Sündlos Leben: Möglich oder nicht?





Sündlos Leben: Möglich oder nicht?



Christus holt dich da ab, wo du bist, wenn du möchtest und

macht es dir durch seinen Glauben und Gerechtigkeit möglich.



Durch sein Kommen ins Fleisch — indem er uns in allen Dingen gleich gemacht wurde und in allen Dingen versucht wurde wie wir, hat er sich selbst mit jeder menschlichen Seele identifiziert, genau dort, wo sie ist.—(C. W. Seite 83)



Nun, wo bist du heute abend…? Du bist ein Sünder, du lebst in Schwierigkeiten und Prüfungen, du hast ein schuldiges Gewissen. Christus hat sich selbst mit dir identifiziert, genau dort, wo du in diesem Augenblick bist. Es spielt keine Rolle, ob du ein Mörder oder Bankräuber oder eine Prostituierte bist, oder was du auch immer sein magst…. Christus hat sich selbst mit dir identifiziert; wo auch immer du bist, er kommt zu dir.



Jones fährt fort:

Und von dem Ort, wo jede menschliche Seele ist, hat er für jede Seele durch alle Höhen und Tiefen und Erlebnisse einer ganzen Lebenszeit, sogar durch Tod und Grab einen neuen und lebendigen Weg bereitet, in das Allerheiligste, für immer zur Rechten Gottes. 0, welch' geheiligter Weg! Geheiligt durch seine Versuchungen und Leiden, durch seine Gebete und Tränen, durch sein heiliges Leben und seinen Opfertod, durch seine Auferstehung und glorreiche Himmelfahrt, und durch seinen triumphalen Einzug in das Allerheiligste zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel!

Und diesen "Weg" hat er für uns bereitet. Nachdem er einer von uns geworden ist, machte er diesen Weg zu unserem Weg. Er hat jeder Seele göttliches Recht verliehen, diesen geheiligten Weg zu beschreiten; und dadurch, daß er dies selbst im Fleisch vollbracht hat— , hat er es ermöglicht, ja, hat er eine wirkliche Zusicherung gegeben, daß jede menschliche Seele auf diesem Wege gehen kann, auf allem, was diesen Weg ausmacht und dadurch völlig zu Christus kommen; Jeder Gläubige in dieser Welt kann eine ganze Lebenszeit heilig, makellos, unbefleckt leben, separat von Sündern und kann als Folge dessen mit Christus höher als die Himmel erhoben werden.— (Ibid.)



A. T. Jones, The Consecrated Way to Christian Perfection.



Wunderbar. Das ist unbegreiflich! Liebe, gewissenhafte, ernste, selbstaufopfernde, zehntengebende Sabbathalter sagen: "Das ist eine zu hohe Norm. Eine solche Norm kann ich nie erreichen."

Ich möchte, daß ihr einmal herhört…: "Vollkommenheit, Vollkommenheit des Charakters ist des Christen Ziel,— Vollkommenheit, die in dieser Welt in der menschlichen Natur erzielt wird." (Ibid.) (Fleisch=Natur)



Beachtet: Er sagte nicht, Vollkommenheit des menschlichen Fleisches. Nein, nein. Versteht das richtig. Vollkommenheit, die im menschlichen Fleisch erreicht wird: "Christus erreichte sie im menschlichen Fleisch und in dieser Welt, bereitete und heiligte so einen Weg, wodurch jeder Gläubige sie in Ihm erreichen kann." (Ibid.)



Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, damit wir für den Tag des Gerichts Freimut hätten; d[enn] so wie jener ist, sind auch wir in dieser Welt. 1.Johannes 4:17



1.Kor 1:8 der euch auch Stetig[keit verleih]en wird bis zur Vollendung, [damit ihr] am Tage unsers Herrn Jesus Christus unbeschuldbar [seid],



Eph 5:27 damit Er [für] sich Selbst die herausgerufene [Gemeinde] herrlich darstelle, [so daß] sie kein[erlei] Flecken, Runzeln oder irgend [etwas] solcher [Art] habe, sondern heilig und makellos sei.



Kol 1:22 hat Er nun im Körper Seines Fleisches durch Seinen Tod ausgesöhnt (wörtl.: herababgeändert), um euch heilig, makellos und unbeschuldbar vor Seinem Angesicht darzustellen,



Wenn du denkst, ohne Christus vollkommen zu werden, so ist es hoffnungslos. Wir benötigen einen Erlöser; deshalb müssen wir ihn sehen wie er wirklich ist. Und… hier ist der Aussagepunkt: Der Christus Babylons ist nicht der Christus der Bibel. Es gibt heute einen wahren und einen falschen Christus. Es gibt eine wahre Gerechtigkeit aus Glauben und eine falsche Gerechtigkeit aus Glauben. Es gibt einen wahren heiligen Geist und eine Nachahmung des heiligen Geistes. Und es ist an der Zeit, daß wir unterscheiden lernen!



In"Testimonies to Ministers" Seite 92 sagt Ellen White über die Botschaft Jones und Waggoners:

"Sie präsentierte Rechtfertigung durch Glauben in Gewißheit; sie lud die Menschen ein, die Gerechtigkeit Christi zu empfangen, die sich im Gehorsam allen Geboten Gottes gegenüber zeigt."

Hier ist ein sicherer Test der wahren Glaubensgerechtigkeit: sie führt zum Gehorsam allen Geboten Gottes gegenüber. Wenn du von einer Glaubensgerechtigkeit hörst, die lediglich ein Mäntelchen für fortgesetzten Ungehorsam den Geboten Gottes gegenüber ist, ist es eine Fälschung. Hörst du jemanden über die Glaubensgerechtigkeit predigen, der eines der kleinsten Gebote Übertritt und es den Leuten auch lehrt, so hüte dich! (Matth. 5:19). Es ist am besten, zur Quelle zu gehen, die Gott uns gegeben hat.



Lehrt die Bibel, daß Vollkommenheit möglich ist, oder waren Jones und Waggoner weit ab vom Wege und lehrten etwas, was die Bibel nicht lehrt? "Deshalb ist er (Christus) auch fähig, sie, die durch ihn zu Gott kommen, bis aufs äußerste zu retten, da sie sehen, daß er immer lebt und für sie bittet." (Nach dem Englischen (Heb. 7:25))

Die Randleseart von "bis zum äußersten" ist "vollständig". Im Griechischen bedeutet dies "vollkommen". Er ist in der Lage, sie vollkommen zu erretten.



Wir wollen uns nun dem GROSSEN KAMPF, Seite 427 zu wenden:

Die auf Erden leben, wenn die Fürbitte Christi im Heiligtum droben aufhören wird, werden vor den Augen eines heiligen Gottes ohne einen Vermittler bestehen müssen. Ihre Kleider müssen fleckenlos, ihre Charaktere durch das Blut der Besprengung von Sünde gereinigt sein. Durch Gottes Gnade und durch ihre eigenen fleißigen Anstrengungen müssen sie im Kampf mit dem Bösen siegreich bleiben. Während das Untersuchungsgericht im Himmel vor sich geht, während die Sünden reumütiger Gläubiger aus dem Heiligtum entfernt werden, muß sich das Volk Gottes auf Erden in besonderer Weise läutern, d. h. seine Sünden ablegen (ergänzend zu dem, was im Himmel geschieht). Das wird in den Botschaften von Offenbarung 14 deutlich ausgesagt.— (GK, S. 427)



Ellen White stimmt mit Jones und Waggoner überein!

Und dann heißt es im GROSSEN KAMPF auf Seite 623:



„Nicht mit einem Gedanken gab unser Heiland der Macht der Versuchung nach..... Satan vermochte nichts im Herzen des Sohnes Gottes zu finden, das ihm hätte helfen können, den Sieg davonzutragen. Christus hatte seines Vaters Gebote gehalten, und es war keine Sünde in ihm, deren sich Satan zu seinem Vorteil hätte bedienen können. Dies ist der Zustand, der jenen eigen sein muß, die in der trübseligen Zeit bestehen sollen.“ — (GK S. 623)



"0," sagst du, "genau davor habe ich mich gefürchtet.

Ich glaube, ich möchte lieber sterben und ins Grab gehen, als in der Zeit der Trübsal standhalten. Ich halte es einfach nicht durch."

Wißt ihr, wenn wir so denken, sind wir da nicht selbstsüchtig? Jawohl. Sterben — nicht so schlecht heute.

Du gehst in ein Hospital, und sie verabreichen dir Beruhigungsmittel, um die Schmerzen zu lindern, und du sinkst allmählich in einen tiefen Schlaf. Dann bist du tot, und die Glaubensgeschwister bereiten eine Beerdigung für dich, einige Tränen werden vergossen, und du kannst ausruhen. "Jene aber, die durch die Zeit der Trübsal gehen," sagst du, "werden solch' einen fürchterlichen Kampf erleben. Hoffentlich erlebe ich es nie."



…..würden wir den Herrn wirklich lieben, sagten wir das nicht. Auch würden wir so nicht denken. Er braucht uns. Fürchtet euch doch nicht vor der Zeit der Trübsal, noch davor, im Angesicht Gottes ohne Vermittler zu leben. Beachtet diesen Satz: "In diesem Leben sollen wir uns von Sünden trennen. (Wie? Durch Anstrengung, Anstrengung, Anstrengung, ANSTRENGUNG? Nein, Nein!)... durch den Glauben an sein Versöhnungsblut." (Idem.)



….wir müssen das Kreuz (wörtl. Pfahl) sehen. Wir müssen nach dem Kreuz (wörtl. Pfahl) suchen. Es erfolgt alles durch Christus, alles durch den Glauben, nicht wahr?

Unser kostbarer Erretter ladet uns ein, uns mit ihm zu verbinden.

Christus ist hierüber weit mehr besorgt als wir.



Sieh',was Glaube vermag:



Wir müssen erkennen, daß es durch den Glauben an ihn unser Vorrecht ist, Teilhaber der göttlichen Natur zu sein, um der Verderbtheit zu entrinnen, die durch Gelüste in der Welt ist. (Nicht durch mehr Anstrengungen, sondern durch Glauben) Dann sind wir von aller Sünde gereinigt, von allen Charaktermängeln. Wir brauchen nicht unsere sündhafte Neigung beizubehalten..." (Idem.)



Das schätze ich. Das ist wunderbar. Christus hat keine sündhafte Neigung, und wir brauchen die unsere auch nicht beizubehalten. Er hatte keinen Vorteil, den wir nicht auch haben könnten.



Weiter:

Wenn die Glieder des Leibes Christi sich der Zeit ihres letzten Konfliktes nähern, "der Zeit der Trübsal Jakobs", werden sie in Christus wachsen und seines Geistes reichlich teilhaftig werden. (Gott sei Dank für diese Verheißung). Wenn die dritte Engelsbotschaft zu einem lauten Ruf anschwellt und große Macht und Herrlichkeit das beendende Werk begleiten, wird das getreue Volk Gottes an dieser Herrlichkeit teilhaben. Es ist der Spätregen, der sie wiederbelebt und stärkt, damit sie durch die Zeit der Trübsal kommen. Ihre Gesichter werden mit der Herrlichkeit jenes Lichtes scheinen, das den dritten Engel begleitet.— (Ibid. S. 984)



Satan stellt Gottes Gesetz der Liebe als ein Gesetz der Selbstsucht dar. Er behauptet, es sei unmöglich, seinen Vorschriften zu gehorchen. Den Fall des ersten Elternpaares mit allem Leid, das daraus hervorging, lastet er dem Schöpfer an und verführt die Menschen dazu, in Gott den Urheber der Sünde, des Leides und des Todes zu sehen.- (Leben Jesu, Seite 14)



"Ah,"sagst du, "das glaube ich nicht." Aber einen Augenblick, glaubst du, daß Gott Sünde, Leid und Tod zuläßt?

Natürlich glaubst du das.

Kannst du mir dann bitte den Unterschied sagen?

"Jesus sollte diese Täuschung demaskieren. Als einer von uns sollte er ein Vorbild zum Gehorsam setzen." (Ibid.)



Jesus sollte diesen Betrug aufdecken...Deshalb nahm er unsere menschliche Natur an und machte unsere Erfahrungen. "Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden." (Heb 2:17) Falls wir etwas erdulden , was Jesus nicht zu erdulden brauchte, würde Satan dies so deuten, als reiche die Kraft Gottes nicht für uns. Deshalb wurde auch Jesus versucht "allenthalben gleich wie wir". (Heb. 4:15) (Ibid.)



Christus wurde im Innern versucht. Er war ein Mann.

Ellen White sagt, er besaß den gesamten menschlichen Organismus. In der Tat, er ward versucht wie wir. "Er ertrug jede Versuchung, der auch wir ausgesetzt sind, und er benutzte zu seinen Gunsten keine Kraft, die nicht auch uns uneingeschränkt angeboten wird. Als Mensch trat er der Versuchung entgegen und überwand sie mit der Kraft, die ihm von Gott verliehen wurde." (Ibid.)



Nun, jene Wahrheit, die wir in unserem Vortrag gestern abend studierten, ist bedeutsam beim Studium dieser Wahrheit— "Sündlos leben, möglich oder nicht". Die Natur Christi ist hierin zutiefst einbezogen. Der Teufel sagt, es sei unmöglich. Das ist der Grund, weshalb der Teufel so viele Christen überredet hat zu denken, daß Christus nicht wie wir gewesen sei; er sei nicht wie wir versucht worden; er mußte anders sein. In anderen Worten, wenn Christus unsere sündige Natur auf sich genommen hätte und tatsächlich in Gleichgestalt des sündigen Fleisches geboren worden wäre, hätte er auch gesündigt. Er würde dann einen Retter benötigen. Es sei unmöglich, in unserem Fleisch ohne zu sündigen zu leben, daher habe Christus es nicht gewagt. Um diesem Einwand zu begegnen, tat Christus es gerade. Jones lehrte dasselbe im Bulletin von 1895, Seite 443:



Dann mußte Jesus all' die Empfindungen und meine Natur selbst annehmen, und auch die der anderen Menschen, so daß er in allen Dingen versucht werden konnte wie ich, und in allen Dingen wie du, und in allen Dingen wie andere Menschen. Aber wenn du und ich und der andere Mensch in ihn hineingenommen sind, wie viele umfaßt das?— Das umfaßt die ganze Menschheit.

Und dies ist genau die Wahrheit. Christus besaß die Natur der Menschen und nahm den Platz des gesamten Menschengeschlechtes ein— und in ihm treffen sich alle Schwachheiten der Menschheit, so daß jeder Mensch auf Erden, der überhaupt versuchbar ist, in Jesus Christus Kraft gegen jene Versuchungen findet. Für jede Seele ist in Jesus Christus der Sieg gegen alle Versuchungen und Befreiung von ihrer Macht verbürgt. Das ist die Wahrheit. — (1895 Bulletin, S. 443)



Und genau deshalb mochten einige unserer lieben Brüder vor 80 Jahren diese Botschaft nicht. Sie mochten nicht den Gedanken einer Trennung von aller Sünde. Wie steht es mit dir? Betrachtest du die Botschaft als "äußerst kostbar?" Waggoner sagte im Generalkonferenz Bulletin von 1901, auf Seite 223:



Macht euch keine falschen Vorstellungen. Denkt nicht, daß du und ich je so gut werden, daß wir unabhängig vom Herrn leben könnten. (Wenn du im Angesicht Gottes ohne Mittler stehst, denke nicht, du seist ohne einen Heiland…. Niemals.) Glaube nicht, daß dieser Leib (jetzt) verwandelt wird. Glaubst du es, wirst du in schwere Probleme und Sünden geraten. Glaube nicht, du könntest aus Verdorbenheit Unverdorbenheit machen. Dies Verderbliche wird Unverderblichkeit annehmen, wenn der Herr kommt, nicht eher. Dies Sterbliche wird Unsterblichkeit annehmen, wenn der Herr kommt, nicht eher. Wenn Menschen meinen, ihr Fleisch sei sündlos, so daß alle ihre Impulse von Gott seien, so verwechseln sie ihr sündiges Fleisch mit dem Geist Gottes.— (GCB 1901, Seite 223)



Da ist der tragische Fehler. Ich werde jetzt sehr offen sprechen über den Fehler, den einige vor Jahren begingen. Sie lehrten Vollkommenheit, eigentlich aber eine Vollkommenheit des Fleisches: daß, wenn die Versiegelung erfolgt, die sündige Natur "ausgemerzt" würde. Das führt viele liebe Menschen irre. Nein…, die sündige Natur wird nicht ausgemerzt werden, denn Christus selbst nahm unsere sündige Natur an und lebte in unserem sündigen Fleisch ein Leben vollkommener Gerechtigkeit. Die Herrlichkeit besteht darin, daß er im sündigen Fleisch ein sündloses Leben lebte, und eines Tages wird sein Volk, das die Gebote hält, seinen Glauben haben. Waggoner fährt fort:



Ehe jedoch die Gnadenzeit endet, wird es ein Volk geben, das so völlig in Christus ist, daß es trotz seines sündigen Fleisches sündlos leben wird. Sie werden im sterblichen Fleisch sündlos leben, weil derjenige, der demonstriert hat, daß er Macht über alles Fleisch hat, in ihnen lebt,--lebt im sündigen Fleisch ein sündloses Leben und ein gesundes Leben im sterblichen Fleisch.— (GCB, 1901, Seite 146)



Ich wünsche, wir könnten die Gesundheitesreform studieren, und was sie wirklich bedeutet. Ich kann nicht glauben, daß Gott möchte, daß sein Volk krank wird. Ich glaube, wenn du dir einredest, es sei Gottes Wille, daß du Herzanfälle bekommst, Magengeschwüre, Nervenzusammenbrüche, denke ich, du beliebst zu scherzen. Der HERR möchte das nicht. Christus war nicht krank. Er möchte nicht, daß du krank bist. Ps.103:3 sagt: "Er heilt alle unsere Gebrechen."



Waggoner führt weiter aus:

Das heißt, wenn Gott der Welt dieses Zeugnis von seiner Macht, bis zum äußersten zu erretten, gegeben hat (in anderen Worten, 'vollkommen' Heb. 7:25), um sündige Wesen zu erretten und im sündigen Fleisch ein sündloses Leben zu leben, dann wird er die Gebrechen beseitigen und uns bessere Lebensumstände geben, in denen wir leben können. Zuerst aber muß dieses Wunder im sündigen Menschen wirken, nicht lediglich in der Person Jesu Christi, sondern in Jesus Christus, der in Tausenden seiner Nachfolger reproduziert und vervielfältigt wird; so daß das vollkommene Leben Christi nicht nur in den wenigen vereinzelten Fällen, sondern im ganzen Leib der Gemeinde der Welt manifestiert wird, und das wird das letzte krönende Werk sein, das die Menschen entweder retten oder verurteilen wird.— (Ibid., S. 148)



Amen, so ist es….



So wird das Werk beendet werden. Es wird nicht lange dauern, wenn es einmal beginnt. Die Menschen werden Christus in Gottes Volk sehen.



Nun A. T. Jones:

So gibt es zwei Gebiete, die in der Beendigung des Geheimnisses Gottes einbezogen werden. Ein Gebiet ist die Welt selbst, der das Evangelium gepredigt wird, das andere Gebiet ist das Leben der Gläubigen der Wahrheit. Wir könnten in Worten predigen und verkünden bis an die Enden der Erde, jeder Seele unserer Generation auf Erden, so daß jener Abschnitt des Werkes vollendet und beendet sein würde, doch wenn die Darstellung Gottes im Leben jener, die verkünden, nicht vollendet ist, könnten wir zehntausend Jahre jene Botschaft predigen, und das Ende würde nie kommen.--(GCB 1899, S. 115)



Er hat recht! Deshalb sind all' die Jahre verstrichen, seit er es sagte. Die Wahrheit ist… daß unser Herr sein Kommen nicht verzögert hat. In der Tat zeigt das Gleichnis, wenn wir denken, er hat es verzögert, wenn wir in unserem Herzen sagen, er hat sein Kommen verzögert, beweisen wir, daß wir "böse Knechte" sind. Darf ich eine Frage stellen? Wer hat sein Kommen verzögert?

WIR haben es verzögert. Unser Herr möchte kommen. Er ist ein eifriger, liebender Bräutigam, der zu seiner Braut kommen möchte. Und er wird kommen, wann immer sein Volk wirklich möchte, daß er kommt:

Es ist nicht einfach so, daß das Evangelium aller Welt gepredigt werden und die ganze Erde füllen soll, sondern es ist so, wenn das geschehen ist, wird es ein Volk geben, das bereit ist, ihm am Ende zu begegnen. Ohne eine Beendigung jener Manifestation Gottes im Fleische jedes Gläubigen kann es keine Beendigung des Geheimnisses Gottes geben.— (Ibid.)





Man versteht es gründlich, daß Christus bei seiner Geburt an der Natur der Maria teilhatte, die 'Frau' von der er 'geboren' wurde. Aber der irdische Verstand ist unwillig einzusehen, daß Gott in seiner vollkommenen Heiligkeit es ertragen konnte, zu den Menschen zu kommen, wo sie sich in Sündhaftigkeit befinden. Daher sind Anstrengungen unternommen worden, den Folgen dieser herrlichen Wahrheit auszuweichen, nämlich der Entäußerung des ICH, indem eine Theorie erfunden wurde, der zufolge die Natur der Jungfrau Maria anders war als die der übrigen Menschheit.

So lautet die Römisch-Katholische Lehre bezüglich der menschlichen Natur Christi. Jene katholische Lehre der menschlichen Natur Christi ist einfach die, daß jene Natur überhaupt keine menschliche, sondern eine göttliche ist: (Wir zitieren von ihnen) "Überragender und herrlicher als alle Naturen." In seiner menschlichen Natur war Christus demnach so weit getrennt von der Menschheit, daß er jener Menschheit gänzlich ungleich war: Derart ist aber nicht der Glaube Jesu. Der Glaube Jesu ist: "Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden." (Heb. 2:14)--(The Consecrated Wag, Seite 35, 38)





Wir haben gesehen, dass das kleine Horn—der Mensch der Sünde, das Geheimnis der Bosheit—sein eigenes, irdisches, menschliches und sündiges Priestertum, mit Heiligtum und Dienst aufgerichtet hat, anstelle des himmlischen und heiligen Priestertums, Heiligtums und Dienstes. In diesem Priestertum und Dienst des Geheimnisses der Bosheit bekennt der Sünder dem Priester seine Sünden und setzt sein Sündenleben fort. In der Tat, bei jenem Priestertum und Dienst ist keine Kraft für irgendetwas anderes vorhanden, außer zur Fortsetzung des Sündenlebens, sogar nachdem sie ihre Sünden bekannt haben. Aber so traurig die Frage sein mag: Trifft es nicht zu, dass diejenigen, die nicht zum Geheimnis der Bosheit gehören, die aber wirklich an Jesus und sein Priestertum und Dienst glauben (er meint die Gemeinde der Übrigen) - ist es nicht allzu wahr, dass auch sie ihre Sünden bekennen und dann ihr Sündenleben fortsetzen? Ist dies denn fair unserem Hohenpriester, seinem Opfer und seinem gelobten Dienst gegenüber? (The Consecrated Wag, Seiten 121, 122)



Was sagt Ellen White?



„Diejenigen, die behaupten, es sei für Christus unmöglich gewesen zu sündigen, können nicht glauben, daß er wirklich die menschliche Natur annahm. Wurde aber Christus nicht tatsächlich versucht, nicht nur von Satan in der Wüste, sondern während seines ganzen Lebens von Kindheit bis zum Mannesalter? Er wurde in allen Dingen versucht wie wir, und weil er der Versuchung in jeder Form erfolgreich widerstand und dem Menschen so ein vollkommenes Vorbild gab, können wir durch die reichlichen Vorkehrungen Christi Teilhaber der göttlichen Natur werden, nachdem wir der Verderbtheit entronnen sind, die in der Welt durch Lust vorhanden ist.— (ABC VII, 929)



Er widerstand der Versuchung erfolgreich. In anderen Worten, er sagte: "NEIN!"

Weißt du, wie man NEIN sagt?

Das ist alles, was du durch Gottes Gnade zu tun hast. Wenn die Versuchung kommt und der Teufel dich sozusagen in Stücke schüttelt, brauchst du nur NEIN zu sagen. Sag mir: wenn du in Afrika im Urwald auf einen Löwen triffst, und du hast kein Gewehr, keine Keule - du bist dort ganz allein und unbewaffnet, und jetzt triffst du dort am Wege auf einen Löwen, und er beginnt zu brüllen: wenn du dich ihm einfach furchtlos näherst, ihm die geballte Faust zeigst und ihn anschreist: "Mach, daß du wegkommst!" so wird er davontrodlen. Nun, wenn Du es versuchen möchtest, kannst du es tun. Ich hatte dazu nie die Gelegenheit. Aber die Bibel sagt, daß der Teufel wie ein brüllender Löwe ist. Jak. 4:7 sagt: "Wenn du ihm "widerstehst' , flieht er von dir." Genau das tat Jesus.



„Christi Sieg und Gehorsam ist der eines Menschen. In unseren Schlußfolgerungen mögen uns Fehler unterlaufen aufgrund unserer irrigen Ansichten über die menschliche Natur unseres Herrn. Wenn wir seiner menschlichen Natur eine Kraft beimessen, die der Mensch unmöglich in seinem Konflikt mit Satan haben kann, zerstören wir die Vollständigkeit seiner Menschlichkeit. Er verleiht allen, die ihn im Glauben annehmen, seine zugerechnete Gnade und Kraft. Der Gehorsam Christi seinem Vater gegenüber war derselbe Gehorsam, der vom Menschen gefordert wird.“ — (ABC, VII, 929)



"Christus lebte ein Leben vollkommenen Gehorsams dem Gesetz Gottes gegenüber und setzte darin ein Beispiel für jeden Menschen. Das Leben, das er in der Welt lebte, sollen wir leben: durch seine Kraft und unter seiner Anleitung."



Und dann, Jugend, "Education", Seite 259 (Erziehung) hat einen wunderbaren Rat: "Es war in Stunden einsamen Gebets, in denen Jesus in seinem irdischen Leben Weisheit und Kraft empfing." Bildet euch keinen Augenblick ein, er hätte eine besondere Leitung zum Himmel gehabt. Er hatte sie nicht, meine Freunde. Er betete, weil er es mußte.



Die Jugendlichen sollen seinem Beispiel folgen, indem sie bei Morgengrauen und Abenddämmerung eine stille Zeit zur Zwiesprache mit ihrem Vater im Himmel suchen. Und während des ganzen Tages sollen sie ihre Herzen zu Gott erheben. Bei jedem Schritt unseres Weges sagt er: "Ich, der HERR, dein Gott, will deine rechte Hand halten, fürchte dich nicht, ich helfe dir." Könnten unsere Kinder am Morgen ihrer Jahre lernen, welche Frische und Kraft, welche Freude und Lieblichkeit in ihr Leben gebracht würde! — (Education, Seite 259)



Ellen White sagt:

„Jesus war sündlos und fürchtete die Folgen der Sünde nicht. Mit dieser Ausnahme war sein Umstand wie der deine. (Sie schrieb hier einem jungen Mann) Du hast keine Schwierigkeit, die nicht mit gleichem Gewicht auf ihm lastete.... Seine Gefühle konnten ebenso leicht wie deine durch Vernachlässigung und Gleichgültigkeit bekenntlicher Freunde verletzt werden.— (Our High Calling, Seite 59)

Christi Leben stellt vollkommene Männlichkeit dar. Was du sein kannst, war er in menschlicher Natur. Er nahm unsere Schwachheiten an. Er wurde nicht nur Fleisch, sondern wurde in Gleichgestalt des sündigen Fleisches geboren. Seine göttlichen Eigenschaften wurden zurückgehalten, damit sie ihn nicht von seiner Seelenqual oder seinen körperlichen Leiden befreien.--(ABC, V, Seite 1124)



Nun möchte ich euch einladen, zum Battle Creek Tabernakel (eine Kapelle) zu kommen (1893) und euch der Versammlung anzuschließen. Die Predigt an jenem Abend wurde in Kurzschrift aufgenommen und anschließend wörtlich verlesen, auch einschließlich verkehrter Grammatik. Alles ist hier vorhanden. Stellt euch vor, daß es bei uns hier stattfindet. A. T. Jones spricht:



In der bildlichen Darstellung wird das Kleid auf dem Webstuhl des Himmels gewebt, in dem kein Faden von Menschen gemacht ist. (Er zitierte falsch, es muß heissen...von Menschen entworfen). Geschwister, jenes Kleid wurde in einen menschlichen Leib gewoben. Der menschliche Körper--das Fleisch Christi— war der Webstuhl, nicht wahr? Jenes Kleid wurde in Jesus gewoben, im selben Fleisch und Blut, das auch wir haben. Dies Fleisch ist deins uns meins, das Christus in dieser Welt trug— das war der Webstuhl, auf dem Gott das Kleid für dich und mich webte, damit wir es im Fleische tragen, und er möchte, daß wir es jetzt tragen, sowie auch dann, wenn das Fleisch am Ende unsterblich wird. Was war der Webstuhl? Christus in seinem menschlichen Fleische. Was wurde dort gewebt?

(Stimme: "Das Kleid der Gerechtigkeit.") Und alles für uns. Die Gerechtigkeit Christi— das Leben, das er lebte — für dich und mich; was wir heute abend betrachten, ist dieses Kleid. Gott ist der Vater— Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit sich selber. (Das ist wahr, 2. Kor 5:19. Denkt ja nicht einen Augenblick, meine Freunde, der Vater sei zornig auf Christus gewesen, als er am Kreuze hing. Der Vater war dort und litt mit seinem Sohn.)

"Sein Name soll Immanuel sein," d. h . : "Gott mit uns." Nun denn, er möchte, daß dieses Kleid uns gehört, nicht aber, daß wir vergessen, wer der Weber ist. Nicht wir selbst sind es, sondern der, der mit uns ist. Es war Gott in Christo. Christus soll in uns sein, genauso wie Gott in ihm war, und sein Charakter soll durch jene Leiden und Versuchungen, die ihm begegneten, in uns hineingewebt werden. Und Gott ist der Weber, aber nicht ohne uns. Es ist das Zusammenwirken des Göttlichen und Menschlichen--das Geheimnis Gottes in dir und mir, dasselbe Geheimnis, das im Evangelium war und das in der dritten Engelsbotschaft ist. Dies ist das Wort des wunderbaren Ratgebers.

(Stimme: "Wurde der Charakter nicht ohne uns gewebt?") Ja, aber er wird nicht ohne uns unser Eigentum.



Wenn wir also durch diese feurigen Prüfungen und Versuchungen geführt werden, um Teilhaber des Charakters Christi zu werden, und wenn diese Prüfungen und Versuchungen, die uns begegnen, uns unseren Charakter und die Wichtigkeit zeigen, den seinen zu besitzen, so daß wir durch dieselben Versuchungen, durch die er ging, Teilhaber seines Charakters werden und im Leibe die Gerechtigkeit des Lebens des Herrn Jesu Christi tragen.

Natürlich wurde das Kleid ohne uns gemacht, und das Wunderbare ist, daß wir das Kleid so vollkommen haben können wie Christus ist. Wir sollen in Christo wachsen, bis wir alle zur Einheit des Glaubens gelangen. Es ist noch dieselbe Botschaft, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zu einem vollkommenen Manne, zum "Maß der Gestalt der Fülle Christi".

Wie groß sollen wir im Charakter sein, ehe wir diese Welt verlassen? So groß wie Christus. Wie soll unsere Gestalt sein? Die Gestalt Christi. Wir sollen vollkommen sein und "bis zum Maß der Gestalt der Fülle Christi" heranreichen.



Wer ist der Weber? (Stimme: "Gott.") Wessen Auge besieht das Muster? Gottes. Oftmals, Geschwister, erscheinen uns die Fäden allesamt verworren, wenn wir sie anschauen. Die Maschen scheinen alle aus der Reihe zu geraten und es ist gar keine Harmonie in der Form vorhanden, keine Schönheit im Muster, wie es uns vor Augen steht. Das Muster aber wird nicht von uns angefertigt. Wir sind nicht der Weber. Obwohl die Fäden sich verwirren und das Schiffchen beim Hindurchbewegen ganz ins Stocken gerät… Gott macht das Schiffchen flott, und es geht hindurch. Mach dir nichts daraus, wenn sich die Fäden verwirren und du nichts Schönes darin sehen kannst. Gott ist der Weber.

Kann er die Fäden entwirren? Er wird es sicher tun! Wenn wir nach Harmonie des Musters ausschauen und alles schief ist, die Farben vermischt und die Fäden in jede Richtung hindurchgezogen, daß das Gesamtbild entstellt ist, wer macht denn überhaupt das Gesamtwerk? Gott natürlich. Wessen Webstuhl enthält das Muster des Werkes in seiner Vollständigkeit? Wer ist das Muster? Christus ist das Muster. Vergeßt nicht: "Niemand kennt den Sohn denn der Vater." Du und ich können unser Leben nicht nach dem Muster formen. Wir kennen ihn nicht. Wir können nicht deutlich genug sehen, um die Form des Musters zu erkennen oder zu wissen, wie man es recht formt, selbst wenn wir webten. Geschwister, Gott webt. Er wird jenen Vorgang fortsetzen. Gott sieht das Muster in seiner Vollständigkeit, noch ehe es fertig ist. Es ist in seinen Augen vervollkommnet, auch wenn es in unseren Augen völlig schief und verworren scheint.



"Geschwister, laßt ihn weben." Bitte beachtet jenes kleine Wort: "Laßt". Dies bringt uns zu einem anderen Thema: Weshalb es leicht ist, gerettet zu werden und schwer, verloren zu gehen. Welches ist dein Werk? "Laßt ihn auf jeden Fall weben." Laßt ihn fortfahren, in deinem ganzen Leben und deinen Erfahrungen seinen gesegneten Plan auszuführen und das kostbare Muster Jesu Christi zu weben.

Es kommt der Tag, und er ist nicht fern, wenn das letzte Schiffchen hindurchgeschossen wird, der letzte Faden angelegt und die letzte Anforderung im Muster vollständig erfüllt und versiegelt wird mit dem Siegel des lebendigen Gottes. Dort werden wir nur auf ihn warten, damit wir ihm ähnlich sind, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.— (GCB 1893, S. 207)



Wenn ein Christ nicht erkennt, welhalb Jesus kam und was er als des Menschen Vorbild erreichte, wird er verwirrt sein, stellt man ihm andere Fragen, wie diese:

Weshalb hat Jesus sein Kommen verzögert?

Auf wen fällt der Spätregen?

Was bedeutet das Siegel Gottes?

Was bedeutet der "reife Mensch"?

Den Charakter Jesu widerzuspiegeln, ist ein lebenswichtiges Ziel, das in einer beachtenswerten Demonstration an den Gläubigen der letzten Generation erreicht wird, die dadurch befähigt werden, sündlos zu leben. "Hier ist ein Ruf nach Geduld der Heiligen, jene, die die Gebote Gottes halten und den Glauben Jesu." (Off 14:12)— (Review and Herald, Dez. 1971)



Quelle:

Robet J. Wieland

Eine Einfuehrung in die Botschaft von 1888





Tägliches Leben ohne jegliche Sünde, auch gedanklich, durch Jesus Christus

Jede kleine Ausrede ist Lüge = Sünde, selbst wenn sie nur gedacht wird und damit Gottlosigkeit!

http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/suende-jegliche-suende-trennt-von-gott.php


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