Die biblischen Prophezeiungen



Die biblischen Prophezeiungen


Kann man die Zukunft vorhersagen?

Von der Vorzeit bis heute haben Hellseher über 250 Methoden entwickelt um die Zukunft vorherzusagen. Einige Methoden sind: Handliniendeutung (Chiromantie), Kartenlegen (Kartomantie), Beschwörung von Toten (Nekromantie), Sterndeutung (Astrologie) usw. Diese Praktiken sind weit verbreitet und einige sind geradezu volkstümliche Angelegenheit geworden. In jeder Zeitung treffen wir auf Horoskope, die uns unsere Zukunft vorhersagen wollen.


Diese Vorhersagen sind aber wage und allgemein gehalten, so dass ihre Deutung auf jeden zutreffen könnte. Wie das schon beim Orakel von Delphi, derWeissagungsstätte des antiken Griechenlands, der Fall war. Als der sprichwörtlich reiche König Krösus im Jahre 546 v. Chr. gegen den persischen König Kyros II in den Krieg ziehen wollte, befragte er das Orakel nach seinen Chancen.


Für einen königlichen Preis wurde ihm gesagt, wenn Krösus den Fluss Halys (heute Kizilirmak) überschreite, würde er ein großes Reich zerstören. Krösus bezog diese Weissagung auf das Perserreich, doch es war sein eigenes.


Selbst die Deutung der berühmtesten Prophezeiungen, die des Nostradamus sind rätselhaft und konnten bis heute nicht ausgelegt werden und bieten für uns, wie alle anderen auch, nur Ungewissheit und Enttäuschung. Doch gibt es denn gar keine Hoffnung, die Zukunft kennenzulernen und zu verstehen? Doch die gibt es.



Die biblischen Prophezeiungen

Propheten sind Beauftragte Gottes, der ihnen die Zukunft offenbarte. Sie schrieben: „Gott, der HERR, tut nichts, ohne sein Geheimnis vorher seinen Dienern, den Propheten, anvertraut zu haben.“ (Amos 3,7)
Und so spricht Gott, der HERR: „Ich bin der HERR; das ist mein Name! Ich werde meine Herrlichkeit keinem anderen überlassen. Ich werde das Lob, das mir zukommt, nicht mit Götzen teilen. Vorhersagen haben sich erfüllt, jetzt weissage ich neue Dinge. Ich werde euch die Zukunft sagen, bevor sie eintritt.“ (Jes 42,8.9)


„Gedenkt des Vorigen, wie es von alters her war: Ich bin Gott, und sonst keiner mehr, ein Gott, dem nichts gleicht. Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich. Ich rufe einen Adler vom Osten her, aus fernem Lande den Mann, der meinen Ratschluss ausführe. Wie ich's gesagt habe, so lasse ich's kommen; was ich geplant habe, das tue ich auch.“ (Jes 46,9-11)


Die Bibel ist ein bemerkenswertes Buch. Etwa ein Drittel ist prophetischer Natur. Von den 39 Büchern im Alten Testament sind 17 davon prophetischen Inhaltes. Auch von Jesus Christus im Neuen Testament sind uns Prophezeiungen überliefert (siehe z. B. Mt Kapitel 24 usw.). Schauen wir uns doch einmal einige biblischen Prophetien näher an!



Ninive

Ninive war eine mesopotamische Stadt am Tigris im heutigen Irak und wurde von Nimrod gegründet. Trotz der Warnbotschaft Gottes durch seinen Propheten Jona, wurde die mächtige Stadt überheblich. Brutale Eroberungen und Sittenverfall nahmen überhand. Darum wurde der Stadt durch Gottes Propheten derUntergang verkündet:


"Dann wird er (Gott) seine Hand auch nach Norden hin ausstrecken.

Er wird Assyrien zerstören und dessen große Hauptstadt Ninive zur verlassenen Einöde und zur unfruchtbaren Wüste machen ...

Das ist das Schicksal der früher einmal so ausgelassenen Stadt, die sich in Sicherheit wiegte und von ihrer Größe überzeugt sprach: „Nach mir kommt niemand mehr!“ Wie sehr ist sie jetzt verwüstet, ein Rastplatz für Tiere ist sie geworden! Wer vorübergeht, lacht vor Spott oder klatscht höhnisch in die Hände." (Zeph 2,13.15)


Diese Vorhersage Gottes wurde Wirklichkeit. Am 10. August 612 v. Chr. eroberten die Meder und Babylonier die stolze Stadt, die erst vor kurzem wiederentdeckt wurde. Ihre Überreste liegen unter einem Hügel von 25 Metern Höhe.



Babylon

Sie war einst die schönste und mächtigste Stadt des Altertums. Ihre Ruinen künden noch heute von ihrer Pracht. Sie galt als uneinnehmbar, doch als in ihrer Blütezeit nichts auf eine Katastrophe hindeutete, wurde dieser Stadt im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung durch Gottes Propheten Jesaja den völligen Untergang verkündet:
"Babylon, der Perle der Königreiche, dem Schmuckstück, auf dem das Ansehen der Chaldäer beruht, wird es ergehen wie Sodom und Gomorrha, nachdem Gott sie zerstörte.


Es wird nie wieder besiedelt werden. Generationen werden kommen und gehen, doch das Land wird unbewohnt bleiben. Araber werden ihre Zelte hier nicht mehr aufschlagen, Hirten werden ihre Herden hier nicht mehr lagern lassen. Wilde Wüstentiere werden dort hausen. In den Häusern werden Eulen brüten. Straußenjunge werden dort wohnen und wilde Ziegen herum springen. In den Festungen werden Hyänen heulen und Schakale in ihren Lustschlössern. Diese Zeit wird bald kommen; die Frist wird nicht verlängert werden." (Jes 13,19-22)


Die Meder und Perser unter Kyros II (biblisch Kyrus) eroberte Babylon am 12. Oktober 539 v. Chr., so wie es Gott durch den Propheten Jesaja 150 Jahre zuvor verheißen hatte:
„Dies sagt der HERRzu Kyrus, seinem Gesalbten, dessen rechte Hand er ergriffen hat, um durch ihn Völker zu unterwerfen und Könige zu entwaffnen und ihm Tür und Tor zu öffnen. Keine Pforte soll ihm verschlossen bleiben.“ (Jes 45,1)


Alexander der Große eroberte Babylon nach dem Sieg bei Gaugamela und wollte sie zu seiner Hauptstadt ausbauen, doch am 10. Juni 323 v. Chr. starb er, bevor er seine Absichten verwirklichen konnte. Danach versank Babylon in die Bedeutungslosigkeit. Reisende im 19. Jahrhundert fanden vor Ort nur wilde Tiere vor.
Auch der irakische Diktator Saddam Hussein scheiterte beim Versuch, die Stadt wieder aufzubauen, weil er von den amerikanischen Streitkräfte daran gehindert wurde. Heute ist die Stadt Babylon ein gewaltiges Trümmerfeld.



Tyrus

Sie war die bedeutendste Hafenstadt der Antike. Der Prophet Hesekiel beschrieb ihre Schönheit und die uneinnehmbare Lage, verkündet aber gleichzeitig ihren Untergang.
„Deshalb spricht Gott, der HERR: `Ich werde gegen dich vorgehen, Tyrus, und ich biete viele Völker gegen dich auf, so wie das Meer seine Wellen heran branden lässt. Sie werden die Mauern von Tyrus zerstören und seine Wachttürme abreißen. Ich werde sein Erdreich wegfegen und es zum nackten Fels machen!

Es soll zu einem Platz im Meer werden, wo die Fischer ihre Netze trocknen, denn ich habe gesprochen´, spricht Gott, der HERR. `Tyrus wird zur Beute für die Völker werden.“ (Hes 26,3-5)


Im Jahre 585 v. Chr. kam der babylonische König Nebukadnezar II nach Tyrus und belagerte sie zwölf Jahre lang. Im Jahre 573 v. Chr. wurde die phönizische Küstenstadt erobert.

Die Einwohner mussten sich auf eine Insel vor der Stadt zurückziehen und gründen dort eine neue Stadt. Nachdem Alexander der Große den persischen König Darius III bei Issus besiegt hatte, marschierte er gegen Ägypten. Unterwegs belagerte er Tyrus und lies, wie es prophezeit wurde, mit den Trümmern der alten zerstörten Stadt innerhalb von sieben Monaten einen etwa 60 Meter breiten Damm zur Insel bauen und vernichtete sie vollständig, so dass heute nur noch „kahler Felsen“ zu sehen ist, „wo die Fischer ihre Netze trocknen“.



Edom

Dieses Reich war im 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. ein bedeutender Handelsplatz. Dank der Karawanenwege, wie die uralte Weihrauchstraße die vorbeiführte, gelangte Edom zu großen Reichtum. Die verlassene Felsenstadt Petra, die Hauptstadt des Reiches mit bis zu 50 000 Einwohnern, die aus dem rötlichen Sandstein geschlagen wurde, liegt im Bergland von Edom auf einem hohen Felsplateau auf einer Höhe zwischen 800 und 1350 m. Petra ist gut versteckt, ist von hohen Felswenden gut geschützt und verfügte zudem über eine sichere Wasserversorgung.


Dieser Ort ist nur durch schmale Schluchten zugänglich. Niemand hätte je gedacht, dass diese Stadt in Vergessenheit geraten würde aber so ist es gekommen, wie Gottes Wort es lange zuvor durch den Propheten Joel verheißen hatte.
„Ägypten aber wird zur Wüste werden und Edom zu einer Steppenlandschaft wegen der Verbrechen, die sie an den Nachkommen Judas begangen haben. Unschuldiges Blut haben sie in ihrem Land vergossen.“ (Joel 4,19)


Und durch den Propheten Jeremia wurde geweissagt:
„Du bist überheblich geworden, du bist betört von deiner Furcht erregenden Macht: Ja, du wohnst hoch oben in den Felsen und herrschst von den Gipfeln der Berge.

Aber der HERRspricht zu dir: `Selbst wenn du dir ein Nest baust, so hoch oben wie das eines Adlers: Auch von dort oben werde ich dich hinunterstürzen.“ (Jer 49,16)
Als die Römer Karawanenwege anlegten, die Petra im Norden umgingen, wurde die Hauptstadt kurzerhand in den Norden verlegt und Petra aufgegeben und vergessen. Erst im Jahre 1812 wurde Petra von dem Schweizer Orientreisender Jean Louis Burckhardt wiederentdeckt.



Das goldene Tor

Das Goldene Tor (od. Tor des Erbarmens) ist eines der acht Tore in der Altstadt von Jerusalem. Es befindet sich im östlichen Teil der Stadtmauer. Es ist das einzige Tor, das direkt auf den Tempelberg führt. Über dieses Tor wird dem Propheten Hesekiel folgendes offenbart: „Dann brachte er mich zurück zum äußeren Osttor, doch es war geschlossen. Und der HERRsagte zu mir: »Dieses Tor soll geschlossen bleiben; es wird nie wieder geöffnet werden. Kein Mensch wird je wieder hindurchgehen, denn hier ist der HERR, der Gott Israels, eingezogen. Deshalb soll es geschlossen bleiben.“ (Hes 44,1.2)


Als Jesus Christus als Messias in Jerusalem einzog, ritt er auf einem Esel, so wie es durch den Propheten Sacharja vorhergesagt wurde: „Juble laut, du Volk von Zion! Freut euch, ihr Bewohner von Jerusalem! Seht, euer König kommt zu euch. Er ist gerecht und siegreich, und doch ist er demütig und reitet auf einem Esel, ja, auf dem Fohlen eines Esels, dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9)
Jesus kam und zog von Osten kommend durch das goldene Tor ein und ging direkt in den Tempel. Somit erfüllte sich der erste Teil der Prophetie von Hes 44,1.2, nämlich dass „der Herr durch das goldene Tor einziehen würde.


Als 70 n. Chr. Jerusalem im jüdischen Krieg zerstört wurde, erfolgte 1537–1541 n. Chr. der Wiederaufbau unter dem türkischen Herrscher Süleyman der Prächtige. Er errichtete die Stadtmauer und die Tore, doch das goldene Tor wurde gleich nach dem Wiederaufbau auf Geheiß von Süleyman zugemauert und versiegelt. Ist es nicht merkwürdig, dass ein moslemischer Herrscher ein Stadttor erst aufbaut und dann zumauert? Welche Gründe er auch immer gehabt haben mag, das goldene Tor ist geschlossen, so wie es vor über 2 500 Jahren vorausgesagt wurde und ist somit erfüllte Prophetie in Stein.



Der göttliche Ursprung der Bibel mathematisch bestätigt

All diese Prophezeiungen haben sich buchstäblich erfüllt und bezeugen die Glaubwürdigkeit der Bibel. Insgesamt sind es 3268 Aussagen, die sich genauso zugetragen haben, wie sie Jahrhunderte zuvor angekündigt wurden. Das gibt es in keinem anderen Buch der Weltgeschichte.
Ist es möglich, dass sich so viele Prophetien zufällig erfüllen können? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich 3268 Prophetien zufällig erfüllen, lässt sich mathematisch berechnen und beträgt:

1 zu 1,7 × 10 hoch 984

Das ist also eine 17 gefolgt von 983 Nullen. Diese astronomische Zahl stellt die Versuche dar, die es brauchte, damit sich alle 3268 Prophetien einmal zufällig erfüllen. Mit anderen Worten:

Das ist unmöglich!

Die hier vorliegende Wahrscheinlichkeit von 1,7x10 hoch 984 ergibt sich übrigens auch, wenn man gleichzeitig mit 1264 Würfeln würfelt und erwartet, dass alle Würfel eine 6 zeigen.

Oder, wenn jemand 138mal hintereinander im Zahlenlotto (6 aus 49) spielt und jedes Mal sechs

Richtige hat.



Fazit

Warum gibt es die Prophetie? Offenbart uns Gott die Zukunft, damit wir unsere persönliche Neugier befriedigen können? So ist es nicht. Jesus sagt: „Ich habe euch all diese Dinge gesagt, ehe sie geschehen, damit ihr, wenn sie eintreffen, glaubt.“ (Joh 14,29) Durch erfüllte Prophetie sollen wir also zum Glauben kommen.
Da nun gewiss ist, dass alles, was sich gemäß der Prophetie in der Vergangenheit erfüllen sollte, auch geschehen ist, wird sich auch das ereignen, was noch kommen soll.

Wir sollten daher die Prophetien gründlich studieren, damit wir die großen und ernsten Ereignisse kennen, die noch kommen werden, denn wir stehen unmittelbar vor ihrer Erfüllung.

Quelle: unbekannt


Www.bibel-aktuell.org


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