Satans Macht brechen!

Satans Macht brechen! 

Zuerst muss man sich der Macht Satans (er besitzt die Macht des Drittmächtigsten) bewusst werden, dass sie nicht abnahm, ihm nicht genommen oder vernichtet wurde, sondern bis zum Kommen des Herrn Jesus und seiner endgültigen Vernichtung bei der zweiten Auferstehung bestehen bleibt.

Die Macht Satans.

„Der gefallene Mensch ist Satans rechtmäßiger Gefangener. Es war Christi Aufgabe, ihn aus der Gewalt seines großen Widersachers zu befreien. Der Mensch neigt von Natur aus dazu, den Verlockungen Satans zu folgen, und er ist nicht imstande, solch einem schrecklichen Gegner zu widerstehen; es sei denn, daß Christus, der mächtige Sieger, in ihm wohnt, sein Begehren lenkt und ihn mit der nötigen Kraft ausrüstet. Nur Gott allein vermag der Macht Satans Grenzen zu setzen. Satan geht auf der Erde hin und her, von einem Ende zum andern. Seine Wachsamkeit ruht nicht einen einzigen Augenblick, da er fürchtet, eine Gelegenheit zur Vernichtung von Seelen zu verpassen. Es ist für die Kinder Gottes wichtig, dies zu erkennen, damit sie seinen Schlingen entgehen können. 

Für seinen letzten Feldzug gegen das Volk Gottes bereitet Satan seine Täuschungen so vor, daß es nicht zu erkennen vermag, ob sich Satan dahinter verbirgt. „Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes.“ 2.Korinther 11,14. Während einige verführte Seelen meinen, daß Satan überhaupt nicht existiert, nimmt er sie gefangen und wirkt zum großen durch sie. Satan kennt besser als die Kinder Gottes die Macht, die sie über ihn gewinnen könnten, wenn Jesus Christus ihre Stärke wäre. Bitten sie den mächtigen Sieger demütig um Hilfe, kann der schwächste Gläubige der Wahrheit den argen Widersacher samt seinem Gefolge von sich weisen, wenn er sich fest auf Christus stützt. Satan ist zu geschickt, um seine Schlingen offen und frei auszulegen, denn dann würden sich die noch schlummernden Kräfte des Christen erheben und sich dem Heiland anvertrauen. Er erscheint jedoch unbemerkt und verbirgt sich hinter jenen Ungehorsamen, die behaupten, gottesfürchtig zu sein. 

Satan wird all seine Macht einsetzen, um das Volk Gottes zu beunruhigen, zum Bösen zu verlocken und irrezuführen. Satan, der es wagte, unserem Herrn gegenüberzutreten, ihn zu versuchen und zu schmähen, der mächtig genug war, ihn in seine Arme zu nehmen und auf die Zinne des Tempels und auf einen hohen Berg zu führen, wird seine Macht in einem erstaunlichen Grade an der gegenwärtigen Generation ausüben, die ihrem Herrn an Weisheit weit unterlegen ist und auch Satans Arglist und Stärke fast gänzlich unwissend gegenübersteht. In unglaublicher Weise wird er auf jene Menschen einwirken, die von Natur aus dazu neigen, seinen Einflüsterungen zu folgen. Er frohlockt darüber, daß man seine Existenz als Einbildung abtut, und es kommt ihm sehr gelegen, wenn sein Einfluß herabgesetzt und er in mancherlei kindlichen Darstellungen oder auch als irgendein Tier gezeigt wird. Man glaubt, er sei völlig unbedeutend, so daß die Menschen auf seine schlau angelegten Vorhaben gänzlich unvorbereitet sind; denn sie glücken ihm fast immer. Wenn seine Macht und seine Arglist erkannt würden, könnten ihm viele erfolgreich widerstehen. 

Alle sollten begreifen, daß Satan einst ein Engelfürst war. Seine Empörung verschloß ihm zwar den Himmel, vernichtete aber weder seine Macht noch wurde er zu einem Tier. Seit seiner Ausstoßung setzt er seine mächtige Kraft gegen die Herrschaft des Himmels ein. Seine Gewandtheit hat zugenommen, und er hat die erfolgversprechendsten Methoden ersonnen, um sich den Menschenkindern mit seinen Versuchungen nähern zu können.

Satans Betrug

Satan log, um damit zu täuschen. Im Himmel begann er gegen die Grundlagen der Herrschaft Gottes zu streiten. Seit seiner Ausstoßung betreibt er seine offene Empörung gegen Gottes Gesetz. Er brachte die Mehrheit der Christen dazu, das vierte Gebot, das den lebendigen Gott offenbart, mit Füßen zu treten. Den ursprünglichen Ruhetag der Zehn Gebote hat er beseitigt und ihn durch einen der wöchentlichen Arbeitstage ersetzt. 

Die erste große Lüge, die er zu Eva im Garten Eden sprach: „Ihr werdet mitnichten des Todes sterben“ (1.Mose 3,4) —, war zugleich die erste Predigt über die Unsterblichkeit der Seele. Diese Predigt war von Erfolg gekrönt; denn sie zeitigte furchtbare Ergebnisse. Satan hat die Menschen beeinflußt, diese Predigt als Wahrheit anzunehmen. Und diese wird nun von Predigern verkündet, gesungen und gebetet. 

Redensarten, wie „Es gibt keinen wirklichen Teufel“ und „Man kann sich noch nach dem Kommen Christi bekehren“, sind Lügen, die heute gern gehört werden. Die Heilige Schrift erklärt unmißverständlich, daß jedes Menschen Schicksal für immer bei dem Kommen des Herrn entschieden ist. „Wer böse ist, der sei fernerhin böse, und wer unrein ist, der sei fernerhin unrein; aber wer fromm ist, der sei fernerhin fromm, und wer heilig ist, der sei fernerhin heilig. Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden.“ Offenbarung 22,11.12. 

Hinter diesen Allgemeingut gewordenen Unwahrheiten verbirgt sich Satan. Er nähert sich armen, irregeführten Sterblichen durch den Spiritismus unserer Tage, der den fleischlich Gesinnten keinerlei Hemmungen auferlegt. Familien werden auseinandergerissen, Eifersucht und Haß gesät und entwürdigenden Neigungen Tür und Tor geöffnet, wenn man die spiritistischen Lehren annimmt. Bis jetzt weiß die Welt nur wenig von dem verderblichen Einfluß des Spiritismus. Mir wurde viel von seinem furchtbaren Wirken offenbart. Manche, die mit dem Spiritismus bereits Erfahrungen gesammelt, ihm jetzt aber den Rücken gekehrt haben, erbeben, wenn sie darüber nachdenken, wie nahe sie dem völligen Untergang gewesen waren. Sie hatten die Herrschaft über sich selbst verloren, so daß Satan sie zu Taten veranlassen konnte, die sie sonst verabscheut hätten. Aber selbst diese Menschen haben nur eine schwache Vorstellung von dem, was Spiritismus wirklich ist. Geistliche, die von Satan inspiriert sind, können mit großartiger Beredsamkeit dies Trugbild als Wahrheit darstellen und Satans Scheußlichkeiten verschleiern, so daß diese vielen im Gewande der Schönheit erscheinen. Der Spiritismus aber kommt so unmittelbar aus Satans Machtbereich, daß der Teufel für sich das Recht in Anspruch nimmt, alle zu beherrschen, die damit umgehen; denn sie haben sich auf verbotenes Gelände begeben und damit den Schutz ihres Schöpfers verwirkt.

Einige arme Seelen, die von den beredten Worten spiritistischer Lehrer geblendet worden sind und sich deren Einfluß ausgeliefert haben, erkannten später das tödliche Wesen dieser widergöttlichen Macht und wollten ihr entsagen und entfliehen, vermochten es aber nicht. Satan hält sie durch seine Gewalt fest und ist nicht bereit, sie freizugeben. Er weiß gewiß, daß sie ihm gehören, solange er sie unter seiner besonderen Macht hat. Wenn sie sich aber einmal aus seiner Gewalt befreit haben, kann er sie nie wieder dazu veranlassen, spiritistische Lehren anzunehmen und sich dadurch unmittelbar unter seine Herrschaft zu begeben.

Der einzige Weg für solche bedauernswerten Seelen, Satan zu überwinden, besteht darin, zwischen reinen Bibelwahrheiten und erdichteten Erzählungen zu unterscheiden. Sobald sie die Forderungen des Wortes Gottes anerkennen, wird ihnen geholfen werden. Sie sollten diejenigen, die religiöse Erfahrungen besitzen und an die Verheißungen Gottes glauben, bitten, den mächtigen Erlöser um ihretwillen anzuflehen. Es wird einen harten Kampf geben; denn Satan wird die Reihen seiner bösen Engel, die diese Menschen beherrscht haben, verstärken. Wenn aber die Heiligen Gottes in tiefer Demut fasten und beten, werden ihre Gebete den Sieg davontragen. Jesus wird heilige Engel beauftragen, Satan zu widerstehen. Dieser wird zurückgedrängt und seine Macht über die Angefochtenen gebrochen werden. „Und er sprach: Diese Art kann mit nichts ausfahren denn durch Beten und Fasten.“ Markus 9,29.

Die allgemeine Geistlichkeit kann dem Spiritismus nicht mit Erfolg Widerstand leisten. Sie besitzt nichts, womit sie ihre Herden vor seinem verderblichen Einfluß schützen könnte. Die Geistlichen unserer Tage sind für viele der traurigen Folgen des Spiritismus verantwortlich, weil sie die Wahrheit mit Füßen getreten und an ihre Stelle Fabeln gesetzt haben. Die Predigt Satans über die Unsterblichkeit der Seele — „Ihr werdet mitnichten des Todes sterben.“ — haben sie von der Kanzel beständig wiederholt. Das Volk nahm dies als reine Bibelwahrheit hin. Jene Worte Satans sind die Wurzel des Spiritismus. An keiner Stelle lehrt das Wort Gottes, daß die Seele des Menschen unsterblich sei. Unsterblichkeit ist eine alleinige Eigenschaft Gottes. „Der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen.“ 1.Timotheus 6,16.

Wenn Gottes Wort richtig verstanden und angewandt wird, bildet es einen sicheren Schutz gegen den Spiritismus. Die Lehre von der ewig brennenden Hölle, die dem Volk gepredigt wird, tut dem gütigen Charakter Gottes Unrecht. Sie stellt ihn als ärgsten Tyrannen des Weltalls hin. Diese weitverbreitete Lehre bewirkte, daß sich Tausende dem Universalismus, dem Unglauben und dem Atheismus zuwandten. Gottes Wort ist klar. Es ist eine Kette von Wahrheiten, ein Anker für diejenigen, die bereit sind, die Wahrheit anzunehmen, selbst wenn sie noch so beliebte Fabeln dabei aufgeben müßten. Das Wort Gottes wird sie von den schrecklichen Irrtümern dieser gefahrvollen Zeit befreien. Satan hat die Sinne der Geistlichen verschiedener Kirchen dahin gebracht, sich ebenso zäh an ihren Irrtümern festzuklammern, wie er einst die Juden in ihrer Blindheit dazu geführt hat, an ihren Opfern festzuhalten und Christus zu kreuzigen. Die Zurückweisung des Lichtes und der Wahrheit macht die Menschen zu Satans Gefangenen und zu Opfern seines Betruges. Je größer das von ihnen zurückgewiesene Licht ist, desto beträchtlicher wird die Macht der Täuschung und Finsternis sein, die sie zu umfassen sucht.

Ich sah, daß Gottes Volk das Salz der Erde und das Licht der Welt ist. Gott erwartet von ihm ständiges Wachstum in der Erkenntnis der Wahrheit und auf dem Weg der Heiligung. Dann wird es die freche Einmischung Satans begreifen und ihm in der Kraft Jesu widerstehen. Satan wird Legionen seiner Engel zu Hilfe rufen, um dem geistlichen Wachstum selbst einer einzigen Seele entgegenzuwirken und sie, wenn möglich, der Hand Christi zu entreißen.

Das Ringen um Seelen

Ich schaute im Geist böse Engel im Kampf um Seelen, und die Engel Gottes widerstanden ihnen. Der Kampf war schwer. Böse Engel verdarben die Umgebung durch ihren vergiftenden Einfluß.

Sie scharten sich um diese Seelen, um deren Empfindsamkeit zu betäuben. Heilige Engel warten besorgt auf eine Gelegenheit, um Satans Heer zurückzuschlagen. Die Tätigkeit der guten Engel besteht aber nicht darin, die Sinne der Menschen gegen deren Willen zu beherrschen. Wenn sie sich dem Feind ergeben und keinerlei Anstrengungen machen, ihm zu widerstehen, können die Engel Gottes nichts weiter tun, als Satans Heere in Schach zu halten, damit sie kein Unheil anrichten, bis den in Gefahr lebenden Menschen weiteres Licht gegeben wird, das sie bewegen soll, sich aufzumachen und nach himmlischer Hilfe Ausschau zu halten. Jesus wird die heiligen Engel nicht beauftragen, diejenigen freizukämpfen, die selbst nichts zu ihrer eigenen Befreiung unternehmen.

Wenn Satan meint, eine Seele zu verlieren, bemüht er sich aufs äußerste, diese Seele zu halten. Ist sich der einzelne dieser Gefahr bewußt, in der er sich befindet, und sucht er in seiner Not inbrünstig Kraft bei dem Heiland, fürchtet Satan einen Gefangenen zu verlieren. Er ruft neue Engelscharen herbei, die die arme Seele einschließen sollen, um sie dann in ein Meer von Finsternis zu stürzen, damit sie kein himmlisches Licht erreiche. Wenn der Gefährdete aber ausharrt und sich in seiner Hilflosigkeit auf die Macht des Blutes Christi beruft, achtet unser Erlöser auf das ernste Gebet des Glaubens und schickt, um ihn zu befreien, besonders mächtige Engel als Verstärkung.

Meine Erfahrung war ganz außergewöhnlich; denn jahrelang habe ich unter besonderen seelischen Anfechtungen gelitten. Infolge meiner innigen Verbindung mit dem Werke Gottes hat der Zustand des Volkes Gottes oftmals eine unsagbar tiefe Traurigkeit und Entmutigung über mich gebracht. Jahre hindurch habe ich das Grab als den Ort sanfter Ruhe angesehen. In meinem letzten Gesicht fragte ich den mich begleitenden Engel, warum ich diese seelische Angst zu ertragen hätte und warum ich so oft auf Satans Kampffeld geworfen wurde. Ich bat darum, von diesen schweren Prüfungen befreit zu werden, wenn ich mit dem Werk der Wahrheit so eng verbunden sein müßte. Die Engel Gottes besitzen Macht und Stärke, und ich erflehte ihren Schutz.

Dann zog an mir unser vergangenes Leben vorüber. Ich erlebte im Geist, daß Satan auf mannigfaltige Weise versucht hatte, unsere Brauchbarkeit zunichte zu machen. Oft genug hatte er Pläne vorbereitet, die uns vom Werke Gottes trennen sollten. Er näherte sich uns auf verschiedenen Wegen und versuchte durch viele Hilfsmittel, seine Absichten zu verwirklichen. Durch die Hilfe heiliger Engel wurde er jedoch geschlagen. Ich schaute im Geist, daß er auf unseren Reisen von Ort zu Ort häufig seine bösen Engel in unseren Weg gestellt hatte, um Unfälle herbeizuführen, die unser Leben vernichten sollten. Heilige Engel aber, die auf die Erde kamen, verhinderten dies. Zwar brachten etliche Unfälle meinen Mann und mich in große Gefahr, doch unsere Bewahrung darin grenzte ans Wunderbare. Ich erkannte, daß wir wegen unseres Einflusses und wegen unserer Verbindung zum Werke Gottes die besonderen Angriffsziele Satans gewesen waren. Als ich die Sorge Gottes spürte, die er stets denen entgegenbringt, die ihn lieben und fürchten, wurde ich mit Zuversicht und Vertrauen erfüllt und fühlte mich für meinen Kleinglauben getadelt.“
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse — Band 1 – 1975, S. 120-127

In den nachfolgenden Botschaften kannst du sehr vieles und wichtiges über den Feind erfahren:

Woher kommt all das Übel, warum leidest du?
Wer folgt und dient Satan?

Dem Feind und seiner Macht widerstehen!

So unterwerfet euch nun Gott! Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch; nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reiniget die Hände, ihr Sünder, und machet eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid! Jakobus 4:7-8

Beunruhigungen verschwinden, wenn Jesus sich naht.

„Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch; nahet euch Gott, so naht er sich euch.“
Wie kostbar ist diese ausdrückliche Verheißung für die versuchte Seele! Nun, wenn jemand in Trübsal und Versuchung seine Augen auf Jesus gerichtet hält und sich Gott naht, indem er von dessen Güte und Gnade redet, naht Jesus sich ihm, und die Beunruhigungen verschwinden, von denen der Mensch meinte, sie wären nahezu unerträglich. Brief 43, 1892.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 536

Satans Macht brechen.

„Die Seele, die Gott liebt, liebt es, durch einen ständigen Dialog mit ihm Kraft zu schöpfen. Wenn es zur Gewohnheit der Seele wird, mit Gott zu reden, ist die Macht des Bösen gebrochen, denn Satan kann nicht in der Nähe einer Seele bleiben, die sich Gott naht. The Review and Herald, 3.Dezember 1889.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 536

In Gottes Gegenwart sind wir sicher.

„Naht euch Gott.“ Was ist das Ergebnis? Wir können uns nicht Gott nahen, seine Lieblichkeit und sein Mitgefühl schauen, ohne unsere Mängel zu erkennen und vom Wunsch erfüllt zu sein, einen höheren Standard zu erreichen. „So naht er sich euch.“ Der HERR wird sich dem nahen, der seinen Glaubensgeschwistern das Böse bekennt, das er ihnen angetan hat, und der dann in Demut und Reue zu Gott kommt.
Wer seine eigene Gefahr verspürt, wird sich hüten, den Heiligen Geist zu betrüben, um sich dann von Gott zurückzuziehen, weil er weiß, daß seine Handlungsweise Gott nicht gefällt. Wieviel besser und sicherer ist es, sich Gott zu nahen, damit das reine Licht, das von seinem Worte scheint, die Wunden heile, die die Sünde in der Seele geschlagen hat! Je näher wir Gott sind, desto sicherer sind wir, denn Satan haßt und fürchtet die Gegenwart Gottes. Brief 40, 1901.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 536-537

Die Erfüllung des Gebets Christi.

„Wenn wir uns persönlich zu Gott nahen, könnt ihr da nicht die Folgen absehen? Könnt ihr nicht sehen, daß wir dann einander näherkommen? Wir können nicht zu Gott und zum selben Pfahl nahen, ohne daß unsere Herzen in völliger Einheit miteinander verschmolzen werden und wir das Gebet Christi erfüllen, „auf daß sie eins seien“, wie er mit dem Vater eins ist. Daher sollten wir danach trachten, im Geist, im Verständnis und im Glauben eins zu sein, damit Gott in uns verherrlicht werde, wie er seinen Sohn liebt. Manuskript 7, 1890.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 537

Nahet euch Gott im Gebet.

„Nahet euch Gott, so naht er sich euch.“ Naht euch Gott im Gebet, in der Andacht und im Lesen seines Wortes. Wenn er sich euch naht, richtet er ein Banner für euch gegen den Feind auf. Laßt uns guten Mutes sein, denn der Feind kann dieses Banner nicht überschreiten. Manuskript 92, 1901.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 537

Das für den Sünder wesentliche Werk näher beschrieben.

Doch laßt uns das übrige des Abschnitts lesen, der uns zur Lehre gegeben ist, damit wir völliger erfassen, was es bedeutet, Gott zu nahen. „Reiniget die Hände, ihr Sünder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen.“ Das wesentliche Werk, das der Sünder zu verrichten hat, wird hier deutlich beschrieben. Es ist ein Werk, das der Neigung des menschlichen Herzens nicht zusagt; doch wenn es nicht verrichtet wird, ist die Seele nicht in der Verfassung, die Reinheit und Vollkommenheit des Charakters Christi wertzuschätzen, und ist auch nicht in der Verfassung, die Widerwärtigkeit der Sünde zu begreifen. Die Ermahnung wird erteilt: „Machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen.“ Während viele bekennen, sie seien Christen, sind sie von der Welt geprägt, und ihre Neigungen sind nicht auf Gott ausgerichtet. Sie sind wankelmütig, denn sie sind bestrebt, Gott und dem Mammon gleichzeitig zu dienen; doch der Erlöser hat erklärt: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Matthäus 6,24).
Weil sie versuchen, zwei Herren zu dienen, sind sie unbeständig in allen ihren Wegen und unzuverlässig. Augenscheinlich dienen sie Gott, während sie gleichzeitig im Herzen der Versuchung Satans nachgeben und Sünde hegen. Sie mögen Worte reden, die glatter sind als Öl, aber in allen ihren Handlungen sind ihre Herzen voller Verführung und Täuschung. Sie bekennen zwar, gerecht zu sein, doch ihre Herzen sind überaus böse. Was nützt es, Angenehmes zu reden, das Werk Satans zu beklagen, und doch gleichzeitig alle seine Machenschaften auszuführen? Dies ist eine wankelmütige Gesinnung. — Brief 13, 1893.
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 537

Breche die Macht des Feindes!

Gebet ist die Waffe der Kinder Gottes!
Sprechstunde: Tag und Nacht!
Hilfe zum richtigen Beten

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