Vor dem Schlafen gehen nichts mehr essen.



Vor dem Schlafen gehen nichts mehr essen.



Viele Menschen haben es sich angewöhnt, noch kurz vor dem Schlafengehen zu essen. Sie haben zwar schon drei Mahlzeiten hinter sich, verspüren aber noch ein gewisses Hungergefühl. Man kann sich an eine zusätzliche Mahlzeit so gewöhnen, daß man meint, ohne sie nicht einschlafen zu können. Häufig kommt dieses Hungergefühl einfach dadurch zustande, daß der Magen durch zu große Mengen nicht vollwertiger Nahrung überlastet worden ist und der Körper nun nach den Stoffen verlangt, die ihm vorenthalten worden sind. Aber die Verdauungsorgane haben nur ein begrenztes Leistungsvermögen.



Wenn sie auch noch nachts arbeiten müssen, fehlt ihnen die dringend notwendige Erholungsphase. Die zweite Mahlzeit des Tages beispielsweise sollte erst eingenommen werden, wenn der Magen das Frühstück wirklich verdaut hat und sich einige Zeit erholen konnte. Die Abendmahlzeit sollte grundsätzlich leicht verdaulich sein und einige Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Leider achten die wenigsten Menschen auf die wirklichen Bedürfnisse ihres Körpers. Sie zwingen ihren Magen, mehr Nahrung aufzunehmen, als gebraucht wird, und nötigen ihn, bis spät in die Nacht hinein zu arbeiten. Sie bestrafen sich dadurch selbst mit wirren Träumen und wachen am Morgen unausgeschlafen auf, fühlen sich wie zerschlagen und haben keinen Appetit.



Wer seinen Körper und seine Verdauung so strapaziert, muß sich nicht wundern, wenn der Magen schließlich streikt und sich „krank meldet“. Aber die meisten Leute kümmern sich nicht um diese Zusammenhänge, sondern fragen dann noch: Wieso widerfährt ausgerechnet mir so etwas? Wer seinen Magen ständig überlastet, wird bald feststellen müssen, daß sich sein Gesamtbefinden verschlechtert. Das Blutbild verändert sich, die Gesichtsfarbe verliert ihre Frische und der Mensch leidet häufig unter Übelkeit. Die Arbeit geht einem nicht mehr richtig von der Hand, weil man ständig mit Müdigkeit oder Schwäche zu kämpfen hat, ohne recht zu wissen, wo die Ursachen dafür liegen.



Wer sein Verdauungssystem entlasten möchte und deshalb am Tag nur zwei Mahlzeiten einnimmt, wird anfangs auch mit einer Art Schwächegefühl zu tun haben, das sein Wohlbefinden beeinträchtigt — vor allem zu der Zeit, in der sonst die dritte Mahlzeit eingenommen wurde. Aber diese Symptome verschwinden sehr schnell, wenn man sich konsequent daran hält.



„Wichtig ist in jedem Fall, daß der Magen seine Arbeit getan hat, bevor man sich zum Schlafen niederlegt.“



Verdauung und Schlaf sollten nichts miteinander zu tun haben. Wie alle anderen Organe braucht auch der Verdauungstrakt regelmäßige Zeiten der Ruhe und Entspannung.



Wenn der Magen überlastet wird, vor allem durch reichlichen Verzehr von Fleischspeisen, reagiert er nach mühsam getaner Arbeit mit Erschlaffung und erzeugt im Körper eine Art Mangelgefühl. Viele halten das fälschlicherweise für Hunger, den sie daraufhin mit einer zusätzlichen Mahlzeit zu stillen suchen. So entsteht ein verhängnisvoller Kreislauf, der obendrein noch angeheizt wird durch einen allgegenwärtigen Appetit. Was läßt sich dagegen tun? Das einfachste „Heilmittel“ ist: weniger essen, einfache Kost bevorzugen, zwei oder drei Mahlzeiten am Tag einnehmen. Außerdem ist es wichtig, sich an feste Mahlzeiten zu halten. Der Magen muß wissen, wann er zu arbeiten hat und wann er ruhen kann. Unregelmäßiges Essen und Essen zwischen den Mahlzeiten, stören den Verdauungsrhythmus. Durch regelmäßige Mahlzeiten und geeignete Kost wird sich der Magen wieder erholen.



Leider essen die meisten Menschen nicht das, was gesund ist, sondern das, worauf sie gerade Appetit haben oder was die anderen essen: Kuchen, Pasteten, Süßspeisen aller Art und ähnliches. Die Folge ist, daß sie morgens mit einem schlechten Geschmack im Mund und mit belegter Zunge aufwachen. Sie fühlen sich nicht erholt, sondern klagen über Kopfschmerzen oder andere Beschwerden. Das alles müßte nicht sein, wenn sie sich nur an etwas Mäßigkeit gewöhnen könnten. Und zwar an Mäßigkeit im weitesten Sinne: bei der Arbeit und im Essen und Trinken. Leider haben die meisten Leute dafür kein Gespür. Sie opfern lieber ihre Gesundheit und setzten ihr Leben aufs Spiel, als sich in dieser Hinsicht irgendwelchen Beschränkungen zu unterwerfen.



Elen G. White

Für die Gemeinde geschrieben — Band 2 – 1992

Seite 416-418

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes
Bücher von Ellen Gould White als PDF
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