Eine Trübsal wie noch nie!

Eine Trübsal wie noch nie!

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
1. Der Welt steht eine Trübsal, wie noch nie, bevor!
2. Die letzten sieben Plagen!
3. Das Todesurteil über die Heiligen!
4. Die Heiligen sollen sterben!
5. Schutz durch himmlische Boten/Engel in der Zeit der Trübsal.
6. Der Lohn der Ungerechten während der letzten sieben Plagen.
7. Die bevorstehende Trübsal erfordert einen Glauben, der Mühsal, Verzug und Hunger erduldet und nicht wankt!

Vorwort

Grüße dich, geliebter Mensch.
Gnade und Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus, dem Christus, sei mit dir und mit deinen Nächsten.

Dieser Welt steht eine Trübsal, wie noch nie zuvor, und zwar die letzten sieben Plagen bevor.

Es steht geschrieben:

Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche eingeschrieben findet. Daniel 12:1 

Denn alsdann wird eine große Trübsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Matthäus 24:21

Denn es wird in jenen Tagen eine Trübsal sein, dergleichen nicht gewesen ist von Anfang der Schöpfung, die Gott erschaffen hat, bis jetzt, und wie auch keine mehr sein wird. Markus 13:19 

Bist du darauf vorbereitet?

Möge unser liebender himmlischer Vater dir, deinen Nächsten und all ihren Nächsten seinen Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rats und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht JHWHs schenken (Jesaja 11:2), euch mit allem Nötigen zum ewigen Leben segnen, euch beschützen, durch seinen geliebten Sohn Jesus von euren Sünden und Ungerechtigkeiten befreien (1.Johannes 1:7, 1:9), von neuem gebären, damit ihr nicht mehr sündigt (1.Johannes 3:9), die Wiederkunft Jesu erlebt und in Vollkommenheit das Reich Gottes für die Ewigkeit betretet (Johannes 3:3).

Im Namen des edlen, wunderbaren und geliebten Fürsten Jesus, dem Christus.
Amen

Der Welt steht eine Trübsal, wie noch nie, bevor!

„Zu jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, der für dein Volk eintritt, sich aufmachen. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen.“ Daniel 12,1.

Wenn die Verkündigung der Botschaft des dritten Engels abgeschlossen ist, wird die Gnade nicht länger für die schuldigen Erdenbewohner eintreten. Das Volk Gottes hat seinen Auftrag erfüllt. Alle haben den Spätregen, „die Erquickung vom Angesicht des Herrn“, empfangen und sind auf die bevorstehende „Stunde der Versuchung“ vorbereitet. Engel eilen im Himmel hin und her. Ein Engel kommt gerade von der Erde zurück und gibt bekannt, daß sein Auftrag erfüllt sei. Die Welt ist vor die letzte Entscheidung gestellt worden, und alle, die sich den göttlichen Vorschriften gegenüber als treu erwiesen, haben das „Siegel des lebendigen Gottes“ empfangen. Dann hört Jesus mit seinem Vermittlungsdienst im himmlischen Heiligtum auf. Er hebt seine Hände und ruft mit lauter Stimme: „Es ist geschehen.“ …

Wenn er das Heiligtum verläßt, bedeckt Dunkelheit die Bewohner der Erde. In jener furchbaren Zeit müssen die Gerechten unter den Augen eines heiligen Gottes ohne Fürsprecher leben. Die Zügel, die den Bösen angelegt worden waren, sind nun beseitigt. Satan beherrscht die Menschen total, die sich endgültig gegen eine Umkehr und Reue gewehrt hatten. Gottes Langmut ist zu Ende. Die Welt hat seine Gnadenangebote verworfen, seine Liebe mißachtet und sein Gesetz mit Füßen getreten. Die Bösen haben die Grenze ihrer Gnadenfrist überschritten. Der Geist Gottes, dem man hartnäckig widerstand, ist nun zurückgezogen worden. Von der Gnade Gottes nicht beschützt, bewahrt sie nichts vor dem Bösen. Satan wird die Erdenbewohner dann in eine große, letzte Zeit der Trübsal stürzen. Sowie die Engel Gottes die heftigen Stürme menschlicher Leidenschaften nicht mehr in Schach halten, werden sämtliche Elemente des Streites losgelassen. Die ganze Welt wird in einen Untergang gerissen, der viel schlimmer ist, als einst die Zerstörung des alten Jerusalem. — The Great Controversy 613.614.

Nur die Menschen, die reine Hände und Herzen haben, werden in jener notvollen Zeit bestehen … Jetzt, wo die vier Engel die vier Winde noch halten, jetzt ist es Zeit, unsere Berufung und Erwählung festzumachen.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 203

Die letzten sieben Plagen!

„Und ich hörte eine große Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und gießt aus die sieben Schalen des Zornes Gottes auf die Erde!“ Offenbarung 16,1.

Wenn Christus seine Fürbitte im Heiligtum beendet, wird der pure Zorn ausgegossen, der vorher allen angedroht worden war, die das Tier und sein Bild anbeteten und sein Malzeichen annehmen. Offenbarung 14,9.10. Die Plagen über Ägypten bei der Befreiung Israels ähneln in der Art den viel schrecklicheren und weiterreichenden Gerichten, die kurz vor der endgültigen Befreiung des Gottesvolkes über die Welt hereinbrechen werden. In seiner Schilderung dieser fürchterlichen Plagen sagt der Schreiber der Offenbarung: „Es entstand ein böses und schlimmes Geschwür an den Menschen, die das Zeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten.“ Das Meer wurde „zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben“. Und auch die Wasserströme und die Wasserquellen „wurden zu Blut“. So schrecklich diese Plagen auch sind — Gottes Gerechtigkeit steht gerechtfertigt da. Der Engel Gottes erklärt: „Gerecht bist du, Heiliger, daß du dieses Urteil gesprochen hast, denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, sie sind‘s wert.“ Offenbarung 16,2-6. Indem sie das Volk Gottes zum Tode verurteilten, sind sie tatsächlich an deren Tod schuldig geworden, als hätten sie ihr Blut mit eigenen Händen vergossen …

In der darauffolgenden Plage wird der Sonne Macht gegeben, „die Menschen zu versengen mit Feuer. Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze“. Verse 8.9.

Diese Plagen sind nicht allgemein, sonst würden die Bewohner der Erde völlig ausgerottet werden. Doch werden es die furchtbarsten Geißeln sein, die Sterbliche je erfahren haben. Sämtliche Gerichte, die vor Abschluß der Gnadenzeit über die Menschen verhängt worden waren, waren noch mit Gnade vermengt gewesen. Das fürbittende Blut Christi hatte den Sünder davor beschirmt, für das ganze Ausmaß seiner Schuld bestraft zu werden. Doch im letzten Gericht wird der Zorn ausgegossen, ohne mit Gnade vermengt zu sein. — The Great Controversy 627-629.

Bald wird der Zorn Gottes wie ein Schlag aus heiterem Himmel hereinbrechen, und wenn er damit beginnt, die Übertreter zu strafen, wird es bis zum Ende keine Pause mehr geben. Der Sturm des göttlichen Zornes braut sich zusammen, und nur solche werden ihm standhalten, die durch die Wahrheit in der Liebe Gottes geheiligt sind. Sie werden mit Christus in Gott verborgen, bis die Zerstörung vorübergegangen ist.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 204-205

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Das Todesurteil über die Heiligen!

„Und es wurde ihm Macht gegeben, … daß alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden.“ Offenbarung 13,15.

Wenn Jesus das Allerheiligste verläßt, wird sein Einhalt gebietender Geist von Herrschern und Volk abgezogen. Nun sind sie der Herrschaft böser Engel ausgeliefert. Dann werden nach Satans Ratschlägen und Anweisungen derartige Gesetze verabschiedet, daß niemand gerettet würde, wenn die Zeit nicht sehr kurz wäre. — Testimonies for the Church I, 204.

Ich sah, daß die vier Engel die vier Winde solange halten würden, bis das Werk Jesu im Heiligtum beendet wäre. Dann würden die sieben letzten Plagen kommen. Diese Plagen erfüllten die Bösen mit Wut gegen die Gerechten. Sie meinten, wir hätten die Gerichte Gottes auf sie herab beschworen und daß, wenn sie die Erde von uns säubern könnten, dann auch die Plagen aufhören würden. Ein Dekret wurde erlassen, aufgrund dessen die Heiligen getötet werden sollten. Dies veranlaßte sie Tag und Nacht um Rettung zu schreien. Das war die Zeit der Angst in Jakob. — Early Writings 36.37.

Ich sah, wie sich die führenden Männer der Erde miteinander berieten. Satan und seine Engel waren tüchtig mit ihnen beschäftigt. Ich sah ein Schriftstück, dessen Kopien in verschiedene Landesteile verteilt wurden. Darin wurde angeordnet, daß nach einer bestimmten Frist jedermann die Freiheit hatte, die Heiligen umzubringen, wenn sie nicht ihren besonderen Glauben aufgäben, den Sabbat über Bord werfen und den ersten Wochentag halten würden. — Early Writings 282.283.

Obwohl ein allgemeines Dekret den Zeitpunkt bestimmt hat, an dem Menschen, die die Gebote halten, umgebracht werden sollen, werden ihre Feinde in einigen Fällen diesem Erlaß zuvorkommen wollen. Sie werden versuchen, ihnen schon vor diesem Zeitpunkt das Leben zu nehmen. Doch kann keiner an den mächtigen Schutzengeln vorbei, die jede treue Seele bewachen. Einige werden auf der Flucht aus den Städten und Dörfern angegriffen, doch die gegen sie erhobenen Schwerter zerbrechen und fallen kraftlos zu Boden wie Strohhalme. Andere werden von Engeln verteidigt, die die Gestalt von Soldaten angenommen haben. — The Great Controversy 631.

Könnten Menschen sehen, wie der Himmel sieht, dann würden sie Gruppen von außerordentlich starken Engeln wahrnehmen, die sich bei all denen aufhalten, die „das Wort von der Geduld Christi“ bewahrt haben. Verständnisvoll und einfühlsam haben die Engel ihre Not mit angesehen und ihre Gebete gehört. Sie warten nur auf das Wort ihres Anführers, um sie aus der gefährlichen Lage herauszureißen. Doch müssen sie noch ein bißchen warten. Das Volk Gottes muß den Kelch trinken, (den Jesus trank) und mit der Taufe getauft werden (mit der Jesus getauft wurde). Markus 10,39.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 205-206

Die Heiligen sollen sterben!

„Und die Schreiben wurden gesandt durch die Läufer in alle Länder des Königs, man solle vertilgen, töten und umbringen alle Juden, jung und alt, Kinder und Frauen, auf einen Tag.“ Esther 3,13.

Der Erlaß, der schließlich gegen die Übrigen von Gottes Volk verabschiedet wird, ist dem Erlaß des Ahasveros gegen die Juden sehr ähnlich. — Prophets and Kings 605.

Sobald der Schutz menschlicher Gesetze von denen zurückgezogen wird, die Gottes Gesetz ehren, werden in verschiedenen Ländern gleichzeitig Schritte zu ihrer Vernichtung unternommen werden. Sowie der Zeitpunkt näherkommt, der im Erlaß genannt ist, werden sich die Leute gemeinsam beraten, wie sie die verhaßte Sekte am besten ausrotten könnten. Man beschließt, in einer Nacht den entscheidenden Schlag zu führen, der die Gegenstimmen und den Tadel völlig zum Schweigen bringen soll. — The Great Controversy 635.

Das Dekret wird erlassen, daß alle den Sabbat des vierten Gebotes mißachten und den ersten Tag ehren oder sonst ums Leben kommen müssen. Doch sie werden nicht nachgeben. Sie werden den Sabbat des Herrn nicht mit Füßen treten und statt dessen eine Einrichtung des Papsttums ehren. Satans Heere und böse Menschen werden sie umzingeln und schon über sie frohlocken, weil es für sie keinen Ausweg mehr zu geben scheint. — Testimonies for the Church I, 353.354.

Wenn diese Zeit der Trübsal kommt, ist bereits jeder Fall entschieden. Es gibt keine Bewährungszeit mehr, keine Gnade mehr für die Unbußfertigen. Das Siegel des lebendigen Gottes zeichnet sein Volk. Dieser kleine Überrest, wählt Gott zu seiner Schutzwehr. Denn er ist nicht in der Lage, sich in diesem tödlichen Kampf mit den Mächten der Erde, die vom Heer des Drachens angeführt werden, zu verteidigen. Von den höchsten Stellen irdischer Autorität wurde das Dekret erlassen, daß sie das Tier anbeten und sein Malzeichen annehmen sollen, wenn sie nicht Verfolgung und den Tod erleiden wollen. — Testimonies for the Church V, 213.

Ich sah die Heiligen unter großer Seelenangst leiden. Es sah so aus, als wären sie von den bösen Erdenbürgern umzingelt. Alles schien gegen sie zu sein. Einige bekamen Angst: Hatte Gott sie am Ende verlassen, damit sie durch die Hand der Bösen ums Leben kämen? …

Es war eine Stunde furchtbarer, schrecklicher Qual für die Heiligen. Tag und Nacht schrien sie zu Gott um Rettung. Allem Anschein nach gab es keine Fluchtmöglichkeit. Die Bösen hatten ihr Siegeslied schon angestimmt und schrien: „Warum rettet denn euer Gott euch nicht aus unseren Händen? Warum befreit er euch nicht? Warum steigt ihr nicht zu ihm empor und rettet euer Leben?“ Aber die Heiligen hörten nicht auf sie.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S.206 

Schutz durch himmlische Boten/Engel in der Zeit der Trübsal.

„Geh hin, mein Volk, in deine Kammer, und schließ die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe.“ Jesaja 26,20.

Am Tag schwerer Prüfung wird Christus sagen: „Geh hin, mein Volk, in deine Kammer, und schließ die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe.“ Was sind das für Kammern, in denen sie sich verstecken sollen? Es ist der Schutz Christi und der heiligen Engel. Das Volk Gottes befindet sich ja zu diesem Zeitpunkt nicht an einem Ort. Sie sind in verschiedenen Gruppen auf allen Erdteilen verstreut. — Historical Sketches 158.

Ich sah, wie die Heiligen die Städte und Dörfer verließen, sich in Gruppen zusammenschlossen und an den einsamsten Orten wohnten. Engel versorgten sie mit Nahrungsmitteln und mit Wasser, während die Ungerechten an Hunger und Durst litten. — Early Writings 282.

Während der Nacht zog eine höchst eindrucksvolle Szene an mir vorüber. Es schien ein großes Chaos zu geben, und Kriegsheere stießen aufeinander. Ein Bote des Herrn stand vor mir und sagte: „Rufe deine Familie zusammen. Ich werde euch führen, folgt mir.“ Er führte mich durch einen dunklen Gang, durch einen Wald und schließlich durch eine Bergschlucht und sagte dann: „Hier seid ihr in Sicherheit.“ Auch andere waren in dieses Versteck geführt worden. Der himmlische Bote sagte: „Die Zeit der Trübsal ist wie ein Dieb in der Nacht gekommen, so, wie der Herr euch davor gewarnt hat.“ —Manuskript 153, 1905.

In der Zeit der Trübsal kurz vor der Wiederkunft Christi werden die Gerechten durch den Einsatz himmlischer Engel bewahrt werden. Doch die Übertreter des göttlichen Gesetzes werden nicht beschützt werden. Zu jener Zeit können Engel niemanden bewahren, der eine der göttlichen Vorschriften mißachtet. — Prophets and Kings 513.

In der Abschlußphase der Weltgeschichte wird der Herr mächtig für alle wirken, die standhaft für das Recht einstehen … Inmitten der Zeit der Trübsal — eine Trübsal, wie es sie nicht gegeben hat seit es Menschen gibt — werden seine Auserwählten festbleiben. Satan mit all seinen Heeren des Bösen kann nicht einmal den Schwächsten unter Gottes Heiligen vernichten. Außerordentlich starke Engel werden sie schützen, und … [JHWH] wird sich um ihretwillen als „Gott aller Götter“ offenbaren, der sehr wohl in der Lage ist, jene für immer zu retten, die ihr Vertrauen auf ihn setzen.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 206-207

Der Lohn der Ungerechten während der letzten sieben Plagen.

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der Herr, daß ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger, nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des Herrn, es zu hören; daß sie hin und her von einem Meer zum andern, von Norden nach Osten laufen und des Herrn Wort suchen und doch nicht finden werden.“ Amos 8,11.12.

Als die freundliche Stimme der Gnade erstarb, ergriffen Furcht und Schrecken die Ungerechten. Furchtbar deutlich hörten sie die Worte: „Zu spät! Zu spät!“ — Early Writings 281.

Christus empfand (am Kreuz) ähnlich, wie Sünder empfinden, wenn die Zornschalen Gottes über sie ausgegossen werden. Dunkle Verzweiflung wird sich wie ein Sargtuch um ihre schuldigen Seelen legen; denn erst jetzt wird ihnen die Sünde in ihrer Sündhaftigkeit voll bewußt. — The Signs of the Times, 15. Februar 1883.

Die früher das Wort Gottes nicht geschätzt hatten, eilten jetzt hin und her, wanderten von einem Meer zum anderen, liefen von Norden nach Osten und suchten das Wort des Herrn. Der Engel sagte: „Sie werden es nicht finden. Es ist eine Hungersnot im Land, nicht ein Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern ein Verlangen, das Wort des Herrn zu hören. Was würden sie darum geben, jetzt ein einziges Wort der Gunst Gottes zu vernehmen!“

Viele Ungerechte wurden furchtbar wütend, als sie unter den Auswirkungen der Plagen leiden mußten. Es war eine Szene schrecklicher Seelenqual. Da machten Eltern ihren Kindern bittere Vorwürfe, Kinder den Eltern, Brüder den Schwestern und Schwestern ihren Brüdern … Die Leute wandten sich haßerfüllt an ihre Geistlichen und warfen ihnen vor: „Ihr habt uns nicht gewarnt. Ihr habt uns erzählt, die ganze Welt würde sich bekehren, und habt ‚Friede, Friede!‘ gerufen, um alle aufkommenden Ängste zu zerstreuen. Ihr habt uns von dieser Stunde nichts gesagt. Menschen, die uns davor gewarnt haben, nanntet ihr Fanatiker und böse Leute, die uns nur ruinieren wollten.“ Ich sah, daß die Geistlichen dem Zorn Gottes nicht entkamen. Ihr Leiden war zehnmal schlimmer als das ihrer Leute. — Early Writings 281.282.

Wie beneidenswert wird in der Zeit, in der Gottes Gerichte gnadenlos hereinbrechen, den Ungerechten die Lage derer erscheinen, die „unter dem Schirm des Höchsten“ sitzen, in der Hütte, in der der Herr alle versteckt, die ihn geliebt und seinen Geboten gehorcht haben.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 207-208

Die bevorstehende Trübsal erfordert einen Glauben, der Mühsal, Verzug und Hunger erduldet und nicht wankt!

„Die uns bevorstehende Zeit der Trübsal und Angst wird einen Glauben erfordern, der Mühsal, Verzug und Hunger erdulden kann, einen Glauben, der nicht wankt, wenn er auch schwer geprüft wird. Die Gnadenzeit wird allen gewährt, um sich auf jene Tage vorzubereiten. Jakob siegte, weil er ausdauernd und entschlossen war. Sein Sieg ist ein Beweis von der Kraft anhaltenden Gebets. Alle, die sich wie er auf die Verheißungen Gottes stützen und ebenso ernst und standhaft sind, wie er es war, werden gleich ihm Erfolg haben. Wer aber nicht willens ist, sich selbst zu verleugnen, vor Gott Reue zu zeigen und lange und ernstlich zu beten, wird seinen Segen nicht erlangen. Mit Gott ringen — wie wenige wissen, was das ist! Wie wenige Seelen haben mit heftigem Verlangen vor Gott ausgeharrt, bis jede Kraft aufs äußerste angespannt war! Wie wenige halten sich in unerschütterlichem Glauben an die Verheißungen Gottes, wenn die Wogen der Verzweiflung, die keine Sprache beschreiben kann, über den Bittenden hereinbrechen!

Die jetzt nur wenig Glauben üben, sind in der größten Gefahr, der Macht satanischer Täuschungen und dem Gewissenszwang zu unterliegen. Und selbst wenn sie die Prüfung überstehen, werden sie in der trübseligen Zeit in tieferen Jammer und größere Angst geraten, weil sie es nie gewohnt waren, auf Gott zu vertrauen. Die Lehren des Glaubens, die sie vernachlässigt haben, werden sie unter einem schrecklichen Druck der Entmutigung lernen müssen.

Wir sollten uns nun mit dem Wesen Gottes vertraut machen, indem wir seine Verheißungen erproben. Engel berichten jedes Gebet, das ernst und aufrichtig ist. Wir sollten eher die selbstsüchtigen Befriedigungen aufgeben, als die Gemeinschaft mit Gott vernachlässigen. Die tiefste Armut, die größte Selbstverleugnung mit Gott sind besser als Reichtümer, Ehrungen, Bequemlichkeit und Freundschaft ohne ihn. Wir müssen uns Zeit nehmen zum Gebet. Lassen wir unsere Gemüter von weltlichen Angelegenheiten in Anspruch nehmen, so gibt Gott uns vielleicht dazu die Zeit, indem er uns unsere Götzen, die in Reichtum, in Häusern oder fruchtbaren Ländereien bestehen, wegnimmt.

Die Jugend würde nicht zur Sünde verführt werden, wenn sie sich weigerte, irgendeinen Pfad zu betreten, auf dem sie nicht Gottes Segen erbitten kann. Würden die Boten, die der Welt die letzte ernste Warnung zutragen, um den Segen Gottes bitten — nicht in einer kalten, gleichgültigen, nachlässigen Weise, sondern inbrünstig und im Glauben wie einst Jakob — so hätten sie oft Gelegenheit zu sagen: „Ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen“ 1.Mose 32,31. Sie würden vom Himmel als Fürsten angesehen werden, da sie Macht haben, über Gott und Menschen den Sieg davonzutragen.

Eine trübselige Zeit, wie nie zuvor gewesen ist, wird bald über uns hereinbrechen. Wir werden dann einer Erfahrung bedürfen, die wir jetzt nicht besitzen und die zu erstreben viele zu träge sind. Es geschieht oft, daß die Trübsal in der Vorstellung viel größer erscheint als sie in Wirklichkeit ist; dies ist aber nicht der Fall bei den uns bevorstehenden entscheidenden Prüfungen. Die lebhafteste Vorstellung kann die Größe der Feuerprobe nicht ermessen. In jener Zeit der Prüfung muß jeder für sich selbst vor Gott stehen. Wenngleich Noah, Daniel und Hiob im Lande wären, „so wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, würden sie weder Söhne noch Töchter, sondern allein ihre eigene Seele durch ihre Gerechtigkeit erretten.“ Hesekiel 14,20.

Während unser großer Hoherpriester jetzt die Versöhnung für uns vollbringt, sollten wir versuchen in Christus vollkommen zu werden. Nicht mit einem Gedanken gab unser Heiland der Macht der Versuchung nach. Satan findet in menschlichen Herzen diesen oder jenen Makel, den er sich zunutze macht; manche sündhafte Neigung wird gepflegt, durch die seine Versuchungen ihre Macht behaupten. Christus aber erklärte von sich: „Es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir.“ Johannes 14,30. Satan vermochte nichts im Herzen des Sohnes Gottes zu finden, das ihm hätte helfen können, den Sieg davonzutragen. Christus hatte seines Vaters Gebote gehalten, und es war keine Sünde in ihm, deren sich Satan zu seinem Vorteil hätte bedienen können. Dies ist der Zustand, der jenen eigen sein muß, die in der trübseligen Zeit bestehen sollen.

Schon in diesem Leben müssen wir uns durch den Glauben an das versöhnende Blut Christi von der Sünde trennen. Unser mächtiger Heiland lädt uns ein, uns ihm anzuschließen, unsere Schwäche mit seiner Kraft, unsere Unwissenheit mit seiner Weisheit, unsere Unwürdigkeit mit seinem Verdienst zu verbinden. Gottes Vorsehung ist die Schule, in der wir die Sanftmut und Demut Jesu lernen sollen. Der Herr stellt uns stets das wahre Lebensziel vor Augen, nicht aber den Weg, den wir wählen möchten, der uns leichter und angenehmer erscheint. Es bleibt uns anheimgestellt, vereint mit den Kräften zu wirken, die der Himmel einsetzt, um unsere Charaktere nach dem göttlichen Vorbild zu gestalten. Niemand kann diese Aufgabe vernachlässigen oder aufschieben, ohne seine Seele in furchtbarer Weise zu gefährden.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 614-616

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