Wann lästert man den heiligen Geist?

Wann lästert man den heiligen Geist?

Wann lästert man wirklich den heiligen Geist? 
Wann tut der Mensch diese Sünde, wenn er den heiligen Geist lästert?
Welche Folgen hat die Lästerung für den Menschen?

Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet wider des Menschen Sohn, dem wird vergeben werden; wer aber wider den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen. Matthäus 12:31-32, siehe auch Lukas 12:10 und Markus 3:29

Einfach erklärt!

Worin besteht die Sünde wider den Heiligen Geist: Sie besteht darin, daß man wider besseres Wissen das Werk des Heiligen Geistes Satan zuschreibt. Nimm beispielsweise an, jemand sei Zeuge eines besonderen Wirkens des Geistes Gottes. Er habe einen überzeugenden Beweis dafür, daß jenes Wirken in Einklang mit der Schrift stehe, und der Geist bezeuge seinem Geist, daß es von Gott komme. Nachträglich jedoch falle er in Versuchung. Stolz, Selbstherrlichkeit oder ein anderer übler Zug gewinne die Herrschaft über ihn. Jetzt weise er alle Gründe für den göttlichen Ursprung jenes Wirkens zurück und erkläre das für eine Wirkung Satans, was er zuvor als Kraft des Heiligen Geistes anerkannt hatte. Gott wirkt auf das Herz des Menschen durch Vermittlung seines Geistes ein. Wenn nun jemand den Geist mutwillig zurückstößt und ihn für satanisch erklärt, verstopft er den Kanal, durch den Gott mit ihm verkehren kann. Leugnet er den ihm von Gott gegebenen Beweis, verwehrt er dem Licht, das in sein Herz hineinschien, den Zutritt und muß nun in Finsternis bleiben. So bewahrheiten sich die Worte Christi: „Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“ Matthäus 6,23. Menschen, die diese Sünde begangen haben, können noch eine Zeitlang als Gotteskinder erscheinen; wenn aber Umstände eintreten, die ihren wahren Charakter offenbaren und zeigen, wes Geistes Kinder sie sind, wird sich herausstellen, daß sie auf dem Boden des Feindes und unter seiner schwarzen Flagge stehen.
Ellen G. White, Aus der Schatzkammer der Zeugnisse – Band 2, S. 265

Korah und seine Anhänger

„Korah hätte diesen Weg kaum eingeschlagen, wenn ihm voll bewußt gewesen wäre, daß alle Anordnungen und Verweise, die Israel erhielt, von Gott kamen. Aber er hätte es wissen können. Gott gab in überwältigendem Maße Gewißheit darüber, daß er Israel führte. Aber Korah und seine Anhänger wiesen diese Erkenntnis weit von sich, bis sie so verblendet waren, daß nicht einmal mehr die eindrucksvollsten Bekundungen der Macht Gottes genügten, sie zu überzeugen. Alles schrieben sie schließlich menschlicher oder satanischer Macht zu. Dies tat dann auch das Volk, das am Tage nach der Vernichtung Korahs und seiner Rotte zu Mose und Aaron kam und sagte: „Ihr habt des HERRN Volk getötet.“ 4.Mose 17,6. Sie hatten den schlagendsten Beweis dafür, daß Gott ihr Verhalten mißfiel, durch die Vernichtung der Männer erhalten, die sie irregeleitet hatten. Trotzdem wagten sie es, dieses Gericht Satan zuzuschreiben und zu behaupten, Mose und Aaron hätten durch die Macht des Bösen den Tod der frommen, geheiligten Männer verursacht. Damit besiegelten sie ihr eigenes Schicksal. Sie hatten die Sünde wider den Heiligen Geist begangen, jene Sünde, durch die das Menschenherz dem Einfluß der göttlichen Gnade gegenüber unempfindlich wird.
„Wer etwas redet wider des Menschen Sohn“, sagte Christus, „dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird‘s nicht vergeben.“ Matthäus 12,32. Diese Worte sprach unser Heiland, als die Juden seine guten Werke, die er aus Gottes Kraft vollbrachte, Beelzebub zuschrieben. Durch den Heiligen Geist tritt Gott mit dem Menschen in Verbindung. Wer aber dieses Wirken vorsätzlich als satanisch ablehnt, für den ist der Weg zwischen Gott und Mensch abgeschnitten.
Gottes Geist weist den Sünder zurecht und überführt ihn. Wer sich aber seinem Wirken gänzlich verschließt, für den kann Gott nichts mehr tun. Seine Gnade ist für ihn erschöpft. Der Übertreter sagte sich selbst von Gott los, und die Sünde trägt kein Heilmittel in sich. Mit keiner anderen Kraft könnte Gott den Sünder überzeugen und bekehren. „Laß ihn hinfahren!“ (vgl. Hosea 4,17) lautet der göttliche Befehl. Dann „haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden, sondern es bleibt nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.“ Hebräer 10,26.27.“
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten (1999), S. 387-388

Die Pharisäer lästerten den heiligen Geist!

„Kurz vorher hatte Jesus zum zweiten Mal das Wunder einer Besessenenheilung an einem blinden und stummen Mann vollbracht. Sofort wiederholten die Pharisäer ihre Anklage: „Er treibt die bösen Geister aus durch ihren Obersten.“ Matthäus 9,34. Christus erwiderte ihnen deutlich: Wenn sie das Wirken des Heiligen Geistes Satan zuschrieben, trennten sie sich selbst von der Segensquelle. Wer gegen Jesus gesprochen habe, weil er dessen göttliche Herkunft nicht erkannte, könne Vergebung erhalten; denn der Heilige Geist vermag ihn dahin zu bringen, seinen Irrtum einzusehen und zu bereuen. Für jede Art von Sünde gilt; Reue und Glauben haben zur Folge, daß die Schuld des Menschen mit dem Blute Christi abgewaschen wird. Wer dagegen das Wirken des Heiligen Geistes zurückweist, verhindert dadurch selbst, daß ihm Bußfertigkeit und Glaube zuteil werden können. Gott arbeitet durch seinen Geist am Herzen eines Menschen. Wer vorsätzlich diesen Geist zurückweist und für teuflisch erklärt, trennt die einzige Verbindung, durch die Gott sich mitteilen kann. Wird der Heilige Geist endgültig verworfen, kann Gott nichts mehr für diesen Menschen tun.
… Die Pharisäer, an die Jesus diese Warnung richtete, glaubten selbst nicht an die Beschuldigung, die sie gegen ihn vorbrachten. Unter diesen Würdenträgern gab es keinen, der sich nicht zum Heiland hingezogen gefühlt hätte. Sie alle hatten in ihren Herzen die Stimme des Geistes vernommen, die ihnen erklärte, daß Jesus der Gesalbte Israels sei, und sie drängte, sich als seine Jünger zu bekennen. Im Lichte der Gegenwart Jesu war ihnen ihre Gottlosigkeit bewußt geworden, und sie hatten sich nach einer Gerechtigkeit gesehnt, die zu erschaffen sie nicht fähig waren. Doch nachdem sie Jesus verworfen hatten, wäre es für sie zu demütigend gewesen, ihn doch als den Messias anzunehmen. Sie hatten den Pfad des Unglaubens betreten und waren nunmehr zu stolz, ihren Irrtum einzugestehen. Um die Wahrheit nicht anerkennen zu müssen, versuchten sie mit verzweifelter Heftigkeit, die Lehre des Erlösers in Frage zu stellen. Die Beweise seiner Macht und Barmherzigkeit erbitterten sie … So erging es diesen führenden Juden. Sie waren überzeugt, daß eine göttliche Kraft Christus begleitete. Dennoch widerstrebten sie der Wahrheit und schrieben das Wirken des Heiligen Geistes Satan zu. Damit entschieden sie sich vorsätzlich für betrügerische Machenschaften. Sie lieferten sich Satan aus und wurden hinfort von seiner Macht beherrscht.“
Ellen G. White, Das Leben Jesus, S. 309-311

Sünde gegen den heiligen Geist ist die beharrliche Missachtung der Aufforderung des Himmels zur Buße!

„Jesus sagte: „Es wird mit demselben Menschen hernach ärger, als es zuvor war, So wird‘s auch diesem argen Geschlecht gehen.“ Matthäus 12,45. Niemand verhärtet so sehr wie ein Mensch, der die Einladung der Gnade mißachtet und ihrem Geiste trotzt. Das verbreitetste Merkmal der Sünde gegen den Heiligen Geist ist die beharrliche Mißachtung der Aufforderung des Himmels zur Buße. In dem gleichen Maße, wie Christus verworfen wird, wird die Erlösung abgelehnt und vollzieht sich die Sünde gegen den Heiligen Geist.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu, S. 313

Die Sünde der Lästerung wider den heiligen Geist ist der feste, entschlossene Widerstand gegen Wahrheit und Tatsache.

„Christus kämpfte nicht gegen sterbliche Menschen, sondern gegen Fürsten und Gewaltige, gegen böse Geister unter dem Himmel. Er sagt seinen Hörern, alle Arten von Sünde, begangen in Unwissenheit, könnten vergeben werden. In ihrer großen Blindheit könnten sie Worte der Beleidigung und des Spottes gegen den Menschensohn reden und doch innerhalb der Grenze der Gnade sein. Ruhte aber die Kraft und der Geist Gottes auf seinen Boten, standen sie auf heiligem Boden. Den Geist Gottes nicht beachtet und ihn beschuldigen, er sei der Geist des Teufels, versetzte sie in eine Lage, in der Gott keine Macht hatte, ihre Seelen zu erreichen. Keine Macht aus irgendeiner Vorkehrung Gottes, den irrenden Menschen zu berichtigen, kann sie erreichen.
Gegen Christus reden, sein Werk satanischen Kräfte zuzuschreiben und behaupten, die Kundgebung des Geistes sei Fanatismus, ist in sich selbst keine verdammende Sünde, doch der Geist, der Menschen dazu bringt, dies zu behaupten, versetzt sie in eine Lage halsstarrigen Widerstrebens, in der sie geistliches Licht nicht erkennen können. …
Sie meinen, sie handeln vernünftig; doch sie folgen einem anderen Führer. Sie haben sich selbst der Herrschaft einer Macht unterstellt, die sie in ihrer Blindheit völlig übersehen. Sie haben dem einen Geist wiederstrebt, der sie hätte leiten, erleuchten und retten können. Sie beschreiten den Pfad der Sünde, für die es keine Vergebung geben kann, weder in diesem noch im jenem Leben. Nicht als würde irgendein Schweregrad der Schuld Gottes Gnade erschöpfen, sondern Stolz und beharrliche Halsstarrigkeit führen sie zum Widerstand gegen den Geist Gottes, so dass sie sich in eine Lage begeben, in der Gottes Geist sie von ihrem Irrtum nicht zu überzeugen vermag. Sie wollen ihren Halsstarrigen Willen nicht übergeben.
In diesen unseren Tagen haben Menschen sich in eine Lage versetzt, in der sie völlig unfähig sind, die Bedingungen von Reue und Bekenntnis zu erfüllen – deshalb können sie Gnade und Vergebung nicht erlangen. Die Sünde der Lästerung wider den Heiligen Geist besteht nicht in irgendeinem plötzlichen Wort oder irgendeiner plötzlichen tat, es ist der feste, entschlossene Widerstand gegen Wahrheit und Tatsache. (MS 30, 1890)“
Ellen G. White, Der Bibelkommentar, S. 288-289

Siehe auch:
Wann erhält man wirklich den heiligen Geist?
Woran erkennt man, ob man im heiligen Geist wandelt?
Der Geist der Wahrheit lehrt (Botschaft)

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