Mehr über den Geist und die Dreieinigkeit



Jesus war kein Trinitarier

Mehr über den Geist und die Dreieinigkeit

 

„Matthäus 28,19 beweist nur, dass hier drei Subjekte erwähnt werden... aber es beweist in sich selbst nicht, dass all diese drei notwendigerweise zur göttlichen Natur gehören und gleichwertige göttliche Ehren besitzen... Dieser Text beweist in sich selbst weder schlüssig die Persönlichkeit von diesen drei Subjekten, die erwähnt werden, noch ihre Gleichwertigkeit oder Göttlichkeit.“702

„Sankt Paulus hatte keine Lehre der Dreieinigkeit.

 

Der Geist Gottes oder der Heilige Geist, war für ihn (abgesehen von der Identifikation mit dem auferstandenen Christus) die Energie der göttlichen Natur, universell in seinem Wirken, den Willen und den Verstand des Menschen beeinflussend, die Quelle der siebenfachen Gaben, wie sie in Jesaja 11,2 beschrieben sind.“703

„Es gibt keinen positiven Beweis dafür, dass der Geist, von welchem im Alten Testament gesprochen wird, entweder als Modalität der göttlichen Existenz, oder als eine der Personen der Dreieinigkeit in der göttlichen Essenz erkannt wurde.“704

„Im Alten Testament ist der Geist kein persönliches Wesen. Es ist ein Prinzip der Handlungen, kein Subjekt.

 

Es gehört angemessenerweise allein Yahweh.“705

„Wenn in der Abschiedsrede im Johannesevangelium vom Heiligen Geist als Person gesprochen wird, dann wird zum Beispiel von ihm gesagt:

´Er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen... von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.`(Joh 16,13 -14).

 

Dies ist nur eine bildhafte Personifizierung, die mit der Präsentation des Geistes als einem anderen Fürsprecher an der Stelle von Jesus (beim Vater) im Einklang steht; während derselbe Evangelist in seinem ersten Brief denselben Geist unpersönlich als chrisma (Salbung) behandelt (1. Joh. 2,26-27).

Der Heilige Geist „hört“ durch die geistlichen Ohren jener, die ihn haben. Er verkündet durch den Mund der Propheten, präzise auch dann beim Gebet, wenn er ´Abba` aus den Herzen der Gläubigen ruft ( Römer 8,15 und 26).“706

„Dass die neutestamentlichen Schreiber dem Geist eine (separate) Persönlichkeit zuschrieben ist insgesamt unwahrscheinlich.

 

Alle altertümlichen Schreiber waren es gewöhnt von abstrakten Begriffen in persönlicher Sprache zu reden und vergaßen zeitweise, dass sie Metaphern benutzten. Mächte und Qualitäten werden mit separatem Leben bekleidet und es wird angenommen, dass sie durch ihren eigenen Willensentschluss wie persönliche Wesen handeln.

Wenn der Geist daher als warnend, tröstend, führend, fürbittend beschrieben wird, müssen wir vorsichtig sein, diese Texte nicht ins allzu Wörtliche zu pressen.

Die alttestamentliche Vorstellung von einer göttlichen Energie, welche von den Menschen Besitz nimmt, war so fest etabliert, dass keine radikale Abwendung davon möglich war, und nähere Untersuchungen zeigen uns auch, dass keine solche Abwendung erwogen wurde.

Paulus verglich den Geist mit dem Fleisch, als etwas von der gleichen Ordnung, obwohl es zu einer höheren Sphäre gehört.

Die dem zugrunde liegende neutestamentliche Vorstellung war, dass sogar dann, wenn vom Geist persönlich gesprochen wird, es sich immer um eine übernatürliche Kraft handelt...

Gleichzeitig liegt die Vorstellung des Geistes als eine dritte Person in der Gottheit ziemlich offensichtlich außerhalb der Reichweite der Vermutungen der neutestamentlichen Schreiber.

Sie dachten einfach an eine Kraft von oben, welche sich im Leben der christlichen Menschen manifestierte.“707

„Der Glaube an den Heiligen Geist als eine dritte Person in der Gottheit wurde lange nach den biblischen Zeiten festgesetzt. Das Konzil in Nicäa ging 325 nach Christus nicht weiter als zu sagen:

´Wir glauben an einen Heiligen Geist`.

 

Es ist daher unmöglich zu begründen, dass an den Heiligen Geist von neutestamentlichen Zeiten an als dritte göttliche Person geglaubt wurde. Gregor von Nazianz, Bischof von Konstantinopel, schrieb 380 nach Christus:

´Unter den weisen Männern unter uns selbst, haben einige sich ihn (dem Heiligen Geist) als eine Aktivität vorgestellt, andere als eine Schöpfung, andere als Gott; und einige waren unsicher, wie sie ihn bezeichnen sollen, aus Ehrfurcht gegenüber den Schriften, sagen sie, obwohl dies die Sache ebenfalls nicht klar machte.“708

Es ist nach den Beweisen dieser Zitate sogar unmöglich, dass eine Lehre von drei gleichwertigen Personen in dem einen Gott am Ende des vierten Jahrhunderts existierte.

Wenn dreihundert Jahre nach den neutestamentlichen Zeiten keine orthodoxe Dreieinigkeit festgesetzt war, wie können Protestanten dann behaupten, dass es eine unentbehrliche christliche Lehre ist?

„Die Vorstellung über den Heiligen Geist oder den Geist Gottes stammt vom Judaismus ab.

Die frühen Christen dachten gewöhnlich über ihn nicht als individuelles Wesen oder eine Person, sondern einfach als die göttliche Kraft, welche in der Welt und besonders in der Kirche wirkt.“709

 

www.bibel-aktuell.org

 

702 John McClintock and James Strong, Cyclopedia of Biblical, Theological and Ecclesiastical Literature, Harper, 1891, Band 10, Seite 552.

703 Dictionary of the Apostolic Church, Band 1, Seite 189.

704 Dr. Seth Sweetser, Bibliotheca Sacra, Januar 1854, Band 11, Seite 99.

705 The New Jerome Biblical Commentary, Prentice Hall, 1990, Band 2, Seite 742.

706 Willibald Beyschlag, New Testament Theology, 1896, Neuauflage Kessinger 2006, Band 1, Seite 279-280.

707 E.F. Scott, The Spirit in the New Testament, Hodder, 1923, Seite 232 und 236.

708 Fifth Theological Oration: „On the Holy Spirit“, V.

709 Arthur McGiffert, A History of Christian Thought, Charles Scribner´s Sons, 1954, Band 1, Seite 111.

 

Mehr siehe hier:

Jesus war kein Trinitarier

http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/jesus-war-kein-trinitarier.php

 


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