Dürfen Christen eigene Festtage bestimmen?


Spielt es im Neuen Bund keine Rolle, welche Festtage Christen halten? Hat sich Gottes Meinung bezüglich seiner Festtage grundlegend geändert?

Von David Treybig

 

Manche Christen meinen, daß der Neue Bund ihnen die Freiheit gibt, Gott nach eigenem Gutdünken einschließlich der Festlegung eigener Festtage anzubeten.

Was sagt die Bibel jedoch dazu?

Bald werden beispielsweise wieder Millionen von Menschen Weihnachten feiern, angeblich um Christi Geburtstag zu begehen.

Für sie ist Weihnachten das Fest der Liebe, und sie freuen sich auf diese Jahreszeit.

Viele sind dann bemüht, Jesus Christus zu verehren und Gott für die Geburt seines Sohnes zu danken.

Wie man heute in fast jedem beliebigen Lexikon nachlesen kann, hatten die Bräuche und Symbole, die heute in Verbindung mit Weihnachten stehen, jedoch nicht ihren Ursprung im Glauben und in den Praktiken Jesu, seiner Apostel und der ersten Christen.

Statt dessen sind sie heidnischen Ursprungs aus der Zeit vor Christus und wurden zur Götzenanbetung eingesetzt.

Selbst das Datum, an dem die meisten Weihnachten feiern, der 25. Dezember, ist in Wirklichkeit nicht das Geburtsdatum Jesu Christi, noch stimmt die Jahreszeit.

 

Für die Heiden der Antike hingegen war dieses Datum bzw. diese Jahreszeit wichtig für die Anbetung der Sonne bzw. des Sonnengotts.

Ein weiterer beliebter Feiertag, Ostern, erinnert an die Auferstehung Jesu. Wie bei Weihnachten finden wir jedoch kein biblisches Beispiel dieser Feier noch eine Anordnung Gottes, wonach wir der Auferstehung Jesu durch einen Feiertag gedenken sollen.

Wie bei Weihnachten sind viele österliche Bräuche nachweislich nichtchristlichen Ursprungs.

Stört sich Gott an einem christlichen Feiertag, dessen Bräuche und Ursprung eindeutig „von der Konkurrenz“, d. h. heidnisch sind?

Viele Christen sind der Meinung, daß solche Überlegungen für Gott unwichtig sind und daß er uns die Entscheidung überläßt, wie und an welchen Tagen wir ihn verehren wollen. Sie gehen davon aus, daß Gott jegliche Glaubensausübung genehm ist, solange man ihn damit verehren will. Bestätigt die Bibel diese Sichtweise?

 

Zwei Beispiele aus der Bibel sind diesbezüglich besonders einleuchtend. Beide haben mit dem alten Israel zu tun.

Die Worte des Apostels Paulus bezüglich der Heiligen Schrift, die zu seiner Zeit das Alte Testament war, sind die Grundlage für unsere Auseinandersetzung mit diesen historischen Ereignissen:

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt“ (2. Timotheus 3,16-17; alle Hervorhebungen durch uns).

In Römer 15, Vers 4 fügt Paulus hinzu:

„Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.“

 

Überlegen wir bei den beiden Beispielen, wie Gott es beurteilt, wenn die Menschen ihn nach eigenem Gutdünken anbeten.

 

Www.bibel-aktuell.org


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