Gott ruft zum Dienst!

Gott ruft zum Dienst!

Vorwort

1. König Jesus beruft heute und bald weltweit!

1.1. Jesus gewinnt erst das Vertrauen und dann gebietet er: Folge mir nach!
1.2. Jesus gibt die Versicherung, Gott wird für die Bedürfnisse seiner Kinder sorgen!
1.3. Die Priester, Obersten, Schriftgelehrten und Pharisäer, welche beanspruchen, Garanten des Wissens zu sein, vermögen den Grundsätzen Jesu, keinen Raum zu geben!

2. Ohne die göttliche Hilfe kann kein Mensch den wahren Gott und seinen Sohn Jesus erkennen!
3. Gott ruft Menschen und stellt sie, wie Abraham, auf die Probe!
4. Gott führt seine mächtigen Taten durch die einfachsten und demütigsten Mittel aus!
5. Wen betrachtet der Herr Jesus als seine Auserwählten?
6. Welche Verpflichtung haben die Auserwählten?
7. Wer zum Dienst bereit ist, muss sich in strengster geistiger und sittlicher Zucht bilden lassen!

7.1. Gott ist ein Gott der Ordnung und er will sein Werk mit Treue und Sorgfalt getan haben!
7.2. Nicht Selbstsucht, sondern Hingabe und Opferbereitschaft sollten den Dienst für Gott bestimmen!

8. Der Dienst für Gott und seinen geliebten Sohn Jesus sollte eine Freude sein und nicht als schwer und niederdrückend angesehen werden!

8.1. Nimmst du das Joch des Gehorsams und der Dienstbereitschaft auf dich, wird all dein Klagen verstummen!
8.2. Jeder Arbeiter, der unter einem Übermaß an Pflichten und Sorgen steht, geistig und körperlich überarbeitet ist, sollte sich zurückziehen und einige Zeit ausruhen!
8.3. Gott verlangt nicht, unter ständiger Anspannung, stetem Druck, bis zur Erschöpfung oder bis zum Nervenzusammenbruch zu arbeiten!
8.4. Gottes Mitarbeiter hören auf den Befehl Jesu Christi, wie sie arbeiten und wie sie ruhen sollten!
8.5. Ein treuer Diener Christi verrichtet das Werk seines Meisters!

9. Lass dich nicht von der überwältigenden Aufgabe abschrecken!
10. Die göttliche Ruhe findet man nicht in Untätigkeit!
11. Es gibt keinen schöneren Dienst auf Erden, als Christus zu dienen!
12. Übergebt euch Gott zum Dienst, benutzt seine Gaben zu diesem Zwecke und ihr werdet Teilhaber in der Arbeit mit himmlischen Wesen!

12.1. Der Mensch kann nicht Gottes Anteil am Werke leisten!
12.2. Gottes Kraft bereitet auf die täglichen Pflichten vor!

13. Wenn Gott ruft und der Mensch erkennt nicht, was getan werden muss, an dem wird Gott vorübergehen!

13.1. Das passiert, wenn Gott ruft und der Mensch rebelliert!
13.2. An jedem, der gegen Gott rebelliert, geht Gott vorüber!

14. Der Charakter des Allerhöchsten zeigt sich in selbstlosem Dienen!
15. Gott zu dienen, sollte den ersten Platz im Leben einräumen!
16. An die, die sich Gott nicht unterordnen!

16.1. Wehe denen, die Christi Namen angenommen haben und Satans Werk ausführen!

Vorwort

Grüße dich, geliebter Mensch.
Gnade und Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus, dem Christus, sei mit dir und mit deinen Nächsten.

In diesen Tagen wirkt die himmlische Familie an den Herzen der Menschen dieser Welt, um sie für die Wahrheit zu öffnen und zur Wahrheit zu führen, damit sie diese dann, wenn sie weltweit in diese Welt kommt, vom Herzen annehmen. Sie werden zu der Wahrheit geführt – die in den weltlichen Kirchen, Freikirchen oder Religionen nicht zu finden ist –, wie sie in der heiligen Schrift und in Zeugnissen Ellen G. Whites geschrieben steht und in diesen letzten Tagen vom Himmel gesandt wird.

Jeder Mensch, der die Wahrheit in der heiligen Schrift, in den Zeugnissen von Ellen G. White und in dem vom Himmel gesandten Licht für die letzten Tage erkennen darf, dem wurde Teures anvertraut und Ehre zuteil. Diese Menschen wurden gerufen unserem himmlischen Vater, seinem geliebten Sohn Jesus und ihren Nächsten/Mitmenschen zu dienen. Das ist der Sinn des Lebens!

Arbeitet der Mensch mit Gott, seinem Sohn Jesus und den himmlischen Boten zusammen, wird er gesegnet und dadurch selbst zum Segen seiner Nächsten. Behält er jedoch die teuer anvertraute Wahrheit für sich oder dient er Gott Vater nicht so, wie Gott Vater es erwartet, dann wird Gott an diesem vorübergehen und sich Arbeiter suchen, die seinen Willen tun wollen.

Deshalb komm und sieh selbst, was Gott und sein Sohn Jesus wollen!

Möge unser liebender himmlischer Vater dir, deinen Nächsten und all ihren Nächsten seinen Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rats und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht JHWH’s schenken (Jesaja 11:2), euch mit allem Nötigen zum ewigen Leben segnen, euch beschützen, durch seinen geliebten Sohn Jesus von euren Sünden und Ungerechtigkeiten befreien (1.Johannes 1:7, 1:9), von Neuem gebären, damit ihr nicht mehr sündigt (1.Johannes 3:9), die Wiederkunft Jesu erlebt und in Vollkommenheit das Reich Gottes für die Ewigkeit betretet (Johannes 3:3).

Im Namen des edlen, wunderbaren und geliebten Fürsten Jesus, dem Christus.
Amen

König Jesus beruft heute und bald weltweit!

Es steht geschrieben:

Und er spricht zu ihnen: Folget mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen! Matthäus 4:19

Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach und laß die Toten ihre Toten begraben! Matthäus 8:22

So wie der Fürst und König Jesus damals seine Apostel und Jünger berief, so beruft der König der Könige auch heute und in baldiger Zukunft seine Jünger, doch dann zum letzten Mal.

Wer den Ruf Jesu ignoriert und seinen eigenen Weg geht, dem wird der Herr Jesus sagen:

Denn ich sage euch, daß keiner jener Männer, die geladen waren, mein Mahl schmecken wird. Lukas 14:24

In diesen Tagen rufen Gott und sein Sohn Jesus ihr Volk im Kleinen zum Vorbereitungsdienst für das große und letzte Werk. Bald jedoch werden Gott, unser himmlischer Vater und sein geliebter Sohn Jesus, unser großer himmlischer Bruder, durch ihren Boten in diese Welt kommen und weltweit ihr Volk, ihr wahres Israel, zum wahren Gottesdienst und Hochzeitsmahl rufen und sammeln.

Es steht geschrieben:

Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu. Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, den Geladenen zu sagen: Kommet, denn es ist schon alles bereit! Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und bin genötigt, hinauszugehen und ihn zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich!  Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, sie zu prüfen; ich bitte dich, entschuldige mich! Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau genommen, darum kann ich nicht kommen! Und der Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Geh eilends hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da! Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! Lukas 14:16-23

Der Herr Jesus wird bald sein teuer erkauftes Volk zu seinem Hochzeitsmahl, so wie es in Lukas 14:16-23 geschrieben steht, einladen. Wirst du dich auch, wie die Eingeladenen in Lukas 14:16-23, anfangen zu entschuldigen?

Es steht geschrieben:

Des Menschen Sohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reiche sammeln alle Ärgernisse und die da Unrecht tun Matthäus 13:41

So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden. Matthäus 13:49

Gott, der himmlischer Vater und sein Sohn Jesus werden bald durch ihren Boten ihr Volk dieser Welt aufsuchen, zu ihnen sprechen und sie zu ihrem Hochzeitsmahl, so wie es in Lukas 14:16-23 geschrieben steht, einladen. Wirst du dich auch, wie die Eingeladenen in Lukas 14:16-23, anfangen zu entschuldigen?

Jesus gewinnt erst das Vertrauen und dann gebietet er: Folge mir nach!

„Nur die Methode Christi wird wahren Erfolg erzielen, das Volk zu erreichen. Der Heiland verkehrte mit den Menschen als einer, der ihr Bestes wünschte. Er bewies ihnen Teilnahme, half ihren Bedürfnissen ab und gewann ihr Vertrauen. Dann gebot er ihnen: „Folget mir nach!“

Es ist notwendig, den Menschen durch persönliche Bemühungen nahe zu kommen. Wenn weniger Zeit auf das Predigen verwendet und mehr Zeit in persönlichem Dienst zugebracht würde, dann würde man größere Erfolge sehen. Den Armen sollte geholfen, für die Kranken gesorgt werden, die Traurigen und Betrübten sollten getröstet, die Unwissenden unterwiesen, die Unerfahrenen beraten werden. Wir sollen mit den Weinenden weinen und uns mit den Fröhlichen freuen. Begleitet von der Macht der Überredung, der Kraft des Gebets, der Macht der Liebe Gottes kann und wird dies Werk nicht ohne Frucht bleiben.“
Ellen G. White, Diener des Evangeliums (1918), S. 324-325

Der Herr Jesus, unser großer himmlischer Bruder, sagt dazu in einer seiner neusten Botschaften an das Volk Gottes Folgendes:

„Ich befand mich in einem Raum, in dem noch andere Personen anwesend waren. Ich ging auf sie zu und sprach mit Vollmacht. Ich bin das Licht der Welt, das in die Welt kam, um Zeugnis von dem Licht abzugeben, das in der Welt war. Ich ging zu einer Frau, fasste mit meiner rechten Hand zärtlich ihre Wange an und sprach zu ihr.

Erkennst du mich? Siehst du mich? Kannst du mich hören? Weißt du, wer ich bin? Hörst du den, der zu dir spricht? Sie schaute mich an, ich sah in ihre Augen und als sie diese Worte hörte, wurden ihre Augen immer wässriger, bis die Tränen ihre Augen verließen und sie vor Rührung weinte, weil sie erkannte.

Dann sah ich einen Mann, der auf mich zukam. Ich ging auf ihn zu, sprach zu ihm und er wurde durch die Worte immer schwächer und ging zu Boden. Ich hockte mich vor ihm hin und faste zärtlich mit meiner rechten Hand seine Wange an, schaute ihm in seine Augen und sprach zu ihm.

Erkennst du mich? Siehst du mich? Hörst du diese Stimme? Kannst du mich hören? Kannst du mich verstehen? Weißt du, wer ich bin? Hörst du den, der spricht? Denn wenn du mich hörst, so hörst du die Stimme dessen, der mich gesandt hat. Noch andere Worte sprach ich zu ihm, an die ich mich leider nicht erinnern kann. Diese Worte bewegten sein Herz so sehr, weil er den erkannte und hörte, der zu ihm sprach. Ich schaute in seine Augen und sah, wie er anfing zu weinen.“
Botschaft an das Volk Gottes – In Vollmacht durch die Kraft Gottes.

Jesus gibt die Versicherung, Gott wird für die Bedürfnisse seiner Kinder sorgen!

„Keiner der Jünger hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt Jesus ganz als Mitarbeiter angeschlossen. Sie waren Zeugen vieler seiner Wunder gewesen und hatten zugehört, als er lehrte; doch ihren Beruf hatten sie noch nicht völlig aufgegeben. Die Einkerkerung Johannes des Täufers war für sie alle eine bittere Enttäuschung gewesen. Wenn das Endergebnis der Sendung des Täufers so aussehen sollte, dann konnten sie für ihren Meister nur wenig Hoffnung haben, wo doch alle religiösen Führer sich gegen ihn verbündeten.

Unter diesen Umständen hatten sie es als Erleichterung empfunden, für kurze Zeit wieder ihrer Tätigkeit als Fischer nachgehen zu können. Aber nun verlangte Jesus von ihnen, ihr früheres Leben aufzugeben und seine Belange zu ihren eigenen zu machen. Petrus hatte den Ruf angenommen. Als Jesus ans Ufer kam, forderte er auch die drei anderen Jünger auf: „Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Matthäus 4,19. Sofort verließen sie alles und folgten ihm.

Ehe der Herr Petrus, Jakobus und Johannes aufforderte, ihre Netze und Boote zu verlassen, hatte er ihnen die Versicherung gegeben, daß Gott für ihre Bedürfnisse sorgen würde. Petrus war dafür, daß er sein Boot zur Verkündigung des Evangeliums zur Verfügung gestellt hatte, reichlich entschädigt worden. Er, der „reich ist gegenüber allen, die ihn anrufen“ (Römer 10,12, Bruns), hat gesagt: „Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überfließend Maß wird man in euren Schoß geben.“ Lukas 6,38. So hatte Jesus auch den Dienst des Petrus belohnt. Und jedes in seinem Dienst gebrachte Opfer wird belohnt werden nach dem „überschwenglichen Reichtum seiner Gnade“. Epheser 2,7.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 231

Die Priester, Obersten, Schriftgelehrten und Pharisäer, welche beanspruchen, Garanten des Wissens zu sein, vermögen den Grundsätzen Jesu, keinen Raum zu geben!

„Das Werk Jesu bestand darin, das Wesen des Vaters zu offenbaren und die Wahrheit zu entfalten, die er selbst durch die Propheten und Apostel gesprochen hatte; doch bei diesen weisen und klugen Männern fand die Wahrheit keinen Raum. Christus, der Weg, die Wahrheit und das Leben, mußte an den selbstgerechten Pharisäern vorübergehen und ungelehrte Fischer und Männer demütigen Standes als seine Nachfolger wählen.

Die nie bei den Rabbinern gewesen waren, nie in den Schulen der Propheten gesessen hatten, nie Mitglieder des Hohen Rats gewesen waren, deren Herzen nicht mit ihren eigenen Ideen erfüllt waren — die nahm er und bildete sie zu seinem Zwecke aus. Er konnte sie zu neuen Schläuchen machen, für den neuen Wein seines Reiches. Dies waren die Kinder, denen der Vater geistliche Dinge offenbaren konnte; doch die Priester und Obersten, die Schriftgelehrten und Pharisäer, welche beanspruchten, Garanten des Wissens zu sein, vermochten den Grundsätzen des Christentums, die später von den Aposteln Christi gelehrt wurden, keinen Raum zu geben.

Die Kette der Wahrheit, Glied um Glied, wurde denen gegeben, die ihre eigene Unwissenheit erkannten und bereit waren, vom großen Lehrer zu lernen. Jesus wußte, daß er den Schriftgelehrten und Pharisäern nicht helfen konnte, wenn sie sich ihrer Wichtigtuerei nicht entleerten. Er wählte neue Schläuche für die Lehren seines neuen Weines und machte Fischer und ungelehrte Gläubige zu Verkündigern seiner Wahrheit an die Welt.

Und doch, obwohl seine Lehre den Leuten neu schien, war es aber keine neue Lehre, sondern die Offenbarung dessen, was von Anfang an gelehrt worden war. Es war seine Absicht, daß seine Jünger die einfache, unverdorbene Lehre zum Wegführer ihres Lebens nehmen sollten. Sie sollten zu seinen Worten nichts hinzufügen, noch seinen Aussagen eine andere Bedeutung aufzwingen. Sie sollten die deutlichen Lehren der Schrift nicht mystisch auslegen, noch theologisches Gedankengut entlehnen, um eine von Menschen verfertigte Theorie aufzustellen.

Durch mystische Auslegung des deutlichen Wortes Gottes wurde heiligen und wesentlichen Wahrheiten wenig Bedeutung beigemessen, wohingegen man die Theorien der Menschen hervorhob. So wurden Menschen dahingebracht, Menschengebote als Lehren auszugeben, und Gottes Gebote verwarfen sie, auf daß sie ihre eigenen Überlieferungen hielten.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 282-283

Ohne die göttliche Hilfe kann kein Mensch den wahren Gott und seinen Sohn Jesus erkennen!

Kein Mensch kann die Wahrheit erkennen, es sei denn, Gott, der himmlische Vater, zieht ihn zu seinem geliebten Sohn Jesus.

So steht es geschrieben:

Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage. Johannes 6:44

Niemand kann den Vater und den Sohn erkennen, es sein denn, der Herr Jesus offenbart es ihm durch die Macht, die sein/unser himmlischer Vater ihm verlieh.

So steht es geschrieben:

Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn, als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater, als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will. Matthäus 11:27 

Wenn der Mensch vom Himmel gesegnet wurde, die Wahrheit zu erkennen, wie sie in der heiligen Schrift geschrieben steht, dann wurde er vom himmlischen Vater und seinem geliebten Sohn Jesus zum Dienst gerufen!

Das Königreich der Himmel ist einem Mensch gleich, einem Hausherrn des Weinbergs, der gleich am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu verpflichten

Es steht geschrieben:

Denn das Königreich der Himmel ist einem Mensch gleich, einem Hausherrn, der gleich am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu verpflichten. Nachdem er mit den Arbeitern einen Denar für den Tag vereinbart hatte, schickte er sie in seinen Weinberg. Als er um die dritte Stunde ausging, gewahrte er andere müßig auf dem Marktplatz stehen und sagte zu denselben: Geht auch ihr in meinen Weinberg, und ich werde euch geben, was gerecht ist. Da gingen sie hin.

Dann ging er um die sechste und neunte Stunde wieder aus und verfuhr in derselben Weise. Als er um die elfte Stunde ausging, fand er andere dastehen und fragte sie: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie antworteten ihm: Niemand hat uns verpflichtet. Da sagte er ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg! Als es Abend wurde, sagte der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, beginne bei den letzten, bis hin zu den ersten!

Da kamen die um die elfte Stunde Verpflichteten und erhielten je einen Denar. Als dann die ersten kamen, meinten sie, daß sie mehr bekommen würden; doch auch sie erhielten je einen Denar. Sie nehmen ihn, murrten aber gegen den Hausherrn und sagten: Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du behandelst sie ebenso wie uns, die wir die Bürde des Tages und den Glutwind ertragen haben!

Er aber antwortete einem von ihnen: Kamerad, ich tue dir nicht Unrecht; hast du nicht mit mir einen Denar vereinbart? Nimm das deine und gehe! Diesem letzten aber will ich dasselbe geben wie auch dir. Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu machen, was ich will? Oder ist dein Auge neidisch, weil ich gut zu ihnen bin? So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein.“ Matthäus 20:1-16

Es steht geschrieben:

… Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg! Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Hernach aber reute es ihn, und er ging. Als aber der Vater zu dem andern dasselbe sagte, antwortete dieser und sprach: Ja, Herr! und ging nicht. Welcher von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? … Matthäus 21:28-31

Zu welchem der Söhne möchtest du gehören?

Gott ruft Menschen und stellt sie, wie Abraham, auf die Probe!

Es steht geschrieben:

… «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung.» Hebräer 3:15

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„Gottes Botschaft an Abraham lautete: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.“ 1.Mose 12,1. Damit Gott ihn für die große Aufgabe als Hüter seiner heiligen Weisungen gebrauchen konnte, mußte sich Abraham von den Bindungen seines früheren Lebens lösen. Der Einfluß von Verwandten und Freunden würde die erzieherischen Absichten, die der Herr mit seinem Diener hatte, stören.

Da nun Abraham in besonderer Weise mit Gott verbunden war, sollte er unter Fremden wohnen und sich im Wesen von aller Welt unterscheiden. Dabei konnte er sein Verhalten nicht einmal den nächsten Freunden verständlich machen. Geistliche Dinge werden eben nur geistlich wahrgenommen, und darum verstanden die götzendienerischen Verwandten seine Beweggründe nicht. „Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, als er berufen ward, auszugehen in ein Land, das er erben sollte, und er ging aus und wußte nicht, wo er hinkäme.“ Hebräer 11,8.

Sein widerspruchsloser Gehorsam gehört zu den auffallendsten Glaubenszeugnissen in der ganzen Bibel. Für ihn war Glaube „eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht“. Hebräer 11,1. Ohne die geringste äußere Sicherheit, daß sie sich auch erfüllen würde, verließ er sich auf die göttliche Verheißung, gab Heim, Verwandtschaft und Vaterland auf, zog aus und wußte nicht, wohin Gott ihn führen würde. „Durch den Glauben ist er ein Gast gewesen in dem verheißenen Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung.“ Hebräer 11,9.

Es war keine leichte Prüfung, die Gott Abraham auferlegte, kein geringes Opfer, das er von ihm forderte. Starke Bande fesselten ihn an Heimat und Verwandte. Aber er zögerte nicht und folgte dem Ruf. Er stellte auch keine Fragen über das Land der Verheißung, ob der Boden fruchtbar und das Klima gesund sei, ob es landschaftlich schön läge und Möglichkeiten böte, reich zu werden. Gott hatte gesprochen, und sein Diener gehorchte. Für ihn war der liebste Ort auf Erden der, wo Gott ihn haben wollte.

Wie Abraham werden auch heute viele auf die Probe gestellt. Zwar hören sie nicht die Stimme Gottes, die unmittelbar vom Himmel herab zu ihnen spricht, aber er beruft sie durch die Unterweisungen seines Wortes und durch Fügungen im Alltag. Es mag die Forderung an sie herantreten, eine Reichtum und Ansehen versprechende Laufbahn aufzugeben, vorteilhafte, ja sogar innige Verbindungen zu lösen und sich von Verwandten zu trennen, um etwas zu beginnen, das nur Selbstverleugnung, Mühe und Opfer zu verlangen scheint.

Aber Gott hat eine Aufgabe für sie, und dabei wären ein bequemes Leben und die Beeinflussung durch Freunde und Verwandte für die Entwicklung der erforderlichen Wesenszüge nur hinderlich. Er ruft sie zu einem Leben abseits von irdischen Einflüssen und Hilfeleistungen, damit sie die Notwendigkeit seines Beistandes erkennen würden und lernten, sich auf ihn allein zu verlassen, damit er sich ihnen offenbaren kann. Wer wäre bereit, beim Rufe Gottes auf Lieblingspläne und Familienbindungen zu verzichten?

Wer würde neue Pflichten übernehmen und unerforschte Gebiete betreten, um Gottes Werk zielbewußt und willig zu tun und um Christi willen Verlust für Gewinn zu rechnen? Wer dies vollbringt, hat Abrahams Glauben und wird mit ihm jene „über alle Maßen wichtige Herrlichkeit“ erleben, welche „dieser Zeit Leiden … nicht wert“ ist. 2.Korinther 4,17; Römer 8,18.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 104 – 106

Gott führt seine mächtigen Taten durch die einfachsten und demütigsten Mittel aus!

Es steht geschrieben:

 … das Törichte der Welt hat Gott erwählt … 1.Korinther 1:27

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„Wegen des Stolzes und Ehrgeizes der Menschenkinder hat Gott es vorgezogen, seine mächtigen Taten durch die einfachsten und demütigsten Mittel auszuführen. Nicht die Männer, die die Welt als groß, begabt oder glänzend ehrt, erwählt Gott. Er erwählt diejenigen, die in Sanftmut und Einfachheit wirken wollen und ihn als ihren Führer und ihre Kraftquelle anerkennen. Er möchte, daß wir ihn in allen Pflichten und Angelegenheiten des Lebens zu unserem Beschützer und Führer wählen. …    

Die Majestät des Himmels wirkt durch wen sie will. Seine Vorsehung erwählt manchmal die demütigsten Werkzeuge, um das größte Werk zu vollbringen, denn seine Kraft wird durch die Schwachheit der Menschen offenbart. Wir haben unseren Wertmaßstab, womit wir eine Sache groß und eine andere gering einstufen; doch Gott rechnet nicht nach dem Maßstab von Menschen; er stellt seine Wertskala nicht nach der unsrigen ein. Wir sollten nicht meinen, was bei uns groß ist, müsse auch groß bei Gott sein, und was bei uns gering ist, müsse auch gering bei Gott sein. — The Signs of the Times, 14. Juli 1881.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 426

„Erwählt Gott Männer und Frauen zu seinem Dienst, so fragt er nicht danach, ob sie gelehrt oder beredt sind oder über irdischen Reichtum verfügen. Er fragt vielmehr: Wandeln sie so demütig, dass ich sie meinen Weg lehren kann? Kann ich meine Worte in ihren Mund legen? Werden sie mich recht darstellen?

Gott ruft jeden Menschen zu seinem Dienst. Der ihm angenehme Dienst strahlt die Herrlichkeit seines Wesens wider. Die Diener Gottes weisen sich der Welt gegenüber dadurch aus, dass sie die unauslöschlichen Kennzeichen seiner unvergänglichen Grundsätze an sich tragen.“
Ellen G. White, Botschafter der Hoffnung (2003), S. 52-53

Wen betrachtet der Herr Jesus als seine Auserwählten?

Es steht geschrieben:

der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14:26 

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf daß, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er es euch gebe. Johannes 15:16 

Wenn euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihrige lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Gedenket an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort befolgt, so werden sie auch das eurige befolgen. Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Johannes 15:18-21

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„In diesen letzten Stunden der Bewährung für die Menschenkinder, in denen das Geschick jeder Seele bald für immer entschieden werden soll, erwartet der HERR des Himmels und der Erde, daß seine Gemeinde sich mehr als je zuvor zum Handeln aufrafft. Diejenigen, die durch die Erkenntnis kostbarer Wahrheit in Christus frei gemacht worden sind, betrachtet der Herr Jesus als seine Auserwählten.

Sie stehen in seiner Gunst höher als alle anderen Menschen auf dem Erdenrund, und er rechnet damit, daß sie das Lob dessen verkündigen, der sie „berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht“. 1.Petrus 2,9. Die so reichlich verliehenen Segnungen sollen andern mitgeteilt werden. Die gute Nachricht von der Erlösung soll zu „allen Nationen und Geschlechtern und Sprachen und Völkern“ gehen. Offenbarung 14,6.

In den Visionen der Propheten vor alters wurde gezeigt, daß der Herr der Herrlichkeit seiner Gemeinde in den Tagen der Finsternis und des Unglaubens, die seinem zweiten Kommen vorausgehen werden, besonderes Licht schenken werde. Als die „Sonne der Gerechtigkeit“ werde er über seiner Gemeinde „aufgehen“ mit „Heil unter ihren Flügeln“. Maleachi 3,20. Genauso werde von jedem echten Jünger Jesu ein lebenspendender, ermutigender, hilfreicher und wahrhaft heilender Einfluß ausgehen.“
Ellen G. White, Propheten und Könige – 1975, S. 502

Wenn der Mensch vom Himmel gesegnet wurde, die Wahrheit zu erkennen – nicht wie es die weltlichen Kirchen, Freikirchen und Religionen verkünden –, wie Jesus sie lehrt, wie sie in der heiligen Schrift geschrieben steht, dann wurde er erwählt und verpflichtet!

„Die Gnadengaben durch Christus stehen allen Menschen offen. Es gibt keine Erwählung, sondern nur die eigene Entscheidung, zu leben oder zu verderben. Gott hat in seinem Wort die Bedingungen niedergelegt, unter denen jeder zum ewigen Leben erwählt werden kann: Gehorsam gegen seine Gebote durch den Glauben an Christus. Von Gott wird erwählt, wer wesensmäßig mit seinem Gesetz übereinstimmt und tut, was er fordert; solch ein Mensch kann in das Reich der Herrlichkeit eingehen.

Christus selbst sagte: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen.“ Johannes 3,36. — „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ Matthäus 7,21. Wo es um das Anliegen der ewigen Errettung geht, ist dies die einzige Erwählung, von der das Wort Gottes spricht.

Wer wird denn erwählt? Jeder, der aufrichtig um seine Errettung bemüht ist. Wer die Waffenrüstung anlegt und den guten Kampf des Glaubens kämpft. Wer wacht und betet, in der Heiligen Schrift forscht und die Versuchung flieht. Wer im Glauben beharrt und jedem Wort aus Gottes Mund gehorsam ist. Die Voraussetzung zur Erlösung ist für alle geschaffen, aber erleben werden sie nur diejenigen, welche die Bedingungen erfüllt haben.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 185-186

Welche Verpflichtung haben die Auserwählten?

Es steht geschrieben:

wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was der Streiche wert ist, der wird wenig leiden müssen. Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern. Lukas 12:48 

Wenn der Herr Jesus dem Menschen seinen Vater, sich selbst und die Wahrheit offenbart, welche Verpflichtung hat der Mensch dann?

Der Herr Jesus sagt es sehr klar in Lukas 12:48, wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern. Wem Jesus also die Wahrheit offenbart, von dem fordert er ihm zu dienen.

Wie sollte ein Mensch, dem der Herr Jesus die Wahrheit offenbart, dem Herrn Jesus dienen?

Es steht geschrieben:

Wer da sagt, er bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. 1.Johannes 2:6 

Der Herr Jesus sagt durch seinen Apostel Johannes, wer da sagt, er bleibe in Jesus, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie Jesus gewandelt ist. Wie diente Jesus? Selbstlos. Jesus tat, was Vater wollte, nicht, was er wollte.

Wenn Jesus einem Menschen die Wahrheit offenbart, das Herz für die Wahrheit öffnet, dann nur deshalb, damit der Mensch ihm und seinen Nächsten dient. Doch, was macht unser geliebter großer Bruder mit Menschen, denen er die Wahrheit anvertraute, sie ihm aber nicht dienen, wie sie es sollten, wie der König es fordert? Auch dafür gab uns unser edler König ein Sinnbild.

Es steht geschrieben:

Denn es ist wie bei einem Menschen, der verreisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab; dem einen gab er fünf Talente, dem andern zwei, dem dritten eins, einem jeden nach seiner Kraft, und reiste ab. Da ging der, welcher die fünf Talente empfangen, hin und handelte mit ihnen und gewann fünf andere. Desgleichen, der die zwei Talente empfangen, gewann auch zwei andere. Der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.

Nach langer Zeit kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. Da trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen, brachte noch fünf andere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe damit fünf andere gewonnen. Sein Herr spricht zu ihm: Gut, du braver und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!

Da trat auch der hinzu, welcher die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe zwei andere Talente gewonnen. Sein Herr spricht zu ihm: Gut, du braver und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen, und sprach: Herr, ich wußte, daß du ein harter Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine!

Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wußtest du, daß ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmet ihm das Talent weg und gebet es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluß habe; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Und den unnützen Knecht werfet hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein. Matthäus 25:14-30

Manchen Menschen wird der Dienst für Jeschua zur Last. Diese fangen dann an zu klagen und zu jammern. Aber dieses Problem liegt nicht beim Herrn, sondern beim Diener, es liegt nicht an der Arbeit, sondern an der mangelnden Kraft.

Wer zum Dienst bereit ist, muss sich in strengster geistiger und sittlicher Zucht bilden lassen!

Es steht geschrieben:

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Römer 12:1 

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„Bei allen, die dazu ausersehen sind, ein Werk für Gott zu tun, muß man auch die menschliche Natur in Betracht ziehen. Das waren keine Menschen mit fertigen Charakteren und festgefügten Gewohnheiten, die sich mit ihrem derzeitigen Zustand zufriedengegeben hätten. Vielmehr baten sie Gott ernstlich um Verstand und wollten lernen, für ihn zu arbeiten. Der Apostel sagt: „Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, der bitte Gott, der da gern gibt jedermann und allen mit Güte begegnet, so wird ihm gegeben werden.“ Jakobus 1,5.

Aber Gott wird niemandem Licht von oben schenken, der in der Finsternis bleiben will. Wer Hilfe von Gott erwartet, muß sich der eigenen Schwäche und Unzulänglichkeit bewußt werden. Er muß seinen Verstand sprechen lassen bei der Wandlung, die in ihm vorgehen soll, und sich aufrütteln lassen zu ernstlichen, ausdauernden Anstrengungen und zum Gebet. Schlechte Neigungen und Gewohnheiten lege man ab. Den Sieg kann nur erringen, wer sich zielbewußt darum bemüht, seine Fehler zu überwinden, und sich nach guten Grundsätzen richtet.

Viele gelangen nie zu der Stellung, die sie einnehmen könnten, weil sie erwarten, daß Gott für sie das tut, wozu er sie selbst durchaus fähig gemacht hat. Alle, die zum Dienst bereit sind, müssen sich in strengster geistiger und sittlicher Zucht bilden lassen. Gott wird ihnen dabei helfen und seine Kraft zu ihrem Bemühen schenken.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 230

Gott ist ein Gott der Ordnung und er will sein Werk mit Treue und Sorgfalt getan haben!

„Auf allen Wanderungen Israels zog „die Lade des Bundes des Herrn vor ihnen her …, um ihnen zu zeigen, wo sie ruhen sollten“. 4.Mose 10,33. Getragen von den Söhnen Kehaths, sollte die heilige Lade, die Gottes Gesetz enthielt, die Vorhut bilden. Vor ihr her gingen Mose und Aaron, ganz in ihrer Nähe die Priester mit den silbernen Trompeten. Ihnen gab Mose Anweisungen, die sie mit Hilfe ihrer Instrumente dem Volk mitteilten. Nach den Signalen war es für die Obersten jeder Abteilung Pflicht, ihrerseits genaue Anordnungen über alle Bewegungen, die ausgeführt werden sollten, weiterzugeben.

Wer es versäumte, den Befehlen nachzukommen, wurde mit dem Tode bestraft.

Gott ist ein Gott der Ordnung. In allem, was mit dem Himmel verbunden ist, herrscht vollkommene Ordnung. Dienstbarkeit und völliger Gehorsam kennzeichnen auch die Haltung der Engelschar. Nur aufeinander abgestimmtes, ordnungsgemäßes Handeln verbürgt Erfolg. Nicht weniger als zur Zeit Israels verlangt Gott heute in seinem Werk sinnvolle Planmäßigkeit. Wer für ihn arbeitet, soll das klug, nicht unachtsam und wahllos tun. Gott will sein Werk mit Treue und Sorgfalt getan haben, damit er ihm das Siegel seiner Anerkennung aufdrücken kann.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 355-356

Nicht Selbstsucht, sondern Hingabe und Opferbereitschaft sollten den Dienst für Gott bestimmen!

„Die damaligen Geschehnisse sollten der Gemeinde von heute eine Lehre sein. Ich fürchte allerdings, daß es für manche eine nur schwer zu lernende Lektion ist. In unserer Zeit geht der Trend eher in eine andere Richtung: Habgier, Streben nach Spitzenverdiensten und einflußreichen Positionen. Selbstverleugnung und Opferbereitschaft sind rar geworden.

Dabei sollte sich das Leben eines Nachfolgers Jesu gerade dadurch auszeichnen. Wenn es um die Beweggründe für unser Tätigsein geht, hat Jesus eindeutige Maßstäbe gesetzt. Als er seine Jünger berief, sagte er nur: „Folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Matthäus 4,19. Er machte ihnen kein Gehaltsangebot, sondern erwartete ganz selbstverständlich, daß sie sein Leben der Selbstverleugnung mit ihm teilten.

Wer heute Jesus nachfolgen und ihm dienen will, muß seine Fähigkeiten in gleicher Weise einsetzen und seine Aufgaben ebenso gewissenhaft und umsichtig erfüllen, wie Gott es damals von den Erbauern der Stiftshütte erwartete. Heute wie damals sollten Hingabe und Opferbereitschaft den Dienst für Gott bestimmen. Gott möchte nicht, daß in das Gewebe seines Werkes irgendwelche Fäden der Selbstsucht eingefügt werden.“
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben — Band 2 (1992), S. 173-174

Der Dienst für Gott und seinen geliebten Sohn Jesus sollte eine Freude sein und nicht als schwer und niederdrückend angesehen werden!

„Unser Gott ist ein liebevoller, barmherziger Vater. Wir sollten unsern Dienst für ihn darum nicht als schwer und niederdrückend ansehen. Es sollte uns eine Freude sein, ihm zu dienen und an seinem Werke teilzunehmen. Gott will nicht, daß seine Kinder, für die er eine überaus erhabene Erlösung vorgesehen hat, so handeln, als ob er ein harter, unnachsichtiger Werkmeister wäre.

Er ist ihr bester Freund, und wenn sie ihm dienen, können sie von ihm Trost und Segnungen erwarten, die ihre Herzen mit Freude und Liebe erfüllen. Gott will, daß seine Kinder aus ihrer Anbetung Trost schöpfen und in seinem Dienst mehr Freude als Bürde erblicken. Es ist sein innigster Wunsch, daß alle, die ihn anbeten, daraus köstliche Gedanken von seiner Vorsehung und Liebe lernen. Dadurch werden sie in ihrer alltäglichen Arbeit aufgeheitert und empfangen die Gnadengabe, in allen Dingen ehrlich und treu zu handeln.“
Ellen G. White, Der Weg zu Christus (1975), S. 77

Nimmst du das Joch des Gehorsams und der Dienstbereitschaft auf dich, wird all dein Klagen verstummen!

„Suchst du den HERRN täglich und kehrst dich zu ihm, wählst du aus eigenem Trieb Freiheit und Freude in Gott, folgst du frohen Herzens seinem gnädigen Ruf und nimmst das Joch Christi, das Joch des Gehorsams und der Dienstbereitschaft, auf dich, dann wird all dein Klagen verstummen, werden alle deine Schwierigkeiten beseitigt, lösen sich dir alle die schwierigen Rätsel, denen du heute noch ratlos gegenüberstehst.“
Ellen G. White, Das bessere Leben (1978), S. 86

Jeder Arbeiter, der unter einem Übermaß an Pflichten und Sorgen steht, geistig und körperlich überarbeitet ist, sollte sich zurückziehen und einige Zeit ausruhen!

„Wenn jedes Gotteskind die Notwendigkeit verspürte, in Essen, Kleidung und Arbeit Mäßigkeit zu üben, würde es der Sache Gottes den besten Dienst erweisen. Steht ein Arbeiter unter einem Übermaß an Pflichten und Sorgen, ist er geistig und körperlich überarbeitet, sollte er sich zurückziehen und einige Zeit ausruhen, nicht um selbtssüchtigen Neigungen nachzugehen, sondern um für künftige Aufgaben besser gewappnet zu sein. Wir haben einen wachsamen Feind, der uns ständig auf den Fersen ist und aus jeder unsrer Schwachheiten seinen Vorteil zieht, um uns durch seine Versuchungen für das Böse empfänglich zu machen.

Wenn dann unser Denken überreizt und unser Körper geschwächt ist, kann er daraus Kapital schlagen und das Gemüt mit seinen härtesten Versuchungen quälen, um den Fall der Gotteskinder zu bewirken. Wer für Gott arbeitet, sollte daher sorgfältig mit seiner Kraft haushalten. Wenn er von all der Plackerei erschöpft ist, sollte er sich zurücknehmen und mit Jesus Gemeinschaft pflegen. The Review and Herald, 14. November 1893.“
Ellen G. White, Im Dienst für Christus (2004), S. 268-269

Gott verlangt nicht, unter ständiger Anspannung, stetem Druck, bis zur Erschöpfung oder bis zum Nervenzusammenbruch zu arbeiten!

„Gott ist barmherzig, voller Mitleid und überlegt in all seinen Forderungen. Er verlangt nicht von uns, dass wir irgendetwas tun sollen, das den Verlust unserer Gesundheit oder die Schwächung unserer geistigen Fähigkeiten nach sich ziehen würde. Ja, er möchte nicht einmal, dass wir unter ständiger Anspannung und stetem Druck bis zur Erschöpfung arbeiten — oder bis zum Nervenzusammenbruch. Der Herr hat uns doch genügend Vernunft verliehen und möchte, dass wir sie auch gebrauchen.

Sie lehrt uns, in Harmonie mit den Gesetzen des Lebens zu handeln, die in uns hineingelegt wurden, und ihnen gehorsam zu sein, sodass wir eine ausgewogene Lebensordnung einhalten. Ein Tag folgt auf den anderen und jeder Tag bringt Verantwortung und Pflichten mit sich. Aber die Arbeit von morgen darf nicht schon in das Pensum von heute hineingezwängt werden. Die Mitarbeiter Gottes im Werk sollen ein Gespür dafür haben, wie heilig es ist. Sie sollten sich daher durch einen vernünftigen Einsatz ihrer Kräfte heute auf die Arbeit von morgen vorbereiten.“
Ellen G. White, Im Dienst für Christus (2004), S. 269-270

„Es bringt nichts, ständig unter dem Druck der Arbeit und unter Hochspannung zu leben, denn dabei wird die persönliche Frömmigkeit vernachlässigt und die Verstandes- und Körperkräfte werden geschädigt.“
Ellen G. White, Im Dienst für Christus (2004), S. 270

Gottes Mitarbeiter hören auf den Befehl Jesu Christi, wie sie arbeiten und wie sie ruhen sollten!

„Die Jünger Jesu mussten unterwiesen werden, wie sie arbeiten und wie sie ruhen sollten. Heute ist es ebenso nötig, dass Gottes Mitarbeiter auf den Befehl Christi hören, abseits zu gehen und eine Weile zu ruhen. Siehe Markus 6,31. Durch Unwissenheit über dieses Gebot sind viele wertvolle Menschenleben geopfert worden, was nicht hätte zu sein brauchen … Auch wenn die Ernte groß ist und es wenige Arbeiter gibt (siehe Matthäus 9,37), ist durch das Opfer von Gesundheit und Leben nichts gewonnen …

Es gibt viele schwache, abgearbeitete Mitarbeiter, die tief unglücklich sind, wenn sie sehen, wie viel noch zu tun ist und wie wenig sie noch tun können. Wie sehr wünschen sie sich körperliche Stärke, um mehr ausrichten zu können. Aber gerade zu dieser Gruppe sagt Jesus: „Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig.“ Markus 6,31.
Ellen G. White, Im Dienst für Christus (2004), S. 270

Ein treuer Diener Christi verrichtet das Werk seines Meisters!

„Ein treuer Diener Christi verrichtet das Werk seines Meisters. Er empfindet die Wichtigkeit seiner Arbeit und erkennt, daß er sowohl zur Gemeinde wie auch zur Welt eine ähnliche Beziehung aufrechterhält, wie Christus sie aufrechterhielt. Unermüdlich arbeitet er, um Sünder zu einem besseren, geheiligteren Leben zu führen, damit sie dermaleinst den Lohn des Überwinders erlangen. Seine Lippen werden mit der glühenden Kohle vom Altar berührt (siehe Jesaja 6,5-7), und er erhöht Jesus als die einzige Hoffnung des Sünders.

Wer ihn hört, weiß, daß er in innigem, wirksamen Gebet Gemeinschaft mit Gott hat. Der Heilige Geist hat ihn ergriffen, sein Herz hat das lebengebende himmlische Feuer verspürt, und er vermag geistliche Dinge geistlich zu beurteilen. Ihm wird die Kraft verliehen, die Bollwerke Satans zu zerstören. Herzen werden tief bewegt, wenn er Gottes Liebe verkündigt, und viele werden dann zu der Frage veranlaßt: „Was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?“ Lukas 18,18.“
Ellen G. White, Das Wirken der Apostel (1976), S. 257

Lass dich nicht von der überwältigenden Aufgabe abschrecken!

„Jeden Tag sein Bestes geben — Wenn man stetig vorwärts geht, einen Schritt nach dem anderen, erreicht man letztendlich die Spitze des Berges. Lass dich nicht von der überwältigenden Aufgabe, dein Leben zu meistern, abschrecken. Niemand verlangt von dir, dass du alles auf einmal schaffst. Gib jeden Tag dein Bestes, nimm jede Gelegenheit wahr, deine Leistung zu verbessern, und nimm jede Hilfe an, die Gott dir anbietet.

So wirst du Schritt für Schritt die Leiter des Erfolgs erklimmen. Bedenke, dass dir Gott immer nur einen Tag gibt und man im Himmel darauf achtet, wie du diesen einen Tag verbracht und genutzt hast. Ich wünsche dir, dass du so jeden Tag, den dir Gott gibt, ein wenig vorwärts kommst, bis dann am Ende der Herr zu dir sagen kann: „Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht …“ Matthäus 25,21; The Youth‘s Instructor, 5. Januar 1893; Messages to Young People 46.“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 2 (2002), S. 134

Die göttliche Ruhe findet man nicht in Untätigkeit!

„Christus drückt in den Worten: „Bleibet in mir“ den Gedanken der Ruhe, des Beharrens und Vertrauens aus. Er läßt die Einladung ergehen: „Kommet her zu mir … ich will euch erquicken.“ Die Worte des Psalmsängers sagen dasselbe: „Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.“ Psalm 37,7. Jesaja gibt uns folgende Versicherung: „Durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein.“ Jesaja 30,15. Diese Ruhe findet man nicht in Untätigkeit. Denn in der Einladung des Heilandes zu dieser Ruhe und in der Verheißung dafür finden wir zugleich die Aufforderung zur Arbeit: „Nehmet auf euch mein Joch … so werdet ihr Ruhe finden.“ Matthäus 11,29. Das Herz, das völlig in Christus ruht, wird auch in seiner Arbeit für ihn am ernstesten und am tätigsten sein.“
Ellen G. White, Der Weg zu Christus (1975), S. 53

Es gibt keinen schöneren Dienst auf Erden, als Christus zu dienen!

„Als Nachfolger Christi sollten wir seinen Dienst andern so anziehend darzustellen suchen, wie er wirklich ist. Christen, die Traurigkeit und Betrübnis in ihrem Herzen ansammeln, die murren und klagen, geben ihren Mitmenschen eine falsche Vorstellung von Gott und von dem Leben in Christus. Sie erwecken den Eindruck, daß Gott seine Kinder nicht glücklich sehen wolle, und legen damit ein falsches Zeugnis gegen unsern himmlischen Vater ab.“
Ellen G. White, Der Weg zu Christus (1975), S. 85-86

Übergebt euch Gott zum Dienst, benutzt seine Gaben zu diesem Zwecke und ihr werdet Teilhaber in der Arbeit mit himmlischen Wesen!

Es steht geschrieben:

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Römer 12:1 

Die Prophetin Gottes hat geschrieben:

„Gott, Christus und die Engel dienen alle den Betrübten, den Leidenden und den mit Sünden Beladenen. Übergebt euch Gott zu gleichem Werke, benutzt seine Gaben zu diesem Zwecke und ihr werdet Teilhaber in der Arbeit mit himmlischen Wesen. Eure Herzen werden im Einklang mit den ihrigen schlagen. Ihr werdet ihnen im Charakter ähnlich werden. Euch werden diese Bewohner der ewigen Hütten keine Fremden sein. Wenn die irdischen Dinge vergangen sind, dann werden die Hüter an den himmlischen Pforten euch willkommen heißen.

Die Mittel, welche anderen zum Segen benutzt worden sind, werden Zinsen tragen. Die in tüchtiger Weise angewandten Reichtümer werden viel Gutes ausrichten. Seelen werden für Christum gewonnen werden. Die, welche den Plan, wie Christus ihn fürs Leben niedergelegt hat, befolgen, werden jene am Hofe Gottes sehen, für die sie auf Erden gewirkt und Opfer gebracht haben, und mit dankbaren Herzen werden die Erlösten sich derer erinnern, die Werkzeuge zu ihrer Rettung gewesen sind. Köstlich wird der Himmel denen sein, die im Werke der Seelenrettung treu gewesen sind!“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 289

Der Mensch kann nicht Gottes Anteil am Werke leisten!

„Um unheiliger Arbeiter willen nimmt manches einen verkehrten Lauf. Ihr dürft über die Folgen weinen, die durch das Unrecht anderer heraufbeschworen werden, aber macht euch keine Sorgen. Das Werk steht unter der Leitung des großen Meisters. Alles, was er verlangt, ist, daß die Arbeiter sich ihre Anweisungen von ihm geben lassen und ihnen gehorchen. Alle Gliederungen des Werkes — unsere Gemeinden, die Missionsfelder, die Sabbatschulen und alle anderen Einrichtungen —, sie alle liegen Gott am Herzen. Warum dann sorgen?

Unser inniges Verlangen, die Gemeinde mit neuem Leben erfüllt zu sehen, bedarf der Mäßigung durch völliges Vertrauen auf Gott. Denn der große Lastträger sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. „Folget mir!“ Er geht auf dem Wege voran, wir sollen ihm folgen. Niemand soll seine ihm von Gott geschenkte Kraft überschätzen und sich bemühen, dem Werke Gottes einen schnelleren Lauf zu geben. Keine menschliche Kraft vermag das Werk zu beschleunigen. Mit ihr muß die Kraft himmlischer Wesen verbunden sein.

Nur so kann das Werk Gottes vollendet werden. Der Mensch kann nicht Gottes Anteil am Werke leisten. Paulus kann pflanzen, Apollos begießen, aber Gott gibt das Wachstum. In Schlichtheit und Demut soll der Mensch mit Gott zusammenwirken und zu jeder Zeit sein Bestes tun, aber er soll immer wissen, daß Gott der große Meister des Werkes ist.

Der Mensch darf nicht von sich selbst eingenommen sein, denn dadurch wird er seine letzte Kraft erschöpfen und seine geistigen und physischen Fähigkeiten verzehren. Auch wenn alle Männer, die jetzt die größten Lasten zu tragen haben, nicht mehr da wären, würde Gottes Werk doch vorwärtsgehen. Darum sollen wir unseren Arbeitseifer durch Vernunft mäßigen. Laßt uns aufhören, das zu tun, was allein der Herr vollbringen kann.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse — Band 2 (1975), S. 350-351

Gottes Kraft bereitet auf die täglichen Pflichten vor!

„Die Kraft, die wir im Gebet zu Gott erlangen, wird uns auf unsere täglichen Pflichten vorbereiten. Die Versuchungen, denen wir täglich ausgesetzt sind, machen das Gebet zu einer Notwendigkeit. Damit wir durch die Kraft Gottes im Glauben bewahrt werden, sollte das Verlangen des Geistes ständig im stillen Gebet aufsteigen. Wenn wir von Einflüssen umgeben sind, die darauf berechnet sind, uns von Gott wegzuführen, müssen unsere Bitten um Hilfe und Kraft unermüdlich sein.

Wenn das nicht der Fall ist, wird es uns nie gelingen, den Stolz zu brechen und die Macht der Versuchung zu sündigen Genüssen zu überwinden, die uns vom Heiland fernhalten. Das Licht der Wahrheit, das das Leben heiligt, wird dem Empfänger die sündigen Leidenschaften seines Herzens offenbaren, die nach der Herrschaft streben und die es notwendig machen, dass er jeden Nerv anspannt und alle seine Kräfte aufwendet, um Satan zu widerstehen, damit er durch die Verdienste Christi siegt.“
Ellen G. White, The Youth’s Instructor August 18, 1898, übersetzt mit DeepL

Wenn Gott ruft und der Mensch erkennt nicht, was getan werden muss, an dem wird Gott vorübergehen!

Wenn dem Menschen Gott und sein Sohn Jesus das Wichtigste und das Weltliche zweitrangig wird, dann wird Gott ihn ehren und segnen. Denn erst dann tut der Mensch, was Gott und dessen Sohn Jesus getan haben und tun. Der Mensch ist Gott und dessen Sohn Jesus so wichtig, dass sie alles, was sie lieben, aufgegeben haben und opferten. Deshalb ist es gerecht vom Menschen zu verlangen, was sie getan haben und tun.

Denn es steht geschrieben:

Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Johannes 15:13 

Jesu Worte könnten auch so lauten: Größere Liebe hat niemand als der, der für seine himmlischen Freunde sein altes Leben aufgibt, um durch sie ein Neues zu beginnen.

Deshalb ist es gerecht vom Menschen zu verlangen, was die himmlische Regierung selbst tut. Denn Jesus, unser großer himmlischer Bruder, gab sein himmlisches Wesen (göttliches einzigartiges Wesen, aber keine Gottheit), Leben und zu Hause auf, nur um den Menschen dieser Welt zu retten.

Als unser geliebter himmlischer Vater seinen Sohn auf Erden rief, verließ sein Sohn wieder sein geliebtes zu Hause, seine Mutter und Geschwister, um seinem/unserem Vater zu dienen und mit seinem himmlischen Vater alles Nötige zur Rettung der Menschen dieser Welt zu tun. Ist es dann ungerecht, wenn Gott und dessen Sohn Jesus das Gleiche vom Menschen verlangen? Denn erst, wenn der Mensch ein Opfer bringt und Jesus folgt, auf Jesus hört, dient, wie Jesus diente (als er in der Welt war), seinem himmlischen Vater wie Jesus gehorsam ist, ihm das Irdische zweitrangig wird, erst dann hat er Liebe zu Gott und seinem Sohn Jesus bewiesen und dient ihnen freiwillig, aus Liebe und nicht gezwungen.

Solche Menschen werden ewiges Leben erhalten, denn durch ihren freien Willen und durch ihre Liebe Gottes, die sie bewohnt, haben sie sich als würdig erwiesen. Doch dies alles kann der Mensch nur durch die Zusammenarbeit mit dem Herrn Jesus erlangen, denn nur Jesu Verdienste, nur Jesu Gerechtigkeit und nur Jesu Blut kann den Menschen befähigen zu dienen und ewiges Leben zu empfangen.

Erkennt der Mensch jedoch nicht, was Gott von ihm fordert, wird Gott an ihm vorübergehen.

So steht es geschrieben:

Da überließ ich sie der Verstocktheit ihres Herzens, daß sie wandelten nach ihrem eigenen Rat. Psalm 81:12

Darum will auch ich erwählen, was sie verabscheuen, und über sie bringen, was sie fürchten; denn als ich rief, gab mir niemand Antwort; als ich redete, wollten sie nicht hören, sondern taten, was in meinen Augen böse ist, und erwählten, was mir nicht gefiel! Jesaja 66:4 

Mein Volk geht aus Mangel an Erkenntnis zugrunde; denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will ich auch dich verwerfen, daß du nicht mehr mein Priester seiest; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deiner Kinder vergessen! Hosea 4:6 

Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt, Römer 1:28 

Der Herr Jesus sagte im Gleichnis:

Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu.
Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, den Geladenen zu sagen: Kommet, denn es ist schon alles bereit! Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und bin genötigt, hinauszugehen und ihn zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich! Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, sie zu prüfen; ich bitte dich, entschuldige mich! Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau genommen, darum kann ich nicht kommen!

Und der Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Geh eilends hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da! Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! Denn ich sage euch, daß keiner jener Männer, die geladen waren, mein Mahl schmecken wird. Lukas 14:16-24

Der Herr Jesus sagt sehr klar, wer zum Mahl eingeladen wurde, sollte es nicht ausschlagen. Denn wer die Einladung des Herrn ausschlägt, der wird sein Mahl nicht schmecken, also das Himmelreich nicht betreten.

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„Er wird aus dem einfachen Volk Männer und Frauen rufen, um sein Werk zu tun, so wie er damals Fischer zu seinen Jüngern berufen hat. Bald wird es eine Erweckung geben, die viele überraschen wird. Wer nicht die Notwendigkeit dessen erkennt, was getan werden muß, an dem wird Gott vorübergehen. Die himmlischen Boten werden aber mit denen arbeiten, die man als einfaches Volk bezeichnet, und sie befähigen, die Wahrheit an viele Orte zu tragen.“
Ellen G. White, Christus kommt bald (1996), S. 165

„Das sind die sicheren Folgen, wenn man versäumt, das Licht und die Gnadengaben, die Gott schenkt, anzuerkennen und auszunutzen. Wenn die Gemeinde nicht den Weg verfolgt, den Gottes Vorsehung vor ihr auftut, nicht jeden Lichtstrahl annimmt und jede ihr gezeigte Pflicht erfüllt, wird die Religion unausbleiblich in einen Formendienst ausarten, und der Geist der lebendigen Gottseligkeit wird verschwinden.

Diese Wahrheit hat die Geschichte der Kirche wiederholt veranschaulicht. Gott verlangt von seinem Volk Werke des Glaubens und des Gehorsams, den verliehenen Segnungen und Gaben entsprechend. Der Gehorsam verlangt ein Opfer und schließt Leiden ein, deshalb weigern sich auch so viele erklärte Nachfolger Christi, das Licht vom Himmel anzunehmen, und sie erkennen gleich den Juden vor alters nicht die Zeit, darin sie heimgesucht werden. Lukas 19,44.

Weil sie stolz und ungläubig waren, ging der Herr an ihnen vorüber und offenbarte seine Wahrheit denen, die wie die Hirten von Bethlehem und die Weisen aus dem Morgenlande alles Licht, das ihnen gegeben worden war, beachtet hatten.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 320

An allen, die es riskieren, ihren eigenen Weg zu gehen und den Engeln nicht folgen, die mit einer Botschaft vom Himmel gesandt sind, um die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit zu erfüllen, wird vorübergegangen werden. Das Werk wird auch ohne sie vorangehen und zum Sieg schreiten – aber an seinem Triumph werden sie keinen Anteil haben.“
Ellen G. White, Review and Herald – Extra, 23. Dezember 1890, S. 2

Das passiert, wenn Gott ruft und der Mensch rebelliert!

Es steht geschrieben:

Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird. Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben, wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? Denn wir kennen den, der da sagt: «Die Rache ist mein; ich will vergelten!» und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten». Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! Hebräer 10:26-31

Was passiert mit einem Menschen, wenn Gott diesen beruft, der Mensch nicht gehorcht und stattdessen seinen eigenen Willen tut? Das kann man sehr deutlich anhand des nachfolgenden Beispiels erfahren. Der Mensch wurde von Gott aufgefordert, die erhaltene Vision seinen Nächsten mitzuteilen. Doch er weigerte sich Gott zu gehorchen und rebellierte. Gott warnte ihn vor den Folgen, wenn er die Offenbarung nicht weitergeben würde und sagte ihm, wenn er sich weigere, würde das Licht einem anderen gegeben werden. Doch der Mensch rebellierte weiter gegen Gott. Eines Tages wurde ihm gesagt: Du hast den Geist des Herrn betrübt. Damit erfüllte Gott seine Verheißung. Seitdem hat ihn der Geist Gottes verlassen und er zeigte nie wieder Interesse an religiösen Dingen.

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„Kurz vor dem erwarteten Advent im Herbst 1844 wurde auch Hazen Foss, einem jungen, begabten Adventisten, eine Offenbarung über die Erfahrung des Adventvolkes zuteil. Kurz nach Ablauf der Zeit wurde er aufgefordert, die Vision anderen mitzuteilen, was er jedoch nicht tun wollte. Gott warnte ihn vor den Folgen, wenn er das, was ihm offenbart worden war, nicht weitergeben würde, und sagte ihm, wenn er sich weigere, würde das Licht einem anderen gegeben werden.

Aber er fühlte die Enttäuschung von 1844 sehr stark und „sagte, dass er getäuscht worden war“. Nach einem schweren mentalen Konflikt „beschloss er, die Visionen nicht zu erzählen“. Dann „überkamen ihn sehr seltsame Gefühle, und eine Stimme sagte: ‚Du hast den Geist des Herrn betrübt'“ – E. G. White Brief 37, 1890.

„Entsetzt über seinen Starrsinn und seine Rebellion“, sagte er dem Herrn, dass er die Vision erzählen würde“, aber als er dies vor einer Gruppe von Gläubigen tun wollte, konnte er sich nicht daran erinnern. Vergeblich versuchte er, die Szenen so abzurufen, wie sie ihm gezeigt worden waren, und dann rief er in tiefer Verzweiflung aus: „Es ist von mir gegangen; ich kann nichts sagen, und der Geist des Herrn hat mich verlassen.“ Augenzeugen beschrieben es als „die schrecklichste Begegnung, der sie je beigewohnt haben“ – Ebd.

Anfang 1845 hörte Foss, wie Ellen Harmon der Gruppe von Gläubigen in Poland, Maine, von ihrer ersten Vision berichtete. Er erkannte ihren Bericht als eine Beschreibung dessen, was ihm gezeigt worden war. Als er sie am nächsten Morgen traf, erzählte er ihr von seiner Erfahrung, von der sie bis dahin nichts gewusst hatte, und ermutigte sie, ihre Arbeit treu zu verrichten, indem er sagte „Ich glaube, dass die Visionen von mir genommen und dir gegeben wurden. Weigere dich nicht, Gott zu gehorchen, denn das wäre eine Gefahr für deine Seele.

Ich bin ein verlorener Mensch. Ihr seid von Gott auserwählt; seid treu in eurer Arbeit, und die Krone, die ich hätte haben können, werdet ihr erhalten“ (ebd.). Als sie die Daten verglichen, entdeckten sie, dass Ellen Harmon ihre erste Offenbarung erst erhielt, nachdem ihm gesagt worden war, dass die Visionen von ihm genommen worden waren. Obwohl Hazen Foss bis 1893 lebte, zeigte er nie wieder Interesse an religiösen Dingen.“
Ellen G. White, Messenger to the Remnant (1969), S. lxxxi- lxxxii (DeepL Übersetzung)

Arthur L. White schrieb Folgendes:

„Als Hazen an jenem Februarmorgen in Poland mit Ellen sprach, erzählte er ihr, dass er zwar nicht in die Kapelle gegangen war, in der sie am Abend zuvor gesprochen hatte, dass er aber vor der Tür gestanden und jedes Wort gehört hatte, das sie gesagt hatte. Er erklärte, dass das, was der Herr ihr gezeigt habe, zuerst ihm gezeigt worden sei. Aber, sagte er: Ich war stolz; ich war unversöhnt mit der Enttäuschung. Ich murrte gegen Gott und wünschte mir den Tod.

Dann spürte ich, wie mich ein seltsames Gefühl überkam. Ich werde von nun an wie einer sein, der für geistige Dinge tot ist … Ich glaube, dass die Visionen von mir genommen und dir gegeben wurden. „Weigere dich nicht, Gott zu gehorchen, denn das wäre eine Gefahr für deine Seele. Ich bin ein verlorener Mensch. Ihr seid von Gott auserwählt; seid treu in eurem Werk, und die Krone, die ich hätte haben können, werdet ihr erhalten“ – Ebd.

Diese ungewöhnliche Erfahrung machte einen unauslöschlichen Eindruck auf Ellens Geist. Mit den Geboten von Gottes Geist war nicht zu spaßen.“
Arthur L. White, Ellen G. White – The Early Years – 1827-1862 vol. 1 (1985), S. 76 (DeepL Übersetzung)

John N. Loughborough schrieb Folgendes:

„Das erschreckte den jungen Mann, und er beschloss zu erzählen, was ihm gezeigt worden war, und gab dementsprechend einen Termin dazu bekannt. Die Leute drängten sich zusammen, um zu sehen und zu hören. Sorgfältig erzählte er von seiner Erfahrung, wie er sich geweigert hatte, das zu erzählen, was der Herr ihm gezeigt hatte, und was die Folge seiner Weigerung sein würde. „Jetzt“, sagte er, „werde ich die Vision erzählen“. Aber leider war es zu spät: Er stand stumm wie eine Statue vor dem Volk und sagte schließlich in tiefster Agonie: „Ich kann mich an kein Wort der Vision erinnern.“

Er rang die Hände vor Schmerz und sagte: „Gott hat sein Wort erfüllt. Er hat mir die Vision genommen“, und in großer Verzweiflung sagte er: „Ich bin ein verlorener Mensch.“ Von da an verlor er seine Hoffnung auf Christus und verfiel in Verzweiflung. Er besuchte nie wieder eine adventistische Versammlung und hatte auch kein persönliches Interesse an der Religion. Sein Verhalten war in vielerlei Hinsicht, gelinde gesagt, das eines Menschen, der des sanften Einflusses des Geistes des Meisters beraubt war, eines Menschen, der „seinen eigenen Wegen überlassen war, um sich mit seinem eigenen Tun zu beschäftigen“. In diesem Geisteszustand starb er 1893.“
John N. Loughborough, The Great Second Advent Movement: Its Rise and Progress (1905), p. 182.2 (DeepL Übersetzung)

„Etwa drei Monate nach dem Zeitpunkt, an dem er sich nicht mehr an seine Vision erinnern konnte, hörte er aus einem Nebenzimmer eine Vision, die ihm ein anderer erzählte. Die Versammlung fand in einem Wohnhaus statt, in dem er sich aufhielt. Er wurde aufgefordert, an der Versammlung teilzunehmen, weigerte sich aber.

Er sagte, die Vision sei der ihm gezeigten so ähnlich, wie zwei Personen dasselbe erzählen würden. Und so war bekannt, was er gesehen hatte, an das er sich aber nicht erinnern konnte, als er versuchte, es zu erzählen. Als er danach einen Blick auf die Person warf, sagte er: „Das ist das Werkzeug, auf das der Herr die Last gelegt hat.“
John N. Loughborough, The Great Second Advent Movement: Its Rise and Progress (1905), p. 183.1 (DeepL Übersetzung)

Hoffentlich nimmt sich der Mensch dieses Ereignis, diese Warnung, zum Herzen und bedenkt sie, wenn Gott handelt und ruft.

Wenn der Mensch Gottes Willen tun möchte, muss das Ich sterben.

An jedem, der gegen Gott rebelliert, geht Gott vorüber!

„Das sind die sicheren Folgen, wenn man versäumt, das Licht und die Gnadengaben, die Gott schenkt, anzuerkennen und auszunutzen. Wenn die Gemeinde nicht den Weg verfolgt, den Gottes Vorsehung vor ihr auftut, nicht jeden Lichtstrahl annimmt und jede ihr gezeigte Pflicht erfüllt, wird die Religion unausbleiblich in einen Formendienst ausarten, und der Geist der lebendigen Gottseligkeit wird verschwinden.

Diese Wahrheit hat die Geschichte der Kirche wiederholt veranschaulicht. Gott verlangt von seinem Volk Werke des Glaubens und des Gehorsams, den verliehenen Segnungen und Gaben entsprechend. Der Gehorsam verlangt ein Opfer und schließt Leiden ein, deshalb weigern sich auch so viele erklärte Nachfolger Christi, das Licht vom Himmel anzunehmen, und sie erkennen gleich den Juden vor alters nicht die Zeit, darin sie heimgesucht werden. Lukas 19,44.

Weil sie stolz und ungläubig waren, ging der Herr an ihnen vorüber und offenbarte seine Wahrheit denen, die wie die Hirten von Bethlehem und die Weisen aus dem Morgenlande alles Licht, das ihnen gegeben worden war, beachtet hatten.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 320

Lesen wir nun, was Gott, unser himmlischer Vater, dazu in seinen neusten Botschaften an das Volk Gottes sagt:

„Jeder, der die Wahrheit erkennen darf, der die Wahrheit erkennen durfte und die Wahrheit im Herzen trägt, der ist verpflichtet, die Wahrheit zu predigen, so wie sie ihm bekannt ist. Wer die Stunde nicht erkennt, wer nicht erkennt, was er erkennen durfte und dies nicht an die Welt weitergibt, er macht sich schuldig, denn diesem Menschen wurde die Wahrheit offenbart und ins Herz gelegt, damit er die Wahrheit weiterträgt. Wer es nicht tut und es für sich behält, an dem gehe ich vorüber. Achtet darauf! … Ich, der allmächtige Gott, der HERR, der HERR JHWH, hat zu euch gesprochen. Amen“
Botschaft an das Volk Gottes – An die herausgerufene Gemeinde Gottes und Christi.

Wenn ein Mensch meint, Gott könnte ihn aus seinem eingesetzten Amt nicht verstoßen, dann sollte er sich an das höchst erschaffene Wesen erinnern, welches gegen Gott begann zu rebellieren und Gottes Willen nicht tun wollte.

Gott erwies Luzifer sehr viel Liebe und Ehre, er war vollkommen und heilig, und trotzdem rebellierte eines Tages sein freier Wille, sein Ego gegen Gott. Gott hatte lange Geduld mit ihm, bot ihm sehr oft Gnade und Rückkehr an, aber eines Tages ging Gott selbst an dem dritthöchsten des ganzen Universums vorüber und warf ihn aus seinem Reich hinaus.

Mehr kannst du im Beitrag „Der Ursprung des Bösen und die erste große Täuschung!“ erfahren.

Gott erwies auch unseren ersten Eltern Adam und Eva sehr viel Liebe, sie waren vollkommen und heilig, aber eines Tages rebellierte auch ihr freier Wille, ihr Ego gegen Gott. Gott warnte sie und als auch sie ihrem freien Willen folgten, folgte die Verheißung, der Hinauswurf und der Tod.

So wird es jedem ergehen, der wie der erste Rebell namens Luzifer, der zu Satan wurde, der wie unsere ersten Eltern Adam und Eva, Gott ungehorsam waren. Bei Gott herrscht Ordnung und Gehorsam. Wenn Gott sagt, tue dies, dann sollte der Mensch es tun, wenn Gott sagt, tue dies nicht, dann sollte der Mensch es nicht tun. Wenn der Mensch das Gegenteil tut, dann beherrscht ihn Unordnung, dann führt ihn nicht Gottes Geist und Gottes Gesetz, sondern das Gesetz der Sünde und der Geist des Irrtums, Satans.

Der Charakter des Allerhöchsten zeigt sich in selbstlosem Dienen!

Die Prophetin Gottes schrieb Folgendes:

„… das Wesen des Allerhöchsten zeigt sich in selbstlosem Dienen.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 428

„Die damaligen Geschehnisse sollten der Gemeinde von heute eine Lehre sein. Ich fürchte allerdings, daß es für manche eine nur schwer zu lernende Lektion ist. In unserer Zeit geht der Trend eher in eine andere Richtung: Habgier, Streben nach Spitzenverdiensten und einflußreichen Positionen. Selbstverleugnung und Opferbereitschaft sind rar geworden.

Dabei sollte sich das Leben eines Nachfolgers Jesu gerade dadurch auszeichnen. Wenn es um die Beweggründe für unser Tätigsein geht, hat Jesus eindeutige Maßstäbe gesetzt. Als er seine Jünger berief, sagte er nur: „Folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Matthäus 4,19. Er machte ihnen kein Gehaltsangebot, sondern erwartete ganz selbstverständlich, daß sie sein Leben der Selbstverleugnung mit ihm teilten.

Wer heute Jesus nachfolgen und ihm dienen will, muß seine Fähigkeiten in gleicher Weise einsetzen und seine Aufgaben ebenso gewissenhaft und umsichtig erfüllen, wie Gott es damals von den Erbauern der Stiftshütte erwartete. Heute wie damals sollten Hingabe und Opferbereitschaft den Dienst für Gott bestimmen. Gott möchte nicht, daß in das Gewebe seines Werkes irgendwelche Fäden der Selbstsucht eingefügt werden.“
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben — Band 2 (1992), S. 173-174

Lesen wir nun, was Gott, unser himmlischer Vater, dazu in seinen neusten Botschaften an das Volk Gottes sagt:

„Mein Sohn sagte: „Wer groß unter euch sein will, soll euer Diener sein.“ Ich bin der Größte und diene euch, so sehr liebe ich euch. Mein Sohn, als er in der Welt unter euch war, diente euch, so sehr liebt euch mein Sohn. Meine geliebten Boten, die ich sende, dienen euch, so sehr liebt man euch. … So spricht Gott der HERR, der Heilige Israels, der alleinige und wahre Gott. Amen“
Botschaft an das Volk Gottes – Gott und sein Sohn ziehen in den letzten, großen Kampf.

Gott, unser himmlischer Vater, dient jedem Lebewesen, seiner ganzen Schöpfung Tag für Tag. Würde himmlischer Vater aufhören seiner Schöpfung zu dienen, würde sie augenblicklich aufhören zu existieren. Da unser lieber himmlischer Vater, Abba, jedoch wünscht, seine geliebten und teuer erkauften Kindlein sollen wie er und sein einziggezeugter Sohn Jesus werden, so werden auch sie, wie ihr Gott, himmlischer Vater und Jesus, himmlischer Bruder, durch den heiligen Geist Jesu Christi, den Charakter Gottes im selbstlosen Dienst offenbaren.

Dann erfüllt sich das Geschriebene:

Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, auf daß sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Johannes 17:20-23

Gott zu dienen, sollte den ersten Platz im Leben einräumen!

„Die Aufforderung, alles auf den Altar des Dienstes zu legen, tritt an jeden heran. Wir werden nicht alle aufgefordert, zu dienen, wie Elisa diente, noch wird uns geheißen, alles zu verkaufen, was wir besitzen. Gott verlangt aber von uns, dass wir seinem Dienst den ersten Platz im Leben einräumen und auch nicht einen Tag vorübergehen lassen, ohne etwas zur Förderung seines Werkes hier auf Erden getan zu haben. Er erwartet nicht, dass wir ihm alle auf dieselbe Weise dienen.

Der eine mag zum Dienst in einem fremden Land berufen werden, an einen anderen mag die Aufforderung ergehen, seine Mittel zum Unterhalt des Evangeliumswerkes zur Verfügung zu stellen. Gott nimmt die Opfergabe eines jeden an. Es ist nötig, dass wir ihm unser Leben mit allen seinen Anliegen weihen. Alle, die eine derartige Weihe vollziehen, werden den Ruf des Himmels vernehmen und befolgen.

„Gott wird ganz einfache Menschen bewegen, die Botschaft der gegenwärtigen Wahrheit zu verkündigen. Viele von ihnen wird man dann vom Geist Gottes gedrängt hierhin und dorthin eilen sehen, um das Licht denen zu bringen, die noch im Dunkeln sind. Die Wahrheit ist wie ein Feuer, das sie mit dem brennenden Verlangen erfüllt, Menschen zu erleuchten.

Sogar viele ungebildete werden das Wort des Herrn verkündigen. Auch Kinder werden vom Heiligen Geist getrieben, die Botschaft des Himmels weiterzusagen. Der Geist wird über alle ausgegossen, die seinen Eingebungen folgen. Sie übergehen menschliche Regeln und Mahnungen zur Bedachtsamkeit und schließen sich der Armee des Herrn an.
Ellen G. White, Im Dienst für Christus (2004), S. 118

„Christus wollte seinen Jüngern und auch seinen Gegnern zeigen, daß der Dienst für den Herrn allem andern vorgehen sollte. Das Werk Gottes in dieser Welt ist auf die Erlösung der Menschen gerichtet; deshalb steht auch das, was am Sabbat getan werden muß, um diese Aufgabe zu fördern, in Einklang mit dem Sabbatgebot. Diese Lehre betonte der Heiland noch dadurch, daß er sich „Herr des Sabbats“ nannte, der erhaben ist über alle Zweifel und auch über das Gesetz. Der ewige Richter sprach die Jünger Jesu von allem Tadel frei, indem er sich gerade auf jenes Gesetz berief, dessen Übertretung man sie bezichtigte.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 272

So wie es Gott und seinem Sohn eine Ehre ist,

  • für uns ein Opfer zu bringen, so sollte es auch den Menschen dieser Welt eine Ehre sein, für sie ein Opfer zu bringen.
  • uns zu dienen, so sollte es auch den Menschen dieser Welt eine Ehre sein, ihnen zu dienen.
  • für uns da zu sein, so sollte es auch den Menschen dieser Welt eine Ehre sein, für sie da zu sein.
  • für uns zu kämpfen, so sollte es auch den Menschen dieser Welt eine Ehre sein, für sie zu kämpfen.

So wie Gott und sein Sohn Jesus die Menschen dieser Welt als ihren wertvollen und kostbaren Schatz ansehen und deshalb teuer erkauft haben, so sollten auch Gott, dein himmlischer Vater und sein Sohn Jesus, dein großer himmlischer Bruder, dein Schatz, dir wertvoll sein und du sie, diesen wertvollen Schatz, erkaufen.

Es steht geschrieben:

… Nun gehet mannhaft ans Werk, und JHWH sei mit dem, der seine Pflicht tut. 2.Chronik 19:11

Denn wenn ich das Evangelium predige, so ist das kein Ruhm für mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! 1.Korinther 9:16

Wer da sagt, er bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. 1.Johannes 2:6

An die, die sich Gott nicht unterordnen!

„Jeder Mensch, der es ablehnt, sich Gott unterzuordnen, wird von einer anderen Macht beherrscht. Er gehört nicht sich selbst. Mag er auch von Freiheit reden, in Wirklichkeit lebt er doch in der erniedrigendsten Knechtschaft. Er darf den Glanz der Wahrheit nicht aufnehmen, denn der Teufel beherrscht seinen Geist. Während er sich einbildet, der eigenen Urteilskraft zu folgen, gehorcht er jedoch dem Willen des Fürsten der Finsternis.“
Ellen G. White, Der Messias (2010), S. 370-371

„Gott tritt dem Sünder nicht als Scharfrichter gegenüber, sondern er überläßt jene, die seine Gnade verwerfen, sich selbst, damit sie ernten, was sie gesät haben. Jeder verworfene Lichtstrahl, jede verschmähte oder unbeachtete Warnung, jede geduldete Leidenschaft, jede Übertretung des Gesetzes Gottes ist eine Saat, die ihre bestimmte Ernte hervorbringen wird.

Der Geist Gottes wird sich schließlich von dem Sünder, der sich ihm beharrlich widersetzt, zurückziehen, und dann bleibt dem Betreffenden weder die Kraft, die bösen Leidenschaften der Seele zu beherrschen, noch der Schutz, der ihn vor der Bosheit und Feindschaft Satans bewahrt.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 38

„Gottes Gerichte kommen dadurch über die Menschen, daß diese sich selbst außerhalb seines Schutzes stellen. Er warnt, ermahnt und tadelt, er weist sie auf den einzig sicheren Weg hin. Wenn diejenigen, um die er sich besonders bemüht hat, ihren eigenen Zielen folgen, unabhängig vom Geist Gottes, und sie trotz wiederholter Warnungen ihren eigenen Weg wählen, dann wird er seinen Engeln nicht befehlen, Satans entschlossene Angriffe abzuwenden.“
Ellen G. White, Christus kommt bald (1996), S. 194

„Gott vernichtet niemand. Der Sünder vernichtet sich selbst durch seine eigene Unbußfertigkeit. Wenn jemand einmal versäumt, die Einladungen, Ermahnungen und Warnungen des Geistes Gottes zu beachten, wird sein Gewissen verletzt, und wenn er das nächste Mal ermahnt wird, ist es ihm schwieriger zu gehorchen als zuvor.

So geschieht es bei jeder Wiederholung. Das Gewissen ist Gottes Stimme, die inmitten des Kampfes menschlicher Leidenschaften vernommen wird. Wird ihr widerstanden, ist Gottes Geist betrübt. Wir müssen alle gut verstehen, wie die Seele vernichtet wird. Gott gibt nicht den Befehl, daß der Mensch nicht gerettet werden soll. Er hüllt die Augen nicht in Finsternis, die undurchdringlich wäre.

Aber der Mensch widersteht zuerst den Eingebungen des Geistes Gottes, und nachdem er ihm einmal widerstanden hat, ist es weniger schwierig, dies ein zweites und drittes Mal zu tun, und noch leichter ist es beim vierten Mal. Dann kommt die Ernte, die vom Samen des Unglaubens und des Widerstandes eingeheimst werden muß.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 5 (2002), S. 128-129

Wehe denen, die Christi Namen angenommen haben und Satans Werk ausführen!

„Die Welt wird sich unter Satans Einfluß ganz sicher den Nachfolgern Christi widersetzen und ihren Glauben zu zerstören trachten. Wehe aber demjenigen, der Christi Namen angenommen hat und dennoch Satans Werk ausführt! Unserem Herrn wird von denen Schmach zugefügt, die ihm zu dienen behaupten, dabei aber sein Wesen entstellen, so daß Tausende getäuscht und auf den falschen Weg geführt werden.

Jede Gewohnheit oder Handlung, die zur Sünde führt und Christus zur Schande gereicht, sollten wir unbedingt ablegen, wie groß das Opfer auch sein mag. Was Gott entehrt, kann dem Menschen nicht zum Segen sein. Kein Mensch, der die ewigen Grundsätze des Rechts verletzt, kann Anteil an den Segnungen des Himmels haben. Schon eine einzige Lieblingssünde vermag den Charakter zu verderben und andere Menschen in die Irre zu leiten. Wenn man die Hand oder den Fuß abhacken oder das Auge ausreißen sollte, um den Leib vom Tode zu erretten, wieviel mehr sollte man da eine Sünde ablegen, deren Folge der Tod ist.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 431-432

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