Beitrag zuletzt aktualisiert am 29. März 2021
Gott fordert Vollkommenheit

Gott fordert Vollkommenheit!

Vorwort

Begrüße dich geliebter Leser.
Friede sei mit dir und mit deinen Nächsten.

Wie muss ein wahrer Gläubiger vor den letzten 7 Plagen – welche die Gnade Gottes beenden – und für die Wiederkunft des Herrn Jesus sein?
Was fordert Gott, der geliebte himmlische Vater, von jedem Menschen in seinem Wort, der heiligen Schrift?
Was sagte der geliebte Sohn Gottes?

In diesem Beitrag möchte man dir aufzeigen, welches Licht der himmlische Vater seiner geliebten Tochter und Prophetin Ellen G. White bezüglich der Sünde, dem Halten der 10 Gebote und nicht mehr Sündigen gab.

Decken sich Ellens Zeugnisse mit der heiligen Schrift?

Deshalb möchte ich dich einladen, wenn du möchtest, diesen Beitrag unter Gebet – so wie die heilige Schrift es sagt – zu lesen und zu studieren. Wünsche und hoffe, dass dir die Liebe und Gerechtigkeit Gottes zuteilwird! 

Möge der geliebte himmlische Vater dir, deinen Lieben und euren Nächsten beim Suchen und Prüfen helfen, euch segnen, beschützen, durch seinen geliebten Sohn Jesus von euren Sünden und Ungerechtigkeiten befreien (1.Johannes 1:7, 1:9), damit ihr von neuem geboren und wie der Sohn Gottes werdet, nicht mehr sündigt (1.Johannes 3:9) und das Reich Gottes für die Ewigkeit betretet (Johannes 3:3). Viel Freude sei euch beim Suchen und Prüfen gewünscht.
Im Namen des edlen, wunderbaren und geliebten Fürsten Jesus, dem Christus.
Amen

Gott fordert Heiligkeit, Vollkommenheit und Freiwerden von Sünde!

Gott, der himmlische Vater fordert in der heiligen Schrift von seinem Volk Heiligkeit, Vollkommenheit und Freiheit von Sünde!

So steht es geschrieben:

Denn ich bin JHWH, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig; 3.Mose 11:44

Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist! Matthäus 5:48 

bis daß wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Manne werden, zum Maße der vollen Größe Christi; Epheser 4:13

Den verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um einen jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen, Kolosser 1:28 

damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet. 2.Timotheus 3:17 

Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und ganz seiet und es euch an nichts mangle. Jakobus 1:4 

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Jakobus 1:17 

Denn wir fehlen alle viel; wenn jemand in der Rede nicht fehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten. Jakobus 3:2 

wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe zu Gott vollkommen geworden. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. 1.Johannes 2:5 

Was fordert Gott, der geliebte himmlische Vater, von jedem Menschen in seinem Wort, der heiligen Schrift?

Es steht geschrieben:

Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das soll jeder Mensch! Prediger 12:13 

Was ist der Bund, den Gott mit seinem Volke schloss?

Dazu möchte man dir diesen Beitrag empfehlen, der dir den wahren neuen Bund Gottes mit seinem Volk aufzeigt:
Können die 10 Gebote beendet sein, wenn Gott sie in die Herzen seiner Kinder schreibt?

Was sagt die Schrift noch?

Jeder Mensch, der mit dem Herrn Jesus in seinem Reich regieren möchte (Offenbarung 20:6), muss noch in dieser Welt (Römer 6:12, Titus 2:12, 1.Johannes 4:17), ehe der Herr Jesus kommt, verwandelt und wie der Herr werden (Römer 8:29, 1.Korinther 15:49, 2.Korinther 3:18, Kolosser 3:9-10).

Wahre Jünger werden

  • heilig und vollkommen! (Johannes 17:19)
  • den Willen Gottes tun! (Matthäus 12:50, Markus 3:35, Lukas 8:21)
  • ihr altes und sündiges Leben aufgeben und in allem neu werden! (2.Korinther 5:17)
  • von aller Ungerechtigkeit gereinigt (befreit)! (1.Johannes 1:9)
  • durch das Wort von aller Sünde gereinigt! (Epheser 5:26-27)
  • von aller Sünde befreit und nicht mehr in Sünde leben! (1.Johannes 2:4, 1.Johannes 3:6, 1.Johannes 3:9, 1.Johannes 5:18)
  • nicht mehr sündigen, weil jeder von neuem geborene Mensch nicht sündigen kann, da der Sündlose sie bewohnt! (Johannes 8:46, 2.Korinther 5:21, Hebräer 4:15, 7:26, 1.Petrus 2:22, 1.Johannes 3:5)

Der wahre Sinn dieses Evangeliums!

Mensch, du bist tot!
Denn deine Sünden – Übertretungen der 10 Gebote – trennen dich von Gott!

Mensch, willst du leben?
Dann musst du dich von deinen Sünden – Übertretungen der 10 Gebote – trennen!

Kein Sünder und keine Sünde wird das Reich Gottes betreten!
Durch den Herrn Jesus von aller Sünde befreit.

In diesem Beitrag möchte man dir aufzeigen, was der himmlische Vater seiner geliebten Tochter und Prophetin zwecks Sünde und nicht mehr sündigen gab.

Decken sich Ellens Zeugnisse mit der heiligen Schrift?

Prüfen wir es.

Gott fordert jeden auf, nach der Vollkommenheit zu streben!

„Erfolg in diesem Leben und der Gewinn des zukünftigen hängen mit davon ab, ob jemand auch in kleinen Dingen treu und gewissenhaft ist. In Gottes Schöpfung ist Vollkommenheit im Geringsten wie im Größten. Die Hand, die die Himmelskörper im Weltall trägt, ist dieselbe, die auch die Lilien auf dem Felde mit zarter Feinheit schuf. Und wie Gott in seinem Wirkungsbereich vollkommen ist, so sollen wir es in unserem sein.

Ein ausgeglichener, starker und wertvoller Charakter entwickelt sich aus der persönlichen Pflichtauffassung bei unscheinbaren Aufgaben. Gewissenhaftigkeit in allem sollte unser Leben bestimmen. Redlichkeit, kleine Hilfeleistungen und Gefälligkeiten schaffen Freude im Leben. Und ist einmal unser Werk auf Erden getan, wird sich zeigen, daß auch ganz unscheinbare, treu erfüllte Pflichten Einfluß zum Guten hatten, der niemals vergehen kann.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 556

„Heutzutage verlangt Gott das Gleiche, was er vom ersten Menschenpaar im Paradies verlangt hat: vollkommenen Gehorsam gegenüber seinen Geboten. Sein Gesetz bleibt zu allen Zeitaltern dasselbe. Der große Maßstab der Gerechtigkeit, wie ihn das Alte Testament darstellt, wird im Neuen nicht geschmälert. Die Aufgabe des Evangeliums besteht nicht darin, den Anspruch des heiligen Gesetzes Gottes herabzusetzen, sondern die Menschen in die Lage zu versetzen, seine Grundsätze zu befolgen.

Der Glaube an Christus, der die Menschen rettet, sieht nicht so aus, wie ihn viele darstellen. „Glaubt nur, glaubt!“, rufen sie, „Glaubt nur an Christus und ihr werdet gerettet. Das ist alles, was ihr zu tun habt.“ Während echter Glaube bei der Erlösung völlig auf Christus vertraut, führt er zur vollkommenen Übereinstimmung mit dem Gesetz Gottes. Der Glaube zeigt sich durch Werke. Und der Apostel Johannes erklärt: „Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht.“ 1.Johannes 2,4.

Es ist [hierbei] nicht sicher, sich auf Gefühle oder Eindrücke zu verlassen, denn sie sind unzuverlässige Führer. Gottes Gesetz ist der einzige korrekte Maßstab der Heiligkeit. Durch dieses Gesetz wird der Charakter beurteilt. Wenn jemand, der Erlösung sucht, fragt: „Was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?“, antworten die modernen [geistlichen] Lehrer: „Nur glauben, dass Jesus dich rettet.“ Aber als Christus diese Frage gestellt wurde, sagte er: „Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?“

Und als der Fragende antwortete: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen … und deinen Nächsten wie dich selbst“, sagte Jesus: „Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.“ Lukas 10,25-29. Wahre Heiligung wird sich in einer bewussten Achtung für alle Gebote Gottes zeigen, in der sorgfältigen Nutzung jeder Gabe, in einer umsichtigen Konversation und in der Offenbarung der Sanftmut Christi in jeder Handlung.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 46-47

„Im zweiten Brief, den Petrus an diejenigen richtete, die mit ihm „denselben teuren Glauben“ (2.Petrus 1,1) erlangt hatten, legt er den göttlichen Plan zur Bildung eines christlichen Charakters dar. Er schreibt:

„Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und unsres Herrn Jesus! Alles, was zum Leben und göttlichen Wandel dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, auf daß ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, die ihr entkommen seid der verderblichen Lust in der Welt. So wendet allen euren Fleiß daran und beweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Gottesfurcht und in der Gottesfurcht brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. Denn wenn solches reichlich bei euch ist, werdet ihr nicht faul noch unfruchtbar sein in der Erkenntnis unsres Herrn Jesus Christus.“ 2.Petrus 1,2-8.

Diese Worte sind voller Unterweisungen und schlagen einen sieghaften Ton an. Der Apostel zeigt darin den Gläubigen die Stufenleiter christlichen Wachstums. Jeder Schritt bedeutet eine Zunahme an Gotteserkenntnis. Da darf es keinen Stillstand geben. Glaube, Tugend, Erkenntnis, Mäßigkeit, Geduld, Gottseligkeit, brüderliche Liebe und die Liebe zu allen Menschen sind die Sprossen dieser Leiter. Wir werden gerettet, wenn wir Stufe um Stufe hinaufsteigen bis zu dem uns von Christus vorgehaltenen Ideal. So ist Er uns gemacht zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.

Gott hat sein Volk zu Herrlichkeit und Tugend berufen. Das wird sich im Wandel derer zeigen, die wahrhaft mit ihm verbunden sind. Nachdem sie Teilhaber der himmlischen Gabe geworden sind, sollen sie — „aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt“ (1.Petrus 1,5) — weiter zur Vollkommenheit schreiten. Gott wird verherrlicht, wenn er seinen Kindern seine Tugenden verleiht. Er möchte, daß Männer und Frauen das höchste Ziel erreichen. Ergreifen sie durch den Glauben die Kraft Christi, beanspruchen sie die sicheren Verheißungen für sich und trachten sie unbeirrt nach der Kraft des Heiligen Geistes, dann werden sie auch zur Vollkommenheit gelangen.

Hat jemand den Glauben des Evangeliums angenommen, dann ist es seine nächste Aufgabe, seinen Charakter zu vervollkommnen. Dadurch wird das Herz gereinigt und der Verstand für die Aufnahme der Erkenntnis Gottes vorbereitet. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage aller wahren Bildung und allen echten Dienstes. Sie ist der einzig sichere Schutz vor Versuchungen und kann den Menschen in seinem Wesen Gott ähnlich machen. Durch die Erkenntnis Gottes und seines Sohnes Jesus Christus wird dem Gläubigen „alles, was zum Leben und göttlichen Wandel dient“ (2.Petrus 1,3), gegeben. Keine gute Gabe wird dem vorenthalten, der sich aufrichtig danach sehnt, die Gerechtigkeit Gottes zu erlangen.

„Das ist aber“, sagte Christus, „das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Johannes 17,3. Und der Prophet Jeremia erklärte: „Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, daß er klug sei und mich kenne, daß ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HERR.“ Jeremia 9,22.23. Unser Verstand kann sich kaum eine Vorstellung von der Breite, Tiefe und Höhe des geistlichen Vermögens eines Menschen machen, der diese Erkenntnis gewinnt.

Niemand braucht in seinem Bemühen, in seinem Bereich einen vollkommenen christlichen Charakter zu erlangen, zu verzagen. Durch das Opfer Christi sind alle Vorkehrungen getroffen, daß der Gläubige all das empfängt, was zum Leben und göttlichen Wandel dient. Gott fordert uns auf, nach der Vollkommenheit zu streben. Den Charakter Christi hat er uns als Vorbild gegeben. Durch beharrlichen Widerstand gegen das Böse bewies der Heiland in den Tagen seines Menschseins, daß Menschen durch das Zusammenwirken mit Gott bereits in diesem Leben die Vollkommenheit des Charakters erlangen können. Damit gibt Gott die Gewähr, daß auch wir einen völligen Sieg erringen können.

So ist dem Gläubigen die wunderbare Möglichkeit geschenkt, Christus ähnlich zu werden und allen Forderungen des Gesetzes gehorsam zu sein. Doch aus sich selbst ist der Mensch dazu nicht in der Lage. Die Heiligkeit, die er dem Worte Gottes nach haben sollte, um gerettet zu werden, ist die Frucht der göttlichen Gnade, die er empfängt, wenn er sich der Zucht und dem mäßigenden Einfluß des Geistes der Wahrheit unterwirft. Der Gehorsam des Menschen wird erst durch den Weihrauch der Gerechtigkeit Christi vollkommen gemacht, der jede unserer Taten des Gehorsams mit göttlichem Wohlgeruch erfüllt. Der Christ hat seinerseits beharrlich gegen jeden Fehler anzukämpfen. Ständig soll er den Heiland bitten, sein sündenkrankes Herz zu heilen; denn er selbst besitzt weder Weisheit noch Kraft zum Überwinden. Allein der Herr hat sie, und er gibt sie denen, die demütig und bußfertig darum bitten.

Die Umwandlung eines ungeheiligten Menschen zu einem geheiligten ist ein anhaltender, fortschreitender Vorgang. Gott arbeitet Tag für Tag an der Heiligung des Menschen, der Mensch aber soll mit Gott zusammenwirken und beharrlich darum ringen, gute Gewohnheiten zu entfalten. Er soll sich eine Tugend nach der anderen aneignen. Und Während er sie so zu vermehren sucht, wird Gott auf seine Weise für ihn wirken und das Erlangte vervielfachen. (engl.: Er muß sich Gnade an Gnade addieren. Und während er so nach dem Plane der Addition arbeitet, wirkt Gott für ihn nach dem Plan der Multiplikation) Unser Heiland ist stets bereit, das Gebet eines bußfertigen Herzens zu erhören und seinen Getreuen Gnade und Frieden in reichem Maße zu schenken. Gern gewährt er ihnen die Segnungen, die sie im Kampf gegen die Schwierigkeiten, die ihnen zu schaffen machen, brauchen.

Manche Menschen bemühen sich, in ihrem Christenleben Fortschritte zu machen; sobald sie aber vorankommen, fangen sie an, ihr Vertrauen auf ihre eigene Kraft zu setzen, und verlieren Jesus, den Anfänger und Vollender ihres Glaubens, aus dem Auge. Aber das führt zum Mißerfolg, zum Verlust alles Erreichten. Höchst betrüblich ist der Zustand jener Menschen, die des Weges überdrüssig geworden sind und zulassen, daß Satan sie der christlichen Tugenden beraubt, die sie in ihrem Leben bereits entwickelt hatten. „Wer aber solches nicht hat“, erklärte der Apostel, „der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, daß er rein geworden ist von seinen vorigen Sünden.“ 2.Petrus 1,9.

Der Apostel Petrus hatte in geistlichen Dingen viele Erfahrungen gesammelt. Sein Glaube an Gottes rettende Kraft war mit den Jahren gewachsen, bis er zweifelsfrei bewiesen hatte, daß die Gefahr des Mißerfolges für den in keiner Weise besteht, der im Glauben stetig aufwärts- und vorwärtsschreitet, bis er die letzte Stufe erklimmt, die zur Himmelstür führt.“
Ellen G. White, Das Wirken der Apostel (1976), S. 415-418

„Gott wird sich nur derer annehmen, die entschlossen sind, nach einem hohen Ziele zu streben. Er legt einem jeden menschlichen Werkzeuge die Pflicht auf, das Beste zu tun, was es tun kann. Sittliche Vollkommenheit verlangt er von allen. Wir sollten niemals den Maßstab der Gerechtigkeit herabsetzen, um ihn unseren ererbten oder genährten Neigungen zum Unrechttun anzupassen. Wir müssen erkennen, daß Unvollkommenheit des Charakters Sünde ist. Alle gerechten Charaktereigenschaften sind als ein vollkommenes, harmonisches Ganzes in Gott vereinigt und jeder, der Christum als einen persönlichen Heiland annimmt, hat das Vorrecht, diese Eigenschaften zu besitzen.

Alle die Gottes Mitarbeiter sein wollen, müssen nach Vollkommenheit eines jeden Organs des Körpers, einer jeden Eigenschaft der Seele streben. Die wahre Erziehung ist eine Vorbereitung der körperlichen, geistigen und sittlichen Kräfte zur Verrichtung einer jeden Pflicht; sie besteht in der Ausbildung des Körpers, des Geistes und der Seele für den göttlichen Dienst. Dies ist die Ausbildung, die bis ins ewige Leben reicht.

Der Herr fordert von einem jeden Christen, daß seine Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit in allen Zweigen zunehme. Christus hat mit seinem Blut und Leiden uns unseren Sold bezahlt, um sich unseren willigen Dienst zu sichern. Er kam auf unsere Welt, um uns ein Vorbild zu sein, wie wir wirken und mit welchem Geist wir an unsere Arbeit gehen sollten. Er will, daß wir darüber nachdenken sollen, wie wir sein Werk am besten fördern, seinen Namen in der Welt verherrlichen und dem Vater, der die Welt also geliebet hat, „daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16), mit Ehre krönen und ihm die größte Liebe und Hingabe bezeigen können.

Aber Christus hat uns keine Versicherung gegeben, daß es eine leichte Sache ist, Vollkommenheit des Charakters zu erreichen. Ein edler, vollkommener Charakter wird nicht ererbt; wir erhalten ihn nicht durch Zufall. Ein edler Charakter wird durch persönliches Streben mittels der Verdienste und Gnade Christi erlangt. Gott gibt die Zentner, die Verstandeskräfte; wir bilden den Charakter. Er wird durch harte, ernste Kämpfe mit dem eigenen Ich gebildet. Ein Kampf nach dem andern muß gegen ererbte Neigungen ausgefochten werden. Wir müssen uns selbst aufs genaueste kritisieren und dürfen nicht einen einzigen ungünstigen Charakterzug unberichtigt lassen.

Niemand sage: ich kann meine Charakterfehler nicht ablegen. Wer zu dieser Entscheidung kommt, wird sicherlich des ewigen Lebens verlustig gehen. Die Unmöglichkeit liegt im eigenen Willen. Wer nicht will, der kann nicht überwinden. Die wirkliche Schwierigkeit entsteht durch die Verderbtheit eines ungeheiligten Herzens und die Unwilligkeit, sich der Herrschaft Gottes zu unterwerfen. Viele, die Gott befähigt hat, vortreffliche Arbeit zu tun, richten wenig aus, weil sie wenig versuchen. Tausende gehen durch dies Leben, als ob sie keinen bestimmten Lebenszweck und kein Ziel zu erreichen hätten. Solche werden eine ihren Werken angemessene Belohnung erhalten.

Bedenkt, daß ihr niemals ein höheres Ziel erreicht, als ihr euch selbst steckt. Darum setzt euch ein hohes Ziel und dann steigt Schritt für Schritt, selbst wenn es durch schmerzliche Anstrengungen, durch Selbstverleugnung und Selbstaufopferung führt, die ganze Stufenleiter hinauf. Laßt euch durch nichts hindern. Das Schicksal hat seine Maschen um kein menschliches Wesen so fest gewoben, daß es hilflos und in Ungewißheit bleiben muß. Schwierige Umstände sollten euch zu dem festen Entschluß bringen, sie zu überwinden. Das Wegräumen eines Hindernisses wird größere Fähigkeit und neuen Mut geben, vorwärts zu gehen. Dringt mit Entschlossenheit in der rechten Richtung voran, dann werden die Umstände eure Gehilfen und keine Hindernisse sein.

Strebt ernstlich darnach, zu des Meisters Verherrlichung eine jede edle Charaktereigenschaft zu nähren. Ihr sollt zu jeder Zeit in eurem Charakteraufbau Gott gefallen. Das könnt ihr tun; auch Henoch gefiel Gott, obgleich er in einem entarteten Zeitalter lebte — und in unsrer Zeit gibt es auch noch hier und da einen Henoch.

Steht fest wie Daniel, jener treue Staatsmann, ein Man, den keine Versuchung beirren konnte. Enttäuscht ihn nicht, der euch so liebte, daß er sein eigenes Leben gab, um eure Sünden auszutilgen. Er sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. Bedenkt dies! Wenn ihr Fehler gemacht habt, könnt ihr sicherlich den Sieg gewinnen, wenn ihr diese Fehler erkennt und sie euch als Warnungslichter dienen laßt. So könnt ihr eure Niederlage in einen Sieg verwandeln, den Feind enttäuschen und euren Erlöser ehren.

Ein nach dem göttlichen Bilde gestalteter Charakter ist der einzige Schatz, den wir von dieser Welt in die zukünftige mitnehmen können. Wer sich in diesem Leben unter die Lehren Christi stellt, wird das Göttliche, das er sich dadurch aneignet, in die himmlischen Wohnungen mitnehmen und wird im Himmel beständig vollkommener werden. Wie mächtig also ist die Entwicklung des Charakters in diesem Leben!

Die himmlischen Wesen werden mit dem Menschen zusammenwirken, der mit festem Glauben nach jener Vollkommenheit des Charakters trachtet, die in Vollkommenheit der Handlungen zum Ausdruck kommt. Zu einem jeden, der sich an diese Aufgabe macht, sagt Christus: Ich bin zu deiner Rechten, um dir zu helfen. Indem der Wille des Menschen mit dem Willen Gottes zusammenwirkt, vermag er alles. Alles, was auf Gottes Befehl getan werden soll, kann auch in seiner Kraft getan werden. Alle seine Gebote sind auch Befähigungen.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 252-254

Christus kam in diese Welt und lebte das Gesetz Gottes aus, damit der Mensch vollkommene Herrschaft über seine Sünden erlangen kann!

„Durch den Erlösungsplan hat Gott Vorkehrungen getroffen, daß jede sündige Neigung überwunden und jede Versuchung verkraftet werden kann, wie stark diese auch sein mögen. – The Review and Herald, 22. Dezember 1885“
Ellen G. White, Ausgewählte Botschaften – Band 1 (1987), S. 84

„Ohne göttliche Kraft kann keine wahre Reform durchgeführt werden. Menschliche Schutzwehren gegen natürliche und anerzogene Neigungen sind nur wie eine Sandbank gegen den Strom. Erst wenn das Leben Christi zu einer lebendigen Macht in unserem Leben wird, können wir den Versuchungen widerstehen, welche uns von innen und von außen umgeben.

Christus kam auf diese Welt und lebte das Gesetz Gottes aus, damit der Mensch vollkommene Herrschaft über die natürlichen Neigungen erlangen möchte, welche die Seele verderben. Der Arzt des Leibes und der Seele verleiht den Sieg über schädliche Lüste. Er hat jede Möglichkeit vorgesehen, daß ein Mensch einen vollkommenen Charakter besitzen kann.

Wenn jemand sich Christo übergibt, so wird der Geist unter die Herrschaft des Gesetzes gebracht; aber es ist das königliche Gesetz, welches jedem Gefangenen Freiheit verkündigt. Wenn ein Mensch mit Christo eins wird, so wird er frei. Unterwerfung unter den Willen Christi bedeutet Wiederherstellung zu vollkommener Männlichkeit.

Gehorsam gegen Gott ist Freiheit von der Knechtschaft der Sünde, Freiheit von menschlicher Leidenschaft und Neigung. Der Mensch kann dastehen als Sieger über sich selbst, als Sieger über seine eigenen Neigungen, als Sieger „im Kampfe mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Epheser 6,12.“
Ellen G. White, In den Fußspuren des großen Arztes (1919), S. 95-96

Wir müssen von Christus lernen. Wir müssen wissen, was er denen ist, die er erlöst hat. Wir müssen erkennen, daß es unser Vorrecht ist, durch den Glauben an ihn teilhaftig zu werden der göttlichen Natur, so daß wir der Verderbtheit entfliehen, die in der Welt durch die Begierde vorherrscht. Dann sind wir von aller Sünde und von allen Charaktermängeln gereinigt. Wir brauchen keine einzige sündhafte Neigung beizubehalten. … [Epheser 2,1-6 zitiert] …

Wenn wir der göttlichen Natur teilhaftig und ererbte und gehegte Neigungen zum Bösen aus dem Charakter entfernt werden, werden wir eine lebendige Kraft zum Guten. Indem wir täglich vom göttlichen Lehrer lernen, seiner Natur teilhaftig werden, wirken wir in der Überwindung der Versuchungen Satans mit Gott zusammen. Gott wirkt, und der Mensch wirkt, damit der Mensch eins mit Christus sei, so wie Christus eins mit Gott ist. Dann sitzen wir mit Christus zusammen im Himmel. Die Sinne ruhen mit Frieden und Gewißheit in Jesus. — The Review and Herald, 24. April 1900.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 545

Woran misst man wahre Heiligung?

„»Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und bewahre euren Geist, samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!« (1. Thessalonicher 5,23 Luther 84)

Falsche Heiligung!

Heiligung erlangt nur, wer Gottes Willen tut. Viele treten jedoch das Gesetz des HERRN bewusst mit Füßen. Gleichzeitig behaupten sie, ein heiliges Herz zu haben und ein geheiligtes Leben zu führen. Sie haben Gott und sein Gesetz nicht erkannt. Deshalb sind sie verloren und befinden sich in den Reihen des Erzrebellen, der Gottes Gesetz bekämpft, das Fundament der göttlichen Regierung im Himmel und auf Erden. Was ihr Meister bereits begonnen hat, führen sie weiter, nämlich Gottes heiliges Gesetz außer Kraft zu setzen. Doch kein Gesetzesbrecher wird je in den Himmel eingelassen. Schließlich wurde ja sogar der einst reine und hoch gestellte »schützende Cherub« hinausgeworfen (Hesekiel 28,16), weil er gegen Gottes Regierung rebellierte. 
Was viele unter Heiligung verstehen, ist bloße Selbstgerechtigkeit. Unerschrocken erklären sie Jesus zu ihrem Retter, der angeblich heiligt. Was für eine Täuschung!

Wen heiligt Jesus?

Kann Gottes Sohn diejenigen heiligen, die das Gesetz seines Vaters übertreten? Jesus kam doch, um diesem Gesetz Achtung zu verschaffen, es zu verherrlichen. Er bezeugt: »Ich [habe] die Gebote meines Vaters gehalten.« (Johannes 15,10) Keinesfalls wird Gott sein Gesetz dem unvollkommenen Maßstab des Menschen anpassen. Denn die Anforderungen des heiligen Gesetzes sind vom Menschen durchaus erfüllbar. Er braucht nur reuig zu Gott umzukehren und unserem Herrn Jesus Christus vertrauen. »Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.« (1. Johannes 2,1)

Gott hat seinen Sohn ja nicht in Leid, Schande und Tod dahingegeben, damit der Mensch Gottes Gesetz nicht mehr halten muss. Satans Täuschungsmacht ist aber so groß, dass für viele das Sühneopfer gar keinen richtigen Wert mehr hat. Jesus starb, weil darin die einzige Hoffnung für den Übertreter besteht. Wenn der Sünder auch Gottes Gesetz in der Zukunft zu halten versucht, bleibt doch seine Schuld der Vergangenheit. Das Gesetz verurteilt ihn zum Tode. Um die Schulden des Sünders zu bezahlen, die dieser selbst nicht bezahlen kann, kam Jesus. Durch sein Sühneopfer erhält der Sünder eine weitere Chance.

Hat die Gnade das Gesetz abgelöst?

Dass bei Jesu Tod die Gnade das Gesetz abgelöst habe, ist eine von Satan ausgeklügelte Lehre. Die zehn Gebote wurden durch Jesu Tod nicht im Geringsten geändert, aufgehoben oder abgeschwächt, sondern durch das Blut des Heilandes wird dem Menschen die wertvolle Gnade angeboten. Gerade das beweist, dass Gottes Gesetz noch gilt. Gottes Gnade und sein Rechtsstaat sind seit dem Sündenfall in Eden nicht voneinander zu trennen. Beide wirken Hand in Hand durch alle Zeitalter hindurch. »Gnade und Wahrheit sind einander begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst.« (Psalm 85,11) Unser Stellvertreter Jesus war bereit, die Strafe des Menschen für die Gesetzesübertretung auf sich zu nehmen. Er verhüllte seine Göttlichkeit unter einem menschlichen Mantel. So wurde er zum Menschensohn, zum Retter und Erlöser.

Schon allein, dass Gottes geliebter Sohn kam, um den Menschen zu erlösen, zeigt, wie unveränderlich Gottes Gesetz ist. Wie leicht hätte Gott – aus dem Blickwinkel des Übertreters – das Gesetz abschaffen können, um dadurch den Menschen zu retten. Dann hätte Jesus aber auch im Himmel bleiben können! Wenn wir glauben, wir seien durch die Gnade frei, das Gesetz zu brechen, sind wir einer verhängnisvollen Täuschung aufgesessen. Wer Gottes Gesetz übertritt, ist ein Sünder und niemand kann geheiligt werden, während er in bewusster Sünde lebt. Seinen qualvollen Abstieg erduldete Gottes geliebter Sohn sicherlich nicht, um dafür zu bezahlen, dass der Mensch das Gesetz des Vaters getrost übertreten und sich dennoch mit Jesus auf den Thron setzen kann. Zwar kann auch der schuldigste Sünder durch Jesu Verdienste und durch Reue und Vertrauen Vergebung erlangen und die Kraft, ein Leben des Gehorsams zu führen. Aber er wird nicht in seinen Sünden gerettet, sondern von ihnen.

Sündenerkenntnis!

Der Sünder sehnt sich erst nach Jesus, wenn er seine Sünde erkennt. »Die Sünde ist die Übertretung des Gesetzes.« (1. Johannes 3,4 King James) »Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz.« (Römer 7,7) Als das Gebot das Gewissen des Saulus weckte, wachte die Sünde auf und er starb. Er wusste sich von Gottes Gesetz verdammt. Der Sünder kann also seine Sünde erst erkennen, wenn er versteht, was Sünde ist. Solange man denkt, der Glaube an Jesus sei unabhängig davon, ob man Gottes Gesetz befolgt oder nicht, kann man biblische Heiligung daher nicht erleben. Wer sagt, er halte Gottes Gesetz, gibt aber in seinem Herzen der Sünde nach, wird von Jesus, dem treuen Zeugen verurteilt (Offenbarung 3,14).

Er behauptet zwar, er sei reich an Erkenntnis der Wahrheit, lebt aber nicht nach ihren heiligen Grundsätzen. Die Wahrheit heiligt nicht sein Leben. Diesen angeblichen Gebotehalter erklärt Gottes Wort für blind, jämmerlich, arm und bloß; denn sein Leben widerspricht seinem Glauben. Gottes Gesetz ist ein Spiegel. Es reflektiert den Menschen komplett so, wie er ist. Es zeigt ihm die ungeschminkte Wahrheit. Einige wenden sich ab und vergessen dieses Bild. Andere beschimpfen das Gesetz aufs Schlimmste, als könnten sie damit ihre Charakterfehler beheben. Wieder andere nehmen die Verurteilung des Gesetzes an und bereuen ihre Übertretungen. Durch den Glauben an Jesu Verdienste bilden sie einen vollständig christlichen Charakter.

Aus Gottes Blickwinkel hat die ganze Welt sein Gesetz übertreten. Weil es die allermeisten Menschen auch weiterhin übertreten und so Gottes Feinde bleiben, kann man jedoch nicht schlussfolgern, dass niemand sich schuldig bekennen und gehorsam werden sollte. Von Natur aus sympathische Menschen, die gebildet und kultiviert sind, erscheinen dem oberflächlichen Betrachter oft vollkommen zu sein. »Der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an.« (1. Samuel 16,7) Werden die lebenspendenden Lehren aus Gottes Wort dem Gewissen nicht vermittelt und werden sie nicht verstanden, angenommen und praktisch umgesetzt, dann kann der Mensch nicht ins himmlische Königreich kommen. Manche sind von diesen Lehren nur fasziniert, weil sie ihnen neu sind. Aber sie nehmen sie nicht als Gottes Wort an. Wer das Licht jedoch nicht annimmt, wenn es ihm leuchtet, den verdammt es.

Die Menschen wollen die Wahrheit hören!

In jeder Gemeinde gibt es Menschen mit ungestilltem Hunger und Durst nach Rettung. Tag und Nacht belastet die Frage ihr Herz: Was muss ich tun, um gerettet zu werden? Aufmerksam hören sie den beliebten Predigern zu in der Hoffnung zu erfahren, wie sie vor Gott gerecht werden können. Doch zu oft hören sie nur eine gefällige Rede, einen gewandten Vortrag. In jeder religiösen Versammlung sitzen traurige und enttäuschte Herzen. Der Prediger erzählt seinen Zuhörern, sie könnten Gottes Gesetz nicht halten. »Es gilt für die Menschen von heute nicht mehr«, sagt er, »Glaube an Jesus, er wird dich retten. Glaube nur.« Auf diese Weise lehrt er sie, das Gefühl zu ihrem Maßstab zu machen. Er führt sie nicht zu einem intelligenten Glauben. Dieser Prediger gibt sich vielleicht als sehr aufrichtig, doch er sucht das besorgte Gewissen mit falschen Hoffnungen zu beschwichtigen.

Geistliches Gift mit Zuckerguss!

Viele gelangen so zu der Meinung, sie seien auf dem Weg zum Himmel, denn sie bekennen sich ja zum Glauben an Jesus. Gleichzeitig verwerfen sie jedoch Gottes Gesetz. Am Schluss werden sie feststellen, dass sie auf dem Weg zur Verdammnis waren und nicht zum Himmel. Durch diese Lehre von der Heiligung wird geistliches Gift mit einem Zuckerguss überzogen. Dann wird es den Menschen dargereicht. Tausende schlucken es begierig und meinen, sie seien in Sicherheit, solange sie nur ehrlich in ihrem Glauben sind. Doch Aufrichtigkeit verwandelt Irrtum nicht in Wahrheit. Man kann durchaus Gift schlucken in der aufrichtigen Meinung, es sei Nahrung. Doch diese Aufrichtigkeit bewahrt nicht vor der Wirkung.

Heiligung heißt Umwandlung!

Gott hat uns sein Wort als Richtschnur gegeben. Jesus sagte: »Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.« (Johannes 5,39) Er betete für seine Jünger: »Heilige sie in der Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.« (Johannes 17,17) Paulus sagt: »Ich habe zwar auch gemeint, ich müsste gegen den Namen Jesu von Nazareth viel Feindseliges verüben« (Apostelgeschichte 26,9), doch durch diesen Glauben wurde sein Verhalten noch lange nicht richtig. Erst als Paulus das Evangelium von Jesus Christus annahm, machte es aus ihm »eine neue Kreatur« (2. Korinther 5,17 Luther 84). Er wurde umgewandelt. Die Wahrheit wurde in sein Herz gepflanzt und schenkte ihm solchen Glauben und Mut als Jesu Nachfolger, dass kein Widerstand ihn von seinem Weg abbringen, kein Leid ihn einschüchtern konnte.

Mit welcher Ausrede man Gottes Gesetz auch immer ablehnen mag, am Tag des Gerichts wird keine davon akzeptiert. Wer gegen Gott streitet und sein schuldiges Herz durch Übertretungen verhärtet, muss schon bald dem großen Gesetzgeber über das gebrochene Gesetz Rechenschaft ablegen. Der Tag der Rache unseres Gottes kommt, der Tag seiner Zornesglut (Jesaja 61,2; 2. Chronik 30,8). Wer wird am Tag seines Kommens bestehen? Die Menschen haben ihr Herz gegen Gottes Geist verhärtet; doch seine Zornespfeile werden dort eindringen, wo die Pfeile der Erkenntnis es nicht vermochten. Gott wird schon bald aufstehen, um mit den Sündern abzurechnen. Werden die falschen Hirten die Übertreter an jenem Tage beschützen können? Kann entschuldigt werden, wer mit dem Strom des Ungehorsams mitgeschwommen ist? Wird Popularität oder werden Erfolgszahlen die Schuld wegnehmen können? Das sind Fragen, die sich die Sorglosen und Gleichgültigen stellen und selbst beantworten sollten.“
Ellen White, Review and Herald, 8. März 1881.

Wahre Heiligung bedeutet Vollkommenheit in der Liebe, im Gehorsam, im Einswerden mit dem Willen Gottes!

„Dies ist die biblische Heiligung, die keine Zurschaustellung oder Äußerlichkeit duldet. Es ist eine Heiligung, die wir durch den Kanal der Wahrheit empfangen; der Wahrheit, die im Herzen aufgenommen und im Leben tatsächlich angewandt wird. Jesus war, als Mensch betrachtet, vollkommen; dennoch wuchs er ständig in der Gnade Gottes. „Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.“ Lukas 2,52. Selbst der vollendetste Christ kann fortgesetzt in der Erkenntnis und Liebe Gottes wachsen. „Darum meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollt, so tut Fleiß, dass ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet. … Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Dem sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen.“ 2.Petrus 3,14.18.

Heiligung ist nicht Sache eines Augenblickes, einer Stunde oder eines Tages, sondern Heiligung ist beständiges Wachstum in der Gnade. Wir wissen an keinem Tage, wie heftig unser Kampf morgen oder übermorgen sein wird. Satan lebt und wirkt. Um ihm widerstehen zu können, müssen wir Gott jeden Tag ernstlich um Hilfe und Kraft bitten. Denn solange Satan herrscht, werden wir damit zu tun haben, uns selbst zu bezwingen und Gewohnheitssünden zu überwinden. Nie wird es für uns einen Ruhepunkt geben, an dem wir sagen können, dass wir das Ziel endgültig erreicht haben. „Nicht, dass ich‘s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich‘s auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin.“ Philipper 3,12.

Christliches Leben heißt stetiges Vorwärtsschreiten. Durch Jesum Christum wird sein Volk gereinigt und geläutert werden. Aber erst wenn sich sein Wesen gänzlich in ihnen widerspiegelt, sind sie vollkommen und heilig und bereit für die Verwandlung. Von einem Christen wird Großes erwartet. Wir sind aufgefordert, uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zu reinigen und unsere Heiligung in der Furcht Gottes zu vollenden. Hier erkennen wir, worin das Große besteht, das von einem Christen erwartet wird. Es nimmt einen festen Platz im Leben des Christen ein. Jede Rebe am Weinstock muss Leben und Kraft aus diesem Weinstock ziehen, um Frucht zu bringen.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 1 (2004), 362-363

Wahre Heiligung bedeutet Vollkommenheit in der Liebe, im Gehorsam, im Einswerden mit dem Willen Gottes. Durch den Gehorsam der Wahrheit gegenüber sollen wir für Gott geheiligt werden. Unser Gewissen muß von den toten Werken gereinigt werden, damit es dem lebendigen Gott diene. Wir sind noch nicht vollkommen, uns wird aber die Gnade zuteil, daß wir von den Fesseln des Ichs und der Sünde frei werden und der Vollkommenheit entgegenschreiten können. Großartige Möglichkeiten, hohe und heilige Ziele sind für uns alle erreichbar aufgestellt.

Der Grund, weshalb heute so viele keinen größeren Fortschritt in einem göttlichen Leben machen, liegt darin, daß sie das als Gottes Willen ansehen, was sie selbst tun wollen. Während sie ihren eigenen Wünschen nachgehen, bilden sie sich ein, sie befolgten Gottes Willen. Mit sich selbst stehen sie nie im Widerstreit. Andere wiederum kämpfen eine Zeitlang erfolgreich gegen ihr selbstsüchtiges Verlangen nach Genuß und Bequemlichkeit. Sie meinen es aufrichtig und ernst, werden aber schließlich der andauernden Anstrengungen, des täglichen Sterbens, der ständigen Unruhe überdrüssig. Trägheit erscheint ihnen verlockend, dem eigenen Ich abzusterben widerwärtig. So schließen sie ihre schlaftrunkenen Augen und erliegen der Macht der Versuchung, anstatt ihr zu widerstehen.

Die im Worte Gottes gegebenen Grundsätze lassen keinen Raum für einen Kompromiß mit dem Bösen. Gottes Sohn ist erschienen, um alle Menschen zu sich zu ziehen. Er kam nicht, um die Welt einzuschläfern, sondern ihr den schmalen Weg zu weisen, den alle gehen müssen, die schließlich die Tore der Stadt Gottes erreichen werden. Seine Kinder müssen den Weg gehen, den er vorangegangen ist; sie müssen ständig gegen das Ich ankämpfen, ganz gleich, was sie dabei an Bequemlichkeit oder selbstsüchtigem Genuß opfern oder was es sie an Mühen und Leiden kostet.

Gott wird am meisten durch Menschen verherrlicht, die sich ihm als geweihte Kanäle, durch die er wirken kann, zur Verfügung stellen. Schnell eilt die Zeit der Ewigkeit zu. Laßt uns Gott nicht das vorenthalten, was ihm gehört. Verweigern wir ihm nicht das, was ihm zwar nicht ohne Belohnung gegeben werden kann, das aber Verderben bringt, wenn wir es ihm vorenthalten. Er bittet um ein ungeteiltes Herz; gib es ihm; es gehört ihm, weil er es geschaffen und weil er es erlöst hat. Er fordert deine Verstandeskräfte; gib sie ihm; denn sie sind sein! Er bittet um dein Geld; stelle es ihm zur Verfügung, denn es gehört ihm. Du bist nicht dein eigen, denn du bist „teuer erkauft“. (1.Korinther 6,19.20). Gott erwartet Anbetung von geheiligten Menschen, die sich zurüsten ließen, ihm durch den Glauben zu dienen, „der durch die Liebe tätig ist“. (Galater 5,6). Er hält uns das höchste Ziel, die Vollkommenheit, vor Augen. Deshalb bittet er uns, voll und ganz für ihn in dieser Welt zu leben, so wie auch Christus vor Gott für uns einsteht.

„Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ 1.Thessalonicher 4,3. Ist das auch dein Wille? Deine Sünden mögen sich wie Berge vor dir auftürmen, doch wenn du dich von Herzen vor Gott demütigst, ihm deine Sünden bekennst und dich auf die Verdienste des gekreuzigten und auferstandenen Heilandes verläßt, wird er dir vergeben und dich von aller Ungerechtigkeit reinigen. Gott erwartet von dir völlige Übereinstimmung mit seinem Gesetz. Dieses Gesetz ist der Widerhall seiner Stimme, die dir zuruft: Heiliger, immer noch heiliger! Sehne dich nach dem Reichtum der Gnade Christi! Laß dein Herz erfüllt werden von dem inständigen Verlangen nach seiner Gerechtigkeit. „Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird ewige Stille und Sicherheit sein.“ Jesaja 32,17.

Sehnt sich dein Herz nach Gott, dann wirst du immer mehr von den unerforschlichen Reichtümern seiner Gnade entdecken. Und wenn du darüber nachdenkst, werden sie auch dein eigen werden. Dann wirst du die unermeßliche Gnade, die in dem Opfer unseres Heilandes verborgen ist; den Schutz, den seine Gerechtigkeit gewährt, und die Fülle seiner Weisheit und Kraft verkündigen, mit der er dich „unbefleckt und unsträflich“ (2.Petrus 3,14) vor dem Vater darstellen wird.“
Ellen G. White, Das Wirken der Apostel (1976), S. 441-443

Jeder mit Gott verbundener Mensch, wird aufhören zu sündigen!

Christus bewies durch seinen vollkommenen Gehorsam, dass jeder Mensch – der wie er mit Gott verbunden ist – jedem Gebot Gottes gehorsam sein kann!

„Heiligung bedeutet gewohnheitsmäßige Gemeinschaft mit Gott. — The Review and Herald, 15. März 1906.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 493

„Christus starb, um es euch zu ermöglichen, mit der Sünde aufzuhören.“
Ellen G. White, Review and Herald, 28. August 1894

„Wahre Heiligung erweist sich durch gewissenhaftes Halten aller Gebote Gottes, durch sorgfältige Verbesserung einer jeden Gabe, durch umsichtiges Reden und durch die Offenbarung der Demut Christi in jeder Handlung. — The Review and Herald, 5. Oktober 1886.

Wer Gott durch Übertretung seines Gesetzes entehrt, mag zwar über Heiligung reden, doch hat dies keinen Wert und ist ebenso wenig annehmbar wie das Opfer Kains. Gehorsam allen Geboten Gottes gegenüber ist das einzig wahre Zeichen der Heiligung. Ungehorsam ist das Zeichen von Untreue und Abfall. — Manuskript 41, 1897.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 493

Gerechtigkeit ist Rechttun; und nach ihren Taten werden alle gerichtet werden. Unsere Charaktere werden offenbar durch das, was wir tun. Die Werke zeigen, ob der Glaube echt ist. Es genügt nicht, daß wir glauben, daß Jesus kein Betrüger, und die Religion der Bibel keine schlau ersonnene Fabel ist. Wir können glauben, daß der Name Jesus der einzige Name unter dem Himmel ist, wodurch der Mensch selig werden kann, und dennoch ihn nicht im Glauben zu unserem persönlichen Heiland machen. Es genügt nicht, die Theorie der Wahrheit zu glauben. Es genügt nicht, unsern Glauben an Christum mit dem Munde zu bekennen und unsere Namen im Gemeindebuch eingetragen zu haben.

„Wer seine Gebote hält, der bleibet in ihm und er in ihm. Und darum erkennen wir, daß er in uns bleibet, an dem Geist, den er uns gegeben hat.“ „Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten.“ 1.Johannes 3,24; 1.Johannes 2,3. Dies ist der Beweis wahrer Bekehrung. Was auch unser Bekenntnis sein mag, es ist von keinem Nutzen, wenn Christus nicht durch Werke der Gerechtigkeit offenbart wird. Die Wahrheit muß in das Herz gepflanzt werden. Sie muß das Gemüt beeinflussen und unsere Neigungen beherrschen. Der ganze Charakter muß das Gepräge des Göttlichen haben. Ein jedes Pünktchen, ein jeder Tüttel des Wortes Gottes muß in unser tägliches Leben hineingebracht werden.

Der Mensch, der Teilhaber der göttlichen Natur wird, wird auch im Einklang mit Gottes großem Maßstab der Gerechtigkeit, seinem heiligen Gesetze, sein. Dies ist die Richtschnur, mit welcher Gott die Handlungen der Menschen mißt, und wird auch der Prüfstein sein, nach welchem die Charaktere im Gericht geprüft werden. Es gibt viele, die behaupten, daß das Gesetz durch den Tod Christi abgetan ist, aber durch diese Behauptung widersprechen sie Christi eigenen Worten: „Ihr sollt nicht wähnen, daß ich kommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen … Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe, noch ein Tüttel vom Gesetze.“ Matthäus 5,17.18.

Um die Übertretung des Gesetzes seitens des Menschen zu versöhnen, gab Christus sein Leben dahin. Hätte das Gesetz verändert oder beiseite gesetzt werden können, dann hätte Christus nicht zu sterben brauchen. Durch sein Leben auf Erden ehrte er das Gesetz Gottes. Durch seinen Tod richtete er es auf. Er gab sein Leben als Opfer hin, nicht um das Gesetz Gottes aufzuheben oder einen niedrigeren Maßstab des Rechts einzuführen, sondern damit Gerechtigkeit aufrecht erhalten und die Unveränderlichkeit des Gesetzes gezeigt werden und dieses ewiglich bestehen möge. Satan hatte behauptet, daß es dem Menschen unmöglich sei, den Geboten Gottes zu gehorchen; und es ist auch wahr, daß wir dieses in unserer eigenen Kraft nicht tun können.

Aber Christus kam in Menschengestalt und beweis durch seinen vollkommenen Gehorsam, daß der Mensch mit Gott verbunden einem jeden Gebote Gottes gehorsam sein kann. „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen Glauben.“ Johannes 1,12. Diese Macht liegt nicht im Menschen. Es ist die Kraft Gottes. Wenn eine Seele Christum annimmt, dann empfängt sie Kraft, das Leben Christi leben zu können. Gott fordert Vollkommenheit von seinen Kindern. Sein Gesetz ist der Ausdruck seines Charakters, und ist das Richtmaß für einen jeden Charakter.

Dies göttliche Richtmaß wird allen gegeben, damit niemand eine irrige Ansicht haben möchte betreffs des Charakters der Menschen, aus denen Gott sein Reich aufbauen will. Das Leben Christi auf Erden war ein vollkommener Ausdruck des Gesetzes Gottes, und wenn die, welche beanspruchen, Gottes Kinder zu sein, einen Christo ähnlichen Charakter bekommen, werden sie allen Geboten Gottes gehorchen. Dann kann der Herr sie aufnehmen in die Zahl derer, die einst die himmlische Familie bilden werden. Mit dem herrlichen Gewande der Gerechtigkeit Christi bekleidet, haben sie einen Platz beim Festmahl des Königs. Sie haben ein Recht, sich der im Blute gewaschenen Schar anzuschließen.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 240-242

Wir können überwinden. Jawohl, gänzlich und vollständig! Jesus selbst bahnte uns den Weg dahin, jede üble Gewohnheit, jede Sünde und jede Versuchung zu überwinden, um schließlich bei ihm ausruhen zu können. Glauben und Heilsgewißheit zu besitzen, ist eine große Gnade. Die Kraft Gottes hat sich nicht verringert. Diese Kraft wird heute genauso verliehen wie früher. Es liegt an der Gemeinde Gottes selbst, wenn sie den Glauben und Mut verloren hat, wie Jakob zu ringen und zu rufen: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ 1.Mose 32,27. Immer mehr schwindet der beharrliche Glaube. Dieser muß in den Herzen der Kinder Gottes neu belebt werden. Wir müssen nach den Segnungen Gottes verlangen. Glaube, lebendiger Glaube, führt uns allezeit zu Gott und seiner Herrlichkeit empor, während uns der Unglaube in Finsternis und Tod versinken läßt.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse Band 1 (1975), S. 48-49

„Satan wird ständig versuchen, unsere Vorstellung oder unsere Privilegien und Verantwortlichkeiten herabzusetzen. Er möchte, dass wir das Werk Christi als eine alltägliche Arbeit betrachten und es lustlos und nachlässig tun. Er würde uns gleichgültig gegenüber den erhabenen und heiligen Positionen halten, die im christlichen Leben und Charakter zu erlangen sind; aber wir müssen ihn unter unseren Füßen zertreten. Wir müssen eine unnachgiebige Feindschaft zwischen unseren Seelen und unserem Feind errichten; aber wir müssen unsere Herzen für die Kraft und den Einfluss des Heiligen Geistes öffnen. Wir wollen, dass Satans Finsternis ausgeschlossen wird und das Licht des Himmels einströmt. Wir wollen so empfänglich für heilige Einflüsse werden, dass das leichteste Flüstern Jesu unsere Seelen bewegt, bis er in uns ist und wir in ihm, und wir durch den Glauben an den Sohn Gottes leben.

Wir müssen geläutert, von allem Irdischen gereinigt werden, bis wir das Bild unseres Erlösers widerspiegeln und „der göttlichen Natur teilhaftig werden, da wir dem Verderben entronnen sind, das durch die Begierde in der Welt ist.“ Dann werden wir uns freuen, den Willen Gottes zu tun, und Christus kann uns vor dem Vater und vor den heiligen Engeln als solche bekennen, die in ihm bleiben, und er wird sich nicht schämen, uns Brüder zu nennen. Aber wir sollen uns nicht unserer Heiligkeit rühmen. Wenn wir einen klareren Blick auf die makellose und unendliche Reinheit Christi haben, werden wir uns fühlen wie Daniel, als er die Herrlichkeit des Herrn sah und sagte: „Meine Anmut wurde in mir in Verwesung verwandelt.“ Wir können nicht sagen: „Ich bin sündlos“, bis dieser gemeine Leib verändert und seinem herrlichen Leib gleichgestaltet ist. Wenn wir aber beständig versuchen, Jesus nachzufolgen, haben wir die gesegnete Hoffnung, vor dem Thron Gottes zu stehen, ohne Flecken oder Runzeln oder dergleichen; vollständig in Christus, bekleidet mit seiner Gerechtigkeit und Vollkommenheit.“
Ellen G. White, The Signs of the Times 23. März 1888 (Mit DeepL übersetzt)

„Wenn die dritte Engelsbotschaft in der richtigen Form gepredigt wird, begleitet Macht ihre Verkündigung, und sie erhält einen bleibenden Einfluß. Wenn sie nicht von göttlicher Macht begleitet ist, verrichtet sie nichts … Bußübungen, Kasteiungen des Fleisches, andauerndes Sündenbekenntnis ohne aufrichtige Reue, Fastenübungen, Festefeiern und äußerliche Beobachtungen ohne echte Hingabe sind völlig wertlos. Das Opfer Christi ist ausreichend.

Er brachte Gott ein umfassendes, allwirksames Opfer dar, so daß menschliche Anstrengung ohne das Verdienst Christi nichts wert ist. … Der Erlösungsplan darf nicht so verstanden werden, als ob göttliche Kraft über den Menschen käme, um seinen menschlichen Anstrengungen zum vollen Erfolg zu verhelfen. … Ohne die umgestaltende Neugeburt, die nur durch göttliche Kraft zustande kommt, bleiben die natürlichen Neigungen zur Sünde mit ihrer ganzen Wucht im Herzen, schmieden neue Ketten, auferlegen eine Knechtschaft, die nie durch menschliches Vermögen gebrochen werden kann. — The Review and Herald, 19. August 1890.“
Ellen G. White, Evangelisation (1980), S. 187

„Der veredelnde Einfluß der Gnade Gottes verändert das natürliche Wesen des Menschen. Irdisch Gesinnten würde der Himmel nicht begehrenswert erscheinen; ihre natürlichen, ungeheiligten Herzen würden sich nicht hingezogen fühlen zu jener reinen, heiligen Stätte. Selbst wenn sie hingelangen könnten, fänden sie dort nichts, was ihnen zusagt. Die Neigungen, die das natürliche Herz beherrschen, müssen durch die Gnade Christi überwunden werden, ehe der in Sünde gefallene Mensch den Himmel zu betreten und sich der Gemeinschaft reiner, heiliger Engel zu erfreuen vermag. Stirbt aber der Mensch der Sünde ab, so wird er zu neuem Leben in Christus erweckt. Dann erfüllt göttliche Liebe sein Herz, sein Verständnis wird geheiligt, und er trinkt aus einer nie versiegenden Quelle der Freude und Erkenntnis.“
Ellen G. White, Das Wirken der Apostel (1976), S. 213

„Gebt euch selbst Gott hin, … und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch …“ Römer 6,13.14.

Es gibt nur eine Macht, welche die Umklammerung durch das Böse vom menschlichen Herzen lösen kann, nämlich die Macht Gottes in Jesus Christus … Seine Gnade allein kann uns befähigen, den Neigungen unserer gefallenen Natur zu widerstehen und sie zu bezwingen. — The Ministry of Healing 428.

Der unendliche Wert des Opfers, das für unsere Erlösung gebracht werden mußte, offenbart, daß die Sünde etwas ungeheuer Böses ist. Durch die Sünde ist der menschliche Organismus völlig durcheinander gebracht worden; das Gemüt, das Denken und die Phantasie wurden verdorben. Die Sünde hat die Seelenkräfte heruntergebracht. Versuchungen von außen wecken im Herzen ein Echo, und die Füße laufen unvermeidlich auf das Böse zu. So wie das Opfer, das für uns gebracht wurde, vollständig war, so soll unsere Wiederherstellung, die Beseitigung der Verunreinigungen durch die Sünde, vollständig sein. Das Gesetz wird keine böse Tat entschuldigen; seinem Verdammungsurteil wird keine Ungerechtigkeit entgehen. Das Leben Christi war eine vollkommene Erfüllung aller Vorschriften des Gesetzes. Er sagte: „ … wie ich meines Vaters Gebote halte …“ Johannes 15,10. Sein Leben ist unser Maßstab des Gehorsams und des Dienstes. — Testimonies for the Church VIII, 312.

Heute kommt Satan mit den gleichen Versuchungen daher, die er damals Christus vorlegte: er bietet uns die Reiche der Welt an, wenn wir uns auf seine Seite schlagen. Doch haben Satans Versuchungen keine Kraft über Menschen, die auf Jesus aufsehen als den Urheber und Vollender ihres Glaubens. Satan kann den nicht zum Sündigen veranlassen, der im Glauben die Tugenden dessen annimmt, der in allem versucht wurde wie wir, doch ohne Sünde. Hebräer 4,15. — Selected Messages I, 224.

Die Austreibung der Sünde ist ein Akt, den der Mensch selbst vornehmen muß. Es stimmt, daß wir keine Kraft haben, uns aus der Herrschaft Satans zu lösen. Wenn wir aber danach verlangen von der Sünde befreit zu werden und in unserer großen Not nach einer Macht schreien, die außerhalb von uns selbst und über uns steht, dann werden die Kräfte der Seele mit der göttlichen Energie des Heiligen Geistes erfüllt, und sie gehorchen den Befehlen des Willens, indem sie Gottes Willen tun. — The Desire of Ages 466.

Gott wird ein Volk haben, das eifrig gute Werke tut und mitten in der Verdorbenheit unseres degenerierten Zeitalters standhaft bleibt. Es wird ein Volk geben … das sich so fest an die Kraft Gottes klammert, daß es gegen jede Versuchung gefeit ist. — Testimonies for the Church III, 472.“
Ellen G. White, Maranatha — Der Herr kommt (1999), S. 72-73

Jesu Leben bezeugt, dass es auch dem Menschen möglich ist, dem Gesetz Gottes zu gehorchen!

„Satan stellt Gottes Gesetz der Liebe als ein Gesetz der Selbstsucht dar. Er behauptet, es sei unmöglich, seinen Vorschriften zu gehorchen. Den Fall des ersten Elternpaares mit allem Leid, das daraus hervorging, lastet er dem Schöpfer an und verführt die Menschen dazu, in Gott den Urheber der Sünde, des Leides und des Todes zu sehen. Jesus sollte diesen Betrug aufdecken. Als Mensch wie wir sollte er ein Beispiel an Gehorsam geben. Deshalb nahm er unsere menschliche Natur an und machte unsere Erfahrungen. „Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden.“ Hebräer 2,17. Falls wir etwas erdulden müßten, was Jesus nicht zu erdulden brauchte, würde Satan dies so deuten, als reiche die Kraft Gottes nicht für uns aus.

Deshalb auch wurde Jesus versucht „allenthalben gleichwie wir“. Hebräer 4,15. Er ertrug jede Versuchung, der auch wir ausgesetzt sind, und er benutzte zu seinen Gunsten keine Kraft, die nicht auch uns uneingeschränkt angeboten wird. Als Mensch trat er der Versuchung entgegen und überwand sie mit der Kraft, die ihm von Gott verliehen wurde. Er sagt: „Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.“ Psalm 40,9. Als er von Ort zu Ort zog, Gutes tat und die vom Satan Gepeinigten heilte, da öffnete er den Menschen das Verständnis für das Gesetz Gottes und für die Art seines Dienstes. Sein Leben bezeugt, daß es auch uns möglich ist, dem Gesetz Gottes zu gehorchen. Durch sein Menschsein kam Christus der Menschheit nahe, durch seine Göttlichkeit blieb er mit dem Throne Gottes verbunden. Als Menschensohn gab er uns ein Beispiel des Gehorsams, als Sohn Gottes schenkte er uns die Kraft zu gehorchen.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 15

„Nur diejenigen, die durch den Glauben an Christus alle Gebote Gottes halten, werden den Zustand der Sündlosigkeit erreichen, den Adam hatte vor dem Sündenfall. Sie bezeugen ihre Liebe zu Christus, indem sie allen seinen Vorschriften gehorchen. — Manuskript 122, 1901.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 478

Keines Menschen Fehler sind unheilbar!

„Die Seligkeit des Menschen ist mit unermeßlichen Kosten des Himmels erreicht worden; das dargebrachte Opfer entspricht allen Anforderungen des gebrochenen Gesetzes Gottes. Jesus hat den Weg zum Thron des Vaters gebahnt, und durch seine Vermittlung kann das aufrichtige Verlangen aller Menschen, die im Glauben zu ihm kommen, vor Gott gebracht werden.
„Wer seine Missetat leugnet, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“ Sprüche 28,13. Sähen doch alle, die ihre Fehler verbergen und entschuldigen, wie Satan über sie jubelt, wie er Christus und die heiligen Engel mit ihrem Wandel schmäht, so würden sie eilends ihre Sünden bekennen und ablegen.

Indem Satan den Charakter schwächt, sucht er sich des ganzen Gemüts zu bemächtigen, und er weiß, daß es ihm gelingen wird, falls diese Schwächen genährt werden. Darum will er die Nachfolger Christi beständig mit seinen unheilvollen Vorspiegelungen täuschen, daß es ihnen unmöglich sei zu überwinden. Aber Jesus bittet für sie mit seinen verwundeten Händen und seinem zerschlagenen Leib und sagt allen, die ihm nachfolgen wollen: „Laß dir an meiner Gnade genügen.“ 2.Korinther 12,9. „Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen: Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Matthäus 11,29.30. Keines Menschen Fehler sind unheilbar. Gott wird Glauben und Gnade verleihen, sie zu überwinden.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 485-486

Jesu Leben bezeugt, daß Menschlichkeit, wenn sie mit Göttlichkeit verknüpft ist, keine Sünde begeht!

„Die wahre Lebensreform beginnt mit einer Reinigung der Seele. Unser Werk für die Süchtigen wird nur dann wirklich Erfolg haben, wenn die Gnade Christi den Charakter umformt und die Seele in eine lebendige Verbindung mit Gott gebracht wird.

Christus führte ein Leben vollkommenen Gehorsams gegenüber Gottes Gesetz und gab damit ein Vorbild für jeden Menschen. Das Leben, das er auf dieser Erde führte, sollen wir durch seine Kraft und unter seiner Leitung auch führen. Bei unserer Arbeit für die in Sünde Gefallenen sollen die Anforderungen des Gesetzes Gottes und die Notwendigkeit des Gehorsams ihm gegenüber in Sinn und Herz gelegt werden. Versäumt es nie zu zeigen, daß sich der, der Gott dient, von dem, der ihm nicht dient, klar unterscheidet. Gott ist Liebe, aber er kann eine willentliche Mißachtung seiner Gebote nicht entschuldigen. Die Verfügungen seiner Herrschaft sind dergestalt, daß die Menschen den Konsequenzen ihres Ungehorsams nicht entfliehen werden.

Nur die, die ihm die Ehre geben, kann Gott auch ehren. Wie der Mensch auf dieser Welt lebt, das entscheidet über sein Schicksal in der Ewigkeit. Was er gesät hat, muß er dann auch ernten. Jeder Ursache wird die entsprechende Wirkung folgen. „Nur vollkommener Gehorsam kann den Anforderungen Gottes entsprechen. Über diese Anforderungen hat er uns nicht im unklaren gelassen. All seine Verordnungen haben nur das eine Ziel: den Menschen in Harmonie zu ihm zu bringen. Wir sollen Sünder auf Gottes Ideal des Charakters hinweisen und sie zu Christus führen. Nur durch dessen Gnade kann dieses Ideal erreicht werden.

Der Heiland nahm die Schwächen des Menschseins auf sich und führte dabei ein sündloses Leben, damit die Menschen nicht zu fürchten brauchten, daß sie wegen der Schwachheit der menschlichen Natur nicht überwinden könnten. Christus kam, um uns zu „Teilhabern an der göttlichen Natur“ zu machen, und sein Leben bezeugt, daß Menschlichkeit, wenn sie mit Göttlichkeit verknüpft ist, keine Sünde begeht. Der Heiland überwand, um jedem Menschen zu zeigen, wie auch er überwinden kann.

Allen Versuchungen Satans begegnete Christus mit dem Wort Gottes. Durch sein Vertrauen auf Gottes Verheißungen empfing er die Kraft zum Gehorsam gegenüber Gottes Geboten, und der Versucher konnte keine Überlegenheit erringen. Auf jede Versuchung lautete Jesu Antwort: „Es steht geschrieben.“ So hat Gott auch uns sein Wort gegeben, um damit dem Bösen zu widerstehen. Überaus große und kostbare Verheißungen sind uns dafür gegeben, daß wir „Anteil bekommen an der göttlichen Natur“, die wir „entronnen sind der verderblichen Begierde in der Welt“. 2.Petrus 1,4.

Bittet den Versuchten, nicht auf die Umstände, die Schwachheit seiner selbst oder die Macht der Versuchung zu sehen, sondern auf die Kraft des Wortes Gottes. Dessen ganze Macht steht für uns bereit. „Dein Wort“, sagt der Psalmist, „behalte ich in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige.“ Psalm 119,11. „Im Treiben der Menschen bewahre ich mich vor gewaltsamen Wegen durch das Wort deiner Lippen.“ Psalm 17,4.

Sprecht den Menschen Mut zu, erhebt sie im Gebet zu Gott. Viele, die von Versuchung überwunden worden sind, empfinden tiefe Niedergeschlagenheit, und sie meinen, für sie sei es vergeblich, sich Gott zu nahen; aber solche Gedanken stammen von Satan. Wenn sie gesündigt haben und deshalb meinen, nicht beten zu können, dann sagt ihnen, daß gerade das die Zeit ist zu beten. Sie können beschämt und tief gedemütigt sein — wenn sie gleichzeitig ihre Sünden bekennen, dann wird der, der treu und gerecht ist, ihre Sünden vergeben und sie von aller Ungerechtigkeit reinigen.

Nichts ist anscheinend hilfloser, in Wahrheit aber weniger besiegbar, als eine Seele, die ihre Nichtigkeit erkennt und deshalb völlig den Verdiensten des Heilands vertraut. Durch Gebet und das Studium seines Wortes, durch den Glauben an Christi beständige Gegenwart kann selbst der schwächste Mensch in Verbindung mit dem lebendigen Erlöser leben, und seine Hand wird ihn niemals loslassen.

Die folgenden kostbaren Bibelworte kann jede Seele, die in Christus bleibt, zu ihren eigenen machen. Sie kann sagen: „Ich aber will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören. Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Wenn ich auch darniederliege, so werde ich wieder aufstehen; und wenn ich auch im Finstern sitze, so ist doch der HERR mein Licht.“ Micha 7,7.8. „Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.“ Micha 7,19.

Gott hat verheißen: „Ich will, daß ein Mann kostbarer sein soll als feinstes Gold und ein Mensch wertvoller als Goldstücke aus Ofir.“ Jesaja 13,12. „Wenn ihr zu Felde liegt, glänzt es wie Flügel der Tauben, die wie Silber und Gold schimmern.“ Psalm 68,14. Diejenigen, denen Christus am meisten vergeben hat, werden ihn am meisten lieben. Es werden die sein, die am Jüngsten Tag seinem Thron am nächsten stehen. Sie werden „… sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein“. Offenbarung 22,4.“
Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes (1999), S. 134-136

„Jesus sagte: „Es kommt der Fürst der Welt. Er hat keine Macht über mich.“ Johannes 14,30. Satan vermochte mit seinen Spitzfindigkeiten bei ihm nichts auszurichten. Jesus gab der Sünde nicht nach. Nicht mit einem Gedanken überließ er sich der Versuchung. So soll es auch mit uns der Fall sein. Das Menschliche in Christus war mit dem Göttlichen vereint; der ihm innewohnende göttliche Geist hatte ihn für den Kampf ausgerüstet. Und Jesus kam, um uns zu Teilhabern der göttlichen Natur zu machen. Solange wir durch den Glauben mit ihm verbunden sind, hat die Sünde keine Gewalt über uns. … Christus hat uns gezeigt, wie wir dies erreichen können. Wodurch blieb er im Streit gegen Satan siegreich? Durch das Wort Gottes! Nur dadurch konnte er der Versuchung widerstehen.

„Es steht geschrieben“, sagte er. Und uns sind „die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt … daß ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Lust in der Welt“. 2.Petrus 1,4. Jede Verheißung in Gottes Wort gehört uns. „Von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4), sollen wir leben. Wenn Versuchungen an uns herantreten, sollen wir nicht auf die äußeren Umstände oder auf unsere Schwächen blicken, sondern auf die Macht des Wortes, dessen ganze Kraft uns gehört.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 107

Jesu sündenloses Leben bekundete, dass jeder Mensch den Versuchungen widerstehen kann!

„Bereits vor Grundlegung der Welt gelobte Christus, der eingeborene Sohn Gottes, der Erlöser der Menschheit zu werden, sobald Adam sündigen würde. Adam fiel, und Jesus, der schon die Herrlichkeit des Vaters teilte, bevor die Erde geschaffen war, legte Königsgewand und -krone ab. Er entledigte sich seiner hohen Autorität, um in Bethlehem geboren zu werden und über den Boden zu gehen, auf dem Adam zu Fall kam, und in Sünde gefallene Menschen zu retten. Er unterwarf sich allen Versuchungen, in die der Feind Männer und Frauen führt. Kein Angriff Satans konnte ihn dazu bewegen, die Treue zu seinem Vater aufzugeben. Durch sein sündenloses Leben bekundete er, daß jeder Sohn und jede Tochter Adams den Versuchungen dessen widerstehen kann, der die Sünde in die Welt gebracht hat.

Christus brachte Männern und Frauen die Macht zu überwinden. In menschlicher Gestalt kam er auf diese Welt, um als Mensch unter ihnen zu leben. Er unterwarf sich den Neigungen der menschlichen Natur, um sich zu bewähren und auf die Probe stellen zu lassen. In seiner Menschlichkeit war er Teilhaber der göttlichen Natur. Durch seine Fleischwerdung erlangte er in einem neuen Sinne die Bezeichnung als Sohn Gottes. Der Engel sagte zu Maria: „Die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.“ Lukas 1,35. Als Sohn eines menschlichen Wesens wurde er in einem neuen Sinn der Sohn Gottes. So stand er in unserer Welt — der Sohn Gottes, doch durch seine Geburt mit der Menschheit verbunden.

Christus kam in menschlicher Gestalt, um den Bewohnern unserer gefallenen Welt und denen ungefallener Welten zu zeigen, daß Gott umfassende Vorkehrungen getroffen hat, um die Menschen zu befähigen, ihrem Schöpfer die Treue zu halten. Er machte alle Versuchungen durch, in die ihn Satan bringen durfte und widerstand all seinen Angriffen. Er wurde schwer gepeinigt und arg bedrängt. Aber Gott ließ es nicht an Anerkennung fehlen. Nachdem er von Johannes im Jordan getauft worden war und aus dem Wasser kam, erschien der Geist Gottes wie eine Taube von glänzendem Gold über ihm und eine Stimme vom Himmel sagte: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.“ Matthäus 3,17. Gleich nach dieser Erklärung wurde Christus durch den Geist in die Wüste geführt. Markus schreibt: „Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste; und er war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren.“ Markus 1,12.13. „Und er aß nichts in diesen Tagen.“ Lukas 4,2.“
Ellen G. White, Ausgewählte Botschaften – Band 1 (1987), S. 228-229

„Wenn ihr unter dem blutgetränkten Banner des Fürsten Immanuel stehen wollt, getreu seinen Dienst verrichtend, braucht ihr niemals der Versuchung nachzugeben; denn es steht jemand an eurer Seite, der in der Lage ist, euch vor dem Fallen zu bewahren.“
Ellen G. White, Our High Calling, S. 42

Aller wahre Gehorsam entspringt dem Herzen!

„Aller wahre Gehorsam entspringt dem Herzen. Auch bei Christus war er eine Herzenssache. Wenn wir mit ihm übereinstimmen, wird Christus sich so mit unseren Gedanken und Zielen identifizieren und unsere Herzen und Sinne so mit seinem Willen verschmelzen, daß wir, wenn wir ihm gehorsam sind, unsere eigenen Absichten verwirklichen. Der Wille wird, geläutert und geheiligt, sein höchstes Entzücken darin finden, seinem Beispiel der Hingabe zu folgen. Wenn wir Gott so kennten, wie wir ihn nach seiner Gnade kennen sollten, dann würde unser Leben ein Leben beständigen Gehorsams sein. Durch die Wertschätzung des Wesens Christi, durch die Verbindung mit Gott würde uns die Sünde verhaßt werden.

Wie sich Jesus einst als Mensch unter das Gesetz beugte, so können auch wir es tun, wenn wir uns an seine Stärke halten. Doch wir dürfen die Verantwortung für unsere Pflicht nicht auf andere abwälzen und von ihnen erwarten, daß sie uns sagen, was zu tun ist. Wir dürfen nicht von dem Rat der Menschen abhängig sein. Gott wird uns unsere Pflicht ebenso bereitwillig lehren, wie er sie irgendeinen anderen auch lehren wird. Wenn wir im Glauben zu ihm kommen, wird er uns seinen Willen kundtun. Unser Herz wird oft in uns brennen, wenn der Eine sich uns nähert, um mit uns ebenso in Verbindung zu kommen wie einst mit Henoch.

Jene, die sich entschieden haben, in keiner Weise etwas zu tun, was Gott mißfällt, werden, nachdem sie ihm ihre Angelegenheit dargelegt haben, genau wissen, welchen Weg sie gehen müssen. Sie werden nicht nur Weisheit erhalten, sondern auch Stärke. Sie werden die Kraft haben, gehorsam zu sein und zu dienen, wie Jesus es verheißen hat. Alles, was Christus empfing — alle Mittel, um den Nöten des gefallenen Menschengeschlechts abzuhelfen —, wurde ihm als Haupt und Vertreter der Menschen gegeben. „Was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist.“ 1.Johannes 3,22.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 660-661

Die stärkste Versuchung ist keine Entschuldigung für Sünde!

„Die stärkste Versuchung ist keine Entschuldigung für Sünde. Wie groß auch immer der Druck sein mag, der auf eurer Seele lastet, die Übertretung ist unsere eigene Handlung. Erde und Hölle haben nicht die Macht, irgendjemanden zur Sünde zu zwingen. Der Wille muß einwilligen, das Herz muß nachgeben, auch kann die Leidenschaft die Vernunft nicht beherrschen, noch die Bosheit über die Gerechtigkeit triumphieren.“
Ellen G. White, The Signs of the Times, 4. Oktober 1883

„Jeder Christ muss sich der Prüfung und Versuchung stellen. Diejenigen, die die Schmach Christi verschmähen und sich für die Ehre entscheiden, die die Welt ihnen gibt, werden mit Sicherheit eine bittere Ernte einfahren. Trennung von Gott, der Verlust des Himmels, Qualen und Verzweiflung müssen ihr Anteil sein. Aber wenn wir furchtlos und fest für Gott und das Recht eintreten und uns auf die Verheißungen des heiligen Wortes verlassen, werden wir nicht beschämt werden. Erde und Hölle können keine Macht haben, über uns zu triumphieren. Lasst die Schwächsten nicht entmutigt werden, weil sie von Versuchungen angegriffen werden. Die besten Menschen, die jemals gelebt haben, wurden von Satan und seinen Agenten schwer angegriffen. Solange wir seiner Macht nicht nachgeben, ist die Versuchung keine Sünde. Die Rüstung der Wahrheit wird eine sichere Verteidigung gegen alle feurigen Pfeile des Feindes sein. {ST February 16, 1882, par. 16}“
Ellen G. White, The Signs of the Times, 16. Februar 1882 (mit DeepL übersetzt)

„Der mächtige Einfluß des Versuchers soll nicht als Entschuldigung für eine einzige böse Handlung gelten. Satan freut sich, wenn er hört, daß angebliche Nachfolger Christi Entschuldigungen für ihre Charakterfehler vorbringen. Solche Entschuldigungen führen zur Sünde. Für die Sünde gibt es keine Entschuldigung. Das bußfertige, gläubige Gotteskind kann ein geheiligtes, Christus ähnliches Leben erlangen. Das Hochziel eines christlichen Charakters ist Christusähnlichkeit.

Wie der Menschensohn in seinem Leben vollkommen war, so sollen seine Nachfolger in ihrem Leben vollkommen sein. Jesus wurde „in allen Dingen seinen Brüdern gleich“. Hebräer 2,17. Er wurde ein Mensch wie wir und konnte hungrig, durstig und müde werden. Nahrung stärkte ihn, und Schlaf erfrischte ihn. Ihm ging es wie allen Menschen. Außerdem war er der sündlose Gottessohn. … Seinem Wesen sollten wir nachstreben. Von denen, die an ihn glauben, sagt der HERR: „Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ 2.Korinther 6,16; 3.Mose 26,11.12.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 298-299

Christus will allen Kraft geben, die danach verlangen!

„Satan bestürmte Christus mit den heftigsten und listigsten Versuchungen; aber er wurde bei jedem Treffen zurückgeschlagen. Jene Kämpfe wurden unsertwegen ausgetragen; jene Siege ermöglichen es uns, zu überwinden. Christus will allen Kraft geben, die danach verlangen. Kein Mensch kann ohne seine eigene Zustimmung von Satan überwunden werden. Der Versucher hat keine Macht, den Willen zu beherrschen oder die Seele zur Sünde zu zwingen. Er mag peinigen, aber er kann nicht beschmutzen. Er kann Seelenangst verursachen, aber keine Verunreinigung. Die Tatsache, daß Christus überwunden hat, sollte seine Nachfolger mit Mut erfüllen, mannhaft gegen Satan und die Sünde zu kämpfen.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 507

„Die Juden hatten sich aufs äußerste bemüht, aus eigener Kraft vollkommen zu werden; aber sie hatten das Ziel verfehlt. Christus hatte ihnen bereits gesagt, daß sie in eigener Gerechtigkeit nie das Königreich der Himmel erlangen würden. Nun aber zeichnete er ihnen das Wesen der Gerechtigkeit, die allen Himmelsbürgern eigen sein wird. In der ganzen Bergpredigt schildert er ihre Frucht, und in diesem einen Satz nennt er ihre Quelle und ihr Wesen. Seid vollkommen, wie Gott vollkommen ist. In seinem Gesetz spiegelt sich das Wesen Gottes und gründet sich seine Herrschaft. Gott ist Liebe. Wie die Sonne ihre Strahlen sendet, strömt er auf alle seine Geschöpfe Liebe, Licht und Freude aus. Es ist seine Natur, Gaben auszustreuen. Das Sein Gottes ist immer nur Ausströmen selbstloser Liebe.

Er sagt uns, daß wir ebenso vollkommen sein sollen, wie er es ist. Wir sollen in unserem Lebenskreis Sammelpunkte von Licht und Segen sein, wie Gott ein solcher im Weltall ist. Haben wir auch nichts aus uns selbst, so scheint uns doch das Licht seiner Liebe, und wir sind bestimmt, seinen Glanz widerzustrahlen. Durch von Gott geliehene Güte gut geworden, können wir nun in unserem Kreise vollkommen sein wie Gott in dem seinen. Jesus stellte uns die Vollkommenheit unseres Vaters als Beispiel hin. Sind wir Kinder Gottes, dann sind wir auch göttlicher Natur teilhaftig geworden, und es ist gar nicht anders möglich, als ihm ähnlich zu sein. Jedes Kind verdankt sein Leben dem Leben seines Vaters. Wenn wir Gottes Kinder sind, von seinem Geist gezeugt, leben wir durch das Leben aus Gott.

In Christus wohnt „die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kolosser 2,9), und es wird „auch das Leben Jesu offenbar … an unserem sterblichen Fleische“. 2.Korinther 4,11. Wohnt uns dies Leben inne, dann wird es uns mit Christus wesensverwandt machen und uns zu den gleichen Werken veranlassen, die er tat. Auf diese Weise gelangen wir dann in Einklang mit allen seinen Geboten; denn „das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele“. Psalm 19,8. Durch die Liebe wird die „Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt …, die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist“. Römer 8,4.“
Ellen G. White, Das bessere Leben (1978), S. 67-68

Wer erreicht den Zustand der Sündlosigkeit?

„Nur diejenigen, die durch den Glauben an Christus alle Gebote Gottes halten, werden den Zustand der Sündlosigkeit erreichen, den Adam hatte vor dem Sündenfall. Sie bezeugen ihre Liebe zu Christus, indem sie allen seinen Vorschriften gehorchen. — Manuskript 122, 1901.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 478

„Er (Jesus) war in die Welt gekommen, um die Herrlichkeit Gottes zu entfalten, damit die Menschen durch deren erneuernde Kraft gebessert werden sollten. Gott offenbarte sich in ihm, damit Jesus in ihnen offenbart würde. Jesus besaß keine Eigenschaften und verfügte über keinerlei Kräfte, deren die Menschen durch den Glauben an ihn nicht auch teilhaftig werden könnten. Seine Vollkommenheit als Mensch können alle seine Nachfolger besitzen, wenn sie sich Gott so unterwerfen, wie er es tat.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu (1973), S. 658-659

Vollkommenheit durch Christus und nicht durch eigene Werke!

Vollkommen wird der Mensch nicht durch Bußübungen, Kasteiungen, andauerndes Sündenbekenntnis ohne aufrichtige Reue, Fastenübungen und Festefeiern erlangen, sondern allein durch das Werk, Opfer und Gerechtigkeit Jesu!

„Wenn die dritte Engelsbotschaft in der richtigen Form gepredigt wird, begleitet Macht ihre Verkündigung, und sie erhält einen bleibenden Einfluß. Wenn sie nicht von göttlicher Macht begleitet ist, verrichtet sie nichts …

Bußübungen, Kasteiungen des Fleisches, andauerndes Sündenbekenntnis ohne aufrichtige Reue, Fastenübungen, Festefeiern und äußerliche Beobachtungen ohne echte Hingabe sind völlig wertlos. Das Opfer Christi ist ausreichend. Er brachte Gott ein umfassendes, allwirksames Opfer dar, so daß menschliche Anstrengung ohne das Verdienst Christi nichts wert ist. …

Der Erlösungsplan darf nicht so verstanden werden, als ob göttliche Kraft über den Menschen käme, um seinen menschlichen Anstrengungen zum vollen Erfolg zu verhelfen. …

Ohne die umgestaltende Neugeburt, die nur durch göttliche Kraft zustande kommt, bleiben die natürlichen Neigungen zur Sünde mit ihrer ganzen Wucht im Herzen, schmieden neue Ketten, auferlegen eine Knechtschaft, die nie durch menschliches Vermögen gebrochen werden kann. — The Review and Herald, 19. August 1890.“
Ellen G. White, Evangelisation (1980), S. 187

„Durch den Glauben ward Henoch weggenommen, daß er den Tod nicht sähe, … denn vor seiner Wegnahme hat er das Zeugnis gehabt, daß er Gott gefallen habe.“ Hebräer 11,5. Inmitten einer gottlosen, zum Untergang verurteilten Welt lebte er in solch enger Gemeinschaft mit Gott, daß der HERR ihn nicht in die Gewalt des Todes fallen ließ. Das gottähnliche Dasein dieses Propheten verkörpert jenen Zustand der Heiligkeit, den alle erreichen müssen, die bei Christi Wiederkunft „erkauft sind von der Erde“. Offenbarung 14,3“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 68

„Obwohl wir in Harmonie mit dem Gesetz Gottes sein sollen, werden wir nicht durch die Werke des Gesetzes gerettet, doch wir können auch nicht ohne Gehorsam gerettet werden. Das Gesetz ist der Maßstab, an dem der Charakter beurteilt wird. Doch ohne die erneuernde Gnade Christi können wir die Gebote Gottes überhaupt nicht halten. Jesus allein kann „uns von jeder Sünde reinigen“. 1.Johannes 1,7 (EB). Er rettet uns weder durch das Gesetz noch im Ungehorsam gegenüber dem Gesetz.

Unsere Liebe zu Christus wird der Tiefe unserer Sündenerkenntnis entsprechen (siehe Lukas 7,47), und „durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“. Römer 3,20. Aber wenn wir uns selbst sehen, lasst uns von uns weg auf Jesus sehen, der sich für uns gab, um uns von aller Bosheit zu erlösen. Nimm durch den Glauben die Verdienste Christi in Anspruch und das reinigende Blut wird wirksam. Je deutlicher uns die Gefahren und Übel bewusst sind, denen wir ausgesetzt waren, um so dankbarer werden wir für die Befreiung durch Christus sein. Das Evangelium Christi gibt den Menschen nicht die Lizenz zur Missachtung des Gesetzes, denn durch dessen Übertretung wurden die Schleusen geöffnet, durch die das Leid in unsere Welt drang.

Heute ist Sünde genauso bösartig wie zur Zeit Adams. Das Evangelium verspricht keinem die Gunst Gottes, der in Verstocktheit das Gesetz bricht. Die Verdorbenheit des menschlichen Herzens, die Schuld der Übertretung, der Untergang der Sünde — all dies wird durch das Kreuz (Pfahl) deutlich gemacht, mit dem Christus uns [zugleich] einen Ausweg eröffnete.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 86-87

Wer wird den Himmel betreten?

Nur die Menschen werden das Reich Gottes betreten, derer Herzen, durch die Gnade Christi, von all ihren sündigen Neigungen befreit wurden!

„Der veredelnde Einfluß der Gnade Gottes verändert das natürliche Wesen des Menschen. Irdisch Gesinnten würde der Himmel nicht begehrenswert erscheinen; ihre natürlichen, ungeheiligten Herzen würden sich nicht hingezogen fühlen zu jener reinen, heiligen Stätte. Selbst wenn sie hingelangen könnten, fänden sie dort nichts, was ihnen zusagt. Die Neigungen, die das natürliche Herz beherrschen, müssen durch die Gnade Christi überwunden werden, ehe der in Sünde gefallene Mensch den Himmel zu betreten und sich der Gemeinschaft reiner, heiliger Engel zu erfreuen vermag. Stirbt aber der Mensch der Sünde ab, so wird er zu neuem Leben in Christus erweckt. Dann erfüllt göttliche Liebe sein Herz, sein Verständnis wird geheiligt, und er trinkt aus einer nie versiegenden Quelle der Freude und Erkenntnis.“
Ellen G. White, Das Wirken der Apostel (1976), S. 213

Kein Sünder und keine Sünde wird das Reich Gottes betreten!

Gott wird sich nur derer annehmen, die entschlossen sind, nach einem hohen Ziele zu streben. Er legt einem jeden menschlichen Werkzeuge die Pflicht auf, das Beste zu tun, was es tun kann. Sittliche Vollkommenheit verlangt er von allen. Wir sollten niemals den Maßstab der Gerechtigkeit herabsetzen, um ihn unseren ererbten oder genährten Neigungen zum Unrechttun anzupassen. Wir müssen erkennen, daß Unvollkommenheit des Charakters Sünde ist. Alle gerechten Charaktereigenschaften sind als ein vollkommenes, harmonisches Ganzes in Gott vereinigt und jeder, der Christum als einen persönlichen Heiland annimmt, hat das Vorrecht, diese Eigenschaften zu besitzen.

Alle die Gottes Mitarbeiter sein wollen, müssen nach Vollkommenheit eines jeden Organs des Körpers, einer jeden Eigenschaft der Seele streben. Die wahre Erziehung ist eine Vorbereitung der körperlichen, geistigen und sittlichen Kräfte zur Verrichtung einer jeden Pflicht; sie besteht in der Ausbildung des Körpers, des Geistes und der Seele für den göttlichen Dienst. Dies ist die Ausbildung, die bis ins ewige Leben reicht.

Der Herr fordert von einem jeden Christen, daß seine Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit in allen Zweigen zunehme. Christus hat mit seinem Blut und Leiden uns unseren Sold bezahlt, um sich unseren willigen Dienst zu sichern. Er kam auf unsere Welt, um uns ein Vorbild zu sein, wie wir wirken und mit welchem Geist wir an unsere Arbeit gehen sollten. Er will, daß wir darüber nachdenken sollen, wie wir sein Werk am besten fördern, seinen Namen in der Welt verherrlichen und dem Vater, der die Welt also geliebet hat, „daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16), mit Ehre krönen und ihm die größte Liebe und Hingabe bezeigen können.

Aber Christus hat uns keine Versicherung gegeben, daß es eine leichte Sache ist, Vollkommenheit des Charakters zu erreichen. Ein edler, vollkommener Charakter wird nicht ererbt; wir erhalten ihn nicht durch Zufall. Ein edler Charakter wird durch persönliches Streben mittels der Verdienste und Gnade Christi erlangt. Gott gibt die Zentner, die Verstandeskräfte; wir bilden den Charakter. Er wird durch harte, ernste Kämpfe mit dem eigenen Ich gebildet. Ein Kampf nach dem andern muß gegen ererbte Neigungen ausgefochten werden. Wir müssen uns selbst aufs genaueste kritisieren und dürfen nicht einen einzigen ungünstigen Charakterzug unberichtigt lassen.

Niemand sage: ich kann meine Charakterfehler nicht ablegen. Wer zu dieser Entscheidung kommt, wird sicherlich des ewigen Lebens verlustig gehen. Die Unmöglichkeit liegt im eigenen Willen. Wer nicht will, der kann nicht überwinden. Die wirkliche Schwierigkeit entsteht durch die Verderbtheit eines ungeheiligten Herzens und die Unwilligkeit, sich der Herrschaft Gottes zu unterwerfen.

Viele, die Gott befähigt hat, vortreffliche Arbeit zu tun, richten wenig aus, weil sie wenig versuchen. Tausende gehen durch dies Leben, als ob sie keinen bestimmten Lebenszweck und kein Ziel zu erreichen hätten. Solche werden eine ihren Werken angemessene Belohnung erhalten.

Bedenkt, daß ihr niemals ein höheres Ziel erreicht, als ihr euch selbst steckt. Darum setzt euch ein hohes Ziel und dann steigt Schritt für Schritt, selbst wenn es durch schmerzliche Anstrengungen, durch Selbstverleugnung und Selbstaufopferung führt, die ganze Stufenleiter hinauf. Laßt euch durch nichts hindern. Das Schicksal hat seine Maschen um kein menschliches Wesen so fest gewoben, daß es hilflos und in Ungewißheit bleiben muß. Schwierige Umstände sollten euch zu dem festen Entschluß bringen, sie zu überwinden. Das Wegräumen eines Hindernisses wird größere Fähigkeit und neuen Mut geben, vorwärts zu gehen. Dringt mit Entschlossenheit in der rechten Richtung voran, dann werden die Umstände eure Gehilfen und keine Hindernisse sein.

Strebt ernstlich darnach, zu des Meisters Verherrlichung eine jede edle Charaktereigenschaft zu nähren. Ihr sollt zu jeder Zeit in eurem Charakteraufbau Gott gefallen. Das könnt ihr tun; auch Henoch gefiel Gott, obgleich er in einem entarteten Zeitalter lebte — und in unsrer Zeit gibt es auch noch hier und da einen Henoch.

Steht fest wie Daniel, jener treue Staatsmann, ein Man, den keine Versuchung beirren konnte. Enttäuscht ihn nicht, der euch so liebte, daß er sein eigenes Leben gab, um eure Sünden auszutilgen. Er sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. Bedenkt dies! Wenn ihr Fehler gemacht habt, könnt ihr sicherlich den Sieg gewinnen, wenn ihr diese Fehler erkennt und sie euch als Warnungslichter dienen laßt. So könnt ihr eure Niederlage in einen Sieg verwandeln, den Feind enttäuschen und euren Erlöser ehren.

Ein nach dem göttlichen Bilde gestalteter Charakter ist der einzige Schatz, den wir von dieser Welt in die zukünftige mitnehmen können. Wer sich in diesem Leben unter die Lehren Christi stellt, wird das Göttliche, das er sich dadurch aneignet, in die himmlischen Wohnungen mitnehmen und wird im Himmel beständig vollkommener werden. Wie mächtig also ist die Entwicklung des Charakters in diesem Leben!

Die himmlischen Wesen werden mit dem Menschen zusammenwirken, der mit festem Glauben nach jener Vollkommenheit des Charakters trachtet, die in Vollkommenheit der Handlungen zum Ausdruck kommt. Zu einem jeden, der sich an diese Aufgabe macht, sagt Christus: Ich bin zu deiner Rechten, um dir zu helfen. Indem der Wille des Menschen mit dem Willen Gottes zusammenwirkt, vermag er alles. Alles, was auf Gottes Befehl getan werden soll, kann auch in seiner Kraft getan werden. Alle seine Gebote sind auch Befähigungen.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 252-254

„In lebendigem Glauben musst du dich an den Arm dessen klammern, der mächtig ist, zu erretten. Demütige dein armes, stolzes, selbstgerechtes Herz vor Gott. Beuge dich tief, sehr tief, zerbrochen in deiner Sündhaftigkeit, zu seinen Füßen. Widme dich dem Werk der Vorbereitung. Ruhe nicht, bis du in Wahrheit sagen kannst: Mein Erlöser lebt! Und weil er lebt, lebe auch ich. Wenn du den Himmel verlierst, verlierst du alles. Erlangst du ihn, hast du alles. Begehe in dieser Angelegenheit keinen Fehler; ich bitte dich allen Ernstes. Hier stehen ewige Interessen auf dem Spiel. Sei gründlich.

Möge der Gott aller Gnade dein Verständnis so erleuchten, dass du ewige Dinge unterscheiden kannst, dass dir durchs Licht der Wahrheit deine eigenen Fehler, deren viele sind, offenbart werden. Und dann unternimm die notwendigen Anstrengungen, sie zu überwinden, so dass du anstelle dieser bösen, bitteren Früchte solche hervorbringen kannst, die köstlich sind und zum ewigen Leben führen. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Matthäus 7,20. Jeder Baum wird an seinen Früchten erkannt. Welche Frucht soll in Zukunft auf diesem Baum gefunden werden? Die von dir hervorgebrachte Frucht wird entscheiden, ob du ein guter Baum bist oder einer, von dem Christus zu seinem Engel sagen wird: „Haue ihn ab! was hindert er das Land?“ Lukas 13,7.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 2 (2005), S. 92

„Wenn dein größtes Interesse die Wahrheit ist und das Vorbereitungswerk in dieser Zeit, dann wirst du durch die Wahrheit geheiligt und für die Unsterblichkeit tauglich gemacht … Das gründliche Werk der Vorbereitung muß bei allen, die sich zur Wahrheit bekennen, vorangehen, bis wir vor dem Thron Gottes stehen ohne Fehler, ohne Flecken oder Runzeln oder dergleichen. Gott wird dich reinigen, wenn du dich dem Reinigungsprozeß unterziehst. — Testimonies for the Church II, 111.“
Ellen G. White, Maranatha — Der Herr kommt (1999), S. 72

„Nur diejenigen, die das Siegel des lebendigen Gottes empfangen, werden die Eintrittsermächtigung haben, mit der sie durch die Stadttore eintreten dürfen. Doch es gibt viele, die Verantwortlichkeiten in Verbindung mit dem Werke Gottes auf sich nehmen, ohne daß sie von ganzem Herzen gläubig sind, und solange sie in diesem Zustand verharren, können sie das Siegel des lebendigen Gottes nicht empfangen. Sie vertrauen ihrer eigenen Gerechtigkeit, die der Herr als Torheit betrachtet. — Brief 164, 1909.

Diejenigen, die das Siegel des lebendigen Gottes an ihrer Stirn haben möchten, müssen den Sabbat des vierten Gebots halten. Dies unterscheidet sie von den Ungetreuen, die eine von Menschen eingesetzte Einrichtung anstelle des wahren Sabbats angenommen haben. Das Halten des Sabbats ist das Unterscheidungsmerkmal zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. — Manuskript 27, 1899.

Das Siegel des lebendigen Gottes wird nur denen aufgedrückt, die Christus im Charakter ähnlich sind. — The Review and Herald, 21. Mai 1895.

Wie Wachs den Eindruck des Siegels aufnimmt, so soll die Seele den Eindruck des Geistes Gottes aufnehmen und das Bild Christi zurückbehalten. — The Signs of the Times, 18. Juli 1911.

Viele werden das Siegel Gottes nicht empfangen, weil sie seine Gebote nicht halten oder keine Früchte der Gerechtigkeit tragen. — Brief 76, 1900.

Die große Masse bekenntlicher Christen wird am Tage Gottes bitter enttäuscht sein. Sie haben das Siegel des lebendigen Gottes nicht an ihren Stirnen. In ihrem lauen und halbherzigen Zustand entehren sie Gott weit mehr als der erklärte Ungläubige. Sie tappen im Dunkeln, während sie im hellen Tageslicht des Wortes unter der Führung dessen wandeln könnten, der nie irrt. — Brief 121, 1903.

Diejenigen, die das Lamm zu den Brunnen lebendigen Wassers führen wird und von deren Augen er alle Tränen abwischen wird, werden jene sein, die jetzt Erkenntnis und Verstand erlangen von dem, was in der Schrift, dem Wort Gottes, offenbart ist. … Wir sollen keinem Menschen nacheifern. Es gibt niemanden, der weise genug wäre, um unser Maßstab zu sein. Wir sollen auf den Menschen Jesus Christus schauen, der in der Vollkommenheit der Gerechtigkeit und Heiligkeit vollendet ist. Er ist der Anfänger und Vollender des Glaubens. Er ist unser Vorbild. Wir wollen unsere Augen daher abwenden von den Verwirrungen und Schwierigkeiten des Lebens und sie an ihn heften, damit wir durch Anschauen in sein Ebenbild verwandelt werden. Wir dürfen Christus in guter Absicht anschauen und zuversichtlich auf ihn blicken, denn er ist allweise. Während wir auf ihn blicken und über ihn nachsinnen, wird er, die Hoffnung der Herrlichkeit, in uns Gestalt annehmen. Wir wollen mit aller Kraft, die Gott uns gegeben hat, danach streben, zu den 144.000 zu gehören. — The Review and Herald, 9. März 1905.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 858-586

Zustand der Heiligen vor der Wiederkunft Christi!

Jesu Leben auf Erden verkörpert den Zustand der Heiligen vor seiner Wiederkunft!

„Während unser großer Hoherpriester jetzt die Versöhnung für uns vollbringt, sollten wir versuchen in Christus vollkommen zu werden. Nicht mit einem Gedanken gab unser Heiland der Macht der Versuchung nach. Satan findet in menschlichen Herzen diesen oder jenen Makel, den er sich zunutze macht; manche sündhafte Neigung wird gepflegt, durch die seine Versuchungen ihre Macht behaupten. Christus aber erklärte von sich: „Es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir.“ Johannes 14,30. Satan vermochte nichts im Herzen des Sohnes Gottes zu finden, das ihm hätte helfen können, den Sieg davonzutragen. Christus hatte seines Vaters Gebote gehalten, und es war keine Sünde in ihm, deren sich Satan zu seinem Vorteil hätte bedienen können. Dies ist der Zustand, der jenen eigen sein muß, die in der trübseligen Zeit bestehen sollen.

Schon in diesem Leben müssen wir uns durch den Glauben an das versöhnende Blut Christi von der Sünde trennen. Unser mächtiger Heiland lädt uns ein, uns ihm anzuschließen, unsere Schwäche mit seiner Kraft, unsere Unwissenheit mit seiner Weisheit, unsere Unwürdigkeit mit seinem Verdienst zu verbinden. Gottes Vorsehung ist die Schule, in der wir die Sanftmut und Demut Jesu lernen sollen. Der HERR stellt uns stets das wahre Lebensziel vor Augen, nicht aber den Weg, den wir wählen möchten, der uns leichter und angenehmer erscheint. Es bleibt uns anheimgestellt, vereint mit den Kräften zu wirken, die der Himmel einsetzt, um unsere Charaktere nach dem göttlichen Vorbild zu gestalten. Niemand kann diese Aufgabe vernachlässigen oder aufschieben, ohne seine Seele in furchtbarer Weise zu gefährden.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 616

„Das Leben des Christen ist ein ständiges Vorankommen. Jesus veredelt und reinigt sein Volk. Wenn sich in ihnen sein Bild vollkommen widerspiegelt, dann sind sie vollkommen und heilig und zur Entrückung bereit. — Testimonies for the Church I, 338-340.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 71

„Gott wird ein Volk haben, das eifrig gute Werke tut und mitten in der Verdorbenheit unseres degenerierten Zeitalters standhaft bleibt. Es wird ein Volk geben … das sich so fest an die Kraft Gottes klammert, daß es gegen jede Versuchung gefeit ist. — Testimonies for the Church III, 472.“
Ellen G. White, Maranatha — Der Herr kommt (1999), S. 73

Henoch gottähnliches Dasein verkörpert den Zustand der Heiligkeit vor der Wiederkunft Christi!

„Durch Henochs Entrückung wollte Gott vielen eine wichtige Lehre erteilen. Nicht wenige standen nämlich in der Gefahr, wegen der furchtbaren Folgen der Sünde Adams mutlos zu werden. Sie fragten sich: „Was nützt es, den HERRN gefürchtet und seinen Geboten gehorcht zu haben, wenn ein schwerer Fluch auf der Menschheit ruht und der Tod unser aller Schicksal ist?“ Aber die Unterweisungen, die Gott Adam gegeben, Seth wiederholt und Henoch bestätigt hatte, bannten Dunkelheit und Finsternis. Sie gaben dem Menschen die Hoffnung, daß, wie durch Adam der Tod gekommen war, durch den verheißenen Erlöser Leben und Unsterblichkeit kommen würden.

Der Widersacher verführte die Menschen zu dem Glauben, es gäbe weder Lohn für die Gerechten noch Strafe für die Bösen, und es sei dem Menschen unmöglich, Gottes Gebote zu halten. Aber im Falle Henochs sagte Gott von sich, „daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde“. Hebräer 11,6. Er offenbarte damit, wie er mit denen verfahren werde, die seine Gebote halten. Henoch lehrte die Menschen, daß es wohl möglich ist, dem Gesetz Gottes zu gehorchen. Selbst unter Sündern und Unreinen könnten sie durch Gottes Gnade der Versuchung widerstehen und rein und fromm bleiben. Sie sahen an seinem Beispiel, wie gesegnet solch ein Leben war. Seine Entrückung bewies die Wahrheit seiner Prophezeiung sowohl über das künftige Leben in Freude, Herrlichkeit und Unsterblichkeit als Lohn für die Gehorsamen als auch über die Verdammnis, das Elend und den Tod für die Übeltäter.

„Durch den Glauben ward Henoch weggenommen, daß er den Tod nicht sähe, … denn vor seiner Wegnahme hat er das Zeugnis gehabt, daß er Gott gefallen habe.“ Hebräer 11,5. Inmitten einer gottlosen, zum Untergang verurteilten Welt lebte er in solch enger Gemeinschaft mit Gott, daß der HERR ihn nicht in die Gewalt des Todes fallen ließ. Das gottähnliche Dasein dieses Propheten verkörpert jenen Zustand der Heiligkeit, den alle erreichen müssen, die bei Christi Wiederkunft „erkauft sind von der Erde“. Offenbarung 14,3“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 67-68

„Obwohl wir in Harmonie mit dem Gesetz Gottes sein sollen, werden wir nicht durch die Werke des Gesetzes gerettet, doch wir können auch nicht ohne Gehorsam gerettet werden. Das Gesetz ist der Maßstab, an dem der Charakter beurteilt wird. Doch ohne die erneuernde Gnade Christi können wir die Gebote Gottes überhaupt nicht halten. Jesus allein kann „uns von jeder Sünde reinigen“. 1.Johannes 1,7 (EB). Er rettet uns weder durch das Gesetz noch im Ungehorsam gegenüber dem Gesetz.

Unsere Liebe zu Christus wird der Tiefe unserer Sündenerkenntnis entsprechen (siehe Lukas 7,47), und „durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“. Römer 3,20. … Das Evangelium Christi gibt den Menschen nicht die Lizenz zur Missachtung des Gesetzes, denn durch dessen Übertretung wurden die Schleusen geöffnet, durch die das Leid in unsere Welt drang.

Heute ist Sünde genauso bösartig wie zur Zeit Adams. Das Evangelium verspricht keinem die Gunst Gottes, der in Verstocktheit das Gesetz bricht. Die Verdorbenheit des menschlichen Herzens, die Schuld der Übertretung, der Untergang der Sünde — all dies wird durch das Kreuz (Pfahl) deutlich gemacht, mit dem Christus uns [zugleich] einen Ausweg eröffnete.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 86-87

Sind Menschen, die Jesu Erlösungsweg ausschlagen, von ihren Verpflichtungen befreit?

„Gott stellt heilige Anforderungen an uns alle. Er beansprucht das ganze Herz, die ganze Seele, alle Neigungen. Die Antwort, die man mitunter darauf hören kann, lautet: „Oh, ich bekenne ja gar nicht, ein Christ sein!“ Doch was tut das? Stellt Gott etwa nicht dieselben Ansprüche an dich wie an denjenigen, der sich als sein Kind ausgibt? Geht der HERR über deine sündliche Nachlässigkeit und Empörung hinweg, weil du so kühn in der fahrlässigen Missachtung heiliger Dinge bist? Jeder Tag, den du die Ansprüche Gottes missachtest, jede Gelegenheit dargebotener Gnade, die du geringachtest, wird dir zur Last gelegt und wird die Liste der Sünden vergrößern, die an jenem Tage wider dich zeugen werden, wenn der Bericht einer jeden Seele untersucht werden wird.

Ich wende mich an euch, junge Männer und Frauen, ob ihr Christen zu sein bekennt oder nicht: Gott verlangt eure Neigungen, euren willigen Gehorsam und freudige Hingabe an ihn. Ihr habt jetzt eine kurze Prüfungszeit, und ihr könnt diese Gelegenheit dazu benutzen, euch Gott bedingungslos zu übergeben. Gehorsam gegen Gottes Forderungen und Unterwerfung unter diese sind die uns vom Heiligen Geist durch den Apostel gegebenen Bedingungen, durch deren Erfüllung wir Kinder Gottes und Glieder der königlichen Familie werden können. Jedes Kind und jeden jungen Menschen, jeden Mann und jede Frau hat Jesus durch sein eigenes Blut vom Abgrund des Verderbens errettet, dem sie durch Satan entgegengetrieben werden.

Sind Sünder deswegen, weil sie die Erlösung, die ihnen frei angeboten wird, ausschlagen, von ihren Verpflichtungen befreit? Ihre Wahl, in Sünden und offener Übertretung zu beharren, verringert ihre Schuld nicht. Jesus hat sie teuer erkauft, und sie gehören ihm. Sie sind sein Eigentum; wenn sie aber dem, der sein Leben für sie gegeben hat, nicht Gehorsam leisten wollen, sondern ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Gaben dem Dienste Satans widmen, verdienen sie sich auch den entsprechenden Lohn, nämlich den Tod. Unvergängliche Herrlichkeit und ewiges Leben ist der Lohn, den der Erlöser denen anbietet, die ihm gehorchen.

Er hat es ihnen ermöglicht, durch seinen Namen einen christlichen Charakter zu entwickeln und um seinetwillen zu überwinden, wie er um ihretwillen überwand. Er hat ihnen in seinem eigenen Leben ein Beispiel gegeben, um ihnen zu zeigen, wie sie überwinden können. „Der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn.“ Römer 6,23 Die Ansprüche Gottes sind für alle gleicherweise bindend. Alle, welche nach ihrer eigenen Wahl die große Erlösung, welche ihnen frei angeboten wird, versäumen, welche erwählen, sich selbst zu dienen und Feinde Gottes sowie Feinde des selbstaufopfernden Erlösers zu bleiben, erhalten ihren Lohn. Sie säen auf das Fleisch und werden auch von dem Fleisch das Verderben ernten.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 3 (2004), S. 383-384

Wie wir erfahren durften, sind die Schriften von Ellen G. White bezüglich der Befreiung von der Sünde eins mit der heiligen Schrift. So wie die heilige Schrift sagt, dass der Mensch von aller Sünde befreit – von neuem geboren – werden muss, so sagen es auch die Schriften von Ellen.

Woran erkennt der Mensch, ob die Worte eines Propheten von Gott sind?

Nicht wenn seine Worte in der heiligen Schrift geschrieben stehen, sondern wenn sie mit der heiligen Schrift und der Lehre Jesu vollkommen eins sind.

Wenn der Mensch danach prüft, ob die Worte eines Propheten in der heiligen Schrift stehen, dann dürfte er den Herrn Jesus, Johannes, Paulus, Petrus, Matthäus, Offenbarungen usw. nicht annehmen, weil ihre Worte in der heiligen Schrift ebenso nicht geschrieben stehen.

Wenn der Mensch prüft und meint, die Worte eines Propheten Gottes wären mit der heiligen Schrift nicht eins, dann liegt es nicht unbedingt am Propheten Gottes, sondern am Glauben des Prüfenden, weil nicht der Prophet Gottes, sondern der Prüfende mit der heiligen Schrift und der Lehre Jesu nicht vollkommen eins ist.

Bitte beachte, nicht jeder, der sich ein Prophet nennt, ist auch ein Prophet Gottes!

Scroll to Top

Die letzten Tage dieser welt sind angeborchen!

... Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Matthäus 3:2

Der geliebte himmlische Vater und sein geliebter Sohn Jesus lieben jeden Menschen und wollen jeden von ihnen herzlich in ihr Reich einladen und bei der Wiederkunft empfangen.

Möchtest du es auch?