Beitrag zuletzt aktualisiert am 06.11.2021
Die Bibel. Ein unfehlbarer Führer, eine Schutzwehr!

Die Bibel - Ein unfehlbarer Führer, eine Schutzwehr!

Die heilige Schrift, auch die Bibel genannt, ist die einzige heilige Schrift und unfehlbarer Führer Gottes in dieser Welt, welche ihre Prophezeiungen bei Erfüllung der Bedingungen erfüllt, von aller Sünde befreit, das Leben eines Menschen heiligt, das Leben eines Menschen vollkommen verändert und Jesus ähnlich macht, den Charakter Jesu ermöglicht und ewiges Leben schenkt.

Kein andere Schrift in dieser Welt kann dies erfüllen!

Die Bibel ist der einzige Führer ins ewige Leben.

Die heilige Schrift, auch Bibel genannt, ist der einzige Führer, der die Menschen aus dieser Welt ins ewige Leben führen kann!

„Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ Jakobus 1,22.

„Gott ruft alle auf, die seinen Willen kennen, Täter seines Wortes zu sein. Schwäche, Halbherzigkeit und Unentschlossenheit fordern die Angriffe Satans heraus; alle, die solche Eigenschaften wachsen lassen, werden durch die Wogen der Versuchung hilflos hinuntergezogen. Von jedem, der den Namen Christi bekennt, wird gefordert, bis zum „vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi“, zum lebendigen Haupt des Christen heranzuwachsen.

Wir alle brauchen einen Führer durch die engen Stellen des Lebens, so wie der Matrose einen Lotsen benötigt, um über die Sandbank hinaus oder den felsigen Fluß hinaufzugelangen. Doch wo finden wir diesen Führer? Wir verweisen euch … auf die Bibel. Von Gott eingegeben, von heiligen Menschen geschrieben, zeigt sie klar und präzise auf, was alt und jung zu tun haben.

Sie veredelt das Denken, erweicht das Herz und vermittelt dem Geist Glück und heilige Freude. Die Bibel stellt einen vollkommenen Maßstab für den Charakter dar; sie ist in allen Lebensumständen ein unfehlbarer Führer — ja bis ans Ende der Lebensreise. Nehmt sie als euren Ratgeber an, macht sie zur Regel eures täglichen Lebens … In der Schrift liegen Tausende von Juwelen der Wahrheit verborgen. Der oberflächliche Sucher findet sie nicht.

Die Mine der Wahrheit ist unerschöpflich. Je mehr ihr die Schrift mit demütigem Herzen durchforscht, um so stärker wird euer Interesse daran und um so mehr fühlt ihr euch gedrungen, mit Paulus auszurufen: „O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“ Römer 11,33. Täglich solltet ihr aus der Schrift etwas Neues lernen. Durchforscht die biblischen Bücher nach verborgenen Schätzen, denn sie enthalten Worte des ewigen Lebens.

Betet um Weisheit und Verständnis, damit ihr diese heiligen Schriften versteht. Würdet ihr dies tun, dann fändet ihr im Wort Gottes neue, herrliche Dinge; ihr würdet spüren, daß ihr neues, kostbares Licht über Themen gefunden habt, die mit der Wahrheit verknüpft sind.

Die Schrift würde in euren Augen ständig einen neuen Wert bekommen … Seid eifrig im Gebrauch aller Gnadenmittel, damit ihr charakterlich umgewandelt werdet und in Christus Jesus zur vollen Reife heranwachst. — Testimonies for the Church V, 263-267.“
Ellen G. White, Maranatha – Der Herr kommt (1999), S. 36-37

Die Bibel — unser Lebensbaum.

„Laßt uns daran denken: Der Lebensbaum trägt zwölf Arten von Früchten. Dies stellt das geistliche Werk unserer irdischen Sendung dar. Das Wort Gottes ist unser Lebensbaum. Jeder Schriftabschnitt hat seine Anwendung. Aus jedem Teil des Wortes ist irgendeine Lehre zu ziehen. Lernt daher, wie man die Bibel studiert! Dieses Buch ist kein Haufen zusammengewürfelter Dinge.

Es ist ein Erzieher. Eure eigenen Gedanken müssen arbeiten, ehe ihr durch das Bibelstudium wirklichen Nutzen haben könnt. Geistige Sehnen und Muskeln müssen am Worte angesetzt werden. Der Heilige Geist wird an die Worte Christi erinnern. Er wird den Sinn erleuchten und das Forschen anleiten. — Brief 3, 1898.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 614

Achtung vor Gottes heiligem Wort im Herzen!

Nur wenn das Volk Achtung vor Gottes heiligem Wort – der Bibel – in seinem Herzen bewahrt, darf es hoffen, den göttlichen Plan zu erfüllen!

Es steht geschrieben:

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, Johannes 8:31 

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! Johannes 8:51 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Johannes 14:23 

Ellen G. White hat geschrieben:

„Während der Wüstenwanderung hatte der HERR ausreichend dafür gesorgt, daß seine Kinder die Worte seines Gesetzes im Gedächtnis behielten. Nach der Ansiedlung in Kanaan sollten die göttlichen Gebote täglich in jedem Heim wiederholt werden. Man sollte sie deutlich auf Türpfosten und Tore schreiben und auf Gedenktäfelchen verbreiten. Sie sollten vertont werden, und jung und alt sollten sie singen.

Priester mußten diese Gebote in öffentlichen Versammlungen lehren, und die Herrscher des Landes sollten das Gesetz täglich studieren: „Betrachte es Tag und Nacht“, befahl der HERR dem Josua, „daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.“ Josua 1,8.

Josua lehrte ganz Israel die Schriften Moses. „Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht hätte ausrufen lassen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor den Frauen und Kindern und Fremdlingen, die mit ihnen zogen.“ Josua 8,35. Das stimmte mit der Anordnung des HERRN überein, alle sieben Jahre, während des Laubhüttenfestes, die Worte des Gesetzbuches öffentlich vorzulesen.

Die geistliche Führung Israels war angewiesen worden: „Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun und daß ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen.“ 5.Mose 31,12.13.

Wäre dieser Rat während der folgenden Jahrhunderte beachtet worden — wie anders hätte dann Israels Geschichte ausgesehen! Nur wenn das Volk die Achtung vor Gottes heiligem Wort in seinem Herzen bewahrte, konnte es hoffen, den göttlichen Plan zu erfüllen. Gerade die Beachtung des Gesetzes verlieh Israel während der Herrschaft Davids und der frühen Regierungsjahre Salomos Stärke.

Ebenso brachte der Glaube an das lebendige Wort die Reformation in den Tagen Elias und Josias zustande. Und auf die Wahrheit der heiligen Schriften als Israels reichstem Erbe berief sich auch Jeremia bei seiner Reformbestrebungen.

Wo immer er sein Prophetenamt wahrnahm, forderte er das Volk ernstlich auf: „Höret die Worte dieses Bundes“ (Jeremia 11,2), Worte, die ein volles Verständnis für die Absicht Gottes vermitteln würden, allen Völkern die Erkenntnis der Heilswahrheit zu schenken.“
Ellen G. White, Propheten und Könige (1975), S. 326-327

Die Bibel - die heilige Schrift - eine Schutzwehr!

Ja, nach dem Gesetz und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben.“ Jesaja 8,20. Dem Volke Gottes wird die Heilige Schrift als Schutz gegen den Einfluß falscher Lehrer und gegen die trügerische Macht der Geister der Finsternis vor Augen gestellt. Satan wendet jede mögliche List an, die Menschen zu hindern, sich Kenntnisse aus der Bibel anzueignen; denn deren deutliche Aussagen enthüllen seine Täuschungen.

Bei jeder Wiederbelebung des Werkes Gottes wird der Fürst des Bösen zu größerer Betriebsamkeit angespornt; nun gelten seine äußersten Anstrengungen einem letzten Kampf gegen Christus und seine Nachfolger. Die letzte große Täuschung wird sich bald vor uns entfalten. Der Antichrist wird seine erstaunlichen Werke vor unseren Augen ausführen. Das Nachgebildete wird dem Echten so genau gleichen, daß es unmöglich sein wird, beide zu unterscheiden, außer durch die Heilige Schrift.

Mit ihrem Zeugnis muß jede Behauptung und jedes Wunder geprüft werden. Jene, die versuchen, allen Geboten Gottes zu gehorchen, werden angefeindet und verlacht werden. Sie können nur in Gott standhalten. Um die vor ihnen liegende Prüfung bestehen zu können, müssen sie den Willen Gottes verstehen, wie er in seinem Wort offenbart ist; sie können ihn nur ehren, wenn sie eine richtige Vorstellung seines Wesens, seiner Regierung und seiner Absichten haben und auch danach handeln.

Nur wer seine Seele mit den Wahrheiten der Bibel gestärkt hat, wird den letzten großen Kampf überstehen. Jeder wird durch die an ihn gerichtete Frage geprüft: Soll ich Gott mehr gehorchen als den Menschen? Die entscheidende Stunde ist jetzt sehr nahe. Stehen unsere Füße auf dem Felsen des unveränderlichen Wortes Gottes? Sind wir vorbereitet, fest zu bleiben bei der Verteidigung der Gebote Gottes und des Glaubens an Jesus?

Vor der Kreuzigung erklärte der Heiland seinen Jüngern, daß er getötet werden und aus dem Grabe wieder auferstehen würde, und Engel umgaben sie, um seine Worte ihren Herzen und Gemütern einzuprägen. Die Jünger aber erwarteten eine irdische Befreiung vom römischen Joch und konnten den Gedanken nicht ertragen, daß Jesus, der Mittelpunkt ihrer Hoffnung, einen schmachvollen Tod erleiden sollte.

Die Worte, an die sie sich hätten erinnern sollen, entschwanden ihrem Gedächtnis, und als die Zeit der Prüfung kam, waren sie unvorbereitet. Jesu Tod zerstörte ihre Hoffnungen vollständig, als ob er sie nie auf sein Sterben hingewiesen hätte. So wird uns in den Weissagungen die Zukunft ebenso deutlich erschlossen, wie sie den Jüngern durch Christi Worte erschlossen wurde. Die Ereignisse, die mit dem Ende der Gnadenzeit und dem Vorbereitungswerk für die Zeit der Trübsal in Verbindung stehen, werden uns klar veranschaulicht.

Aber Tausende haben ein Verständnis für diese wichtigen Wahrheiten, als wären sie ihnen nie offenbart worden. Satan wacht, um jeden Einfluß von ihnen abzulenken, der sie zur Seligkeit tauglich machen könnte. Dann wird die trübselige Zeit sie unvorbereitet finden. Wenn Gott den Menschen so wichtige Warnungen sendet, daß der Prophet sie darstellt, wie heilige Engel sie verkündigen, die mitten durch den Himmel fliegen, dann verlangt er von jedem vernünftigen Wesen, die Botschaft zu beachten.

Die furchtbaren Strafgerichte, die gegen die Anbetung des Tieres und seines Bildes ausgesprochen wurden (Offenbarung 14,9-11), sollten alle zu einem eifrigen Studium der Weissagungen antreiben, damit sie erführen, was das Malzeichen des Tieres ist, und wie sie vermeiden können, es anzunehmen. Aber die meisten Menschen haben taube Ohren für die Wahrheit und wenden sich den Fabeln zu. Der Apostel Paulus erklärte im Hinblick auf die letzten Tage: „Es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden.“ 2.Timotheus 4,3.

Diese Zeit ist jetzt da. Die Menge wünscht keine Bibelwahrheit, weil diese sich mit den Begierden des sündigen, weltliebenden Herzens nicht verträgt; und Satan versorgt sie mit dem Blendwerk, das die Menschen lieben. Aber Gott will ein Volk auf Erden haben, das die heilige Schrift, und nur diese allein, beibehält als Richtschnur aller Lehre und als Grundlage aller Reformen.

Die Meinungen gelehrter Männer, die Ergebnisse der Wissenschaft, die Glaubenssätze und Beschlüsse von Kirchenversammlungen, zahlreich und uneins wie die Kirchen, die sie vertreten, die Stimme der Mehrheit, weder das eine allein noch sie alle zusammen können als Beweis für oder gegen irgendeinen religiösen Glaubenspunkt betrachtet werden. Ehe wir irgendeine Lehre oder Vorschrift annehmen, sollten wir ein deutliches „So spricht der HERR!“ als Beweis dafür verlangen.

Satan ist ständig bemüht, die Aufmerksamkeit auf Menschen statt auf Gott zu richten. Er verleitet das Volk, Bischöfe, Geistliche und Theologieprofessoren als Führer zu betrachten, statt die Heilige Schrift zu erforschen, um ihre Pflicht zu erfahren. Wenn er dann den Verstand dieser geistlichen Führer beherrscht, kann er die Menge nach seinem Willen beeinflussen.

Als Christus kam, um Worte des Lebens zu verkünden, hörte das gemeine Volk ihm gern zu; und viele, sogar Priester und Obersten, glaubten an ihn. Aber die führenden Köpfe der Priesterschaft und die tonangebenden Männer des Volkes waren entschlossen, seine Lehren zu verdammen und zu verschmähen.

Obwohl alle ihre Anstrengungen, Anklagepunkte gegen ihn zu finden, scheiterten, obwohl sie den Einfluß göttlicher Macht und Weisheit, der seine Worte begleitete, fühlten, blieben sie doch bei ihren Vorurteilen; sie verwarfen die deutlichsten Beweise seines Messiasamtes, damit sie nicht gezwungen wären, seine Jünger zu werden. Die Widersacher Jesu waren Männer, die zu ehren das Volk von Kindheit an gelehrt worden, deren Autorität es sich bedingungslos zu beugen gewohnt war.

Wie kommt es, fragten viele, daß unsere Obersten und weisen Schriftgelehrten nicht an Jesus glauben? Würden diese frommen Männer ihn nicht annehmen, falls er Christus wäre? Der Einfluß solcher Lehrer war es, der die Juden dazu verleitete, ihren Erlöser zu verwerfen. Diesen Geist, der jene Priester und Obersten bewegte, bekunden auch jetzt noch viele, die von ihrer Frömmigkeit viel Aufhebens machen.

Sie weigern sich, das Zeugnis der Heiligen Schrift hinsichtlich der besonderen Wahrheiten für diese Zeit zu prüfen. Sie verweisen auf ihre große Zahl, ihren Reichtum und ihre Volkstümlichkeit und blicken geringschätzig auf die Verteidiger der Wahrheit herab, die sie als wenige, arme und unbeliebte Leute ansehen die einen Glauben haben, der sie von der Welt trennt.

Christus sah voraus, daß die ungebührliche Machtanmaßung, wie sie von den Schriftgelehrten und Pharisäern geübt wurde, mit der Zerstreuung der Juden nicht aufhören würde. Er hatte einen prophetischen Blick für die Geschichte menschlicher Machterhebung zur Beherrschung des Gewissens, die zu allen Zeiten ein schrecklicher Fluch für die Kirche gewesen ist.

Seine furchtbaren Strafreden gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer sowie seine Warnungen an das Volk, diesen verblendeten Führern nicht zu folgen, wurden als Mahnung für die künftigen Geschlechter aufgezeichnet. Die römische Kirche beschränkt das Recht, die Heilige Schrift auszulegen, auf die Geistlichkeit. Gestützt darauf, daß diese allein imstande sei, Gottes Wort zu erklären, entzieht sie die Bibel dem gewöhnlichen Volk. (Siehe Anm. 60)

Wenn auch die Reformation allen Menschen die Heilige Schrift gab, so hindert doch der gleiche Grundsatz, den Rom geltend machte, viele in den protestantischen Kirchen daran, die Bibel für sich selbst zu studieren. Sie werden unterwiesen, ihre Lehren anzunehmen, wie die Kirche sie auslegt; und es gibt Tausende, die es nicht wagen, irgend etwas anzunehmen, das ihrem Glaubensbekenntnis oder den bestehenden Lehrsätzen der Kirche entgegengesetzt ist, sei es auch noch so deutlich in der Schrift offenbart.

Obgleich die Bibel viele Warnungen vor falschen Lehrern enthält, überlassen doch viele auf diese Weise die Bewahrung ihrer Seele der Geistlichkeit. Es gibt heute Tausende von sogenannten Christen, die keinen andern Grund für ihren Glauben angeben können, als daß sie von ihren religiösen Führern so unterrichtet wurden. Sie lassen die Lehren des Heilandes beinahe gänzlich unbeachtet und setzen unbedingtes Vertrauen in die Worte der Prediger. Sind diese aber unfehlbar?

Wie können wir unsere Seelen ihrer Führung anvertrauen, es sei denn, daß wir aus Gottes Wort wissen, daß sie Träger des Lichtes sind? Mangelnder moralischer Mut, den von der Welt eingeschlagenen Weg zu verlassen, verleitet viele, den Fußstapfen gelehrter Männer zu folgen; und durch ihre Abneigung, selbst zu forschen, werden sie hoffnungslos in den Ketten des Irrtums festgehalten.

Sie sehen, daß die Lehren der gegenwärtigen Wahrheiten in der Bibel klar hervorgehoben sind, und sie fühlen die Macht des heiligen Geistes, der ihre Verkündigung begleitet und doch lassen sie sich durch den Widerstand der Geistlichkeit von dem Licht wegführen. Obwohl die Vernunft und das Gewissen überzeugt sind, wagen diese verblendeten Seelen nicht, anders zu denken als der Prediger.

Ihr persönliches Urteil und ihr ewiges Wohl werden dem Unglauben, dem Stolz und Vorurteil eines andern geopfert. Auf mannigfaltige Weise wirkt Satan mit Hilfe menschlichen Einflusses, um seine Gefangenen zu binden. Er sichert sich ganze Scharen, indem er sie mit den seidenen Banden der Zuneigung an jene bindet, die Feinde des Kreuzes Christi sind.

Gleichviel mit wem man so verbunden sein mag, ob mit Eltern, Kindern, Ehegatten oder Freunden, die Wirkung ist die gleiche; die Gegner der Wahrheit üben ihre Macht aus und beherrschen das Gewissen, und die unter ihrer Gewalt stehenden Seelen haben nicht genügend Mut oder sind nicht unabhängig genug, ihrem eigenen Pflichtgefühl zu gehorchen.

Die Wahrheit und die Verherrlichung Gottes sind untrennbar miteinander verbunden; es ist unmöglich, Gott durch irrige Ansichten zu ehren, wenn wir die Bibel zur Hand haben. Viele behaupten, daß es nicht darauf ankomme, was man glaube, wenn man nur recht lebe; aber das Leben wird durch den Glauben geprägt. Wenn Licht und Wahrheit uns dargeboten werden, und wir machen uns die Gnadengabe, sie zu hören und zu erkennen, nicht zunutze, so verwerfen wir diese Gabe im Grunde genommen; wir ziehen die Finsternis dem Lichte vor.

„Manchem gefällt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.“ Sprüche 16,25. Unwissenheit ist keine Entschuldigung für den Irrtum oder die Sünde, wenn man jede Gelegenheit hat, Gottes Willen zu erkennen. Ein Wanderer kommt an eine Weggabelung; ein Wegweiser zeigt, wohin jeder Weg führt. Läßt er ihn außer acht und schlägt er den Weg ein, der ihm der rechte zu sein scheint, so wird er sich doch höchstwahrscheinlich, mag er noch so aufrichtig dabei sein, auf dem verkehrten Weg befinden.

Gott hat uns sein Wort gegeben, damit wir mit dessen Lehren vertraut werden und selbst wissen, was er von uns verlangt. Als der Schriftgelehrte zu Jesus kam mit der Frage: „Was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?“, verwies ihn der Heiland auf die Schrift, indem er sagte: „Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie ließest du?“ Lukas 10,25.26.

Die Unwissenheit kann weder alt noch jung entschuldigen, noch von der Strafe befreien, die die Übertretung des Gesetzes Gottes nach sich zieht, weil sie eine getreue Darstellung jenes Gesetzes sowie seiner Grundsätze und Anforderungen zur Hand haben.

Gute Absichten genügen keineswegs; auch reicht es nicht hin, das zu tun, was man für recht hält oder was der Prediger für recht erklärt. Das Heil der Seele steht auf dem Spiel; jeder muß für sich selbst in der Schrift forschen. Wie stark auch seine Überzeugung sein, wie zuversichtlich er auch glauben mag, daß der Geistliche wisse, was Wahrheit ist: er hat damit keine sichere Grundlage. Er besitzt eine Karte, die ihm genau den Weg der Reise nach dem Himmel bezeichnet, und er sollte deshalb nichts zu erraten suchen.

Es ist die erste und höchste Pflicht jedes vernünftigen Wesens, aus der Heiligen Schrift zu lernen, was Wahrheit ist, und dann in diesem Licht zu wandeln und andere zu ermutigen, ihrem Beispiel zu folgen. Wir sollten Tag für Tag fleißig in der Bibel forschen, jeden Gedanken wägen und Text mit Text vergleichen. Mit Gottes Hilfe müssen wir uns selbst unsere Meinungen bilden, da wir auch für uns selbst vor Gott Rechenschaft abzulegen haben.

Die in der Bibel so eindeutig offenbarten Wahrheiten sind in Zweifel und Dunkelheit gehüllt worden von gelehrten Männern, die unter der Vorspiegelung, große Weisheit zu besitzen, lehren, daß die Heilige Schrift eine mystische, geheimnisvolle, geistliche Bedeutung habe, die in der angewandten Sprache nicht ersichtlich sei. Diese Männer sind falsche Lehrer. Solchen erklärte Jesus: „Ihr irret darum daß ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes.“ Markus 12,24.

Die Sprache der Bibel sollte ihrer unverkennbaren Bedeutung gemäß erklärt werden, vorausgesetzt, daß nicht ein Symbol oder eine bildliche Rede gebraucht ist. Christus hat die Verheißung gegeben: „So jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei.“ Johannes 7,17.

Wenn die Menschen die Heilige Schrift nehmen wollten, wie sie wirklich lautet, wenn es keine falschen Lehrer gäbe, dann könnte eine Aufgabe erfüllt werden, die die Engel erfreute und Tausende und aber Tausende, die jetzt im Irrtum wandeln, zur wahren Herde Christi brächte.

Wir sollten beim Studium der Bibel alle unsere Geisteskräfte anwenden und den Verstand anstrengen, die tiefen Dinge Gottes zu erfassen, soweit dies Sterblichen möglich ist; doch dürfen wir nicht vergessen, daß die Fügsamkeit und Unterwerfung eines Kindes der richtige Geist zum Lernen ist. Schwierigkeiten im Bibeltext können nie auf dieselbe Weise überwunden werden, die bei der Ergründung philosophischer Fragen angewandt wird.

Wir dürfen uns nicht mit jenem Selbstvertrauen an das Studium der Bibel begeben, mit dem so viele das Gebiet der Wissenschaft betreten, sondern mit einem andächtigen Vertrauen auf Gott und dem aufrichtigen Verlangen, seinen Willen zu erkennen. Wir müssen mit einem demütigen und gelehrigen Geist kommen, um Erkenntnis von dem großen Ich bin zu erlangen; sonst werden böse Engel unseren Verstand so verblenden und unsere Herzen so verhärten, daß die Wahrheit keinen Eindruck mehr auf uns macht.

Mancher Teil der Heiligen Schrift, den gelehrte Männer als ein Geheimnis hinstellen oder als unwichtig übergehen, ist voller Trost und Unterweisung für den, der in der Schule Christi gelehrt worden ist. Ein Grund dafür, daß viele Theologen kein klareres Verständnis des Wortes Gottes haben, ist, daß sie vor den Wahrheiten, die sie nicht ausleben wollen, ihre Augen verschließen.

Ein Verständnis der Bibelwahrheiten hängt nicht so sehr von der Stärke des Urteilsvermögens ab als von der Zielstrebigkeit seines Bemühens, dem ernsten Verlangen nach Gerechtigkeit.

Nie sollte die Bibel ohne Gebet studiert werden. Der heilige Geist allein kann uns die Wahrheit der leichtverständlichen Teile einprägen und uns von dem Verdrehen schwerverständlicher Wahrheiten abhalten. Durch den Dienst himmlischer Engel werden die Herzen zubereitet, Gottes Wort so zu verstehen, daß wir von dessen Schönheit gefangen, durch seine Warnungen ermahnt oder durch die Verheißungen ermutigt und gestärkt werden.

Wir sollten des Psalmisten Bitte: „Öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetz“ (Psalm 119,18) zu unserer eigenen machen. Die Versuchungen erscheinen oft unwiderstehlich, weil sich der Versuchte wegen der Vernachlässigung des Gebets und des Studiums der Bibel nicht gleich der Verheißungen Gottes zu erinnern und Satan mit den biblischen Waffen entgegenzutreten vermag.

Aber Engel lagern sich um diejenigen, die willig sind, sich in göttlichen Dingen belehren zu lassen, und werden sie in der Zeit großer Not gerade an die Wahrheiten erinnern, deren sie bedürfen. Wenn der Widersacher kommen wird wie ein Strom, wird der Geist des HERRN das Panier gegen ihn aufrichten. Jesus verhieß seinen Jüngern: „Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.“ Johannes 14,26.

Aber die Lehren Christi müssen zuvor dem Gedächtnis eingeprägt worden sein, damit Gottes Geist sie uns zur Zeit der Gefahr in Erinnerung bringen kann. David sagte: „Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sündige.“ Psalm 119,11. Alle, die ihr ewiges Heil schätzen, sollten vor der Zweifelsucht auf der Hut sein. Die eigentlichen Grundpfeiler der Wahrheit werden angegriffen werden.

Es ist unmöglich, von den Spötteleien, Spitzfindigkeiten und den trügerischen, hinterlistigen Lehren des modernen Unglaubens verschont zu bleiben. Satan paßt seine Versuchungen allen Klassen an. Die Ungebildeten überfällt er mit Gespött oder Hohn, während er den Gebildeten mit wissenschaftlichen Einwänden und philosophischen Gedankengängen gegenübertritt, beides darauf berechnet, Mißtrauen oder Geringschätzung gegen die Heilige Schrift zu erwecken.

Selbst die unerfahrene Jugend maßt sich an, auf Zweifel an den wesentlichen Grundsätzen des Christentums anzuspielen. Und dieser jugendliche Unglaube, oberflächlich wie er ist, hat seinen Einfluß. Viele werden auf diese Weise dazu verleitet, über den Glauben ihrer Väter zu spotten und den Geist der Gnade zu schmähen. Hebräer 10,29. Manches Leben, das verhieß, Gott zur Ehre und für die Welt zum Segen gelebt zu werden, ist durch den giftigen Hauch des Unglaubens verderbt worden.

Alle, die den prahlerischen Schlüssen menschlicher Vernunft vertrauen und sich einbilden, göttliche Geheimnisse erklären und ohne den Beistand der Weisheit Gottes zur Wahrheit gelangen zu können, sind in Satans Schlingen verstrickt. Wir leben in dem ernstesten Abschnitt der Geschichte dieser Welt. Das Schicksal der auf der Erde geschäftig dahintreibenden Menschenmassen steht im Begriff, entschieden zu werden.

Unser eigenes zukünftiges Wohl und auch das Heil anderer Seelen hängt davon ab, welchen Weg wir jetzt einschlagen. Wir bedürfen der Leitung des Geistes der Wahrheit. Jeder Nachfolger Christi muß ernstlich fragen: HERR, was willst du, daß ich tun soll? Wir müssen uns vor dem HERRN demütigen mit Fasten und Beten und viel über sein Wort, besonders über die Gerichtsszenen, nachdenken. Es gilt jetzt nach einer tiefen und lebendigen Erfahrung in den göttlichen Dingen zu suchen.

Wir haben keinen Augenblick zu verlieren. Rings um uns her geschehen Ereignisse von höchster Wichtigkeit; wir befinden uns auf Satans bestrickendem Boden. Schlaft nicht, Wächter Gottes; der Feind lauert in der Nähe, stets bereit, euch anzufallen und euch zu seiner Beute zu machen, falls ihr matt und schläfrig werdet. Viele befinden sich hinsichtlich ihrer wahren Lage vor Gott im Irrtum.

Sie schätzen sich glücklich, daß sie gewisse böse Handlungen nicht begehen und vergessen die guten und edlen Taten, die Gott von ihnen verlangt, die sie jedoch unterlassen haben. Es genügt nicht, daß sie Bäume im Garten Gottes sind. Sie müssen seinen Erwartungen entsprechen, indem sie Frucht tragen. Er macht sie verantwortlich für all das Gute, das sie durch seine sie stärkende Gnade hätten leisten können und nicht geleistet haben.

In die Bücher des Himmels werden sie als solche eingetragen, die das Erdreich hindern. Doch selbst die Lage dieser Menschen ist nicht hoffnungslos. Für die, welche Gottes Barmherzigkeit geringgeachtet und seine Gnade mißbraucht haben, fleht noch immer das Herz des langmütigen Gottes der Liebe. Darum spricht er: „‚Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.‘ So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“ Epheser 5,14-16.

Wenn die Zeit der Prüfung kommt, werden die Menschen hervortreten, die Gottes Wort zu ihrer Lebensregel gemacht haben. Im Sommer erkennt man keinen wahrnehmbaren Unterschied zwischen den immergrünen Bäumen und den andern; wenn aber die Winterstürme kommen, bleiben die immergrünen Bäume unverändert, während die andern ihren Blätterschmuck verlieren. So mag der Scheinchrist jetzt von dem wahren Christen nicht zu unterscheiden sein; aber die Zeit ist nahe, da sich der Unterschied zeigen wird.

Laßt erst Widerstand sich erheben, religiösen Fanatismus und Unduldsamkeit wiederum das Zepter führen und Verfolgung aufs neue einsetzen, dann werden die Halbherzigen und Heuchler wanken und ihren Glauben aufgeben; der wahre Christ aber wird feststehen wie ein Fels mit einem stärkeren Glauben, einer größeren Hoffnung als in den Tagen des Wohlergehens. Der Psalmist sagt: „Deine Zeugnisse sind meine Rede …

Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege.“ Psalm 119,99.104. „Wohl dem Menschen, der Weisheit findet.“ „Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringt ohne Aufhören Früchte.“ Sprüche 3,13; Jeremia 17,8.“
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), S. 588-597

Offenbarung entsiegelt Daniels Prophezeiungen. Beide sind wichtig!

„[Der Engel sagte zu Daniel:] „Nun bin ich hier, um dir zu sagen, wie es deinem Volk am Ende der Zeit ergehen wird. Denn auch diese Vision handelt von einer fernen Zukunft.“ Daniel 10,14 (GNB).

Daniel identifizierte sich mit den Sünden seines Volkes und bekannte ihre Schuld, als wäre es seine eigene. Er betete: „Ach Herr, höre! Ach Herr, sei gnädig! Ach Herr, merk auf! Tu es und säume nicht — um deinetwillen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt.“ Daniel 9,19. Doch Gabriel, der himmlische Botschafter, nannte ihn dreimal einen [von Gott] „vielgeliebten Mann“. Daniel 9,23; 10,11.19 (EB) … 

Wie können wir nur übersehen, wie eng das himmlische Universum mit dieser gefallenen Welt verbunden ist! Die Mitteilungen, die Daniel gegeben wurden, sollten uns mit Ehrfurcht, Demut und Sanftmut erfüllen und unseren Stolz in den Staub legen … Wir können hier eine wunderbare Verbindung zwischen der himmlischen und dieser Welt erkennen.

Die Dinge, die Gott Daniel zeigte, wurden später durch die Offenbarung vervollständigt, die er [dem Jünger] Johannes auf der Insel Patmos gab. Diese beiden Bücher sollten sorgfältig durchgelesen werden. Zweimal fragte Daniel danach, wie lang es noch bis zur „Zeit des Endes“ dauern würde. „Und ich hörte es, aber ich verstand es nicht; und ich sagte: ‚Mein Herr, was wird der Ausgang davon sein?‘ Und er sagte: ‚Geh hin, Daniel!

Denn die Worte sollen geheimgehalten und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes. Viele werden geprüft und gereinigt und geläutert werden. Aber die Gottlosen werden weiter gottlos handeln. Und die Gottlosen werden es alle nicht verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen … Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage.‘“ Daniel 12,8-10.13 (EB).

Es war „der Löwe aus dem Stamm Juda“, der das Buch [Daniel] entsiegelte (Offenbarung 5,5) und Johannes offenbarte, was in dieser „letzten Zeit“ (Daniel 12,4) geschehen sollte. [Das Buch] Daniel stand an seinem Platz, um sein Zeugnis zu geben, das bis zur „Zeit des Endes“ versiegelt war. Daniel 12,9 (EB). In dieser Zeit soll die Botschaft des ersten Engels unserer Welt verkündet werden. Siehe Offenbarung 14,6.7. 

Diese Angelegenheiten sind in dieser „letzten Zeit“ unendlich wichtig … Das Buch Daniel wird im Buch Offenbarung entsiegelt und es führt uns voran bis zu den letzten Szenen der Geschichte dieser Erde. Das Beispiel Daniels zeigt uns, dass der Herr immer bereit ist, die Gebete eines reumütigen Menschen zu erhören. Wenn wir den Herrn von ganzem Herzen suchen, wird er unsere Bitten erhören. Hier wird gezeigt, woher Daniel sein Geschick und sein Verständnis bezogen hatte.

Wenn wir Gott um Weisheit bitten, werden wir mit erweiterten Fähigkeiten und Kraft vom Himmel gesegnet. Siehe Jakobus 1,5. Wenn wir zu Gott kommen, wie wir sind, und zu ihm im Vertrauen beten, wie Daniel es tat, werden wir das Heil Gottes erleben. Wir müssen beten, wie wir nie zuvor gebetet haben. Brief 59, 1896; Manuscript Releases XVIII, 14-16.“
Ellen G. White, Christus ist Sieger (2003), S. 344

„Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden. Daniel 12,4.

Das Wort Gottes muss noch viel gründlicher durchforscht werden. Besonders die Bücher Daniel und Offenbarung verdienen eine Aufmerksamkeit, die sie nie zuvor in der Geschichte unseres Werkes bekommen haben. Dann werden wir über manches wie die römische Macht und das Papsttum weniger zu sagen haben, aber wir sollen die Aufmerksamkeit auf das lenken, was die Propheten und Apostel, inspiriert vom Geist Gottes, geschrieben haben …

Lies das Buch Daniel. Rufe dir Stück für Stück die Geschichte der Reiche ins Gedächtnis, die dort dargestellt werden. Betrachte Staatsmänner, Konzilien, mächtige Armeen und erkenne, wie Gott wirkte, um Stolz zu demütigen und menschliche Ehre in den Staub zu legen. Gott allein wird als der Große dargestellt. In der prophetischen Schau erkennen wir, wie er einen mächtigen Herrscher absetzt und einen anderen einsetzt. Siehe Daniel 2,21.

Er wird als der Herrscher des Universums offenbart, der sein ewiges Reich aufrichtet (siehe Daniel 2,44) — der Uralte (siehe Daniel 7,9), der lebendige Gott, die Quelle aller Weisheit, der Lenker der Gegenwart und der Offenbarer der Zukunft. Lies und begreife, wie arm und schwach, wie kurzlebig und fehlerhaft, wie schuldig wir sterbliche [Menschen] sind … Das Licht, das Daniel direkt von Gott empfing, wurde ihm besonders für „die Zeit des Endes“ gegeben. Daniel 8,17.19.

Die Visionen, die er am Ufer des Ulai und des Tigris sah (siehe Daniel 8,2; 10,4), den beiden großen Flüssen Mesopotamiens, sind dabei, sich zu erfüllen und all die vorausgesagten Ereignisse werden bald stattfinden. Überdenke die Lage des jüdischen Volkes, als Daniel die Prophezeiungen empfing. Die Israeliten waren im Exil, ihr Tempel war zerstört, so dass es dort keinen Versöhnungsdienst mehr gab. Siehe Daniel 9,16.17. Ihre Religion hatte ihr Zentrum in den Zeremonien des Opfersystems.

Sie hatten die äußeren Formen überbetont, während sie die Gesinnung der wahren Anbetung verloren hatten … Der HERR sorgte dafür, dass das Volk in Gefangenschaft kam. Er ließ den Tempeldienst aufhören, damit die äußeren Zeremonien nicht zum alleinigen Inhalt ihrer Religion wurden … Die äußere Herrlichkeit war weggenommen, damit die geistliche [Herrlichkeit] offenbar werden konnte … Wenn Gott seinem Volk das Licht offenbarte, bediente er sich nicht nur einer Personengruppe.

Daniel war ein jüdischer Fürst. Siehe Daniel 1,3. Auch Jesaja gehörte zur königlichen Dynastie. David war ein Schafhirte, Amos ein Viehzüchter, Sacharja ein Gefangener aus Babylon, Elisa ein Bauer. Der HERR erwählte als seine Repräsentanten Propheten und Fürsten, Adligen und Niedrige und lehrte ihnen durch Inspiration Wahrheiten, die sie seinem Volk weitergeben sollten. Brief 57, 1896; Manuscript Releases XVI, 333-335.“
Ellen G. White, Christus ist Sieger (2003), S. 345

„Das Buch, das versiegelte wurde (siehe Daniel 12,4), war nicht das Buch der Offenbarung, sondern ein Teil der Prophezeiungen Daniels, die sich auf die „Zeit des Endes“ (Daniel 8,17.19) beziehen … Beim Öffnen des Buches wurde verkündet: „Es soll hinfort keine [prophetische] Zeit mehr sein [geben].“ Offenbarung 10,6.

Das Buch Daniel ist jetzt entsiegelt, und die Offenbarung, die Christus Johannes übermittelt hat, soll zu allen Bewohnern der Erde gebracht werden. Durch die vermehrte Erkenntnis soll ein Volk vorbereitet werden, in der „Zeit des Endes“ zu bestehen.“
Ellen G. White, Christus ist Sieger (2003), S. 348

Neue Wahrheit verherrlicht die alte!

„In jedem Zeitalter gibt es eine neue Entwicklung der Wahrheit, eine besondere Botschaft für das jeweilige Geschlecht. Die alten Wahrheiten sind alle wichtig und bedeutungsvoll, auch sind die neuen nicht unabhängig von den alten, sondern vielmehr eine Entfaltung derselben. Nur wenn die alten Wahrheiten verstanden werden, können wir neue fassen und begreifen.

Als Christus seinen Jüngern die Wahrheit betreffs seiner Auferstehung eröffnen wollte, fing er an „von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.“ Lukas 24,27. Das Licht aber, das beim Entfalten der neuen Wahrheit leuchtet, verherrlicht die alte Wahrheit. Wer die neue Wahrheit verwirft oder vernachlässigt, besitzt in Wirklichkeit auch nicht die alte. Sie verliert für ihn ihre lebengebende Kraft und wird zur leblosen Form.

Es gibt Menschen, welche bekennen, die Wahrheiten des Alten Testamentes zu glauben und zu lehren, während sie das Neue Testament verwerfen. Indem sie sich aber weigern, die Lehren Christi anzunehmen, zeigen sie, daß sie auch dem nicht glauben, was die Patriarchen und Propheten geredet haben. „Wenn ihr Mose glaubtet,“ sagte Christus, „so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben.“ Johannes 5,46. Daher liegt auch selbst in ihren Lehren aus dem Alten Testament keine wirkliche Kraft.

Viele, welche behaupten, das Evangelium zu glauben und zu lehren, befinden sich in ähnlichem Irrtum. Sie setzen die alttestamentliche Schrift beiseite, von welcher Jesus sagte: „Sie ist‘s, die von mir zeuget.“ Johannes 5,39. Indem sie das Alte Testament verwerfen, verwerfen sie tatsächlich auch das Neue, denn beide sind Teile eines unzertrennlichen Ganzen. Niemand kann das Gesetz Gottes richtig darstellen ohne das Evangelium, und wiederum nicht das Evangelium ohne das Gesetz.

Das Gesetz ist das verkörperte Evangelium und das Evangelium ist das entfaltete Gesetz. Das Gesetz ist die Wurzel, das Evangelium ist die wohlriechende Blüte und Frucht, die es trägt. Das Alte Testament wirft Licht auf das Neue und das Neue wirft Licht auf das Alte. Jedes ist eine Offenbarung der Herrlichkeit Gottes in Christo. Beide enthalten Wahrheiten, deren tiefere Bedeutungen dem ernsten Forscher beständig mehr erschlossen werden.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 95-96

„Wenn Gottes Wort studiert, verstanden und befolgt wird, wird ein helles Licht in die Welt hinausstrahlen; neue Wahrheiten, die wir aufnehmen und befolgen, werden uns fest an Jesus binden.“
Ellen G. White, The Review and Herald, 15. Dezember 1885, mit DeepL Übersetzt

Der Herr Jesus sagt in seiner Botschaft an das Volk Gottes folgendes:

Aus dem Alten wurde das Neue. Aus dem alten Menschen wird ein neuer Mensch, so wie aus dem Alten Testament das Neue Testament wurde. Denn ohne das Alte könnte das Neue nicht werden. Das Alte ist das Gerüst für das Neue und ohne das Alte, könnte es das Neue nicht geben. Deshalb kam ich in die Welt, um Zeugnis vom Alten zu geben, damit dass Neue gegeben werden kann.

Und doch sagt ihr, wir brauchen das Alte nicht, obwohl ich ganz klar sagte, die Schrift ist es, die von mir zeugt und ich predigte die Schrift des Alten Testamentes. Wer das ewige Leben haben will, soll es in diesen Schriften suchen, denn diese sind es, die von mir zeugen, das Alte, das ich predigte und dass Neue, das niedergeschrieben wurde, nachdem ich auffuhr. Und doch sind viele unter euch die sagen, wir benötigen es nicht, wir benötigen nicht das, was der Herr Jesus predigte, denn es ist alt.

Aber wenn dieses Alte nicht wäre, könnte euch nicht geholfen werden. Wenn dieses Alte nicht wäre, wäre ich nicht gekommen, denn das Alte hat von mir prophezeit, das Alte schrieb nieder, das ich komme und ich kam. Das Alte schrieb nieder, dass ich gehasst, bespuckt und beschimpft werde und man tat es mir an. Das Alte schrieb nieder, dass ich wie ein Schlachtlamm zur Bank geführt werde und genauso geschah es.

Das Alte schrieb nieder, das ich das Wesen, der Schatten der Feste bin, die auf mich hingewiesen haben, wodurch ich die Feste beendet habe, durch meinen Tod und durch das Opferlamm, genau dies geschah. Das Alte schrieb nieder, das ich mein Blut für euch vergießen und am dritten Tag auferstehen werde und genau dies geschah. Das Alte schrieb nieder, es prophezeite und ich kam und erfüllte, was niedergeschrieben und prophezeit wurde. Das Alte ist vom Neuen nicht zu trennen.

Ohne das Alte gibt es kein Neues, so wie ihr, die in eurem Inneren alt seid, aber doch neu werden könnt, um in das Reich Gottes zu kommen. Ja, wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht von neuem geboren wird, wird das Reich Gottes nicht sehen. Und doch wollt ihr alt bleiben. Seht ihr, ohne das Alte kann das Neue nicht werden, denn wenn ihr, ihr Alten nicht wäret, könntet ihr durch mich, der durch das Alte wurde, könntet ihr durch mich, den neuen Menschen, nicht neu werden.

Oh, ihr unverständiges und blindes Volk, ihr könnt das ewige Leben nicht sehen. Wer meinen Vater, den einzigen, alleinigen und wahren Gott, nicht zu seinem einzigen und wahren Gott macht, sondern auch noch mich, zu seinem Gott macht, der hat kein ewiges Leben, weil er den alleinigen und wahren Gott, der nur mein Vater ist, nicht erkennen kann. Wer die 10 Gebote aus Liebe zu Vater und zu mir, dem Herrn Jesus Christus nicht hält, der erhält kein ewiges Leben.

Denn als der Mann zu mir kam und mich fragte, Herr, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erlangen, sagte ich zu ihm: Was siehst du im Gesetz geschrieben, was steht dort? Was liest du? Halte die Gebote, so wirst du leben. Nur wer an mich glaubt, so wie die Schrift es sagt. Wer an mich glaubt, dass ich ein Gott sei, der glaubt nicht wie es geschrieben steht und hat somit auch den heiligen Geist nicht.

Wer an mich glaubt, ich wäre ein Gott, geht somit über die Lehre, die ich in die Welt brachte, hinaus und wird das ewige Leben nicht haben, weil er nämlich meinen Vater und mich nicht hat. Denn ich sagte: Wer die Gebote hält, zu dem werden mein Vater und ich kommen und wir werden bei ihm Wohnung machen. Wer die Gebote aus Liebe nicht hält, wer nicht glaubt, wie es geschrieben steht, mich, den Herrn Jesus zu seinem Gott macht, der hat den Vater, meinen Vater und mich nicht.

Nur zu sagen, ich glaube an den Herrn Jesus, aber nicht in meine Fußstapfen tritt und meine Wege geht, sich nicht ändert, meine Worte nicht zu seinem Leben macht, Tag für Tag von meinem Charakter nicht annimmt, aus dem wurde nicht das Neue. Denn es steht geschrieben, dass man durch mich, eine neue Kreatur wird. So wie es Johannes der Täufer sagte, ich muss abnehmen, aber er muss zunehmen, genauso muss es bei euch geschehen.

Euer Altes muss abnehmen und ich, der neue Mensch, der euch, durch meinen Geist, zur neuen Kreatur macht, muss zunehmen. Doch ihr müsst es wollen. Wenn ihr es nicht wollt, dann bleibt ihr in eurem Alten und wenn dies geschieht, dann sprecht ihr nur über das Neue, aber ihr tut es nicht. Somit seid ihr nur Hörer, aber keine Täter des Wortes Gottes. Somit bezeugt ihr selbst, welchen Geistes Kinder ihr seid.

Verleugnet nicht das Alte, dass das Neue brachte, denn wenn das Alte nicht wäre, wäre der Weg und die Wahrheit nicht zum ewigen Leben. Suche nach dem ewigen Leben und erfülle die Bedingungen, damit die Verheißungen in dein Herz ausgegossen werden können. Sei gesegnet und Friede sei mit dir.
Botschaft an das Volk Gottes – Altes Testament und neues Testament.

Eine weitere Botschaft an das Volk Gottes sagt:

„Das Volk hat nicht das wahre Verständnis über den alten und neuen Bund, über das alte und das neue Testament.

Das alte Testament prophezeite den verheißenen Messias und wies auf ihn hin. Das neue Testament zeugt vom Erfüllen, also Geschehen des Verheißenen. Der alte Bund zeigt Gottes Vorhaben, was Gott zur Rettung seines Volkes tun und wie Gott sein Volk retten wird. Im neuen Bund rettet Gott sein Volk und erfüllt das Prophezeite. Im alten Bund verhieß Gott, dass er seinem Volke ein neues Herz und einen neuen Geist schenken und sein Gesetz in ihr Herz schreiben und ihre Gedanken mit diesem füllen wird.

Im neuen Bund sendet der Herr Jesus seinen Geist, wodurch das Volk ein neues Herz und einen neuen Geist bekommt, und durch das Gesetz Christi wird das Gesetz Gottes in ihre Herzen geschrieben und in ihre Gedanken gelegt. Im alten Bund empfing Abraham das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens.

Im neuen Bund wird der Mensch durch den Geist Christi am Herzen beschnitten und durch das Innere zum Juden, weil der Herr Jesus ein Diener der Beschneidung für die Wahrhaftigkeit Gottes ist, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen. Im alten Bund setzte Gott in der nach dem himmlischen Abbild angefertigten Stiftshütte Priester ein, die auf den einen Diener des Heiligtums der wahrhaftigen Stiftshütte, den Herrn Jesus, und sein ewiges hohes priesterliches Amt nach der Ordnung Melchisedeks, hinwiesen.

Im neuen Bund kam der Herr Jesus, der als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks eingesetzt wurde und jetzt zur rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt. Im alten Bund schrieb Gott mit seinem Finger die zehn Gebote auf zwei Steintafeln und gab sie durch seinen Mittler Mose an sein Volk weiter. Im neuen Bund machte Gott Vater seinen Sohn zur Gerechtigkeit, zur Erlösung, zum Erretter, damit das auf Steine Niedergeschriebene durch den Geist Christi auf die fleischernen Tafeln des Herzens aufgedrückt wird.

Im alten Bund opferte man Lämmer, also Tiere, die auf das Lamm Gottes, den Sohn Gottes hinwiesen. Im neuen Bund kam das Lamm Gottes in die Welt, um für die Sünder zu sterben, und so wurde das Lamm Gottes ohne zu murren und zu klagen geschlachtet, damit die Sünder durch dieses Opfer, durch dieses einmalige Opfer leben, wenn sie es annehmen.

So wie Gott im alten Bund vom Volk forderte, die zehn Gebote aus Liebe zu halten, aber das Volk es nicht konnte, weil seine Kraft nicht ausreichte, und deshalb die Steine von Mose zerbrochen wurden, als sie den Bund brachen, so sandte Gott im neuen Bund seinen geliebten Sohn, damit dieser in denen, die ihn annehmen und glauben, wie die Schrift es sagt, das Gesetz, die 10 Gebote erfüllt.

So wie im alten Bund der alleinige und wahre Gott sein Volk durch seinen starken Arm aus Ägyptenland, aus der Sklaverei herausführte, so führt Gott durch seinen geliebten Sohn im neuen Bund aus Ägyptenland, aus der Sklaverei heraus, nämlich aus der Sklaverei der Sünde, weshalb geschrieben steht, dass der Herr Jesus vom Gesetz der Sünde und des Todes befreit. Im alten Bund schloss Gott mit seinem Volk einen Bund, den das Volk aber brach, wodurch es sich von Gott schied.

Im neuen Bund sandte der alleinige und wahre Gott seinen geliebten Sohn, damit der Bund, den Gott mit seinem Volke schließt, nicht gebrochen, sondern gehalten wird. Der alte Bund wurde mit dem Blut der Tiere besiegelt. Der neue Bund wurde mit dem einmalig vergossenen Blut des geliebten Sohnes Gottes besiegelt. Der alte Bund war nur ein Schatten, der auf das hinwies, was kommen sollte, wovon Christus im neuen Bund die Erfüllung ist. Im alten Bund diente und opferte das Volk im Abbild und Schatten des Himmlischen.

Im neuen Bund dient der Hohepriester im himmlischen Heiligtum. Der alte Bund wurde mit dem Blut der Tiere besiegelt und das Volk mit dem Blut der Tiere besprengt. Doch der neue Bund wurde mit dem Blut des Opfers, das Gott sandte, besprengt und besiegelt. Im alten Bund übertrug man die Sünden des Volkes auf die Opfertiere, die aber die Sünden nicht hinwegnehmen konnten.

Im neuen Bund werden die Sünden auf das Opferlamm Gottes, den geliebten Sohn des wahren Gottes gelegt, der deshalb kam, damit die Sünden hinweggenommen werden und das Volk frei von Sünde wird. Im alten Bund vermittelte ein Mensch zwischen Gott und dem Volk. Im neuen Bund wurde der Herr Jesus ein Mittler des neuen Bundes und der Mensch Jesus, der Christus, vermittelt zwischen dem alleinigen wahren Gott und seinem Volk.

Im alten Bund trug ein Mensch Gottes Gebote zu den Menschen und wies sie an, diese zu halten. Im neuen Bund trägt der eine Mensch Jesus, der Christus, die zehn Gebote Gottes zu den Menschen und weist sie an, diese Gebote aus Liebe zu Gott zu halten. Im alten Bund sagte der Mensch, der zwischen Gott und dem Volke vermittelte: „Einen Propheten wird euch der HERR, euer Gott erwecken aus euren Brüdern, gleichwie mich; auf den sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird.“

Das Alte wurde gegeben, damit das Volk erkennt, was im Neuen für das Volk getan wird. Das Alte wurde gegeben, weil es auf das Neue hinwies. Das Alte wurde gegeben, damit der Mensch die Erfüllung des Alten im Neuen erkennt. Das Alte prophezeite das Neue. Das Alte verkündete den Messias. Das Alte verkündete die Rettung der Welt. Das Alte verkündete die Reinigung durch das Blut. Im Alten brachte Abraham seinen geliebten Sohn dar und litt, als er ihn opfern sollte, und im Neuen brachte Gott seinen geliebten Sohn dar und litt, als er ihn opferte.

Und da all die Tieropferungen im alten Bund auf das kommende Opferlamm Gottes im neuen Bund hinweisen, und das Lamm Gottes kam und sich als Opfer darbrachte und sein Blut vergoss, wurden die Schatten des alten Bundes durch dieses eine Opfer beendet. Wer weiterhin Opfer darbringt, hat das Opferlamm Gottes nicht angenommen, somit achtet er seine eigenen Opfer höher als das Opfer, das Gott für den Menschen brachte. Denn wer sein eigenes Opfer höher achtet als das von Gott erbrachte Opfer, dessen Opfer wird ebenso wenig angesehen wie das Opfer Kains.

Wer weiterhin seine eigenen Opfer darbringt bezeugt, dass er das Fleisch nicht isst, das Blut nicht trinkt, das des Opfers Gottes ist, der bezeugt, dass er nicht an das Opfer Gottes glaubt, das Opfer Gottes nicht annahm und wie die enden wird, die in der Wüste nicht an die erhöhte Schlange glaubten. Denn so wie die Schlange in der Wüste erhöht wurde, so wurde auch der Sohn, das Opfer Gottes erhöht, damit jeder, der an ihn glaubt, gerettet wird und ewiges Leben hat.

Ja, der Mensch meint, erkannt zu haben, doch er erkannte noch nicht, wie man erkennen sollte. Es steht geschrieben: „Aber ihre Sinne wurden verhärtet; denn bis zum heutigen Tage bleibt dieselbe Decke beim Lesen des alten Testamentes, so dass sie nicht entdecken, dass es in Christus aufhört; sondern bis zum heutigen Tage, so oft Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Sobald sie sich aber zum HERRN bekehren, wird die Decke weggenommen.“

In diesen Worten steht nicht geschrieben, dass das alte Testament aufhören wird, sondern dass das im alten Testament Niedergeschriebene und Prophezeite in Christus seine Erfüllung findet. Nicht das alte Testament wird in diesen Worten beendet, sondern es steht geschrieben, dass, sobald sie sich zum HERRN bekehren, die Decke weggenommen wird. Welche Decke? Die Decke von ihrem Herzen, die ihren Verstand blendet und sie deshalb nicht verstehen können und das alte Testament ablehnen, weil sie sich noch nicht zum HERRN bekehrt haben.

Aus diesem Grunde schreit das Volk, wir brauchen das alte Testament nicht mehr, weil die Menschen sich noch nicht zum HERRN bekehrt haben und die Decke auf ihrem Herzen liegt, weshalb sie das Alte nicht annehmen, weil sie noch nicht im Neuen leben, weshalb sie das Alte nicht verstehen und erkennen, weil sie sich durch das Neue nicht lehren lassen.

Es steht geschrieben: „Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den andern aber in Gleichnissen, auf dass sie sehen und doch nicht sehen, und hören und doch nicht verstehen.“ Zu wem sagte der Herr Jesus diese Worte? Zu seinen Jüngern, und sie verstanden und erkannten. Warum kannst du die Geheimnisse des Reiches Gottes nicht erkennen? Warum kannst du nicht hören und verstehen?

Was steht geschrieben? „Und mit Mose anfangend, ging er alle Propheten durch und legte ihnen aus allen Schriften das über Ihn selbst Gesagte aus.“ Es steht geschrieben: „Dies sind meine Worte, die Ich zu euch sprach, als Ich noch bei euch war: Alles muss erfüllt werden, was im Gesetz des Mose, in den Propheten und Psalmen von mir geschrieben ist.“ Der Herr Jesus selbst bezeugte, dass er kam um zu erfüllen, was Mose, die Propheten und die Psalmen über ihn geweissagt und geschrieben haben.

Der Herr kam nicht und erfüllte, damit ihr nicht mehr halten müsst. Der Herr kam und erfüllte, was über ihn prophezeit wurde. Der Herr kam und legte die Schriften von Mose und den Propheten aus. Der Herr Jesus verkündete das alte Testament, das, was ihr nicht halten wollt, weil die Decke auf eurem Herzen liegt und ihr deshalb nicht versteht. Ihr, die ihr behauptet, ihr bräuchtet das Alte, den alten Bund nicht.

Warum schreibt der neue Bund von dem Alten? Warum bezeugt der neue Bund das Alte? Warum vergoss der neue Bund, wie es im Alten prophezeit wurde? Warum verkündet der neue Bund das Alte? Warum legt der neue Bund den Alten aus? Warum verkündeten im neuen Bund die Jünger das Alte und legten das Alte aus?

Es steht geschrieben: „… vom Morgen bis zur Abenddämmerung das Königreich Gottes auseinandersetzte und bezeugte, indem er sie in Bezug auf Jesus vom Gesetz des Mose wie auch von den Propheten her zu überzeugen suchte.“ Es steht geschrieben: „… so stehe ich bis auf diesen Tag und lege Zeugnis ab vor Kleinen und Großen und lehre nichts anderes, als was die Propheten und Mose gesagt haben, dass es geschehen werde: nämlich, dass Christus leiden müsse und dass er, der Erstling aus der Auferstehung der Toten, Licht verkündigen werde dem Volke und auch den Heiden.“

Warum verkündigten die Jünger Jesu das Alte? Warum glaubten sie an das Alte, wenn ihr vorgebt, dass es nicht mehr gelten würde und ihr es nicht bräuchtet? Weil sie durch das Alte den Verheißenen erkannten! Weil sie durch das Alte dem Verheißenen begegnen konnten! Weil sie durch das Alte dem verheißenen Messias folgen konnten! Weil sie durch das Alte den verheißenen Messias annehmen konnten! Weil sie durch das Alte mit dem Verheißenen eins werden konnten! Weil das Alte der Schatten des Verheißenen war!

Das Alte wie das Neue gehören untrennbar zusammen! Man schreibt dir einen Brief, in dem man dir ankündigt und aufzeigt, was geschehen wird, damit, wenn es geschieht, du verstehst, erkennst und annimmst.

Du liebst diesen Brief, du hast ihn zu deinem Leben gemacht, und wenn die Tage erfüllt sind und sich das in dem Brief Versprochene erfüllt und du dadurch die Wahrheit des Briefes erkennst, so wärest du töricht, wenn du diesen Brief wegwirfst und an diesen nicht mehr glaubst, auf den du gebaut hast und durch den du zum Glauben kamst, durch den du, als sich die Zeit erfüllte, die Wahrheit erkannt hast. So sei nicht töricht und spreche nicht aus, dessen Bedeutung du nicht kennst.

Sage nicht, dass du das Alte nicht benötigst, wenn dein Unverstand gegenüber dem alten Bund, dem alten Testament, dich selbst als blind entlarvt, weil die Decke noch auf deinem Herzen liegt und du dadurch selbst Zeugnis von dir abgibst, dass du dich noch nicht zum HERRN bekehrt hast.

So sinne um von deinem breiten Weg, damit die Decke von deinem Herzen genommen wird und du den schmalen Weg betrittst, damit der Gerechte, der in die Welt kam und für dich Sünder starb, damit du leben kannst, du durch diesen Gerechten lebst, das Alte verstehst, das Alte ebenso zu deinem Leben machst und du durch das Alte erkennst, dass sich das im Alten Verheißene im Neuen erfüllte, also geschah.“
Botschaft an das Volk Gottes – Der alte Bund und der neue Bund (Testament) sind eins!

Aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholen!

Der Herr und Fürst Jesus unterrichtet jeden seiner Jünger und bildet sie zu Schriftgelehrten für das Himmelreich aus, die aus ihrem Schatze Neues und Altes hervorholen.

Es steht geschrieben:

Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Himmelreich unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem SchatzNeues und Altes hervorholt. Matthäus 13:52 

Ellen G. White schrieb dazu folgendes:

„Der Heiland fragte seine Jünger, ob sie alles verstanden hätten. Sie antworteten: „Ja, Herr. Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Reichs der Himmel geworden ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.“ In diesem Gleichnis erklärte Jesus seinen Jüngern die Verantwortung von jenen, deren Pflicht es ist, in der Welt das Licht zu verbreiten, das sie von ihm erhalten haben.

Das Alte Testament war ihre ganze heilige Schrift, es war jedoch nicht nur für jene Zeit geschrieben sondern für alle Zeiten und jedes Volk bestimmt. Jesus wünschte, dass die Verbreiter seiner Lehre sorgfältig das Alte Testament nach jenem Licht durchsuchen sollten, das seine Identität mit dem in den Prophezeiungen versprochenen Messias feststellt, und die Art seiner Mission auf Erden offenbart. Das Alte und das Neue Testament sind nicht zu trennen, denn beide sind die Lehren Christi.

Die Lehrsätze der Juden, die nur das Alte Testament annehmen, dienen nicht zum ewigen Heil, weil sie den Erlöser verwerfen, dessen Leben und Wirken eine Erfüllung des Gesetzes und der Prophezeiungen war. Ebenso wenig dienen die Lehre derer zum Heil, die das Alte Testament vernachlässigen, weil sie somit das verwerfen, was das unmittelbare Zeugnis Christi ist. Skeptiker fangen an, das Alte Testament teilweise aufzugeben. Dann ist es nur noch ein Schritt dahin, die Gültigkeit des Neuen Testaments zu leugnen, und somit beide zu verwerfen.

Die Juden haben wenig Einfluss auf die Christen, ihnen die Bedeutung der Gebote, einschließlich des bindenden Sabbatgesetzes, zu erklären, weil diese – während sie die alten Wahrheitsschätze vorführen – die neuen ablehnen, die wir durch die persönlichen Lehren Jesu empfangen haben.

Auf der anderen Seite ist der Hauptgrund, warum es den Christen nicht gelingt, die Juden zur Annahme der Lehren Christi als der Sprache der göttlichen Weisheit zu bewegen, darin, dass sie die Reichtümer des Alten Testamentes verächtlich behandeln, das doch die früheren Lehren des Sohnes Gottes durch Mose enthält. Sie verwerfen das vom Sinai verkündete Gesetz, und ebenso den Sabbat des vierten Gebotes, der doch schon im Garten Eden eingesetzt worden war.

Der wahre Prediger des Evangeliums, der die Lehren Christi beachtet, wird darum bemüht sein, eine gründliche Kenntnis vom Alten wie auch Neuen Testament zu bekommen, so dass er sie in ihrem wahren Licht dem Volk als ein untrennbares Ganzes vorführen kann, das eine auf dem anderen beruhend und es erklärend. Auf diese Weise werden sie, wie Jesus seine Jünger unterweist, „aus einem Schatz Neues und Altes hervor tragen.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu Christi (1887), S. 221-222

Wer Gottes Wort im Herzen bewahrt, kann den göttlichen Plan erfüllen.

Nur wenn das Volk die Achtung vor Gottes heiligem Wort in seinem Herzen bewahrt, kann es den göttlichen Plan erfüllen.

Es steht geschrieben:

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, Johannes 8:31

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! Johannes 8:51

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Johannes 14:23  

Ellen G. White schrieb dazu folgendes:

„Während der Wüstenwanderung hatte der HERR ausreichend dafür gesorgt, daß seine Kinder die Worte seines Gesetzes im Gedächtnis behielten. Nach der Ansiedlung in Kanaan sollten die göttlichen Gebote täglich in jedem Heim wiederholt werden. Man sollte sie deutlich auf Türpfosten und Tore schreiben und auf Gedenktäfelchen verbreiten. Sie sollten vertont werden, und jung und alt sollten sie singen.

Priester mußten diese Gebote in öffentlichen Versammlungen lehren, und die Herrscher des Landes sollten das Gesetz täglich studieren: „Betrachte es Tag und Nacht“, befahl der HERR dem Josua, „daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.“ Josua 1,8.

Josua lehrte ganz Israel die Schriften Moses. „Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht hätte ausrufen lassen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor den Frauen und Kindern und Fremdlingen, die mit ihnen zogen.“ Josua 8,35. Das stimmte mit der Anordnung des HERRN überein, alle sieben Jahre, während des Laubhüttenfestes, die Worte des Gesetzbuches öffentlich vorzulesen.

Die geistliche Führung Israels war angewiesen worden: „Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun und daß ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen.“ 5.Mose 31,12.13.

Wäre dieser Rat während der folgenden Jahrhunderte beachtet worden — wie anders hätte dann Israels Geschichte ausgesehen! Nur wenn das Volk die Achtung vor Gottes heiligem Wort in seinem Herzen bewahrte, konnte es hoffen, den göttlichen Plan zu erfüllen. Gerade die Beachtung des Gesetzes verlieh Israel während der Herrschaft Davids und der frühen Regierungsjahre Salomos Stärke. Ebenso brachte der Glaube an das lebendige Wort die Reformation in den Tagen Elias und Josias zustande.

Und auf die Wahrheit der heiligen Schriften als Israels reichstem Erbe berief sich auch Jeremia bei seiner Reformbestrebungen. Wo immer er sein Prophetenamt wahrnahm, forderte er das Volk ernstlich auf: „Höret die Worte dieses Bundes“ (Jeremia 11,2), Worte, die ein volles Verständnis für die Absicht Gottes vermitteln würden, allen Völkern die Erkenntnis der Heilswahrheit zu schenken.“
Ellen G. White, Propheten und Könige (1975), S. 326-327

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Wünsche dir und deinen Nächsten einen reichen Segen. Möge der himmlische Vater dich und deine Nächsten mit ewigem Leben beschenken. Lob und Ehre sei dem allein wahren Gott. Im Namen seines einzigartigen Sohnes, Jesus dem Christus. Amen

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