Beitrag zuletzt aktualisiert am 24.08.2021
Die neue Erde und ewiges Leben.

Die neue Erde und ewiges Leben.

Vorwort

Eines Tages, nachdem all das Böse und all die Sünde vernichtet wurde und vergangen sind, wird der geliebte himmlische Vater, durch seinen geliebten Sohn Jesus, eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen.

Auf diese neuen Erde, die dann um vieles schöner sein wird als die jetzige, damals erschaffene, wird es nur noch reines und Gutes und absolut nichts mehr Böses wie Satan, abgefallene Boten/Engel, Naturkatastrophen, Unglücke, Krankheiten, Geld, Zinsen, Banken, Not, Elend, Armut, Tränen der Trauer, Hunger, Sünde, Kriege, Kirchen, Religionen, Synagogen, Ausbeutung, Parteien, Politiker, Beamte, Armeen, Polizei, menschliche Gesellschaftsordnungen, Neid, Haß, Selbstsucht, Kälte, fleischfressende Tiere, Steuern, Wahlen, Vergewaltigungen, Lügen, Betrug und Tod mehr geben.

Das ist Gesetz, das darfst du annehmen, es festhalten und wenn du möchtest, durch den geliebten Herrn Jesus, in dieser Welt für dieses wundervolle neue Leben vorbereitet werden, damit auch du an diesem ewigen Leben teilhaben kannst.

Und nun möchte man dir die neue Erde und das ewige Leben darauf aufzeigen.

So wird es sein.

Die Vision über die neue Erde.

„Da Gott mir die Reise der Adventisten [anm: unten] nach der heiligen Stadt gezeigt hat und den reichen Lohn, den diejenigen erhalten, die auf die Rückkehr ihres Herrn von der Hochzeit warten, wird es wohl meine Pflicht sein, einen kurzen Abriß von dem zu geben, was Gott mir geoffenbart hat. Die lieben Heiligen haben viele Schwierigkeiten zu überwinden.

Aber „unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, daß ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ Ich habe versucht, einen guten Bericht und einige Weintrauben von dem himmlischen Kanaan mitzubringen, wofür manche mich steinigen wollten, wie auch die Kinder Israel Kaleb und Josua für ihren Bericht steinigen wollten. 4.Mose 14,10.

Aber ich versichere euch meine Geschwister in dem Herrn, es ist ein gutes Land, und wir sind wohl imstande hineinzugehen und es zu besitzen. Während wir am Familienaltar beteten, kam der Heilige Geist über mich, und ich schien immer höher zu steigen, weit über die dunkle Welt. Ich sah mich um nach den Adventisten auf der Erde, konnte sie aber nicht finden; da sagte eine Stimme zu mir: „Siehe noch einmal zu, aber schaue ein wenig höher.“

Jetzt erhob ich meine Augen und sah einen geraden, schmalen Pfad, der hoch über der Welt aufgeworfen war. Auf diesem pilgerten die Adventisten nach der heiligen Stadt, die am anderen Ende des Pfades lag. Hinter ihnen, am Anfang des Weges, war ein helles Licht, welches der „Mitternachtsruf“ war, wie mir ein Engel sagte. Es schien den ganzen Pfad entlang und war ein Licht für ihre Füße, damit sie nicht straucheln möchten.

Jesus selbst ging seinem Volk voran, sie zu leiten, und so lange sie ihre Augen auf ihn gerichtet hielten, waren sie sicher. Aber bald wurden manche von ihnen schwach und sagten, die Stadt sei so weit entfernt und sie hätten erwartet, eher hinzukommen. Jesus ermutigte sie aber, indem er seinen rechten Arm erhob, von dem ein herrliches Licht ausging, das sich über die Adventisten ergoß, und sie riefen: „Halleluja!“

Andere verachteten unbesonnen das Licht hinter ihnen und sagten, daß es nicht Gott gewesen sei, der sie so weit hinausgeführt habe. Hinter solchen ging das Licht aus und ließ ihre Füße in vollständiger Finsternis; sie strauchelten, verloren Jesum aus den Augen und fielen von dem Pfade herab in die dunkle böse Welt unter ihnen. Bald hörten wir die Stimme Gottes gleich vielen Wassern, welche uns Tag und Stunde von Jesu Kommen mitteilte.

Die lebenden Heiligen, 144.000 an der Zahl verstanden die Stimme, während die Gottlosen sie für Donner und Erdbeben hielten. Als Gott die Zeit verkündete goß er den Heiligen Geist auf uns aus, unsere Angesichter begannen zu leuchten, und die Herrlichkeit Gottes spiegelte sich darauf, gleich wie bei Mose, als er vom Berge Sinai herabkam. Die 144.000 waren alle versiegelt und vollkommen vereinigt.

An ihren Stirnen war geschrieben: Gott, neues Jerusalem und ein herrlicher Stern, welcher Jesu neuen Namen enthielt. Über unseren glücklichen, heiligen Zustand wurden die Gottlosen zornig, sie wollten ungestüm über uns herfallen und die Hände an uns legen, um uns in das Gefängnis zu werfen; wenn wir aber unsere Hände im Namen des Herrn ausstreckten, fielen sie hilflos zu Boden.

Dann wußte des Satans Schule, daß Gott uns liebte — die wir einer des anderen Füße waschen und Brüder mit dem heiligen Kuß grüßen konnten — und sie beteten an zu unseren Füßen. Bald wurden unsere Augen nach Osten gerichtet, wo eine kleine dunkle Wolke erschien, kaum halb so groß wie eines Mannes Hand; wir alle wußten, daß dies das Zeichen des Menschensohnes sei.

Wir schauten alle in tiefem Schweigen nach der Wolke, wie sie näher kam und immer heller, strahlender und herrlicher wurde, bis sie eine große, weiße Wolke war. Der Grund erschien wie Feuer; über der Wolke war ein Regenbogen und sie war umgeben mit zehntausend Engel, die mit lieblicher Stimme sangen; auf ihr saß des Menschen Sohn.

Sein Haar war weiß und lockig und hing über seine Schultern, und über seinem Haupte waren viele Kronen; seine Füße waren gleich Feuer; in seiner rechten Hand hatte er eine scharfe Sichel, in der linken eine silberne Posaune. Seine Augen waren gleich Feuerflammen, die seine Kinder ganz und gar durchdrangen. Da wurden alle Angesichter bleich, und diejenigen, die Gott verworfen hatten, umfing Dunkelheit. Dann riefen wir alle: „Wer kann bestehen? Ist mein Kleid fleckenlos?“

Dann hörten die Engel auf zu singen, und eine Zeitlang herrschte eine schreckliche Stille, als Jesus rief: „Die reine Herzen und Hände haben, werden bestehen; meine Gnade ist hinreichend für euch.“ Da leuchteten unsere Angesichter auf, und Freude erfüllte jedes Herz. Die Engel sangen wieder im höheren Chor, während die Wolke der Erde noch näher kam. Als Jesus, in Feuerflammen gehüllt, mit der Wolke herabkam, ertönte seine silberne Posaune.

Er schaute auf die Gräber der schlafenden Heiligen, dann erhob er seine Augen und Hände gen Himmel und rief: „Erwachet! Erwachet! Erwachet! die ihr schlafet in der Erde, und steht auf!“ Hierauf geschah ein mächtiges Erdbeben, die Gräber öffneten sich und die Toten kamen heraus, bekleidet mit Unsterblichkeit.

Als die 144.000 ihre Freunde erkannten, die der Tod von ihnen genommen hatte, riefen sie: „Halleluja!“ und in demselben Augenblick waren wir verwandelt und wurden samt ihnen aufgenommen, dem Herrn entgegen in der Luft. Wir alle wurden von der Wolke umhüllt und wurden sieben Tage aufwärts getragen zu dem gläsernen Meer, wo Jesus die Kronen brachte und sie mit eigener Hand auf unsere Häupter setzte. Er gab uns goldene Harfen und Siegespalmen.

Die 144.000 standen in einem Viereck an dem gläsernen Meer. Manche von ihnen hatten sehr herrliche Kronen, andere nicht so herrlich. Manche Kronen erschienen mit Sternen beladen, während andere nur einige hatten, aber alle waren vollkommen zufrieden mit ihren Kronen. Sie waren alle von den Schultern bis zu den Füßen mit einem glänzenden, weißen Mantel bekleidet. Engel umgaben uns, als wir über das gläserne Meer nach dem Tore der Stadt gingen.

Jesus erhob seinen mächtigen, herrlichen Arm, ergriff das Perlentor, schwang es in den glänzenden Angeln zurück und sagte zu uns: „Ihr habt eure Kleider in meinem Blut gewaschen, habt festgestanden für meine Wahrheit, tretet ein!“ Wir traten alle ein und fühlten, daß wir ein Recht in der Stadt hatten. Hier sahen wir den Baum des Lebens und den Thron Gottes. Von dem Throne ging ein klarer Wasserstrom aus, und auf beiden Seiten des Stromes stand der Baum des Lebens.

An jeder Seite des Stromes war ein Stamm des Baumes, beide von reinem, scheinendem Golde. Zuerst dachte ich, ich sähe zwei Bäume, ich schaute dann nochmals hin und sah, daß sie an der Spitze in einem Baum vereinigt waren. So steht der Baum des Lebens an jeder Seite des Stromes des Lebens. Seine Zweige neigen sich nach der Stelle, wo wir standen; die Früchte waren herrlich, sie sahen aus wie Gold, gemischt mit Silber.

Wir alle gingen unter den Baum und setzten uns nieder, um die Herrlichkeit des Platzes zu schauen, als die Brüder Fitch und Stockman, die das Evangelium vom Reiche gepredigt hatten, und die Gott vorher in das Grab gelegt hatte, um sie zu erretten, zu uns kamen und fragten, was wir erlebt hätten, während sie schliefen.

Wir versuchten, unsere größten Schwierigkeiten zu erzählen, aber sie sahen im Vergleich zu der uns umgebenden Herrlichkeit so klein aus, daß wir nicht darüber sprechen konnten, und wir riefen nur alle: „Halleluja, der Himmel ist leicht genug zu erlangen!“ Wir rührten unsere goldenen Harfen, daß die Gewölbe des Himmels klangen.

Mit Jesus an unserer Spitze stiegen wir dann alle von der Stadt zu der Erde herab auf einen großen und hohen Berg, welcher den Herrn nicht tragen konnte und sich von einander teilte, so daß eine große Ebene entstand. Dann schauten wir auf und sahen die große Stadt mit zwölf Gründen und zwölf Toren, drei an jeder Seite und einen Engel an jedem Tor. Wir alle riefen aus: „Die Stadt, die große Stadt, sie ist gekommen, sie ist herabgekommen von Gott aus dem Himmel,“ und sie kam und ließ sich nieder auf dem Platz, wo wir standen.

Dann betrachteten wir von außen die herrlichen Dinge in der Stadt. Ich sah dort herrliche Häuser, die wie Silber aussahen, gestützt von vier, mit Perlen besetzten Säulen, wundervoll anzusehen. Es waren die Wohnungen der Heiligen; in jeder befand sich ein goldenes Gesims. Ich sah einige von den Heiligen in die Häuser gehen, ihre Kronen abnehmen und sie auf das Gesims legen; dann gingen sie auf das Feld bei den Häusern und fingen dort an zu arbeiten, nicht wie wir auf der Erde arbeiten müssen, nein, nein!

Ein herrliches Licht schien über den Häuptern aller, und beständig lobten und priesen sie Gott. Dann sah ich ein anderes Feld mit allen Arten von Blumen, und als ich sie pflückte, rief ich aus: „Sie werden nimmer verwelken.“ Wieder sah ich ein Feld mit schlankem Gras, herrlich anzusehen; es war frisch grün, und als es stolz zur Ehre des Königs Jesus wogte, hatte es einen Schein wie Silber und Gold.

Dann betraten wir ein Feld, wo alle Arten von Tieren waren, der Löwe, das Lamm, der Leopard, der Wolf, alle zusammen in vollkommener Einigkeit. Wir gingen mitten durch sie hin, und sie folgten uns friedlich nach. Alsdann gingen wir in einen Wald, nicht wie die dunklen Wälder, die wir hier haben, nein, nein, sondern hell und alles voller Glanz. Die Zweige der Bäume bewegten sich auf und ab, und wir riefen alle aus: „Wir werden sicher wohnen in der Wildnis und schlafen in den Wäldern.“

Wir gingen durch die Wälder, denn wir befanden uns auf dem Wege zu dem Berge Zion. Als wir weitergingen, trafen wir eine Gruppe, die auch die Herrlichkeit des Ortes betrachtete. Ich bemerkte einen roten Saum an ihren Gewändern; ihre Kronen strahlten; ihre Kleider waren rein weiß. Als wir sie grüßten, fragte ich Jesum, wer sie seien. Er sagte, daß es Märtyrer seien, die für ihn ihr Leben gelassen hätten. Bei ihnen befand sich eine unzählbare Schar Kinder, die ebenfalls einen roten Saum an ihren Kleidern hatten.

Der Berg Zion lag jetzt gerade vor uns, und auf dem Berge war ein herrlicher Tempel; um ihn herum waren sieben andere Berge, auf denen Rosen und Lilien wuchsen. Und ich sah die Kleinen emporklimmen, oder wenn sie wollten, ihre kleinen Flügel gebrauchen und zu den Spitzen der Berge fliegen, wo sie die nie welkenden Blumen pflückten.

Um den Tempel herum waren alle Arten von Bäumen, um den Platz zu verschönern. Buchsbäume, Fichten, Tannen, Ölbäume, Myrthen und Granatäpfel; die Feigenbäume neigten sich von der Last der zahlreichen Feigen — dies machte den Platz überaus herrlich. Als wir im Begriff waren, den Tempel zu betreten, erhob Jesus seine liebliche Stimme: „Nur die 144.000 betreten diesen Ort,“ und wir riefen: „Halleluja!“ 

Dieser Tempel wurde von sieben Pfeilern gestützt, alle von scheinendem Golde, mit köstlichen Perlen geschmückt. Ich kann die herrlichen Dinge, die ich dort sah, nicht beschreiben. Oh, daß ich in der Sprache Kanaans reden könnte, dann könnte ich ein wenig von der Herrlichkeit der besseren Welt erzählen! Ich sah dort steinerne Tische, in welche die Namen der 144.000 in goldenen Lettern eingraviert waren.

Nachdem wir die Herrlichkeit des Tempels betrachtet hatten, traten wir heraus, und Jesus verließ uns und ging nach der Stadt. Bald hörten wir Seine holde Stimme wieder, die sagte: „Kommt, mein Volk, ihr seid gekommen aus großer Trübsal, habt meinen Willen getan, habt für mich gelitten, kommt zum Abendmahl, und ich will mich gürten und euch dienen.“ Wir riefen wieder: „Halleluja, Herrlichkeit!“ und traten in die Stadt ein.

Dort sah ich einen Tisch von reinem Silber, viele Meilen lang, aber unsere Augen konnten ihn doch überblicken. Ich sah dort die Frucht vom Baume des Lebens, Manna, Mandeln, Feigen, Granatäpfel, Weintrauben und viele andere Arten von Früchten. Ich bat Jesum, mich von der Frucht essen zu lassen, aber er sagte: „Noch nicht. Diejenigen, die von den Früchten dieses Landes genießen, gehen nicht mehr nach der Erde zurück.

Aber wenn du treu bist, sollst du bald von dem Lebensbaume essen und vom Wasser des Lebens trinken. Und nun,“ sagte er, „mußt du wieder nach der Erde zurückkehren und den anderen erzählen, was ich dir offenbart habe.“ Dann trug mich ein Engel sanft herab nach dieser dunklen Welt.“
Ellen G. White, Erfahrungen und Gesichte sowie Geistliche Gaben (1951), S. 14-19

Ewiges Leben auf der neue Erde.

„Dann wird auf der Erde ebenso der Wille Gottes geschehen, wie jetzt im Himmel. Die Erlösten aus allen Nationen werden kein anderes Gesetz als das Gesetz des Himmels kennen. Alle werden eine glückliche, vereinte Familie sein und die Kleider des Lobes und der Dankbarkeit tragen — das Gewand der Gerechtigkeit Christi. Die ganze Natur in ihrer unvergleichlichen Schönheit wird Gott als Tribut Lobpreis und Anbetung darbringen.

Die Welt wird ins Licht des Himmels getaucht sein. Das Licht des Mondes wird so hell sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenmal stärker sein als jetzt. Ein glückliches Jahr wird dem anderen folgen. Über diesem Geschehen werden die Morgensterne gemeinsam singen, und die Söhne Gottes werden vor Freude jauchzen, während Gott und Christus einstimmig verkünden: „Es wird keine Sünde mehr geben, auch der Tod wird nicht mehr sein.“ …

Stellt euch an die Schwelle der Ewigkeit und hört das freundliche „Willkommen“, das allen gilt, die in diesem Leben mit Christus zusammengearbeitet haben und es als Vorrecht und Ehre betrachteten, um seinetwillen zu leiden. Mit den Engeln legen sie ihre Kronen dem Erlöser zu Füßen und rufen: „Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob …

Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Offenbarung 5,12.13. Dann begrüßen die Erlösten diejenigen, von denen sie zum erhöhten Heiland geführt worden waren. Sie vereinen sich im Lobpreis dessen, der starb, damit Menschen ein Leben bekommen, das sich mit dem Leben Gottes mißt. Der Kampf ist vorüber. Alle Nöte, alle Auseinandersetzungen sind vorbei.

Siegeslieder erfüllen den ganzen Himmel, wenn die Erlösten um den Thron Gottes versammelt sind. Alle greifen die freudige Strophe auf: „Das Lamm, das geschlachtet ist und uns für Gott losgekauft hat, ist würdig.“ — The Ministry of Healing 504-507.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 272

Gott und sein Sohn wohnen auf der neuen Erde und ihr himmlisches Jerusalem, wird zur Hauptstadt der neuen Erde.

Der geliebte himmlische Vater und sein geliebter Sohn Jesus, all ihre Geliebten und ihre Stadt, werden mit all ihren teuer Erkauften auf der neuen Erde wohnen.

Als Vater Adam und Eva erschuf, übergab er ihnen die Herrschaft über die Erde.

So steht es geschrieben:

Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht!

Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! 1.Mose 1:26-28

Der Herr Jesus kam nicht nur, um für uns Sünder zu sterben, sondern auch um die Erde wieder zurückzugewinnen.

„Doch der Sohn Gottes nahm sich vor, auf diese Erde zu kommen, um die Strafe für die Sünde zu bezahlen und so nicht nur den Menschen zu erlösen, sondern auch die verlorene Herrschaft zurückzugewinnen. Von dieser Rückgewinnung weissagte Micha, als er sprach: „Und du, Turm der Herde, du Feste der Tochter Zion, zu dir wird kommen und wiederkehren die frühere Herrschaft.“ Micha 4,8.

Der Apostel Paulus hat darauf hingewiesen, als er von der „Erlösung des erworbenen Besitzes“ (Epheser 1,14, EB) schrieb. Und der Psalmist dachte an dieselbe endgültige Rückgewinnung des ursprünglichen Erbes, als er verkündete: „Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit.“ Psalm 37,29.“
Ellen G. White, Propheten und Könige (1975), S. 478-479

Und aus dem Grunde, weil der geliebte himmlische Vater und sein geliebter Sohn Jesus ihr Opfer nicht nur für die sündigen Menschen, sondern auch für ihr Eigentum brachten, werden sie ihr zurück erworbenes Eigentum selbst beziehen, in all ihren und unter ihren Geliebten wohnen.

In Offenbarung 21:2 steht geschrieben, dass das Haus Gottes, die Stadt Gottes Jerusalem, aus dem Himmel herabsteigen wird:

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabsteigen von Gott, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Offenbarung 21:2 

In Offenbarung 21:3 steht geschrieben, dass Gott, der geliebte Vater bei den Menschen, also auf der neuen Erde wohnen wird:

Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Offenbarung 21:3 

Das alles prophezeite der geliebte himmlische Vater:

Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, also daß man der frühern nicht mehr gedenkt und sie niemand mehr in den Sinn kommen werden; Jesaja 65:17 

Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht JHWH, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben. Jesaja 66:22 

Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. 2.Petrus 3:13 

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Offenbarung 21:1 

Unser geliebter himmlische Vater und unser geliebter himmlische Bruder Jesus haben alles für ihr Volk geopfert und da sie ihr Volk so sehr lieben, sehen sie ihr Volk als ihre Frau (Offenbarung 12:1, 12:4, 12:6, 12:13-17, 19:7, 21:9), als ihren Sohn (2.Mose 4:22, Hosea 11:1, Matthäus 2:15) oder als ihre Tochter (Jesaja 62:11, Sacharja 9:9, Zephanja 3:14), um ihre Liebe, ihre Nähe, ihre Beziehung und Zuneigung zum Volk zu bezeugen.

So wie der geliebte himmlische Vater und sein geliebter Sohn Jesus bei ihrem Volke wohnten, als sie ihr Volk durch Mose in der Wüste über 40 Jahre lang führten, so werden der geliebte himmlische Vater, sein geliebter Sohn Jesus und all die bei ihnen Wohnenden mit ihrer Stadt Jerusalem, bei all ihren teuer Erkauften auf der neuen Erde wohnen.

So sehr lieben der himmlische Vater und sein geliebter Sohn Jesus ihr Volk.

Von all den 100 in Liebe erschaffenen Welten, wird der teuer erkauften Erde große Ehre zu Teil werden, wenn sich die Worte erfüllen werden:

Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Offenbarung 21:3 

Die Prophetin Gottes, Ellen G. White sagt:

„Dort ist das neue Jerusalem, die Hauptstadt einer veredelten neuen Erde, „eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Hut in der Hand seines Gottes“. Jesaja 62,3. „Ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis … Und die Heiden [Völker], die da selig werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen.“ Offenbarung 21,11.24.

Der HERR sagt: „Ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk.“ Jesaja 65,19. „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“ Offenbarung 21,3.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 666

Deshalb steht auch geschrieben:

„Sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott JHWH wird sie erleuchten.“ Offenbarung 22:5

Und warum wird das Volk weder einer Leuchte oder des Lichts der Sonne bedürfen?

Weil der geliebte himmlische Vater und sein geliebter Sohn Jesus bei ihnen wohnen und ihr Licht sind und die Ihren für die unendliche Ewigkeit erleuchten werden.

Suche bitte nach der Wahrheit, damit auch du an dieser wundervollen und himmlischen Ewigkeit teilhaben kannst!

Das zukünftige himmlische Vaterland.

„Wer die Lehren des Wortes Gottes annimmt, wird hinsichtlich der himmlischen Wohnungen nicht völlig unwissend sein, und doch erklärt der Apostel Paulus: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ 1.Korinther 2,9. Die menschliche Sprache reicht nicht aus, um den Lohn der Gerechten zu beschreiben.

Das wird nur jenen möglich sein, die die „himmlischen Wohnungen“ schauen werden. Kein sterblicher Verstand kann die Herrlichkeit des Paradieses Gottes begreifen. In der Bibel wird das Erbe der Erlösten ein Vaterland genannt. Hebräer 11:14-16. Dort führt der himmlische Hirte seine Herde zu Brunnen lebendigen Wassers. Der Baum des Lebens gibt seine Frucht jeden Monat, und die Blätter des Baumes dienen zur Gesundheit der Völker.

Dort sind ewig fließende Ströme, hell wie Kristall, und an ihren Ufern werfen schwankende Bäume ihren Schatten auf die für die Erlösten des HERRN bereiteten Wege. Dort steigen die weit ausgedehnten Ebenen zu Hügeln der Schönheit an, und die Berge Gottes erheben ihre majestätischen Gipfel. Auf diesen friedlichen Ebenen, an diesen lebendigen Strömen wird Gottes Volk, bisher Pilger und Wanderer, eine neue Heimat finden.

„Daß mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.“ „Man soll keinen Frevel mehr hören in deinem Lande noch Schaden oder Verderben in deinen Grenzen; sondern deine Mauern sollen Heil und deine Tore Lob heißen.“

„Sie werden Häuser bauen und bewohnen; sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse …; und das Werk ihrer Hände wird alt werden bei meinen Auserwählten.“ Jesaja 32,18; Jesaja 60,18; Jesaja 65,21.22.

„Die Wüste und Einöde wird lustig sein, und das dürre Land wird fröhlich stehen und wird blühen wie die Lilien.“ „Es sollen Tannen für Hecken wachsen und Myrten für Dornen.“ Jesaja 35,1; Jesaja 55,13. „Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben … Man wird nirgend Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge“, spricht der HERR. Jesaja 11,6.9.

Schmerzen sind in der himmlischen Umgebung unmöglich. Dort werden keine Tränen mehr sein, keine Leichenzüge, keine Zeichen der Trauer. „Der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei … denn das Erste ist vergangen.“ Offenbarung 21,4. „Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, das darin wohnt, wird Vergebung der Sünde haben.“ Jesaja 33,24.

Dort ist das neue Jerusalem, die Hauptstadt einer veredelten neuen Erde, „eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Hut in der Hand deines Gottes“. Jesaja 62:3. „Ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis … Und die Heiden [Völker], die da selig werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen.“ Offenbarung 21,11.24.

Der HERR sagt: „Ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk.“ Jesaja 65:19. „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“ Offenbarung 21,3. In der Stadt Gottes „wird keine Nacht da sein“. Niemand wird der Ruhe bedürfen oder danach verlangen. Keiner wird müde werden, den Willen Gottes auszuführen und seinen Namen zu preisen.

Wir werden beständig die Lebensfrische des Morgens fühlen, und nie wird ein Ende kommen. „Sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der HERR wird sie erleuchten.“ Offenbarung 22,5. Das Sonnenlicht wird ersetzt durch einen Glanz, der nicht unangenehm blendet, aber doch die Helle des Mittags weit übertrifft. Die Herrlichkeit Gottes und des Lammes überflutet die heilige Stadt mit ungetrübtem Licht. Die Erlösten wandeln in der sonnenlosen Herrlichkeit eines ewigen Tages.

„Und ich sah keinen Tempel darin; denn der HERR, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.“ Offenbarung 21,22.

Gottes Volk genießt die Gnade, freie Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn zu haben.

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort.“ 1.Korinther 13,12. Gottes Bild erscheint hier auf Erden wie in einem Spiegel in den Werken der Natur und in seiner Verfahrensweise mit den Menschen; dann aber werden wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen, ohne einen trübenden Schleier dazwischen. Wir werden vor ihm stehen und die Herrlichkeit seines Angesichtes schauen. Die Erlösten werden dort erkennen, wie auch sie erkannt werden.

Die Gefühle der Liebe und der Teilnahme, die Gott selbst in die Seele gepflanzt hat, werden sich dort in der edelsten und lieblichsten Weise betätigen. Der reine Umgang mit heiligen Wesen, das ungetrübte gesellige Leben mit den erhabenen Engeln und den Gottgetreuen aller Zeitalter, die ihre Kleider gewaschen und hell gemacht haben im Blut des Lammes, das heilige Band, das „alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden“ (Epheser 3,15), miteinander verbindet, wird zum Glück der Erlösten beitragen.

Dort werden unsterbliche Geister mit unermüdlicher Freude die Wunder der schöpferischen Macht und die Geheimnisse der erlösenden Liebe betrachten. Dort wird kein grausamer, betrügerischer Feind sein, um zur Gottvergessenheit zu verführen.

Jede Anlage wird entwickelt werden, jede Fähigkeit zunehmen.

Die wachsenden Kenntnisse werden weder das Gedächtnis ermüden noch die Tatkraft erschöpfen. Die größten Unternehmungen können ausgeführt, die erhabensten Bemühungen erreicht, das höchste Verlangen verwirklicht werden, und doch gibt es immer neue Höhen zu erklimmen, neue Wunder anzustaunen, neue Wahrheiten zu erfassen, und neue Aufgaben werden die Kräfte des Geistes, der Seele und des Leibes entwickeln.

Alle Schätze des Weltalls werden den Erlösten Gottes zur Erforschung offenstehen. Frei von den Banden der Sterblichkeit, erreichen sie in einem Flug, der sie nicht ermüdet, ferne Welten, die beim Anblick des menschlichen Wehs von Schmerz ergriffen wurden und bei der frohen Kunde von einer erlösten Seele von Jubelliedern widerhallten. Mit unaussprechlicher Wonne, erfassen die Erdenkinder die Freuden und die Weisheit der nie gefallenen Wesen.

Sie haben Anteil an den Schätzen des Wissens und der Erkenntnis, die jene durch die jahrhundertelange Betrachtung der Schöpferwerke Gottes gewonnen haben. Mit ungetrübtem Blick schauen sie die Herrlichkeit der Schöpfung: Sonnen und Sterne und Planetensysteme, wie sie alle in ihrem bestimmten Lauf den Thron der Gottheit umkreisen. Auf allen Dingen, von den Geringsten bis zu den Größten, steht der Name des Schöpfers geschrieben, und in allen ist der Reichtum seiner königlichen Macht entfaltet.

Und die dahingehenden Jahre der Ewigkeit werden ihnen reichere und immer herrlichere Offenbarungen Gottes und Christi bringen. Mit wachsender Erkenntnis wird auch die Liebe, Ehrfurcht und Glückseligkeit zunehmen. Je mehr die Menschen von Gott lernen, desto größer wird ihre Bewunderung seines Wesens sein.

Und wenn Jesus ihnen die Reichtümer der Erlösung und die erstaunlichen Großtaten in dem erbitterten Kampf mit Satan erschließt, werden die Herzen der Erlösten immer mehr in Liebe erglühen; mit stürmischer Wonne greifen sie in ihre goldenen Harfen, und Tausende und aber Tausende von Stimmen vereinigen sich zu einem mächtigen Lobgesang.

„Und alle Kreatur, die im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und im Meer, und alles, was darinnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Stuhl sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ Offenbarung 5,13. Der große Kampf ist beendet. Sünde und Sünder sind nicht mehr. Das ganze Weltall ist rein.

Eintracht und Freude herrschen in der ganzen unermeßlichen Schöpfung. Von dem, der alles erschuf, fließt Leben, Licht und Freude über alle Gebiete des grenzenlosen Raumes. Vom kleinsten Atom bis zum größten Weltenkörper erklärt alle lebende und unbelebte Natur in ungetrübter Schönheit und vollkommener Freude: Gott ist die Liebe.“
Ellen G. White, Der Große Kampf (1973), S. 665-668

Das Leben auf der neuen Erde.

„Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.“ Jesaja 65,21.22.

Wir können nicht annehmen, daß wenn der endgültige Sieg errungen sein wird und wir die für uns vorbereiteten Wohnungen haben, Müßiggang unser Los sein werde — daß wir in seligem Nichtstun schwelgen werden. — The Review and Herald, 17. Mai 1898.

Auf der neuen Erde werden die Erlösten Beschäftigungen nachgehen und Freuden suchen, die schon Adam und Eva am Anfang Glück gebracht haben. Das für Eden charakteristische Leben wird gelebt werden, das Leben in Garten und Feld. „Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen.

Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.“ Jesaja 65,21.22. — Prophets and Kings 730.731.

Dort sah ich die herrlichsten Häuser, die wie Silber aussahen, von vier Säulen gestützt, die mit herrlich anzusehenden Perlen geschmückt waren. Dort sollten die Heiligen wohnen. In jedem Haus war ein goldenes Regal. Ich sah viele der Heiligen in die Häuser gehen, ihre glitzernden Kronen abnehmen und auf das Regalbrett legen.

Dann gingen sie auf das Feld neben dem Haus, um mit Erde etwas zu tun. Aber nicht so, wie wir hier die Erde bearbeiten, nein, ganz anders. Ein herrliches Licht umleuchtete ihre Häupter, man hörte ständig Zurufe. Gott wurde gelobt und gepriesen. — Early Writings 18.

Jede Gabe wird entwickelt werden, jede Fähigkeit wird wachsen. Die Aneignung neuen Wissens wird dann den Geist nicht mehr ermüden und die Kräfte nicht mehr erschöpfen.

Dort können die großartigsten Unternehmungen ausgeführt, die erhabensten Ziele erreicht, die höchsten Vorhaben verwirklicht werden, und doch werden immer neue Höhen zu überschreiten, neue Wunder zu bestaunen, neue Wahrheiten zu erfassen sein, und neue Gegenstände werden die geistigen, seelischen und körperlichen Kräfte fordern. — The Great Controversy 677.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 273-274

Die neue Erde wird viel schöner sein.

Die Herrlichkeit der ewigen Welt

„Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ Psalm 16,11.

Die Herrlichkeit der ewigen Welt ist mir gezeigt worden. Ich möchte euch sagen, daß es sich wirklich lohnt, in den Himmel zu kommen. Ziel eures Lebens sollte sein, euch auf die Gemeinschaft mit den Erlösten, mit heiligen Engeln und mit Jesus, dem Erlöser der Welt vorzubereiten.

Könnten wir nur einen einzigen Blick auf die himmlische Stadt werfen, dann wollten wir nie wieder auf der Erde wohnen. Wohl gibt es hier schöne Landschaften und ich genieße diese herrliche Aussicht in der Natur. Ich bringe diese Schönheit mit dem Schöpfer in Verbindung. Aber ich weiß: wenn ich Gott liebe und seine Gebote halte, dann ist im Himmel eine über „alle Maßen gewichtige Herrlichkeit“ für mich bereit. — The Faith I Live By 364.

Diese Erde … mit Feuer gereinigt …, wird dann viel schöner sein. Das Gras wird grün bleiben und nie verwelken. Es wird Rosen, Lilien und alle möglichen Blumensorten geben. Nie werden sie verblühen, nie ausbleichen oder ihre Schönheit und ihren Duft verlieren.

Der Löwe, den wir hier so sehr zu fürchten haben, wird sich dann neben das Lamm legen. Auf der neuen Erde wird alles friedlich und harmonisch sein. Die Bäume der neuen Erde werden gerade und hoch gewachsen sein und keine Unebenheit tragen.

Die Heiligen werden herrliche Kronen auf ihren Häuptern tragen und goldene Harfen in ihren Händen. Sie werden auf der goldenen Harfe spielen und von der Liebe des Erlösers singen — sie werden für Gott musizieren. Ihre früheren Nöte, ihr Leid in dieser Welt, wird inmitten der Herrlichkeit der neuen Erde völlig vergessen sein. — The Youth’s Instructor 1. Oktober 1852.

Alles Schöne an unserer irdischen Heimat soll uns an den kristallenen Fluß, an die grünen Felder, die Bäume, die sich wiegen, die sprudelnden Quellen, die glänzende Stadt und die weißgekleideten Sänger, an unsere himmlische Heimat erinnern — an jene Welt der Schönheit, wie sie kein Künstler malen und keine menschliche Sprache beschreiben kann. — My Life Today 175.

Laß dir von deiner Phantasie die Heimat der Erlösten zeichnen, aber denke daran, daß es viel schöner sein wird, als deine lebhafteste Einbildungskraft es schildern könnte. — Steps to Christ 86.

Keine menschliche Sprache reicht aus, um den Lohn der Gerechten zu beschreiben. Nur wer ihn zu sehen bekommt, wird ihn ermessen können. — The Story of Redemption 430.431.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 269-270

Die 10 Gebote und der Sabbat werden geliebt und geheiligt!

Es steht geschrieben:

Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich vor mir stehen mache, spricht JHWH, so wird eure Nachkommenschaft und euer Name bestehen. Und es wird Monat um Monat und Sabbat um Sabbat sein, alles Fleisch wird kommen, um vor meinem Angesicht anzubeten, spricht JHWH. Jesaja 66:22-23

Die Prophetin Gottes, Ellen G. White sagt:

„Nicht nur für Israel war der Sabbat gegeben, sondern für die ganze Welt. Schon im Paradies hatte Gott ihn den Menschen verkündet, und gleich den andern Vorschriften des Gesetzes ist seine Gültigkeit unvergänglich. Von dem Gesetz, zu dem das vierte Gebot gehört, erklärt Christus: „Bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz.“ Matthäus 5,18.

Solange Himmel und Erde bestehen, wird der Sabbat immer ein Zeichen der Macht des Schöpfers sein. Und wenn auf Erden das Paradies wieder erblühen wird, dann wird auch Gottes heiliger Ruhetag von allen, die unter der Sonne leben, gefeiert werden. „Einen Sabbat nach dem andern“ werden die Bewohner der gereinigten neuen Erde „kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR“. Jesaja 66,23.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 270

„Doch um diese Überzeugung [die unveränderten Gebote Gottes halten zu sollen] los zu werden, haben viele versucht, das ganze Gesetz zu zerstören. Aber konnten sie Gottes Gesetz zerstören? Nein, denn jeder, der die Heilige Schrift selbst studiert, wird erkennen, dass Gottes Gesetz unveränderlich feststeht und ewig ist. Siehe Matthäus 5,18.

Und Gottes Denkmal, der Sabbat, wird in alle Ewigkeit bestehen bleiben (siehe 2.Mose 31,16.17; Jesaja 66,23) und auf den einzig wahren Gott im Unterschied zu allen falschen Göttern hinweisen.“
Ellen G. White, Christus ist Sieger (2003), S. 349

„[Die Kinder Gottes] werden Sabbat für Sabbat im Heiligtum zusammenkommen, von einem Neumond zum nächsten (siehe Jesaja 66,23), und noch erhabenere Melodien anstimmen in Dankbarkeit und Lobpreis dem zu Ehren, „der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm“ (Offenbarung 5,13) — und das in alle Ewigkeit. Manuskript 24, 1898.“
Ellen G. White, Christus ist Sieger (2003), S. 250

„Und soll durch dich gebaut werden, was lange wüst gelegen ist: und wirst Grund legen, der für und für bleibe; und sollst heißen: Der die Lücken verzäunt und die Wege bessert, dass man da wohnen möge.“ Jesaja 58,12.

Gottes Denkmal, der Sabbat des siebenten Tages, das Zeichen seines Wirkens bei der Schöpfung der Welt, wurde durch den Menschen der Sünde abgeschafft. Gottes Volk hat ein besonderes Werk zu verrichten, die Lücke, die in sein Gesetz gerissen wurde, auszubessern; je mehr wir uns dem Ende nähern, desto dringlicher wird dies. Alle, die Gott lieben, tragen sein Siegel, indem sie seine Gebote halten. Sie sind die Wiederhersteller begehbarer Straßen.

Der HERR sagt: „So du deinen Fuß von dem Sabbat kehrst, dass du nicht tust, was dir gefällt an meinem heiligen Tage, und den Sabbat eine Lust heißest und den Tag, der dem HERRN heilig ist, ehrest, so du ihn also ehrest, dass du nicht tust deine Wege, noch darin erfunden werde, was dir gefällt, oder leeres Geschwätz: alsdann wirst du Lust haben am HERRN, und ich will dich über die Höhen auf Erden schweben lassen.“ Jesaja 58,13.14.“
Ellen White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 2 (1972), S. 494

Gottes Denkmal, der Sabbat!

„So ist das echte ärztliche Missionswerk untrennbar mit dem Halten der Gebote Gottes verbunden, unter denen der Sabbat besonders erwähnt wird, da er das große Denkmal des Schöpfungswerkes Gottes ist. Seine Beobachtung ist mit dem Werk, das Bild Gottes im Menschen wiederherzustellen, verknüpft. Dies ist der Dienst, den Gottes Volk in dieser Zeit ausrichten soll. Wird dieser Dienst richtig ausgeführt, so wird er der Gemeinde reichen Segen bringen.“
Ellen White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 2 (1972), S. 494

Kein Mond, keine Nacht und kein Schlaf auf der neuen Erde.

Es steht geschrieben:

Und das Licht des Mondes wird dem Licht der Sonne gleichen, das Licht der Sonne aber wird siebenmal stärker sein, wie das Licht von sieben Tagen, zu der Zeit, da JHWH den Schaden seines Volkes verbinden und die ihm geschlagenen Wunden heilen wird. Jesaja 30:26 

„In der Stadt Gottes „wird keine Nacht da sein“. Niemand wird der Ruhe bedürfen oder danach verlangen. Keiner wird müde werden, den Willen Gottes auszuführen und seinen Namen zu preisen. Wir werden beständig die Lebensfrische des Morgens fühlen, und nie wird ein Ende kommen.“
Ellen G. White, Der Große Kampf (1973), S. 666-667

„Dann wird auf der Erde ebenso der Wille Gottes geschehen, wie jetzt im Himmel. Die Erlösten aus allen Nationen werden kein anderes Gesetz als das Gesetz des Himmels kennen. Alle werden eine glückliche, vereinte Familie sein und die Kleider des Lobes und der Dankbarkeit tragen — das Gewand der Gerechtigkeit Christi.

Die ganze Natur in ihrer unvergleichlichen Schönheit wird Gott als Tribut Lobpreis und Anbetung darbringen. Die Welt wird ins Licht des Himmels getaucht sein. Das Licht des Mondes wird so hell sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenmal stärker sein als jetzt. Ein glückliches Jahr wird dem anderen folgen.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 272

Das neue Paradies wird noch prächtiger als am Anfang.

„„Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.“ Offenbarung 2,7.

Der Garten Eden blieb noch lange auf der Erde, nachdem der Mensch von dessen schönen Wegen vertrieben worden war. Die gefallene Menschheit durfte während einer langen Zeit das Heim der Unschuld betrachten, dessen Eingang von Wächterengeln versperrt war. An dem von Cherubim bewachten Tor des Paradieses wurde die Herrlichkeit Gottes offenbart. Adam kam mit seinen Söhnen hierher um Gott anzubeten.

Hier erneuerten sie ihr Gehorsamsgelöbnis gegenüber dem Gesetz, dessen Übertretung sie aus Eden verbannt hatte. Als die Erde von einer Flut der Bosheit überschwemmt wurde und die Gottlosigkeit der Menschen ihre Vernichtung durch eine Wasserflut herbeiführte, wurde der Garten Eden von der Hand, die ihn einst gepflanzt hatte, von der Erde weggeholt.

Doch wird das Paradies bei der endgültigen Wiederherstellung (aller Dinge), wenn es „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ geben wird (Offenbarung 21,1), noch prächtiger ausgestattet sein als am Anfang.

Dann werden alle, die Gottes Gebote gehalten haben, unter dem Lebensbaum unsterbliche Lebenskraft einatmen. Durch endlose Zeitalter werden die Bewohner sündloser Welten in diesem entzückenden Garten ein Muster der vollkommenen Schöpfungstätigkeit Gottes sehen, unberührt vom Fluch der Sünde — ein Muster für das, was die ganze Erde geworden wäre, hätte der Mensch nur den herrlichen Plan des Schöpfers verwirklicht. — Patriarchs and Prophets 62.

Adam wird wieder in seinen ursprünglichen Herrschaftsbereich eingesetzt. Hingerissen vor Begeisterung sieht er die Bäume, die einst seine Freude waren, genau dieselben Bäume, deren Früchte er in den Tagen seiner Unschuld und seines Glücks geerntet hatte.

Er sieht die Weinreben, die er mit eigener Hand zurechtgebogen, die Blumen, für die er damals so gerne gesorgt hatte. Da begreift er, daß dies alles Wirklichkeit ist; er merkt, daß hier tatsächlich der Garten Eden wiedererstanden ist. — The Great Controversy 648.

Da sie zum Lebensbaum im lang verlorenen Paradies wieder Zugang haben, werden die Erlösten nachwachsen, „Heil(ung)“ erfahren (Maleachi 3,20), bis sie die volle Körpergröße des Menschengeschlechts in seiner urzeitlichen Pracht erreicht haben. Die letzten noch verbliebenen Spuren des Fluches der Sünde werden beseitigt werden.

Die Christus treu sind, werden „im Glanz des Herrn, unsers Gottes“ (Psalm 90,17, Allioli) erscheinen und in Geist, Seele und Leib das vollkommene Ebenbild ihres Herrn widerspiegeln. O wunderbare Erlösung! Lange wurde sie besprochen, sehnsüchtig erhofft und voller Erwartung betrachtet — und doch wurde sie nie völlig begriffen. — The Great Controversy 645.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 269

Der Tempel des alten und neuen Jerusalems wird nicht mehr sein.

„Der Tempel des alten Jerusalems wurde vorsätzlich erbaut, damit er dem Gottesdienst des Alten Bundes diene. Der Tempel oder das Heiligtum des neuen Jerusalems, dessen Pfleger Christus ist, hat Gott aufgerichtet und kein Mensch, ausdrücklich dafür, daß es dem Gottesdienst des Neuen Bundes diene.

Darum wird auch der Tempel des neuen Jerusalems, nachdem Christus seinen Dienst im himmlischen Heiligtum vollendet und sein Volk errettet hat, ebensowenig noch Zweck haben, wie der Tempel des alten Jerusalems es hatte, nachdem das Zeremonialgesetz von Jesus ans Kreuz geheftet worden war.

Deshalb mußte Johannes, als er ein Gesicht davon hatte, daß die heilige Stadt am Ende der 1000 Jahre (Offenbarung 20,7-9) herniederkam (Offenbarung 21,10), auch feststellen: „Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.“ Offenbarung 21,22. Zwar sagt er uns nicht, was daraus geworden ist, doch deutet sein Ausspruch, daß er zu jener Zeit keinen Tempel darin sah, darauf hin, daß er dort zuvor einen geschaut hatte.

Die heilige Stadt wird ja die „Hütte Gottes“ genannt (Offenbarung 21,3; Jesaja 33,20), doch wird sie erst von der Zeit an so bezeichnet, wenn sie sich auf der neuen Erde befindet.

Auch die Stadt wird der Tempel Gottes genannt (Offenbarung 7,15), doch bezieht sich dieser Name erst für die Zeit auf sie, wenn die Heiligen schon auferweckt sind und in die heilige Stadt aufgenommen wurden, wo sie Gott „Tag und Nacht“ dienen werden. Dann wird nur die heilige Stadt die Hütte oder den Tempel Gottes darstellen.“
James White, Ein Wort an die kleine Herde (1999), S. 68-69

Kein Meer und kein Ozean auf der neuen Erde.

„Wenn nun alles so zergehen wird, wie müßt ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommen Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ 2.Petrus 3,11-13.

Die Füße der Gottlosen werden die neugeschaffene Erde nie betreten. Feuer wird von Gott aus dem Himmel fallen und sie verzehren — sie mit Wurzel und Zweig verbrennen. Satan ist die Wurzel, seine Kinder sind die Zweige. — Early Writings 52.

Dasselbe Feuer von Gott, das die Gottlosen verzehrte, reinigte die ganze Erde. Die zerklüfteten, aufgebrochenen Berge sind vor Hitze zerschmolzen, auch die Atmosphäre und sämtliche Stoppeln wurden verzehrt. Dann tat sich unser Erbe vor uns auf, herrlich und wunderschön, und wir durften die ganze, neugemachte Erde als Erbe in Besitz nehmen. — Early Writings 54.

„Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde: denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen …“ Offenbarung 21,1. Das Feuer, das die Gottlosen verzehrt, reinigt die Erde. Jede Spur des Fluches wird weggewischt. Keine ewig brennende Hölle wird den Erlösten die furchtbaren Folgen der Sünde vor Augen halten. — The Great Controversy 674.

Das Meer trennt Freunde voneinander. Es ist eine Schranke zwischen uns und Menschen, die wir lieben. Unsere Beziehungen werden durch den weiten, unergründlichen Ozean unterbrochen. Auf der neuen Erde wird es kein Meer geben; keine „Rudergaleere“ wird vorüberziehen. In der Vergangenheit sind viele, die Gott liebten und ihm dienten, mit Ketten an ihren Sitz in Galeeren gefesselt worden.

Sie wurden gezwungen, die Absichten grausamer und hartherziger Menschen auszuführen. Der Herr hat ihr Leiden mit Anteilnahme und Erbarmen beobachtet. Gott sei Dank, auf der erneuerten Erde wird es keine wilden, alles überschwemmenden Bäche mehr geben, keinen verschlingenden Ozean, keine rastlos brandenden Wogen … — The S.D.A. Bible Commentary VII, 988.

Alle Schönheit unserer irdischen Heimat möge uns an den kristallenen Strom und die grünen Felder erinnern, an die wiegenden Bäume und die sprudelnden Quellen, die leuchtende Stadt und die weißgekleideten Sänger, dort in unserem himmlischen Heim, an jene Welt der Schönheit, die kein Künstler malen, keine menschliche Sprache beschreiben kann.

„Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ 1.Korinther 2,9. — The Review and Herald, 11. Juli 1882.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 266-267

Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es nicht mehr.

Als himmlischer Vater im Anfang die Erde schuf, gab es keine Jahreszeiten Frühling, Winter, Herbst und Sommer, sondern es herrschte milde und gleichmäßige Lufttemperatur. So wird es auf der neuen Erde wieder sein.

„Demütig und unsagbar traurig sagten sie ihrer schönen Heimat Lebewohl und gingen hinaus, um eine Erde zu bewohnen, auf der nun der Fluch der Sünde lastete. Die einst so milde, gleichmäßige Lufttemperatur war jetzt auffallend verändert. Darum versah der Herr sie mitleidsvoll mit Röcken aus Fellen zum Schutz gegen Hitze und Kälte.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 39

Reisen im zukünftigen Leben.

„Viele scheinen die Idee zu haben, das Weltall Gottes bestehe aus dieser Welt (Erde) und den himmlischen Wohnungen. Weit gefehlt. Die erlöste Schar wird von Welt zu Welt reisen, und ihre meiste Zeit wird in der Erforschung der Geheimnisse der Erlösung verwendet werden.

Und in der gesamten Spanne der Ewigkeit wird dieses Thema sich ständig ihren Sinnen öffnen. Die Vorrechte derer, die durch das Blut des Lammes und das Wort ihres Zeugnisses überwinden, sind unfaßbar. — The Review and Herald, 9. März 1886.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 615

Die Schule des künftigen Lebens.

„„… sehen sein Angesicht, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.“

Der Himmel ist gleichsam eine Schule; ihr Forschungsgebiet bildet das Weltall, ihr Lehrmeister ist der unendliche Gott. Ein Zweig dieser Schule wurde in Eden eingerichtet, und wenn die Erlösung vollendet ist, wird auch die Erziehung in der Schule des Paradieses wieder aufgenommen werden.

„Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ 1.Korinther 2,9. Ein Wissen um die zukünftigen Dinge kann man sich nur durch das Wort Gottes erwerben, und selbst dieses bietet uns nur eine Teil-Offenbarung.

So beschreibt der Prophet von Patmos den Ort der künftigen Schule: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging … Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann.“ Offenbarung 21,1.2. „Die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.“ Offenbarung 21,23.

Zwischen der am Anfang gegründeten Schule in Eden und der Schule des künftigen Lebens liegt die ganze Spanne unserer Weltgeschichte, der Geschichte von menschlicher Übertretung und Leiden, des göttlichen Opfers und des Sieges über Tod und Sünde. Nicht alle Umstände jener ersten Paradiesschule werden auch in der Schule des künftigen Lebens anzutreffen sein. Kein Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen wird zur Versuchung Gelegenheit bieten.

Es gibt dort keinen Versucher und keine Möglichkeit zum Unrechttun. Jeder Charakter ist in den Verlockungen des Bösen erprobt und seiner Macht gegenüber nicht mehr anfällig. Jesus Christus sagt: „Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im Paradies Gottes ist.“ Offenbarung 2,7. Was der Baum des Lebens in Eden gewährte, ruhte auf Bedingungen und wurde uns schließlich entzogen. Die Gaben des zukünftigen Lebens aber sind uneingeschränkt und unvergänglich.

Der Prophet schaut „einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein Kristall; der ging aus von dem Stuhl Gottes und des Lammes“. „Auf beiden Seiten des Stromes … standen Lebensbäume.“ „Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Offenbarung 22,1; Offenbarung 22,2 (Menge); Offenbarung 21,4.

„Und dein Volk sollen eitel Gerechte sein; Sie werden das Erdreich ewiglich besitzen, Als die der Zweig meiner Pflanzung Und ein Werk meiner Hände sind zum Preise.“ Jesaja 60,21. 

Wenn der Mensch in die Gegenwart Gottes zurückversetzt ist, wird er wieder wie am Anfang von ihm unterwissen werden: „Darum soll mein Volk meinen Namen kennen zu derselben Zeit; denn ich bin‘s, der da spricht: Hier bin ich!“ Jesaja 52,6. „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“ Offenbarung 21,3.

„Diese sind‘s, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel … Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgendeine Hitze; denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen.“ Offenbarung 7,14-17.

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich‘s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ 1.Korinther 13,12. Sie werden „sehen sein Angesicht, und sein Name wird an ihren Stirnen sein“. Offenbarung 22,4.

Welch ein weites Feld wird sich dort unserem Studium erschließen, wenn der Schleier, der jetzt unseren Blick verhüllt, gefallen ist und unsere Augen jene Welt der Schönheit schauen, von der wir heute nur einen flüchtigen Schimmer gleichsam durch das Mikroskop erhaschen. Da werden wir die Herrlichkeit der Himmel betrachten, die man jetzt nur aus weitem Abstand mit dem Fernrohr untersucht.

Der Todeshauch der Sünde wird weggenommen sein, und die ganze Erde wird in der Herrlichkeit des Herrn, unseres Gottes, erscheinen. Dort kann der Mann der Wissenschaft dann die Urkunden der Schöpfung entziffern; er wird nichts entdecken, was ihn an das Gesetz des Bösen erinnert. Er kann den melodischen Stimmen der Natur lauschen, ohne den Laut der Klage oder den Unterton des Schmerzes zu vernehmen.

In allem Geschaffenen wird er nur auf eine Handschrift stoßen: dem unermeßlichen All sieht er den Namen Gottes in großen Zügen aufgeprägt, an Erde, Meer und Himmel aber findet er keine Spur von Sünde mehr. Dort wird man ein Leben wie in Eden führen: ein Leben im Garten und auf dem Feld. „Sie werden Häuser bauen und bewohnen; sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse.

Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und das Werk ihrer Hände wird alt werden bei meinen Auserwählten.“ Jesaja 65,21.22. Kein Ding wird „schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der Herr“. Jesaja 65,25. Dort wird der Mensch wieder in sein verlorenes Königtum eingesetzt, und die niederen Geschöpfe werden seine Herrschaft wieder anerkennen: die wilde Kreatur wird zahm werden und die furchtsame zutraulich.

Dort wird sich vor dem Lernenden ein Geschichtsgeschehen von unendlicher Spannweite, von unsagbarer Fülle ausbreiten. Zwar bietet sich dem Schüler schon hier auf Erden von der Erkenntnisgrundlage des Wortes Gottes aus ein Blick in ungeheure Geschichtszusammenhänge. Er kann etwas von den Grundgesetzen erspüren, die den Ablauf menschlicher Ereignisse bestimmen. Aber seine Sicht ist doch noch getrübt, und sein Wissen bleibt unvollständig.

Erst wenn er im Lichte der Ewigkeit weilt, wird er alles klar erkennen. Dann wird sich ihm die Entwicklung des großen Kampfes enthüllen, der vor Beginn der Erdenzeit entbrannte und erst enden wird, wenn diese abgelaufen ist. Alles wird offenbar werden: der Ursprung der Sünde, der verhängnisvolle Trug ihrer verderblichen Auswirkung, die Wahrheit, die dem Irrtum entgegentrat und ihn besiegte, weil sie nicht vom geraden Weg abwich.

Der Schleier, der sich zwischen die sichtbare und die unsichtbare Welt schiebt, wird beiseitegezogen werden, und wunderbare Dinge werden sich offenbaren. Erst wenn wir das Walten Gottes im Lichte der Ewigkeit betrachten, werden wir begreifen, was wir der Fürsorge und dem Eingreifen seiner Engel zu verdanken haben. Himmlische Wesen haben tätigen Anteil an den Angelegenheiten der Menschen genommen. Sie sind in Gewändern erschienen, die leuchteten wie der Blitz.

In Menschengestalt sind sie gekommen, angetan wie Wanderer. Sie haben die Gastfreundschaft irdischer Heime entgegengenommen und verirrten Reisenden als Führer gedient. Die Absichten des Verderbers haben sie vereitelt und den Streich des Widersachers abgewehrt. Wenn die Herrscher dieser Welt es auch nicht wissen, so haben doch in ihren Ratsversammlungen vielfach Engel das Wort geführt. Menschenaugen haben auf sie geblickt, menschliche Ohren haben ihren dringenden Vorstellungen gelauscht.

In den Rathäusern und im Gerichtssaal haben himmlische Boten die Sache der Verfolgten und Unterdrückten vertreten. Sie haben Pläne zunichte gemacht und Übel aufgehalten, die Unrecht und Leiden über die Kinder Gottes gebracht hätten. Dies alles wird den Schülern der himmlischen Schule enthüllt werden. Jeder Erlöste wird dann den Dienst der Engel in seinem eigenen Leben erkennen.

Wie wird es sein, wenn er mit dem Gottesboten Zwiesprache halten kann, der vom ersten Augenblick an sein Hüter war, der seine Schritte überwachte und sein Haupt am Tage der Gefahr deckte; wenn er von diesem Engel, der im Tal der Todesschatten bei ihm war, der sich seine Grabstätte merkte und ihn als erster am Auferstehungsmorgen begrüßte, erfährt, wie Gott ins Einzelleben eingriff und bei jeder Tat für die Menschheit mit zu Werke ging!

Alle Wirrnisse des Lebens und Erlebens werden dann geklärt sein. Wo sich unseren Augen nur Verwirrung und Enttäuschung, vereitelte Absichten und durchkreuzte Pläne darboten, werden wir einen einzigen großen, allumfassenden, sieghaften Vorsatz, eine göttliche Harmonie erkennen. Dort werden alle, die selbstlos gewirkt haben, die Frucht ihrer Mühen schauen. Die Auswirkung jedes rechten Grundsatzes und jeder edlen Tat wird dann sichtbar.

Etwas davon sehen wir schon jetzt; doch wie wenig vom Ergebnis edelster irdischer Arbeit offenbart sich dem Schaffenden in diesem Leben! Wie viele mühen sich selbstlos und unermüdlich für Menschen, die eines Tages aus ihrem Gesichtskreis schwinden! Eltern und Lehrer legen sich zu ihrer letzten Ruhe nieder, und ihre Lebensarbeit scheint umsonst getan. Doch sie wissen nicht, daß ihre Treue Segensquellen freigelegt hat, die unaufhörlich fließen.

Nur mit dem Glaubensauge sehen sie die Kinder, die sie erzogen haben, für ihre Mitmenschen zum Heil und Ansporn werden, sehen sie, wie sich ihr Einfluß tausendfältig fortpflanzt. Mancher Schaffende sendet Botschaften der Kraft, der Hoffnung und der Ermutigung in die Welt hinaus, Worte, die den Gemütern in allen Landen Segen bringen; doch vom Ergebnis erfährt er, der sich einsam und unerkannt abmüht, nur wenig.

So werden Gaben verschenkt, Lasten getragen und Arbeiten verrichtet. Menschen säen den Samen, und andere heimsen über ihren Gräbern die Segensernten ein. Sie pflanzen Bäume, damit andere ihre Früchte genießen. Hienieden begnügen sie sich mit dem Wissen, daß sie Anstöße zum Guten gegeben haben. In der zukünftigen Welt aber wird man die Wirkung und Rückwirkung all dieser Taten erkennen.

Über jede Gabe, die Gott verliehen hat und die Menschen zu selbstlosem Einsatz veranlaßt, wird im Himmel Buch geführt. Ein besonderes Studium, mit dem uns die himmlische Schule belohnt, wird darin bestehen, diesen Bericht in seinen vielfältigen Verästelungen zu verfolgen. Da werden wir Menschen begegnen, die durch unsere Bemühungen emporgehoben und veredelt wurden; wir werden in ihrer Lebensgeschichte die Auswirkung echter Grundsätze sehen dürfen.

Dort werden wir erkennen, gleichwie wir erkannt sind. Dort werden sich die Liebe und Zuneigung, die Gott uns ins Herz gepflanzt hat, aufs wahrste und schönste betätigen. Der reine Umgang mit heiligen Wesen, das harmonische, gesellige Leben mit den glücklichen Engeln und mit den Gläubigen aller Zeiten, die heilige Gemeinschaft, die „die ganze Familie im Himmel und auf Erden“ miteinander verbinden wird, all das gehört zu den Erlebnissen der künftigen Welt.

Es wird dort Musik und Gesang geben, Klänge und Weisen, wie sie, außer in Gesichten von Gott, kein sterblich Ohr je vernommen und kein menschlicher Geist sich jemals vorgestellt hat. „Und die Sänger wie die im Reigen werden alle in dir singen, eins ums andere.“ Psalm 87,7. „Dieselben heben ihre Stimme auf und rühmen und jauchzen … über der Herrlichkeit des Herrn.“ Jesaja 24,14.

„Denn der Herr tröstet Zion, er tröstet alle ihre Wüsten und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des Herrn, daß man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang.“ Jesaja 51,3. Dort werden sich alle Kräfte entfalten, jede Fähigkeit wird zunehmen. Man wird die größten Unternehmungen durchführen, die erhabensten Sehnsüchte stillen und höchstes Streben verwirklichen.

Und immer noch werden neue Gipfel zu erklimmen, neue Wunder zu bestaunen, neue Wahrheiten zu erfassen sein. Neue Ziele werden die Kräfte des Körpers, des Geistes und der Seele herausfordern. Alle Schätze des Weltalls werden sich dem Forscherdrang der Kinder Gottes darbieten. Mit unaussprechlichem Entzücken werden wir uns in die Freuden und die Weisheit ungefallener Wesen versenken und an den Reichtümern teilhaben, die sie in äonenlanger Betrachtung der Werke Gottes angesammelt haben.

Die dahinrollenden Jahre der Ewigkeit aber werden immer herrlichere Offenbarungen bringen. „Überschwenglich … über alles, das wir bitten oder verstehen“ (Epheser 3,20), wird Gott in alle Ewigkeit seine Gaben austeilen. „Seine Knechte werden ihm dienen.“ Offenbarung 22,3. Das Leben auf Erden ist der Anfang des himmlischen Lebens; die irdische Erziehung stellt eine Einführung in die Grundsätze des Himmels dar; die hiesige Lebensarbeit ist eine Übung für das kommende Lebenswerk.

Was wir jetzt in Charakter und heiligem Dienst sind, schattet ganz gewiß das vor, was wir sein werden. „Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene.“ Matthäus 20,28. Christi Aufgabe hienieden ist auch sein Werk droben, und unsere Arbeit für ihn auf dieser Erde wird mit größerer Kraft und einem weiteren Wirkungskreis in seinem Dienst in der zukünftigen Welt belohnt.

„Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr; so bin ich Gott.“ Jesaja 43,12. Seine Zeugen sollen wir auch in der Ewigkeit sein. Warum durfte der große Kampf ganze Zeitalter hindurch währen? Warum wurde Satan nicht plötzlich beim Ausbruch seiner Empörung ausgelöscht? — Damit das Weltall von Gottes gerechter Behandlung des Bösen überzeugt und die Sünde auf ewig verdammt werde.

Im Erlösungsplan gibt es Höhen und Tiefen, die unser Geist in aller Ewigkeit niemals voll durchdringen kann — Wunder, die die Engel zu schauen gelüstet. Von allen erschaffenen Wesen haben nur die Erlösten den Kampf mit der Sünde tatsächlich aus eigener Erfahrung kennengelernt. Sie haben mit Christus vereint gewirkt und sind — was selbst die Engel nicht vermochten — in die Gemeinschaft seiner Leiden eingegangen.

Werden sie da etwa nichts über die Urgründe der Erlösung auszusagen haben — nichts, was ungefallenen Wesen von Wert sein könnte? Jetzt schon ist „den Fürstentümern und Herrschaften in dem Himmel an der Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes“ (Epheser 3,10) kundgetan. Und er „hat uns samt ihm auferweckt und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt,… auf daß er erzeigte in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christo Jesu“. Epheser 2,6.7.

„In seinem Tempel sagt ihm alles Ehre“ (Psalm 20,9), und das Lied, das die Erlösten singen werden das Lied der Erfahrung, wird den Ruhm Gottes künden: „Groß und wundersam sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiden! Wer sollte dich nicht fürchten, Herr, und deinen Namen preisen? Denn du bist allein heilig.“ Offenbarung 15,3.4.

Hier in diesem Leben — mag es auch irdisch und von der Sünde gehemmt sein — liegt die tiefste Freude und die vornehmste Erziehung im Dienen. Und auch in unserer künftigen Daseinsform wird unsere größte Wonne und unsere höchste Schulung diesmal ohne die Fesseln sündigen Menschentums im Dienen bestehen.

Wir werden Zeugnis ablegen und dabei stets von neuem erfahren, „welcher da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses …, welches ist Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit“. Kolosser 1,27. „Es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ 1.Johannes 3,2. Dann wird Christus in den Früchten seines Wirkens seinen Lohn schauen.

An jener großen Schar, die niemand zählen kann, die „unsträflich mit Freuden“ vor dem „Angesicht seiner Herrlichkeit“ (Judas 24) dargestellt ist, wird er, dessen Blut uns erkauft und dessen Leben uns gelehrt hat, „darum daß seine Seele gearbeitet hat, … seine Lust sehen und die Fülle haben“. Jesaja 53,11.“
Ellen G. White, Erziehung (1954), S. 260-267

Ein Ort voller Mitgefühl, Harmonie und Liebe.

„Ich schien an einem Ort zu sein, wo alles friedlich war, in dem keine stürmischen Kriege mehr aufkommen konnten. Es war der Himmel, ein Königreich der Gerechtigkeit, in dem alle Heiligen und Reinen leben. Es sind Millionen und Milliarden, die dort glücklich leben, in reiner Vertraulichkeit miteinander umgehen und Gott und seinen Sohn loben. Was sie sagen, zeugt von vollkommener Harmonie.

Sie tun sich gegenseitig niemals etwas Unrechtes an. Fürsten des Himmels, die Herrscher dieses mächtigen Reiches, kennen nur einen Wettstreit zum Guten, sie sind auf gegenseitiges Glück und gegenseitige Freude bedacht. Der Größte ist dort der Kleinste, was die Selbsteinschätzung betrifft, und der Kleinste ist der Größte in seiner Dankbarkeit und seinem Reichtum an Liebe.

Es gibt keine Irrtümer, die den Verstand trüben. Wahrheit und Wissen, klar und vollkommen, haben jede Ungewißheit verjagt, und kein dunkler Zweifel wirft unheilvolle Schatten auf die glücklichen Bewohner. Keine streitenden Stimmen stören den vollkommenen Frieden des Himmels. Seine Einwohner kennen keine Sorgen, keinen Kummer und keine Tränen.

Alle leben in wunderbarer Übereinstimmung, in vollkommener Ordnung und reiner Freude … Der Himmel ist eine Heimat, in der das Mitgefühl in jedem Herzen lebendig ist und in jedem Blick zum Ausdruck kommt. Es gibt keine Beleidigungen, keine Unstimmigkeiten, Streitereien oder Wortgefechte. Hier regiert die Liebe. Manuscript Releases IX, 104.105 (1882).“
Ellen G. White, Christus kommt bald (1996), S. 234-235

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