Beitrag zuletzt aktualisiert am 22.12.2021
Wenn der laute Ruf erschallt.

Wenn der laute Ruf erschallt.

Was ist der laute Ruf?

Es steht geschrieben:

Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis allen Völkern, und dann wird das Ende kommen. Matthäus 24:14 

Lesen wir nun, was unser geliebter himmlischer Vater seiner geliebten Tochter und Prophetin, Ellen G. White, dazu gab:

„Und danach sah ich einen anderen Engel niederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde ward erleuchtet von seinem Glanz. Und er schrie mit großer Stimme und sprach, “Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon die große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis aller unreiner Geister und ein Gefängnis aller unreiner und verhasster Vögel.” Und ich hörte eine andere Stimme, die sprach. “Gehet aus von ihr mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen.”” Offenbarung 18; 1 -2; 4.

In diesen Versen wird die Verkündigung des Falls von Babylon wiederholt, wie es vom zweiten Engel bereits getan wurde, Offenbarung 14; 8. mit der zusätzlichen Erwähnung der Verderbtheit, welche in die Kirchen seit 1844 eingetreten ist. Hier wird ein schrecklicher Zustand der religiösen Welt beschrieben. Mit jeder Ablehnung der Wahrheit wurde die Gesinnung der Menschen dunkler, ihre Herzen widerspenstiger bis sie sich in ihrer ungläubigen Verschlossenheit verschanzt haben.

Zum Trotze der Warnungen, die Gott ihnen gegeben hat, fahren sie darin fort, auf einen der Grundsätze des Dekalogs zu treten und verfolgen jene, die sie heilig halten. Durch die Verachtung seines Wortes und seines Volkes hat man sich gegen Christus erdreistet. Durch die Akzeptanz des Spiritualismus in den Kirchen wird dem fleischlichen Herzen keinerlei wirkliche Einschränkung mehr auferlegt und die Ausübung der Religion wird zu einem Mantel, der die niedrigsten Frevel verdeckt. Der Glaube an spiritueller Manifestation öffnet die Tore für verführerische Geister und den Lehren des Teufels.

Der Einfluss böser Engel kann in den Kirchen des gesamten Landes gespürt werden. Über das Babylon dieser Zeit ist verkündet worden: “Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.” Offenbarung 18; 5. Sie hat das Maß ihrer Schuld gefüllt und die Vernichtung ist daran, über sie zu kommen. Doch Gott hat immer noch seine Menschen in Babylon; und vor der Heimsuchung durch sein Gericht müssen diese Getreuen herausgerufen werden, damit sie “nicht teilhaftig werden ihrer Sünden, auf dass sie nicht empfangen etwas von deren Plagen.”

Deswegen jene Bewegung, symbolisiert durch den Engel, der vorn Himmel kommt, die Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchtet und mit großer Stimme rufend, die Sünden Babylons verkündet. In Verbindung mit dieser Botschaft, wird der Ruf gehört: “Kommet raus von ihr, mein Volk!” Da nun diese Warnung mit der Botschaft des dritten Engels einhergeht, schwillt sie zu einem lauten Ruf an. Erschreckend ist der Zustand, zu welcher diese Welt gebracht wird. Die Mächte der Erde, vereinigt um gegen die Gebote Gottes Krieg zu führen, werden die Bestimmung erlassen, dass kein Mensch weder verkaufen noch kaufen kann, er habe denn das Malzeichen des Tieres und letztendlich, dass wer immer sich auch weigert, das Zeichen des Tieres zu empfangen, getötet werden soll. Offenbarung 13; 15. 17.

Das Wort Gottes verkündet: “So jemand das Tier anbetet und sein Bild, und nimmt das Malzeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der soll von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in seines Zornes Kelch.” Offenbarung 14; 9, 10. (422) Doch keiner wird den Zorn Gottes verspüren müssen, bis die Wahrheit mit seinen Gedanken und Gewissen in Berührung gekommen ist, und er sie verworfen hat. Es befinden sich viele in den Kirchen diese Landes, die niemals, sogar in diesem Land der Erleuchtung und des Wissens, die Gelegenheit hatten, die besonderen Wahrheiten für diese Zeit zu hören.

Die Verpflichtung gegenüber dem vierten Gebot wurde ihnen niemals in ihrem wahren Licht dargestellt. Jesus kann in jedes Herz lesen und jedes Motiv prüfen. Dieses Urteil wird nicht blind über das Volk gebracht. Ein jeder wird genügend Licht erhalten haben, um seine Entscheidung mit Bedacht zu treffen. Der Sabbat wird die große Prüfung für die Loyalität werden; denn dies ist ein Punkt der Wahrheit, welcher besonders umstritten ist. Deswegen sind jene, welche die Wahrheiten der Botschaft des dritten Engels repräsentierten, als Unruhestifter betrachtet worden.

Die Voraussage, dass sich Kirche und Staat vereinigen werden, um jene zu verfolgen, die sich an die Gebote Gottes halten, sind als grundlos und absurd betrachtet worden. Es wurde mit großer Zuversicht erklärt, dass dieses Land niemals etwas anderes sein werde, als was es ist, der Verteidiger religiöser Freiheit. Doch während die Frage der verpflichtenden Einhaltung des Sonntags im allgemeinen für Aufregung sorgt, kann man das Ereignis, woran man lange nicht geglaubt und es bezweifelt hat, sich nähern sehen und die dritte Botschaft lässt eine Wirkung entstehen, welche sie vorher nicht hätte haben können.

In jeder Generation sandte Gott seine Diener, um die Sünde zu rügen, sowohl in der Welt als auch in der Kirche. Doch das Volk begehrt nach freundlichen Dingen, die ihnen gesagt werden und die reine, unverfärbte Wahrheit ist nicht akzeptabel. Viele Reformer, wenn sie mit ihrem Werk begannen, waren entschlossen, große Vorsicht walten zu lassen, um die Sünden der Kirche und des Volkes anzugreifen. Sie hofften, durch das Beispiel eines reinen christlichen Lebens, das Volk zurück zu den Lehren der Bibel zu führen.

Doch der Geist Gottes kam über sie, wie er auch über Elias gekommen war und sie konnten sich nicht zurückhalten, die einfachen Aussagen der Schrift zu predigen, – Lehren, welche sie unwillig waren, zu verkünden. Sie wurden angetrieben, eifrig die Wahrheit und die Gefahren, welche die Seelen bedrohen, zu verkünden. Die Worte, die ihnen der Herr gegeben hatte, sprachen sie aus, die Konsequenzen nicht fürchtend, und das Volk war gezwungen, sich die Warnungen anzuhören.

So wird auch die Botschaft des dritten Engels verkündet werden. Wenn die Zeit gekommen ist, um den lauten Ruf erschallen zu lassen, wird der Herr durch demütige Werkzeuge wirken, die Gedanken jener führend, die sich dem Dienst an ihm weihen. Die Arbeiter werden sich eher durch die Salbung des Geistes qualifizieren, denn durch die Ausbildung in ausgewählten Institutionen. Männer des Glaubens und des Gebets werden sich gezwungen fühlen, mit heiligem Eifer hervorzutreten und die Worte Gottes, die ihnen gegeben werden, zu verkündigen. Die Sünden Babylons werden offen gelegt.

Das schreckliche Resultat einer Vereinigung von Kirche und Staat, die Einwirkung des Spiritualismus, der schleichende, jedoch rapide Wachstum der päpstlichen Macht, – all dies wird enthüllt werden. Durch diese feierlichen Warnungen wird das Volk aufgewühlt werden. Tausende und Abertausende haben niemals Worte wie diese gehört. Mit Staunen hören sie, dass die Kirche Babylon gefallen sei wegen ihrer Verfehlungen und Sünden, wegen ihrer Verwerfung der Wahrheit, die ihnen vom Himmel gesandt wurde. Das Volk geht zu seinen früheren Lehrern, eifrig fragend: Sind diese Dinge tatsächlich so?

Die Prediger präsentieren Fabeln, prophezeien angenehme Dinge, um ihre Befürchtungen zu besänftigen und ihr erwachtes Gewissen zu beruhigen. Doch viele weigern sich, nur durch die Autorität des Menschen zufrieden gestellt zu werden und verlangen nach einem einfachen: “So spricht der Herr!” Die populären Prediger sind, wie die Pharisäer von einst, erzürnt über die Infragestellung ihrer Autorität. Sie denunzieren die Botschaft als die des Satans und wiegeln die Sündenliebenden Massen auf, jene zu schmähen und zu verfolgen, die sie verkünden.

Während sich nun der Kampf in neue Gefilde bewegt und das Volk zu Gottes unterdrücktem Gesetz gerufen wird, ist Satan aufgewühlt. Die Macht, welche diese Botschaft begleitet, macht nur jene wütend, die sich ihr entgegenstellen. Der Klerus bringt beinahe übermenschliche Anstrengungen auf, um das Licht auszuschließen, damit es nicht auf ihre Herde scheinen möge. Durch jedes ihnen zur Verfügung stehendes Mittel, versuchen sie Diskussionen über diese vitalen Fragen zu unterdrücken. Die Kirche wendet sich an den starken Arm der zivilen Mächte und in diesem Zuge werden die Papisten gebeten, den Protestanten zu Hilfe zu eilen.

Die Bewegung für die Erzwingung des Sonntags wird immer kühner und entschlossener. Das Gesetz wird gegen die Halter der Gebote aufgerufen. Sie werden mit Strafen und Gefängnis bedroht, einigen werden Stellungen mit Einfluss und andere Belohnungen und Vorteile als Anreiz geboten, um ihrem Glauben abzusagen. Doch ihre standfeste Antwort ist: “Zeigt uns unsere Verfehlung aus dem Wort Gottes”, — derselbe Wunsch, der auch von Luther unter ähnlichen Umständen hervorgebracht wurde.

Jene, welche zur Anklageerhebung vor die Gerichte gebracht werden, geben eine kräftige Rechtfertigung für die Wahrheit ab und einige, welche sie hören, werden dazu gebracht, ihren Stand einzunehmen und alle Gebote Gottes einzuhalten. Solcherart wird das Licht vor Tausenden gebracht werden, die ansonsten nichts über diese Wahrheiten wissen würden. Gewissenhafter Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes wird als Rebellion behandelt werden. Geblendet durch Satan, werden Eltern gegenüber dem gläubigen Kind Härte und Schärfe ausüben.

Der Herr oder die Herrin eines, die Gebote einhaltenden Bediensteten, werden es unterdrücken. Die Bindung zueinander wird sich entfremden; Kinder werden enterbt und von ihren Heimen vertrieben. Die Worte des Paulus werden sich im wahrsten Sinne erfüllen: “Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung erleiden.” 2. Timotheus 3; 12. Da sich nun die Verteidiger der Wahrheit weigern, den Sonntags – Sabbat zu ehren, werden einige von ihnen ins Gefängnis geworfen werden, einige werden verbannt sein und andere wie Sklaven behandelt werden.

Für die menschliche Weisheit sieht dies alles als ein Ding der Unmöglichkeit aus. Doch sowie der einschränkende Geist Gottes von den Menschen abgezogen wird, werden sie unter der Kontrolle Satans sein, welcher die göttlichen Regeln hasst und es werden fremdartige Entwicklungen vonstatten gehen. Das Herz kann sehr grausam sein, wenn die Furcht vor Gott und seine Liebe genommen worden ist.

Wenn sich nun der Sturm nähert, wird eine große Anzahl jener, die vorgeben an die dritte Botschaft zu glauben, aber nicht durch diese geheiligt worden sind, ihre Stellungen verlassen und unter dem Banner der Mächte der Finsternis Schutz suchen. Durch die Vereinigung mit der Welt und der Anteilnahme an ihrem Geist, werden sie soweit sein, die Angelegenheit in beinahe denselben Licht zu betrachten. Wenn die Prüfung stattfindet, werden sie bereit sein, die leichte, populäre Seite zu wählen.

Männer von Begabung und wohlgefälligem Auftreten, welche sich zuvor an der Wahrheit erfreuten, benutzen nun ihre Kenntnisse, um Seelen zu verführen und zu verleiten. Sie werden zu den erbittertsten Feinden ihrer früheren Brüder. Wenn nun die Sabbathalter vor Gericht gestellt werden, um sich für ihren Glauben zu verantworten, werden diese Abtrünnigen die effektivsten Hilfskräfte Satans sein, um sie fälschlich darzustellen, zu beschuldigen und durch Falschaussagen und Andeutungen die Herrscher gegen sie aufbringen.

Die Diener des Herrn gaben gläubig ihre Warnungen, nur auf Gott und sein Wort schauend. Sie haben nicht kalt berechnend auf die Konsequenzen für sich selbst geschaut. Sie haben nicht ihre weltlichen Interessen in Betracht gezogen oder danach gesinnt, ihre Reputation und ihr Leben zu bewahren. Doch wenn der Sturm der Opposition und der Entrüstung über sie kommt, sind sie von Bestürzung überwältigt. Einige werden bereit sein auszurufen: “Hätten wir die Konsequenz unserer Worte vorausgesehen, hätten wir uns ruhig verhalten!” Sie sind von Erschwernissen umzingelt.

Satan greift sie mit harten Versuchungen an. Das Werk, welches sie begonnen haben, scheint weit jenseits ihrer Fähigkeiten zu sein, es zu vollenden. Der Eifer, welcher sie angeregt hatte, ist vorbei; doch sie können nicht zurück. Dann, ihre vollkommene Hilflosigkeit fühlend, fliehen sie zu dem Allmächtigen, um Kraft zu erlangen. Sie erinnern sich daran, dass die Worte, welche sie ausgesprochen hatten, nicht deren waren sondern Seine, der sie beauftragt hatte, diese Warnungen zu geben. Gott brachte die Wahrheit in ihre Herzen und sie konnten sich nicht dessen enthalten, es zu verkünden.

Diese selben Prüfungen hatten auch die Männer Gottes der vergangenen Jahre erfahren. Wycliff, Hus, Luther, Tyndale, Baxter, Wesley verlangten, dass alle Lehren der Prüfung der Bibel unterzogen werden und erklärten, dass sie alles widerrufen würden, was nicht bestehen sollte. Gegen diese Männer wütete die Verfolgung mit unablässigem Zorn. Doch sie hörten nicht auf, die Wahrheit zu verkünden. Verschiedene Perioden der Geschichte der Kirche wurden durch die Entwicklung einer besonderen Wahrheit gekennzeichnet, angepasst an die Notwendigkeit des Volkes Gottes zu dieser Zeit.

Jede neue Wahrheit hatte ihren Weg entgegen den Hass und den Widerstand gemacht; diejenigen, welche mit ihrem Licht gesegnet waren, wurden versucht und geprüft. Der Herr gibt dem Volk im Falle der Not eine besondere Wahrheit. Wer wagt es, sich zu weigern, diese publik zu machen? Er gebietet seinen Dienern, die letzte Einladung seiner Gnade für diese Welt, zu bringen. Sie können dies nicht verschweigen, es sei denn durch die Gefahr für ihre Seelen. Christi Botschafter haben nichts mit den Konsequenzen zu schaffen. Sie müssen ihre Pflicht erfüllen und die Folgen Gott überlassen.

Während sich nun der Widerstand zu noch größeren Höhen erhebt, sind die Diener Gottes wieder erstaunt; denn es scheint ihnen so, als hätten sie die Krise gebracht. Doch das Gewissen und das Wort Gottes gibt ihnen die Zusicherung, dass ihr Weg der richtige ist. Obwohl die Erschwernisse weiter bestehen, sind sie darin bestärkt, diese weiter zu ertragen. Der Kampf kommt immer näher und wird schärfer, doch ihr Glaube und ihr Mut steigern sich mit der Not. Ihr Zeugnis ist: “Wir wagen es nicht, mit dem Wort Gottes zu spielen, sein heiliges Gesetz zu trennen, einen Teil als wichtig und einen anderen Teil als unwichtig zu erachten, um so die Gunst der Welt zu gewinnen.

Der Herr, dem wir dienen, ist fähig uns zu erretten. Christus hat die Mächte dieser Erde besiegt; sollen wir uns vor einer Welt fürchten, die bereits überwunden ist?” Die Verfolgung in ihren verschiedensten Formen ist ein Grundsatz, der bestehen bleiben wird, solange Satan existiert und das Christentum eine vitale Macht hat. Kein Mensch kann Gott dienen ohne gegen sich den Widerstand der Massen der Finsternis aufzurufen. Böse Engel werden gegen ihn anstürmen, alarmiert, dass durch seinen Einfluss ihnen deren Beute aus ihren Händen entrissen werden könnte.

Böse Menschen, durch sein Beispiel getadelt, werden sich vereinigen und danach trachten, ihn von Gott durch verlockende Versuchungen zu trennen. Wenn dies nicht gelingen sollte, dann wird Gewalt angewendet werden, um das Gewissen zu bezwingen. Doch solange Jesus als Fürsprecher im Heiligtum des Himmels verbleibt, wird der zurückhaltende Einfluss des heiligen Geistes für Herrscher und Völker spürbar sein. Er kontrolliert immer noch, in einem gewissen Maße, die Gesetze der Nationen. Wäre es nicht wegen dieser Gesetze, der Zustand der Welt wäre weitaus schlimmer als sie jetzt ist.

Während viele unserer Herrscher Satans aktive Helfer sind, hat auch Gott seine Helfer unter den führenden Männern der Nation. Der Feind bewegt seine Diener, Mittel vorzuschlagen, welche das Werk Gottes sehr erschweren würde. Doch Staatsmänner, welche den Herrn fürchten, werden von heiligen Engeln beeinflusst, mit unwiderlegbaren Argumenten diesen Vorschlägen zu widerstehen. Auf solche Weise halten einige wenige Männer den mächtigen Strom des Bösen in Schach.

Der Widerstand der Feinde der Wahrheit wird zurückgehalten werden, damit die dritte Botschaft ihr Werk vollbringen kann. Wenn der laute Ruf gegeben wird, wird es die Aufmerksamkeit der führenden Männer erregen, durch welche der Herr jetzt wirkt. Einige von ihnen werden es annehmen und mit dem Volk Gottes durch die Zeit der Trübsal stehen. Der Engel, der sich mit der Verkündigung der dritten Botschaft vereinigt, wird die ganze Erde mit dem Licht seiner Herrlichkeit erleuchten. Hier wird ein Werk von weltweitem Ausmaß und nie da gewesener Macht gezeigt.

Die Adventbewegung von 1840-44 war eine glorreiche Manifestation der Macht Gottes; die erste Botschaft wurde in jede Missionsstation der Welt hinausgetragen und in diesem Land gab es das größte religiöse Interesse, welches in irgendeinem anderen Land beobachtet werden konnte seit der Reformierung im sechzehntem Jahrhundert. Doch dies wird alles übertroffen werden durch die mächtige Bewegung unter dem lauten Ruf der dritten Botschaft. Das Werk wird dem ähnlich sein, der am Pfingsttag stattgefunden hat.

Diener Gottes, mit ihren erleuchteten Antlitzen und strahlend von heiliger Hingabe, eilen von Ort zu Ort um die Warnung des Himmels zu verkünden. Durch Tausende von Stimmen, über die ganze Erde verteilt, wird die Botschaft gegeben werden. Es werden Wunder geschehen, Kranke geheilt und Zeichen und Wunder folgen den Gläubigen. Satan bewirkt auch seine lügnerischen Wunder, er bringt sogar Feuer vom Himmel vor den Augen der Menschen herab. So werden die Bewohner der Erde dazu gebracht werden, ihren Stand einzunehmen.

Die Botschaft wird ausgetragen werden, so wie auch der mitternächtliche Ruf von 1844, nicht so viel durch Argumentationen, sondern durch die tiefe Überzeugung durch den Geist Gottes. Die Argumente sind vorgebracht worden. Die Saat ist ausgesät und nun wird sie erblühen und ihre Früchte tragen. Die Publikationen, welche durch die Missionsarbeiter verbreitet worden sind, haben ihren Einfluss ausgeübt. Doch viele, deren Gewissen davon beeindruckt worden ist, wurden abgehalten, die Wahrheit vollständig zu erfassen oder ihr Gehorsam zu leisten.

Nun durchdringen die Strahlen des Lichts überall, die Wahrheit wird in ihrer Klarheit gesehen werden und die wahrhaftigen Kinder Gottes durchtrennen die Bande, welche sie festgehalten haben. Familienbanden und kirchliche Zugehörigkeit sind nun machtlos, sie zu halten. Die Wahrheit ist wertvoller als alles andere. Trotz der Vereinigungen, die sich gegen die Wahrheit gesammelt haben, wird eine große Anzahl ihre Position auf der Seite des Herrn beziehen.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1884), S. 262-268

Weltweiter lauter Ruf!

„Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.“ Römer 13,11.

Das Ende ist nahe, es schleicht sich verstohlen, nicht wahrnehmbar an uns heran, wie das geräuschlose Näherkommen eines nächtlichen Diebes. Möge der Herr geben, daß wir nicht länger schlafen wie die anderen, sondern daß wir wachen und nüchtern sind. Die Wahrheit soll bald herrlich triumphieren, und alle, die sich jetzt dafür entscheiden, Gottes Mitarbeiter zu sein, werden mit ihr triumphieren. Die Zeit ist kurz; bald kommt die Nacht, wo niemand wirken kann …

Die Zeit kommt, wo sich an einem Tag so viele bekehren werden, wie damals an Pfingsten, nachdem die Jünger den Heiligen Geist empfangen hatten … Viele haben die Einladung des Evangeliums unbeachtet gelassen; sie sind geprüft und auf die Probe gestellt worden, doch berghohe Hindernisse schienen sich vor ihren Augen aufzutürmen und hinderten sie daran, vorwärtszugehen. Durch Glauben, Ausdauer und Mut werden viele diese Hindernisse überwinden und hinaus schreiten ins herrliche Licht.

Fast unbewußt sind Schranken auf dem geraden und schmalen Weg errichtet worden. Steine des Anstoßes sind auf den Pfad gelegt worden. Sie werden allesamt fortgerollt werden. Die Schutzzäune die von falschen Hirten um ihre Herden gezogen worden sind, werden beseitigt werden. Tausende werden ins Licht hinaustreten und sich für die Verbreitung des Lichtes einsetzen. Mit Vernunft begabte himmlische Wesen werden sich mit den menschlichen Werkzeugen verbinden.

Dadurch ermutigt wird sich die Gemeinde tatsächlich erheben und leuchten und all ihre geheiligten Energien in die Auseinandersetzung einbringen. So wird der Plan Gottes ausgeführt und vollendet; die verlorenen Perlen werden wieder gewonnen … Während des lauten Rufs wird die Gemeinde mit Hilfe des vorsehungsvollen Eingreifens ihres erhöhten Herrn die Erkenntnis über die Erlösung so reichlich verbreiten, daß das Licht jeder Stadt und jedem Ort mitgeteilt wird.

Die Erde wird von der Erkenntnis über die Erlösung erfüllt sein. So reichlich wird der erneuernde Geist Gottes die intensiv aktiven Werkzeuge mit Erfolg gekrönt haben, daß das Licht von der heute aktuellen Wahrheit überall aufleuchten wird. — Evangelism 692-694.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 23-24

Die Botschaft wird mit lauter Stimme verkündet!

„Die Macht, die die Menschen in der Bewegung von 1844 so gewaltig aufrüttelte, wird sich erneut zeigen. Die Botschaft des dritten Engels wird nicht im Flüsterton, sondern mit lauter Stimme weitergetragen werden. Testimonies for the Church V, 252 (1885)“
Ellen G. White, Christus kommt bald (1996), S. 163

Der Spätregen, die Erquickung vom Angesicht des Herrn, der laute Ruf des dritten Engels.

„Am 20. November 1857 wurde mir das Volk Gottes vorgeführt, und ich sah, dass es eine durchgreifende Sichtung erfuhr. Einige, die starken Glaubens waren und qualvolle Schreie aussandten, rangen mit Gott. Ihre Angesichter, bleich und von schrecklicher Angst gezeichnet, spiegelten ihren inneren Kampf wider. Schweißtropfen perlten auf ihren Stirnen, und ihre Gesichter drückten Ernst und Entschlossenheit aus. Ab und zu leuchtete auf ihrem Antlitz ein Abglanz göttlicher Herrlichkeit, aber sogleich bemächtigte sich ihrer wieder jenes feierlich ernste und doch angstvolle Aussehen.

Böse Engel umringten die Gläubigen und hüllten sie in Finsternis, um den Herrn Jesum ihren Blicken zu entziehen. Ihre Augen sollten auf die sie umgebende Finsternis gelenkt werden; sie sollten Gott misstrauen und dann gegen ihn murren. Nur wenn sie ihre Augen ständig aufwärts richteten, würden sie ihre Sicherheit bewahren können. Engel Gottes wachten über sein Volk. Immer, wenn von den bösen Engeln eine giftige Atmosphäre über diese Geängstigten gebreitet wurde, schwangen die himmlischen Engel unaufhörlich ihre Flügel über ihnen, um die dichte Finsternis zu zerstreuen.

Ich sah, dass etliche an diesen qualvollen Kämpfen und Auseinandersetzungen keinen Anteil nahmen. Sie schienen gleichgültig und unbekümmert zu sein. Sie leisteten der Finsternis keinen Widerstand, die sie wie eine undurchdringliche Wolke einschloss. Die Engel Gottes verließen sie und eilten denen zu Hilfe, die mit all ihren Kräften den bösen Engeln zu widerstehen versuchten und die durch inständiges Anflehen Gottes sich selbst bemühten, etwas zu ihrer Stärkung beizutragen.

Die Engel aber verließen alle diejenigen, die keinerlei Anstrengung machten, sich selbst zu helfen, und ich verlor sie aus den Augen. Wenn die Betenden aber ihr ernstes Rufen fortsetzten, fiel von Zeit zu Zeit ein Lichtstrahl von Gott auf sie, um ihre Herzen zu ermutigen und ihre Angesichter zu erleuchten. Ich fragte nach der Bedeutung der großen Sichtung, die ich gesehen hatte. Ich sah, dass sie durch das rückhaltlose Zeugnis bewirkt wurde, das der treue Zeuge denen zu Laodizea gab. Dieses Zeugnis wird seine Wirkung auf das Herz des Empfängers nicht verfehlen und ihn veranlassen, den Maßstab zu erhöhen und die volle Wahrheit zu verkündigen.

Einige werden dieses genaue Zeugnis nicht ertragen und sich deshalb dagegen erheben. Dies wird eine Sichtung unter Gottes Volk verursachen. Das Zeugnis des treuen Zeugen ist nicht einmal zur Hälfte beachtet worden. Diese ernste Botschaft, von der das Schicksal der Gemeinde abhängt, wurde geringschätzig behandelt, wenn nicht gar völlig missachtet. Dieses Zeugnis muss tiefe Reue schaffen, und alle, die es aufrichtig annehmen, werden ihm gehorchen und dadurch geläutert werden.    

Der Engel sprach: „Merke auf!“ Alsbald hörte ich eine Stimme, die sich wie das Zusammenspiel vieler Musikinstrumente anhörte — voller Lieblichkeit und Harmonie. Dieser Klang übertraf alles, was ich je gehört hatte. Diese Stimme schien mir voller Gnade, Mitgefühl und erhabener, heiliger Freude zu sein. Sie ergriff mein ganzes Wesen. Der Engel sagte: „Schau dich einmal um!“ Daraufhin wurde meine Aufmerksamkeit auf die Gruppe gelenkt, die machtvoll gesichtet worden war.

Ich erblickte diejenigen, die ich zuvor unter unerhörten Qualen hatte weinen und beten sehen. Die Anzahl der Schutzengel um sie hatte sich verdoppelt, dann wurden sie von Kopf bis Fuß mit einer Rüstung angetan. In mustergültiger Ordnung bewegten sie sich entschlossen voran, wie eine Abteilung Soldaten.
Auf ihren Angesichtern waren noch die Spuren des überstandenen Kampfes, den sie durchgemacht hatten, zu sehen.

Aber wenn ihre Gesichtszüge auch eben noch die Zeichen schwerer innerer Nöte trugen — jetzt erstrahlten sie im Licht und Glanz des Himmels. Sie hatten den Sieg erlangt, und das erweckte in ihnen tiefste Dankbarkeit und heilige Freude. Die Gruppe war kleiner geworden. Etliche waren ausgesichtet und auf dem Weg zurückgelassen worden.    

„Ich weiß deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weißt nicht, dass du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß.“ Offenbarung 3,15-17.

Die Sorglosen und Gleichgültigen, die sich nicht mit denen vereinten, die das Seelenheil so hoch einschätzten, dass sie dafür beharrlich eintraten und bis aufs äußerste kämpften, erhielten den Sieg nicht. Sie wurden in der Finsternis zurückgelassen. Ihre Plätze nahmen unmittelbar danach andere ein, die die Wahrheit ergriffen. Noch immer drängten sich die bösen Engel um sie, hatten aber keine Gewalt mehr über sie.   

„Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf dass ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens.

Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes; und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.“ Epheser 6,12-18.

Ich hörte, dass die mit der Waffenrüstung Gottes Bekleideten mit großer Kraft die Wahrheit verkündeten, was seine Wirkung nicht verfehlte. Ich sah die Menschen, die gebunden gewesen waren; einige Frauen durch ihre Männer, manche Kinder durch ihre Eltern. Die Aufrichtigen, die bisher verhindert waren, die Wahrheit zu hören, ergriffen sie jetzt begierig. Jegliche Furcht vor ihren Verwandten war verschwunden.

Allein die Wahrheit ging ihnen über alles; sie war ihnen wertvoller als das Leben. Lange hatten sie nach ihr gehungert und gedürstet. Ich fragte, wodurch diese große Veränderung zustande gekommen sei. Ein Engel antwortete: „Es ist der Spätregen, die Erquickung vom Angesicht des Herrn, der laute Ruf des dritten Engels.“ Eine mächtige Kraft stand diesen Auserwählten zur Seite.

Der Engel sprach zu mir: „Schau dich einmal um.“ Meine Aufmerksamkeit wurde auf die Gottlosen und Ungläubigen gelenkt. Sie befanden sich alle in lebhafter Bewegung. Der Eifer und die Kraft, die das Volk Gottes offenbarte, hatten sie erregt und in Zorn versetzt. Verwirrung herrschte überall.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde – Band 1 (2004), S. 199-203

Der laute Ruf verursacht Sichtung unter Gottes Volk!

„Am 20. November 1857 wurde mir das Volk Gottes vorgeführt, und ich sah, dass es eine durchgreifende Sichtung erfuhr. Einige, die starken Glaubens waren und qualvolle Schreie aussandten, rangen mit Gott. Ihre Angesichter, bleich und von schrecklicher Angst gezeichnet, spiegelten ihren inneren Kampf wider. Schweißtropfen perlten auf ihren Stirnen, und ihre Gesichter drückten Ernst und Entschlossenheit aus.

Ab und zu leuchtete auf ihrem Antlitz ein Abglanz göttlicher Herrlichkeit, aber sogleich bemächtigte sich ihrer wieder jenes feierlich ernste und doch angstvolle Aussehen. Böse Engel umringten die Gläubigen und hüllten sie in Finsternis, um den Herrn Jesum ihren Blicken zu entziehen. Ihre Augen sollten auf die sie umgebende Finsternis gelenkt werden; sie sollten Gott misstrauen und dann gegen ihn murren.

Nur wenn sie ihre Augen ständig aufwärts richteten, würden sie ihre Sicherheit bewahren können. Engel Gottes wachten über sein Volk. Immer, wenn von den bösen Engeln eine giftige Atmosphäre über diese Geängstigten gebreitet wurde, schwangen die himmlischen Engel unaufhörlich ihre Flügel über ihnen, um die dichte Finsternis zu zerstreuen.

Ich sah, dass etliche an diesen qualvollen Kämpfen und Auseinandersetzungen keinen Anteil nahmen. Sie schienen gleichgültig und unbekümmert zu sein. Sie leisteten der Finsternis keinen Widerstand, die sie wie eine undurchdringliche Wolke einschloss. Die Engel Gottes verließen sie und eilten denen zu Hilfe, die mit all ihren Kräften den bösen Engeln zu widerstehen versuchten und die durch inständiges Anflehen Gottes sich selbst bemühten, etwas zu ihrer Stärkung beizutragen.

Die Engel aber verließen alle diejenigen, die keinerlei Anstrengung machten, sich selbst zu helfen, und ich verlor sie aus den Augen. Wenn die Betenden aber ihr ernstes Rufen fortsetzten, fiel von Zeit zu Zeit ein Lichtstrahl von Gott auf sie, um ihre Herzen zu ermutigen und ihre Angesichter zu erleuchten. Ich fragte nach der Bedeutung der großen Sichtung, die ich gesehen hatte. Ich sah, dass sie durch das rückhaltlose Zeugnis bewirkt wurde, das der treue Zeuge denen zu Laodizea gab.

Dieses Zeugnis wird seine Wirkung auf das Herz des Empfängers nicht verfehlen und ihn veranlassen, den Maßstab zu erhöhen und die volle Wahrheit zu verkündigen. Einige werden dieses genaue Zeugnis nicht ertragen und sich deshalb dagegen erheben. Dies wird eine Sichtung unter Gottes Volk verursachen. Das Zeugnis des treuen Zeugen ist nicht einmal zur Hälfte beachtet worden. Diese ernste Botschaft, von der das Schicksal der Gemeinde abhängt, wurde geringschätzig behandelt, wenn nicht gar völlig missachtet.

Dieses Zeugnis muss tiefe Reue schaffen, und alle, die es aufrichtig annehmen, werden ihm gehorchen und dadurch geläutert werden. Der Engel sprach: „Merke auf!“ Alsbald hörte ich eine Stimme, die sich wie das Zusammenspiel vieler Musikinstrumente anhörte — voller Lieblichkeit und Harmonie. Dieser Klang übertraf alles, was ich je gehört hatte. Diese Stimme schien mir voller Gnade, Mitgefühl und erhabener, heiliger Freude zu sein. Sie ergriff mein ganzes Wesen.

Der Engel sagte: „Schau dich einmal um!“ Daraufhin wurde meine Aufmerksamkeit auf die Gruppe gelenkt, die machtvoll gesichtet worden war. Ich erblickte diejenigen, die ich zuvor unter unerhörten Qualen hatte weinen und beten sehen. Die Anzahl der Schutzengel um sie hatte sich verdoppelt, dann wurden sie von Kopf bis Fuß mit einer Rüstung angetan. In mustergültiger Ordnung bewegten sie sich entschlossen voran, wie eine Abteilung Soldaten.

Auf ihren Angesichtern waren noch die Spuren des überstandenen Kampfes, den sie durchgemacht hatten, zu sehen. Aber wenn ihre Gesichtszüge auch eben noch die Zeichen schwerer innerer Nöte trugen — jetzt erstrahlten sie im Licht und Glanz des Himmels. Sie hatten den Sieg erlangt, und das erweckte in ihnen tiefste Dankbarkeit und heilige Freude. Die Gruppe war kleiner geworden. Etliche waren ausgesichtet und auf dem Weg zurückgelassen worden.    

„Ich weiß deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weißt nicht, dass du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß.“ Offenbarung 3,15-17.

Die Sorglosen und Gleichgültigen, die sich nicht mit denen vereinten, die das Seelenheil so hoch einschätzten, dass sie dafür beharrlich eintraten und bis aufs äußerste kämpften, erhielten den Sieg nicht. Sie wurden in der Finsternis zurückgelassen. Ihre Plätze nahmen unmittelbar danach andere ein, die die Wahrheit ergriffen. Noch immer drängten sich die bösen Engel um sie, hatten aber keine Gewalt mehr über sie.   

„Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf dass ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens.

Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes; und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.“ Epheser 6,12-18.

Ich hörte, dass die mit der Waffenrüstung Gottes Bekleideten mit großer Kraft die Wahrheit verkündeten, was seine Wirkung nicht verfehlte. Ich sah die Menschen, die gebunden gewesen waren; einige Frauen durch ihre Männer, manche Kinder durch ihre Eltern. Die Aufrichtigen, die bisher verhindert waren, die Wahrheit zu hören, ergriffen sie jetzt begierig. Jegliche Furcht vor ihren Verwandten war verschwunden.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde – Band 1 (2004), S. 199-202

Der Spätregen, der laute Ruf des dritten Engels!

„Allein die Wahrheit ging ihnen über alles; sie war ihnen wertvoller als das Leben. Lange hatten sie nach ihr gehungert und gedürstet. Ich fragte, wodurch diese große Veränderung zustande gekommen sei. Ein Engel antwortete: „Es ist der Spätregen, die Erquickung vom Angesicht des Herrn, der laute Ruf des dritten Engels.“    

Eine mächtige Kraft stand diesen Auserwählten zur Seite. Der Engel sprach zu mir: „Schau dich einmal um.“ Meine Aufmerksamkeit wurde auf die Gottlosen und Ungläubigen gelenkt. Sie befanden sich alle in lebhafter Bewegung. Der Eifer und die Kraft, die das Volk Gottes offenbarte, hatten sie erregt und in Zorn versetzt. Verwirrung herrschte überall.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde – Band 1 (2004), S. 202-203

Nicht alle bekenntlichen Sabbathalter werden versiegelt!

„Unter ihnen sind viele, die anderen sogar die Wahrheit bringen und selbst doch nicht das Siegel Gottes an ihren Stirnen erhalten werden. Sie besaßen viel Licht, sie kannten des Meisters Willen, sie verstanden alle Einzelheiten unseres Glaubens, aber sie hatten keine dementsprechenden Werke aufzuweisen. Die mit der Weissagung und den Schätzen göttlicher Weisheit so vertraut waren, hätten ihren Glauben ausleben sollen.

Sie hätten ihren Haushalt so vorbildlich führen müssen, daß sie der Welt durch ein wohlgeordnetes Familienleben den Einfluß der Wahrheit auf das menschliche Herz hätten vorleben können. Ihnen fehlten Eifer und Frömmigkeit, und darum erreichten sie keinen hohen Glaubensstand. So bewirkten sie, daß auch andere mit ihrem Stand zufrieden waren.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 2 (2005), S. 71

Lesen wir nun, was unser geliebter himmlischer Vater und sein geliebter Sohn Jesus dazu in ihren neusten Botschaften an das Volk Gottes sagen.

Gott, der himmlischer Vater sagt:

„Der Weg des Lebens wird die Finsternis aufsuchen, in der Finsternis rufen, nicht schonen, sondern seinen Ruf um noch vieles mehr erhöhen.“
Botschaft an das Volk Gottes – Der starke Bote ebnet den Weg.

„Doch ich werde kommen zu dir, mein Volk, ich werde kommen und dich aufsuchen, ich werde kommen und dich hirten, ich werde kommen und dich aus der Grube herausholen, ich werde kommen und dir aufzeigen, wer du bist und wer du sein kannst, ich werde kommen und dir die Wahrheit verkünden. Du wirst sie hören und du wirst sie sehen und wenn du willst, durch sie leben und in deinem Herzen tragen. …

Ich und mein Sohn haben uns der Welt offenbart. Wir haben euch verkündet, was auf das Volk zukommt, was das Volk erwartet, wie wir uns offenbart haben, durch wen, durch wen wir in die Welt kommen und wie wir kommen werden. Ehe ich handle, verkünde ich, und dies habe ich getan. So wie ich in diesen Tagen im Kleinen verkündet habe, so werde ich bald kommen und im Großen verkünden.“
Botschaft an das Volk Gottes – Ich und mein Sohn werden zu euch kommen.

Der Herr Jesus verkündet in seiner Botschaft die Vollmacht seiner Diener, das Ausgießen des heiligen Geistes, die zweite Phase im Größeren, den Spätregen und den lauten Ruf.

„Ich habe euch dazu gesetzt, mit Vollmacht ausgestattet, um die Wahrheit zu verkünden, die, die geschrieben steht, aber ihnen nicht gefällt. … Und dies ist der heilige Geist, der durch euch wirkt in diesen Tagen, der umso stärker – wie ihr euch nicht vorstellen könnt – in den Tagen in euch wirken wird, wenn der heilige Geist ausgegossen wird.

Ihr dürft Wahrheit verkünden, die nicht vielen bekannt ist. Wenige sind es, wenige, doch es werden mehr, wenn ihr dann hinaus in die Welt gehen werdet.“
Botschaft an das Volk Gottes – Vollmacht durch Ausgießung des heiligen Geistes.

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