Ist Weihnachten christlich?


Von John H. Ogwyn

Für Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt gibt es keine Zeit, der sie mit größerer Vorfreude entgegen sehen, als die Weihnachtszeit. „Fröhliche Weihnacht’ überall", heißt es in einem Weihnachtslied. Allerdings kann Weihnachten auch für viele Menschen deprimierend sein, weil ihnen dann ihre Einsamkeit und ihr Leben fernab von einer Familie besonders bewusst werden.

Weihnachten ist die Jahreszeit mit den meisten Partys und Feierlichkeiten, aber auch die Zeit mit der höchsten Selbstmordrate.


In den vergangenen Jahrzehnten waren viele Menschen bemüht, Weihnachten zu „verweltlichen", indem sie jeglichen Bezug zu Jesus Christus und seiner Geburt vermieden.

In den USA wurden per Gerichtsbeschluss Krippenszenen von den Plätzen vor Gerichtsgebäuden verbannt und haben so eine Atmosphäre geschaffen, in der sogar viele Schulchöre Weihnachtslieder mit religiösen Themen mieden.

Doch in dem Maße, wie der Bezug auf Jesus Christus und seine Geburt zurückgenommen wurden, ist der Weihnachtsmann immer mehr zu einem unvermeidlichen Bestandteil der Jahreszeit geworden.

Millionen christlich-religiöser Menschen sind durch diesen Trend zutiefst beunruhigt.

Sie fühlen sich wie in einem Kampf gegen feindliche, weltliche Kräfte, die danach streben, alles zu eliminieren, was auf Jesus Christus und die Bibel hinweist.

Daher wollen sie Weihnachten von den weltlich gesinnten Menschen „zurückfordern".


Weitere Millionen von Menschen sind einfach angewidert von dem kommerziellen Aufwand, der heute in der Weihnachtszeit betrieben wird. Weihnachten wurde längst zu einem Werbeargument der Händler und das Weihnachtsgeschäft zu einer der wichtigsten Faktoren in der Jahresbilanz des Einzelhandels.

Aus diesem Grund hören wir bereits seit Anfang November bekannte Weihnachtslieder aus den Lautsprechern der Kaufhäuser in ganz Nordamerika und zunehmend auch in Europa.

Einzelhändler wollen die Kunden „in Stimmung bringen", ihre Weihnachtseinkäufe frühzeitig zu tätigen.


Viele wohlmeinende, christlich gesinnte Menschen, die die Vermarktung der Festtage beklagen und über das Bestreben, Gott und die Bibel aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, tief besorgt sind, verlangen, dass Christus in das Weihnachtsfest zurückgebracht wird.

Sie behaupten, weltlich gesinnte Menschen hätten einen heiligen christlichen Feiertag zu ihrem eigenen Nutzen missbraucht.


Die westliche Gesellschaft wird zunehmend als „nachchristlich" beschrieben.

Die Elite der Welt erhielt die Bezeichnung „die neuen Heiden". Sollten sich in einer solchen Situation alle Christen zusammenschließen, und irgendwie Weihnachten zurückfordern?

Und kann in einer Gesellschaft, die sich immer mehr von Gott ablöst, diese Abtrennung dadurch überwunden werden, dass wir uns an Weihnachten wieder mehr auf Christus besinnen?

 

Wie will Gott, dass wir mit Weihnachten umgehen?

Ist Jesus Christus eigentlich der Urheber dieser Festzeit?

Es mag Sie überraschen, dass Weihnachten eigentlich keine christlichen Ursprünge besitzt!

Schon Jahrhunderte vor Jesu Christi Geburt in Bethlehem wurde der 25. Dezember mit dem Dekorieren immergrüner Bäume, dem Austausch von Geschenken und Ausschweifungen auf Partys und Feierlichkeiten in Verbindung gebracht.


Wie wurde Weihnachten zur wichtigsten „christlichen" Festzeit?

Ist es eigentlich – und kann es überhaupt – christlich sein?

Sie können da Neue Testament von Anfang bis Ende durchforsten und werden keinen einzigen Hinweis auf irgendeine Weihnachtsfeier finden. Sie werden noch nicht einmal lesen, dass es überhaupt einen Gottesdienst gab, um an Jesu Geburt zu erinnern.


Wenn aber die ersten Christen Weihnachten nicht feierten, warum taten sie dies nicht?

Wann und wie erhielt diese Festzeit eine so herausragende Stellung im Kalender der sich als christlich bezeichnenden Kirche?

Quelle: https://www.weltvonmorgen.org/lesen-artikel.php?id=124&title=ist-weihnachten-christlich

 


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