Wenn der laute Ruf erschallt.

Wenn der laute Ruf erschallt.

„Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.“ Römer 13,11.

Das Ende ist nahe, es schleicht sich verstohlen, nicht wahrnehmbar an uns heran, wie das geräuschlose Näherkommen eines nächtlichen Diebes. Möge der Herr geben, daß wir nicht länger schlafen wie die anderen, sondern daß wir wachen und nüchtern sind. Die Wahrheit soll bald herrlich triumphieren, und alle, die sich jetzt dafür entscheiden, Gottes Mitarbeiter zu sein, werden mit ihr triumphieren. Die Zeit ist kurz; bald kommt die Nacht, wo niemand wirken kann … Die Zeit kommt, wo sich an einem Tag so viele bekehren werden, wie damals an Pfingsten, nachdem die Jünger den Heiligen Geist empfangen hatten … Viele haben die Einladung des Evangeliums unbeachtet gelassen; sie sind geprüft und auf die Probe gestellt worden, doch berghohe Hindernisse schienen sich vor ihren Augen aufzutürmen und hinderten sie daran, vorwärtszugehen. Durch Glauben, Ausdauer und Mut werden viele diese Hindernisse überwinden und hinaus schreiten ins herrliche Licht.
Fast unbewußt sind Schranken auf dem geraden und schmalen Weg errichtet worden. Steine des Anstoßes sind auf den Pfad gelegt worden. Sie werden allesamt fortgerollt werden. Die Schutzzäune die von falschen Hirten um ihre Herden gezogen worden sind, werden beseitigt werden. Tausende werden ins Licht hinaustreten und sich für die Verbreitung des Lichtes einsetzen. Mit Vernunft begabte himmlische Wesen werden sich mit den menschlichen Werkzeugen verbinden. Dadurch ermutigt wird sich die Gemeinde tatsächlich erheben und leuchten und all ihre geheiligten Energien in die Auseinandersetzung einbringen. So wird der Plan Gottes ausgeführt und vollendet; die verlorenen Perlen werden wieder gewonnen … Während des lauten Rufs wird die Gemeinde mit Hilfe des vorsehungsvollen Eingreifens ihres erhöhten Herrn die Erkenntnis über die Erlösung so reichlich verbreiten, daß das Licht jeder Stadt und jedem Ort mitgeteilt wird. Die Erde wird von der Erkenntnis über die Erlösung erfüllt sein. So reichlich wird der erneuernde Geist Gottes die intensiv aktiven Werkzeuge mit Erfolg gekrönt haben, daß das Licht von der heute aktuellen Wahrheit überall aufleuchten wird. — Evangelism 692-694.“
Ellen G. White, Auszug aus Maranatha, S. 23-24

Der Spätregen, die Erquickung vom Angesicht des Herrn, der laute Ruf des dritten Engels.

„Ich fragte nach der Bedeutung der großen Sichtung, die ich gesehen hatte. Ich sah, dass sie durch das rückhaltlose Zeugnis bewirkt wurde, das der treue Zeuge denen zu Laodizea gab. Dieses Zeugnis wird seine Wirkung auf das Herz des Empfängers nicht verfehlen und ihn veranlassen, den Maßstab zu erhöhen und die volle Wahrheit zu verkündigen. Einige werden dieses genaue Zeugnis nicht ertragen und sich deshalb dagegen erheben. Dies wird eine Sichtung unter Gottes Volk verursachen.    
Das Zeugnis des treuen Zeugen ist nicht einmal zur Hälfte beachtet worden. Diese ernste Botschaft, von der das Schicksal der Gemeinde abhängt, wurde geringschätzig behandelt, wenn nicht gar völlig missachtet. Dieses Zeugnis muss tiefe Reue schaffen, und alle, die es aufrichtig annehmen, werden ihm gehorchen und dadurch geläutert werden.    
Der Engel sprach: „Merke auf!“ Alsbald hörte ich eine Stimme, die sich wie das Zusammenspiel vieler Musikinstrumente anhörte — voller Lieblichkeit und Harmonie. Dieser Klang übertraf alles, was ich je gehört hatte. Diese Stimme schien mir voller Gnade, Mitgefühl und erhabener, heiliger Freude zu sein. Sie ergriff mein ganzes Wesen. Der Engel sagte: „Schau dich einmal um!“ Daraufhin wurde meine Aufmerksamkeit auf die Gruppe gelenkt, die machtvoll gesichtet worden war. Ich erblickte diejenigen, die ich zuvor unter unerhörten Qualen hatte weinen und beten sehen. Die Anzahl der Schutzengel um sie hatte sich verdoppelt, dann wurden sie von Kopf bis Fuß mit einer Rüstung angetan. In mustergültiger Ordnung bewegten sie sich entschlossen voran, wie eine Abteilung Soldaten.
Auf ihren Angesichtern waren noch die Spuren des überstandenen Kampfes, den sie durchgemacht hatten, zu sehen. Aber wenn ihre Gesichtszüge auch eben noch die Zeichen schwerer innerer Nöte trugen — jetzt erstrahlten sie im Licht und Glanz des Himmels. Sie hatten den Sieg erlangt, und das erweckte in ihnen tiefste Dankbarkeit und heilige Freude. Die Gruppe war kleiner geworden. Etliche waren ausgesichtet und auf dem Weg zurückgelassen worden.    
„Ich weiß deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weißt nicht, dass du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß.“ Offenbarung 3,15-17.
Die Sorglosen und Gleichgültigen, die sich nicht mit denen vereinten, die das Seelenheil so hoch einschätzten, dass sie dafür beharrlich eintraten und bis aufs äußerste kämpften, erhielten den Sieg nicht. Sie wurden in der Finsternis zurückgelassen. Ihre Plätze nahmen unmittelbar danach andere ein, die die Wahrheit ergriffen. Noch immer drängten sich die bösen Engel um sie, hatten aber keine Gewalt mehr über sie.   
„Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf dass ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes; und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.“ Epheser 6,12-18.
Ich hörte, dass die mit der Waffenrüstung Gottes Bekleideten mit großer Kraft die Wahrheit verkündeten, was seine Wirkung nicht verfehlte. Ich sah die Menschen, die gebunden gewesen waren; einige Frauen durch ihre Männer, manche Kinder durch ihre Eltern. Die Aufrichtigen, die bisher verhindert waren, die Wahrheit zu hören, ergriffen sie jetzt begierig. Jegliche Furcht vor ihren Verwandten war verschwunden. Allein die Wahrheit ging ihnen über alles; sie war ihnen wertvoller als das Leben. Lange hatten sie nach ihr gehungert und gedürstet. Ich fragte, wodurch diese große Veränderung zustande gekommen sei. Ein Engel antwortete: „Es ist der Spätregen, die Erquickung vom Angesicht des Herrn, der laute Ruf des dritten Engels.“    
Eine mächtige Kraft stand diesen Auserwählten zur Seite. Der Engel sprach zu mir: „Schau dich einmal um.“ Meine Aufmerksamkeit wurde auf die Gottlosen und Ungläubigen gelenkt. Sie befanden sich alle in lebhafter Bewegung. Der Eifer und die Kraft, die das Volk Gottes offenbarte, hatten sie erregt und in Zorn versetzt. Verwirrung herrschte überall.“
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde — Band 1, Seite 101-102

Nicht alle bekenntlichen Sabbathalter werden versiegelt.

„Unter ihnen sind viele, die anderen sogar die Wahrheit bringen und selbst doch nicht das Siegel Gottes an ihren Stirnen erhalten werden. Sie besaßen viel Licht, sie kannten des Meisters Willen, sie verstanden alle Einzelheiten unseres Glaubens, aber sie hatten keine dementsprechenden Werke aufzuweisen. Die mit der Weissagung und den Schätzen göttlicher Weisheit so vertraut waren, hätten ihren Glauben ausleben sollen. Sie hätten ihren Haushalt so vorbildlich führen müssen, daß sie der Welt durch ein wohlgeordnetes Familienleben den Einfluß der Wahrheit auf das menschliche Herz hätten vorleben können. Ihnen fehlten Eifer und Frömmigkeit, und darum erreichten sie keinen hohen Glaubensstand. So bewirkten sie, daß auch andere mit ihrem Stand zufrieden waren.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse — Band 2, S. 71

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