Beitrag zuletzt aktualisiert am 01.05.2022
Tieropfer und ihre Bedeutung!

Tieropfer und ihre Bedeutung!

Schattenhaftes Abbild der himmlischen Dinge!

Grüße dich geliebter Mensch.
Friede sei mit dir und mit deinen Nächsten.

Warum führte unser himmlischer Vater im alten Bund die Tieropfer ein? Was wollte unser himmlischer Vater uns damit lehren? Welcher Sinn verbirgt sich hinter den Tieropfern? Weisen sie auf etwas hin?

Lesen wir, was unser geliebter himmlischer Vater seiner geliebten Prophetin, Ellen G. White, dazu gab:

„Nicht allein das Heiligtum, sondern auch die Verrichtungen der Priester sollten „dem schattenhaften Abbild der himmlischen Dinge“ dienen. Hebräer 8,5 (Bruns). Alles hatte seine Bedeutung, deshalb gab auch der Herr durch Mose sehr genaue und eingehende Anweisungen über jede Einzelheit dieses sinnbildlichen Dienstes. Der Gottesdienst am Heiligtum setzte sich aus zwei Teilen zusammen, einem täglichen und einem jährlichen Dienst.

Der tägliche Dienst wurde am Brandopferaltar im Vorhof der Stiftshütte und im Heiligen vollzogen, während der jährliche Dienst im Allerheiligsten geschah. Keinem Sterblichen, außer dem Hohenpriester, war es erlaubt, die innere Abteilung des Heiligtums zu sehen. Nur einmal im Jahr durfte der Hohepriester diesen Raum betreten, und auch das nur nach sorgfältiger, ernster Vorbereitung. Zitternd trat er hinein vor Gott, während das Volk in ehrfurchtsvollem Schweigen auf seine Rückkehr wartete und das Herz in ernstem Gebet um himmlischen Segen zu Gott erhob.

Vor dem Gnadenstuhl vollbrachte der Hohepriester die Versöhnung für Israel. Verhüllt in einer Wolke der Herrlichkeit, begegnete ihm Gott. Hielt sich der Hohepriester länger als gewöhnlich im Allerheiligsten auf, so befürchtete das Volk, daß er wegen ihrer oder seiner eigenen Sünden durch die Herrlichkeit des Herrn umgekommen sei. Der tägliche Dienst bestand in dem Morgen- und Abendbrandopfer, dem Darbringen des Weihrauchs auf dem goldenen Altar und der besonderen Opfer für die Sünden einzelner.

Daneben gab es auch Opfer an den Sabbaten, Neumonden und anderen Festen. Jeden Morgen und jeden Abend wurde ein einjähriges Lamm als Ganzopfer auf dem Altar verbrannt, verbunden mit den dazugehörigen Speisopfern. Das sollte die tägliche Hingabe des Volkes an den Herrn und seine beständige Abhängigkeit von dem versöhnenden Blut Christi sinnbildlich darstellen. Ausdrücklich hatte Gott befohlen, daß jedes zum Dienst am Heiligtum dargebrachte Opfer ohne Fehler (2.Mose 12,5) sein sollte.

Die Priester hatten alle Opfertiere zu prüfen und mußten jedes zurückweisen, an dem ein Gebrechen entdeckt wurde. Nur ein fehlerloses Opfer konnte ein Sinnbild für die vollkommene Reinheit dessen sein, der sich selbst als ein „unschuldiges und unbeflecktes Lamm“ (1.Petrus 1,19) darbringen würde. Auf dieses Opfer deutete Paulus hin, um zu zeigen, was von den Nachfolgern Christi erwartet wird. Er sagte: „Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber gebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei.

Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ Römer 12,1. Wir sollen uns Gott zum Dienst weihen und darauf bedacht sein, daß unser Opfer möglichst vollkommen ist. Gott wird kein Gefallen an etwas Minderwertigem haben, sondern nur am Besten. Wer ihn von ganzem Herzen liebt, wird ihm die besten Kräfte seines Lebens weihen und in all seinem Tun mit dem Willen Gottes übereinstimmen. Wenn der Priester das Räuchwerk darbrachte, kam er in die unmittelbare Gegenwart Gottes, mehr als bei irgendeiner anderen Verrichtung des täglichen Dienstes.

Da der innere Vorhang des Heiligtums nicht ganz bis zur Decke der Stiftshütte reichte, konnte die Herrlichkeit Gottes, die sich über dem Gnadenstuhl offenbarte, zum Teil vom ersten Raum aus wahrgenommen werden. Brachte der Priester das Räuchwerk vor dem Herrn dar, so schaute er in Richtung auf die Bundeslade. Stieg dann der Duft des Weihrauchs empor, so ließ sich die göttliche Herrlichkeit auf den Gnadenstuhl herab und erfüllte das Allerheiligste. Mitunter geschah es dabei, daß Gottes Gegenwart beide Abteilungen erfüllte, so daß der Priester bis zum Ausgang der Stiftshütte zurückweichen mußte.

Wie der Priester im bildhaften Dienst im Glauben auf den Gnadenstuhl blickte, den er nicht sehen konnte, sollen sich Kinder Gottes heute mit ihren Gebeten an Christus, ihren großen Hohenpriester, wenden, der — für menschliche Augen nicht wahrnehmbar — im himmlischen Heiligtum für sie eintritt. Der Weihrauchduft, der mit den Gebeten der Israeliten aufstieg, stellt die Verdienste und die vermittelnde Fürsprache Christi, seine vollkommene Gerechtigkeit dar, die durch den Glauben seinem Volke zugerechnet wird.

Allein die Gerechtigkeit Christi kann die Anbetung der Sünder vor Gott angenehm machen. Vor dem Vorhang des Allerheiligsten stand der Altar ununterbrochener Fürbitte; vor dem Heiligen der Altar beständiger Versöhnung. Durch Blut und Weihrauch, den Sinnbildern, die auf den großen Mittler hindeuten, konnte sich der Mensch Gott nahen. So können auch Sünder allein durch Christus zu Gott kommen. Durch ihn wird der bußfertigen, gläubigen Seele Gnade und Erlösung gewährt.

Wenn die Priester am Abend und Morgen das Heiligtum zur Darbringung des Räuchwerks betraten, war auch das tägliche Opfer vorbereitet, um auf dem Altar im Vorhof dargebracht zu werden. Das waren Augenblicke tiefer innerer Anteilnahme für alle, die sich zur Anbetung vor der Stiftshütte versammelt hatten. Ehe sie durch den priesterlichen Dienst in die Gegenwart Gottes treten konnten, mußte jeder in ernster Selbstprüfung des Herzens seine Sünden bekennen. Sie vereinigten sich im stillen Gebet, das Angesicht zum Heiligtum gewandt.

So stiegen ihre Gebete mit der Wolke des Räuchwerks auf, während der Glaube die Verdienste des verheißenen Erlösers annahm, die im Sühnopfer sinnbildlich dargestellt waren. Die zum Morgen- und Abendopfer bestimmten Stunden wurden als heilig erachtet und nach und nach vom ganzen jüdischen Volk als Zeit der Anbetung angenommen. Als später die Juden in Gefangenschaft geführt wurden, richteten sie auch im fernen Land immer noch zur bestimmten Stunde ihr Angesicht nach Jerusalem und legten Gott ihre Bitten im Gebet vor.

In diesem Brauch sahen die Christen ein Beispiel für Morgen- und Abendandacht. Bloße Formen ohne den Geist des Lebens lehnt Gott ab, aber mit großem Wohlgefallen blickt er auf alle, die ihn lieben und sich morgens und abends vor ihm neigen, Vergebung für begangene Sünden suchen und seinen Segen erbitten. Die Schaubrote lagen stets vor dem Herrn als ein beständiges Opfer. Sie bildeten einen Teil des täglichen Opfers und wurden daher Schaubrote oder „Brote der Gegenwart“ genannt. 2.Mose 25,30.

Damit brachte der Mensch seine Abhängigkeit von Gott hinsichtlich seiner körperlichen und geistlichen Bedürfnisse zum Ausdruck, die nur Christus stillen kann. Einst hatte Gott sein Volk in der Wüste mit Himmelsbrot gespeist, aber noch immer ist es abhängig von seiner Fülle, was zeitliche Nahrung wie auch geistliche Segnungen betrifft. Das Manna und die Schaubrote deuteten hin auf Christus, das lebendige Brot. Jesus sagte von sich selbst: „Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen.“ Johannes 6,51.

Auf die Brote wurde Weihrauch gestreut. Nahm der Priester am Sabbat die Brote vom Tisch und ersetzte sie durch neue, so mußte er Weihrauch auf dem Altar verbrennen zum Gedächtnis vor Gott. Der priesterliche Dienst für den einzelnen nahm im täglichen Gottesdienst eine besondere Stelle ein. Der reumütige Sünder brachte sein Opfer vor die Tür der Stiftshütte, legte seine Hand auf den Kopf des Opfertieres und bekannte seine Sünden. So wurde seine Schuld gleichsam auf das unschuldige Opfer übertragen.

Dann mußte er das Tier mit eigener Hand schlachten. Etwas von dem Blut nahm der Priester, brachte es in das Heiligtum und sprengte es vor den Vorhang, hinter dem die Bundeslade mit den Geboten Gottes stand, die der Sünder übertreten hatte. Mit dieser Handlung wurde die Sünde durch das Blut sinnbildlich auf das Heiligtum übertragen.

In gewissen Fällen wurde das Blut nicht in das Heilige gebracht; das Fleisch des Tieres mußte dann jedoch vom Priester gegessen werden, wie es Mose den Söhnen Aarons geboten hatte, als er sagte: „Der HERR hat es euch gegeben daß ihr die Schuld der Gemeinde wegnehmen und sie vor ihm entsühnen sollt.“ 3.Mose 10,17. Siehe auch 3.Mose 4,1-21; 3.Mose 6,19; 3.Mose 4,22-35. Beide Handlungen versinnbildeten die Übertragung der Sünde vom bußfertigen Sünder auf das Heiligtum.

In dieser Weise geschah der Dienst Tag für Tag das ganze Jahr hindurch. So wurden die Sünden Israels auf das Heiligtum übertragen, das dadurch verunreinigt wurde. Es war deshalb ein besonderes Werk erforderlich, um die Sünden vom Heiligtum zu tilgen. Darum befahl Gott, daß eine Entsühnung für jede der beiden Abteilungen des Heiligtums wie auch für den Altar geschehen sollte, um ihn zu „reinigen und zu heiligen von den Verunreinigungen der Kinder Israel“. 3.Mose 16,19.“
Ellen G. White, Wir haben einen Fürsprecher (1981), S. 36-40

Jesus, das Lammes Gottes – das Wesen der Schatten, der Tieropfer!

Auf der Grundlage von Lukas 2,21-38.

„Etwa vierzig Tage nach der Geburt Christi brachten Joseph und Maria das Kind nach Jerusalem, um es dem Herrn zu weihen und ein Opfer zu bringen. Dies entsprach dem jüdischen Gesetz, und als Stellvertreter der Menschen mußte Christus in jeder Hinsicht dem Gesetz nachkommen. So wurde durch seine Beschneidung das Gesetz erfüllt. Als Opfergabe der Mutter verlangte das Gesetz ein einjähriges Lamm zum Brandopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Sündopfer.

Für den Fall aber, daß die Eltern zu arm waren, ein Lamm zu bringen, erlaubte das Gesetz, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben, die eine als Brandopfer, die andere als Sündopfer, anzunehmen. Die dem Herrn dargebrachten Opfer mußten ohne Fehl sein. Sie versinnbildeten Christus. Daran erkennen wir, daß Jesus frei war von körperlichen Gebrechen. So entsprach er auch der Ankündigung eines „unschuldigen und unbefleckten Lammes“. 1.Petrus 1,19.

Sein makelloser Körper war stark und gesund. Sein ganzes Leben hindurch lebte er in völliger Übereinstimmung mit den Naturgesetzen. Geistig und körperlich gab er ein Beispiel dafür, was alle Menschen nach dem Willen Gottes sein könnten, wenn sie seinen Geboten gehorchen. Die Sitte, den Erstgeborenen im Tempel darzustellen, stammte aus uralter Zeit. Gott hatte verheißen, den Erstgeborenen des Himmels für die Rettung der Sünder dahinzugeben. Diese Gabe sollte von jeder Familie durch das Darbringen des Erstgeborenen anerkannt werden.

Dieser sollte gleichsam als Vertreter Christi unter den Menschen dem Priestertum geweiht werden. Bei der Befreiung Israels aus Ägypten wurde die Darstellung des Erstgeborenen aufs neue geboten. Während die Kinder Israel sich in der Knechtschaft der Ägypter befanden, empfing Mose vom Herrn den Befehl, zum Pharao Ägyptens zu gehen und zu ihm zu sagen: „Israel ist mein erstgeborener Sohn; und ich gebiete dir, daß du meinen Sohn ziehen läßt, daß er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.“ 2.Mose 4,22.23.

Mose entledigte sich seiner Botschaft, erhielt jedoch von dem stolzen König die Antwort: „Wer ist der Herr, daß ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse: Ich weiß nichts von dem Herrn, will auch Israel nicht ziehen lassen.“ 2.Mose 5,2. Daraufhin trat der Herr mit Zeichen und Wundern für sein Volk ein, indem er schreckliche Gerichte über Pharao verhängte. Schließlich wurde dem Würgeengel befohlen, alle Erstgeburt der Ägypter — Menschen und Tiere — umzubringen.

Damit die Israeliten dabei verschont blieben, sollten sie ihre Türpfosten mit dem Blut eines geschlachteten Lammes bestreichen. Wo immer die Häuser der Israeliten derart gezeichnet wären, würde der Engel bei der Ausführung seines Auftrages daran vorübergehen. Nachdem der Herr dieses Gericht über Ägypten gebracht hatte, sagte er zu Mose: „Heilige mir alle Erstgeburt … alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei Mensch und Vieh, das ist mein.“ 2.Mose 13,2.

Und weiter: „An dem Tage, da ich alle Erstgeburt schlug in Ägyptenland, da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, daß sie mir gehören sollen.“ 4.Mose 3,13 Als aber der Dienst in der Stiftshütte eingesetzt wurde, erwählte sich Gott den Stamm Levi, damit dieser an Stelle der Erstgeborenen Israels den Dienst im Heiligtum versähe. Dennoch sollte der Erstgeborene weiterhin als des Herrn Eigentum gelten und deshalb durch ein Lösegeld zurückgekauft werden.

So hatte das Gesetz der Darstellung des Erstgeborenen eine besondere Bedeutung gewonnen. Während diese einerseits einen Gedächtnisbrauch an die wunderbare Befreiung der Kinder Israel durch den Herrn bedeutete, wies sie anderseits auf die noch wichtigere Erlösung durch den eingeborenen Sohn Gottes hin. Wie das an die Türpfosten gesprengte Blut der Opfertiere die Erstgeborenen Israels vor dem leiblichen Tode bewahrte, so hat das Blut Christi Macht, die Welt vom ewigen Verderben zu erretten.

Welche Bedeutung kam demnach der Darstellung Christi zu! Doch der Blick des Priesters vermochte den Schleier nicht zu durchdringen; ihm blieb das dahinterliegende Geheimnis verborgen. Die Darstellung der Säuglinge im Tempel war für ihn ein ganz gewöhnlicher Vorgang. Tag für Tag nahm er, wenn man die Kinder dem Herrn weihte, das Lösegeld entgegen und waltete gewohnheitsmäßig seines Amtes, ohne dabei besonders auf Eltern oder Kinder zu achten, es sei denn, äußere Anzeichen ließen auf Wohlstand oder eine hohe Stellung der Eltern schließen.

Maria und Joseph aber waren arm; und als sie mit ihrem Kind kamen, sah der Priester nur ein in einfachste Gewänder gekleidetes Elternpaar aus Galiläa. Nichts an ihrer äußeren Erscheinung erweckte besondere Aufmerksamkeit, zudem brachten sie auch nur die Opfergabe der Armen zum Tempel. So versah der Priester lediglich die Förmlichkeiten, die ihm sein Amt vorschrieb. Er nahm das Kind auf seine Arme und hielt es vor dem Altar empor; dann gab er es seiner Mutter zurück und trug den Namen „Jesus“ in die Liste der Erstgeborenen ein.

Er ahnte nicht, daß das Kindlein, das er eben noch auf seinen Armen gehalten hatte, der Herr des Himmels, der König der Herrlichkeit war. Noch weniger kam ihm der Gedanke, daß dieses Kind es war, von dem Mose geschrieben hatte: „Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleichwie mich; den sollt ihr hören in allem, was er euch sagen wird.“ Apostelgeschichte 3,22. Er ahnte auch nicht, daß dieses Knäblein es war, dessen Herrlichkeit schon Mose zu sehen begehrt hatte.

Ein Größerer als Mose lag in seinen Armen, und als er den Namen des Kindes in die Liste eintrug, da schrieb er den Namen des Einen nieder, auf dem die ganze jüdische Heilsgeschichte ruhte. Mit seinem Erscheinen verlor der Opfer- und Gabendienst seine Geltung, fand das Vorbild seine Erfüllung — wich der Schatten dem Wesen.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 36-38

„Das Wort Gottes umfasst die Schriften des Alten wie des Neuen Testaments. Das eine ist ohne das andere unvollständig. Christus wies darauf hin, dass die Wahrheiten des Alten Bundes ebenso wertvoll sind wie die des Neuen. Er war bei der Erschaffung dieser Welt nicht weniger der Erlöser der Menschen als heute. Lange bevor der Sohn Gottes als Mensch in die Welt kam, predigten bereits Adam, Seth, Henoch, Methusalah und Noah die Frohe Botschaft.

Abraham verbreitete das Evangelium in Kanaan, Lot in Sodom, und so gab es in jeder Generation treue Boten, die das Kommen des Erlösers verkündigten. Christus selbst hatte die religiösen Zeremonien der Juden eingesetzt. Er war der Begründer ihres Opferkultes, und in ihm erfüllte sich der gesamte Gottesdienst. Das Blutvergießen beim Opfern sollte auf den Tod des Gotteslammes hinweisen. Alle Opfer waren symbolische Darstellungen, die sich in Christus erfüllten.

Christus, der den Patriarchen verkündigt, im Opferdienst symbolisiert, im Gesetz abgebildet und durch die Propheten vorhergesagt wurde, ist der „Schatz“ des Alten Testaments. Sein Leben, sein Tod, seine Auferstehung und sein Wirken durch den Heiligen Geist machen ihn aber auch zum „Schatz“ des Neuen Testaments. Unser Heiland, die Widerspiegelung der Herrlichkeit des Vaters, ist beides zugleich: das Alte und das Neue.“
Ellen G. White, Bilder vom Reiche Gottes (2000), S. 89-90

Jesu Opfer beendete alle Opferzeremonien und Schatten!

Der alte Bund setzte all die Zeremonien und Opfergaben als Sinnbild für das zukünftige Opfer ein, die das wahre und vollkommene Lamm Gottes durch sein Opfer im neuen Bund aufhob (Dan 9:27, 12:11).

Es steht geschrieben:

Als aber Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zu leiblicher Reinigkeit, wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Darum ist er auch Mittler eines neuen Bundes, damit (nach Verbüßung des Todes zur Erlösung von den unter dem ersten Bunde begangenen Übertretungen) die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfingen. Hebräer 9:11-15

Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen; auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Hebräer 9:24-26

Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Güter hat, nicht das Ebenbild der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, welche man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals vollkommen machen! Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten? Statt dessen erfolgt durch dieselben nur alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Denn unmöglich kann Blut von Ochsen und Böcken Sünden wegnehmen! Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: «Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir zubereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme (in der Buchrolle steht von mir geschrieben), daß ich tue, o Gott, deinen Willen.» Indem er oben sagt: «Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht» (die nach dem Gesetz dargebracht werden) und dann fortfährt: «Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen», hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen. In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des Leibes Jesu Christi ein für allemal. Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt öfters dieselben Opfer dar, welche doch niemals Sünden wegnehmen können; dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt und wartet hinfort, bis alle seine Feinde als Schemel seiner Füße hingelegt werden; denn mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt werden, für immer vollendet. Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist; denn, nachdem gesagt worden ist: «Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen», spricht der Herr: «Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr gedenken.» Wo aber Vergebung für diese ist, da ist kein Opfer mehr für Sünde. Hebräer 10:1-18

Deshalb sagt die heilige Schrift auch, dass Jeschua das Wesen all dieser Schatten ist.

Es steht geschrieben:

Kolosser 2:17 welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten, wovon aber Christus das Wesen hat.

Lesen wir nun, was unser geliebter himmlischer Vater seiner geliebten Tochter und Prophetin, Ellen G. White, dazu gab:

„Die Zeremonien, die mit dem Tempeldienst verbunden waren und Christus in Sinn-und Schattenbildern vorausschatteten, wurden zur Zeit der Kreuzigung abgeschafft, denn Bild und Abbild begegneten einander im Tode des wahren und vollkommenen Opfers, des Gotteslammes. Manuskript 72, 1901.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 474

„Der Vorhang ist zerrissen, die Trennwände sind niedergebrochen, die Handschrift, die in Satzungen bestand, ist ausgelöscht. Durch die Wirksamkeit seines Blutes ist die Feindschaft beseitigt. Durch den Glauben an Christus können Juden und Heiden am lebendigen Brot teilhaben. — Brief 230, 1907.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 312

Der Herr Jesus beendete durch sein Opfer auf Golgatha die im alten Bund eingesetzten sinnbildlichen Zeremonien und Opfergaben, aber nicht, wie die verirrten Stimmen es verkünden, die ewig geltenden 10 Gebote Gottes.

Würden die 10 Gebote nicht mehr gelten, wären Satan im Recht, die Sünde gerecht, der Tod und das Elend ewig!

Warum brachte Jesus Opfer?

„Bei seiner Erschaffung war Adam zum Herrn über die ganze Erde gesetzt worden. Als er aber der Versuchung erlag, bekam Satan Gewalt über ihn. »Denn von wem jemand überwunden ist, dessen Knecht ist er geworden.“ (2. Petrus 2,19) Als der Mensch Satans Gefangener wurde, fiel sein ehemaliges Herrschaftsgebiet seinem Bezwinger zu.

So wurde Satan zum »Gott dieser Welt« (2. Korinther 4,4). Er hatte die Herrschaft über die Erde, die ursprünglich Adam übertragen war, an sich gerissen. Doch Christus würde durch sein Opfer die Strafe für die Sünde erleiden und nicht nur die Menschen erlösen, sondern auch die Herrschaft, die Adam verspielt hatte, zurückgewinnen. Alles, was durch den ersten Adam verloren gegangen ist, wird durch den zweiten Adam wiederhergestellt werden.

Der Prophet Micha verkündete: »Du Feste der Tochter Zion, zu dir wird kommen und wiederkehren die frühere Herrschaft.“ (Micha 4,8) Und der Apostel Paulus verwies auf »die Erlösung seines Eigentums“ (Epheser 1,14 Elb.).“ Gott schuf die Erde zum Wohnsitz für heilige und glückliche Wesen. Er war es, »der die Erde bereitet und gemacht hat – er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle“ (Jesaja 45,18).

Dieser Plan geht in Erfüllung, wenn die Erde – von Gottes Kraft erneuert und von Sünde und Leid befreit – der ewige Wohnsitz der Erlösten sein wird. »Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit« (Psalm 37,29). »Es wird nichts Verfluchtes mehr [darin] sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen.“ (Offenbarung 22,3)“
Ellen G. White, Wie alles begann (2009), S. 31

„Dieses Opfer wurde dargebracht, um den Menschen in seine ursprüngliche Vollkommenheit zurückzuversetzen, ja mehr noch: es wurde dargebracht, um ihm eine völlige Charakterumwandlung zu verleihen und ihn turmhoch siegen zu lassen.“
Ellen G. White, Gedanken über das Buch Daniel, S. 60

„Die Versöhnung Christi ist nicht lediglich ein ausgeklügelter Weg, unsere Sünden zu vergeben: sie ist eine göttliche Arznei zur Heilung der Übertretung und zur Wiederherstellung geistlicher Gesundheit. Sie ist das vom Himmel bestimmte Mittel, damit die Gerechtigkeit Christi nicht nur auf uns ruhe, sondern auch in unseren Herzen und unserem Charakter sei.“
Ellen G. White, Gedanken über das Buch Daniel, S. 61

Jesus hat uns durch ein unermeßliches Opfer erkauft. Unsere gesamten Fähigkeiten und unser Einfluß gehören in Wirklichkeit unserem Heiland; sie sollten seinem Dienst geweiht sein. Wenn wir so handeln, zeigen wir uns dankbar, daß uns Christus durch sein Blut von der Knechtschaft der Sünde losgekauft hat. Unser Heiland wirkt ununterbrochen für uns. Er ist zum Himmel aufgefahren und bittet für diejenigen, die durch sein Blut erkauft sind. Er bringt die Todesqualen der Kreuzigung vor seinen Vater. Er erhebt seine verwundeten Hände und legt für seine Gemeinde Fürsprache ein, damit sie nicht in der Versuchung falle.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse — Band 1 (1975), S. 379-380

Gedanke sei unserem himmlischen Vater.

Unser himmlischer Vater möge dir, deinen Nächsten und all ihren Nächsten seinen Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rats und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht JHWH´s schenken (Jesaja 11:2), euch mit allem Nötigen zum ewigen Leben segnen, euch beschützen, durch seinen geliebten Sohn Jesus von euren Sünden und Ungerechtigkeiten befreien (1.Johannes 1:7, 1:9), von neuem gebären, damit ihr nicht mehr sündigt (1.Johannes 3:9), die Wiederkunft Jesus erlebt und in Vollkommenheit das Reich Gottes für die Ewigkeit betretet (Johannes 3:3).

Im Namen unseres geliebten Königs und Fürsten Jesus, dem Christus.
Amen

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