Die Hure Babylon änderte die 10 Gebote Gottes.

Wie die Hure Babylon den Sabbat zum Sonntag änderte!

In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wann und wie die Hure Babylon (Vatikan, Papsttum, Römisch-Katholische-Kirche, Ökumene) das heilige 4. Gebot, den heiligen Sabbat, vom siebenten Tag (Freitag Sonnenuntergang bis zum Samstag Sonnenuntergang) auf den ersten Tag der Woche, also den Sonntag (Samstag Sonnenuntergang bis zum Sonntag Sonnenuntergang) abänderte!

Die Hure Babylon gibt die Veränderung des heiligen Sabbat selbst in ihrem Katechismus und in  ihren Zeitschriften wie Catholic Mirror, Catholic Press, Catholic World, The Catholic Universe Bulletin, The Catholic Record u.a. zu.

Dazu möchte ich dir auch diesen Beitrag ans Herz legen:

Die Hure Babylon änderte die 10 Gebote Gottes.

Der geliebte himmlische Vater gab seiner geliebten Tochter und Prophetin Ellen G. White über diese Gräuel deutliches Licht, um den Wein der Unzucht der Hure Babylon zu offenbaren.

Die Charakteristik und die Ziele der Päpstlichkeit

Die Charakteristik und die Ziele der Päpstlichkeit

„Der Romanismus wird von den Protestanten mit weit größerer Gunst betrachtet denn in früheren Jahren. Es besteht eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber den Lehren, welche die reformierte Kirche von der päpstlichen Hierarchie trennt; es gewinnt immer mehr die Meinung die Oberhand, dass trotz allem, wir uns doch nicht so sehr in vitalen Punkten unterscheiden, wie zuerst angenommen wurde, und dass einige kleine Zugeständnisse uns in ein besseres Verständnis mit Rom bringen werden. Es gab eine Zeit, als die Protestanten der Gedankenfreiheit einen hohen Stellenwert beimaßen, welche sie einst so teuer erkauft hatten. Sie lehrten ihre Kinder, die Päpstlichkeit zu verabscheuen und hielten es hoch, dass ein Frieden mit Rom eine Unloyalität gegenüber Gott bedeutet. Doch wie weit unterscheiden sich jetzt die Meinungen, welche zum Ausdruck gebracht werden.

Die Verteidiger der Päpstlichkeit erklären, dass sie beschimpft worden sei; und die protestantische Welt ist geneigt, diese Aussage zu akzeptieren. Viele bringen vor, dass es ungerecht sei, die Römische Kirche von heute aufgrund ihrer Schandtaten und Gräuel zu verurteilen, welche ihre Herrschaft durch die Jahrhunderte der Unwissenheit und Finsternis auszeichnete. Sie entschuldigen ihre schrecklichen Gräueltaten als ein Ergebnis der barbarischen Zeiten und bringen vor, dass die Zivilisierung ihre Meinung geändert hätte.

Haben diese Menschen den Anspruch der Unfehlbarkeit vergessen, der von dieser überheblichen Macht für acht Jahrhunderte für sich beansprucht wurde?

Bislang hat die Kirche diese Behauptung nicht aufgegeben, sondern sie im 19. Jahrhundert mit größerer Bestimmtheit als je zuvor bekräftigt. Wenn Rom doch von sich behauptet, niemals geirrt zu haben und sich auch niemals irren kann, wie können sie dann ihre Grundsätze widerrufen, welche ihren Weg durch die vergangenen Jahre beherrscht hatte?

Die päpstliche Kirche wird niemals ihren Anspruch der Unfehlbarkeit aufgeben. Was immer sie getan hatte bei der Verfolgung jener, die ihre Dogmen abgelehnt hatten, sie besteht darauf im Recht zu sein. Würde sie nicht diese selben Taten wiederholen, sollte sich die Gelegenheit dafür bieten?

Lasst die Beschränkungen der weltlichen Regierungen fallen und Rom in seine ursprüngliche Macht wieder eingesetzt werden und sehr schnell würde eine Erweckung ihrer Tyrannei und Verfolgungen stattfinden.

Es ist wahr, dass es wahre Christen in der Römisch-Katholischen Vereinigung gibt. Tausende in dieser Kirche dienen Gott nach dem besten Licht, das sie haben. Ihnen wird der Zugang zu seinem Wort nicht gestattet und deswegen können sie auch nicht die Wahrheit erkennen. Sie haben nie den Unterschied zwischen einem von ganzem Herzen erfüllten Gottesdienst und einem nur von Formalitäten und Zeremonien gezeichneten Dienst gesehen. Aber Gott schaut mit mitleidsvoller Güte auf diese Seelen, erzogen in einem Glauben, welcher irreführend und nicht zufrieden stellend ist. Er wird Strahlen des Lichts über sie bringen, welche die dichte Finsternis, die sie umgibt, durchdringt. Er wird ihnen die Wahrheit offenbaren, wie sie in Jesus ist und sie werden ihre Stellung unter seinem Volk einnehmen.

Doch der Romanismus als ein System befindet sich heute nicht in besserer Harmonie mit dem Evangelium Christi als in irgendeiner anderen Zeitperiode ihrer Geschichte. Die protestantischen Kirchen befinden sich in großer Dunkelheit, sonst würden sie die Zeichen der Zeit erkennen können. Die Römische Kirche reicht sehr weit in ihren Plänen und ihrem modus operandi. Sie benutzt jedes Mittel, um ihren Einfluss und ihre Macht zu vergrößern, als Vorbereitung für einen heftigen und entschlossenen Kampf um wieder die Kontrolle über die Welt zu erlangen, die Verfolgungen wieder einzuführen und all das ungeschehen zu machen, was der Protestantismus getan hatte. Der Katholizismus gewinnt von jeder Seite immer mehr an Boden in unserem Lande. Seht die Anzahl ihrer Kirchen und Kapellen. Seht euch deren Schulen und Seminare an, im Allgemeinen auch von den Protestanten besucht. All diese Dinge sollten die Besorgnis all jener erwecken, welche die reinen Grundsätze des Evangeliums preisen.

Die Protestanten haben sich mit der Päpstlichkeit zu schaffen gemacht und sie gönnerhaft behandelt. Sie machten Kompromisse und Zugeständnisse, welche sogar die Papisten überraschte und sie nicht verstehen konnten. Die Menschen verschließen ihre Augen vor dem wahren Charakter des Romanismus und der Gefahren, sich von ihrer Obermacht erfassen zu lassen. Das Volk unseres Landes muss angeregt werden, dem Vormarsch des gefährlichsten Feindes der menschlichen als auch der religiösen Freiheit zu widerstehen.

Viele nehmen an, dass die katholische Religion unattraktiv sei und dass ihre Gottesdienste stumpfe, dümmliche Abfolgen von Zeremonien sind. Hier irren sie sich. Nachdem der Romanismus auf Täuschung basiert, ist es keineswegs eine derbe, ungeschickte Schwindelei.

Der religiöse Dienst der Römischen Kirche ist eine höchst eindrucksvolle Zeremonie. Deren herrliche Darbietung und feierlichen Riten faszinieren die Sinne des Volkes und bringen die Stimmen der Vernunft und des Gewissens zum Schweigen. Das Auge ist verzaubert. Großartige Kirchen, eindrucksvolle Prozessionen, goldene Altäre, juwelenbesetzte Schreine, ausgewählte Gemälde und exquisite Skulpturen wirken anziehend für die Liebe zur Schönheit. Das Ohr wird auch verzaubert. Es gibt nichts, was diese Musik übertrifft. Die vollen Noten der tief tönenden Orgel, vermengt mit der Melodie vieler Stimmen, während es durch die hohen Dome und säulenbestückten Gänge ihrer großen Kathedralen tönt, wird nicht verfehlen, das Gemüt mit Ehrfurcht und Verehrung zu beeindrucken.

Dieser äußerliche Reichtum, der Pomp und die Zeremonien, welche nur das Verlangen der sündenbeladenen Seele spottet, ist ein Beweis ihrer innerlichen Verderbtheit. Die Religion Christi benötigt nicht solche Attraktionen, um sich selbst zu empfehlen. Im Licht das vom Kreuz scheint, erscheint das wahre Christentum so rein und lieblich, dass jegliche Dekoration nur ihren wahren Wert verdecken würde. Es ist die Schönheit der Heiligkeit, ein sanfter und ruhiger Geist, welches von Wert für Gott ist. Die Brillanz des Äußeren ist kein Anzeichen für die reinen erhobenen Gedanken. Die höchste Erkenntnis von Kunst, die delikateste Verfeinerung des Geschmacks entspringen oft den Gemütern jener, die vollkommen irdisch und lustvoll sind. Sie werden oft von Satan benutzt um die Notwendigkeiten der Seele vergessen zu lassen, um die Sicht auf das zukünftige, unsterbliche Leben zu verlieren, um sich von ihrem unendlichen Helfer abzuwenden und einzig für diese Welt zu leben.

Eine Religion der Äußerlichkeiten ist sehr attraktiv für das nicht erneuerte Herz. Der Pomp und das Zeremonielle der katholischen Verehrung hat eine verführerische, verzaubernde Macht, durch welche viele getäuscht werden. Sie kommen, um auf die römische Kirche zu blicken, als wäre sie das Tor zum Himmel. Niemand ist vor ihrem Einfluss sicher, außer jene, die ihre Füße fest auf das Fundament der Wahrheit gepflanzt haben und deren Herzen durch den Geist Gottes erneuert worden ist. Tausende, welche keinerlei erfahrungsgemäßes Wissen von Christus haben, werden ihren Täuschungen verfallen. Eine gewisse Form der Gottesfurcht ohne deren Macht ist genau das, was sie sich wünschen. Die Romanisten fühlen sich frei, zu sündigen, denn die Kirche misst sich das Recht der Vergebung an. Für jene, die der Sünde frönen, ist es sicher angenehmer, einem gleichgesinnten Sterblichen zu beichten, denn seine Seele vor Gott zu öffnen. Es ist für die menschliche Natur schmackhafter, Buße zu tun, denn der Sünde zu entsagen. Es ist einfacher, sein Fleisch mit härenen Gewändern, Nesseln und Scheuerketten zu kasteien, denn fleischliche Gelüste zu kreuzigen. Schwer ist das Joch, welches das fleischliche Herz eher bereit ist zu ertragen, denn sich dem Joch Christi zu beugen.

Es besteht eine große Ähnlichkeit zwischen der römischen Kirche und der jüdischen Kirche zu der Zeit Christus erster Ankunft. Während die Juden insgeheim auf jedem einzelnen Prinzip des Gesetzes Gottes trampelten, waren sie äußerlich rigoros darauf bedacht, die Richtlinien einzuhalten, sie mit Zusätzen und Traditionen zu belasten, welche deren Gehorsam es schmerzhaft und bürdevoll machten. So wie die Juden vorgaben, deren Gesetze zu verehren, so behaupten die Romanisten, das Kreuz zu verehren. Sie erhöhen das Symbol des Leidens Christi, während sie in ihrem Leben denjenigen verschmähen, den es darstellt.

Die Papisten machen Kreuze auf ihre Kirchen, ihre Altäre und ihren Gewändern. Überall wird es äußerlich verehrt und hochgehalten. Doch die Lehren Christi sind begraben unter einer Masse von sinnlosen Traditionen, falschen Interpretationen und strikten Regeln.

Die Worte des Erlösers über die bigotten Juden betrifft die römischen Führer mit noch größerer Macht:

„Sie binden schwere Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen sie nicht mit einem Finger anrühren.“ Matthäus 23;4.

Gewissenhafte Seelen werden in ständiger Angst gehalten, sich fürchtend vor einem gekränkten Gott, während die Würdenträger der Kirche in Luxus und Fleischeslust leben. Satan stiftet zur Bildnisverehrung an, die Anrufung von Heiligen und die Erhöhung des Papstes, um die Gedanken des Volkes von Gott und seinem Sohn abzulenken. Um ihre Vernichtung zu vollbringen, bemüht er sich, ihre Aufmerksamkeit von demjenigen abzulenken, durch den sie einzig und allein Erlösung finden können. Er wird sie auf jeden anderen lenken, durch den er ersetzt werden kann, anstatt auf den, der gesagt hat: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Matthäus 11;28.

Es ist Satans ständiges Bemühen, den Charakter Gottes, die Natur der Sünde und das tatsächliche Ausmaß der Sache falsch darzustellen, welcher im großen Kampf auf dem Spiel steht. Durch seine Sophistereien blendet er die Gedanken des Volkes und versichert sich ihrer als seine Gefolgsleute im Krieg gegen Gott. Durch ein pervertiertes Empfängnis der göttlichen Eigenschaften, wurden heidnische Völker dazu gebracht, zu glauben, dass Menschenopfer eine Notwendigkeit seien, um die Gunst von deren Gottheit zu erlangen; die schrecklichsten Grausamkeiten wurden begangen unter den verschiedenen Formen des Götzendienstes. Die Römische Kirche, welche in sich die Formen des Heidentums und des Christentums vereint und auf ähnliche Art den Charakter Gottes fälschlich darstellt, hat auf ähnliche Praktiken zurückgegriffen, welche nicht weniger grausam und abstoßend sind. In den Tagen der römischen Obrigkeit gab es Werkzeuge der Torturen, um die Zustimmung ihrer Lehren zu erzwingen. Es gab den Scheiterhaufen für jene, die deren Ansprüche nicht anerkannten. Es gab Massaker in einem Ausmaß, welche Sterbliche nie erfahren werden. Die Würdenträger forschten, unter Satan als ihren Herrn, um Mittel und Wege zu erfinden, um die größtmögliche Qual zufügen zu können, ohne das Leben des Opfers zu beenden. Dieser höllische Prozess wurde bis zum äußersten der menschlichen Ausdauer getrieben, bis die Natur ihren Kampf aufgab und der Leidende den Tod als süße Erlösung willkommen hieß.

Solcherart war das Schicksal der Gegner Roms. Für ihre Anhänger hatten sie die Disziplinierung durch die Geißel, durch verzehrenden Hunger, durch körperliche Zumutungen in jeder vorstellbaren und herzzerreißenden Form. Um sich die Gunst des Himmels zu sichern, verletzten Büßer die Gebote Gottes, indem sie die Gesetze der Natur brachen. Sie wurden gelehrt jede Bindung zu zerreißen, welche er geformt hatte um des Menschen Aufenthalt auf Erden zu segnen und glücklicher zu machen. Die Kirchenhöfe enthalten Millionen von Opfern, welche ihr Leben dahin gaben im vergeblichen Versuch, ihre natürlichen Regungen zu unterdrücken, jeden Gedanken und Gefühl der Sympathie für ihre Mitmenschen zu unterdrücken, als wäre es eine Beleidigung für Gott.

Um die absichtliche Grausamkeit Satans zu verstehen, dargestellt durch viele Jahrhunderte, nicht unter jenen, die nie von Gott gehört hatten, sondern im Herzen und im Gebiet des Christentums, müssen wir nur auf die Geschichte des Romanismus blicken. Würden wir sehen können, wie erfolgreich er darin ist, sich zu verkleiden und sein Werk durch die Führer der Kirche vollbringt, dann könnten wir seine große Abneigung gegen die Bibel besser verstehen. Wenn dieses Buch gelesen wird, wird die Gnade und Liebe Gottes offenbart. Es wird erkannt werden, dass er den Menschen keinerlei dieser schweren Bürden auferlegt. Alles wonach er verlangt, ist ein gebrochenes und reuiges Herz, ein demütiger und gehorsamer Geist.

Christus gibt in seinem Leben keinerlei Beispiel dafür, dass sich Männer und Frauen in Klöstern einsperren, um dem Himmel gerecht zu werden. Er lehrte niemals, dass Liebe und Zuneigung erpresst werden muss. Das Herz des Erlösers fließt über vor Liebe. Je näher sich der Mensch der moralischen Perfektion begibt, desto schärfer werden seine Sinne, desto genauer wird seine Auffassung von Sünde und desto tiefer wird seine Zuneigung für die Geplagten.

Der Papst behauptet von sich, der Vertreter Christi zu sein.

Wie kann dann sein Charakter den Vergleich mit dem unseres Erlösers ertragen?

Ist irgendetwas bekannt davon, dass Christus Menschen dem Gefängnis oder der Streckbank übergab, weil sie ihm nicht die Ehre als König des Himmels zuteil werden ließen?

Wurde seine Stimme gehört, wie er jene zum Tode verdammte, weil sie ihn nicht akzeptierten?

Als er vom Volk eines samaritischen Dorfes geschmäht wurde, war Apostel Johannes von Scham erfüllt und fragte „Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie auch Elisa tat.“

Jesus aber blickte mit Mitleid auf seine Jünger, rügte ihren harschen Geist und antwortete ihnen:

„Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.“ Lukas 9;54, 56. Wie unterschiedlich ist doch der Geist Christi dargestellt und der seines vorgeblichen Stellvertreters.

Die römische Kirche zeigt nun eine verschönerte Front vor, indem sie ihre vergangenen schrecklichen Grausamkeiten mit Entschuldigungen verdecken. Sie hat sich mit christusähnlichen Gewändern gekleidet. Doch sie ist immer noch unverändert. Jeder Grundsatz der Päpstlichkeit, welcher in der Vergangenheit bestanden hatte, existiert heute immer noch. Die Doktrinen, welche in den dunklen Zeiten ersinnt worden waren, gelten immer noch. Lasst niemanden sich darin täuschen. Die Päpstlichkeit, welche die Protestanten heute so bereitwillig umfangen und verehren, ist die gleiche, welche die Welt beherrscht hatte in den Tagen der Reformation, als die Männer Gottes sich unter dem Verlust ihres Lebens erhoben, um deren Schändlichkeit aufzuzeigen. Sie besitzt immer noch den gleichen Stolz und die arrogante Anmaßung, die sie über Könige und Fürsten erhoben hatte und die Vorrechte Gottes für sich beansprucht. Ihr Geist ist jetzt nicht weniger grausam und despotisch wie einst, als sie die menschliche Freiheit ausmerzte und die Heiligen des Allerhöchsten dahinschlachtete.

Die Päpstlichkeit ist genau das, was die Prophezeiung verkündet hatte, dass sie sein würde, – die Abtrünnigkeit der letzten Zeit. Es ist ein Teil ihrer Regel, jene charakterlichen Eigenschaften anzunehmen, welche ihr am besten dienen, um ihre Absichten auszuführen. Doch unter diesen verschiedenen Erscheinungen eines Chamäleons verbirgt sie das unveränderte Gift der Schlange. „Wir sind nicht an die Zusagen und Versprechen an Ketzer gebunden.“ verkündet sie. Soll diese Macht, deren Geschichte für tausend Jahre mit dem Blut der Heiligen geschrieben wurde, nun als ein Teil der Kirche Christi anerkannt werden?

Es wird nicht ohne Grund die Behauptung laut, dass der Katholizismus beinahe dem Protestantismus gleicht. Es gab eine Veränderung, doch diese Veränderung fand nicht bei den Romanisten statt, sondern bei den Protestanten. Der Katholizismus ähnelt tatsächlich dem Protestantismus, welcher heute besteht, doch dieser ist weit entfernt von dem Protestantismus in den Tagen von Crammer, Ridley, Knox und anderen Reformern.

Als nun die protestantischen Kirchen danach trachteten, die Gunst der Welt zu erlangen, hat deren falsche Nächstenliebe ihre Augen geblendet. Sie können nicht erkennen, dass es richtig ist, an das Gute im Schlechten zu glauben. Als ein unausweichliches Ergebnis werden sie an das Böse im Guten glauben. Anstatt als Verteidigung für den Glauben zu stehen, der einst den Heiligen gegeben worden war, entschuldigen sie sich, so wie es jetzt steht, bei Rom für ihre nicht wohlwollende Meinung über sie, nach Vergebung bittend für ihre Engstirnigkeit.

Viele, sogar jene, die nicht mit Zustimmung auf den Romanismus blicken, begreifen nur im sehr geringen Maße die Gefahr ihrer Macht und ihres Einflusses. Viele behaupten, dass die intellektuelle und moralische Finsternis, welche im Mittelalter vorherrschte, die Ausbreitung ihrer Dogmen, des Aberglaubens und die Unterdrückung begünstigte. Dies würde nun durch die größere Intelligenz der modernen Zeit, die allgemeine Verbreitung von Wissen und der wachsenden Freiheit in religiösen Angelegenheiten eine Wiedererweckung der Intoleranz und Tyrannei verhindern. Allein der Gedanke, dass so ein Zustand der Dinge in diesem erleuchteten Zeitalter bestehen könnte, wird lächerlich gemacht. Es ist wahr, dass großes Licht, intellektuelles, moralisches und religiöses über diese Generation leuchtet. In den nun offenen Seiten des heiligen Wortes Gottes wurde großes Licht vom Himmel über die Welt gebracht. Doch es sollte daran erinnert werden, dass, je größer das Licht ist, das verliehen wird, desto größer ist die Finsternis für jene, die sie pervertieren oder ablehnen.

Ein in Gebet verbrachtes Studium der Bibel würde den Protestanten den wahren Charakter der Päpstlichkeit zeigen und würde sie veranlassen, sie zu verabscheuen und zu meiden. Doch die Menschen dünken sich derart weise, dass sie keinerlei Notwendigkeit fühlen, demutsvoll nach Gott zu trachten, auf dass sie zur Wahrheit geführt werden mögen. Obwohl sie sich ihrer großen Erleuchtung rühmen, befinden sie sich doch in Unwissenheit, sowohl der Schrift als auch der Macht Gottes. Sie benötigen Mittel, um ihr Gewissen zu beruhigen. Sie trachten nach dem, was am wenigsten geistlich und demutsvoll ist. Was sie sich wünschen, ist eine Methode, um Gott zu vergessen, welche aber den Anschein einer Methode hat, sich seiner zu erinnern. Die Päpstlichkeit ist dafür gut gerüstet, um solchen Wünschen entgegenzukommen. Sie ist vorbereitet für zwei Arten der Menschheit, welche beinahe die ganze Welt umfasst, – jene, die durch ihre Werke erlöst werden wollen und jene, die trotz ihrer Sünden erlöst werden wollen. Dies ist das Geheimnis ihrer Macht.

Die Tage der großen intellektuellen Finsternis bewiesen sich als sehr begünstigend für den Erfolg der Päpstlichkeit. Es wird sich noch zeigen, dass die Tage der großen intellektuellen Erleuchtung genauso günstig für ihren Erfolg sein werden. In den vergangenen Zeitaltern, als die Menschen ohne das Wort Gottes und ohne das Wissen ihrer Wahrheiten waren, ihre Augen verbunden, sind Tausende eingefangen worden, die Netze nicht sehend, welche für ihre Füße ausgebreitet worden sind. In dieser Generation sind viele von dem grellen Schein der menschlichen Spekulationen benommen, welcher fälschlicherweise als Wissenschaft bezeichnet wird, und sie können dieses Netz nicht wahrnehmen und laufen genauso bereitwillig hinein, als wären ihre Augen verbunden. Gott erschuf die intellektuelle Macht des Menschen als ein Geschenk ihres Schöpfers, um im Dienste der Wahrheit und Gerechtigkeit benutzt zu werden. Doch wenn diese vergöttert wird und auf den Schrein Satans dargebracht wird, um im Dienste einer falschen Religion benutzt zu werden, dann kann Intelligenz größeren Schaden zufügen denn Unwissenheit.

Durch diese Bewegung, welche nun in unserem Land vonstatten geht, die Zusicherung der Unterstützung des Staates für die Institutionen und der Verwendung der Kirchen, folgen die Protestanten den Fußstapfen der Papisten.

Nein, mehr noch, sie öffnen die Tore für die Päpstlichkeit, um im protestantischen Amerika die Vormachtstellung zu gewinnen, die sie in der Alten Welt verloren hat.

Das, was dieser Bewegung die größte Bedeutung gibt, ist die Tatsache, dass die allerwichtigste Sache in Betracht gezogen werden sollte, die Durchsetzung der Einhaltung des Sonntags, – ein Brauchtum, der ursprünglich von Rom ist und welches sie als Zeichen ihrer Autorität ansieht.

Der Geist der Päpstlichkeit, – der Geist der Einigkeit mit weltlichen Brauchtümern, die Verehrung menschlicher Gebräuche über den Geboten Gottes, – durchdringt die protestantischen Kirchen und veranlasst sie, das gleiche Werk der Erhebung des Sonntags zu vollbringen, welches die Päpstlichkeit vor ihnen getan hatte. Wird der Leser die Mittel verstehen, die in dem bald herankommenden Streit benutzt werden?

Er muss nichts anderes tun, als die Aufzeichnungen der Mittel verfolgen, welche Rom in dieser selben Angelegenheit in den vergangenen Zeitaltern benutzt hatte. Würde er wissen, wie die Papisten und Protestanten, dann vereinigt, mit jenen verfahren werden, die sich gegen ihre Dogmen stellen?

Lasst ihn erkennen, welchen Geist Rom gegen den Sabbat und seine Verteidiger manifestiert hat.

Königliche Erlässe, menschliche Konzilien und kirchliche Verordnungen gestützt durch weltliche Mächte waren die Stufen, durch welche heidnische Feste ihren Ehrenplatz in der christlichen Welt erhielten.

Die erste öffentliche Maßnahme, die Sonntagseinhaltung durchzusetzen, war das Gesetz, welches Konstantin 321 n. Chr. erlassen hatte, zwei Jahre vor seiner Bekennung zum Christentum. Dieser Erlass verlangte von der Stadtbevölkerung am Tag der ehrwürdigen Sonne zu ruhen, doch erlaubte er den Bauern, ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit nachzugehen. Obwohl ursprünglich eine heidnische Regel, wurde sie vom Kaiser nach seiner offiziellen Annahme der christlichen Religion eingesetzt.

Das kaiserliche Mandat erwies sich als nicht ausreichend, um die göttliche Autorität zu ersetzen, daher verlieh der Bischof von Rom dem Sonntag bald darauf den Titel „Tag des Herrn“.

Ein anderer Bischof, welcher auch nach der Gunst der Fürsten trachtete und ein besonderer Freund und Schmeichler von Konstantin war, brachte die Behauptung vor, dass Christus den Sabbat auf den Sonntag übertragen hätte. Es wurde kein einziges Zeugnis aus der Schrift als Beweis für die neue Lehre erbracht. Die heiligen Gewänder, mit welcher dieser geheuchelte Sabbat ausgestattet wurde, waren des Menschen eigenes Erzeugnis. Sie dienten dafür, den Menschen zu ermutigen, auf dem Gesetz Gottes herumzutrampeln. Alle, welche danach trachteten, von der Welt geehrt zu werden, nahmen diese populäre Festlichkeit an.

Als die Päpstlichkeit nun fest eingesetzt war, wurde das Werk der Erhebung des Sonntags fortgesetzt. Eine Zeitlang beschäftigte sich das Volk mit landwirtschaftlicher Arbeit, wenn sie nicht zur Kirche gingen und der Name Sabbat war noch immer mit dem siebenten Tag verbunden. Doch langsam, aber sicher wurde eine Veränderung vollzogen. Denjenigen in den heiligen Ämtern war es verboten, irgendein Urteil abzugeben über jegliche zivile Kontroverse über den Sonntag. Bald darauf war es den Menschen aller Schichten geboten, von jeglicher Arbeit abzulassen, bei Geldstrafe für freie Menschen und der Auspeitschung in Fällen von Bediensteten. Später wurde erlassen, dass reiche Menschen durch den Verlust der Hälfte ihres Eigentums bestraft wurden, und sollten sie weiterhin hartnäckig sein, sie zu Sklaven gemacht wurden. Die niederen Klassen mussten lebenslange Verbannung erleiden. Wunder wurden auch benutzt. Unter diesen Wundern wurde auch von einem Feldarbeiter berichtet, welcher sich daran machte, sein Feld an einem Sonntag zu pflügen. Er reinigte sein Pfluggerät mit einem Stück Eisen, wobei dieses Stück Eisen fest in seine Hand fuhr und für die nächsten zwei Jahre trug er es mit sich herum, „zu seinem außergewöhnlichem Schmerz und seiner Schande.“

Später gab der Papst den Gemeindepriestern die Anweisung, die Übertreter des Sonntags zu verwarnen, sie zur Kirche zu schicken und sie Gebete aufsagen zu lassen, da sie ansonsten großes Unheil über sich selbst und ihre Nachbarn bringen würden.

Ein kirchliches Konzil brachte ein Argument an, das im Allgemeinen verstanden wurde, nämlich, dass es Menschen gegeben hatte, die vom Blitz erschlagen worden waren, weil sie am Sonntag gearbeitet hatten und dass dies nun der Sabbat sein müsse. „Es ist offensichtlich“, sprachen die Prälaten, „wie stark Gottes Unbill ist für jene, die seinen Tag verachten.“ Es wurde dann ein Aufruf gemacht an die Priester und Prediger, Könige und Fürsten und alle gläubigen Menschen, „ihre größten Anstrengungen zu unternehmen und dafür Sorge zu tragen, dass dieser Tag seine Ehre wiedererlange, und dass er zur Ehre des Christentums noch inniger eingehalten werden sollte in der Zeit, die da kommt.“

Nachdem die Erlässe des Konzils sich als ungenügend erwiesen, wurden weltliche Mächte beauftragt, ein Edikt zu verkünden, welches Furcht über die Herzen des Volkes bringen sollte und sie von der Arbeit am Sonntag abhalten sollte. An einer Versammlung, welche in Rom abgehalten worden war, wurden alle vorherigen Entscheidungen mit größerer Macht und Feierlichkeit bestätigt. Dies wurde auch in das Kirchengesetz mit eingebunden und durch zivile Autoritäten im beinahe gesamten Christentum durchgesetzt.

Doch noch immer sorgte die Abwesenheit jeglicher Autorisierung der Schrift für die Einhaltung des Sonntags für große Verlegenheit. Das Volk stellte das Recht der Lehrer in Frage, die deutliche Verkündigung JHWH`s zu verweigern, „Der siebente Tag ist der Sabbat deines Herrn und Gottes.“ um den Tag der Sonne zu verehren. Da nun jegliche biblische Rechtfertigung fehlte, war Satan mit Rat zur Stelle.

Zum Ende des zwölften Jahrhunderts besuchte ein eifriger Befürworter des Sonntags die Kirchen von England und wurde von den gläubigen Zeugen der Wahrheit abgelehnt. All seine Versuche waren derart fruchtlos, dass er das Land für einige Zeit verließ und sich daran machte, Mittel zu ersinnen, um seine Lehren durchzusetzen. Als er zurückkehrte, war das, was er benötigte, bereitgestellt und sein erneutes Werk wurde mit größerem Erfolg belohnt. Er brachte mit sich eine Schriftrolle, angeblich von Gott persönlich, welche das notwendige Gebot der Einhaltung des Sonntags und schreckliche Drohungen enthielt, um die Ungehorsamen zu erschrecken.

Dieses wertvolle Dokument, – eine genauso grundlegende Fälschung, wie die Institution, die sie unterstützte, – wäre vom Himmel gefallen, wurde behauptet und wäre in Jerusalem gefunden worden, auf dem Altar des St. Simeon, in Golgatha. Der päpstliche Palast war die Quelle, von der sie stammte. Fälschungen und Betrügereien, um die Macht und den Reichtum der Kirche zu erweitern, wurde in all den Jahren als ein gesetzmäßiges Mittel durch die päpstliche Hierarchie angesehen.

Diese Schriftrolle verbat die Arbeit von der neunten Stunde, d. h. drei Uhr nachmittags des Samstags bis zum Sonnenaufgang am Montag. Ihre Gültigkeit sei durch viele Wunder bestätigt worden, wurde erklärt. Es wurde berichtet, dass Menschen, welche nach der bestimmten Stunde arbeiteten, von Lähmungen befallen waren. Ein Müller, welcher versucht hatte, sein Korn zu Mehl zu mahlen, sah anstatt des Mehls eine Flut von Blut hervorkommen und das Rad der Mühle stand trotz der starken Flut des Wassers still. Eine Frau, die einen Teig in den Ofen geschoben hatte, fand ihn roh, nachdem sie ihn aus dem Ofen gezogen hatte, obwohl dieser sehr heiß war. Eine andere, welche den Teig zur neunten Stunde vorbereitet hatte, doch beabsichtigt hatte, diesen am Montag zu backen, fand ihn am nächsten Tag bereits in Wecken geformt und gebacken durch göttliche Macht. Ein Mann, welcher sein Brot nach der neunten Stunde am Samstag gebacken hatte, sah am nächsten Morgen, nachdem er das Brot gebrochen hatte, dass Blut aus diesem strömte. Durch solche absurden und abergläubischen Erfindungen versuchten die Befürworter des Sonntags, dessen Heiligkeit zu begründen.

In Schottland versicherte man sich einer größeren Einhaltung des Sonntags, indem man einen Teil des ursprünglichen Sabbats miteinbezog. Doch die Zeit, welche als heilig gehalten werden sollte, wurde verändert. Es wurde ein Gesetz erlassen, dass der Samstag von zwölf Uhr mittags an als heilig angesehen werden sollte; und dass kein Mensch sich von diesem Zeitpunkt bis zum Montagmorgen mit jeglichen weltlichen Geschäften befassen sollte.

Doch trotz all dieser Versuche, die Heiligkeit des Sonntags einzusetzen, gaben die Papisten selbst öffentlich die göttliche Autorität des Sabbats zu als auch den menschlichen Ursprung der Institution, durch welche er ersetzt werden sollte. Im sechzehnten Jahrhundert erklärte ein päpstliches Konzil ganz offen:

„Lasst alle Christen sich daran erinnern, dass Gott den siebenten Tag geweiht hatte und von diesen angenommen und eingehalten wurde, nicht nur von den Juden, sondern auch von allen anderen, welche vorgeben, Gott zu verehren, obwohl wir Christen ihren Sabbat in den Tag des Herrn umgewandelt haben.“

Jene, welche sich an dem göttlichen Gesetz zu schaffen gemacht hatten, waren durchaus nicht unwissend über die Charakteristik ihres Werkes. Sie stellten sich absichtlich über Gott.

Eine sehr gute Darstellung der Politik Roms gegenüber jenen, welche den Sabbat verehren, wird in der langen und blutigen Verfolgung der Waldenser gezeigt. Andere litten in ähnlicher Weise für ihre Treue zu derselben Wahrheit. Inmitten all dieser Düsterkeit des dunklen Zeitalters hatte man die Christen von Zentralafrika aus dem Blickfeld verloren und sie waren von der Welt vergessen.

Für viele Jahrhunderte genossen sie die Freiheit in der Ausübung ihres Glaubens. Doch letztendlich wurde Rom deren Existenz bekannt und der Kaiser von Abessinien wurde bald darauf genötigt, den Papst als den Vertreter Christi anzuerkennen. Andere Zugeständnisse folgten. Ein Edikt wurde erlassen, welcher die Einhaltung des Sabbats unter schwerster Strafandrohung verbot. Doch die päpstliche Tyrannei wurde bald darauf ein schmerzendes Joch und die Abessinier beabsichtigten, dieses Joch von ihren Schultern zu werfen. Nach einem schrecklichen Kampf wurden die Romanisten aus ihrem Reich vertrieben und der ursprüngliche Glaube wurde wieder eingesetzt. Die Kirchen frohlockten in ihrer Freiheit und sie vergaßen niemals die Lektion, die sie gelernt hatten über die Täuschungen, den Fanatismus und der despotischen Macht Roms. Sie waren zufrieden, innerhalb ihres zurückgezogenen Reiches zu verbleiben, dem restlichen Christentum unbekannt.

Die Kirchen Afrikas hielten den Sabbat, so, wie es die päpstliche Kirche vor ihrem vollständigen Verfall eingehalten hatte. Während sie in Gehorsam den Geboten Gottes gegenüber den siebenten Tag einhielten, enthielten sie sich der Arbeit am Sonntag im Einklang mit dem Brauch der Kirche. Nachdem Rom zur absoluten Macht gelangt war, trampelte es auf den Sabbat Gottes, um ihren eigenen zu erheben. Doch die Kirchen Afrikas, verborgen für beinahe tausend Jahre, hatten keinen Anteil an dieser Abtrünnigkeit. Als sie unter die Herrschaft Roms kamen, wurden sie gezwungen, den wahren Sabbat abzulegen und den falschen zu erheben; doch sobald sie ihre Freiheit wiedererlangt hatten, kehrten sie zum Gehorsam des vierten Gebots zurück.

Diese Aufzeichnungen der Vergangenheit offenbaren deutlich die Feindschaft Roms gegenüber dem wahren Sabbat und dessen Verteidiger, die Mittel, welche sie benutzt, um die Institution ihres eigenen Erschaffens zu ehren. Das Wort Gottes lehrt, dass diese Vorkommnisse sich wiederholen werden, wenn sich die Papisten und Protestanten vereinigen werden, um den Sonntag zu erheben. (Offenbarung 13; 11. 12.)

Seit fast vierzig Jahren geben Sabbatreformer der Welt dieses Zeugnis. In den jetzt stattfindenden Ereignissen ist ein rascher Fortschritt in Richtung der Erfüllung der Vorhersage zu sehen. Es gibt den gleichen Anspruch auf göttliche Autorität für die Sonntagshaltung und den gleichen Mangel an schriftlichen Beweisen wie in den Tagen der päpstlichen Vorherrschaft. Die  Behauptung, dass Gottes Gericht über die Menschen für die Nichteinhaltung des Sonntag – Sabbats kommt, wird sich wiederholen. Sie fangen schon wieder damit an, dieses zu fordern.

Die römische Kirche ist in ihrer Schlauheit und List erstaunlich. Sie kann lesen, was geschehen wird. Sie wartet ihre Zeit ab und sieht, dass die protestantischen Kirchen ihr durch die Annahme des falschen Sabbats Anerkennung zollen, und dass sie sich vorbereiten, dieselben Mittel zu benutzen, welche sie selbst in den vergangenen Tagen benutzt hat. Diejenigen, welche das Licht der Wahrheit verwerfen, werden die Hilfe jener selbsternannten unfehlbaren Macht in Anspruch nehmen, um eine Institution zu erschaffen, welche doch ihren Ursprung in dieser Macht hatte. Wie bereitwillig sie zu Hilfe eilen wird, um die Protestanten in ihrem Werk zu unterstützen, fällt nicht schwer zu erahnen. Wer versteht es besser denn die Päpstlichkeit, mit jenen zu verfahren, die ungehorsam gegenüber der Kirche sind?

Die christliche Welt wird erkennen, was der Romanismus wirklich bedeutet, wenn es bereits zu spät ist, ihren Fallstricken zu entkommen. Sie wächst im Stillen in ihrer Macht. Ihre Lehren üben ihren Einfluss in den gesetzgebenden Hallen aus, in den Kirchen und in den Herzen der Menschen. Im gesamten Land errichtet sie ihre hohen und massiven Bauten, in deren geheimen Gewölben sich ihre früheren Verfolgungen wiederholen werden. Sie stärkt vorsichtig und unauffällig ihre Kräfte, um ihre Grenzen zu erweitern, wenn die Zeit für sie gekommen ist, um zuzuschlagen. Alles, was sie benötigt, ist ein Standboden, und der wird ihr bald gegeben werden. In der nahen Zukunft werden wir sehen und fühlen können, was die Absichten der römischen Beweggründe sind. Wer immer dem Wort Gottes glaubt und ihm Gehorsam entgegenbringt, wird deswegen Schande und Verfolgung über sich bringen.“
Ellen G. White, Der große Kampf – 1884, S. 234-245

Ein falscher Sabbat wurde eingesetzt!

„Der HERR hat den Weg zur Stadt Gottes deutlich gekennzeichnet. Doch der große Abtrünnige verdrehte die Wegweiser, und ein falscher, ein nachgemachter Sabbat wurde eingesetzt. Er sagt: „Ich werde Gott entgegentreten. Meinen Beauftragten, den Menschen der Sünde, werde ich dazu bringen, daß er den Gedenkstein Gottes, den Siebenten-Tags-Sabbat, niederreißt. Auf diese Weise werde ich der Welt zeigen, daß der Tag, den Gott geheiligt und gesegnet hat, geändert worden ist. Der Tag soll vergessen werden. Ich will sein Gedenken auslöschen. Statt dessen werde ich einen Tag setzen, der nicht die Bestätigung des Himmels trägt und kein Zeichen zwischen Gott und seinem Volk sein kann. Ich werde das Volk dazu bringen, daß es diesen Tag annimmt und ihm die Heiligung erweist, die Gott auf den siebenten Tag legte. Durch meinen Statthalter werde ich mich selbst erhöhen. Der erste Tag soll geehrt werden, und die protestantische Welt wird diesen falschen Sabbat als den echten Tag annehmen. Durch die Nichtbeachtung des eingesetzten Sabbats will ich Schmach über sein Gesetz bringen. Die Worte‚ ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen‘ werde ich für meinen Sabbat verwenden. Dann wird die Welt mir gehören. Ich will der Herrscher, der Fürst dieser Welt sein. Alle, die unter meinem Einfluß stehen, werde ich veranlassen, Gottes Sabbat als Gegenstand der Verachtung anzusehen.
Ein Zeichen? Ich werde die Beachtung des siebenten Tages zu einem Zeichen der Untreue gegenüber der Obrigkeit der Erde werden lassen. Die menschlichen Gesetze werden so streng sein, daß Männer und Frauen es nicht wagen werden, den Siebenten-Tags-Sabbat zu halten. Angst um Nahrung und Kleidung wird sie dazu bringen, mit der Welt das göttliche Gesetz zu übertreten, und die Erde wird ganz unter meiner Herrschaft sein.“
Der Mensch der Sünde hat einen falschen Sabbat eingesetzt, und die bekenntlich christliche Welt hat dieses Kleid des Papsttums angenommen und weigert sich, Gott zu gehorchen. Auf diese Weise führt Satan Männer und Frauen in die entgegengesetzte Richtung, weg von der Stadt der Zuflucht. Durch die großen Scharen, die ihm folgen, wird offenbar, daß nicht nur Adam und Eva den Einflüsterungen des listigen Feindes Gehör schenkten. Der Feind alles Guten hat den Wegweiser verdreht, so daß er auf den Weg des Ungehorsams als auf den Weg des Glücks weist. Er hat JHWH beleidigt, weil er dem Wort „So spricht der HERR“ nicht gehorchen will. Er hat sich unterstanden, Zeit und Gesetz zu ändern.“ — The Review and Herald, 17. April 1900.“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 225-226

Siehe auch:

Ökumene = Hure Babylon, die falsche Tür des Diebes
Die Petruslüge der Hure Babylon bringt Sünde und Tod!
Gehet aus der Hure Babylon heraus, mein Volk!
Jesus wurde an einem der Sabbate, nicht an einem Sonntag auferweckt. 

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