In Christus angenommen


Glaube und Werke

Kapitel 16

 

In Christus angenommen

 

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Johannes 3,16

Diese Botschaft ist für die Welt bestimmt, denn „jeder“ bedeutet, dass tatsächlich jeder Mensch, der die Bedingung erfüllt, den Segen erhalten kann. Alle, die auf Jesus sehen und an ihn als ihren persönlichen Erlöser glauben, werden „nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“.

Jede Vorkehrung wurde getroffen, damit wir die ewige Belohnung erhalten können. Christus ist unser Opfer, unser Stellvertreter, unser Bürge, unser göttlicher Fürsprecher; er wurde für uns „zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung gemacht“. 1.Korinther 1,30.

„Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen.“ Hebräer 9,24.

Als unser Fürsprecher präsentiert Christus dem Vater seine durch sein eigenes Opfer erworbenen göttlichen Verdienste als unser Stellvertreter und Bürge, denn er fuhr in den Himmel auf, um unsere Übertretungen zu sühnen. „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ 1.Johannes 2,1.2.

„Hier ist die Liebe, nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn als eine Sühnung für unsere Sünden.“ 1.Johannes 4,10

„Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.“ Hebräer 7,25.

Aus diesen Bibeltexten wird deutlich, dass es nicht Gottes Willen entspricht, wenn du misstrauisch bist und deine Seele mit der Angst quälst, Gott werde dich nicht annehmen, weil du sündig und unwürdig bist. „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“ Jakobus 4,8.

Bring ihm deinen Fall vor und berufe dich auf die Verdienste des Blutes, das für dich beim Opfer von Golgatha vergossen wurde. Satan wird dich als großen Sünder anklagen und du musst zugeben, dass er Recht hat, aber du kannst sagen: „Ich weiß, dass ich ein Sünder bin, und deshalb brauche ich einen Erlöser. Jesus kam in die Welt, um Sünder zu retten. ‚Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.‘ 1.Johannes 1,7.9.

Ich habe keine Verdienste oder gute Taten aufzuweisen, aufgrund derer ich Erlösung beanspruchen könnte, aber vor Gott verweise ich auf das sühnende Blut des fleckenlosen Lammes Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Das ist meine einzige Bitte. Jesus ermöglicht mir den Zugang zum Vater. Sein Ohr und sein Herz öffnen sich meinem schwächsten Gebet, und er erfüllt meine tiefsten Bedürfnisse.“

 

Das bedeutet Rechtfertigung

Die Gerechtigkeit Christi macht den reuigen Sünder für Gott annehmbar und bewirkt seine Rechtfertigung. Wie sündig auch sein Leben gewesen sein mag, wenn er an Jesus als seinen persönlichen Erlöser glaubt, steht er vor Gott im fleckenlosen Kleid der zugerechneten Gerechtigkeit Christi. Der Sünder, der gerade noch „tot durch seine Übertretungen und Sünden“ war (Epheser 2,1), wird durch den Glauben an Christus „lebendig gemacht“. V. 5.

Durch den Glauben sieht er Jesus als seinen Erlöser, der „für immer lebt“ und daher „auch vollständig und für immer alle retten kann, die sich durch ihn an Gott wenden“. Hebräer 7,25

In der Sühne, die für ihn gebracht wurde, erkennt der Gläubige eine solche Breite und Länge und Höhe und Tiefe der Wirkung, eine solche Vollkommenheit der Erlösung, die zu einem unendlich hohen Preis erkauft wurde, dass seine Seele mit Lob und Dank erfüllt wird. „Wie in einem Spiegel“ sieht er „die Herrlichkeit des Herrn“ und wird durch den Geist des Herrn „in sein Bild“ verwandelt. 2.Korinther 3,18.

Er sieht das Kleid der Gerechtigkeit Christi, gewoben am himmlischen Webstuhl, ausgearbeitet durch seinen Gehorsam, und dem reuigen Menschen zugerechnet durch den Glauben an seinen Namen. Wenn der Sünder eine Vorstellung vom wunderbaren Charme Jesu bekommt, erscheint die Sünde ihm nicht länger attraktiv, denn er erblickt den „Auserkorenen unter vielen Tausenden, alles an ihm ist lieblich“. Hohelied 5,10.16.

Durch persönliche Erfahrung erlebt er die Macht des Evangeliums, an dessen großem Plan nur seine bedeutsamen Absichten herankommen. Wir haben einen lebendigen Erlöser. Er befindet sich nicht in Josefs neuem Grab; er ist vielmehr auferstanden von den Toten und aufgefahren zum Himmel als Stellvertreter und Bürge für jeden gläubigen Menschen. „Da wir nun gerechtfertigt worden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.“ Römer 5,1

Der Sünder wird durch die Verdienste Jesu gerechtfertigt und das ist Gottes Anerkennung des vollkommenen Lösegelds, das für die Menschen gezahlt wurde. Dass Christus „bis zum Tod am Kreuz, (wörtlich Pfahl), ... gehorsam“ war (Philipper 2,8), ist die Zusicherung für die Annahme des reuigen Sünders beim Vater. Sollten wir da noch zwischen Zweifel und Glauben hin und her schwanken? Jesus ist die Zusicherung unserer Annahme bei Gott! Wir stehen in Gottes Gunst, nicht aufgrund irgendeines eigenen Verdienstes, sondern aufgrund unseres Glaubens an den „HERRN, unsere Gerechtigkeit“. Jeremia 23,6b; 33,16b. Jesus steht im Allerheiligsten, wo er „jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes erscheint“. Hebräer 9,24.

Dort hört er nicht auf, sein Volk unaufhörlich vor Gott darzustellen, in ihm vollkommen! Siehe Kolosser 1,22.28

Weil wir auf diese Weise vor dem Vater dargestellt werden, sollten wir nicht denken, wir könnten seine Barmherzigkeit überbeanspruchen und sorglos, gleichgültig und bequem werden. Christus ist kein Diener der Sünde. Wir sind „in Christus vollkommen“, „begnadigt in dem Geliebten“ (Kolosser 1,28; Epheser 1,6), aber nur, „sofern wir im Glauben gegründet und fest bleiben“. Kolosser 1,23 Vollkommenheit durch unsere eigenen guten Werke können wir niemals erreichen.

Wer Jesus im Glauben erblickt, weist seine eigene Gerechtigkeit zurück. Er betrachtet sich als unvollkommen, seine Reue als ungenügend, seinen stärksten Glauben als schwach, sein kostbarstes Opfer als dürftig, und sinkt in Demut am Fuß des Kreuzes nieder. Aber aus dem Wort Gottes spricht eine Stimme zu ihm. Erstaunt vernimmt er die Botschaft: „Ihr seid vollkommen in ihm.“ Kolosser 2,10 Vgl. Kap. 1,28.

Nun hat seine Seele völligen Frieden. Er muss nicht mehr länger suchen, um irgendetwas Wertvolles an sich selbst zu finden, irgendeine verdienstvolle Tat, mit der er sich die Gunst Gottes verdienen müsste.

 

Eine schwer zu verstehende Wahrheit

Indem er „Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“, betrachtet (Johannes 1,29), findet er durch Christus Frieden, denn „Begnadigt“ steht bei seinem Namen geschrieben und er nimmt das Wort Gottes an: „Ihr seid vollkommen in ihm.“ Kolosser 2,10, Vgl. Kap. 1,28.

Wie schwer ist es für Menschen, die so lange gewohnt waren, Zweifel zu hegen, diese große Wahrheit anzunehmen! Doch welchen Frieden bringt sie der Seele, was für ein unerlässliches Leben! Wenn wir in uns selbst nach Gerechtigkeit suchen, durch die wir von Gott angenommen werden könnten, suchen wir am falschen Ort, denn wir „sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten“. Römer 3,23.

Wir müssen auf Jesus sehen, denn „wir schauen alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern“. 2.Korinther 3,18.

Deine Vollständigkeit findest du durch das Betrachten des Lammes Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Der Sünder steht vor dem Gesetz Gottes, das er gebrochen hat, und kann sich selbst nicht rein waschen; doch wenn er an Christus glaubt, wird er das Objekt seiner unendlichen Liebe und bekleidet mit seiner fleckenlosen Gerechtigkeit. Für jene, die an Christus glauben, betete Jesus: „Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind. Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“ Johannes 17,17.21.22.25.26.

Wer kann die Natur dieser Gerechtigkeit verstehen, die den gläubigen Sünder heil macht und ihn ohne „Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen“ vor Gott stellt? Epheser 5,27.

Wir haben die Zusage Gottes, dass Christus für uns „zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung gemacht“ ist. 1.Korinther 1,30.

Gebe Gott, dass wir uns fest auf sein Wort verlassen mit unbedingtem Vertrauen und seine reichsten Segnungen erfahren. „Denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin.“ Johannes 16,27.

Ellen Gould White

 

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Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

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