Die Reinigung der Gemeinde und das Gericht über die Lebenden



Gedanken über das Buch Daniel

Kapitel 7:

Daniel 7


Die Reinigung der Gemeinde und das Gericht über die Lebenden


Wäre Achan, als er der Versuchung nachgab, gefragt worden, ob er wünschte, Niederlage und Tod in das Lager Israels zu bringen, hätte er geantwortet:

„Nein, nein! Ist dein Diener ein Hund, daß er so etwas Böses tun sollte?“


Aber er verweilte bei der Versuchung, um seine Gier zu befriedigen, und als sich die Gelegenheit bot, ging er weiter, als er sich in seinem Herzen vorgenommen hatte. Genau auf diese Weise werden die einzelnen Gemeindeglieder unmerklich dazu verleitet, ihre Nachbarn zu betrügen und das Mißfallen Gottes über die Gemeinde zu bringen. Niemand lebt sich selber.

Schande, Niederlage und Tod kamen durch eines Mannes Sünde über Israel.

Jener Schutz, der ihre Häupter in Kriegszeiten bedeckte, wurde zurückgezogen. Verschiedene Sünden, die bekenntliche Christen hegen und ausführen, bringen Gottes Mißfallen über die Gemeinde.

An dem Tage, an dem der Bericht des Himmels aufgeschlagen wird, wird der Richter die Schuld jedes Menschen nicht in Worten ausdrücken, sondern nur einen durchdringenden, überführenden Blick werfen, und jede Tat, jede Handlung seines Lebens wird sich dem Gedächtnis des Übeltäters lebendig einprägen.

Die jeweilige Person wird nicht wie zu Josuas Zeit vom Stamm bis hinab zur Familie aufgespürt werden müssen, sondern wird seine Schande, Selbstsucht, Habgier, Unehrlichkeit, Verstellung und seinen Betrug mit eigenen Lippen bekennen.

Seine Sünden, verborgen vor Menschen, werden dann sozusagen vom Dache verkündet werden. — Vgl. Testimonies for the Church IV, 492-493.



Im Gericht über die Lebenden wird jeder Heuchler entlarvt und jeder wahre Gläubige gerechtfertigt werden

Wenn sich das Gericht setzt und die Bücher aufgeschlagen werden, wird es viele erstaunliche Enthüllungen geben.

Menschen werden dann nicht wie vor menschlichen Augen und begrenztem Beurteilungsvermögen erscheinen.

Geheimsünden werden dann vor den Blicken aller offengelegt werden.

Beweggründe und Absichten, die in den dunklen Herzenskammern versteckt worden sind, werden offenbar.

Hinterlistige Bestrebungen, selbstsüchtige Absichten werden zutage treten, wo äußerer Schein nur das Verlangen bekundete, Gott zu ehren und zum Wohle der Menschen zu wirken.


Welche Enthüllungen es geben wird!

Menschen mit lauteren Beweggründen und wahren, edlen Absichten mögen jetzt geringgeschätzt, vernachlässigt, verleumdet und verachtet werden; dann aber werden sie offenbar werden, wie sie sind und werden mit der Anerkennung Gottes geehrt werden.

Heuchlerische, nach Anerkennung strebende Lehrer mögen jetzt von Menschen bewundert und emporgehoben werden; Gott aber, der die Geheimnisse des Herzens kennt, wird sie ihrer täuschenden Maske entkleiden und ihr wahres Wesen offenbar werden lassen.

Jedem Heuchler wird die Maske vom Gesicht gerissen, jeder verleumdete Gläubige gerechtfertigt und jeder getreue Haushalter Gottes gelobt und belohnt werden. — The Review and Herald, 1. Januar 1884.



Im Untersuchungsgericht, „an jenem Tage“, wird die Schuldbefleckung aus den Herzen der Gläubigen hinweggewaschen werden

Wir sollten darüber wachen, welcher Bericht über unser tägliches Leben in den Himmel gelangt: bei Gott gibt es kein Ansehen der Person; Er wird jeden nach seinen Werken beurteilen.

Der Weltenrichter wird eines jeden Menschen Gerichtssache führen.

Du magst menschliche Augen hinters Licht führen.

In irdischen Gerichtssälen regiert nicht immer das Recht.

Oft leiden die Unschuldigen, und die Schuldigen werden oft aus Mangel an rechtskräftigen Beweisen freigesetzt: im himmlischen Gerichtssaal aber wird es keinen Mangel an Beweisen geben.

Die Taten der Menschen werden samt jedem verborgenen Beweggrund offenbar werden.

Die Augen des HERRNwandern über die ganze Erde dahin.

Der dem Sünder das Heil angeboten hat, wird eines Tages die Gedanken und Taten derer richten, die vor Ihm stehen.

Der starb, damit der Mensch an der göttlichen Natur teilhabe, wird ihn eines Tages vor dem Vater und den heiligen Engeln freisprechen oder verurteilen.

Gold und Silber werden an jenem Tage kein ausreichendes Loskaufmittel sein, nichts, außer den Verdiensten des Blutes Christi wird ausreichen, die Schuldbefleckung aus den Menschenherzen hinwegzuwaschen. — The Review and Herald, 13. Mai 1890.



Das Argument für die Veränderung des Sabbats in den Sonntag, weil der Sabbat jüdisch sei, ist völlig unsinnig

Wie können wir erklären, daß die Mehrheit bekenntlicher Christen den ersten Tag der Woche hält, wenn die Bibel weder in den Geboten noch am Beispiel Christi oder seiner Nachfolger irgendeine Vollmacht für diese Veränderung bietet?

Wir können es durch die Tatsache erklären, daß die Welt menschlichen Überlieferungen gefolgt ist anstatt einem „So spricht der HERR“.


Dies ist ein Werk, das Satan immer schon zu vollbringen suchte: Menschen von den Geboten Gottes wegzuführen, hin zu Verehrung und Gehorsam weltlicher Überlieferungen.

Durch menschliche Werkzeuge hat er den Sabbat des HERRNmit Verachtung überhäuft und ihn als „den alten jüdischen Sabbat“ gebrandmarkt.

Tausende haben diese Beschimpfung gedankenlos wiederholt, als sei sie mit gewichtigen Argumenten verbunden; aber sie haben die Tatsache übersehen, daß das jüdische Volk von Gott als Wächter seiner Wahrheit, Halter seines Gesetzes und Verwahrer seines heiligen Wortes besonders auserwählt war.

Sie empfingen das lebendige Wort, um es uns weiterzugeben.


Das Alte und Neue Testament: beides gelangte durch die Juden zu uns.

Jede Verheißung in der Bibel, jeder Lichtstrahl, der vom Worte Gottes auf uns schien, ist durch das jüdische Volk gekommen.


Christus war der Führer der Israeliten, als sie von Ägypten nach Kanaan marschierten.

Vereint mit dem Vater, verkündete Christus den Juden das Gesetz, und als Er auf Erden als Mensch unter Menschen erschien, kam Er als Abkömmling Abrahams. Sollen wir etwa hinsichtlich Bibel und Christus dasselbe Argument benutzen und sie (Bibel und Christus) als jüdisch verwerfen, wie es bei der Verwerfung des Sabbats des HERRNunseres Gottes üblich ist?


Die Einrichtung des Sabbats ist ebenso eng mit den Juden verbunden wie die Bibel, und derselbe Grund verwürfe das eine wie das andere.

Der Sabbat aber ist nicht jüdischen Ursprungs.

Er wurde im Garten Eden eingesetzt, ehe es ein solches Volk wie die Juden gab.

Der Sabbat wurde für die ganze Menschheit gemacht und vor dem Sündenfall des Menschen im Garten Eden eingesetzt.

Der Schöpfer nannte den Sabbat „meinen heiligen Tag“.

Christus bezeichnete sich selbst als „den Herrn des Sabbats“.

Da der Sabbat mit der Schöpfung beginnt, ist er so alt wie das Menschengeschlecht, und da er für den Menschen gemacht wurde, wird es ihn geben, solange es Menschen gibt. — The Signs of the Times, 12. November 1894.



Bei unserer Wahrheitssuche müssen wir zu unserem himmlischen Vater blicken und uns von den Kirchenvätern abwenden

Jedem, der mit Gedankenschärfe gesegnet ist, steht es gut an, genau darauf zu achten, aus welcher Quelle er Licht und Erkenntnis schöpft.

Wir sollten uns nicht durch Menschen blenden lassen, die mit ihrer Bildung und ihren Fähigkeiten prahlen, ihre Macht aber benutzen, um Seelen irrezuführen.

Betörende Gedanken blitzen aus ihrem Geist, die aber alsbald vergessen sind.

Wenn diese vorgeblich großen Gedanken, die verwirren und täuschen während sie gleichzeitig gefallen, vorgetragen werden, sollen die, die ihre Seelen zu retten oder zu verlieren haben, fragen:

„Gibt es eine Schriftstelle, die die Wahrheit dieser Äußerungen beweist?“


Wenn es um die Ewigkeit geht, sollte jedermann von Predigern des Evangeliums Schriftbeweise für all ihre Aussagen fordern.

Die Überlieferungen der Kirchenväter, die Gebräuche und Aussprüche vorgeblich guter Menschen, die Meinungen der gelehrtesten Theologen oder der höchsten Kritiker: alles ist wertlos, wenn sie nicht mit dem Worte Gottes übereinstimmen.

Wir müssen uns von den sogenannten Kirchenvätern abwenden, hin zum großen Himmlischen Vater, dem Schöpfer des Weltalls.

Der Sabbat des HERRNmuß auf seiner eigenen Grundlage ruhen, auf dem Worte des lebendigen Gottes.

Jeder wird in der Gnadenzeit bezüglich seines Gehorsams zum Worte Gottes geprüft und erprobt werden.

Aber wie steht es mit der vorgeblich christlichen Welt?

So, wie es mit Adam und Eva im Garten Eden war: anstelle auf Gottes hören sie auf eine andere Stimme.

Gottes Stimme, die durch das vierte Gebot klar und deutlich zu ihnen spricht, wird mißachtet, und sie hören auf eine falsche Stimme, die einen falschen Sabbat befürwortet.

Sie wenden sich von einem deutlichen „So spricht der HERr“ zu einem Sabbat, der auf Schlußfolgerungen und Annahmen beruht, ohne auch nur ein Fünkchen Schriftbeweis als Unterstützung.

Satan ist es gelungen, die christliche Welt aus der Bahn zu werfen, wie er Adam und Eva aus der Bahn warf.

Die Leute gehen auf Abwegen, verbotenen Wegen. O, weshalb werden Menschen in der Versuchung so leicht überwunden?

Weshalb werden sie hinsichtlich des Sabbats so leicht getäuscht?

Weshalb nehmen sie einen falschen Sabbat an und erheben ihn, und zwar ohne jegliche Glaubensgrundlage?

Niemand, der das vierte Gebot mißachtet, nachdem er über die Forderungen des Sabbats Licht erhalten hat, kann vor Gott als schuldlos gelten. — The Review and Herald, 6. Juli 1897.



Das Papsttum, das kleine Horn in Daniel, trachtet danach, Zeiten und Gesetz Gottes zu verändern, trachtet danach, den Sabbat zu verändern

Das Werk der Papstkirche sollte von genau entgegengesetztem Charakter sein wie das Werk Christi.

Daniel sah in heiliger Vision, daß er „danach trachtet, Zeit und Gesetz zu ändern.“


Die Gesetze Gottes und die Zeit Gottes sollten durch diese antichristliche Macht verändert werden.

Die Gesetze Gottes sind die einzigen, die der Mensch nicht verändern darf; weltliche Mächte mögen Gesetze weltlicher Regierungen ruhig nach Bedarf ändern.

In der Prophetie wird deutlich gezeigt, daß diese päpstliche Macht mit durchdachter Absicht Gottes Gesetz verändern würde.


In den katholischen Katechismen wird das zweite Gebot nicht als verpflichtend gelehrt; was aber diese Veränderung betrifft, sind sie sich keiner Schuld bewußt, das Gesetz absichtlich geändert zu haben, indem sie erklären, daß die gesamte Bedeutung der Vorschrift im ersten Gebot enthalten sei.

Die Veränderung des vierten Gebots aber, die Einsetzung des ersten Tages der Woche als Sabbat anstelle des siebenten Tages, ist eine Veränderung, für die sie (die Papstkirche) die Verantwortung gerne übernimmt und sich ihrer Macht brüstet, weil die gesamte bekenntlich-christliche Welt in diesem Einzelfall die Befehlsgewalt der Papstkirche anerkennt.


Indem die Römische Kirche so Gottes Gebote mit Füßen tritt (Sünde ist Übertretung des Gesetzes), hat sie ihr Anrecht auf die Bezeichnung bewiesen, die in der Prophetie dem gegeben wird, der das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ sein wird.

Obwohl das Papsttum beansprucht, Stellvertreter des Sohnes Gottes zu sein, ist es in Wirklichkeit Stellvertreter einer anderen Macht.

Das Papsttum verweist auf die Einrichtung des Sonntags als Zeichen seiner Autorität; in der Veränderung von Gesetz und Zeit aber tut es nur das, was Satan im Himmel versuchte: das Gesetz Gottes als fehlerhaft zu beweisen und den Gesetzgeber als fehlbar.

Indem es sich seiner Macht brüstet, als stünde es über Gottes Gesetz, spiegelt es nur die Gesinnung des großen Betrügers wider.

Gott setzte den Sabbat als Zeichen seiner Autorität und Macht ein, und das Papsttum, das für den Fürsten des Bösen wirkt, verweist auf den Sonntag als Zeichen seiner Macht und Rechtsprechung. — The Signs of the Times, 19. November 1894.



Der Mensch der Sünde „trachtet danach“, das Gesetz und die Zeit des HERRNzu ändern, das aber ist unmöglich

Geheiligt und gesegnet von Gott, war der Sabbat als großes Erinnerungswahrzeichen der Schöpfung und zum Segen der Menschheit bestimmt.

Die Menschen aber treten den Sabbat mit Füßen.

Er ist heute der Prüfstein, wie Christus der Prüfstein war, als Er in Menschengestalt in unserer Welt weilte.

Er wird immer unumstößlich feststehen, der christlichen Welt ein Fels des Ärgernisses, wie Christus dem jüdischen Volke.

Wie die Verwerfung Christi das ewige Geschick der Juden bestimmte, so wird die Verwerfung des heiligen Erinnerungswahrzeichens Gottes das Schicksal vieler bekenntlicher Christen bestimmen.

Menschen mögen den Sabbat mißachten, sie mögen ihn mit Füßen treten: aber sie können ihn damit nicht weniger bindend für sich machen.

Niemand hat eine Entschuldigung dafür, daß er den Unsinn annimmt, der auf den Sabbat des HERRNgehäuft worden ist.

Niemand hat eine Entschuldigung dafür, daß er einen menschlichen Sabbat annimmt, geschaffen von dem, den Gott als den „Menschen der Sünde“ bezeichnet, der danach trachten wird, Zeiten und Gesetze zu ändern.

Er trachtet danach, führt es aber nicht aus: er kann zwar danach trachten, um seine Oberhoheit über Gott zu zeigen, doch kann er Gottes Gesetz nicht ändern; dies ist nämlich allein Gottes Vorrecht.


Gott steht über allen Königen und Herrschern.

Er ist Gott und neben Ihm keiner.

Die Gebote Gottes sollen geehrt und gehalten werden.

Gott ist höchste Autorität, und wenn sein Gesetz als eine unbedeutende Angelegenheit beiseite gesetzt wird, muß der Übertreter gewiß die Folgen seiner eigenen Sünde tragen, obwohl Gott lange mit ihm Geduld hat. — The Review and Herald, 20. Dezember 1898.



Sonntagsgesetze im Hinblick auf das Papsttum, den Protestantismus, Amerika und den Spätregen des Heiligen Geistes

„Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen:

‚Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, daß man da wohnen könne‘.

Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat ‚Lust‘ nennst und den heiligen Tag des HERRN‚Geehrt‘; wenn du ihn dadurch ehrst, daß du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und kein leeres Geschwätz redest, dann wirst du deine Lust haben am HERRN, und ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn des HERRNMund hat‘s geredet.“ Jesaja 58:12-14.


Das Werk, das von denen erwartet wird, die Gott ehren, ist uns deutlich eröffnet. „Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward.“


Diese Prophetie bezieht sich auf das vierte Gebot, das niedergebrochen und wüst gelegen ist.

Der Prophet rückt eine Menschengruppe ins Blickfeld, die es als wichtig ansieht und empfindet, den Tag zu ehren, den Gott als den seinen bestimmt hat, der von der christlichen Welt verunehrt und mißachtet wird.


Paulus weist in seinem zweiten Thessalonicherbrief auf die Macht, die versucht hat, das Gesetz Gottes niederzubrechen.

Er warnt die Gläubigen vor dem großen Abfall und der lästerlichen antichristlichen Macht, die sich entwickeln und ihr Werk verrichten würde, ehe Christus das zweite Mal wiederkäme.


Er sagt:

„Denn zuvor muß der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbar werden, der Sohn des Verderbens.

Er ist der Widersacher, der sich über alles erhebt, was Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und vorgibt er sei Gott.

Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist bereits am Werk; nur muß der, der es jetzt noch zurückhält, vorher beseitigt werden, und dann wird der Gesetzlose offenbart werden.

Ihn wird der Herr Jesus mit dem Hauch seines Mundes umbringen und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.“ 2.Thessalonicher 2,3.4.7.8.


Der Prophet Daniel, der dieselbe Macht beschreibt, sagt:

„Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Zeiten und Gesetz zu ändern.“ Daniel 7,25.


Wie treffend haben sich diese Voraussagen an der Römischen Kirche erfüllt!

Diese Macht hat nicht nur versucht, Zeiten und Gesetz Gottes zu ändern, sondern gibt auch offen zu, eine solche Veränderung vorgenommen zu haben und verkündet, daß die protestantische Welt durch das Halten des Sonntags, der allein auf ihrer Autorität beruht, die Oberhoheit Roms anerkennt.


Das ist die Lücke, die auf diese Weise in das Gesetz Gottes geschlagen wurde, und die das von Jesaja beschriebene Volk wieder zuzumauern sucht.


„So spricht der HERR:

Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, daß es komme, und meine Gerechtigkeit, daß sie offenbart werde. Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!

Und der Fremde, der sich dem HERRNzugewandt hat, soll nicht sagen:

Der HERrwird mich getrennt halten von seinem Volk.

Und die Fremden, die sich dem HERRNzugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, daß sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus.“


Beachte die Bedingungen der Verheißung: sie gilt demjenigen, „der den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!“


Und die Zeit, in der diese Verheißung besonders zutrifft, ist, wenn „mein Heil nahe ist, daß es komme, und meine Gerechtigkeit, daß sie offenbart werde.“


Ein besonderes Werk soll Gottes Volk in diesen letzten Tagen verrichten, nämlich, ihre Füße zurückhalten, daß sie nicht auf dem Sabbat des vierten Gebots herumtreten, ihn vor Menschen ehren und ihn „eine Lust“, „und den heiligen Tag des HERRN‚Geehrt‘“ nennen.


Wenn aber die Forderungen für den Sabbat vorgetragen werden, fragen viele:

„Was für einen Unterschied macht es aus, welchen Tag wir als Sabbat feiern, solange wir überhaupt einen Tag der Woche halten?“

Wir antworten:

„Es macht allen erdenklichen Unterschied aus, ob wir dem Worte Gottes gehorchen oder es mißachten.“


Gott hat uns den Sabbat als Erinnerungszeichen des großen Schöpfungswerkes gegeben.


Er sagt:

„Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN deines Gottes, da sollst du keine Arbeit tun, ... Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage.

Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“


Er verkündet durch Mose:

„Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel.“


Und die Kinder Israel schließen alle ein, die an Christus glauben.

Denn „seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Kinder.“ Galater 3,28.


Wiederum spricht der HERRdurch den Propheten Hesekiel:

„Und meine Sabbate sollt ihr heiligen, daß sie ein Zeichen seien zwischen mir und euch, damit ihr wißt, daß ich, der HERR, euer Gott bin.“ Hesekiel 20,20.


Der Sabbat ist ein Zeichen der Schöpfermacht Gottes; er zeigt IHN als erhaben, als Schöpfer und Erhalter des Weltalls, als den Einen, von dem wir „Leben und Odem und alle Dinge“ erhalten: deshalb ist Er der Eine, dem all unsere Treue gebührt.



Satan ist entschlossen, das Wissen über Gott und seine Schöpfermacht aus dem Nachsinnen und der Erinnerung des Menschen zu verbannen.

Doch kann er seine Absicht nicht erreichen, solange das vierte Gebot gehalten wird, denn der Sabbat lenkt die Gedanken der Menschen auf den Schöpfer.

Daher hat Satan durch das Papsttum gewirkt, um dieses Gebot beiseite zu setzen.

Er gab der Römischen Kirche ein, „danach zu trachten“, die Zeiten und Gebote Gottes „zu verändern“.

Indem der „Mensch der Sünde“ den wahren Sabbat beiseiteschiebt, der doch das Zeichen der Macht und Autorität Gottes ist und die Einrichtung an seine Stelle setzt, die das Zeichen der Oberhoheit Roms ist, setzt er (der Mensch der Sünde) „sich wirklich in den Tempel Gottes und gibt vor, er sei Gott.“


Er wendet die Sinne der Menschen von Gott ab und lenkt sie auf sich selbst und den, dessen Werkzeug er ist, den Fürsten des Bösen.

Der Sonntagssabbat, das Kind des Papsttums, ist von der protestantischen Kirche angenommen worden, die es gehegt und gehätschelt hat, als sei es im Himmel geboren worden.

Aber die menschliche Zustimmung kann es nicht vor Gott annehmbar machen.

Es ist ein Rivale, ein falscher Sabbat, der sich den Platz des heiligen Tages anmaßt, an dem Gott ruhte, den er segnete und heiligte und den er dem Menschen als ewiges Erinnerungszeichen an das Werk des Schöpfers gab.

Werden die Protestanten in ihrer Sonntagsverehrung die gotteslästerlichen Ansprüche des Menschen der Sünde zustimmend anerkennen, wenn man ihnen die Tatsachen vorlegt?

Werden sie sich dafür entscheiden, ihn (den Menschen der Sünde) anstatt Gott anzubeten?

Können wir, die wir den Sabbat als Zeichen des lebendigen Gottes ansehen, dieses Zeichen willentlich verleugnen?

Wollen wir es verleugnen?

Oder möchten wir das Zeichen hegen und pflegen, das Gott gegeben hat, um sein Gebote haltendes Volk zu kennzeichnen?


Der Welt anhaltender Unglaube in bezug auf diese große Wahrheit mindert nicht ihre Bedeutung.

Obwohl wir den Gehorsam versagen mögen, bleibt es immer noch die Wahrheit. Lassen wir uns nicht von ihr führen, wird sie uns verurteilen.

Jetzt ist die Zeit, in der Gott uns auffordert, seine Vorschriften zu ehren, die für null und nichtig erklärt worden sind.

Sobald das Licht auf uns scheint, sollten wir danach streben, die Lücke im Gesetz Gottes mit Stimme und Feder und unserem Einfluß zuzumauern.


Das Geheimnis der Bosheit, das bereits in den Tagen des Paulus zu wirken begonnen hatte, wird sein Werk fortsetzen, bis es beim zweiten Kommen unseres Herrn aus dem Wege geräumt wird.

Das Wirken der Bosheit wird bald seinen Höhepunkt erreicht haben.

Wenn das Land, das der HERrals Zuflucht für sein Volk vorgesehen hat, damit es IHN anbete, wie es ihm sein Gewissen vorschreibt, das Land, das Gott dadurch geehrt hat, daß ER es zum Verwahrungsort der reinen Religion Christi machte, wenn also dieses Land sich durch seine Gesetzgeber von den Grundsätzen des Protestantismus lossagen und sich dem Abfall Roms zuwenden wird, indem es (das Land) Gottes Gesetz verfälscht, dann wird das abschließende Werk des Menschen der Sünde offenbart werden.

Protestanten werden ihren ganzen Einfluß und ihre ganze Kraft auf die Seite des Papsttums schlagen.

Durch einen nationalen Erlaß, der den falschen Sabbat erzwingt, werden sie dem verdorbenen Glauben Roms Leben und Stärke verleihen und seiner Tyrannei und Gewissensunterdrückung zu neuem Leben verhelfen.

Dann wird es für Gott an der Zeit sein, für die Rechtfertigung der Wahrheit zu wirken.



Unsere Pflicht

Der Prophet sagt:

„Und danach sah ich einen anderen Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde ward erleuchtet von seinem Glanz.

Und er schrie mit großer Stimme und sprach:

Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große, ... und ich hörte eine andere Stimme vom Himmel, die sprach:

Gehet aus von ihr mein Volk, daß ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf daß ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen!

Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott denkt ihrer Frevel.“ Offenbarung 18,1.2.4.5.


Wann reichen ihre Sünden bis an den Himmel?

Wenn Gottes Gesetz schließlich durch einen Erlaß null und nichtig gemacht wird. Dann ist die höchste Not des Volkes Gottes SEINE Gelegenheit, zu zeigen, wer Herrscher Himmels und der Erden ist.

Wenn satanische Macht von unten her die Elemente entfesselt, wird Gott seinem Volke Licht und Kraft senden, damit die Botschaft der Wahrheit aller Welt verkündet werde.

Der HERRruft sein Volk auf, sich der Notlage gewachsen zu zeigen.

Menschliche Werkzeuge sollen mit Gott zusammenwirken.

Es ist immer schwierig, an dem Bekenntnis des Glaubens festzuhalten, wenn in der religiösen Welt ein todbringender, lähmender Einfluß gegen die Treue zu Gott ausgeübt wird.


Soll jedoch Gottes Volk, weil die Bosheit überhandnimmt, es zulassen, daß die Liebe erkaltet?

Sollen unsere Herzen ermatten?

Sollten wir nicht vielmehr zu unserer Treue stehen und das edelste Zeugnis ablegen, das ein Mensch zur Ehre Gottes geben kann?

Diejenigen, die dies nicht aus ganzem Herzen tun, werden sich in dieser Frage zur weltlichen Seite neigen; sie werden empfehlen, die eindeutige, entschiedene Wahrheit zu unterdrücken.

Aber so lehrt das Wort Gottes nicht.


„Und der Drache (Satan und alle, die mit seinem Geist erfüllt sind) ward zornig über das Weib und ging hin zu streiten wider die übrigen von ihrem Geschlecht, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.“


„Hier ist Geduld der Heiligen, hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben Jesu.“


Die wahren Kinder Gottes werden nicht weniger eifrig an seinem Gesetz festhalten, nur weil es für null und nichtig erklärt wurde.

Wenn die Opposition gegen Gottes Gesetz zunimmt, werden die Auserwählten und Getreuen seine Gebote mehr als Gold lieben, während die Welt sie als Abschaum betrachtet.

Alle, die dem Himmel treu sind, werden die ganze Waffenrüstung Gottes anlegen, damit sie „bestehen können gegen die listigen Anläufe des Teufels.

Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“


„Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.“


Die Zeit, wenn Gott besonders von denen verunehrt wird, die sein Gesetz für null und nichtig erklären, ist die Zeit, in der jeder treue Untertan (Gottes) das Banner mit der Aufschrift wehen lassen sollte:

„Die Gebote Gottes und der Glaube Jesu.“ Offenbarung 14,12.


Des HERRNstrenger Befehl an Josua, als er das Kommando über die Armeen Israels übernehmen sollte, lautete:

„Sei nur getrost und unverzagt, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat.

Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zu Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst.

Und laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht.

Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.“ Josua 1,7-8.


Die so die Gebote Gottes betrachten und deren Herzen in Gott ruhen, werden sich als diejenigen erweisen, die die Lücken im heiligen Gesetz zumauern.

Sie werden aufbauen, was lange wüst gelegen ist und aufrichten, was vorzeiten gegründet ward. — The Signs of the Times, 12. Juni 1893.



Babylon war das erste Königreich, das die Krone Israels trug

Vgl. 5.Mose 28.

Der schließliche Sturz aller irdischen Reiche wird im Wort der Wahrheit deutlich vorausgesagt.

In der Prophezeiung, die gegeben wurde, als das Urteil über den letzten König Israels erging, wird folgende Botschaft übermittelt:


So spricht der HERr:

„Tu weg den Kopfbund und nimm ab die Krone! ... was hoch ist, soll erniedrigt werden, und was niedrig ist, soll erhöht werden.

Zu Trümmern, zu Trümmern, zu Trümmern will ich sie machen, aber auch dies wird nicht bleiben -, bis der kommt, der das Recht hat, dem will ich‘s geben.“ Hesekiel 21,31-32.


Die Krone, die Israel abgenommen wurde, ging nacheinander an die Königreiche: Babylon, Medo-Persien, Griechenland und Rom.


Gott sagt:

„Aber auch dies wird nicht bleiben, bis der kommt der das Recht hat, dem will ich es geben.“


Die Zeit ist nahe.

Heute sagen uns die Zeichen der Zeit, daß wir an der Schwelle großer und feierlicher Ereignisse stehen. — Erziehung 165.166.



Die Szene von Daniel 7,9-10 und 13-14, in der der Vater und der Sohn ins Allerheiligste gingen — Das Ende der 2300 Tage

Ich sah einen Thron, auf dem der Vater und der Sohn saßen.

Ich betrachtete die Erscheinung Jesu und bewunderte seine holde Gestalt.

Des Vaters Gestalt konnte ich nicht sehen, denn eine Wolke strahlenden Lichtes bedeckte sie.

Ich fragte Jesum, ob sein Vater eine Gestalt habe wie er selbst.

Er bejahte, sagte aber, daß ich ihn nicht sehen könne, denn wenn ich die Herrlichkeit seiner Person sähe, müßte ich sterben.


Vor dem Throne erblickte ich das Adventvolk, die Gemeinde (Gottes) und die Welt. Ich sah zwei Gruppen, die einen in tiefer Teilnahme vor dem Throne gebeugt, während die anderen teilnahmslos und sorglos dastanden.

Diejenigen, die vor dem Throne gebeugt waren, brachten Jesu ihre Gebete dar und blickten nur auf ihn; dann schaute er auf seinen Vater und schien für sie zu bitten.

Ein Licht ging von dem Vater auf den Sohn und von diesem auf die betende Schar aus.

Dann sah ich ein besonders helles Licht vom Vater auf den Sohn kommen, und von dem Sohn ergoß es sich über das Volk vor dem Throne.

Aber nur wenige nahmen dieses große Licht an.

Viele traten aus seinem Bereich heraus und wiesen es sogleich zurück; andere kümmerten sich gar nicht darum und achteten es nicht; da verließ sie das Licht. Manche aber achteten es und gingen hin und beugten sich mit der kleinen betenden Schar.

Alle in dieser Schar empfingen das Licht und freuten sich desselben, und ihre Angesichter strahlten in seiner Herrlichkeit.


Ich sah den Vater sich von dem Thron erheben und in einem Feuerwagen in das Allerheiligste hinter den Vorhang gehen und sich niedersetzen.

Dann erhob sich Jesus von dem Thron, und die meisten, die sich davor niedergebeugt hatten, erhoben sich mit ihm.

Ich sah keinen Lichtstrahl, der sich von Jesus über die sorglose Zahl ergoß, als er sich erhob; sie wurden in völliger Finsternis zurückgelassen.

Diejenigen, die sich mit Jesu erhoben hatten, hielten ihre Augen auf ihn gerichtet, als er den Thron verließ und eine Strecke wegging.

Dann erhob er seinen rechten Arm, und wir hörten ihn mit lieblicher Stimme sagen;


„Wartet hier, ich will zu meinem Vater gehen, um das Reich zu empfangen; haltet eure Kleider rein, und bald will ich wiederkommen von der Hochzeit und euch zu mir nehmen.“


Dann kam ein Wolkenwagen mit Rädern gleich Feuer, von Engeln umgeben, dahin, wo Jesus war.

Er stieg in den Wagen und wurde zu dem Allerheiligsten getragen, wo der Vater saß. Dann sah ich Jesum, den großen Hohenpriester, vor dem Vater stehen.

An dem Saum seines Gewandes waren abwechselnd Schellen und Granatäpfel. Diejenigen, die sich mit Jesus erhoben hatten, folgten ihm im Glauben in das Allerheiligste und beteten:

„Vater, gib uns deinen Geist.“


Dann blies Jesus den Heiligen Geist über sie.

In diesem Hauch war Licht, Macht, viel Liebe, Freude und Friede.

Ich wandte mich nach der Schar um, die noch vor dem Throne lag; sie wußte nicht, daß Jesus ihn verlassen hatte.

Dann schien Satan bei dem Thron zu sein und zu versuchen, das Werk Gottes dort fortzusetzen.

Ich sah sie zu dem Throne aufschauen und beten:

„Vater, gib uns deinen Geist.“


Da hauchte Satan einen unheiligen Einfluß über sie aus; darin war Licht und viel Macht, aber keine süße Liebe, keine Freude und kein Friede.

Satans Ziel war, den Betrug an ihnen aufrechtzuerhalten und Gottes Kinder zurückzuzerren und irrezuführen. — Early Writings 54-56; Erfahrungen und Gesichte 45-47.



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Gedanken über das Buch Daniel

Kapitel 7

Daniel 7

Die Reinigung der Gemeinde und das Gericht über die Lebenden

 

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

Bücher von Ellen Gould White als PDF

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