Die Doppelmoral der Protestanten


 


Die Doppelmoral der Protestanten

 

Genüßlich wird den Protestanten, die sich nach außen hin zu dem Grundsatz »Sola Scriptura«, also zur alleinigen Autorität der Heiligen Schrift in allen Lehrfragen bekennen, anhand der Sonntagsfrage ihre Doppelmoral unter die Nase gerieben:

»Man nehme z. B. nur die Beobachtung des Sonntags mit dem Besuch des Gottesdienstes und dem Enthalten von unnötiger Arbeit, etwas, worauf die Protestanten lange Jahre großen Wert gelegt haben.

Ich möchte mich hier ganz freundschaftlich an meine protestantischen Leser wenden:
Du glaubst, daß die Bibel allein ein sicherer Führer in religiösen Dingen ist?
Du glaubst auch, daß eine der fundamentalen Pflichten, die Dein christlicher Glaube Dir auferlegt, die Sonntagsheiligung ist?

Doch wo spricht die Bibel von solch einer Verpflichtung?
Ich habe die Bibel vom ersten Vers der Genesis bis zum letzten der Offenbarung gelesen und habe keinen Hinweis auf die Pflicht der Sonntagsheiligung gefunden.
Der Tag, den die Bibel im AT erwähnt, ist nicht der Sonntag, der erste Tag der Woche, sondern der Samstag, der letzte Wochentag. …

Wenn man, wie Du, den Sonntag hält, gibt man da nicht ganz offensichtlich die Unzulänglichkeit der Bibel als alleinige Richtschnur für Glaube und religiöse Übung zu und bekundet die Notwendigkeit einer von Gott gesetzten Lehrautorität, [der katholischen Kirche] die du theoretisch verneinst?«

Pater John A. O’Brien, »Der
Glaube der Millionen«, P. Pattloch,
Aschaffenburg, 1951


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