Die Römisch - Katholische Religion ist älter, als allgemein vermutet wird.


Geschrieben von: Anne Kramp

Freitag, den 17. Dezember 2010 um 15:33 Uhr

„Jungfrau, Mutter Gottes mein,

Lass mich ganz dein eigen sein!                  
Mutter, auf dich hoff’ und bau’ ich,               
Mutter, zu dir ruf’ und seufz’ ich,                
Mutter, du Gütigste, steh mir bei!               
Mutter, du Mächtigste, Schutz mir verleih!   
Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste.         
Du willst mir ja helfen, o Gütigste.               
Du musst mir nun helfen, o Teuerste.
Du wirst mir auch helfen, Barmherzigte. [...]

D’rum ruf ich beharrlich in Kreuz und in Leid:
„Maria, hilft immer, in jeglicher Not!“  
Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod:   
„Maria hilft immer, in jeglicher Not!“ 
So glaub ich - und lebe und sterbe darauf:
„Maria hilft mir in den Himmel hinauf!“
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
Lass mich ganz dein eigen sein!“1 [eig. Hervorh.]

So und in ähnlicher Weise wird von römischen Katholiken überall auf der Welt die „Maria“ angebetet. Die Frau, die in diesen Gebeten verehrt und vergöttert wird, kann jedoch nicht identisch mit der Maria sein, die in der Bibel die Mutter Jesu ist. Folgende Gründe machen dies deutlich:

1. Maria stellte sich laut biblischem Bericht nie ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie spielte sich nie als ,Erlösungsvermittlerin’ auf. Doch gerade auf diese Einflussnahme setzen die römischen Katholiken ihre größte Hoffnung beim himmlischen Gericht:

„St. Alphonsus Liguori sagt seinen Lesern, daß der Sünder, der es wagt, direkt zu Christus zu kommen, mit Angst und Furcht vor seinem Zorn vor ihn hintreten soll; nehme er aber die Vermittlung der Jungfrau in Anspruch, so brauche sie dem Sohn nur „die Brüste, die er gesogen hat, zu zeigen“, und sein Zorn sei sofort gestillt“. 2

Die römisch-katholische Lehre vermittelt also ihren Gläubigen die Vorstellung, dass Jesus Christus ein unerbittlicher, zorniger und noch dazu sehr launischer Richter sei, vor dem der Sünder „im Staub kriechen muß und doch nie sicher sein wird, daß seine Gebete gehört werden“. 3


Diese Darstellung entbehrt allerdings jeder biblischen Grundlage und steht im krassen Gegensatz zur biblischen Botschaft über Jesu Charakter. Denn im Buch Jesaja charakterisiert Jesus sich selbst in vollkommen anderer Art und Weise: „Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unseres Gottes, zu trösten alle Trauernden [...].“ 4

Jesus wies außerdem jegliche manipulative Einmischung hinsichtlich der Beziehung zwischen ihm, den Menschen und Gott energisch zurück. Er ließ sich nie beeinflussen oder in seinen Entscheidungen unter Druck setzen, auch nicht durch seine menschliche Mutter: „Was geht’s dich an, Frau, was ich tue?“ 5

In Johannes 2,5 weist Maria darauf hin, dass sich die Menschen mit ihren Ängsten, Problemen und Sünden nicht an sie, sondern direkt an ihren Sohn wenden sollen: „Was er [Jesus] euch sagt, das tut.“ 6


2. Maria war eine gläubige Jüdin. Das israelitische Glaubensbekenntnis „Höre, oh Israel, der HERR, unser Gott, ist der einzige Gott.“ 7 beinhaltet den Ausschließlichkeitsanspruch des Gottes Israels. Maria selbst würde daher die oben genannten Gebete weit von sich weisen. Stattdessen wendet auch sie sich an den Gott ihrer Väter: „Meine Seele erhebt den HERRN, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes [...].“ 8

Auch für sie galt das Gebot: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“ 9

Die Bibel lässt keinen Zweifel darüber bestehen, dass es nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen gibt, Jesus Christus. Eine Miterlöserin und besänftigende Vermittlerin ist für eine Erlösung im christlichen Sinne „vom Vater - durch den Sohn - an den Menschen“ absolut nicht notwendig und deshalb irrelevant. Joachim Slüter schrieb deshalb auch in seinem niederdeutschen Katechismus zur Frage „Glaubst du auch an die [...] Maria?“: „Ich halte viel von ihr, aber ich glaube nicht an sie.“ 10 Darauf folgt die Frage, warum er das nicht tue. Und Slüter antwortet: „Weil sie kein Schöpfer ist oder Gott oder eine Seligmacherin.“ 11


3. Die Anrede „Jungfrau“ wäre als Bezeichnung für die biblische Maria unzutreffend gewählt, da sie in ihrer Ehe mit Joseph nach der Geburt Jesu noch mehrere Kinder bekam. Matthäus schrieb von Jesus: „siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden.“ 12


4. Eine Kontaktaufnahme mit Maria ist nicht mehr möglich. Kein päpstliches Dogma und kein Mariä Himelfahrtstag kann daran etwas ändern. Laut Bibel befinden sich Tote in einem Zustand der absoluten Leblosigkeit und Empfindungslosigkeit: „Die Toten aber wissen nichts; [...] denn bei den Toten [...] gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.“ 13

Aus diesem Grund verbietet die Bibel Gebete zu Toten und stellt sie in den Zusammenhang mit Elementen des Götzendienstes und Satanskultes: „Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Greuel dieser Völker zu tun, daß nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt [Praxis der Sonnengottverehrung] oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir.“ 14


Das oben aufgeführte Mariengebet erfüllt jedoch typische Merkmale einer mystisch-kultischen Beschwörung. Die sich oft wiederholenden Anreden und die vier Steigerungen „kannst helfen - willst helfen - musst helfen - wirst helfen“ von der Möglichkeit bis zur Gewissheit lassen dies deutlich werden.  Auf die Frage, was denn Götzendienst sei, antwortete Slüter: „Wenn die Ehre und Würde, die Gott allein gebührt, den Kreaturen, sichtbaren wie unsichtbaren, zugerechnet wird.“ 15

Aus den oben genannten Gründen wird klar ersichtlich, dass eine derartige Vergötterung unvereinbar mit biblischen Grundprinzipien ist und dass daher mit diesem Marienbegriff niemals die Maria der Bibel gemeint sein kann. Doch woher stammt dann dieser Brauch?

Die römisch-katholische Kirche behauptet, sie sei die einzig wahre universelle christliche Kirche, und nur als ihr Mitglied könne man Erlösung finden: „Non a salus extra ecclesiam.“ 16 („Außerhalb der Kirche gibt es keine Erlösung.“)

Müssten ihre Glaubensinhalte nicht biblisch fundiert sein? Wie kommt es, dass diese den biblischen Grundlehren sogar widersprechen?

Dieselben Fragen stellten sich auch Reformatoren wie Luther zu Beginn ihrer evangelistischen Tätigkeit. Sie führten zu der Vermutung, dass möglicherweise die Bezeichnung „christlich“ falsch angewendet wurde. Aus diesem Grund gilt es, folgenden Sachverhalt zu klären:

An wen sind die genannten Gebete eigentlich gerichtet?

Welche Person stellen all die Statuen und Gemälde in Wirklichkeit dar?

Wer ist die Frau mit dem Kind oder mit der Sonnenscheibe im Arm?

Wer hält die Erde unterm Fuß, die Taube auf der Hand, trägt das brennende Herz auf der Brust und den Strahlenkranz um den Kopf?

Welche Frau wirft die Reformatoren Martin Luther und Johannes Huß mit einem Tritt aus dem Himmel, wie es in einer römischen Basilika zu sehen ist, und droht ihnen dabei mit drei Blitzen in der Hand? Und welchen Grund hätte sie dazu?

Wer ist die „Lady der Gnade“, die „Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen“, die „Vermittlerin“, die „Gottesgebärerin“, die „Himmelskönigin“? 17

Wer ist das launisch-zornige Kind, welches auf ihrem Arm oder ihren Knien ruht?

Da diese „Muttergöttin“, wie wir gesehen haben, nicht aus dem Bereich des monotheistischen Christentums stammen kann, müssen wir sie im Polytheismus, im Heidentum, suchen. Allerdings haben sich bereits einige Historiker auf diese Suche begeben und das Rätsel gelöst. Alexander Hislop zieht in seinem Werk „Von Babylon nach Rom - Der Ursprung der römisch-katholischen Religion“ folgenden Schluss:

"Die Babylonier verehrten in ihrer Volksreligion vorrangig eine Muttergottheit und einen Sohn, der in Statuen und Bildern als Säugling oder Kind in den Armen seiner Mutter dargestellt wurde. Von Babylon aus breitete sich diese Verehrung von Mutter und Kind bis ans Ende der Erde aus. In Ägypten wurden Mutter und Kind unter den Namen Isis und Osiris [/Horus] verehrt. In Indien, auch heute noch, als Isi und Iswara; in Asien als Kybele und Deoius; im heidnischen Rom als Fortuna und Jupiter puer, d.h. Jupiter, der Knabe; in Griechenland als Ceres, die Große Mutter, mit dem Kind an ihrer Brust, oder als Irene, die Göttin des Friedens, mit dem Knaben Plutos in ihren Armen; und selbst im Tibet, in China und Japan stellten die Missionare der Jesuiten erstaunt fest, daß die genaue Entsprechung zur Madonna und ihrem Kind ebenso ehrfürchtig verehrt wird, wie im päpstlichen Rom selbst; Shing Moo, die Heilige Mutter in China, wird mit einem Heiligenschein und einem Kind in den Armen dargestellt - gerade so, als wäre ein römisch-katholischer Künstler beauftragt worden, sie anzufertigen.“ 18

Laut Hislop und seinen Quellen findet sich das Urmodell für die Anbetung einer Muttergöttin in der Person der ersten babylonischen Königin Semiramis, der Ehefrau des ersten babylonischen Königs Nimrod, welche um das Jahr 2182 vor Chr. in Babel regierte. Diese Frau wurde als „Göttin der Festungen“ 19 verehrt, weil sie Babylon mit einer Stadtmauer umgeben ließ. Weil sie einen maßgeblichen Anteil am Turmbau zu Babel hatte, wurde sie oft mit einer Turm- oder Mauerkrone auf dem Kopf abgebildet. Ihre asiatische Version Kybele und ihre ephesische Variante mit dem Namen Diana tragen deshalb ebenfalls eine Turmkrone auf dem Haupt. Ihr und Nimrod wurden Priester und Priesterinnen geweiht, was dieses Ehepaar zu den Urhebern des Tempelwesens macht. Auch die Ehelosigkeit für Priester und Priesterinnen (Zöllibat) mit all ihren Folgen findet hier ihren Ursprung, denn der Priester oder die Priesterin wurde bei der Initiation entweder mit Semiramis oder Nimrod symbolisch verheiratet. Durch die neu entstandene Gesellschaftsklasse der Priesterschaft, die zwischen dem Volk und dem zu Göttern erhobenen  Ehepaar vermittelte, bauten Semiramis und Nimrod sich ein Kultsystem zur Kontrolle ihres Volkes auf. Praktiken wie zum Beispiel die Ohrenbeichte als Bekenntnis begangener Sünden bei den zuständigen Priestern und die Verbreitung von Mythen und Legenden unter dem Volk garantierten die Abhängigkeit der Bevölkerung.

Nach seinem Tod ließ Semiramis Nimrod als Sonnengott verehren, weshalb ihr selbst der Titel „Königin des Himmels“ 20 gegeben wurde. Dennoch wurde sie noch Mutter eines Sohnes. Sie nannte ihn Tammuz und gab ihn als Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes aus, um als jungfräuliche, heilige Mutter zu gelten: „Ich bin alles, was war oder was ist oder was sein wird. Kein Sterblicher hat meinen Schleier gelüftet. Die Frucht, die ich gebar, ist die Sonne.“ 21

Diese angebliche Reinkarnation ihres Mannes  wurde durch das Zeichen einer Sonnenscheibe in einer Mondsichel oder in einem Kuhgehörn symbolisch dargestellt.

Hislop deckt durch seine Arbeit auf, dass die Wurzeln des Römischen Katholizismus in diesem antiken Kult um Nimrod und seine Frau Semiramis liegen. Wird bei der Messe nicht die runde Hostie im sichelförmigen Herzstück der Monstranz plaziert und angebetet? Wird Maria nicht als „göttlicher Tempel“ 22 bezeichnet? Semiramis trug diesen Titel lange vorher in Gestalt der ägyptischen Göttin Isis oder Hathor. Hathors Name bedeutet „Wohnung Gottes“. 23

Sie trägt auf dem Kopf zwischen den Kuhhörnern, die den weiblichen Uterus (Gebärmutter) als Wohnung symbolisieren, die Sonnenscheibe, das Symbol für den reinkarnierten (fleischgewordenen) Sonnengott. Mit dieser Funktion verbanden sich allerdings einige weitere Eigenschaften:

„Man glaubte also, daß in ihr, der Wohnung oder dem Tempel Gottes, nicht nur alle Macht, sondern auch alle Gnade und Güte wohnten. Man meinte, jede Eigenschaft der Sanftmut und Barmherzigkeit habe in ihr den Mittelpunkt. Und als der Tod ihren Lauf beendet hatte und man erzählte, daß sie zur Göttin erhoben und in eine Taube verwandelt worden sei, um die himmlische Güte ihres Wesens auszudrücken, wurde sie D’Iune, „Taube“, genannt, oder ohne Artikel Juno - das ist der Name der römischen „Königin des Himmels“, [...].“ 24

Die wahre Identität der „Gnadenlady“ 25 ist also die der babylonischen ,Himmelskönigin’ Semiramis, die u.a. in Gestalt einer Taube von ihren Anhängern angebetet wurde. Deshalb trägt ,Maria’ auch Titel wie „Makellose Taube der Schönheit“. 26

Die Taube wird allgemein mit einem Olivenzweig in ihrem Schnabel dargestellt. Auch Juno trägt in ihrer menschlichen Gestalt einen Olivenzweig in ihrer Hand. Höchstwahrscheinlich wurde von dieser Darstellungsform der Name abgeleitet, unter welchem die ursprüngliche ,Königin des Himmels’ allgemein bekannt ist: Denn Z’emir-amit bedeutet „die Zweigträgerin“27. Der Zweig wiederum symbolisiert laut Hislop niemand anderen als ihren Sohn. Denn ein Zweig ist ein Sproß und ein Sprössling ist eine umgangssprachliche oder symbolische Bezeichnung für ein Kind. Ob Semiramis nun als Taube einen Zweig im Schnabel hält oder als Frau ihren Sohn Tammus auf dem Arm trägt, bleibt sich somit gleich.

Doch diesem Sohn wurden im Gegensatz zu seiner Mutter eher negative Eigenschaften zugeschrieben. Hier klärt sich auch auf, warum die Anhänger dieser Religion die Mutter um Fürbitte und Vermittlung bei ihrem Sohn bitten: "Tammuz" bedeutet „reinigen durch Feuer“. 28

Als reinkarnierter Sonnengott ist er kein anderer als "Moloch", der unbarmherzige Gott des Feuers. Um ihn zu besänftigen, brachten seine Priester ihm Menschenopfer dar. Eltern ließen ihre Kinder zu seiner Ehre durchs Feuer gehen und die Priesterinnen wachten darüber, dass sein heiliges Feuer in den Tempeln nie verlöschen konnte.

Wenn mit dem Zitat, in dem es um die Besänftigung eines zornigen ,Jesus’ geht, nicht der biblische Jesus sondern Tammuz gemeint ist, wäre es logisch, eine Vermittlerin auftreten zu lassen. Dann hätten die Menschen allen Grund, um den Schutz der „einzigen Brücke [des Sonnen]gottes zu den Menschen“ 29 zu bitten: „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren; o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin, versöhne uns mit deinem Sohne, [...].“ 30

Andernfalls ließe sich dieser Sachverhalt nach Hislop und Dave Hunt schwerlich begründen, da er jeglicher biblischen Grundlage entbehrt.

Der babylonische Kult überdauerte unter verschiedenen Bezeichnungen die Jahrtausende. Doch er konnte nur dort bestehen bleiben, wo gegen den sich ausbreitenden monotheistischen Glauben vorgegangen wurde. Jener Glaube herrschte sowohl bei Israeliten, als auch bei Christen. Deshalb standen sich zwei Fronten gegenüber. Es ging auf beiden Seiten - so pathetisch wie dies auch klingen mag - um alles oder nichts. Denn auf beiden Seiten herrscht der Ausschließlichkeitsanspruch. Weder duldete der monotheistische Glaube laut Bibel die Anbetung von selbsternannten ,Göttern’, noch tolerierte der Semiramis-Tammuz-Kult Menschen, die sich ihm nicht unterwarfen.

Der Konflikt zwischen diesen zwei Gruppen schwelte unaufhörlich durch die Zeiten hindurch, manchmal mehr und manchmal weniger offensichtlich. Deshalb verpasst die Statue der verkappten Semiramis den Luther- und Husfiguren einen Fußtritt. Deshalb reißt die kleine Engelfigur neben ihr die Seiten aus Luthers Bibelübersetzung. Und deshalb drohte die römisch-katholische Kirche jedem, der sich ihr nicht unterwarf, mit Kirchenstrafen, mit juristischen Konsequenzen für Besitz, Leib und Leben und mit ewiger Verdammnis. Nicht umsonst schreibt Martin Luther in seiner Schrift „Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“:

„... weiß ich jetzt und bin überzeugt, daß das Papsttum das Reich Babylon und die Herrschaft des gewaltigen Jägers Nimrod ist.“ 31

Und er hatte allen Grund zu dieser Feststellung. Wie Hislop nachweist, lässt sich nicht nur der Mutter - Kind - Kult, sondern fast jeder Brauch und fast jedes Fest der röm.-kath. Kirche auf die alten, babylonischen Kulte zurückführen, sei es die Ohrenbeichte, das Zöllibatsgebot, die Messe, das Weihnachtsfest, das Osterfest oder die Bräuche der St. Johannisnacht. Nicht anders erklärt sich auch der Hang zum Mystischen und Okkulten der röm.-kath. Religion:

„Denn Geheimnis und Mystik ist das innerste Zentrum des römischen Katholizismus [...]. Der neue Katechismus Roms erklärt, daß die Liturgie „dazu nützlich ist, Seelen in das Geheimnis [...] einzuführen (sie ist ,Mystagogie’)“ und dass die ganze Liturgie der Kirche „mystisch“ ist.“ 32

Was vorher in den Mysterien und Kulten Babylons, Ägyptens, Pergamons, Griechenlands und Roms praktiziert wurde, überlebte die Jahrhunderte unter einer "christlichen" Verschalung.

1    www.familie-wimmer.com

2    Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.144: Catholic Layman, Juli 1856

3    Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.144: Predigt eines ital. Priesters im Mai 1853

4    Lutherbibel, Jesaja 61, Vers 1 - 2

5    Lutherbibel, Johannes 2, Vers 4

6    Lutherbibel, Johannes 2, Vers 5

7    Lutherbibel, 5. Mose 6, Vers 4

8    Lutherbibel, Lukas 1, Vers 46 - 47

9    Lutherbibel, Lukas 4, Vers 8

10  Joachim Slüter - Rostocks Reformator, Sabine Pettke & Christa Prowatke, S. 20

11  Joachim Slüter - Rostocks Reformator, Sabine Pettke & Christa Prowatke, S. 20

12  Lutherbibel, Matthäus 12, Vers 46

13  Lutherbibel, Prediger 9, Vers 5 - 10

14  Lutherbibel, 5. Mose 18, Vers 9-12

15  Joachim Slüter - Rostocks Reformator, Sabine Pettke & Christa Prowatke, S. 20

16  Film „Luther“, Regie: Eric Till, 2004 by NFP teleart & Universal Pictures Germany GmbH, Hamburg

17  www.familie-wimmer.com  

18  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S. 31 - 32

19  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S. 37

20  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.74

21  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.75

22  www.familie-wimmer.com, wörtl.: „temple divine“

23  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.74

24  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.75

25  www.familie-wimmer.com, wörtl.: „Lady of Mercy“

26  www.familie-wimmer.com, wörtlich: „Spotless Dove of Beauty“

27  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.75

28  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.293

29  www.familie-wimmer.com, wörtlich: „Only Brigde of God to Men“

30  www.familie-wimmer.com, Lauretanische Litanei

31  Von Babylon nach Rom, Alexander Hislop, S.8

32  Die Frau und das Tier, Dave Hunt, S. 68 (> Im SHOP unter "Historie > Zeitgeschichte" erhältlich!)

Quelle:

http://www.copixmedia.info/index.php?option=com_content&view=article&id=151:1-die-roemisch-katholische-religion-ist-aelter-als-allgemein-vermutet-wird&catid=51:babylon-vs-christentum&Itemid=111


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Von Babylon nach Rom - Alexander Hislop

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Die Frau und das Tier - Dave Hunt

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!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles. Das Gute behaltet,!!!


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