sein — ein Dieb, Mörder oder Ehebrecher — kann aber doch nicht schuldig gesprochen werden, solange das Verbrechen nicht nachweisbar ist.

Das Gesetz Gottes dagegen entlarvt Eifersucht, Neid, Hass, Boshaftigkeit, Rachsucht, Begierde und Ehrgeiz, die zwar die Herzen erregen, aber noch zu keiner Tat geführt haben, aus Mangel an Gelegenheit und nicht aus mangelnder Bereitschaft. Auch diese geheimen, sündhaften Empfindungen werden an jenem Tag, an dem Gott alle Werke vors Gericht bringen wird, in Rechnung gestellt, seien sie gut oder böse. Prediger 12,14.“
Ellen G. White, Erweckung — Was dann (2000), S. 31

„Wie wunderbar einfach, verständlich und vollkommen ist das Gesetz Gottes! Gottes Ziele und Absichten mit uns sind manchmal so, dass wir sie mit unserem begrenzten Verstand nicht begreifen können. Und diese Grenzen, an die wir stoßen, erfüllen uns mit Achtung und Ehrerbietung vor dem allerhöchsten Gott, weil wir sehen, dass seine Weisheit und seine Macht so viel größer sind als wir.“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 2 (2002), S. 141-142

Die Einfachheit des Lebens und Glaubens Jesu.

Was bedeutet die Einfachheit im Leben Jesu? Aus der Sicht der Welt arme, also Einfache Lebensweise. Einfache Arbeit. Einfaches Haus. Einfaches Essen. Einfach in seinem Geschmack! Einfacher Glaube. Einfache und keine luxuriöse, prunkvolle und umständliche Lebensweise. Einfach Gott vertrauen! Gott einfach lieben!

Einfach lieben bedeutet nicht, seinen geliebten Vater erstmal einen halben Tag vorzutanzen, vorzuschreien, um den Altar zu hüpfen, sich ins Fleisch zu schneiden, bis das Blut fließt, um seinen Gott zu besänftigen, damit sein Gebet Gehör findet. Diese Vorgehen sind nicht einfach, sondern umständlich und lächerlich. Aber genau das tut die Welt und findet es auch noch göttlich.

Unser himmlischer Vater sagt uns durch seine Prophetin was Einfachheit in Jesu Leben bedeutet:

„Eine kostspielige Wohnung, großartige Ausstattungen, Prunk, Luxus und Bequemlichkeit bilden nicht die Verhältnisse, die zu einem glücklichen Leben wesentlich sind. Jesus kam auf diese Erde, um das größte Werk zu vollbringen, welches jemals unter Menschen ausgeführt wurde. Er kam als ein Gesandter Gottes, damit er uns zeige, wie wir leben müssen, um die besten Erfolge im Leben zu erzielen. Welcherart waren die Verhältnisse, die der ewige Vater für seinen Sohn erwählte?

Ein zurückgezogenes Heim in den Bergen Galiläas; ein Haushalt, der durch ehrliche, Selbstachtung verleihende Arbeit erhalten wurde, ein Leben der Einfachheit, täglicher Kampf mit Schwierigkeiten und Mühseligkeiten; Selbstaufopferung, Sparsamkeit und geduldiger freudiger Dienst; die Stunde des Unterrichts an der Seite seiner Mutter, mit der offenen Schriftrolle, die Stille der Morgen- und Abenddämmerung in dem grünen Tal; das heilige Wirken der Natur, das Studium der Schöpfung und Vorsehung, die Gemeinschaft der Seele mit Gott — dies waren die Verhältnisse und Gelegenheiten in der Kindheit Jesu.

So verhielt es sich mit der Mehrzahl der besten und edelsten Männer aller Zeitalter. Lies die Geschichte von Abraham, Jakob und Joseph, Moses, David und Elisa. Betrachtet das Leben von Männern späterer Zeiten, welche Vertrauens- und verantwortungsreiche Stellen ausgefüllt haben, Männer, deren Einfluß sehr erfolgreich für die Veredlung der Welt war. So manche von diesen wurden in einem ländlichen Heim erzogen. Sie wußten wenig von Prunk und Pracht. Sie verbrachten ihre Jugend nicht mit Vergnügen.

Viele waren gezwungen, mit Armut und Entbehrungen zu kämpfen. Sie lernten früh zu arbeiten, und ihr tätiges Leben in der freien Luft verlieh all ihren Tätigkeiten Kraft und Elastizität. Da sie gezwungen waren, sich auf ihre eignen Hilfsmittel zu verlassen, lernten sie, Schwierigkeiten zu bekämpfen und Hindernisse zu überwinden und dadurch erlangten sie Mut und Ausdauer. Sie lernten Selbständigkeit und Selbstbeherrschung. In hohem Grade vor bösen Genossen behütet, ließen sie sich an natürlichen Freuden und guter Gesellschaft genügen.

Sie waren einfach in ihrem Geschmack und mäßig in ihren Gewohnheiten. Sie ließen sich von Grundsätzen leiten und wuchsen rein, stark und treu auf. Als sie zu ihrem Lebenswerk berufen wurden, brachten sie körperliche und geistige Stärke, Schwungkraft des Geistes, die Fähigkeit, Pläne zu legen und auszuführen, Festigkeit, dem Bösen zu widerstehen zu ihrer Lebensaufgabe mit; dies machte sie zu einer entschiedenen Macht zum Guten in der Welt.

Besser als irgend ein reiches Erbe, das du deinen Kindern geben kannst, wird die Gabe eines gesunden Körpers, eines guten Verstandes und eines edlen Charakters sein. Solche, die wissen, was im Leben wahren Erfolg verleiht, werden beizeiten klug sein. Sie werden bei der Wahl eines Heimes die besten Dinge des Lebens im Auge behalten.“
Ellen G. White, In den Fußspuren des großen Arztes (1919), S. 289-290

„Der Glaube ist einfach in seiner Wirkung und mächtig in seinen Ergebnissen. Viele bekennende Christen, die das heilige Wort kennen und seiner Wahrheit glauben, versagen in kindlichem Vertrauen, das für die Religion Jesu wesentlich ist. Sie strecken ihre Hand nicht zu jener besonderen Berührung aus, welche die Seele wirksam heilt.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 411

„Des Heilandes Geburt in Niedrigkeit, die Einfachheit und der Gehorsam seiner Jugend …“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 657

„Wer mir folgen will«, sagt Jesus, »der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.« Lukas 9,23. Folgt dem Heiland in seiner Einfachheit und Selbstverleugnung und erhöht den Mann von Golgatha durch eure Worte und einen heiligen Wandel. Der Heiland kommt denen sehr nahe, die sich Gott weihen. Wenn es je eine Zeit gab, in der wir das Wirken des Geistes Gottes an unseren Herzen und in unserem Leben nötig haben, dann ist das heute. Nehmt diese göttliche Kraft, um stark genug zu sein, ein Leben der Heiligkeit und der Hingabe an Gott zu führen!“
Ellen G. White, Bewusst essen Bewusst leben, S. 51

„Jesus ist das vollkommene Vorbild. Wir sollten nicht versuchen, uns selbst zu gefallen und unseren eigenen Weg zu gehen, sondern sein Bild widerzuspiegeln. Er war freundlich und höflich, mitfühlend und zärtlich. Verhalten wir uns so wie er? Versuchen wir, in unserem Leben durch gute Werke einen guten „Duft“ zu verbreiten? Wir brauchen die Einfachheit Christi.“
Ellen G. White, Das Wirken des Heiligen Geistes (2006), S. 53

Die Lehren Christi in ihrer Einfachheit.

„Einen solchen Evangelisten wie Christum gab es noch nie. Er war die Majestät des Himmels, aber er erniedrigte sich selbst und nahm unsre Natur an, damit er den Menschen da begegnen konnte, wo sie waren. Allem Volk, reich und arm, frei und gebunden, brachte Christus, der Engel des Bundes, die Botschaft des Heils. Sein Ruf als der große Arzt verbreitete sich durch ganz Palästina. Die Kranken kamen nach den Orten, wo sie vermuteten, er werde hindurchkommen, damit sie ihn um Hilfe bitten konnten.

Ebenso machten es viele, die begierig waren, seine Worte zu hören oder von seiner Hand berührt zu werden. So ging er, der König der Herrlichkeit, in dem geringen Gewande der Menschheit von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort, predigte das Evangelium und heilte die Kranken. Er wohnte den großen jährlichen Festen des Volkes bei und redete zu der von den äußerlichen Zeremonien ganz in Anspruch genommenen Menge von himmlischen Dingen und eröffnete ihnen die Ewigkeit. Allen brachte er Kleinode aus dem Schatzhaus der Weisheit.

Er redete in so einfacher Sprache, daß sie ihn verstehen mußten, half in seiner ihm eigenen Art und Weise allen, die in Kummer und Betrübnis waren, und diente mit zarter, liebreicher Güte der sündenkranken Seele und brachte ihr Heilung und Kraft. Als der größte aller Lehrer suchte er Zugang bei den Leuten auf dem Wege, mit dem sie am meisten vertraut waren. Er brachte ihnen die Wahrheit auf eine solche Weise, daß sie seinen Hörern stets mit den heiligsten Erinnerungen und Empfindungen verflochten waren.

Er lehrte auf eine solche Art, daß sie fühlten, wie vollständig er ihre Interessen und ihr Wohlergehen zu den seinigen machte. Seine Belehrung war so persönlich, seine Beispiele waren so passend, seine Worte so teilnahmsvoll und freundlich, daß seine Zuhörer entzückt waren. Die Einfachheit und der Ernst in seiner Unterhaltung mit den Bedürftigen heiligte jedes seiner Worte.“
Ellen G. White, Diener des Evangeliums (1918), S. 42-43

„Um göttliche Wahrheiten zu veranschaulichen, benutzte er Bilder aus der Natur, mit denen sie vertraut waren. So wurde der Herzensboden vorbereitet, guten Samen zu empfangen. Jesus ließ seine Zuhörer fühlen, daß seine Bedürfnisse dieselben waren wie die ihren und daß er ihre Freuden und ihren Kummer mitempfand. Zur gleichen Zeit sahen sie ihn eine Hoheit und Kraft offenbaren, die die ihrer geachtetsten Rabbiner weit übertraf. Die Lehren Christi zeichneten sich durch eine Einfachheit, Würde und Kraft aus, die ihnen bis dahin unbekannt war. Unwillkürlich riefen sie aus: „Es hat nie ein Mensch also geredet wie dieser Mensch.“ Johannes 7,46. Das Volk lauschte ihm gern.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse — Band 2 (1972), S. 341-342

„Als Jesus die Bergpredigt hielt, scharten sich seine Jünger eng um ihn, und die Volksmenge, voller Neugier, drängte so nah wie möglich an ihn heran. Es wurde mehr als etwas Gewöhnliches erwartet. Begierige Angesichter und lauschende Haltung gaben Beweis von tiefem Interesse. Die Aufmerksamkeit aller schien auf den Sprecher gerichtet zu sein. Seine Augen waren von unaussprechlicher Liebe erleuchtet, und der himmlische Ausdruck seines Angesichts gaben jedem geäußerten Wort Bedeutung.

Engel des Himmels befanden sich unter der lauschenden Menge. Doch auch der Widersacher der Seelen mit seinen bösen Engeln war zugegen, um so weit wie möglich dem Einfluß des himmlischen Lehrers entgegenzuwirken. Die dort verkündeten Wahrheiten sind durch die Zeitalter bis zu uns gelangt und sind ein Licht inmitten der allgemeinen Finsternis des Irrtums gewesen. Viele haben in ihnen das gefunden, was die Seele am meisten brauchte — ein sicheres Fundament für den Glauben und fürs praktische Leben.

Aber die Welt hat immer gewußt, daß aus diesen Worten des größten Lehrers, den die Welt je kannte, kein Schaustück menschlicher Beredsamkeit gemacht werden kann. Die Sprache ist schlicht, und die Gedanken und Aussprüche sind von größter Einfachheit gekennzeichnet. Die Ärmsten, die Ungebildetsten und Einfältigsten können sie verstehen. Der Herr des Himmels sprach die Seelen, die er zu retten kam, mit Barmherzigkeit und freundlich an. Er belehrte sie wie jemand, der Autorität besitzt, und sprach Worte ewigen Lebens. Alle sollten das Vorbild so gut wie möglich nachahmen.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 5 (2002), S. 264

„Christus veranschaulichte seine Lehren so klar, daß die Unwissendsten sie leicht fassen konnten. Er bediente sich in seinen Reden keiner langen und schweren Worte, sondern benutzte die einfache Sprache, die dem Verständnis der gewöhnlichen Leute angepaßt war. Er ging auf die Sache, die er erklären wollte, nicht weiter ein, als seine Zuhörer ihm zu folgen imstande waren.“
Ellen G. White, Diener des Evangeliums (1918), S. 157

„Als Christus seinen Jüngern gebot, in seinem Namen hinauszugehen und alle, die an ihn glauben, zur Gemeinde zu bringen, erläuterte er ihnen die Notwendigkeit, schlicht und einfach zu bleiben. Siehe Matthäus 10,7.9.10. Je weniger Wert sie auf Gepränge und äußeren Schein legten, desto größer würde ihr Einfluss zum Guten sein. Sie sollten genauso einfach sprechen wie Christus und ihren Hörern einprägen, was er sie gelehrt hatte. Das Wirken der Apostel 28.

Tausende können auf die einfachste Weise erreicht werden. Männer und Frauen, die als besonders gebildet und begabt gelten, werden oft gerade durch das schlichte Zeugnis eines Menschen angesprochen, der über seine Liebe zu Gott ebenso natürlich reden kann wie ein anderer vielleicht über seine ganz und gar weltlichen Interessen.

Es kann durchaus vorkommen, dass man sich in dem, was man sagen möchte, sehr gut vorbereitet hat und dennoch so gut wie keine Wirkung erzielt. Ein aufrichtiges, ungekünsteltes Bekenntnis zu unserem himmlischen Vater hat dagegen die Macht, auch Herzen zu gewinnen, die bisher Christus und seiner Liebe verschlossen waren. Bilder vom Reiche Gottes 186.“
Ellen G. White, Im Dienst für Christus (2004), S. 253-254

Die heilige Schrift ist vollkommen in ihrer Einfachheit.

„Der Herr redet zu Menschen in unvollkommener Sprache, damit die entarteten Sinne, das schwerfällige irdische Wahrnehmungsvermögen irdischer Geschöpfe, Gottes Worte überhaupt verstehen. Dadurch wird Gottes Herablassung sichtbar. Er begegnet gefallenen Menschen, wo sie sind. Die Bibel, vollkommen in ihrer Einfachheit, trägt den großen Gedanken Gottes nicht Rechnung; denn unendliche Gedanken können in begrenzten Gedankenträgern nicht ausreichend verkörpert werden.

Die Ausdrucksweise der Bibel ist nicht übertrieben, wie viele annehmen – die kraftvolle Ausdrucksweise bricht zusammen vor der Erhabenheit des Gedankens, obwohl die Schreiber die ausdrucksvollste Sprache wählten, um dadurch die Wahrheiten einer höheren Erziehung mitzuteilen. Sündige Wesen können nur ertragen, auf einen Schatten der himmlischen Herrlichkeit zu blicken (Brief 121, 1901).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 549-550

„Johannes bezeugt Christus, der das Wort eingibt, und sagt: »Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.« In der einfachsten Sprache beschreibt Johannes uns wahre, praktische Frömmigkeit. Diese Einfachheit zeigt nicht Oberflächlichkeit, sondern Tiefe. Johannes spricht zu echten Männern und Frauen, und der Heilige Geist wies ihn an, in einer solchen Art und Weise zu schreiben, dass sie mit einem wirklichen, lebendigen Gott in Berührung gebracht würden. Er zeigt uns, was Gott vollbringt und was der Mensch tun muss, um Gottes Forderungen zu entsprechen. Johannes stellt die Wahrheit nicht zögernd dar, sondern entschieden. Er redet mit Bestimmtheit [1.Johannes 1,1-7 zitiert] (ST, 11. Januar 1899).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 557

„Die erhabenen Gegenstände, die in der Bebel behandelt werden, die würdevolle Einfachheit ihrer inspirierten Aussagen, ihre aufs Edle gerichteten Betrachtungen, die dem forschenden Geist vor Augen geführt werden, das durchdringende, klare Licht, das vom Thron des Ewigen ausgeht, erleuchten den Verstand und entwickeln die geistigen Kräfte in einem Ausmaß, das kaum erfaßt und niemals völlig umrissen werden kann.

Die Bibel stellt der Phantasie ein unbegrenztes Betrachtungsfeld dar, das ebenso viel höher und erhabener in seiner Art ist als alles, was der ungeheiligte Verstand hervorbringen kann, wie der Himmel höher ist als die Erde.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 245

„Es gibt viele sich widersprechende Meinungen in Bezug auf das, was die Bibel lehrt. Sie entspringen nicht irgendwelchen undeutlichen Stellen im Buch selbst, sondern der Blindheit und den Vorurteilen der Ausleger. Viele Menschen schieben die klaren Aussagen der Bibel beiseite, um ihrem eigenen verkehrten Verstand zu folgen. Sie rühmen sich ihrer geistigen Errungenschaften, übersehen dabei jedoch die Einfachheit der Wahrheit. Sie verlassen die Quelle des lebendigen Wassers, um von den giftigen Strömen des Irrtums zu trinken.
Ellen G. White, Ratschläge für die Sabbatschule (2007), S. 23

„Ihr müsst die Einfachheit des Evangeliums im Blick behalten. Mit der Hilfe von oben können wir treu für den Meister arbeiten.“
Ellen G. White, Ratschläge für die Sabbatschule (2007), S. 114

„Wenn die Heilige Schrift unserm Verständnis nicht dunkel bleiben soll, so daß wir selbst ihre klarsten Lehren nicht fassen können, dann müssen wir die Einfachheit und den Glauben eines kleinen Kindes haben, müssen bereit sein zu lernen und um die Hilfe des Heiligen Geistes bitten.“
Ellen G. White, Der Weg zu Christus (1975), S. 82

„Die Menschen könnten sehr klug werden, wenn sie die Bibel so studieren würden, wie es richtig ist. Die Themen, mit denen sich das Wort Gottes befasst, die Einfachheit, mit der sie die Dinge erklärt, und ihre wertvollen Inhalte entwickeln Eigenschaften im Menschen, die durch nichts anderes entwickelt werden können. Die Bibel eröffnet der Vorstellungskraft nahezu grenzenlose Möglichkeiten.

Wer sie studiert, wird durch die Beschäftigung mit ihren wertvollen Themen und ihren interessanten Beispielen mehr lernen sowie bessere Ge- danken und reinere Gefühle entwickeln, als wenn er irgendein Werk menschlicher Herkunft liest. Man braucht sich gar nicht dazu äußern, wie wertlos manches davon ist.“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 1 (2001), S. 87

Der Herr Jesus übermitteln die Wahrheit in ihrer Einfachheit.

„Mein Erlöser hat mich zu seiner Botin erklärt. „Deine Aufgabe“, wies er mich an, „besteht darin, mein Wort weiterzutragen. Seltsame Dinge werden geschehen, und in deiner Jugend sondere ich dich aus, um den Irrenden die Botschaft zu bringen, den Ungläubigen das Wort vorzulegen und durch Feder und Stimme Taten zu tadeln, die Unrecht sind. Ermahne aus dem Wort. Ich werde dir mein Wort öffnen. Es wird nicht wie eine fremde Sprache sein. In der wahren Beredsamkeit der Einfachheit, durch Stimme und Feder, werden die Botschaften, die ich gebe, von jenen gehört werden, die niemals eine Schule besucht haben.

Mein Geist und meine Kraft werden mit dir sein. Fürchte dich nicht vor Menschen, denn mein Schild wird dich schützen. Nicht du bist es, der spricht; es ist der Herr, der die Botschaften der Warnung und des Tadels gibt. Weiche niemals von der Wahrheit, unter keinen Umständen. Gib das Licht weiter, das ich dir geben werde. Die Botschaften für diese letzten Tage werden in Bücher geschrieben werden und unsterblich dastehen, um gegen jene zu zeugen, die sich einst des Lichtes erfreut haben, aber durch verführerische Einflüsse des Bösen veranlaßt wurden, es aufzugeben.““
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben — Band 1 (2000), S. 30-31

„Mir wurde zugesichert: „Du wirst mit der Aufgabe, die Gott dir zugewiesen hat, nicht allein gelassen. Gott wird dich lehren, den Menschen die Wahrheit in ihrer ganzen Einfachheit zu übermitteln. Der Gott der Wahrheit wird dich stärken, und er wird überzeugende Beweise dafür liefern, daß du von ihm geführt wirst. Gott wird dir seinen Heiligen Geist schenken. Seine Gnade, Weisheit und erhaltende Kraft werden mit dir sein …“
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben — Band 1 (2000), S. 54

Die Einfachheit wahrer Gottseligkeit.

„Höhere Erziehung ist eine Erkenntnis des Heilsplanes, die sich auf Erfahrung stützt und durch ernsthaftes und fleißiges Studium der Heiligen Schrift gefestigt ist. Eine solche Erziehung erneuert den Geist, bildet den Charakter um und stellt das Ebenbild Gottes in der Seele wieder her. Sie feit den Geist gegen die trügerischen Einflüsterungen des Widersachers und befähigt uns, die Stimme Gottes zu verstehen. Sie unterrichtet den Lernenden, ein Mitarbeiter Christi zu werden, die geistige Finsternis um sich herum zu vertreiben und den Menschen Licht und Erkenntnis zu bringen.

Sie birgt in sich die Einfachheit wahrer Gottseligkeit — unsren Passierschein, um von der Vorbereitungsschule auf Erden in die höhere Schule im Himmel gelangen zu können. Es gibt keine höhere Erziehung zu erlangen als die, welche den ersten Jüngern zuteil wurde und uns durch das Wort Gottes offenbart ist. Die höhere Erziehung zu erlangen meint, dieses Wort uneingeschränkt zu befolgen; es meint, in den Fußtapfen Christi zu wandeln und seine Tugenden zu üben. Es meint, die Eigenliebe aufzugeben und das Leben Gott zu weihen.

Höhere Erziehung erfordert etwas Größeres und Göttlicheres als das Wissen, das man allein aus Büchern erwerben kann. Sie bedeutet eine persönliche, sich auf Erfahrung stützende Erkenntnis Christi, ein Lösen von Anschauungen, Gewohnheiten und Übungen, die in der Schule des Fürsten der Finsternis gewonnen wurden und im Gegensatz zur treuen Nachfolge Gottes stehen. Höhere Erziehung führt zur Überwindung von Eigensinn, Stolz, Selbstsucht, weltlichem Ehrgeiz und Unglauben. Sie ist die Botschaft von der Befreiung aus Sünde.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 235-236

„Wir bitten euch, eurem Erlöser dadurch Freude zu bereiten, daß ihr ernstlich echten, inwendigen Schmuck erstrebt. Bemüht ihr euch Tag für Tag darum, dann werdet ihr euch unter dem Beistand Jesu überwinden. Dann werden Stolz und Prahlsucht aus eurem Herzen und Leben weichen, Sanftmut und Liebe zur Einfachheit erstarken. Auf diese Weise entwickeln sich junge Menschen zu einer Schar treuer Kämpfer für Christus. Wir leben in einer schrecklichen Zeit; diejenigen, die vorgeben, Gott zu lieben und zu gehorchen, verleugnen ihn in ihrem täglichen Wandel.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 337

„Anmut und Schönheit liegen in natürlicher Einfachheit begründet. Der Heiland warnte uns vor dem Hochmut des Lebens, nicht aber vor Anmut und natürlicher Schönheit. Er verwies auf die Blumen des Feldes und auf die Lilien in ihrer Pracht und sagte: „Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins.“ Matthäus 6,29. So zeigte Christus an den Werken der Natur die Schönheit, die der Himmel schätzt: anspruchslose Anmut, Einfachheit, Reinheit, Angemessenheit — solche Bekleidung kann dem Herrn gefallen.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 343

„Wir müssen unserem Heiland mehr Einfachheit, Vertrauen und Zuversicht entgegenbringen.“
Ellen G. White, Der Messias (2010), S. 286

Die Einfachheit durch die Gnade Gottes empfangen.

„Die Liebe ist göttlichen Ursprungs. Sie ist nicht unvernünftig und auch nicht blind. Sie ist rein und heilig. Aber die Leidenschaft des natürlichen Herzens ist etwas ganz anderes. Während wahre Liebe ihre Pläne mit dem Herrn macht und in voller Harmonie mit dem Geist Gottes handelt, ist die Leidenschaft eigensinnig, hastig, unvernünftig, trotzig und schrankenlos und vergöttert den auserwählten Menschen.

Wer wahre Liebe in sich trägt, offenbart die Gnade Gottes. Bescheidenheit, Einfachheit, Aufrichtigkeit, sittliche Kraft und Glauben werden jeden Schritt zu einem Ehebündnis auszeichnen. Wer so Selbstzucht übt, wird nicht völlig im andern aufgehen und sein Interesse an den Gebetsstunden und gottesdienstlichen Versammlungen nicht verlieren.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 441-442

„Täglich muß im menschlichen Herzen durch das Studium des Wortes Gottes ein großes Werk getan werden. Wir müssen die Einfachheit wahren Glaubens erlernen. Daraus wird Gewinn entstehen. Laßt uns nach entschiedenem Fortschritt im geistlichen Verständnis trachten. Laßt uns das kostbare Wort zu unserem Ratgeber machen. Wir müssen jeden Augenblick mit Bedacht voranschreiten und uns dabei dicht an der Seite Christi halten. Wir brauchen in unserem Leben den Geist und die Gnade Christi sowie den Glauben, der durch die Liebe tätig ist und die Seele reinigt.
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben — Band 1 (2000), S. 231

„Noch haben Männer und Frauen kaum damit begonnen, den wahren Zweck des Lebens zu begreifen. Sie werden von Glanz und Glamour angezogen; sie streben nach hohen gesellschaftlichen Positionen. Dem werden die wahren Lebensziele geopfert. Die besten Dinge des Lebens — Einfachheit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Reinheit und Redlichkeit — können nicht gekauft oder verkauft werden. Sie sind für die Ungebildeten ebenso frei erhältlich wie für die Gebildeten, für den einfachen Arbeiter ebenso wie für den hochgeachteten Staatsmann.

Gott hält für jeden eine Freude bereit, die von Reichen und Armen gleichermaßen empfunden werden kann — die Freude der Entwicklung einer sauberen Gedankenwelt und selbstlosen Handelns, die Freude, die aus der Äußerung mitfühlender Worte und aus Taten der Freundlichkeit erwächst.“
Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes (1999), S. 149

Gott Vater liebt die Einfachheit der Versammlungen.

„Manche halten sich in den Versammlungen zurück, weil sie nichts Neues zu sagen haben und immer dasselbe wiederholen müssen, wenn sie sprechen. Ich sah, daß das im Grunde nur Hochmut war. Gott und die Engel sind bei den Zeugnissen der Heiligen zugegen, sie haben Wohlgefallen daran und werden durch die allwöchentlich wiederholten Zeugnisse verherrlicht. Der Herr liebt Einfachheit und Demut; aber es mißfällt ihm, und die Engel sind betrübt, wenn bekenntliche Erben Gottes und Miterben Jesu die köstliche Zeit in ihren Versammlungen unnütz verstreichen lassen.“
Ellen G. White, Frühe Schriften von Ellen G. White (1999), S. 136

„Durch diese Arbeit werden alle Klassen erreicht. Wenn der Heilige Geist unter uns wirkt, werden Seelen, die jetzt noch für das Erscheinen Christi unvorbereitet sind, überzeugt werden. Viele kommen dann zu unsern Versammlungen, die jahrelang keine Kirche besucht haben, und werden bei uns bekehrt. Die Einfachheit der Wahrheit rührt ihre Herzen. Die Tabaksklaven geben ihre Götzen auf und der Trunkenbold seinen Schnaps. Das könnten sie nicht, wenn sie nicht im Glauben die Verheißungen Gottes von der Vergebung ihrer Sünden ergriffen hätten.“
Ellen G. White, Diener des Evangeliums (1918), S. 381

„Nach der Erkenntnis, die mir zuteil wurde, sollten unsere Versammlungen einen geistlichen Charakter tragen, den Anderen zum Segen gereichen und nicht zu lang sein. Zurückhaltung, Stolz, Eitelkeit und Menschenfurcht gehören ebenso wenig in unsere Zusammenkünfte wie belanglose Streitfragen oder irgendwelche Vorurteile. Einfachheit, Sanftmut, Vertrauen und Liebe sollten in den Herzen der Geschwister wohnen, die sich versammeln, um erquickt und ermutigt zu werden.“
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 105

Johannes der Täufer wählte eine Umgebung der Einfachheit.

„Johannes der Täufer, der Vorläufer Christi, erhielt seine frühe Ausbildung von seinen Eltern. Den größeren Teil seines Lebens verbrachte er in der Wildnis. … Es war die Wahl des Johannes, zugunsten einer strengen Disziplin in der Wildnis auf die Freuden und den Luxus des Stadtlebens zu verzichten. Hier begünstigte seine Umgebung Gewohnheiten der Einfachheit und Selbstverleugnung. Ungestört von den Sehnsüchten der Welt konnte er hier die Lehren der Natur, der Offenbarung und der Vorsehung betrachten. …

Von seiner Kindheit an wurde ihm sein Auftrag vor Augen gehalten, und er nahm das heilige ihm Anvertraute an. Die Einsamkeit der Wüste war für ihn ein willkommener Zufluchtsort vor der Gesellschaft, in der Misstrauen, Unglaube und Unreinheit fast allgegenwärtig geworden waren. Er misstraute seiner eigenen Kraft, Versuchungen zu widerstehen und schreckte vor einem dauerhaften Umgang mit der Sünde zurück, um nicht das Gefühl für deren überaus große Sündhaftigkeit zu verlieren.“
Ellen G. White, Ein glückliches Heim (2009), S. 84

„Gott hatte Johannes den Täufer angewiesen, in der Wüste zu leben, damit er vor dem Einfluß der Priester und Rabbiner bewahrt und auf seine besondere Aufgabe vorbereitet würde. Aber die strenge Einfachheit und die Abgeschiedenheit seines Lebens waren nicht als Beispiel für das Volk gedacht. Johannes hatte seine Zuhörer nicht aufgefordert, ihre bisherige Tätigkeit aufzugeben. Er verlangte von ihnen Beweise ihrer Sinnesänderung auf dem Platz, auf den Gott sie gerufen hatte.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 135

Apostel Johannes beeindruckte durch die Einfachheit seiner Worte.

„Der Apostel Johannes verbrachte seine Jugendzeit in Galiläa bei ungebildeten Fischersleuten. Er hatte keine Schulbildung genossen; aber durch den Umgang mit Christus, dem großen Lehrer, eignete er sich die höchste Bildung an, die ein sterblicher Mensch empfangen kann. Er trank begierig aus der Quelle der Weisheit und versuchte dann, auch andere zu dem Brunnen des Wassers, „das in das ewige Leben quillt“ (Johannes 4,14), zu leiten. Die Einfachheit seiner Worte, die erhabene Macht der Wahrheiten, die er verkündete, und die gläubige Innigkeit, die seine Lehren kennzeichnete, verschafften ihm Zugang zu allen Ständen.

Selbst Gläubige vermochten nicht, die heiligen Geheimnisse der göttlichen Wahrheit, wie sie Johannes in seinen Reden darlegte, völlig zu begreifen. Es sah aus, als ob er ständig vom Heiligen Geist erfüllt wäre. Er suchte die Gedanken der Menschen auf das Unsichtbare hinzuführen, damit sie es begreifen möchten. Er redete mit Weisheit, so daß seine Worte wie Tautropfen fielen und die Herzen rührten und Gott untertänig machten.“
Ellen G. White, Biblische Heiligung (1973), S. 45

„Der Apostel stellte seinen Glauben in klarer, überzeugender Weise und mit einer solchen Einfachheit und Offenheit dar, daß seine Worte einen mächtigen Eindruck machten. Die Zuhörer staunten über seine Weisheit und Beredsamkeit. Aber je mehr sein Zeugnis überführen mußte, desto tiefer haßten ihn diejenigen, die sich der Wahrheit widersetzten. Der Kaiser, erfüllt von Zorn, lästerte Gottes und Christi Namen. Er konnte den Worten des Apostels nicht widersprechen und es mit der Macht, in der die Wahrheit vorgetragen wurde, nicht aufnehmen. Deshalb beschloß er, den treuen Verteidiger der Wahrheit zum Schweigen zu bringen.“
Ellen G. White, Biblische Heiligung (1973), S. 53

Paulus lehrte das Evangelium bewusst in aller Einfachheit.

„Indem sich Saulus völlig der Macht des Heiligen Geistes anvertraute, ließ dieser ihn die Irrtümer seines Lebens sehen und erkennen, wie weit die Forderungen des Gesetzes Gottes reichen. Der stolze Pharisäer, der überzeugt gewesen war, durch seine guten Werke gerechtfertigt zu sein, beugte sich nun in der Demut und Einfachheit eines kleinen Kindes vor Gott, bekannte seine Unwürdigkeit und berief sich auf die Verdienste eines gekreuzigten und auferstandenen Erlösers.

Saulus sehnte sich danach, mit dem Vater und dem Sohn in eine vollkommene Harmonie und Gemeinschaft einzutreten. Mit dem herzlichen Wunsch nach Vergebung und Annahme flehte er ernstlich zum Thron der Gnade. Die Gebete des reumütigen Pharisäers waren nicht vergeblich. Seine innersten Gedanken und Gefühle wurden durch die Gnade Gottes verwandelt und seine edleren Fähigkeiten mit den unvergänglichen Absichten Gottes in Übereinstimmung gebracht. Christus und seine Gerechtigkeit galten ihm hinfort mehr als die ganze Welt.“
Ellen G. White, Gute Nachricht für alle (2009), S. 108-109

„Wie wunderbar einfach, verständlich und vollkommen ist das Gesetz Gottes! Gottes Ziele und Absichten mit uns sind manchmal so, dass wir sie mit unserem begrenzten Verstand nicht begreifen können. Und diese Grenzen, an die wir stoßen, erfüllen uns mit Achtung und Ehrerbietung vor dem allerhöchsten Gott, weil wir sehen, dass seine Weisheit und seine Macht so viel größer sind als wir.“
Ellen G. White, Das Wirken der Apostel (1976), S. 211

„Am Ende seiner Arbeit hielt er [Paulus] Ausschau nach dem Ergebnis seines Wirkens. Aus einer großen Versammlung, die seinen Worten zugehört hatte, bekehrten sich nur drei zum Glauben. Dann entschloss er sich, von nun an die Einfachheit des Evangeliums aufrechtzuerhalten. Er war überzeugt: Die Gelehrsamkeit der Welt ist machtlos, die Herzen der Menschen zu bewegen; das Evangelium ist die Kraft Gottes zur Errettung (RH, 3. August 1911).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 395

„Paulus kam nicht als Redner oder wissenschaftlicher Philosoph zu den Gemeinden. Er war nicht bestrebt, durch ausgeschmückte Worte und Redewendungen einen bloßen Ohrenschmaus zu bieten. In beredter Einfachheit verkündigte er, was ihm offenbart worden war. Er war in der Lage, mit Kraft und Vollmacht zu reden, denn häufig wurde er von Gott in Visionen unterwiesen.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 427

„Paulus konnte in seiner Treue zum Gesetz Gottes ebenso eifrig sein wie irgendeiner der Eifrigsten und zeigen, dass er mit den Schriften des Alten Testaments völlig vertraut war. Er konnte bei den Sinn- und Schattenbildern verweilen, die Christus versinnbildeten; er konnte Christus verherrlichen und alles über ihn und sein besonderes Werk für die Menschheit erzählen und berichten, welches Gebiet er, Paulus, zu erforschen hatte … Den Heiden predigte er Christus als ihre einzige Hoffnung der Erlösung, sagte aber zuerst noch nichts über das Gesetz.

Nachdem ihre Herzen jedoch von der Verkündigung Christi als Gabe Gottes für unsere Welt erwärmt wurden, sowie davon, was im Werk des Erlösers einbegriffen war, im kostbaren Opfer, das die Liebe Gottes für den Menschen offenbart, zeigte er in beredsamster Einfachheit jene Liebe für die Menschheit – Juden und Heiden –, dass sie gerettet werden können, indem sie ihm ihr Herz übergeben.

Auf diese Weise, als die sich selbst willig und unterwürfig dem Herrn übergaben, verkündigte er das Gesetz Gottes als Prüfung ihres Gehorsams. Dies war die Art seines Wirkens – er passte seine Methoden an, um Seelen zu gewinnen.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 434

Die Einfachheit des Evangeliums lehren und aufrechterhalten.

„Oft haben wohlvorbereitete und durchdachte Worte geringen Einfluß, aber die wahren, ehrlichen Worte eines Gotteskindes, die in natürlicher Einfachheit gesprochen werden, öffnen die Tür zu den Herzen, die lange verschlossen waren.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse — Band 2 (1972), S. 341-342

„Männer und Frauen wandern im Dunst und Nebel des Irrtums umher. Sie sehnen sich danach zu wissen, was Wahrheit ist. Erzählt es ihnen nicht mit hochtrabenden Worten, sondern mit der Einfachheit der Kinder Gottes. Manual for Canvassers 39.40.“
Ellen G. White, Botschafter der Hoffnung (2003), S. 73

„Wie vorsichtig sollten wir in allen Worten und Taten sein und unserem großen Vorbild genau folgen, damit unser Beispiel Menschen zu Christo führt. Mit welcher Sorgfalt sollten wir trachten, anderen die Wahrheit so darzubieten, daß sie durch ihre Schönheit und Einfachheit allein bewogen werden, sie anzunehmen. Wenn unsere Charaktere von ihrer heiligenden Kraft zeugen, werden wir für andere ein fortwährendes Licht sein — lebendige Briefe, die allen Menschen bekannt sind und von ihnen gelesen werden.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 5 (2002), S. 246-247

„Wenn ihr redet, so sprecht jedes Wort voll und wohllautend, jeden Satz bis zum letzten Wort klar und deutlich aus. Viele lassen gegen Ende des Satzes die Stimme sinken und sprechen so undeutlich, daß die Kraft des Gedankens dadurch zerstört wird. Worte, die wert sind, überhaupt ausgesprochen zu werden, sollten auch in klarer, deutlicher Stimme mit Nachdruck und sinngemäß gesprochen werden. Aber niemals sucht nach Worten, die den Eindruck erwecken sollen, daß ihr gelehrt seid. Je größer die Einfachheit, desto besser werden eure Worte verstanden.“
Ellen G. White, Diener des Evangeliums (1918), S. 82

„Eure Aufgabe ist es, voranzugehen, die Wahrheit in Einfachheit zu verkündigen und das Licht der Wahrheit vor den Leuten emporzuhalten.“
Ellen G. White, Leben und Wirken von Ellen G. White (2000), S. 273

„Welch ein Segen wäre es, wenn alle wie Jesus unterrichten würden! Er versuchte nicht, Aufmerksamkeit durch Redegewandtheit oder Gefühlsaufwallungen zu wecken. Im Gegenteil, seine Sprache war klar und er drückte seine Gedanken mit der größten Einfachheit aus. Er sprach mit einer liebevollen Ernsthaftigkeit.“
Ellen G. White, Ratschläge für die Sabbatschule (2007), S. 137

Ewige göttliche Ausbildung in Einfachheit.

„Kurz bevor Elia in den Himmel aufgenommen wurde, besuchte er die Prophetenschulen und belehrte die Studenten über die wichtigsten Punkte ihrer Ausbildung. Er wiederholte die bei früheren Besuchen erteilten Lehren. Dabei wies er darauf hin, wie wichtig es sei, dass jede Phase ihrer Erziehung von Einfachheit gekennzeichnet sein sollte. Nur auf diese Weise würden sie die Prägung des Himmels erhalten und könnten ans Werk gehen, um für den Herrn zu arbeiten. Unsere Schulen werden, wenn sie nach Gottes Weisung geleitet werden, in dieser Abschlusszeit der Botschaft ein ähnliches Werk tun, wie es bei den Prophetenschulen war (RH, 24. Okt. 1907).“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 129

„Was wir in diesem Leben lernen, dient als Vorbereitung auf das ewige Leben. Die hier begonnene Ausbildung wird in diesem Leben nicht vervollständigt; sie wird durch alle Ewigkeit hindurch fortgesetzt, wobei sie immer fortschreitet, aber niemals abgeschlossen sein wird.

Die Weisheit und Liebe Gottes im Erlösungsplan werden weiter und immer weiter offenbart werden. Der Heiland wird reiche Schätze an Erkenntnis vermitteln, wenn er seine Kinder zu den Quellen lebendigen Wassers führt. Und tagein, tagaus werden sich die wunderbaren Werke Gottes, die Beweise seiner Macht, das Universum zu erschaffen und zu erhalten, dem Geist in neuer Schönheit darstellen.

In dem Licht, das vom Thron her scheint, werden sich alle Rätsel auflösen, und die Seele wird mit Erstaunen über die Einfachheit der Dinge erfüllt werden, die sie zuvor nicht verstehen konnte. Jetzt sehen wir nur dunkel durch einen Spiegel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkennen wir nur teilweise, dann aber werden wir so erkennen, wie auch wir erkannt werden.“
Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes (1999), S. 365

„Auf der neuen Erde werden die Erlösten Beschäftigungen nachgehen und Freuden suchen, die schon Adam und Eva am Anfang Glück gebracht haben. Das für Eden charakteristische Leben wird gelebt werden, das Leben in Garten und Feld … Jede Gabe wird entwickelt werden, jede Fähigkeit wird wachsen. Die Aneignung neuen Wissens wird dann den Geist nicht mehr ermüden und die Kräfte nicht mehr erschöpfen.

Dort können die großartigsten Unternehmungen ausgeführt, die erhabensten Ziele erreicht, die höchsten Vorhaben verwirklicht werden, und doch werden immer neue Höhen zu überschreiten, neue Wunder zu bestaunen, neue Wahrheiten zu erfassen sein, und neue Gegenstände werden die geistigen, seelischen und körperlichen Kräfte fordern.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 273-274

Die Einfachheit zu Hause und in der Familie.

„Wie in einer einigen Familie sollten Einfachheit, Sanftmut, Vertrauen und Liebe in den Herzen der Geschwister herrschen …“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 2 (2005), S. 569

„Was Eltern ihren Kindern an Liebe vermitteln, ist so einfach, daß es sogar kleine Kinder verstehen. Ein empfindsames Kinderherz ist leicht zu beeinflussen. Wenn Erwachsene „wie die Kinder werden“, wenn wir uns die Einfachheit, Güte und Liebe des Heilands aneignen, wird es uns nicht schwerfallen, das Herz unserer Kleinen zu bewegen und ihnen die starke Macht der Liebe nahezubringen.

Die Welt sagt: Geld ist Macht; aber für den Christen gilt: Liebe ist Macht, sowohl in geistigen als auch in geistlichen Dingen. Reine Liebe hat die außergewöhnliche Kraft, Gutes, nichts als Gutes zu tun. Sie verhindert Streit und Elend und bringt wirkliches Glück. Reichtum kann den Charakter verderben und den Menschen zerstören; Wahrheit und Güte aber kennzeichnen echte Liebe.“
Ellen G. White, Glück fängt zu Hause an (1999), S. 63

„Wir sollten uns einfach und bescheiden kleiden, ohne von der Mode abhängig zu sein. Auf unseren Tischen sollte jederzeit einfache, gesunde Nahrung stehen, ohne all den Luxus und die Übertreibung. Auch würden unsere Häuser einfach gebaut und auch so eingerichtet. Das würde die heiligende Macht der Wahrheit bezeugen und einen wirkungsvollen Eindruck auf Nichtgläubige machen. Doch wir passen uns in diesen Dingen der Welt an und in einigen Fällen versuchen wir sogar, Weltmenschen darin zu übertreffen. So wird das Predigen der Wahrheit nur wenig oder gar keine Wirkung haben. Wer wird die ernste Wahrheit für diese Zeit annehmen, wenn doch diejenigen, die behaupten, bereits daran zu glauben, durch ihre Taten dem widersprechen? Nicht Gott hat uns die Himmelsfenster verschlossen, sondern es ist unsere eigene Anpassung an die Gewohnheiten und Bräuche der Welt.“
Ellen G. White, Bewusst essen Bewusst leben, S. 78

„Es werden zu viele Sorgen und Lasten in unsere Familien gebracht und zu wenig natürliche Einfachheit, Friede und Glück gepflegt. Man sollte weniger darauf achten, was wohl die Welt draußen sagen wird und den Familiengliedern rücksichtsvoller begegnen. Es sollte weniger Zurschaustellung und den Einfluss weltlicher Höflichkeit geben und dafür viel mehr Zärtlichkeit und Liebe, Fröhlichkeit und christliche Höflichkeit unter den Mitgliedern eines Haushalts.

Viele sollten lernen, wie man das Heim als Ort der Freude attraktiv gestaltet. Dankbare Herzen und freundliche Blicke sind wertvoller als Reichtum und Luxus, und Zufriedenheit in einfachen Dingen macht das Heim glücklich, wenn auch Liebe dabei ist.“
Ellen G. White, Ein glückliches Heim (2009), S. 67

„Jesus, unser Erlöser, wandelte in der Würde eines Königs auf Erden, trotzdem war er von Herzen sanftmütig und bescheiden. Er war ein Licht und Segen in jedem Heim, weil er Fröhlichkeit, Hoffnung und Ermutigung mit sich brachte. O, könnten wir uns mit weniger Herzenswünschen und weniger Streben nach schwierig zu erlangenden Dingen zufriedengeben, die unsere Heime verschönern sollen, während ein sanftmütiger und stiller Geist, den Gott mehr schätzt als Juwelen, nicht gepflegt wird. Der Liebreiz von Einfachheit, Sanftmut und wahrer Zuneigung würde aus dem demütigsten Heim ein Paradies machen. Es ist besser, alle Unannehmlichkeiten freudig zu ertragen, als Friede und Zufriedenheit aufzugeben.“
Ellen G. White, Ein glückliches Heim (2009), S. 100

„Ich habe ein zärtliches Interesse für alle Kinder, denn ich wurde schon in früher Kindheit krank. Ich habe viele Kinder in Pflege genommen, und für mich war die Gemeinschaft mit der Einfachheit der Kindheit immer ein großer Segen. … Mitgefühl, Geduld und Liebe, die im Umgang mit Kindern erforderlich sind, wären in jedem Haushalt ein Segen. Sie würden die starren Charakterzüge derer erweichen und unterdrücken, die fröhlicher und ruhiger sein sollten. Die Anwesenheit eines Kindes macht das Heim lieblich und fein. Ein Kind, das in der Furcht  Gottes erzogen wird, ist ein Segen. Brief 329, 1904

Fürsorge und Zuneigung für abhängige Kinder beseitigen das Raue aus unseren Naturen, machen uns zart und mitfühlend und entwickeln durch ihren Einfluss das Edlere in unserem Charakter.“
Ellen G. White, Ein glückliches Heim (2009), S. 102

Der Zehnte in seiner Einfachheit und Gerechtigkeit.

„Gott hat seinem Volk einen Plan zur Beschaffung ausreichender Mittel gegeben, um das Werk selbstunterhaltend zu machen. Dieser Plan des Zehntensystems ist in seiner Einfachheit und Gerechtigkeit trefflich. Jeder kann sich ohne Besorgnis an ihn halten; denn er ist göttlichen Ursprungs. In ihm vereinigen sich Einfachheit und Nutzen; er erfordert zu seiner Durchführung kein langes Studium noch großes Verständnis.

Alle können wissen, daß sie als Teile des Ganzen an dem köstlichen Erlösungswerk helfend teilnehmen dürfen. Jeder, ob Mann oder Frau oder Jugendlicher, kann als Schatzmeister Gottes mit dafür sorgen, daß die Schatzkammer gefüllt ist. Der Apostel schreibt: „An jeglichem ersten Tag der Woche lege bei sich selbst ein jeglicher unter euch und sammle, was ihn gut dünkt.“ 1.Korinther 16,2.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 295

„„Bringet aber die Zehnten ganz in mein Kornhaus“ (Maleachi 3,10), lautet Gottes Gebot. Nicht an die Dankbarkeit oder Freigebigkeit wird appelliert. Dies ist einfach eine Sache der Aufrichtigkeit. Der Zehnte ist des Herrn; er gebietet uns, ihm zurückzugeben, was sein eigen ist. „Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden.“ 1.Korinther 4,2. Wenn Ehrlichkeit ein wesentlicher Grundzug im Erwerbsleben ist müssen wir dann nicht auch unsere Schuldigkeit Gott gegenüber bejahen, die Verpflichtung, die jeder anderen zugrunde liegt?“
Ellen G. White, Erziehung (1954), S. 119

Gott gefällt die Einfachheit der Gebete.

„Jesus lehrte seine Jünger, dass nur ein Gebet von unbefleckten Lippen, das von den tatsächlichen Bedürfnissen veranlasst wird, echt ist und dem Beter den Segen des Himmels bringt. Er gab seinen Jüngern ein kurzes und umfassendes Gebet. Die schöne Einfachheit dieses Gebets ist einzigartig. Es ist ein vollkommenes Gebet für das öffentliche und private Leben; es ist würdig und erhaben und doch so einfach, dass ein Kind auf dem Schoß der Mutter es verstehen kann.

Die Kinder Gottes wiederholen dieses Gebet seit Jahrhunderten, und es hat nichts von seinem Glanz verloren. Wie ein wertvoller Edelstein wird es immer noch geliebt und gehegt. Dieses Gebet ist wunderbar verfertigt. Niemand wird vergeblich beten, wenn er die Prinzipien des Vaterunsers in das eigene Gebet einarbeitet.
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 166

„Das Gebet des Glaubens, das von Herzen kommt, wird im Himmel gehört und auf Erden erhört. Gott versteht, was wir Menschen brauchen. Er weiß, was wir wünschen, bevor wir ihn darum bitten. Matthäus 6,8. Er sieht, wie wir mit Zweifeln und Versuchungen kämpfen. Er erkennt die Aufrichtigkeit des Bittenden und nimmt seine Demut und Gram an. „Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort“, erklärt er. Jesaja 66,2.

Es ist unser Vorrecht, mit Zuversicht zu beten, und der Geist Gottes fasst unsere Bitten in rechte Worte. Römer 8,26. Mit Einfachheit sollten wir unsere Bedürfnisse vor den Herrn bringen und uns auf seine Verheißungen berufen.“
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 61

„In unseren gottesdienstlichen Versammlungen sollen unsere Stimmen durch Lob und Gebet die Anbetung des himmlischen Vaters zum Ausdruck bringen, damit alle wissen, dass wir Gott in Einfachheit und Wahrheit und in der Schönheit der Heiligkeit anbeten. Psalm 29,2 (KJV).“
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 101

„Unsere öffentlichen Gebete sollten kurz sein und nur unsere tatsächlichen Bedürfnisse zum Ausdruck bringen. Mit Einfachheit und mit einfachem, festem Glauben sollen wir um die Dinge bitten, die wir wirklich brauchen. Das Gebet aus einem reumütigen Herzen ist der lebendige Atem der Seele, die nach Gerechtigkeit hungert.“
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 103

Die Einfachheit in der Ernährung.

„Dies ist ein großer Fehler, der einen Schaden anrichtet, den man nicht ermessen kann. Wenn es je notwendig ist, auf Einfachheit in der Ernährung und auf Qualität zu achten, dann ist es während dieser wichtigen Zeitperiode.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 2 (2005), S. 378

„Die Mahlzeiten sollen bei aller Einfachheit schmackhaft und verlockend sein. Besonders in Familien mit Kindern ist es gut, am Sabbat etwas aufzutragen, was als ein Leckerbissen angesehen wird, etwas, das es nicht an jedem Tag gibt.“
Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes (1999), S. 237

„Durch ein Wunder göttlicher Macht speiste Jesus die Menge; aber wie einfach war die vorhandene Speise! Fische und Gerstenbrote waren die tägliche Nahrung der Fischer von Galiläa. Christus hätte dem Volk eine reiche Mahlzeit vorlegen können; aber eine Speise, nur zur Befriedigung des Appetits bereitet, würde ihnen keine Lehre zu ihrem Besten gegeben haben. Christus wünschte, sie durch dieses Wunder Einfachheit zu lehren.

Wenn die Menschen heutzutage in ihren Gewohnheiten einfach wären, wenn sie in Harmonie mit den Naturgesetzen lebten wie Adam und Eva am Anfang, so würden die Bedürfnisse der menschlichen Familie reichlich befriedigt werden können. Aber die Selbstsucht und die Befriedigung des Appetits haben Sünde und Elend gebracht, Ausschreitungen auf einer Seite und Mangel auf der anderen.“
Ellen G. White, In den Fußspuren des großen Arztes (1919), S. 33

„Sie sollten im Essen mäßig sein. Üppige und aufwändige Speisen sollten sie nicht verwenden. Wenn das Gehirn ständig belastet wird und körperliche Bewegung fehlt, sollte auch von einfacher Nahrung nur wenig gegessen werden. Daniels geistige Klarheit und Willensfestigkeit, seine Verstandeskräfte beim Studium, sind größtenteils auf die Einfachheit seiner Kost in Verbindung mit seinem Gebetsleben zurückzuführen.“
Ellen G. White, Bewusst essen Bewusst leben, S. 71

„Das Essen sollte so einfach sein, dass die Mutter nicht ihre ganze Zeit für die Zubereitung verbringen muss. Es ist richtig, sorgfältig zu sein, den Tisch mit gesunder Nahrung zu decken, die auf eine bekömmliche und einfache Art zubereitet ist. Denkt nicht, dass irgend etwas, was ihr achtlos zusammenmixt, um als Essen zu servieren, für die Kinder gut genug ist.

Ungesunde Gerichte sollten nicht auf den Tisch gestellt werden, um einen verdorbenen Geschmack zu befriedigen. Stattdessen sollte mehr Zeit für die Erziehung und Ausbildung der Kinder eingesetzt werden. Verwendet die Kraft, die für unnötiges Planen von dem, was ihr esst und trinkt und womit ihr euch kleidet, um euch und die Kleider sauber zu halten.“
Ellen G. White, Bewusst essen Bewusst leben, S. 202

„In allen Gaststätten in unseren Städten besteht die Gefahr, dass zu viele Gerichte zu einer Mahlzeit angeboten werden. Der Magen leidet, wenn ihm zu einer Mahlzeit viele verschiedene Speisen zugemutet werden. Einfachheit ist ein wichtiger Punkt der Gesundheitsreform. Es besteht dann die Gefahr, dass unser Werk aufhört, ein Reformwerk zu sein. Wenn wir dafür arbeiten wollen, dass Menschen wieder gesund werden, ist es nötig, den Appetit zu zügeln, langsam zu essen und wenig verschiedenes zu einer Mahlzeit. Das muss immer wieder gesagt werden. Es passt nicht mit den Grundsätzen der Gesundheitsreform überein, zu einer Mahlzeit so viele verschiedene Gerichte zu essen. Vergessen wir nie, dass der religiöse Teil des Werkes der wichtigere ist. Nahrung für die Seele ist nötiger als alles andere.“
Ellen G. White, Bewusst essen Bewusst leben, S. 244

Die Einfachheit in der Kleidung.

„In der Wildnis konnte Johannes leichter entsagen, seinen Appetit beherrschen und sich in Übereinstimmung mit natürlicher Einfachheit kleiden. Und es gab nichts in der Wildnis, das seinen Sinn und Geist von Andacht und Gebet ablenkte. Satan hatte Zugang zu Johannes, selbst nachdem er jeden Zugang geschlossen hatte, der in seiner Macht lag und durch den Satan eingehen konnte. Aber seine Lebensgewohnheiten waren so rein, dass er den Feind erkennen konnte, und durch Geistesstärke und Entschiedenheit des Charakters widerstand er ihm.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 321

„„Ihr Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhängen oder Kleideranlegen, sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt mit sanftem und stillem Geiste; das ist köstlich vor Gott.“ 1.Petrus 3,3.4.

Menschliche Überlegung hat stets versucht, den einfachen, unmittelbaren Anweisungen des Wortes Gottes auszuweichen oder sogar entgegen zu sein. Zu jeder Zeit hat eine Mehrheit bekenntlicher Christen jene Vorschriften, die Selbstverleugnung und Demut, Bescheidenheit und Wahrheit in der Unterhaltung, im Benehmen und in der äußeren Erscheinung zum Inhalt haben, mißachtet. Das Ergebnis war stets das gleiche: Abkehr von den Lehren des Evangeliums verführte zur Annahme der Sitten, Gebräuche und Grundsätze der Welt.

Lebendige Frömmigkeit mußte einem toten Formenwesen weichen. Die Gegenwart und Macht Gottes entzog sich diesen weltlich verhafteten Menschen und bekannte sich zu der Schar demütiger Gottesverehrer, die willens waren, den Lehren des geheiligten Wortes zu gehorchen. Durch die Geschlechterfolgen hindurch ist es so geblieben. Nacheinander entstanden die verschiedenen Gemeinschaften; gaben sie ihre Einfachheit auf, so verloren sie die Kraft ihrer Frühzeit.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 345

„Den Charakter eines Menschen kann man danach beurteilen, wie er sich kleidet. Ein verfeinerter Geschmack und ein durch gebildeter Geist offenbaren sich in der Auswahl schlichter, schicklicher Kleidung. Keusche Einfachheit in der Kleidung, mit einem bescheidenen Benehmen verbunden, trägt viel dazu bei, ein junges Mädchen mit einer Atmosphäre heiliger Zurückhaltung zu umgeben, die es wie ein Schild vor tausend Gefahren schützt.“
Ellen G. White, Ruf an die Jugend (1952), S. 335

„Doch sollte unsere Kleidung in ihrer Schlichtheit und Einfachheit von guter Qualität sein, passende Farben haben und zweckmäßig sein. Der Gesichtspunkt der Haltbarkeit ist wichtiger als Aufsehen zu erregen. Sie sollte warm halten und richtig schützen. Die in Salomos Sprüchen beschriebene kluge Frau „… fürchtet für die Ihren nicht den Schnee; denn ihr ganzes Haus hat wollene Kleider“. Sprüche 31,21.“
Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes (1999), S. 221

„Unsere erkünstelten Gewohnheiten berauben uns mancher Segnung und vieler Freude und machen uns für das Nützliche unfähig. Nach der Mode zu leben ist ein schweres und undankbares Los. Wie häufig opfert man Zeit, Geld und Gesundheit, stellt die Geduld auf schwere Proben und verliert die Selbstbeherrschung, nur um der Schau willen.

Würden die Eltern an der Einfachheit festhalten und keine Ausgaben für die Befriedigung ihrer Eitelkeit machen, der Mode nicht folgen, ihre Unabhängigkeit für das Rechte wahren und sich nicht von denjenigen, die Christum wohl bekennen, aber sich weigern, das Kreuz der Selbstverleugnung auf sich zu nehmen, verführen lassen, so könnten sie durch ihr Beispiel ihren Kindern eine unschätzbare Erziehung geben. Aus den Kindern würden dann Männer und Frauen von sittlichem Wert heranwachsen, welche mutig für das Recht einstehen würden, selbst wenn dasselbe der herrschenden Mode und allgemeinen Meinung entgegen wäre.“
Ellen G. White, Christliche Mäßigkeit (1911), S. 64

Die Einfachheit einer gottesfürchtigen Mutter.

„Der Vater aller Menschen, der seinen Sohn auf die Erde sandte … wird die Gebete gläubiger Mütter nicht überhören. Er wird sich nicht von euren Bitten abwenden und euch und die Euren am großen Tag des letzten Kampfes nicht den Täuschungen Satans überlassen. Eure Aufgabe besteht darin, mit Einfachheit und Treue zu arbeiten, und Gott wird das Werk eurer Hände segnen. Child Guidance 526.

Der Einfluss einer betenden, gottesfürchtigen Mutter wird bis in die Ewigkeit reichen. Sie selbst mag sterben, aber ihr Werk wird weiterbestehen. Testimonies for the Church IV, 500.“
Ellen G. White, Das Gebet (2010), S. 99

Die Abweichung von der Einfachheit ist der Grund des Abfalls!

Der Grund des großen weltweiten Abfalls ist die Abweichung von der Einfachheit des Evangeliums Christi!

Mehr darfst du im Beitrag „Weltweiter Abfall vom Glauben!“ erfahren.

„Worin lag der Ursprung des großen Abfalls? Wie ist die Kirche zuerst von der Einfachheit des Evangeliums abgewichen? — Indem sie sich den Gebräuchen des Heidentums anpaßte, um den Heiden die Annahme des Christentums zu erleichtern. Der Apostel Paulus erklärte schon in seinen Tagen: „Es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit.“ 2.Thessalonicher 2,7. Solange die Apostel lebten, erhielt sich die Gemeinde verhältnismäßig rein.

Doch „gegen Ende des 2. Jahrhunderts wandelten sich die meisten Gemeinden; als die alten Jünger gestorben waren, schwand unter ihren Kindern und den Neubekehrten die frühere Einfachheit … und nahm kaum merkbar neue Formen an“.1 Um Anhänger zu gewinnen, nahm man es mit dem ehrwürdigen Richtmaß des christlichen Glaubens weniger genau; infolgedessen brachte „eine heidnische Flut, die in die Kirche hineinströmte, ihre Gewohnheiten, Gebräuche und Götzen mit“.

Da sich die christliche Religion die Gunst und Unterstützung der weltlichen Herrscher sicherte, wurde sie dem Namen nach von Scharen von Menschen angenommen; viele waren nur dem Schein nach Christen, blieben aber in Wirklichkeit Heiden und beteten im geheimen ihre Götzen weiter an. Wiederholt sich derselbe Vorgang nicht in beinahe jeder Kirche, die sich protestantisch nennt? Mit dem Dahinscheiden ihrer Gründer, die von dem wahren Geist der Erneuerung beseelt waren, treten ihre Nachfahren in den Vordergrund und gestalten die Sache neu.

Während die Kinder der Reformer blind vertrauend zu den Glaubenssätzen ihrer Väter halten und sich weigern, eine Wahrheit anzunehmen, die über den Gesichtskreis jener hinausgeht, weichen sie von deren Beispiel der Demut, Selbstverleugnung und Weltentsagung weit ab. So „verschwindet die erste Einfalt“. Eine Welle der Weltlichkeit mit ihren Gewohnheiten, Gebräuchen und Götzen überschwemmt die Kirche. Ach, wie sehr wird jene Freundschaft der Welt, die „Gottes Feindschaft“ (Jakobus 4,4) ist, jetzt unter den erklärten Nachfolgern Christi gehegt!

Wie weit sind die allgemeinen Kirchen im ganzen Christentum von dem biblischen Maßstab der Demut, der Selbstverleugnung, der Einfachheit und der Gottseligkeit abgewichen! John Wesley sagte einmal, als er von dem richtigen Gebrauch des Geldes redete: „Verschwendet keinen Teil einer so köstlichen Gabe in bloßer Befriedigung der Augenlust durch überflüssige oder kostspielige Kleidung oder unnötigen Putz.

Verschwendet keinen Teil mit der künstlichen Ausschmückung eurer Häuser, in überflüssigen oder teuren Einrichtungen, in kostbaren Bildern, Gemälden, Vergoldungen … Gebt nichts aus, um hoffärtigem Leben zu frönen, um die Bewunderung oder das Lob der Menschen zu gewinnen … Solange es dir wohlgeht, wird man Gutes von dir reden. Solange du dich kleidest mit Purpur und köstlicher Leinwand und alle Tage herrlich und in Freuden lebst, werden ohne Zweifel viele deinen erlesenen Geschmack, deine Freigebigkeit und Gastfreundschaft loben.

Erkaufe aber ihren Beifall nicht so teuer; begnüge dich lieber mit der Ehre, die von Gott kommt.“ In vielen Kirchen jedoch werden heutzutage solche Lehren verachtet. In dieser Welt ist es üblich, irgendeinem Religionsbekenntnis anzugehören. Herrscher, Politiker, Juristen, Doktoren, Kaufleute treten der Kirche bei, um sich die Achtung und das Vertrauen der Gesellschaft zu erwerben und ihre eigenen weltlichen Angelegenheiten zu fördern. Auf diese Weise suchen sie ihre ungerechten Handlungen unter einem christlichen Bekenntnis zu verbergen.

Die verschiedenen religiösen Gemeinschaften bieten, verstärkt durch den Reichtum und den Einfluß dieser getauften Weltmenschen, noch mehr auf, um Volkstümlichkeit und Gönnerschaft zu gewinnen. Prächtige Kirchen, die auf die verschwenderischste Weise ausgeschmückt sind, werden in belebten Straßen errichtet. Die Kirchgänger sind kostbar und nach der neuesten Mode gekleidet. Man zahlt einem begabten Prediger ein hohes Gehalt, damit er das Volk unterhalte und fessele.

Seine Predigten dürfen die allgemein verbreiteten Sünden nicht rügen, sondern müssen dem zeitbejahenden Ohr weich und gefällig klingen. Auf diese Weise werden der Zeitmode huldigende Sünder in die Kirchenbücher eingetragen und sogenannte Modesünden unter dem Deckmantel der Gottseligkeit verborgen.

Eine führende weltliche Zeitung, die sich über die gegenwärtige Haltung der bekenntlichen amerikanischen Christen der Welt gegenüber ausspricht, schrieb: „Allmählich hat sich die Kirche dem Zeitgeist ergeben und ihre gottesdienstlichen Formen den modernen Bedürfnissen angepaßt … In der Tat verwendet die Kirche alles als ihr Werkzeug, was hilft, die Religion anziehend zu machen.“

Ein Schreiber im NewYorker „Independent“ sprach folgendermaßen vom Methodismus, wie er ist: „Die Trennungslinie zwischen den Gottesfürchtigen und den Gottlosen verblaßt zu einem Halbschatten, und auf beiden Seiten sind eifrige Männer bemüht, alle Unterschiede zwischen ihrer Handlungsweise und ihren Vergnügungen zu verwischen … Die Volkstümlichkeit der Religion trägt ungeheuer viel dazu bei, die Zahl derer zu vermehren, die sich ihre Segnungen verschaffen möchten, ohne redlich ihren Pflichten nachzukommen.“

Howard Crosby sagte: „Es ist eine sehr ernste Sache, daß Christi Kirche so wenig den Absichten des Herrn nachkommt. Wie die Juden vor alters durch ein freundschaftliches Verhältnis mit Götzendienern ihre Herzen von Gott abwandten,… so verläßt die heutige Kirche Christi durch ihre falsche Partnerschaft mit der ungläubigen Welt die göttlichen Richtlinien ihres wahren Lebens und gibt sich den verderblichen, wenngleich oft scheinbar richtigen Gewohnheiten einer unchristlichen Gesellschaft hin und benutzt Beweisführungen und kommt zu Schlüssen, die den Offenbarungen Gottes fremd und dem Wachstum in der Gnade zuwider sind.“

In dieser Flut von Weltlichkeit und Vergnügungssucht gehen Selbstverleugnung und Selbstaufopferung um Christi willen beinahe gänzlich verloren. „Manche Männer und Frauen, die sich jetzt in unseren Kirchen rege betätigen, wurden als Kinder dazu angehalten, Opfer zu bringen, damit sie imstande wären, für Christus etwas zu geben oder zu tun.“ Doch „falls es nun an Mitteln fehlt,… darf niemand aufgefordert werden, etwas zu geben. O nein, haltet einen Basar ab, veranstaltet eine Schau lebender Bilder, ein Scheinverhör, ein altertümliches Abendessen oder eine Mahlzeit — irgend etwas, um das Volk zu belustigen.“

Gouverneur Washburn von Wisconsin erklärte in seiner Jahresbotschaft vom 9. Januar 1873: „Es scheinen Gesetze notwendig zu werden, um Schulen schließen zu können, die geradezu Spieler heranzüchten. Man findet solche überall. Selbst die Kirche (ohne Zweifel unwissentlich) läßt sich oft darüber ertappen, daß sie des Teufels Werk ausführt.

Wohltätigkeitskonzerte Prämienunternehmungen, Verlosungen, oft um religiösen und Wohltätigkeitszwecken, häufig aber auch um weit geringeren Absichten zu dienen, werden veranstaltet; Lotterien, Preispakete usw. erfüllen den Zweck, Geld zu erlangen, ohne den entsprechenden Wert dafür zu geben. Nichts ist so entsittlichend, so berauschend, besonders für die Jugend, als der Gewinn von Geld oder Gut, ohne dafür zu arbeiten.

Wenn sich achtbare Personen mit derartigen Glücksunternehmen befassen und ihr Gewissen damit beruhigen, daß das Geld für einen guten Zweck angewandt werde, dann kann man sich nicht wundern, wenn die Jugend so oft in solche Gewohnheiten verfällt, die durch die Erregung der Glücksspiele leicht hervorgerufen werden.“ Der Geist, sich der Welt anzupassen, durchdringt alle Kirchen des ganzen Christentums. Robert Atkins malte in einer in London gehaltenen Predigt ein dunkles Bild von dem geistlichen Verfall, der in England herrschte.

Er sagte: „Die wahrhaft Gerechten auf Erden werden weniger, und niemand nimmt es zu Herzen. Die heutigen Bekenner der Religion in jeder Kirche lieben die Welt, passen sich ihr an, trachten nach persönlicher Bequemlichkeit und streben nach Ansehen. Sie sind berufen, mit Christus zu leiden, aber sie schrecken schon vor einem Schmähwort zurück … Abfall, Abfall, Abfall! steht vorn an jeder Kirche geschrieben, und wüßten sie es nur und könnten sie es fühlen, so wäre noch Hoffnung da; doch ach! sie rufen: Wir sind reich und haben gar satt und bedürfen nichts.“

Die große, Babylon zur Last gelegte Sünde ist, daß es mit dem Wein ihrer Hurerei alle Heiden getränkt hat. Dieser betäubende Becher, den es der Welt anbietet, stellt die falschen Lehren dar, die es als Folge seiner ungesetzlichen Verbindung mit den Großen der Erde angenommen hat. Freundschaft mit der Welt verdirbt den Glauben und übt einen verderblichen Einfluß auf die Welt aus, indem sie Lehren verbreitet, die den deutlichsten Aussagen der Heiligen Schrift zuwiderlaufen.

Rom enthielt dem Volk die Bibel vor und verlangte von allen, daß man statt ihrer seine Lehren annehmen solle. Es war die Aufgabe der Reformation, der Menschheit das Wort Gottes wiederzugeben; und doch ist es wahr, daß die Menschen in den Kirchen unserer Zeit gelehrt werden, ihren Glauben mehr auf die Glaubensbekenntnisse und die Satzungen ihrer Kirche zu gründen als auf die Heilige Schrift.

Charles Beecher sagte von den protestantischen Kirchen: „Sie schrecken vor irgendeinem rauhen Wort gegen die Glaubensbekenntnisse mit der gleichen Empfindlichkeit zurück, mit der jene heiligen Väter sich über irgendein hartes Wort, das der aufkommenden Verehrung der Heiligen und Märtyrer gegolten hätte, entsetzt haben würden … Die protestantisch evangelischen Gemeinschaften haben sich gegenseitig und sich selbst derartig die Hände gebunden, daß unter ihnen allen niemand Prediger werden kann, ohne das eine oder andere Buch außer der Bibel anzunehmen … Es ist keine Einbildung, wenn man sagt daß die Macht der Glaubensbekenntnisse anfängt, die Bibel ebenso wirklich zu verbieten, wie Rom dies getan hat, wenn auch auf eine listigere Weise.“

Wenn treue Lehrer das Wort Gottes auslegen, dann erheben sich gelehrte Männer, Prediger, die behaupten, die Schrift zu verstehen, rügen gesunde Lehren als Ketzerei und machen auf diese Weise die nach Wahrheit Suchenden abspenstig. Wäre die Welt nicht hoffnungslos trunken von dem Wein Babylons, so würden durch die klaren, durchdringenden Wahrheiten des Wortes Gottes sehr viele überzeugt und bekehrt werden. Aber der christliche Glaube erscheint so verwirrt und voller Widersprüche, daß das Volk nicht weiß, was als Wahrheit zu glauben ist.

Die Schuld an der Unbußfertigkeit der Welt lastet auf der Kirche. Die zweite Engelsbotschaft aus Offenbarung 14 wurde zum erstenmal im Sommer 1844 gepredigt und fand damals unmittelbare Anwendung auf die Kirchen in den Vereinigten Staaten, wo die Gerichtswarnung am ausgedehntesten verkündigt und zugleich auch verworfen worden war, und wo der Verfall in den Kirchen am schnellsten um sich gegriffen hatte. Aber die Botschaft des zweiten Engels fand im Jahre 1844 nicht ihre vollständige Erfüllung.

Damals erlitten die Kirchen durch ihre Weigerung, das Licht der Adventbotschaft anzunehmen, einen sittlichen Fall, der aber noch nicht vollständig war. Da sie weiterhin die besonderen Wahrheiten für diese Zeit verwarfen, sind sie immer tiefer gefallen; jedoch läßt sich noch nicht sagen: Babylon ist gefallen; „Denn sie hat mit dem Wein ihrer Hurerei getränkt alle Heiden“. Sie hat noch nicht alle Heiden oder Völker dahin gebracht, dies zu tun.

Der Geist der Verweltlichung und der Gleichgültigkeit gegen die prüfenden Wahrheiten für unsere Zeit besteht und hat in den Kirchen des protestantischen Glaubens in allen Ländern der Christenheit Boden gewonnen; diese Kirchen schließt die feierliche und schreckliche Beschuldigung des zweiten Engels mit ein. Doch der Abfall hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 386-391

„Als die Kirche am Anfang dadurch verderbt wurde, daß sie von der Einfachheit des Evangeliums abwich und heidnische Gebräuche und Gewohnheiten annahm, verlor sie den Geist und die Kraft Gottes. Um die Gewissen der Menschen zu beherrschen, suchte sie den Beistand der Staatsgewalt. Die Folge war das Papsttum, eine Kirchenmacht, welche die Staatsgewalt beherrschte und sie zur Förderung ihrer eigenen Absichten, vornehmlich zur Bestrafung der Ketzerei, einsetzte.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 441

„Mir wurde gezeigt, daß Väter und Mütter von ihrer Einfachheit gewichen sind und die heilige Berufung des Evangeliums vernachlässigt haben. Der Herr hat sie ermahnt, sich nicht durch Nachahmung der Sitten und Denkweise der Welt zu verderben. Christus hätte ihnen gerne die unermeßlichen Reichtümer seiner Gnade in reichem Maße gegeben; aber sie haben sich als unwürdig erwiesen.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 5 (2002), S. 82

Wer auf eigene Theorien baut, verliert die Einfachheit echten Glaubens!

„Es gibt tiefe Geheimnisse im Worte Gottes, es gibt Geheimnisse in seiner Vorsehung, und es gibt Geheimnisse im Erlösungsplan, die der Mensch nicht ergründen kann. Doch der begrenzte Verstand, der gern seine Neugierde befriedigen und die Probleme des Unendlichen lösen möchte, versäumt, den einfachen Weg zu befolgen, der im Willen Gottes offenbart wird, und versucht, die Geheimnisse zu erforschen, die seit Gründung der Welt verborgen sind.

Der Mensch baut eigene Theorien auf, verliert die Einfachheit echten Glaubens, entwickelt einen starken Eigendünkel, so daß er den Erklärungen des Herrn nicht zu glauben vermag, und verbirgt sich hinter seinen eigenen Vorstellungen.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 71

„Sorgfältig müssen wir auf unseren Lebensweg achten und alle Gewohnheiten ablegen, die uns von Gott trennen. Wir lernen daraus, dass große Vorsicht, Wachsamkeit und Gebet notwendig sind, um die Einfachheit und Reinheit unseres Glaubens unbefleckt zu erhalten.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 121

Keine geistliche Ekstase ist nötig, sondern eine Veränderung des Herzens!

„Wir stehen ständig in der Gefahr, uns über die Einfachheit des Evangeliums zu erheben. Viele möchten sehr, sehr gern die Welt mit etwas Originellem aufschrecken, das die Menschen in eine Art geistliche Ekstase versetzen und den jetzigen Grad ihrer Erfahrung verändern soll. Sicherlich ist eine solche Veränderung dringend nötig. Es wird nicht ausreichend erkannt, wie heilig die Wahrheit für die heutige Zeit ist, aber die Veränderung, die wir brauchen, ist eine Veränderung des Herzens.

Sie kann nur bewirkt werden, wenn jeder einzelne von uns persönlich Gott um seinen Segen und um seine Kraft bittet, wenn er darum betet, daß seine Gnade über uns kommen und unseren Charakter umwandeln möge. Das ist die Veränderung, die wir heute brauchen. Wir sollten in aufrichtigem Eifer all unsere Kraft und Ausdauer einsetzen, um diese Veränderung zu erleben. Wir sollten ehrlich interessiert fragen: „Was muß ich tun, um gerettet zu werden?“ Wir müssen einfach wissen, welche Schritte uns in den Himmel führen.“
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben — Band 1 (2000), S. 192

Mehr darfst du im Beitrag „Weltweiter Abfall vom Glauben!“ erfahren.

Die Einfachheit Jesu ist eine göttliche Gabe!

Die göttliche Gabe der Einfachheit Jesu kann jedem Menschen zu Teil werden. JEDEM!

Diese göttliche Gabe wird es jedem Menschen, der will ermöglicht, einfach wie Jesus zu leben! Unser großer himmlischer Bruder reichte uns seine Hand und bot uns seine himmlischen Segnungen an.

Es steht geschrieben:

Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht! Matthäus 11:28-30

Möchte das Volk sie haben? Dann muss es auch die Bedingungen erfüllen.

  • Erstens: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid!
    (Mühselig und beladen ist wegen der Sünde jeder Mensch.)
  • Zweitens: Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir!
    (Von Jesus lernen heißt sein Wort zu studieren und zu seinem Leben zu machen.)

Dann werden die Verheißungen folgen.

  • Erstens: So will ich euch erquicken!
  • Zweitens: So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht!

Genauso wie unser himmlischer Bruder die Einfachheit liebt und lebt, genauso einfach ist es dann für einen seiner geliebten Jünger, Brüder, Schwestern und Freunde, der durch seinen heiligen Geist und seine göttliche Natur lebt, in Frieden zu leben, vollkommene Ruhe, Stille, Gedankenreinheit, Klarheit, Gelassenheit, Geborgenheit und Jesu Liebe im Herzen zu tragen, Gottes Gesetz der 10 Gebote und der Natur zu lieben und nicht mehr zu sündigen. Warum?

Unser himmlischer Bruder sagte es:

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz errege sich nicht und verzage nicht! Johannes 14:27

Unser geliebter großer Bruder Jeschua sagt uns sehr deutlich, er hinterlässt und gibt uns seinen Frieden. Jeschua gibt uns, was die Welt uns nicht geben kann. Deshalb ist es für jeden seiner geliebten Jünger, Brüder, Schwestern und Freunde, der durch seinen heiligen Geist und seine göttliche Natur lebt, möglich wie Jeschua in Frieden zu leben, vollkommene Ruhe, Stille, Gedankenreinheit, Klarheit, Gelassenheit, Geborgenheit und die Liebe Gottes im Herzen zu tragen, Gottes Gesetz der 10 Gebote und der Natur zu lieben und nicht zu sündigen.

So wie es für den Menschen, wegen seiner sündige Natur, einfach ist zu sündigen, so ist es für einen Neugeborenen, wegen der göttlichen Natur Jesu, einfach nicht zu sündigen!

Das Leben ist dann durch den heiligen Geist Jesu so wunderschön und so einfach, das Joch Jesu ist so sanft und seine Last so leicht. Es ist dann so wunderschön und himmlisch, es macht solch eine Freude sich durch den Geist Jesu z. B. gesund ernähren, über Menschen oder kleine Kinder freuen und mit ihnen über Vater und Jesus sprechen zu dürfen.

Das Leben macht dann durch Jesus so eine himmlische Freude. Dank Gott, unserem himmlischen Vater und Jeschua, unserm himmlischen Bruder, wird das Leben eines Königkindes so einfach, so bewacht, mit so viel Ehre, Freundschaft, Liebe und Segnungen bereichert, so wunderschön, so himmlisch und so eine Wonne, wie es sich diese Welt nicht vorstellen kann.

Möchte du auch wie unser himmlischer Bruder Jeschua (Jesus) werden?

Jeschua kann dich von allem befreien, was dich von Gott, seinem/unserem geliebten himmlischen Vater trennt! Wahrlich, wahrlich von allem! Aber unser großer Bruder wird es nicht wie ein Zauberer tun, indem er seinen Zauberstab wedelt und einen passenden Spruch aufsagt, damit du innerhalb eines Augenblicks in einen vollkommen anderen Menschen verwandelt wirst, den du dann auch noch nicht mal mehr selbst erkennst!

NEIN

Von Jesus lernen und ihm folgen bedeutet etwas ganz anderes!

Unser himmlischer Vater sagte es uns durch seine Prophetin:

„Der Herr wird den Sünder annehmen, wenn er bereut und seine Sünden aufgibt, so daß Gott mit seinem Bemühen in der Vervollkommnung seines Charakters zusammenarbeiten kann. Die Verheißungen [Gottes] sind nicht ja und nein. Wenn der Mensch den Bedingungen nachkommt, sind sie in Christo: „Ja, in ihm und sind Amen in ihm, Gott zu Lobe durch uns.“ 2.Korinther 1,20. Der ganze Zweck der Dahingabe seines Sohnes für die Sünden der Welt besteht darin, daß der Mensch erlöst werde, nicht in Übertretung und Ungerechtigkeit, sondern durch Aufgeben der Sünde und durch Waschen im Blute des Lammes. Er beabsichtigt, vom Menschen das Widerwärtige, das er haßt, zu beseitigen; aber der Mensch muß in diesem Werk mit Gott zusammenarbeiten. Die Sünde muß aufgegeben und gehaßt und die Gerechtigkeit Christi muß im Glauben angenommen werden. Auf diese Weise wird das Göttliche mit dem Menschlichen zusammenwirken.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 5 (2002), S. 661-662

„Man muss sich ein Wissen an christlichem Glauben aneignen, das tiefer, breiter und höher ist als jede menschliche Erkenntnis — wie der Himmel höher ist als die Erde. Unser Verstand muss dementsprechend erzogen, ausgebildet und geübt werden; unser Dienst für Gott zwingt uns oft zu Dingen, die mit unserem natürlichen Wesen nicht übereinstimmen. Ererbte und angeeignete Neigungen zum Bösen müssen überwunden werden. Oftmals müssen lebenslange Gewohnheiten und Denkweisen aufgegeben werden, um in die Schule Jesu Christi aufgenommen zu werden.

Wir müssen Denkgewohnheiten entwickeln, die uns befähigen, den Versuchungen zu widerstehen und nach oben zu blicken. Die Grundsätze des Wortes Gottes, die höher als der Himmel sind und den Weg zur Ewigkeit weisen, müssen wir in ihrer Tragweite für unser tägliches Leben begreifen. Jede Tat, jedes Wort und jeder Gedanke soll mit diesen Grundsätzen in Einklang stehen. Wir alle müssen dahin kommen, mit Christus innerlich übereinzustimmen und uns ihm unterzuordnen.“
Ellen G. White, Erweckung — Was dann (2000), S. 61

Jesus will und wird dich, wenn du auch willst, alles Nötige lehren und es deinem freien Willen überlassen, ob du es annimmst und zu deinem Leben machst, ob du ihm in allem folgen willst oder nicht. Wirst du das von ihm erhaltene Licht schätzen, dankbar annehmen und zu deinem Leben machen, wird weiteres Licht folgen. Wirst du ihm in allem folgen, was er dir gibt, dann wirst du immer mehr erhalten, immer heiliger und heiliger werden, bist du schon in dieser Welt so bist wie dein großer himmlischer Bruder Jesus ist. Dann bist du bereit ihm bei seiner Wiederkunft zu begegnen, von ihm einen heiligen Körper zu bekommen und zu deinem himmlischen großen Bruder entrückt zu werden. Erst dann!

Wahrlich, wahrlich, ich sage dir:
Das und so ist die Wahrheit!

Wer in dieser Welt mit unserem großen himmlischen Bruder Jeschua nicht zusammenarbeitet, der würde es auch im Himmelreich nicht tun, weshalb er auch kein ewiges Leben erhält! Wer jedoch schon in dieser Welt mit unserem großen himmlischen Bruder Jeschua zusammenarbeitet, wie es unserem himmlischen Bruder gefällt, der erhält ewiges Leben und ist fähig auch im Himmelreich mit Jeschua weiter zusammenzuarbeiten!

Dazu gab uns unser himmlischer Vater durch seine Prophetin folgendes:

„Niemand glaube, daß er nichtstuend seine Hände einfach in den Schoß legen könne. Durch Trägheit und Nichtstun kann unmöglich jemand gerettet werden. Denkt daran, was Christus während seines Erdendienstes vollbrachte! Wie ernsthaft und unermüdlich waren seine Anstrengungen! Nichts brachte ihn von seiner Aufgabe ab. Folgen wir seinen Fußspuren?“
Ellen G. White, Mit dem Evangelium von Haus zu Haus (1992), S. 77

Wenn wir die himmlische Gesellschaft auf der neuen Erde genießen möchten, dann müssen wir schon hier von himmlischen Prinzipien regiert werden.“
Ellen G. White, Maranatha — Der Herr kommt (1999), S. 86

Was offenbart uns dieser Beitrag?

Dieser Beitrag offenbart uns die Gegensätze des Lichtes und der Finsternis.

Deshalb steht geschrieben:

… was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 2.Korinther 6:14

Die heilige Schrift fragt uns klar und deutlich, was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen, was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Haben Licht, also Gott Vater, sein Sohn Jesus, ihre himmlischen Freunde und die 99 andern Welten (Engel) mit der Finsternis, also Satan und seine Boten (Engel) etwas zu schaffen und Gemeinschaft?

NEIN

Dieser Beitrag offenbart uns klar und deutlich die Gegensätze des Lichtes und der Finsternis. Auf der rechten Seite des Lichtes, die Einfachheit Gottes und auf der linken Seite der Finsternis, die absichtliche Umständlichkeit des Feindes!

  • Unser geliebter himmlischer Vater ließ die heilige Schrift in solch einer Einfachheit schreiben, damit diese selbst die Ungebildeten und kleinen Kindlein verstehen.
  • Unser geliebter himmlischer Bruder verkündete das Evangelium in solch einer Einfachheit, damit diese selbst die Ungebildeten und kleinen Kindlein verstehen.
  • Unsere geliebten himmlischen Freunde und Boten (Engel) lehren und inspirieren die Menschen, wie Gott Vater und Fürst Jesus, auf einfache Weise.
  • Unsere ganze himmlischen Familie im Himmelreich und in den anderen 99 nicht in Sünde gefallen Welten leben auf einfache Weise.
  • Die Jünger Jesu sollen mit der himmlischen Familie zusammenarbeiten und wie Jesus in der kindlichen Einfachheit das Evangelium Christi lehren.
  • Das Evangelium Christi ist in seiner Einfachheit genial und vollkommen!
  • Die Lehren Jesu sind einfach, seine Sprache deutlich und verständlich!
  • Die Lehre Christi wird in keiner bestimmten und für uns fremden Sprache verkündet, sondern in all den Sprachen dieser Welt, damit sie jeder empfangen kann!

Da der Feind in dieser Welt regiert, darf man all seine Spuren der beabsichtigten Umständlichkeit klar und deutlich sehen, wenn man es will. Satan, der Gegner Gottes und dessen Sohnes Jesus, liebt nicht die Einfachheit, sondern die Umständlichkeit, um das Leben des Menschen so sehr wie nur möglich zu erschweren und von Gott zu trennen. Wir brauchen uns nur in unserer Welt nur umschauen. Und was sehen wir?

Diese Welt bereitet das leibliche Essen umständlich zu und macht es schwer. Es wird umständlich gesprochen, gedacht, gedient, gehandelt, geschrieben, gekocht und gearbeitet. In den weltlichen Kirchen, Freikirchen und Religionen wird ein mysteriöser Gott gelehrt, den man nicht so einfach erkennen und verstehen könnte. Es finden umständliche und unnütze Zeremonien und Rituale statt. Sie verherrlichen sich durch umständliche Kleidung und Trachten.

Sie lehren umständliche Lehren und Gebote, mit Absicht in fremden Sprachen, damit diese zur Last werden und kein Ungebildeter oder kleines Kind sie verstehen und begreifen kann. Viele Dinge und Lehren werden in dieser Welt umständlich präsentiert. Und warum das alles? Weil Satan, der Feind der Menschen, diese Welt regiert und will, dass der Mensch dann in der Zukunft das weltweit einfach Gelehrte und Verkündete ablehnt, weil er das Einfache nicht gewohnt ist und dann auch noch für lächerlich hält.

Wenn die Wahrheit, wie es Gott Vater und sein Sohn Jesus in ihren Botschaften an das Volk Gottes angekündigt haben, weltweit in ihrer Einfachheit und Kraft vor der Wiederkunft Jesu, wie sie in Jesu ist verkündet wird und dem Geist der Welt gegenübertritt, wird der Geist der Verfolgung erweckt werden!

Dazu gab uns unser himmlischer Vater durch seine Prophetin folgendes:

„Prediger müssen mit Kraft aus der Höhe angetan sein. Wenn die Wahrheit, wie sie in Jesu ist, sich in ihrer Einfachheit und Kraft gegen den Geist der Welt richtet, ihre erregenden Vergnügungen und ihre verderbliche Anziehung verurteilt, wird deutlich gesehen werden, dass es keine Übereinstimmung zwischen Christo und Belial gibt.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 2 (2005), S. 341

„Der Geist und die Freundschaft der Welt stehen in Feindschaft zu Gott. Wenn die Wahrheit in ihrer Einfachheit und Kraft, wie sie in Jesu ist, dem Geist der Welt gegenübertritt, erweckt sie sofort den Geist der Verfolgung. Sehr viele, die bekennen, Christen zu sein, haben Gott nie erkannt. Das natürliche Herz ist nicht verändert worden, und der fleischliche Sinn bleibt in Feindschaft gegen Gott. Sie sind Satans treue Diener, wenn sie auch einen anderen Namen angenommen haben.“
Ellen G. White, Frühe Schriften von Ellen G. White (1999), S. 286

„Viele von Herzen Aufrichtige sehnen sich nach einem Lebenshauch vom Himmel. Sie werden das Evangelium erkennen, wenn es ihnen in der Schöne und Einfachheit, wie es das Wort Gottes enthält, gebracht wird.“
Ellen G. White, Diener des Evangeliums (1918), S. 311

Das könnte dich ebenso interessieren:

Scroll to Top
Consent Management Platform von Real Cookie Banner