Die Qualität unseres Glaubens


Glaube und Werke

Kapitel 9

 

Die Qualität unseres Glaubens

 

(Predigttext: Johannes 3,1-16)

Wenn es in der ganzen Bibel nichts Weiteres gäbe, das uns eindeutig den Weg zum Himmel zeigt, fänden wir es hier in diesen Worten. Der Abschnitt sagt uns, was Bekehrung bedeutet und was wir tun müssen, um gerettet zu werden. Und, meine Freunde, ich möchte euch sagen, dass diese Aussagen das oberflächliche Werk der religiösen Welt exakt an der Wurzel treffen.

Sie richten sich direkt gegen die Vorstellung, man könnte ein Kind Gottes ohne eine besondere Veränderung werden. In uns wird eine entscheidende Veränderung bewirkt, wenn Gottes Wahrheit einen Platz in unserem Herzen gefunden hat, denn sie übt eine heiligende Kraft auf das Leben und den Charakter aus. Wenn wir die Früchte der Gerechtigkeit bei denen sehen, die, wie wir, beanspruchen, eine weitergehende Erkenntnis der Wahrheit zu besitzen, dann wird sich eine Handlungsweise zeigen, die bezeugt, dass wir von Christus gelernt haben.

Als Christus, die Hoffnung Israels, ans Kreuz, (wörtlich Pfahl), genagelt und erhöht wurde, wie er es Nikodemus gesagt hatte, starb mit ihm auch die Hoffnung der Jünger. Sie konnten sich die Sache nicht erklären und all das, was Christus ihnen vorher darüber erzählt hatte, nicht verstehen.

Siehe Lukas 24,9-27.

Aber nach der Auferstehung Jesu standen auch ihre Hoffnungen und ihr Glaube wieder auf, und sie gingen hinaus, Christus als den Gekreuzigten zu verkündigen. Sie sprachen darüber, wie böse Hände den Herrn des Lebens und der Herrlichkeit genommen und gekreuzigt hatten, aber dass er von den Toten auferstanden war. Und so verkündeten sie mit Freimut die „Worte des Lebens“, über die sich das Volk sehr wunderte.

Siehe Apostelgeschichte 2,23.32; 3,13-15; 4,10-13; 5,20.

Die Pharisäer und jene, die die Jünger so mutig Jesus als den Messias verkündigen hörten, schlossen daraus, „dass sie mit Jesus gewesen waren“. Kap. 4,13. Sie sprachen so, wie Jesus geredet hatte. Das überzeugte sie davon, dass sie von Jesus gelernt hatten. Wie war das bei den Nachfolgern Jesu in allen Zeitaltern? Sie haben von Jesus gelernt, waren seine Schüler und haben die Lektionen Christi über die lebendige Verbindung der Seele zu Gott gelernt. Dieser lebendige Glaube ist wesentlich für unsere Rettung, damit wir uns auf die Verdienste des Blutes des gekreuzigten und auferstandenen Erlösers berufen, auf Christus, unsere Gerechtigkeit.

Siehe Jeremia 23,6b.

Ein Nebel scheint sich auf die Menschen gelegt und ihren Verstand verschlossen zu haben. Es ist fast unmöglich, diese Atmosphäre des Zweifels und Unglaubens zu durchdringen und ihr unerlässliches Interesse zu wecken, damit sie verstehen, was sie tun müssen, um gerettet zu werden.

 

Die Einfachheit der Erlösung

Wer die Gerechtigkeit Christi beansprucht, braucht keinen Augenblick darauf zu warten, dass seine Sünden ausgelöscht werden. Er braucht nicht zu warten, bis er eine angemessene Reue gezeigt hat, bevor er die Gerechtigkeit Christi in Anspruch nehmen kann. Wir verstehen die Sache der Erlösung nicht. Sie ist so einfach wie das ABC, aber dennoch begreifen wir sie nicht. Wie kommt es dazu, dass ein Mensch bereut? Ist das etwas, das er aus sich vollbringt? Nein, denn das natürliche Herz steht mit Gott in Feindschaft.

Siehe Römer 8,7.

Wie kann sich dann das natürliche Herz selbst zur Reue bewegen, wenn es dazu keine Macht hat?! Was führt den Menschen zur Reue? Es ist Jesus Christus. Siehe Apostelgeschichte 5,31.

Wie bringt er einen Menschen zur Reue? Er hat tausend Wege, das zu tun. Der Gott des Himmels arbeitet beständig am menschlichen Verstand. Im Wort Gottes wird eine Einladung ausgesprochen, und nicht nur dort, sondern von allen, die an Jesus Christus glauben und ihn in ihrem Charakter offenbaren. Sie mögen keine Predigt halten, sie mögen nicht einmal direkt zu einem Menschen gehen und mit ihm über seinen Zustand der Verlorenheit sprechen, aber der spürt durch den Kontakt zu einem echten Nachfolger Jesu, dass er etwas hat, was ihm fehlt.

Die Pharisäer erkannten, dass es bei den Jüngern etwas gab, was sie nicht erklären konnten. Sie erkannten etwas Wunderbares und wurden davon überzeugt, dass die Jünger Jesus zugehört und ihre Lektionen von ihm gelernt hatten.

Von Menschen gehen ständig Eindrücke aus. Jeder wird von einer Atmosphäre umgeben, die entweder himmlisch oder höllisch ist. Es gibt nur zwei eindeutige Lager: Wir stehen in dieser Sache entweder auf der Seite Christ oder auf der Satans. Wenn wir beständig Strahlen des himmlischen Lichts der Herrlichkeit aufnehmen, umgeben uns Engel Gottes und eine positive Atmosphäre.

Unsere Einstellungen und unsere Worte sind für alle, die in unseren Einflussbereich kommen, Zeugnisse wahrer Bekehrung. „Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme.“ Offenbarung 22,17.

Wenn wir Reben des lebendigen Weinstocks geworden sind (siehe Johannes 15,5), werden wir von dem Saft ernährt, der vom Weinstock kommt. Er fließt jederzeit zu jeder Rebe, und die wird zur Ehre Gottes Frucht bringen. Der Vater hat Freude daran, „dass ihr viel Frucht bringt“. V. 8. Was brauchen wir also? Einen lebendigen Glauben.

 

Du kannst es nicht erklären

Jemand sagt: „Ich möchte diese Sache durchdenken.“ Gut, versuche es zu durchdenken, wenn du es kannst. Jesus sagte: „Es ist damit wie beim Wind: Er weht, wie er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht.“ Johannes 3,8.

Und ebenso wenig kannst du das Wirken Gottes am menschlichen Herzen erklären. Du kannst diesen Glauben nicht erklären, der sich auf die Verdienste des Blutes eines gekreuzigten und auferstandenen Heilands beruft, um die Gerechtigkeit Christi in deinem Leben wirksam werden zu lassen. Mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet, statt mit deiner eigenen Gerechtigkeit, wirst du nicht mehr davon abhängig sein, was du tun kannst oder willst. Weißt du nicht, dass du ohne Christus nichts tun kannst? „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, sagt er. Johannes 15,5.

Wenn du dich an deinen Tisch setzt, ist das Essen, das du zu dir nimmst, ein Ausdruck der Liebe Christi. Und das Hören auf die Wahrheit des Wortes Gottes vom Podium ist eine Botschaft, die uns Worte des Lebens verkünden soll. Wer hat von euch alle Zweifel und Fragen zusammengetragen, die man gegen die Gerechtigkeit Christi vorbringen könnte? Wer hat so etwas getan? Auf welcher Seite steht ihr? Habt ihr die wertvollen Wahrheiten, als sie euch vorgetragen wurden, Punkt für Punkt ergriffen? Oder habt ihr gedacht, dass ihr lieber euren eigenen Ideen und Meinungen folgt und das Wort Gottes mit euren eigenen Meinungen und Theorien lest und beurteilt? Oder werdet ihr eure Ideen und Theorien zum Wort Gottes bringen, damit es euch offenbart, wo sich die Mängel und Fehler in euren Gedanken und Theorien befinden?

Wir können auf keinen Fall eine Position einnehmen, in der wir das Wort Gottes richten, weil wir bisher dies oder das geglaubt haben. Unser Grundsatz ist: "Zum Gesetz und zum Zeugnis!" Werden sie das nicht sagen, so wird ihnen kein Morgenrot scheinen.“ Jesaja 8,20.

Wenn jemals ein Volk Licht nötig hatte, dann dieses, das in den letzten Tagen der Weltgeschichte lebt. Wir möchten wissen, was die Heilige Schrift sagt. Wir möchten zum lebendigen Wort Gottes kommen. Wir wünschen uns den lebendigen Glauben, der den Arm mit unendlicher Macht ergreift, und wir möchten uns mit unserem ganzen Sein auf Jesus Christus, unsere Gerechtigkeit, verlassen. Und das können wir auch. Ja, wir tun es zum Nutzen und im Interesse unserer eigenen Seele.

Du kannst mit dem lebendigen Weinstock verbunden sein. Jedes Glied deines Körpers kann mit diesem Weinstock vereint sein, und der Saft und die Nahrung aus dem Weinstock werden die Rebe nähren, die mit dem Weinstock verbunden ist, bis du mit Christus eins wirst, wie er mit dem Vater eins war. So wirst du seine Segnung empfangen.

Aber, liebe Geschwister, wir hatten keinen Glauben. Wir haben Gott lange genug durch unseren Unglauben entehrt. Ich verweise auf den Gelähmten, der seine Glieder viele Jahre lang nicht benutzen konnte. Da lag er. Die Priester und Schriftgelehrten prüften seinen Fall und erklärten ihn für hoffnungslos. Sie sagten ihm, er habe sich durch seine eigene Sünde in diese Lage gebracht und es gäbe keine Hoffnung für ihn.

Aber er hörte davon, dass es einen Mann gab, der Jesus hieß und große Werke tat. Er heilte die Kranken und hatte sogar Tote auferweckt. „Aber wie kann ich zu ihm kommen?“, fragte er. „Wir werden dich zu Jesus tragen“, erwiderten seine Freunde, „direkt in seine Gegenwart. Wir haben gehört, wo er sich aufhält.“ Und so nahmen sie den Mann ohne Hoffnung und trugen ihn dorthin, wo Jesus war. Aber die Menge drängte sich so dicht um das Gebäude, in dem er war, dass sie nicht einmal die Chance hatten, bis zur Tür zu kommen. Was sollten sie tun? Der Gelähmte schlug vor, das Dach zu öffnen, ein Loch zu machen und ihn dadurch herabzulassen.

Siehe Markus 2,2-4.

So offenbarte er seinen ernsten Glauben. Seine Freunde taten das und so gelangte er direkt vor Jesus, sodass dieser ihn anblicken konnte. Und als Jesus ihn ansah, hatte er Mitleid mit ihm und sprach: „Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ V. 5. Welch eine Freude! Jesus wusste genau, was dieser sündenkranke Mensch brauchte. Er wusste, dass er von seinem Gewissen gequält wurde, deshalb sagte er: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Was für eine Erleichterung empfand der Gelähmte da! Was für eine Hoffnung erfüllte sein Herz! Dann erhoben sich die Emotionen in den Herzen der Pharisäer: „Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?“, dachten sie. V. 6.7. Daraufhin sagte Jesus zu ihnen: „Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden, sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!“ V. 10.11.

Was? Mit seinen gelähmten Armen sollte er sein Bett tragen? Und mit seinen gelähmten Gliedmaßen aufstehen? Und was tat er? Genau das, was ihm befohlen worden war. Er tat, was ihm der Herr gesagt hatte. Die Macht des Willens setzte seine gelähmten Arme und Beine in Bewegung und sie reagierten, obwohl sie eine sehr lange Zeit nicht reagiert hatten. Dieses Geschehen zeigte den Menschen, dass es in ihrer Mitte jemanden gab, der nicht nur Sünden vergeben, sondern auch Kranke heilen konnte.

Aber dieser deutliche Beweis bekehrte die Pharisäer nicht. Menschen können sich so sehr in ihrem Unglauben, ihrem Zweifel und ihrer Untreue einschließen, dass selbst die Auferweckung eines Toten sie nicht überzeugen kann. Aufgrund ihres Unglaubens verharren sie in derselben ungläubigen Haltung und lassen sich weder überzeugen noch bekehren. Aber alle, die Ohren haben, um die Wahrheit zu hören, und ein Herz, um sie anzunehmen, loben Gott. Sie rufen aus: „So etwas haben wir noch nie erlebt!“ V. 12b

 

Jesu Aufforderung an den Kranken am Teich

Da lag ein langjährig Kranker und als Christus ihn ansprach, erzählte er die traurige Geschichte, dass jedes Mal, wenn er in das Wasser des Teiches Betesda wollte, um geheilt zu werden, ein anderer vor ihm hineinkam. Siehe Johannes 5,2-7. Christus fragte ihn: „Willst du gesund werden?“ V. 6.

Was für eine Frage! Deshalb war er ja dort, aber Jesus wollte aus dem Herzen dieses Mannes den Wunsch hören, gesund zu werden. Und als er ihn bat aufzustehen, sein Bett zu nehmen und hinauszugehen, tat er genau das, was Christus ihm gesagt hatte. Siehe V. 8.9.

Er sagte nicht: „Wieso, ich habe 38 Jahre hier gelegen und bin in dieser Zeit keinen Schritt gegangen!“ Er nahm sich nicht die Zeit, um zu diskutieren, sondern tat, was ihm befohlen worden war: Er nahm sein Bett und ging hinaus und war von da an geheilt. Das ist der Glaube, den wir brauchen. Aber wenn du erst anfängst, alles zu erklären und jeden einzelnen Punkt zu durchdenken, wirst du in deinen Sünden sterben, denn du wirst nie zufrieden sein.

 

Die bronzene Schlange

Christus brachte gegenüber Nikodemus ein anderes Beispiel, die bronzene Schlange, die „Mose in der Wüste ... erhöht“ hatte, und erklärte: „Genauso muss auch der Menschensohn erhöht werden.“ Johannes 3,14.

Und wenn er erhöht ist, wird er alle Menschen zu sich ziehen, „damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben“. Kap. 12,32; 3,15.

Seht also einfach auf diese bronzene Schlage. Die Kinder Israel hatten nicht gemerkt, dass Gott sie durch seine Engel bewahren ließ, die zu ihrer Hilfe und ihrem Schutz gesandt waren.

Auf der langen Reise durch die Wüste war das Volk nicht von den Schlangen vernichtet worden. Sie waren ein undankbares Volk. Wir sind genauso: Wir erkennen tausende Gefahren nicht, vor denen unser himmlischer Vater uns bewahrt hat.Wir erkennen seinen reichen Segen nicht, den er uns erwiesen hat, indem er uns Nahrung und Kleidung gegeben, unser Leben erhalten hat und Schutzengel aussandte, um über uns zu wachen. Jeden Tag sollten wir dafür dankbar sein und unsere Herzen von Dankbarkeit erfüllt sein. Wir sollten jeden Tag mit einem Dankopfer zu Gott kommen, täglich um den Familienaltar zusammenkommen und ihm für seinen Schutz danken.

Die Kinder Israel hatten aus den Augen verloren, dass Gott sie vor den giftigen Schlangen bewahrte. Aber als er seine Hand zurückzog, wurden sie gebissen. Und was geschah dann? Der Sohn Gottes selbst sagte Mose, er solle einen Pfahl aufstellen, eine bronzene Schlange anfertigen, sie an diesem Pfahl befestigen und ihn für die Israeliten sichtbar aufstellen, damit jeder, der sie ansah, leben konnte.

Siehe 4.Mose 21,8.9.

Sie brauchten kein großartiges Werk zu vollbringen. Sie sollten nur aufsehen, weil Gott sagte, sie sollten es tun. Stellen wir uns vor, sie hätten gezögert, um die Sache zu durchdenken, und gesagt: „Nun, das kann nicht sein, dass wir beim Anblick einer bronzenen Schlange geheilt werden. Sie ist ja nicht einmal lebendig!“ Aber der Blick des Glaubens heilte sie, so wie Gott es versprochen hatte. Alle, die aufsahen, blieben leben. Jene, die argumentierten und es zu erklären versuchten, starben. Was sollen wir tun? Aufsehen und leben. „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden.“

Der Grund? Damit alle, die auf ihn sehen, „nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“. Johannes 3,14.16. Was für eine Art Glaube ist das? Geht es darum, einfach zu vertrauen, oder ist es ein Glaube, der bekennt? Hier sind viele mit dieser Art von Glauben. Du glaubst, dass Jesus Gottes Sohn ist; aber hast du einen persönlichen Glauben in Bezug auf deine eigene Erlösung? Glaubst du, dass Jesus dein Retter ist, dass er am Kreuz von Golgatha starb, um dich zu erlösen, und dir das Geschenk des ewigen Lebens anbietet, wenn du an ihn glaubst?

 

Dies ist Gerechtigkeit aus dem Glauben

Und was heißt es, zu glauben? Es bedeutet, voll und ganz zu akzeptieren, dass Jesus Christus als unser Opfer starb, für uns „zum Fluch wurde“ (Galater 3,13), unsere Sünden auf sich nahm und uns seine eigene Gerechtigkeit zurechnet. Deshalb beanspruchen wir die Gerechtigkeit Christi; wir glauben an sie und sie ist unsere Gerechtigkeit. Er ist unser Erlöser.

Er rettet uns, weil er es versprochen hat. Wollen wir alle Erklärungen untersuchen, wie er uns retten kann? Haben wir die Rechtschaffenheit in uns, die uns besser macht und uns von den Flecken und Runzeln der Sünde reinigt, sodass wir dann zu Gott kommen könnten? Wir können das einfach nicht schaffen. Weißt du nicht, was Jesus dem jungen Mann sagte, der zu ihm kam und ihn fragte, was er tun solle, um das ewige Leben zu haben? „Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ Matthäus 19,16.17. Und der sagte: „Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch?“ V. 20.

Der junge Mann erkannte nicht, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war, oder warum er das ewige Leben nicht bekommen sollte. „Das habe ich alles gehalten“, sagte er. Nun berührte Christus den wunden Punkt in seinem Herzen, indem er sagte: „Verkaufe, was du hast und komm und folge mir nach“ und du wirst das Leben haben.

Was tat der? Er „ging betrübt davon, denn er hatte viele Güter“. V. 21.22. Er hatte die Gebote überhaupt nicht gehalten. Er hätte Jesus Christus als Erlöser annehmen und seine Gerechtigkeit in Anspruch nehmen sollen. Dann, mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet, hätte er das Gesetz Gottes halten können. Der junge Mann durfte das Gesetz nicht mit Füßen treten; er musste es respektieren und lieben. Dann würde Christus göttliche Macht verleihen, die sich mit menschlichem Bemühen vereint. Christus nahm für uns menschliche Gestalt an. Er bekleidete seine Göttlichkeit und so wurden Göttlichkeit und Menschheit verbunden. Er zeigte, dass das Gesetz von dem Satan erklärte, es könne nicht gehalten werden, doch gehalten werden konnte.

Christus nahm menschliche Gestalt an, um hier in unserer Welt zu leben und zu zeigen, dass Satan gelogen hatte. Er nahm menschliche Gestalt an, um zu demonstrieren, dass in der Verbindung von Göttlichkeit und Menschheit jemand das Gesetz Gottes halten kann. Wenn du die Menschheit von der Göttlichkeit trennst, kannst du von heute bis zur Wiederkunft Christi versuchen, deine eigene Gerechtigkeit zu erreichen, und es wird nichts als ein Fehlschlag werden. Durch einen lebendigen Glauben, durch ernstes Gebet zu Gott und indem wir uns auf Christi Verdiensten verlassen, werden wir mit seiner Gerechtigkeit bekleidet, und sind gerettet. „Oh ja“, sagen manche, „wir werden gerettet, indem wir nichts tun. Ich bin tatsächlich gerettet. Ich brauche das Gesetz Gottes nicht zu halten. Ich bin durch die Gerechtigkeit Christi gerettet.“ Christus kam in unsere Welt, um alle Menschen zur Loyalität gegenüber Gott zurückzuführen. Die Auffassung, wir könnten Gottes Gesetz brechen, weil Christus es erfüllt habe, führt zum Tode, denn wir sind genauso Gesetzesbrecher wie jeder andere Mensch auch.

Worum geht es denn? Darum, zu hören und zu erkennen, dass du mit der Gerechtigkeit Christi, die du durch den Glauben annimmst, eine Gerechtigkeit, die dir durch seine Bemühungen und seine göttliche Macht bereitgestellt wurde, die Gebote Gottes halten kannst.

 

Keine Rettung durch Untätigkeit

Wir wünschen uns diesen Glauben. Aber wird ein Mensch in Trägheit gerettet? Kann er gerettet werden, wenn er nichts tut? Niemals! Er muss mit Jesus Christus zusammenarbeiten. Er kann sich nicht selbst erlösen. „Wir sind Gottes Mitarbeiter.“ 1.Korinther 3,9. Und wie funktioniert das? Der gesamte Himmel ist am Wirken, um das Menschengeschlecht aus der Erniedrigung durch die Sünde emporzuziehen. Der ganze Himmel steht Bewohnern der Erde offen. Die Engel Gottes werden ausgesandt, um denen zu dienen, die Erben der Erlösung sein sollen.

Siehe Hebräer 1,14.

Und Paulus sagt: „Denn Gott ist‘s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ Philipper 2,13. Und diesen Glauben, der wirkt, wünscht du dir. Wie wirkt er? Durch die Liebe, denn „in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube“. Galater 5,6

Welche Liebe? Nun, die Liebe, die vom Kreuz auf Golgatha leuchtet. Es wurde genau zwischen Himmel und Erde aufgerichtet, und die Erlösung erlangt man durch das Aufsehen auf dieses Kreuz. Der Vater hat es angenommen, die himmlischen Heerscharen sind zu diesem Kreuz gekommen, und Gott selbst hat sich bei der Annahme des Opfers verneigt. Es erfüllt die Forderungen des Himmels und wir Menschen können durch Jesus Christus gerettet werden, wenn wir nur an ihn glauben. Durch dieses vollständige und vollkommene Opfer wird ein Mensch mit Gott und Gott mit dem Menschen versöhnt.

Nun, liebe Geschwister, wir wünschen uns Glauben; wir möchten im Glauben wachsen, wir möchten, dass jeder unserer Schritte ein Schritt des Glaubens ist. Wir wünschen uns den Glauben an dieses Opfer, das für uns dargebracht wurde. „Gnade und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst.“ Psalm 85,11 Wenn wir einen Lichtstrahl sehen, möchten wir in seinen Besitz kommen. Der Teufel arbeitet beständig dagegen. Der Glaube, der durch die Liebe tätig ist, wurde von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha bezeugt. Solch eine Liebe hat er für mich gehabt. Er ist für mich gestorben, hat mich mit einem unendlich hohen Preis erkauft und für alles Sühne gebracht, das ihm widerwärtig ist. Ich muss mit ihm zusammenarbeiten; ich muss sein Joch auf mich nehmen und es tragen; ich muss seine Lasten tragen, die leicht sind.

Siehe Matthäus 11,29.30.

Ich muss andere lehren, wie sie aus dem sündigen Zustand, in dem auch ich mich befand, befreit werden und die Gerechtigkeit Christi durch einen lebendigen Glauben ergreifen. Nur auf diesem Weg kann ein Sünder gerettet werden.

 

Du kannst dich nicht selbst retten

Vielleicht klammerst du dich an deine eigene Gerechtigkeit und meinst, dass du versucht hast, das Rechte zu tun, und schließlich dadurch gerettet werden wirst. Du kannst nicht erkennen, dass Christus alles tut. „Ich muss zuerst bereuen“, sagen manche, oder: „Ich muss selbst ohne Christus so weit gehen, wie ich kann, und dann holt mich Christus ab und nimmt mich an.“ Aber du kannst ohne Christus nicht einmal einen Gedanken an ihn haben. Du kannst gar nicht das Bedürfnis spüren, zu ihm zu kommen, wenn er nicht Einflüsse auf dich in Gang setzt und seinen Geist an deinem Verstand wirken lässt. Wenn es auf Erden einen Menschen gibt, der Gott sucht, dann geschieht dies aufgrund der vielen Einflüsse, die Christus an dessen Denken und Herzen wirken lässt.

Sie rufen zur Treue Gott gegenüber und zur Dankbarkeit für das große Werk auf, das Gott für ihn getan hat. Lasst uns deshalb nie mehr behaupten, wir könnten aus uns selbst heraus bereuen und dann werde Christus uns vergeben. Nein, das ist keinesfalls so. Es ist die Gunst Gottes, die uns vergibt. Und es ist die Gunst Gottes, die uns durch seine Macht zur Reue führt.

Siehe Römer 2,4.

Deshalb kommt alles von Jesus Christus, jedes einzelne kommt von ihm, und du solltest Gott einfach die Ehre dafür geben. Warum lobt ihr ihn in euren Versammlungen nicht viel mehr? Warum erlebt ihr den belebenden Einfluss des Geistes Gottes nicht, wenn euch die Liebe Jesu und seine Erlösung verkündet werden? Weil ihr nicht erkennt, dass Christus „der Erste und der Letzte“ und der Beste, „das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende“ ist, der eigentliche „Anfänger und Vollender unseres Glaubens“. Offenbarung 22,13; Hebräer 12,2.

Ihr seid euch dessen nicht bewusst und deshalb bleibt ihr in euren Sünden. Warum? Weil Satan hier um die Seelen der Menschen ringt und kämpft. Er wirft seinen höllischen Schatten direkt auf euren Weg und alles, was ihr sehen könnt, ist der Feind und seine Macht. Wende deinen Blick weg von seiner Macht dem Einen zu, der mächtig genug ist, „vollständig und für immer alle zu retten, die sich durch ihn an Gott wenden“. Hebräer 7,25

Warum schreitet dein Glaube nicht durch den Schatten, um dorthin zu gelangen, wo Christus ist? „Er ist in den Himmel hinaufgestiegen und hat gefangen genommen, was uns gefangen hielt. Er hat den Menschen Gaben ausgeteilt.“ Epheser 4,8 Er wird dich lehren, dass Satan jede Seele beansprucht, die sich Christus nicht anschließt, um sein Eigentum zu sein.

 

Der entscheidende Punkt im großen Kampf

Satan ist der Urheber des Todes. Was hat Christus getan, nachdem er Satan dem Tode unterworfen hatte? Die allerletzten Worte des sterbenden Christus am Kreuz lauteten: „Es ist vollbracht.“ Johannes 19,30.

Der Teufel erkannte, dass er zu weit gegangen war. Durch seinen Tod besiegelte Christus den Tod Satans und hat „das unvergängliche Leben ans Licht gebracht“. 2.Timotheus 1,10 Und was tat Christus, nachdem er auferstanden war? Er ergriff seine Macht und sein Zepter. Er öffnete die Gräber und führte die vielen Gefangenen heraus.

Siehe Matthäus 27,52.53.

So zeigte er jedem Wesen auf unserer Welt und in der ganzen Schöpfung, dass er die Macht über den Tod besaß und die Gefangenen des Todes gerettet hat. Nicht alle, die an Jesus glaubten, wurden zu dieser Zeit lebendig. Das war nur ein Beispiel für das, was einmal geschehen wird, damit wir wissen, dass der Tod und das Grab ihre Gefangenen nicht festhalten konnten, weil Christus sie mit in den Himmel nahm. Und wenn er in Macht und großer Herrlichkeit wiederkommen wird, wird er die Gräber öffnen. Das Gefängnis wird geöffnet und die Toten werden zu herrlicher Unsterblichkeit hervorkommen. Das waren die Trophäen, die Christus, bei seiner Auferstehung, mit sich nahm und dem himmlischen Universum und den von Gott geschaffenen Welten präsentierte. Jede Zuneigung, die sie je für Luzifer, den „schirmenden Cherub“ (Hesekiel 28,14), empfunden hatten, war nun zerstört.

Gott gab ihm die Chance, seinen wahren Charakter zu offenbaren. Wenn er das nicht getan hätte, würde es einige geben, die Satans Anklage gegen Gott, er habe ihm keine faire Chance gegeben, für gerechtfertigt hielten. Der Fürst des Lebens und der Fürst der Finsternis kämpften gegeneinander.

Der Fürst des Lebens siegte, aber der Preis war unendlich hoch. Sein Triumph ist unsere Erlösung. Er ist unser Stellvertreter und Bürge. Und was er den Überwindern verspricht, zeigt, ob der Mensch etwas tun muss oder nicht, und wie: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.“ Offenbarung 3,21.

 

Der Anteil des Überwinders

Musste unser Erlöser nicht etwas überwinden? Musste er nicht den Kampf mit dem Fürsten der Finsternis durchhalten, bis er in jedem Punkt gesiegt hatte? Dann übergab er sein Werk direkt an seine Nachfolger. Wir müssen etwas tun. Haben wir nicht den Anteil des Überwinders, den Sieg zu erreichen und zu gewinnen?

Müssen wir unserem Herrn nicht Schritt für Schritt folgen, um ihn „zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte“? Hosea 6,3. Dieses Licht wird uns scheinen, bis wir zu dem helleren Licht kommen. Ihr werdet es ergreifen und fortfahren und aus dem Wort Gottes noch helleres Licht erkennen, wenn ihr Gott darum bittet. Jakob hatte sich verfangen. Er hatte seinen Bruder um dessen Erstgeburtsrecht betrogen. Als er mit Christus kämpfte, wurden ihm seine Sünden bewusst. Der Engel rang mit ihm und sagte: „‚Lass mich los ...‘ Aber Jakob erwiderte: ‚Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest¡“ 1.Mose 32,27

Willst du das tun? Willst du bei dieser Versammlung mit Gott ringen, bis du weißt, dass er sich dir offenbart? Es gibt Sünden, die eure Seele beschweren; eure Sünden bekümmern euch. Wirst du sagen „Ja, HERR, ich brauche Vergebung, die neben meinen Namen geschrieben wird“, und mit Gott ringen und ihn unter Berufung auf die Gerechtigkeit Christi anflehen? „Er muss mich retten; ich glaube an ihn; ich nehme ihn beim Wort.“

Nun, liebe Geschwister, was werden wir tun? Jakob errang den Sieg und an diesem Tag wurde sein Name geändert. Das geschah, als er mit Gott siegte. Ich bin so dankbar, dass Gott einen Ausweg gefunden hat, damit wir die volle und freie Erlösung erlangen können. Wir brauchen nicht auf die Schatten achten, die Satan auf unseren Weg wirft. Er möchte den Himmel und Jesus sowie das Licht und die Kraft des Himmels für uns verfinstern und wir sprechen weiterhin von seiner Macht. Aber wir brauchen über sie nicht sprechen. Jesaja drückt es so aus: „Denn geboren ist uns ein Kind! Ein Sohn ist uns gegeben! Und ruhen wird die Fürstenmacht auf seiner Schulter. Und genannt wird sein Name wunderbar. Rat bringt er dem Mächtigen, dem Fürsten der Zukunft Wohlstand.“ Jesaja 9,6.

Bedeutet das nicht, dass Christus „und der Vater eins sind“? Johannes 10,30. Gott helfe uns, liebe Geschwister, dass wir aufwachen und uns jetzt erheben wie der Gelähmte; um das zu tun, was der Kranke am Teich Betesda tat und der Mann mit dem gelähmten Arm. Sie taten einfach, was ihnen gesagt wurde. Gott helfe uns, an den Sohn Gottes zu glauben und darauf zu vertrauen, dass er uns „für immer selig machen“ kann (Hebräer 7,25), dann werden wir ewiges Leben haben. Aber viele von euch verhalten sich so, als gäbe es nicht genügend Leben in eurer Seele, um auf die Wahrheit zu reagieren.

Manche von euch verhalten sich so, als dächten sie, Jesus sei in Josefs Grab eingeschlossen. Er ist nicht dort; er ist von den Toten auferstanden! Wir haben heute einen lebendigen Erlöser, der für uns eintritt. Sprecht also von seiner Liebe, sprecht von seiner Macht, preist ihn! Wenn du eine Stimme hast und reden kannst, sprich von Gott, vom Himmel und vom ewigen Leben. Ich habe Menschen gehört, die zu Hause so laut redeten, dass ihre Nachbarn sie hören konnten, aber wenn sie in der Versammlung aufstanden, murmelten sie nur ein paar Worte, die man nicht verstehen konnte.

Du möchtest doch zeigen, dass du in der Schule Christi etwas gelernt und Fortschritte gemacht hast. „Wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet“, schrieb Paulus. Römer 10,10. Wie viele von euch glauben die Wahrheiten, die ihr heute gehört habt Möchtet ihr noch einige Monate nachdenken, bevor ihr anerkennt, dass sie Licht enthalten? Möchtet ihr warten, bis ihr alles durchdacht habt? Da werdet ihr eher vorher sterben.

 

Glaubt, weil Gott es sagt

Glaubt es, weil es die Wahrheit ist und Gott es sagt, und klammert euch an das verdienstvolle Blut eines gekreuzigten und auferstandenen Heilands. Er ist deine einzige Hoffnung, er ist deine Gerechtigkeit, dein Stellvertreter und dein Bürge, dein alles in allem. Wenn du das begreifst, kannst du ihm nur ein Lobopfer bringen. Aber wenn du nicht bereit bist, zu Christus zu kommen und anzuerkennen, dass er alles tut, wenn du meinst, du müsstest zuerst selbst ein paar Schritte tun und ein Stück weit gehen, dann würde Gott dir begegnen, dann ist das genau so wie das Opfer Kains.

Er kannte den Erlöser nicht und wusste nicht, dass dessen Blut seine Sünden sühnen und sein Opfer für Gott annehmbar machen konnte. Es gibt noch mehr Kains, mit befleckten Gaben und unreinen Opfern ohne das Blut Jesu. Bei jedem Schritt musst du Jesus Christus in Anspruch nehmen. Bringe deine Bitten mit dem Blut Jesu und seiner reinigenden Macht vor Gott und bete ernstlich zu ihm und studiere deine Bibel wie nie zuvor.

Die Frage ist: „Was ist Wahrheit?“ Nicht die Dauer, wie lange ich etwas geglaubt habe, macht es zur Wahrheit. Du musst deine Glaubensüberzeugungen von der Bibel prüfen und deren Licht sie definieren lassen, damit du erkennst, wo sie fehlerhaft sind und worin die Schwierigkeiten liegen. Die Bibel muss unser Maßstab sein, das lebendige Wort Gottes unser Führer. Du musst nach der Wahrheit graben wie nach verborgenen Schätzen. Um die Juwelen zu finden, musst du jeden Zentimeter des Feldes umgraben. Du musst die Bergwerke der Wahrheit nach neuen Edelsteinen durchsuchen, nach neuen Diamanten, und du wirst sie finden.

Ihr wisst, wie es in der Katholischen Kirche ist: Die Gläubigen dürfen die Schrift nicht selbst auslegen. Jemand anderes muss ihnen die Schrift auslegen. Könnt ihr nicht denken? Habt ihr keinen Verstand? Hat Gott dem einfachen Volk nicht genauso Urteilsvermögen gegeben wie den Priestern und Obersten?

Als Christus, der Herr des Lebens und der Herrlichkeit, in unsere Welt kam, hätten sie ihn niemals gekreuzigt, wenn sie ihn erkannt hätten. Siehe 1.Korinther 2,8. Gott hatte ihnen gesagt, sie sollten die Schrift studieren. Jesus sagte: „Ihr forscht doch in den Heiligen Schriften und seid überzeugt, in ihnen das ewige Leben zu finden und gerade sie weisen auf mich hin.“ Johannes 5,39

Gott helfe uns, rechte Bibelstudenten zu sein. Wenn du nicht selbst in der Heiligen Schrift die Begründungen und ein „So spricht der HERR“ erkennst, vertraue niemandem, der die Bibel für dich auslegen will. Und wenn du das erkennen kannst, weißt du es selbst und weißt, dass es die Wahrheit Gottes ist. Dann wirst du sagen: „Ich habe es gelesen und erkannt, ich habe es von Herzen ergriffen und es ist die Wahrheit, die Gott durch sein Wort zu mir gesprochen hat.“

Das sollen wir sein: mündige Christen. Wir brauchen eine individuelle, persönliche Erfahrung. Wir müssen bekehrt werden, so wie die Juden es damals mussten. Wenn du ein kleines Licht erkennst, dann sollst du nicht zögern und sagen: „Ich werde warten, bis meine Geschwister es auch erkannt haben.“

Wenn du das tust, wirst du in der Finsternis bleiben. Gott helfe uns, die Wahrheit Gottes zu erkennen, und wenn du sie erkannt hast, dann halte dich an das Licht. Verlass dich nicht auf Menschen, sondern trachte nach einer eigenen lebendigen Erfahrung, dann wird dein Angesicht von der Herrlichkeit Gottes scheinen. Siehe 2.Mose 34,29. Du bist mit ihm gewandelt und er hat dich aufrecht erhalten. Du hast mit ihm gerungen und ihn angefleht, und er hat sein Licht über dir scheinen lassen.

 

Redet über Glauben, lebt den Glauben, handelt im Glauben

Liebe Geschwister, ihr habt euch so sehr mit Zweifeln und Fragen beschäftigt, dass ihr euch nun im Glauben erziehen müsst. Ihr müsst vom Glauben reden, den Glauben leben und im Glauben handeln, damit euer Glaube wachsen kann. Wenn ihr den lebendigen Glauben anwendet, werdet ihr zu starken Männern und Frauen in Christus heranwachsen. Gott gebe, dass diese Versammlung hier ein Treffen sein möge, in der „die Sonne der Gerechtigkeit“ über euch aufgeht (Maleachi 3,20) und mit ihren klarsten Strahlen in eure Herzen scheint, sodass ihr alle zu Lichtern in der Welt werdet. Ihr könnt genau das sein, was Christus über seine Jünger sagte: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Matthäus 5,14. Ihr sollt dieses Licht, diese Hoffnung und diesen Glauben an andere ausbreiten. Ihr sollt euren Weg in seinem Dienst nicht mürrisch gehen, als ob er ein harter Auftraggeber wäre, der euch Lasten auferlegt, die ihr nicht tragen könnt.

Das ist nicht der Fall. Er möchte, dass ihr mit Freude erfüllt seid, mit dem Segen Gottes, und „das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahrt, die wir doch mit unserem Verstand niemals fassen können“. Epheser 3,18.19

Wenn sein Name genannt wird, soll er den Grundton eures Herzens treffen, sodass er Resonanz findet. Dann könnt ihr „dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm, Lob und Ehre und Preis“ bringen. Offenbarung 5,13.

Schon hier sollt ihr dieses Lied singen lernen; und wenn ihr „in einem Augenblick verwandelt werdet“ (1.Korinther 15,52), dann werdet ihr wissen, wann ihr in das Siegeslied mit den himmlischen Engeln und den erlösten Heiligen einstimmen sollt.

Wir werden die Himmelsgewölbe mit Lob und Ruhm erklingen lassen. Lasst uns die Gewölbe hier erklingen lassen. Lasst diesen Ort in euren Herzen Lob erwecken. Seht die herrlichen Bäume und den samtenen grünen Teppich an, während wir hier auf diesem Gelände sind, und lasst Lobpreis in euren Herzen aufsteigen. Preist Gott, dass wir das Vorrecht haben, in dieser Welt zu leben, so schön wie sie ist. Doch wir gehen zu einem noch schöneren Ort, denn diese Erde wird gereinigt, zerschmolzen und sündlos gemacht werden.

Siehe 2.Petrus 3,12.13.

Haben wir nicht alles, um uns himmlisch gesinnt zu machen? Haben wir nicht alles, was uns über die Weltlichkeit und Sinnlichkeit erhebt, über das billige und sinnlose Geschwätz, die Späße und Witze, die falschen Beschuldigungen, das Geplapper und die üble Nachrede? Legt das alles ab!

Siehe Kolosser 3,8.

Es ist eine Schande für die Gemeinde! Es schwächt sie und schadet ihr. Unsere Unterhaltung sollte heilig sein. Wie Gott in seinem Bereich heilig ist, so sollen wir in unserem Bereich heilig sein.

Siehe 1.Petrus 1,15.

Wir wollen uns an dem wunderbaren Heiland erfreuen, der gestorben ist, um uns zu erlösen, und Gott die Ehre geben. Lasst uns den Lobpreis hier mit dem Himmel vereinigen und in den Gesang der himmlischen Engel in der Stadt unseres Gottes einstimmen.

Ellen Gould White

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

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