Satans Schlingen

Der falsche Ruhetag



Satans Schlingen

Der falsche Ruhetag

 

Während Gottes Volk sich den Gefahren der letzten Tage nähert, hält Satan Rat mit seinen Engeln, wie er am erfolgreichsten ihren Glauben untergraben kann. Er sieht, daß die volkstümlichen Kirchen durch seine betrügliche Macht bereits in Schlaf gelullt sind. Durch wohlgefällige Trugschlüsse und lügenhafte Wunder kann er sie fortwährend unter seiner Kontrolle behalten. Deshalb weist er seine Engel an, ihre Schlingen besonders für diejenigen auszulegen, die nach dem zweiten Kommen Christi Ausschau halten und bemüht sind, alle Gebote Gottes zu halten.


 

Der große Betrüger sagt:

„Wir müssen über jene wachen, die die Aufmerksamkeit des Volkes auf den Sabbat des HERRN lenken. Sie werden viele veranlassen, die Forderungen des Gesetzes Gottes anzuerkennen, und das gleiche Licht, das den wahren Sabbat offenbart, zeigt auch Christi Dienst im himmlischen Heiligtum und daß das letzte Werk für die Erlösung des Menschen jetzt vor sich geht. Haltet die Gemüter des Volkes in Finsternis, bis das Werk beendet ist, und die Welt wie auch die Kirche werden uns sicher sein. Der Sabbat ist die große Frage, die das Schicksal von Seelen entscheidet. Wir müssen unsern Sabbat erhöhen. Wir haben Weltmenschen und Kirchenglieder veranlaßt, ihn anzunehmen; jetzt muß die Kirche dahin gebracht werden, sich mit der Welt in seiner Unterstützung zu vereinigen. Wir müssen Zeichen und Wunder tun, um ihre Augen von der Wahrheit abzuwenden und sie zu veranlassen, Vernunft und Gottesfurcht beiseite zu legen und Brauch und Überlieferung zu folgen. Ich will Einfluß auf volkstümliche Prediger ausüben, daß sie die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörerschaft von Gottes Geboten ablenken.

Das, was die Schrift das vollkommene Gesetz der Freiheit nennt, soll als ein Knechtschaftsjoch dargestellt werden. Die Leute forschen nicht selbst, sondern nehmen die Schriftauslegung ihres Predigers an. Indem ich auf die Prediger einwirke, kann ich das Volk nach meinem Willen lenken. Aber unser Hauptaugenmerk muß darauf gerichtet sein, diese Sekte der Sabbatisten zum Schweigen zu bringen. Wir müssen allgemeinen Unwillen gegen sie erregen. Wir werden große Männer und weltkluge Leute auf unsere Seite ziehen und die Behörden veranlassen, unsere Absichten auszuführen. Dann wird der Sabbat, den ich eingesetzt habe, durch die strengen Gesetze eingeschärft werden. Solche, die es wagen, sie zu mißachten, werden aus Städten und Dörfern vertrieben werden und müssen Hunger und Entbehrung erdulden. Wenn wir erst an der Macht sind, werden wir zeigen, was wir mit jenen tun, die ihre Untertanentreue zu Gott nicht aufgeben wollen.

Wir brachten die römische Kirche dazu, allen Einkerkerung, Folter und Tod aufzuerlegen, die sich weigerten, ihren Erlassen zu folgen. Jetzt, wo wir die protestantischen Kirchen und die Welt in Übereinstimmung mit diesem rechten Arm unserer Macht bringen, werden wir zuletzt ein Gesetz haben, alle auszurotten, die sich unserer Autorität nicht unterwerfen wollen. Wenn die Todesstrafe für die Übertretung unseres Sabbats eingeführt ist, dann werden sich viele, die jetzt mit den Sabbatisten verbunden sind, auf unsere Seite begeben.

Aber bevor wir diese strengsten Maßnahmen ergreifen, müssen wir unsere ganze Weisheit und Spitzfindigkeit anwenden, um die Beobachter des wahren Sabbats zu täuschen und zu fangen. Durch Weltliebe, Sinneslust und Stolz können wir viele von Christo trennen. Sie werden sich sicher wähnen, weil sie an die Wahrheit glauben; aber das Frönen der Eßlust und niedriger Triebe, wodurch ihre Urteilskraft verwirrt und ihr Scharfsinn getrübt wird, werden zu ihrem Fall führen.

Geht und erfüllt diejenigen, die Ländereien und Geld besitzen, mit Sorgen. Stellt ihnen die Welt in ihrem anziehendsten Lichte dar, daß sie ihre Schätze hier anlegen und ihre Zuneigung auf irdische Dinge richten. Wir müssen äußerste Anstrengungen machen, um zu verhindern, daß die Arbeiter in Gottes Werk Mittel erhalten, sie gegen uns zu benutzen. Haltet die Mittel in unsern Reihen fest. Je mehr Mittel sie erhalten, desto größeren Schaden werden sie unserm Reich zufügen, indem sie uns die Untertanen wegnehmen. Veranlaßt, daß sie sich mehr um ihr Geld als um die Aufrichtung des Reiches Christi und die Verbreitung der Wahrheit sorgen, die wir hassen; dann brauchen wir ihren Einfluß nicht zu fürchten.

Wir wissen ja, daß jeder Selbstsüchtige und Habsüchtige unserer Macht anheimfallen und schließlich von Gottes Volk getrennt werden wird. Durch solche, die den Schein eines gottseligen Wesens haben, aber seine Kraft verleugnen, können wir viele bekommen, die uns sonst Schaden zufügen würden. Diejenigen, die Wollust mehr lieben als Gott, werden unsere eifrigsten Helfer sein. Sind sie dazu klug und gebildet, können wir sie als Lockvögel benutzen, andere in unser Netz zu ziehen. Viele werden ihren Einfluß nicht fürchten, da sie sich zum gleichen Glauben bekennen. Wir werden sie zu der Schlußfolgerung veranlassen, daß Christi Forderungen weniger genau sind, als sie einst angenommen haben, daß sie durch Anpassung an die Welt einen größeren Einfluß auf Weltmenschen haben könnten. So werden sie sich von Christo trennen und keine Kraft haben, unserer Macht zu widerstehen. Es wird nicht allzu lange dauern, bis sie bereit sind, über ihren einstigen Eifer und ihre frühere Weihe zu spotten.

Bis der letzte große Schlag ausgeführt wird, müssen wir in unserm Bemühen gegen die Beobachter der Gebote unermüdlich sein. Wir müssen bei all ihren Versammlungen zugegen sein. Besonders anläßlich ihrer großen Versammlungen erleidet unsere Sache großen Schaden. Wir müssen äußerst wachsam sein und unsere trügerischen Künste anwenden, um zu verhüten, daß Seelen die Wahrheit hören und davon beeindruckt werden. Ich werde dort als meine Helfer Männer haben, die falschen Lehren anhängen, die gerade so viel Wahrheit enthalten, daß Seelen dadurch verführt werden können. Ich werde auch Ungläubige dort haben, die des HERRN Botschaften der Warnung an seine Gemeinde in Zweifel ziehen. Falls das Volk diese Ratschläge der Warnung liest und daran glaubt, haben wir wenig Hoffnung, sie zu überwinden. Aber wenn wir ihre Aufmerksamkeit von diesen Warnungen ablenken können, werden sie bezüglich unserer Macht und List unwissend bleiben, und zuletzt werden sie sich unsern Reihen anschließen.

Gott wird nicht zulassen, daß die Geringschätzung seiner Worte ungestraft bleibt. Können wir Seelen für eine Zeitlang betrügen, wird ihnen Gottes Gnade entzogen und er wird sie unsrer vollen Herrschaft überlassen. Wir müssen Verwirrung und Trennung anrichten. Wir müssen ihre Angst um ihr eigenes Seelenheil zerstreuen. Wir müssen sie dazu bringen, einander zu kritisieren, zu richten und anzuklagen und Selbstsucht und Feindschaft zu hegen. Um dieser Sünden willen hat uns Gott aus seiner Gegenwart verbannt; und alle, die unserm Beispiel folgen, wird das gleiche Los zuteil werden.“

Spirit of Prophecy IV; The Great Controversy 337-340 (1884).

Ellen Gould White

Zeugnisse für Prediger
Kapitel 67 – Seite 223-225


 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes
Bücher von Ellen Gould White als PDF
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