Die-letzte-Warnung!

Gottes Denkmal, der Sabbat und die Sabbatreform in den letzten Tagen!

Die Sabbatreform, die in den letzten Tagen vollbracht werden soll, ist in der Weissagung Jesajas vorhergesagt: „So spricht der HERR: Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, daß es komme, und meine Gerechtigkeit, daß sie offenbart werde. Wohl dem Menschen, der solches tut, und dem Menschenkind, der es festhält, daß er den Sabbat halte und nicht entheilige und halte seine Hand, daß er kein Arges tue! … Und die Fremden, die sich zum HERRN getan haben, daß sie ihm dienen und seinen Namen lieben, auf daß sie seine Knechte seien, ein jeglicher, der den Sabbat hält, daß er ihn nicht entweihe, und meinen Bund festhält, die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethause.“ Jesaja 56,1.2.7.

Diese Worte beziehen sich auf das christliche Zeitalter, wie der Zusammenhang zeigt: „Der Herr HERR, der die Verstoßenen aus Israel sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu dem Haufen derer, die versammelt sind, sammeln.“ Jesaja 56,8. Hier ist das Sammeln der Heiden durch die Verkündigung des Evangeliums vorausgeschaut. Über die, welche dann den Sabbat ehren, ist ein Segen ausgesprochen. So erstreckt sich die Verbindlichkeit des vierten Gebotes weit über die Kreuzigung (wörtl. Pfahlung), die Auferstehung und die Himmelfahrt Christi hinaus bis auf die Zeit, da seine Diener allen Völkern die frohe Kunde predigen.

Der HERR befiehlt durch den Propheten Jesaja: „Binde zu das Zeugnis, versiegle das Gesetz meinen Jüngern.“ Jesaja 8,16. Das Siegel des Gesetzes Gottes findet sich im vierten Gebot. Dieses ist das einzige unter allen zehn, das sowohl den Namen als auch den Titel des Gesetzgebers anzeigt. Es erklärt Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde und rechtfertigt so seinen Anspruch auf Anbetung vor allen andern. Außer dieser Angabe enthalten die Zehn Gebote nichts, das die Urheberschaft des Gesetzes anzeigt. Als die päpstliche Macht den Sabbat veränderte, wurde das Gesetz seines Siegels beraubt. Die Nachfolger Jesu sind berufen, es wiederherzustellen, indem sie den Sabbat des vierten Gebotes in seine rechtmäßige Stellung als Gedächtnistag des Schöpfers und Zeichen seiner Machtfülle erheben.

„Nach dem Gesetz und Zeugnis!“ Während widerstreitende Lehren und Theorien im Überfluß vorhanden sind, ist das Gesetz Gottes die einzige untrügliche Richtschnur, nach der alle Meinungen, Lehren und Theorien geprüft werden sollen. Darum sagt der Prophet: „Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte (d.h. das Licht der Wahrheit) nicht haben.“ Jesaja 8,20.

Ferner wird das Gebot gegeben: „Rufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk ihr Übertreten und dem Hause Jakob ihre Sünden.“ Nicht die gottlose Welt, sondern die der HERR als „mein Volk“ bezeichnet, sollen wegen ihrer Übertretungen zurechtgewiesen werden. Es heißt weiterhin: „Sie suchen mich täglich und wollen meine Wege wissen wie ein Volk, das Gerechtigkeit schon getan und das Recht ihres Gottes nicht verlassen hätte.“ Jesaja 58,1.2. Hier werden uns Menschen gezeigt, die sich für gerechtfertigt halten und großen Eifer für Gottes Sache an den Tag zu legen scheinen; aber der ernste und feierliche Tadel dessen, der die Herzen erforscht, beweist, daß sie die göttlichen Verordnungen mit Füßen treten.

Der Prophet bezeichnet das unbeachtet gelassene Gebot wie folgt: „Und soll durch dich gebaut werden, was lange wüst gelegen ist; und wirst Grund legen, der für und für bleibe; und sollst heißen: Der die Lücken verzäunt und die Wege bessert, daß man da wohnen möge. So du deinen Fuß von dem Sabbat kehrst, daß du nicht tust, was dir gefällt an meinem heiligen Tage, und den Sabbat eine Lust heißest und den Tag, der dem HERRN heilig ist, ehrest, so du ihn also ehrest, daß du nicht tust deine Wege, noch darin erfunden werde, was dir gefällt, oder leeres Geschwätz: alsdann wirst du Lust haben am HERRN.“ Jesaja 58,12.13. Diese Weissagung bezieht sich ebenfalls auf unsere Zeit. Die Lücke kam in das Gesetz Gottes, als Rom den Sabbat veränderte. Aber die Zeit ist gekommen, da jene göttliche Einrichtung wiederhergestellt werden soll. Die Lücke soll verzäunt und ein Fundament gelegt werden, das für und für bleibe.

Diesen durch des Schöpfers Ruhe und Segen geheiligten Sabbat feierte Adam in seiner Unschuld im Garten Eden und auch dann noch, als er gefallen, aber reumütig aus seiner glücklichen Heimat vertrieben war. Alle Patriarchen von Abel bis zu dem gerechten Noah, bis zu Abraham und Jakob hielten den Sabbat. Als sich das auserwählte Volk in der ägyptischen Knechtschaft befand, verloren viele unter der herrschenden Abgötterei ihre Kenntnis des göttlichen Gesetzes; aber als der HERR Israel erlöst hatte, verkündete er der versammelten Menge in ehrfurchtgebietender Majestät sein Gesetz, damit alle seinen Willen wissen, ihn fürchten und ihm ewig gehorchen möchten.

Von jenem Tage an bis heute ist die Kenntnis des göttlichen Gesetzes auf Erden bewahrt und der Sabbat des vierten Gebots gehalten worden. Obgleich es dem „Menschen der Sünde“ gelang, Gottes heiligen Tag mit Füßen zu treten, so lebten doch, selbst zur Zeit seiner Oberherrschaft, an geheimen Orten treue Seelen, die den Sabbat ehrten. Seit der Reformation hat es stets Menschen gegeben, die ihn feierten. Wenngleich oft unter Schmach und Verfolgung, so wurde doch ununterbrochen Zeugnis abgelegt für die Fortdauer des Gesetzes Gottes und für die feierliche Verpflichtung gegenüber dem Sabbat der Schöpfung.

Diese Wahrheiten, wie sie Offenbarung 14 im Zusammenhang mit dem „ewigen Evangelium“ vor Augen führt, werden die Gemeinde Christi zur Zeit seines Erscheinens kennzeichnen. Denn als Folge der dreifachen Botschaft wird vorausgesagt: „Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesum.“ Und diese Botschaft ist die letzte, die vor der Wiederkunft des Herrn verkündigt werden soll. Unmittelbar nach ihrer Verkündigung sieht der Prophet des Menschen Sohn in Herrlichkeit kommen, um die Ernte der Erde einzuholen.
Ellen G. White, Der große Kampf (1973), Seiten 449 – 451

Siehe auch:
Die Hure Babylon änderte die 10 Gebote Gottes.
Botschaft an das Volk Gottes – Heiliget und liebet das Gesegnete und Heilige
Botschaft an das Volk Gottes – Christus ist nicht das Ende der 10 Gebote

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