Die Plagen fielen auf die Bewohner der Erde.



Die Plagen fielen auf die Bewohner der Erde.

Einige klagten Gott an und verfluchten ihn; andere eilten zum Volk Gottes, um darüber belehrt zu werden, wie sie seinen Gerichten entkommen könnten. Aber die Heiligen hatten nichts für sie. Die letzte Träne für Sünder war geflossen, das letzte ringende Gebet gesprochen, die letzte Last getragen und die letzte Warnung gegeben. Die liebliche Gnadenstimme lud sie nicht mehr ein zu kommen. Als die Heiligen und der ganze Himmel an ihrem Seelenheil interessiert waren, hatten sie kein Interesse dafür gehabt. Leben und Tod waren ihnen vorgelegt worden; manche sehnten sich nach dem Leben, machten jedoch keine Anstrengung, es zu erlangen. Sie hatten das Leben nicht gewählt. Jetzt war kein sühnendes Blut mehr da, die Schuldigen zu reinigen, kein mitleidiger Heiland, der für sie bat und rief:

„Schone, schone den Sünder noch ein wenig länger.“

Der ganze Himmel hatte sich mit Jesus vereinigt, als sie die furchtbaren Worte vernommen hatten:

„Es ist geschehen. Es ist vollbracht.“ Johannes 19,30.

Der Erlösungsplan war ausgeführt worden; doch nur wenige hatten ihn angenommen. Als nun die liebliche Stimme der Gnade verhallte, ergriffen Furcht und Schrecken die Gottlosen. Schrecklich deutlich vernahmen sie die Worte: „Zu spät, zu spät!“

Die Menschen, die das Wort Gottes nicht geschätzt hatten, liefen nun hin und her, von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen, um das Wort Gottes zu suchen.

Der Engel sagte:

„Sie werden‘s nicht finden. Es ist ein Hunger im Land; nicht ein Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören. Amos 8,11.

Was würden sie nicht alles geben für ein Wort der Anerkennung von Gott; aber nein, sie müssen hungern und dürsten. Tag für Tag haben sie die Seligkeit mißachtet, haben irdische Reichtümer und weltliche Vergnügungen mehr geschätzt als himmlische Schätze oder Angebote. Sie haben Jesus verworfen und die Heiligen verachtet. Wer unrein ist, muß für immer unrein bleiben.“

Ellen G. White

Frühe Schriften

Seite 294-295


Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

Bücher von Ellen Gould White als PDF

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