Viele entschuldigen sich mit: "Du darfst mich nicht Urteilen."



Sünde ist Sünde, und es ist eine Täuschung Satans, sie anders als schwerwiegend zu betrachten.



Wir sollen durch das Licht gerichtet werden, das uns gegeben wurde, und wir können keine Entschuldigung finden, unseren Lebenswandel zu beschönigen. Der Weg, die Wahrheit und das Leben sind uns vorgesetzt worden. Viele wollen sich damit entschuldigen, daß sie sagen:

„Du darfst mich nicht aufgrund irgendeines schwachen Charakterzuges beurteilen: betrachte meinen Charakter als Ganzes.“



Es schmerzt uns jedes mal zutiefst, wenn der Sünder versucht, eine Ausrede für seine Sünde zu finden, sie zu vertuschen, und wenn er die Gefahr nicht erkennt, die darin liegt, eine unchristliche Charaktereigenschaft zu hegen. Gottes und unser Wille, Seite an Seite: So sollen wir uns fest vornehmen, durch seine Gnade frei von Sünde zu werden. Sünde ist die Übertretung des Gesetzes, und es ist nicht die Größe einer bösen Handlung, die sie als Sünde brandmarkt.



Adam und Eva war es verboten, vom Baum des Guten und Bösen zu essen. Die Prüfung war geringfügig, aber die Tat des Ungehorsams gegen Gott war Übertretung seines Gesetzes. Die kleinen Sünden, von denen Menschen meinen, sei seien von so geringer Bedeutung, daß sie um derentwillen nicht verurteilt werden, sind jedoch in Gottes Augen ein schwerer Verstoß. Jemand sagt:

„Du bist zu streng, diese kleinen Charaktermängel müssen einem doch erlaubt sein.“



Wir wollen die Worte Christi hören. Er sagt:

„Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und nur gegen ein einziges Gebot verstößt, so ist er am ganzen Gesetz schuldig geworden.“ Jakobus 2,10. Menschen wagen es, Sünden zu begehen, die in Gottes Augen schwerwiegend sind, und denken, sie würden darum nicht zur Rechenschaft gezogen werden; sie sagen nämlich, die Sünden beruhten auf Nervosität, auf ein besonderes Temperament. Dies aber beschwichtigt nur das Gewissen und ruft: „Friede! Friede! und ist doch nicht Friede.“ Jeremia 6,14.

Sünde ist Sünde, und es ist eine Täuschung Satans, sie anders als schwerwiegend zu betrachten.



Wir mögen uns schmeicheln, daß wir frei sind von vielen Dingen, an denen andere schuldig geworden sind: Aber selbst wenn wir etliche gute Charakterzüge haben und lediglich einen schwachen Punkt, besteht immer noch eine Verbindung zwischen der Sünde und uns.

Das Herz ist in seinem Dienst geteilt und sagt sich: „Einiges dem Ich, einiges Gott.“

Das Kind Gottes muß die Sünde aufspüren, die es gehätschelt und der es sich hingegeben hat, und muß Gott erlauben, sie aus dem Herzen zu entfernen. Es muß diese eine Sünde überwinden, denn in Gottes Augen ist sie nicht bedeutungslos.



Einer sagt: „Ich bin nicht im geringsten neidisch, aber ich lasse mich nun mal provozieren und sage gemeine Dinge, obwohl es mir hinterher, nachdem ich meinem Temperament nachgegeben habe, immer leid tut.“ Ein anderer sagt: „Ich habe zwar diesen oder jenen Fehler, aber ich verachte nun mal diese und jene Gemeinheit, wie sie eine gewisse Person aus meinem Bekanntenkreis an den Tag legt.“

Der HERR hat uns keine Liste gegeben, auf der die Sünden nach ihrem Schweregrad verzeichnet sind, so daß wir einige als von geringer Wichtigkeit betrachten und sagen, sie richteten nur wenig Schaden an, während andere von weiterreichender Bedeutung seien und uns viel schadeten. Eine Kette ist nicht stärker als ihr schwächstes Glied. Wir mögen solch eine Kette insgesamt als gut bezeichnen, ist aber ein Glied schwach, können wir uns auf die Kette nicht verlassen. Das Werk der Überwindung soll jedermann studieren, der ins Reich Gottes eingeht.



Jenes ungeduldige Wort, das dir auf der Zunge liegt, muß unausgesprochen bleiben. Jenen Gedanken, dein Charakter werde nicht recht beurteilt, mußt du von dir weisen, er schwächt nämlich deinen Einfluß und führt zu dem sicheren Ergebnis, daß du von anderen weniger geachtet wirst. Du solltest den Gedanken überwinden, du seiest ein Märtyrer, und stattdessen die Verheißung Christi beanspruchen, der sagt: „Laß dir an meiner Gnade genügen.“ 2.Korinther 12,9. — The Review and Herald, 1. August 1893.



Ellen G. White

Gedanken über das Buch Offenbarung

Kapitel 32, Seite 130-131



Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes
Bücher von Ellen Gould White als PDF
http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/buecher-von-ellen-g-white.html


Du sollst nicht richten?

Der verhängnisvolle Irrtum der „evangelikalen Correctness“

http://www.der-ruf.info/richten/

 

!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles. Das Gute behaltet,!!!


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