Christus unsere Gerechtigkeit

Christus – unsere Gerechtigkeit

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist [Gott] treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ 1.Johannes 1,9 (EB).

„Gott verlangt von uns, dass wir unsere Sünden bekennen und unsere Herzen vor ihm demütigen. Zugleich sollen wir uns aber auf ihn als liebevollen Vater verlassen, der niemanden aufgeben wird, der sein Vertrauen auf ihn setzt. Viele von uns „wandeln … im Schauen“ „und nicht … im Glauben“ (2.Korinther 5,7) verdreht. Wir glauben die Dinge, die wir sehen, aber die wertvollen Verheißungen, die Gott uns in seinem Wort gegeben hat, schätzen wir nicht. Wir können Gott nicht entschiedener entehren, indem wir seinen Worten misstrauen und uns fragen, ob er es ernst mit uns meint oder uns täuscht.
Gott gibt uns wegen unserer Sünden nicht auf. Wir mögen Fehler machen und seinen Geist betrüben, aber wenn wir reuig und zerknirscht zu ihm kommen, wird er uns nicht abweisen. Es gilt jedoch, einige Hindernisse auszuräumen. Ungute Gefühle sind gehegt worden und Stolz, Überheblichkeit, Ungeduld und Unzufriedenheit haben sich breit gemacht. All dies trennt uns von Gott. Sünden müssen bekannt werden; die Gnade muss tiefer in unseren Herzen arbeiten. Auch wer sich schwach und mutlos fühlt, kann ein starker Mann Gottes werden und Wertvolles für den HERRN leisten. Aber er muss von einem hohen Standpunkt aus arbeiten und sich nicht von selbstsüchtigen Motiven beeinflussen lassen.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 30

Die Verdienste Christi sind unsere einzige Hoffnung

„Wir müssen in der Schule Christi lernen. Nur seine Gerechtigkeit verschafft uns das Anrecht auf die Segnungen des Gnadenbundes. Wie lange haben wir uns nach diesem Segen gesehnt und uns bemüht, ihn zu erhalten, haben ihn aber nicht erlangt, weil wir meinten, wir könnten etwas tun, um uns seiner würdig zu erweisen. Wir haben nicht von uns selbst weggesehen und daran geglaubt, dass Jesus ein lebendiger Erlöser ist.
Wir dürfen nicht meinen, dass unsere Verdienste uns retten können. Unsere einzige Hoffnung auf Erlösung ist die Gnade Christi. Durch seinen Propheten lässt Gott uns sagen: „Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERR, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ Jesaja 55,7. Diesem Versprechen müssen wir glauben, so wie es dasteht, und nicht Gefühle für Glauben halten. Wenn wir ganz auf Gott vertrauen und uns auf die Verdienste Jesu als Erlöser verlassen, wird uns all die Hilfe zuteil, die wir uns wünschen können.
Wir schauen auf uns selbst, als könnten wir uns selbst retten. Aber Jesus starb für uns, weil wir genau das nicht können. In ihm liegt unsere Hoffnung, unsere Rechtfertigung, unsere Gerechtigkeit. Wir sollten nicht verzagen und keine Angst haben, dass es keinen Retter für uns gibt oder er uns nicht gnädig sein wird. Gerade in dieser Zeit führt er sein Werk [der Fürsprache] für uns durch. Er lädt uns ein, in unserer Hilflosigkeit zu ihm zu kommen und uns retten zu lassen. Durch unseren Unglauben entehren wir ihn. Es ist erstaunlich, wie wir unseren besten Freund behandeln und wie wenig wir ihm vertrauen, der uns „vollständig und für immer … retten“ kann (Hebräer 7,25, GNB) und uns viele Beweise seiner großen Liebe gegeben hat.
Meine Brüder, erwartet ihr, dass eure Verdienste euch die Gunst Gottes sichern können? Meint ihr, ihr müsstet sündlos sein, bevor ihr seiner Macht, euch zu retten, vertraut? Wenn ihr euch mit derartigen Gedanken abringt, dann — fürchte ich — werdet ihr keine Stärke gewinnen und schließlich den Mut verlieren.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 30-31

Blicke auf und lebe!

„Als der HERR dem rebellischen Volk Israel in der Wüste Giftschlangen schickte, gab er Mose den Befehl, eine bronzene Schlange aufzustellen und den Gebissenen zu sagen, sie sollten sie ansehen, um am Leben zu bleiben. Siehe 4.Mose 21,8.9. Viele glaubten allerdings nicht, dass das himmlische Heilmittel ihnen helfen könnte. Um sie herum lagen Tote und Sterbende, und sie wussten, dass ihr Geschick besiegelt war, wenn Gott ihnen nicht half. Dennoch jammerten sie über die Bisse, die Schmerzen und über ihren sicheren Tod, bis sie keine Kraft mehr hatten und ihre Augen glasig wurden. Dabei hätten sie auf der Stelle geheilt werden können.
[Jesus sagte:] „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ Johannes 3,14.15. Wenn du dir deiner Sünden bewusst bist, verschwende deine Kraft nicht darauf, über sie zu jammern. Blicke auf und lebe! Jesus ist unser einziger Retter. Obwohl Millionen, die Heilung nötig haben, die ihnen angebotene Gnade ablehnen werden, wird niemand, der auf seine Verdienste vertraut, verloren gehen. Wir brauchen den Mut nicht zu verlieren, wenn wir erkennen, wie hilflos wir ohne Christus sind. Wir können uns auf den gekreuzigten und auferstandenen Erlöser verlassen. Du, der du arm, sündenkrank und mutlos bist: Blicke auf und lebe! Jesus hat sein Wort gegeben: Er wird alle retten, die zu ihm kommen. Siehe Johannes 6,37. Komm zu Jesus und empfange Ruhe und Frieden. Du kannst jetzt sofort gesegnet werden. Satan redet dir ein, dass du hilflos bist und nichts für dich tun kannst. Das ist wahr: Du bist hilflos. Aber weise ihn auf Jesus hin: „Ich habe einen auferstandenen Erlöser. Ihm vertraue ich. Er wird nicht zulassen, dass du mich zugrunde richtest. In seinem Namen werde ich siegen. Er ist meine Gerechtigkeit und meine größte Freude.“ Niemand sollte denken, er sei ein hoffnungsloser Fall. Das ist nicht so! Du magst erkennen, dass du sündig und verloren bist — aber genau deshalb brauchst du einen Erlöser. Wenn du irgendwelche Sünden zu bekennen hast, dann verliere keine Zeit. Das sind goldene Augenblicke. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist [Gott] treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ 1.Johannes 1,9 (EB). Wer „nach der Gerechtigkeit hungert und dürstet“, dem wird sie gegeben werden. Matthäus 5,6. Jesus hat es versprochen. Herrlicher Erlöser! Seine Arme sind offen, um uns anzunehmen, und sein großes, liebevolles Herz wartet darauf, uns zu segnen.
Einige meinen, sie müssten erst eine Probezeit bestehen und dem Herrn beweisen, dass sie sich geändert haben, bevor sie Gottes Segen in Anspruch nehmen können. Aber sie dürfen ihn sofort in Anspruch nehmen. Sie brauchen seine Gnade, den Geist Christi, um mit ihren Schwächen fertig zu werden, sonst können sie keinen christlichen Charakter entwickeln. Jesus möchte, dass wir zu ihm kommen, so wie wir sind: sündig, hilflos und auf ihn angewiesen.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 31-33

Reue ist eine Gabe Gottes

„Reue ist genauso wie Vergebung eine Gabe Gottes durch Jesus Christus. Siehe Apostelgeschichte 5,31. Durch den Einfluss des heiligen Geistes erkennen wir unsere Sünden und spüren, dass wir Vergebung brauchen. Vergebung empfängt nur der reuige Sünder, aber es ist die Gnade Gottes, die uns zur Reue führt. Er kennt alle unsere Schwächen und Unvollkommenheiten und wird uns helfen.
Manche Menschen kommen zwar zu Gott, bereuen ihre Sünden, bekennen sie und glauben sogar, dass sie ihnen vergeben sind. Aber dennoch nehmen sie Gottes Verheißungen nicht so in Anspruch, wie sie sollten. Sie begreifen nicht, dass Jesus als ihr Erlöser immer bei ihnen ist. Sie sind nicht bereit, „ihm ihre Seelen anzubefehlen“ (1.Petrus 4,19) und sich darauf zu verlassen, dass er das Gnadenwerk, das er „in ihnen begonnen hat … auch vollenden“ wird. Philipper 1,6. Sie meinen zwar, sie hätten sich Gott ausgeliefert, aber sie verlassen sich zum großen Teil auf sich selbst. Andere gewissenhafte Gläubige vertrauen teilweise auf Gott und teilweise auf sich selbst. Sie blicken nicht auf Gott, damit seine Macht sie bewahrt, sondern verlassen sich auf ihre eigene Wachsamkeit gegen Versuchungen und auf die gewissenhafte Erfüllung bestimmter Pflichten, um von Gott angenommen zu werden. In dieser Art Glauben gibt es keine Siege. Solche Personen mühen sich sinnlos ab. Sie sind in ständiger Knechtschaft und finden keine Ruhe, bis sie ihre Last bei Jesus abladen.
Es ist [zwar] notwendig, ständig wachsam zu sein und uns Gott in Liebe hinzugeben, aber das kommt natürlicherweise, wenn Gottes Macht uns durch den Glauben bewahrt. Wir können nichts, aber auch gar nichts tun, um die Gunst Gottes zu erlangen. Uns selbst oder unseren guten Werken dürfen wir in keiner Weise trauen. Wenn wir aber als irrende, sündige Menschen zu Christus kommen, dann werden wir in seiner Liebe Ruhe finden. Gott wird jeden annehmen, der in völligem Vertrauen auf seinen gekreuzigten Retter zu ihm kommt. Dann wird in dessen Herzen Liebe entspringen. Es mag keine Gefühlsaufwallungen geben, aber ein bleibendes, friedvolles Vertrauen. Jede Last wird dann leicht, denn das Joch, das Christus uns auflegt, ist nicht schwer. Siehe Matthäus 11,30. Der Weg, der vorher in Finsternis gehüllt war, liegt plötzlich hell im Licht der „Sonne der Gerechtigkeit“. Maleachi 3,20. Das bedeutet „im Licht [zu] wandeln, wie [Christus] im Licht ist“. 1.Johannes 1,7.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 33-34

Die Gerechtigkeit Christi – eine kostbare Perle

„Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte; als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ Matthäus 13,45.46 (EB).

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit.“ Hebräer 13,8 (GNB). Die Gerechtigkeit Christi hat, wie eine reine weiße Perle, keinen Fehler, Flecken oder Makel. Diese Gerechtigkeit kann unsere sein. Die Erlösung mit ihren bluterkauften, unermesslich wertvollen Schätzen ist die „eine sehr kostbare Perle“. Matthäus 13,46 (EB).
Sie kann gesucht und gefunden werden. Wer sie aber wirklich findet, wird alles verkaufen, was er hat, um sie zu erstehen. Er wird Zeugnis davon ablegen, dass er mit Christus eins ist, wie der mit dem Vater eins ist. Im Gleichnis verkauft der Kaufmann alles, was er hat, nur um in den Besitz dieser einen kostbaren Perle zu kommen. Dies ist eine wunderbare Beschreibung all jener, die die Erlösung so hoch schätzen, dass sie alles aufgeben, was sie haben, um sie zu besitzen. Durch den Glauben nehmen sie die Erlösung für sich in Anspruch, die durch das Opfer des einzigartigen Sohnes Gottes für sie bereitgestellt wurde.
Es gibt einige, die suchen und suchen nach dieser kostbaren Perle. Sie vollziehen jedoch keine völlige Übergabe ihrer verkehrten Gewohnheiten. Sie sterben nicht gegenüber der Selbstsucht, damit Christus in ihnen wohnen kann. Deshalb finden sie diese Perle nicht. Sie haben ihre unheiligen Bestrebungen und ihre Liebe zu weltlichen Verlockungen nicht überwunden. Sie nehmen das Kreuz nicht auf sich, um Christus auf dem Pfad der Selbstverleugnung und Selbstaufopferung zu folgen. Siehe Matthäus 16,24.25. Sie erfahren nie, was es heißt, im Herzen Frieden und Harmonie zu haben, denn ohne eine völlige Übergabe gibt es keine Ruhe und keine Freude [in Christus]. Sie sind beinahe Christen, aber nicht völlig; sie scheinen dem Königreich des Himmels nahe zu sein, betreten es aber nicht. Beinahe, aber nicht völlig erlöst zu sein, heißt nicht beinahe, sondern völlig verloren zu sein.
Wer sich täglich Christus weiht, erhält Frieden und [geistliche] Ruhe. Der Kaufmann verkaufte alles, was er hatte, um die Perle zu bekommen. Wenn jene, die nach Erlösung suchen, weder aufgeben noch sich entmutigen lassen, werden sie im Herrn Frieden und Ruhe finden. Christus wird sie mit seiner Gerechtigkeit bekleiden. Er wird ihnen ein reines Herz und einen erneuerten Sinn schenken. Siehe Hesekiel 36,26. Diese Segnungen kosteten das Leben des Sohnes Gottes und werden all jenen großzügig angeboten, für die dieses Opfer gebracht wurde. Wie behandeln aber viele das angebotene Geschenk? Sie wenden sich ab und ziehen stattdessen die Freuden dieses Lebens vor. Jesus sagt von ihnen: „Ihr seid nicht bereit, zu mir zu kommen und so das ewige Leben zu haben.“ Johannes 5,40 (GNB).
Sünder unterliegen einer gefährlichen Täuschung. Sie verachten den Heiland und weisen ihn zurück. Sie erkennen den Wert der Perle nicht, die ihnen angeboten wurde, und werfen sie weg, indem sie ihrem Erlöser Beleidigung und Spott erweisen. Manche Frau schmückt sich mit Ringen und Armbändern und meint, Bewunderung zu verdienen, aber sie lehnt die kostbare Perle ab, die ihr Heiligung, Ehre und ewige Reichtümer zusichern würde. Welch großer Verblendung unterliegen viele! Sie sind mehr von irdischem Flitter entzückt, der glitzert und glänzt, als von der „Krone des [ewigen] Lebens“, Gottes Lohn für Treue. Siehe Offenbarung 2,10. „Vergisst wohl eine Jungfrau ihren Schmuck oder eine Braut ihren Schleier? Mein Volk aber vergisst mich seit endlos langer Zeit.“ Jeremia 2,32.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), S. 122-123

Rechtfertigung durch Glauben“ – Was ist das?

Wahrlich, ich schäme mich der Frohen Botschaft nicht. Sie ist ja eine Gotteskraft, die allen, die da glauben, Rettung bringt: … Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbar: sie kommt aus Glauben, und sie führt zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird durch den Glauben das Leben erlangen. Römer 1:16-17

Gerechtfertigt nun aus Glauben, dürfen wir mit Gott Frieden haben durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir auch im Glauben den Zugang in diese Gnade erhalten haben, in der wir stehen, sodass wir uns in Erwartung der Herrlichkeit Gottes rühmen mögen. Römer 5:1-2

„Wenn der reuige Sünder, der vor Gott zerknirscht ist, Christi Sühne für ihn erkennt und dessen Opfer als einzige Hoffnung für dieses und das künftige Leben annimmt, sind seine Sünden vergeben. Das ist Rechtfertigung durch Glauben. Jeder Gläubige muss seinen Willen ganz dem Willen Gottes anpassen und im Zustand der Reue und Zerknirschung bleiben, auf die sühnenden Verdienste des Erlösers vertrauen und von Stärke zu Stärke und von Herrlichkeit zu Herrlichkeit vorangehen.
Begnadigung und Rechtfertigung bezeichnen dieselbe Sache. Durch den Glauben wird der Gläubige von einem Rebellen, einem Kind der Sünde und Satans, zu einem treuen Untertanen Christi Jesu — nicht weil ihm etwas Gutes innewohnt, sondern weil ihn Christus durch Adoption als sein Kind annimmt. Der Sünder empfängt die Vergebung seiner Sünden, weil sie von seinem Stellvertreter und Bürgen getragen werden. Der Herr Jesus spricht zu seinem himmlischen Vater: „Dies ist mein Kind, ich verschone es von der Verurteilung zum Tod und verleihe ihm meine Lebensversicherungspolice — das ewige Leben —, weil ich seinen Platz eingenommen und für seine Sünden gelitten habe. Er ist sogar mein geliebter Sohn.“ So steht der Mensch, begnadigt und in die herrlichen Gewänder der [zugerechneten] Gerechtigkeit Christi gehüllt, fehlerlos vor Gott. Siehe Kolosser 1,21-23.
Der Sünder mag fallen, aber er wird [dennoch] nicht unbarmherzig verstoßen. Seine einzige Hoffnung besteht jedoch in der Reue gegenüber Gott und im Glauben an den Herrn Jesus Christus. Es ist das Vorrecht des Vaters, unsere Übertretungen und Sünden zu vergeben, weil Christus unsere Schuld auf sich genommen und uns begnadigt hat, indem er uns seine eigene Gerechtigkeit zurechnet. Sein Opfer erfüllt die Forderungen der [richterlichen] Gerechtigkeit vollkommen.
Rechtfertigung ist das Gegenteil von Verdammung. Gottes grenzenlose Barmherzigkeit gilt denen, die sie überhaupt nicht verdienen. Er vergibt Übertretungen und Sünden um Jesu willen, der zum Sühnopfer für unsere Sünden wurde. Siehe Römer 3,25. Durch den Glauben an Christus erlangt der schuldige Übertreter die Gunst Gottes und die feste Hoffnung auf das ewige Leben.“
Ellen G. White, Glaube und Werke (2005), 95-96

Warum ist die Lehre der „Rechtfertigung durch Glauben“ für den Feind der Gerechtigkeit gefährlich?

„Der Feind Gottes und der Menschen ist entschieden dagegen, dass diese Wahrheit [Rechtfertigung durch Glauben] klar verkündet wird; denn er weiß, dass, wenn die Menschen sie voll aufnehmen, seine Macht gebrochen ist. Wenn er aber die Herzen derer, die Kinder Gottes zu sein beanspruchen, so beherrschen kann, dass ihre Glaubenserfahrungen aus Zweifel, Unglauben und Dunkelheit bestehen, dann kann er sie durch Versuchungen überwältigen.“
Ellen G. White, Review and Herald, 3. September 1889

Christus, der himmlische Kaufmann

Weil du sagst: Ich bin reich, ja, ich bin reich geworden und bedarf nichts, weil du nicht weißt, dass du der Elende und Erbärmliche, der Arme, Blinde und Nackte bist, so rate Ich dir, von Mir Gold zu kaufen, das im Feuer feingebrannt ist, damit du reich werdest, dazu weiße Kleider, auf dass du dich damit umhüllen mögest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, um deine Augen einzusalben, damit du sehen mögest. … Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand Meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde Ich auch hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit Mir. Offenbarung 3:17-18.20

„Jesus geht von Tür zu Tür, bleibt vor jedem Seelentempel stehen und macht bekannt: ,Ich stehe vor der Tür und klopfe an.’ Als himmlischer Kaufmann öffnet er seine Schätze und ruft: ,Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchläutert ist, dass du reich werdest, und weiße Kleider, dass du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Blöße.’ Das Gold, das er anbietet, ist unlegiert, kostbarer als das von Ophir: es ist Glaube und Liebe. Die weißen Kleider, die er die Seele zu tragen auffordert, sind die seiner eigenen Gerechtigkeit; die Augensalbe ist die Salbe seiner Gnade, die der Seele in ihrer Blindheit und ihrem Dunkel geistliches Augenlicht schenkt, dass sie zwischen dem Wirken des Geistes Gottes und des Geistes Satans unterscheiden kann. Tut eure Türen auf, sagt der große Kaufmann, der Besitzer geistlicher Reichtümer; macht euer Geschäft mit mir! Ich bin es, euer Erlöser! Ich rate euch, von mir zu kaufen!“
Ellen G. White, Review and Herald, 7. August 1894

Halbheit genügt nicht

„Wir müssen von Selbstsinn frei werden. Aber noch mehr wird verlangt. Wenn wir unsere Götzen aufgegeben haben, muss die entstandene Lücke ausgefüllt werden. Denn wenn das Herz geräumt, die Lücke aber nicht ausgefüllt ist, dann gleicht es einem Haus, das ,leer, gekehrt und geschmückt’ ist, aber ohne einen Gast, der es bewohnt. Der unsaubere Geist nahm sieben andere Geister zu sich, die ärger waren als er selbst; sie gingen hinein und wohnten darin, und es wurde mit demselben Menschen hernach ärger, als es zuvor gewesen war.
Wenn du das Ich aus deinem Herzen räumst, musst du die Gerechtigkeit Christi annehmen. Ergreife sie durch den Glauben! Du musst Geist und Gesinnung Christi haben, um die Werke Christi zu wirken. Wenn du deine Herzenstür auftust, füllt Jesus die Lücke durch die Gabe seines Geistes; dann kannst du ein lebensvoller Prediger sein in deinem Heim, in der Gemeinde, in der Welt.“
Ellen G. White, Review and Herald, 23. Februar 1892

Öffne dem Herrn Jesus die Tür und bitte ihn rein

„Es ist nicht genug, nur mit den Beweisen der Wahrheit vertraut zu sein. Wir müssen die Leute auch durch das Leben erreichen, dass in Jesus ist. Deine Arbeit wird erst ganz erfolgreich sein, wenn Jesus mit dir ist, denn Er hat gesagt: ,Ohne mich könnt ihr nichts tun.‘ Jesus steht und klopft, klopft an der Tür deines Herzen. Trotz alledem sagen einige immer wieder: Ich kann Ihn nicht finden. Warum nicht? Er sagt: Ich stehe hier und klopfe. Warum öffnest du nicht die Tür und sagst: Komm herein, teurer Heiland? Ich bin so froh über diese einfachen Anweisungen wie ich Christus finden kann. Ohne sie würde wir nicht wissen, wie wir Ihn finden sollen, nach dessen Gegenwart wir so großes Verlangen haben. Öffne also jetzt das Tor, wirf aus deinem Seelentempel die Käufer und Verkäufer hinaus und lade den Herrn ein, hereinzukommen. Sage zu Ihm: Ich will dich lieben von ganzer Seele. Ich will die Werke der Gerechtigkeit wirken. Ich will dem Gesetz Gottes gehorchen. Dann wirst du die friedvolle Gegenwart Jesu spüren.“
Ellen G. White, Review and Herald, 28. August 1888

Das Kleid der Gerechtigkeit Christi

Was ist das Kleid der Gerechtigkeit Christi?
Willst du dieses Kleid tragen?
Wann bekommt man das Kleid der Gerechtigkeit Christi?

„Der Mensch kann nichts erfinden oder herstellen, was die Stelle seines verlorenen Gewandes der Unschuld einnehmen könnte. Keine Decke aus Feigenblättern, kein irdisches Gewand kann von denen getragen werden, die sich mit Christo und den Engeln zum Abendmahl des Lammes niedersetzen. Nur das Gewand, das Christus selbst für uns vorgesehen hat, kann uns geschickt machen, in der Gegenwart Gottes zu erscheinen. Diese Decke, dies Gewand seiner eigenen Gerechtigkeit wird Christus einer jeden gläubigen, bußfertigen Seele geben. „Ich rate dir,“ sagt er, „daß du … von mir kaufest … weiße Kleider, daß du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Blöße.“ Offenbarung 3,18.
Dieses auf dem himmlischen Webstuhl gewobene Gewand enthält nicht einen Faden menschlicher Erfindung. Christus hat in seiner Menschheit einen vollkommenen Charakter entwickelt und diesen Charakter will er uns mitteilen. „Alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein unflätig Kleid.“ Jesaja 64,5. Alles was wir in eigener Kraft tun, ist von Sünde befleckt. Aber der Sohn Gottes „ist erschienen, auf daß er unsere Sünden wegnähme, und ist keine Sünde in ihm.“ Die Sünde besteht in der „Übertretung des Gesetzes“ (1.Johannes 3,5.4, EB), aber Christus kam allen Ansprüchen des Gesetzes nach. Er sagte von sich selbst: „Deinen Willen, mein Gott, tu ich gerne, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.“ Psalm 40,9. Als er auf Erden war, sagte er seinen Jüngern, daß er seines Vaters Gebote halte. Johannes 15,10. Durch seinen vollkommenen Gehorsam hat er es jedem Menschen ermöglicht, Gottes Geboten zu gehorchen. Wenn wir uns Christo unterwerfen, so wird unser Herz mit seinem Herzen vereint, unser Wille geht in seinem Willen auf, unsere Gesinnung wird eins mit seiner Gesinnung, unsere Gedanken werden alle unter seine Herrschaft gebracht; wir leben sein Leben. Dies bedeutet, mit dem Kleide seiner Gerechtigkeit bekleidet zu sein. Wenn der Herr dann auf uns blickt, so sieht er nicht das aus Feigenblättern hergestellte Gewand, nicht die Blöße und Häßlichkeit der Sünde, sondern sein eigenes Gewand der Gerechtigkeit, die ja vollkommener Gehorsam gegen das Gesetz JHWHs ist.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse (1911), S. 239-240

Was ist Christentum?

„Christentum — wie viele gibt es, die nicht wissen, was dies ist. Es ist nicht etwas, das wir äußerlich anziehen. Es ist ein Leben, verwoben mit dem Leben Christi. Es bedeutet, daß wir das Kleid der Gerechtigkeit Christi tragen.“
Ellen G. White, Zeugnisse für Prediger und Evangeliumsarbeiter (1989), S. 109

Die Verbindung mit Christus Jesus ist das Heilmittel!

„Es besteht ein großer Unterschied zwischen einer vorgegebenen Gemeinschaft und einer wirklichen Verbindung mit Christus durch den Glauben. Durch das Bekenntnis zur Lehre finden die Menschen Aufnahme in die Gemeinde; aber dies beweist nicht, dass sie eine lebendige Verbindung zum lebenden Weinstock haben … Wenn diese Innigkeit der Verbindung, der Gemeinschaft, zustandekommt, werden unsere Sünden Christus auferlegt und wird seine Gerechtigkeit uns zugerechnet. Er wurde für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt …
Die Kraft des Bösen ist mit der menschlichen Natur so verwandt, dass kein Mensch sie ohne Anschluss an Christus besiegen kann. Durch diese Vereinigung erhalten wir charakterliche und geistliche Kraft. Wen wir den Geist Christi besitzen, werden wir die Früchte der Gerechtigkeit hervorbringen …
Gemeinschaft mit Christus durch lebendigen Glauben ist dauerhaft; jede andere Gemeinschaft muss vergehen. Christus erwählte uns zuerst uns zahlte einen unermesslich hohen Preis für unsere Erlösung; und der, der wahrhaft glaubt, wählt Christus als den Ersten und Letzten und Besten in allem. Doch diese Vereinigung kostet uns etwas. Ein stolzes Wesen soll ein Verhältnis völliger Abhängigkeit eingehen; jeder, der in diese Gemeinschaft eintritt, muss fühlen, dass er das stellvertretende Blut Christi braucht. Er muss einen Wandel seines Herzens erfahren. Er muss seinen Willen dem Willen Gottes unterordnen und mit Hindernissen von außen und innen kämpfen; denn er wird um das mühevolle Werk des Abwendens von der Welt und des Hinwendens zu Christus nicht herumkommen. Wir müssen Stolz, Selbstsucht, Eitelkeit, Weltsinn – kurz, Sünde jeder Art – überwinden, wenn wir in Gemeinschaft mit Christus treten wollen. Dass viele das Christenleben so bejammernswert schwer finden und dass sie so wankelmütig und unbeständig sind, liegt daran, dass sie versuchen, sich Christus zuzuwenden, ohne sich vorher von dieser Götzenverehrung abzuwenden und zu lösen.“
Ellen G. White, Review and Herald, 13. Dezember 1887

Der wahre Charakter der Gerechtigkeit!

„Der wahre Charakter wird nicht äußerlich gebildet und angelegt; er strahlt von innen heraus. Wollen wir andere auf den Weg der Gerechtigkeit bringen, dann müssen die Grundsätze der Gerechtigkeit in unseren eigenen Herzen gehegt werden. Unser Glaubensbekenntnis mag die Lehrsätze der Religion verkündigen; aber es ist unsere praktische Frömmigkeit, die dem Wort der Wahrheit Nachdruck verleiht. Ein gleichmäßiger Wandel, fromme Gespräche, unerschütterliche Rechtschaffenheit, ein tätiger, wohlwollender Geist und das göttliche Beispiel — das sind die Mittel, durch die der Welt das Licht mitgeteilt wird.“
Ellen G. White, Das Leben Jesu, S. 293

Möge der himmlische Vater dir und deinen Nächsten die Gerechtigkeit Jesu zuteil werden lassen. Ihm sei großer Dank für die Gabe Gerechtigkeit durch Glauben. Im Namen seines wunderbaren und einzigartigen Sohnes, Jesus dem Christus. Amen

Erneuert euch … in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epheser 4:23-24

Jagenach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! 1.Timotheus 6:11

Siehe auch:
Mein Charakter wird in den Meinen gezeugt (Botschaft)
Heiligung und die 10 Gebote Gottes!
Gerechtigkeit durch Glauben (Botschaft)
Trägst du das Hochzeitskleid, die Gerechtigkeit Christi? (Botschaft)

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