Die Verwüstung der Erde



 Der große Kampf


zwischen Licht und Finsternis


Kapitel 40:


Die Verwüstung der Erde

 

„Ihre Sünden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel … In welchem Kelch sie eingeschenkt hat, schenket ihr zwiefältig ein. Wie viel sie sich herrlich gemacht und ihren Mutwillen gehabt hat, so viel schenket ihr Qual und Leid ein! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen auf einen Tag kommen:
Tod, Leid und Hunger; mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der HERR, der sie richten wird. Und es werden sie beweinen und sie beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und Mutwillen getrieben haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand; und werden von ferne stehen vor Furcht ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, die große Stadt Babylon, die starke Stadt! In einer Stunde ist dein Gericht gekommen.“
Offenbarung 18:5-10.

„Die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Wollust“ und „werden von Ferne stehen vor Furcht ihrer Qual, weinen und klagen und sagen: Weh, weh, die große Stadt, die bekleidet war mit köstlicher Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet war mit Gold und Edelgestein und Perlen! denn in einer Stunde ist verwüstet solcher Reichtum.“
Offenbarung 18:3. 15-17.

Derart sind die Gerichte, die am Tage der Heimsuchung durch den Zorn Gottes die Stadt Babylon treffen. Sie hat das Maß ihrer Ungerechtigkeit gefüllt, ihre Zeit ist gekommen, sie ist reif für die Zerstörung.
Wenn die Stimme Gottes die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird es ein schreckliches Erwachen für jene sein, die im Kampfe des Lebens alles verloren haben. Während der Gnadenzeit waren sie durch Satans Täuschungen verblendet und rechtfertigten ihren sündhaften Lebenswandel.

Die Reichen brüsteten sich mit ihrer Überlegenheit vor den weniger Begünstigten, obgleich sie ihre Reichtümer erworben hatten, indem sie das Gesetz Gottes übertraten. Sie hatten es unterlassen, die Hungrigen zu speisen, die Nackten zu kleiden, gerecht zu handeln und Barmherzigkeit zu lieben. Sie hatten versucht,sich selbst zu erheben und die Huldigung ihrer Mitmenschen zu erlangen. Nun sind sie alles dessen, was sie groß machte, beraubt, sind mittellos und wehrlos. Sie sehen mit Schrecken auf die Vernichtung der Götzen, die sie ihrem Schöpfer vorzogen. Sie haben ihre Seelen für irdische Reichtümer und Freuden verkauft und nicht danach getrachtet, reich zu werden in Gott. Die Folge: ihr Leben ist ein Fehlschlag; ihre Vergnügungen sind in Bitternis verwandelt, ihre Schätze in Fäulnis. Der Gewinn eines ganzen Lebens wird in einem einzigen Augenblick hinweggerafft. Sie bejammern die Zerstörung ihrer Häuser, die Zerteilung ihrer Gold- und Silberschätze. Doch ihre Klagen verstummen vor Furcht, daß sie selbst mit ihren Götzen umkommen müssen.

Die Gottlosen werden mit Reue erfüllt, nicht wegen ihrer sündhaften Vernachlässigung Gottes und ihrer Mitmenschen, sondern weil Gott gesiegt hat. Sie beklagen diese Folgen, aber bereuen nicht ihre Gottlosigkeit. Falls sie es könnten, würden sie kein Mittel unversucht lassen zu siegen. Die Welt sieht gerade jene Menschen, die sie verspottet und verlachte und die sie ausrotten wollte, ohne Schaden durch Pestilenz, Stürme und Erdbeben gehen. Der den Übertretern seines Gesetzes als ein verzehrendes Feuer erscheint, ist seinem Volk eine sichere Hütte.

Der Prediger, der die Wahrheit preisgab, um Menschengunst zu gewinnen, erkennt jetzt den Charakter und den Einfluß seiner Lehren.
Es wird offenbar, daß ihm ein allwissendes Auge gefolgt war, als er auf der Kanzel stand, in den Straßen ging oder unter den verschiedenen Lebensumständen mit den Menschen in Berührung kam.
Jede Erregung der Seele, jede geschriebene Zeile, jedes gesprochene Wort, jede Tat, die Menschen in falsche Zuversicht wiegte, war ein ausgestreuter Same, und in den elenden, verlorenen Seelen um sich herum erblickt er nun die Ernte.

Der HERR sagt: Sie „trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: ,Friede! Friede!‘, und ist doch nicht Friede“. „Daß ihr das her der Gerechten fälschlich betrübet, die ich nicht betrübt habe, und habt gestärkt die Hände der Gottlosen, daß sie sich von ihrem bösen Wesen nicht bekehren, damit sie lebendig möchten bleiben.“
Jeremia 8:11; Hesekiel 13:22.

„Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringet und zerstreuet! … Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bösen Wesens willen.“ „Heulet nun, ihr Hirten, und schreiet, wälzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen über die Herde: denn die Zeit ist hier, daß ihr geschlachtet … werdet … Und die Hirten werden nicht fliehen können, und die Gewaltigen über die Herde werden nicht entrinnen können.“
Jeremia 23:1-2; 25:34-35.

Prediger und Volk sehen, daß sie nicht das richtige Verhältnis zu Gott aufrechterhielten. Sie erkennen, daß sie sich gegen den Urheber des vollkommen gerechten und rechtschaffenen Gesetzes empört hatten. Ihre Mißachtung der göttlichen Vorschriften gab tausende Male Ursache zum Bösen, zu Zwietracht, Haß und Ungerechtigkeit, bis die Erde ein weites Feld des Streites, ein Sumpf der Verderbnis wurde. Solch ein Anblick liegt jetzt vor denen, welche die Wahrheit verwarfen und den Irrtum pflegten. Keine Sprache vermag die Sehnsucht auszudrücken, die die Ungehorsamen und Treulosen nach dem empfinden, was sie für immer verloren haben; dem ewigen Leben. Menschen,die von der Welt wegen ihrer Gaben und Beredsamkeit verehrt wurden, sehen nun diese Dinge in ihrem wahren Licht. Sie erkennen, was sie durch Übertretung verwirkt haben, und sie werfen sich denen zu Füßen, deren Treue sie verachtet und verspottet haben, und bekennen, daß Gott sie geliebt habe.

Das Volk sieht, daß es hintergangen worden ist. Einer klagt den andern an, daß er ihn ins Verderben geführt habe; alle aber verdammen aufs bitterste die Prediger. Untreue Hirten haben angenehme Dinge geweissagt, haben ihre Zuhörer dazu verleitet, Gottes Gesetz beiseite zusetzen und die zu verfolgen, die es heilighalten wollten. In ihrer Verzweiflung bekennen sie jetzt vor der Welt ihr betrügerisches Werk. Die Menge wird mit Raserei erfüllt. Wir sind verloren! schreit sie, und ihr seid die Ursache unseres Untergangs. Und sie wendet sich gegen die falschen Hirten. Gerade jene, die sie am meisten bewunderten, werden die furchtbarsten Verwünschungen über sie aussprechen.

Dieselben Hände, die sie einst mit Lorbeer krönten, werden sich erheben, sie zu vernichten. Die Schwerter, die das Volk Gottes erschlagen sollten, werden nun dessen Feinde umbringen. Überall herrschen Streit und Blutvergießen.

Sein „Hall“ wird „erschallen … bis an der Welt Ende. Der HERR hat zu rechten mit den Heiden und will mit allem Fleisch Gericht halten; die Gottlosen wird er dem Schwert übergeben“.
Jeremia 25:30-31.

Sechstausend Jahre hat der große Kampf gedauert. Der Sohn Gottes und seine himmlischen Boten haben gegen die Macht des Bösen gestritten, um die Menschenkinder zu warnen, zu erleuchten und zu retten. Nun haben alle ihre Entscheidung getroffen; die Gottlosen haben sich ganz mit Satan vereint im Kampf gegen Gott. Für Gott ist die Zeit gekommen, die Autorität seines mit Füßen getretenen Gesetzes zu rechtfertigen. der Streit herrscht jetzt nicht allein mit Satan, sondern auch mit Menschen.
„Der HERR hat zu rechten mit den Heiden“, „die Gottlosen wird er dem Schwert übergeben“.

Das Zeichen der Befreiung ist denen aufgedrückt worden, „so da seufzen und jammern über alle Greuel, so … geschehen“. nun geht der Todesengel aus, der in dem Gesicht Hesekiels durch die mit
mörderischen Waffen versehenen Männer dargestellt wird, die den Auftrag erhalten:
„Erwürget Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles tot; aber die das Zeichen an sich haben, derer sollt ihr keinen anrühren. Fanget aber an an meinem Heiligtum!“ Der Prophet sagt:
„Und sie fingen an, an den alten Leuten, so vor dem Hause waren.“
Hesekiel 9:1-6.

Das Vernichtungswerk beginnt bei denen, die vorgaben, die geistlichen Hüter des Volkes zu sein. Die falschen Wächter sind die ersten, die fallen sollen. Keiner wird bemitleidet, keiner verschont. Männer, Weiber, Jungfrauen und Kindlein kommen miteinander um.

„Der HERR wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Einwohner des Landes über sie … die darin erwürgt sind.“
Jesaja 26:21.

„Und das wird die Plage sein, womit der Herr plagen wird alle Völker, so wider Jerusalem gestritten haben: ihr Fleisch wird verwesen, dieweil sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in den Löchern verwesen und ihre Zunge im Mund verwesen. Zu der Zeit wird der HERR ein großes Getümmel unter ihnen anrichten, daß einer wird den andern bei der Hand fassen und seine Hand wider des andern Hand erheben.“
Sacharja 14:12-13.

In dem wilden Kampfe ihrer eigenen grimmigen Leidenschaften und durch das Schrecken verbreitende Ausgießen des unvermischten Zornes Gottes fallen die gottlosen Bewohner der Erde:
Priester, Oberste und das Volk, reich und arm, hoch und niedrig. „Da werden die Erschlagenen des HERRN zu derselben Zeit liegen von einem Ende der Erde bis ans andere Ende; die werden nicht beklagt noch aufgehoben noch begraben werden.“
Jeremia 25:33.

Bei der Wiederkunft Christi werden die Gottlosen von der ganzen Erde vertilgt, verzehrt von dem Geist seines Mundes und vernichtet durch den Glanz seiner Herrlichkeit. Christus führt sein Volk zu der Stadt Gottes, und die Erde wird unbewohnt sein.
„Siehe, der HERR macht das Land leer und wüst und wirft um, was darin ist, und zerstreut seine Einwohner … Das Land wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet …; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund. Darum frißt der Fluch das Land; denn sie verschulden's, die darin wohnen. Darum verdorren die Einwohner des Landes.“
Jesaja 24:1.3.5.6.

Die ganze Welt sieht aus wie eine öde Wüste. Ruinen der von dem Erdbeben zerstörten Städte und Dörfer, entwurzelte Bäume, rauhe, vom Meer ausgestoßene oder aus der Erde herausgeworfene Felsen liegen auf der Oberfläche verstreut, während gähnende Abgründe die Stätten kennzeichnen, wo die Berge aus ihren Grundfesten gerissen wurden.

Jetzt findet das Ereignis statt, auf das die letzte feierliche Handlung des Versöhnungstages hinwies. Nachdem der Dienst im Allerheiligsten vollendet und die Sünden Israels kraft des Opferblutes aus dem Heiligtum entfernt worden waren, wurde der Sündenbock lebend vor den HERRN gebracht, und im Beisein des Volkes bekannte der Hohepriester „auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre Übertretung in allen ihren Sünden“ und legte sie dem lebenden Bock auf das Haupt.
3.Mose 16:21.

Auf die gleiche Weise werden, wenn das Versöhnungswerk im himmlischen Heiligtum vollendet ist, in der Gegenwart Gottes und er heiligen Engel und der Schar der Erlösten die Sünden des Volkes Gottes auf Satan gelegt; er wird all des Bösen schuldig erklärt werden, das er veranlaßt hat. Und wie der lebende Bock in eine unbewohnte Gegend gejagt wurde, so wird Satan auf die verwüstete Erde verbannt werden, in eine unbewohnt, öde Wildnis.

Christus sagt Satans Verbannung sowie das Chaos und die Verödung, die dann auf der Erde herrschen sollen voraus und erklärt, dieser Zustand würde tausend Jahre lang bestehen. Nach der Schilderung der Ereignisse bei der Wiederkunft des Herrn und bei dem Untergang der Gottlosen fährt der Schreiber der Offenbarung fort:
„Ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und Satan, und band ihn tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und verschloß ihn und versiegelte oben darauf, daß er nicht mehr verführen sollte die Heiden, bis daß vollendet würden tausend Jahre; und darnach muß er los werden eine kleine Zeit.“
Offenbarung 20:1-3.

Daß der Ausdruck „Abgrund“ die Erde in einem Zustand der Verwirrung und der Finsternis bezeichnet, erhellt aus andern Schriftstellen.
Über den Zustand der Erde „am Anfang“ sagt der biblische Bericht:
„Die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe.“
1.Mose 1:2.

(Das hier mit „Tiefe“ übersetze Wort ist in der Septuaginta das gleiche, wie das in Offenbarung 20:3mit „Abgrund“ wiedergegebene) Die Weissagung lehrt uns, daß die Erde wenigstens teilweise in diesen Zustand zurückversetzt werden wird. Im Hinblick auf den großen Tag Gottes erklärt der Prophet Jeremia: „Ich schaute das Land (Grundtext: die Erde) an, siehe, das war wüst und öde, und den Himmel, und er war finster. Ich sah die Berge an, und siehe, die bebten, und alle Hügel zitterten. Ich sah, und siehe, da war kein Mensch, und alle Vögel unter dem Himmel waren weggeflogen. Ich sah, und siehe, das Gefilde war eine Wüste; und alle Städte darin waren zerbrochen.“

Jeremia 4:23-26.

Diese Einöde soll tausend Jahre lang die Heimat Satan mit seinen bösen Engeln sein. Auf die Erde beschränkt, wird er keine Zugang zu andern Welten haben, um die zu versuchen und zu belästigen, die nie gefallen sind. In diesem Sinne ist er gebunden; niemand ist zurückgeblieben, an dem er seine Macht auslassen könnte. Er ist gänzlich von seinem betrügerischen und verderbenbringenden Werk
abgeschnitten, das so viele Jahrhunderte lang seine einzige Freude gewesen ist.

Der Prophet Jesaja ruft im Hinblick auf die Zeit des Sturzes Satans aus: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefällt, der du die Heiden schwächtest! Gedachtest du doch in deinem Herzen: ,Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen; ich will … gleich sein dem Allerhöchsten.,Ja, zur Hölle fährst du, zur tiefsten Grube. Wer dich sieht, wird dich schauen und betrachten [und sagen]: ,Ist das der Mann, der die Welt zittern und die Königreiche beben machte? der den Erdboden zur Wüste machte und die Städte darin zerbrach und gab seine Gefangenen nicht los?‘“

Jesaja 14:12-17.

Sechstausend Jahre lang ließ Satans empörerische Handlungsweise „die Welt zittern“. Er ist es, „der den Erdboden zur Wüste machte und die Städte darin zerbrach“. Und er „gab seine Gefangenen nicht los“.
Sechstausend Jahre hat sein Gefängnis das Volk Gottes aufgenommen, und er hätte es auf ewig gefangengehalten, doch Christus hat die Fesseln gesprengt und den Gefangenen zur Freiheit verholfen. Selbst die Gottlosen befinden sich jetzt außerhalb der Macht Satans; und er kann allein mit seinen bösen Engeln die Wirkung des Fluches wahrnehmen, den die Sünde über die Erde brachte.

„Alle Könige der Heiden miteinander liegen doch mit Ehren, ein jeglicher in seinem Hause [im Grabe]; du aber bist verworfen fern von deinem Grabe wie ein verachteter Zweig, bedeckt von Erschlagenen, die mit dem Schwert erstochen sind, die hinunterfahren zu den Steinen der Grube … Du wirst nicht wie jene begraben werden, denn du hast dein Land verderbt und dein Volk erschlagen.“

Jesaja 14:18-20.

Tausend Jahre lang wird Satan auf der verwüsteten Erde umherwandern, um die Folgen seiner Empörung gegen Gottes Gesetz zu betrachten. Während dieser Zeit sind seine Qualen unermeßlich groß. Seit seinem Fall hat seine rastlose Tätigkeit das Nachdenken verbannt; aber nun, seiner Macht entblößt, bleibt ihm nur noch übrig, über seine Rolle nachzudenken, die er gespielt hat, seit er sich zuerst gegen die Herrschaft des Himmels empörte. Mit Zittern und Schrecken sieht er der furchtbaren Zukunft entgegen, da er für sein abgrund böses Tun leiden und für die Sünden, die er verursacht, bestraft werden muß.

Dem Volke Gottes wird das Gebundensein Satans Freude und Frohlocken bringen. Der Prophet sagt: „Zu der Zeit, wenn dir der HERR Ruhe geben wird von deinem Jammer und Leid und von de harten Dienst, darin du gewesen bist, so wirst du ein solch Lied anheben wider den König zu Babel [der hier den Satan vorstellt] und sagen: Wie ist's mit dem Dränger so gar aus … der HERR hat die Rute der Gottlosen zerbrochen, die Rute der Herrscher, welche die Völker schlug im Grimm ohne Aufhören und mit Wüten herrschte über die Heiden und verfolgte ohne Barmherzigkeit.“
Jesaja 14:3-6.

Während der tausend Jahre zwischen der ersten und der zweiten Auferstehung findet das Gericht über die Gottlosen statt. Der Apostel Paulus bezeichnet dieses Gericht als ein Ereignis, das der Wiederkunft Christi folgt:
„Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren.“
1.Korinther 4:5.

Daniel erklärt, daß, als der Alte kam, „das Gericht gegeben wurde den Heiligen des Höchsten“.
Daniel 7:22;(Lange und Grundtext)

Um diese Zeit herrschen die Gerechten als Könige und Priester Gottes. Johannes erklärt in der Offenbarung: „Und ich sah Stühle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben das Gericht … Sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“

Offenbarung 20:4-6.

Zu dieser Zeit werden, wie Paulus vorausgesagt hat, „die Heiligen die Welt richten“.

1.Korinther 6:2.

Mit Christus richten die Gerechten die Gottlosen, indem sie deren Taten mit dem Gesetzbuch, der Bibel, vergleichen und jeden Fall nach den zu Lebzeiten geschehenen Werken entscheiden. Dann wird ihnen die Strafe, die sie erleiden müssen, nach ihren Werken zugemessen und ihrem Namen gegenüber in das Buch des Todes eingetragen.

Auch Satan und die bösen Engel werden von Christus und seinem Volk gerichtet. Paulus sagt:
„Wisset ihr nicht, daß wir über die Engel richten werden?“

1. Korinther 6:3.

Und Judas erklärt: „Die Engel, die ihr Fürstentum nicht bewahrten, sondern verließen ihre Behausung, hat er behalten zum Gericht des großen Tages mit ewigen Banden in der Finsternis.“
Judas 1:6.

Am Ende der tausend Jahre wird die zweite Auferstehung stattfinden. Dann werden die Gottlosen vom Tode auferweckt werden und vor Gott zur Vollstreckung des geschriebenen Urteils erscheinen.
So heißt es in der Offenbarung, nachdem die Auferstehung der Gerechten beschrieben wurde, weiter: „Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis daß tausend Jahre vollendet wurden.“

Offenbarung 20:5.

Und Jesaja erklärt hinsichtlich der Gottlosen, „daß sie versammelt werden als Gefangene in die Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden“.

Jesaja 24:22.

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Kapitel 41

Verwüstung der Erde

Der große Kampf

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

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