Daniel 8



Gedanken über das Buch Daniel

Kapitel 8:

Daniel 8



Eine Zusammenfassung der wichtigsten Wahrheiten

in Verbindung mit dem Heiligtumsdienst


Ein „Schatten der himmlischen Dinge“. — Wie das irdische Heiligtum, das Mose nach dem Vorbild baute, das ihm auf dem Berge gezeigt wurde, so war Salomos Tempel mit all seinen Diensten ein „Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit, in der Gaben und Opfer dargebracht wurden.“

Seine beiden heiligen Abteilungen waren „Abbilder der himmlischen Dinge.“ Christus, unser großer Hoherpriester, ist ein „Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte geworden, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.“


Als dem Johannes in der Vision ein Einblick in den Tempel Gottes im Himmel geschenkt wurde, sah er dort „sieben helle Fackeln vor dem Thron brennen“.

Er sah einen Engel, der „hatte ein goldenes Räuchergefäß; dem wurde viel Räucherwerk gegeben, das er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um das Gebet aller Heiligen vor Gott zu bringen.“ Hier wurde dem Propheten gestattet, die erste Abteilung des Heiligtums im Himmel zu schauen; und er sah dort „die sieben Feuerfackeln“ und den „goldenen Altar“, was im irdischen Heiligtum durch den siebenarmigen Leuchter und den Räucheraltar dargestellt wird. Wiederum: „Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan“, und er blickte hinter den inneren Vorhang ins Allerheiligste. Hier sah er „die Bundeslade“, die durch den heiligen Behälter dargestellt wird, den Mose baute, um das Gesetz Gottes aufzubewahren.


Im Dienst des irdischen Heiligtums, das als „Abbild und Schatten himmlischer Dinge“ diente, wurde das Allerheiligste nur am großen Versöhnungstag geöffnet, dem vorbildlichen großen Gerichtstag, der zur Reinigung des Heiligtums abgesondert wurde.

Die Aussage daher:

„Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan, und die Lade seines Bundes wurde im Tempel sichtbar“ weist auf das Öffnen des Allerheiligsten des himmlischen Heiligtums am Ende der 2300 Tage im Jahre 1844 hin, als Christus dort hineinging, um das abschließende Versöhnungswerk auszuführen.

Die ihrem Hohenpriester im Glauben folgten, als Er seinen Dienst im Allerheiligsten begann, sahen die Bundeslade.


Das Heiligtum im Himmel ist ja gerade der Mittelpunkt des Werkes Christi für die Menschen.

Es bezieht jede Seele ein, die auf Erden lebt.

Es eröffnet den Blick für den Erlösungsplan, bringt uns bis ans Ende der Zeit und offenbart den triumphalen Ausgang des Kampfes zwischen Gerechtigkeit und Sünde. Es ist von allergrößter Wichtigkeit, daß alle diese Themen sorgfältig studieren, um jedem, der fragt, den Grund angeben zu können der Hoffnung, die in ihnen ist.


Wir leben jetzt im großen Versöhnungstag.

Während der Hohepriester im abbildlichen Dienst die Versöhnung für Israel vornahm, wurden alle aufgefordert, ihre Seelen durch Bereuen ihrer Sünden „zu kasteien“ (3.Mose 23,27), durch Demütigung vor dem HERRN, damit sie nicht aus ihrem Volke ausgerottet würden.

In gleicher Weise sollten alle, die ihre Namen im Lebensbuch behalten möchten, jetzt, in den wenigen verbleibenden Tagen ihrer Gnadenzeit, ihre Seelen vor Gott „kasteien“, indem sie Leid tragen wegen der Sünde und aufrichtig bereuen.

Es muß eine tiefgreifende, gläubige Herzenserforschung stattfinden.

Der oberflächliche, leichtfertige Geist, dem sich so viele bekenntliche Christen hingeben, muß abgelegt werden.

Ernsthafter Kampf steht allen bevor, die die bösen Neigungen, die nach Oberherrschaft streben, bezwingen wollen.


Das Werk der Vorbereitung ist ein persönliches.

Wir werden nicht in Gruppen gerettet.

Reinheit und Hingabe des einen werden nicht den Mangel dieser guten Eigenschaften bei anderen ausgleichen.

Obwohl alle Völker im Gericht vor Gott vorüberziehen müssen, wird Er doch den Fall jedes einzelnen so genau überprüfen, als gäbe es kein anderes Wesen auf Erden. Jeder einzelne muß geprüft und ohne Flecken oder Runzeln oder dergleichen erfunden werden.


Feierlich sind die Szenen, die mit dem abschließenden Versöhnungswerk zusammenhängen.

Bedeutsam sind die hierin enthaltenen Belange.

Das Gericht ergeht jetzt im Heiligtum droben.

Mehr als sechzig Jahre findet dieses Werk schon statt.

Bald, niemand weiß, wie bald, wird es auf die Fälle der Lebenden übergehen.

In der ehrfurchtgebietenden Gegenwart Gottes soll unser Leben in der Rückschau aufgerollt werden.


Zu dieser Zeit besonders ist es Pflicht und Schuldigkeit jeder Seele, die Ermahnung des Erlösers zu beachten:

„Wachet und betet, denn ihr wißt nicht, wann die Zeit da ist.“


„Wenn du aber nicht wachen wirst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“ Markus 13,33.



Wenn das Werk des Untersuchungsgerichtes abschließt, wird das Geschick aller entschieden sein, sei es zum Leben oder zum Tod.

Die Gnadenzeit endet kurz vor dem Erscheinen des Herrnin den Wolken des Himmels.


Zu jener Zeit wird Christus verkünden:

„Wer böse ist, der sei fernerhin böse, und wer unrein ist, der sei fernerhin unrein; aber wer fromm ist, der sei fernerhin fromm, und wer heilig ist, der sei fernerhin heilig.

Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sind.“ Offenbarung 22,11-12.



Die Gerechten und die Bösen werden immer noch auf Erden in ihrem sterblichen Zustand leben, Menschen werden pflanzen und bauen, essen und trinken, nicht wissend, daß die endgültige, unwiderrufliche Entscheidung im Himmel droben verkündet worden ist.


Vor der Sündflut, nachdem Noah in die Arche gegangen war, schloß Gott hinter ihm zu und schloß die Gottlosen aus; sieben Tage lang jedoch wußten die Menschen nicht, daß ihr Geschick besiegelt war und setzten ihr sorgloses, vergnügungssüchtiges Leben fort und spotteten der Warnungen vor dem bevorstehenden Gericht.


„So“ sagt der Erlöser, „wird auch das Kommen des Menschensohnes sein.“


Still, unbemerkt wie der Dieb um Mitternacht wird die entscheidende Stunde kommen, die die Feststellung des Schicksals eines jeden Menschen kundtut, sowie das endgültige Zurückziehen der Gnade, die schuldigen Menschen angeboten worden war.


„So wachet nun, auf daß er euch nicht schlafend finde, wenn er plötzlich kommt.“


Gefährlich ist der Zustand derer, die in ihrem Wachen müde werden und sich den Verlockungen der Welt zuwenden.

Während der Geschäftsmann in Gewinnstreben aufgeht, während der Vergnügungsliebende Befriedigung sucht, während die Modepuppe ihren Schmuck anlegt, vielleicht gerade in dieser Stunde wird der Richter aller Welt das Urteil verkünden:

„Man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden.“ — The Review and Herald, 9. November 1905.



Irrlehren über das Heiligtum sind eine ständig drohende Gefahr für Siebenten-Tags-Adventisten

Der Seelenfeind hat danach getrachtet, die Annahme einzuführen, daß eine große Reformation unter Siebenten-Tags-Adventisten stattfinden soll und daß diese Reformation darin bestünde, die Lehren aufzugeben, die als Säulen unseres Glaubens dastehen und einen Reorganisierungsprozeß voranzutreiben.

Würde diese Reformation stattfinden, was käme dabei heraus?

Die Grundsätze der Wahrheit, die Gott in seiner Weisheit der Gemeinde der Übrigen gegeben hat, würden mißachtet werden.

Unsere Religion würde verändert werden.

Die fundamentalen Grundsätze, die dem Werk in den letzten fünfzig Jahren eine Stütze gewesen sind, würden als Irrtum betrachtet werden.

Eine neue Organisation würde errichtet und Bücher einer neuen Kategorie geschrieben.

Ein System intellektueller Philosophie würde eingeführt werden.

Die Gründer dieses Systems würden in die Städte gehen und dort ein wunderbares Werk verrichten.

Der Sabbat würde selbstverständlich als Nebensache betrachtet werden, wie auch Gott, der ihn schuf.

Nichts würde zugelassen werden, das der neuen Bewegung im Wege stünde.

Die Leiter würden lehren, daß Tugend besser sei als Laster; da Gott aber beiseitegeschafft wäre, würden sie sich von menschlicher Kraft abhängig machen, die jedoch ohne Gott wertlos ist.

Ihr Fundament wäre auf Sand gebaut, und Sturm und Böen würden das Gebäude hinwegfegen.


Wer besitzt die Autorität, eine solche Bewegung zu starten?

Wir haben unsere Bibeln.

Wir haben unsere Erfahrung, bestätigt durch den wunderwirkenden heiligen Geist. Wir haben eine Wahrheit, die keinen Kompromiß zuläßt.

Sollten wir nicht all das verwerfen, was mit der Wahrheit nicht übereinstimmt?


Ich habe damit gezögert und es aufgeschoben, hinausgehen zu lassen, was der heilige Geist mich antrieb niederzuschreiben.

Ich wollte nicht gezwungen werden, den irreführenden Einfluß dieser Spitzfindigkeiten darzustellen.

In der Vorsehung Gottes aber muß den eindringenden Irrtümern die Stirn geboten werden.

Kurz bevor ich die Zeugnisse über die Anstrengungen des Feindes aussandte, der das Fundament unseres Glaubens durch Verbreitung verführerischer Theorien untergraben will, hatte ich über ein Ereignis gelesen, wobei ein Schiff im Nebel auf einen Eisberg traf.

Einige Nächte hindurch schlief ich nur wenig.

Ich schien überladen zu sein wie ein Ackerwagen mit Garben.

Eines Nachts wurde mir eine Szene deutlich vor Augen gestellt.

Ein Schiff auf dem Meer fuhr in dichtem Nebel.

Plötzlich rief der Wachtposten:

„Ein Eisberg dicht vor uns!“ Dort, turmhoch und größer als das Schiff, war ein riesiger Eisberg.

Eine Stimme rief befehlend:

„Volldampf voraus!“


Da gab es keinen Augenblick zu zögern.

Es galt, sofort zu handeln.

Der Maschinist schaltete auf Volldampf, und der Mann am Steuer lenkte das Schiff direkt auf den Eisberg zu.

Krachend prallte das Schiff gegen die Eismassen. Es gab eine furchtbare Erschütterung, und der Eisberg barst in viele Stücke, die mit Donnergetöse aufs Deck purzelten.

Die Passagiere wurden durch den Zusammenstoß mächtig durcheinander gewürfelt, niemand aber kam ums Leben.

Das Schiff war beschädigt, aber noch reparierbar.

Es prallte zurück vom Zusammenstoß, zitternd von vorn bis hinten, wie ein Lebewesen.

Dann setzte es seine Fahrt fort.


Nun, ich verstand die Bedeutung dieser Darstellung.

Ich hatte meine Befehle.

Ich hatte die Worte gehört, die wie die Stimme unseres himmlischen Kapitäns klangen:

„Volldampf voraus!“

Ich kannte meine Pflicht und wußte, daß kein Augenblick zu verlieren war.

Die Zeit für entschiedenes Handeln war gekommen.

Ich mußte dem Befehl ohne Zögern gehorchen:

„Volldampf voraus!“.


In jener Nacht war ich um ein Uhr auf und schrieb, so schnell meine Hand schreiben konnte.

Die nächsten paar Tage arbeitete ich früh und spät, indem ich für unser Volk die Anweisungen vorbereitete, die mir über die bei uns eingeschleusten Irrtümer gegeben worden waren.

Ich hoffte auf eine gründliche Reformation und darauf, daß wir die Grundsätze aufrechterhielten, um die wir in den Anfangsjahren gerungen haben und die uns in der Kraft des heiligen Geistes klargeworden waren.


Viele in unserem Volke erkennen nicht, wie fest das Fundament unseres Glaubens gelegt worden ist.

Mein Mann, Bruder Joseph Bates, Vater Pierce, Bruder Edson und andere, scharfsinnig, edel und aufrichtig, waren unter denen, die, nachdem die Zeit von 1844 verstrichen war, nach Wahrheit wie nach verborgenen Schätzen suchten.

Ich traf mich mit ihnen, und wir studierten und beteten ernstlich.

Oft blieben wir zusammen bis spät nachts, manchmal die ganze Nacht hindurch, beteten um Licht und studierten Gottes Wort.

Immer wieder kamen diese Brüder zusammen, die Bibel zu studieren, um deren Bedeutung zu erkennen und bereit zu sein, sie andere mit Vollmacht zu lehren.


Wenn sie in ihrem Studium an den Punkt gelangten, wo sie sagten:

„Wir kommen nicht weiter“, kam der Geist Gottes auf mich, ich wurde in eine Vision versetzt, und eine deutliche Erklärung des Schriftabschnittes, den wir gerade studiert hatten, wurde mir gegeben, zusammen mit der Anweisung, wie wir wirksam arbeiten und lehren sollten.

So wurde Licht gegeben, das uns half, die Schrift in bezug auf Christus, seine Mission und seinen Priesterdienst zu verstehen.

Die Wahrheit wurde mir im Zusammenhang erläutert, der von damals bis in die Zeit reichte, wo wir die Stadt Gottes betreten werden, und ich gab anderen die Anweisungen weiter, die der Herr mir gegeben hatte.


Während dieser ganzen Zeit konnte ich die Argumente der Brüder nicht verstehen. Mein Verstand war sozusagen blockiert, und ich konnte die Bedeutung der Schriftabschnitte, die wir gerade studierten, nicht verstehen.

Dies verursachte mir mit den größten Kummer in meinem Leben.

Ich befand mich in diesem Zustand, bis uns alle Hauptpunkte unseres Glaubens in Übereinstimmung mit Gottes Wort klargemacht wurden.

Die Brüder wußten, daß ich diese Dinge nicht verstehen konnte, wenn ich nicht in einer Vision war, und sie nahmen die mir gegebenen Offenbarungen als direktes Licht vom Himmel an.


Zwei oder drei Jahre war mein Verstand weiterhin blockiert, so daß ich die Schrift nicht verstehen konnte.

Im Verlauf unsrer Arbeit besuchten mein Mann und ich Vater Andrews, der akut unter entzündlichem Rheuma litt.

Wir beteten für ihn. Ich legte meine Hände auf sein Haupt und sagte:

„Vater Andrews, der Herr Jesus macht dich gesund.“


Er war sofort geheilt.

Er stand auf, ging im Zimmer umher, lobte Gott und sagte:

„Ich habe es zuvor nie so gesehen. Engel Gottes sind in diesem Raum.“

Die Herrlichkeit Gottes wurde offenbart.

Das Haus schien überall mit Licht durchflutet, und eines Engels Hand legte sich auf mein Haupt.

Seit dieser Zeit bin ich in der Lage, Gottes Wort zu verstehen.


Was für ein Einfluß ist es, der Menschen in diesem Abschnitt unserer Geschichte dazu führt, auf heimliche, mächtige Art zu wirken, um das Fundament unseres Glaubens niederzureißen, das Fundament, das am Anfang unseres Werkes durch gebetsvolles Studium und Offenbarung gelegt wurde?

Auf dieses Fundament haben wir die letzten fünfzig Jahre gebaut.

Wundert ihr euch, daß ich etwas zu sagen habe, wenn ich den Beginn eines Werkes sehe, das einige unserer Glaubenssäulen beseitigen möchte?

Ich muß dem Befehl gehorchen:

„Volldampf voraus!“


Wir sind Gottes Gebote haltendes Volk.

In den letzten fünfzig Jahren ist uns jede Erscheinungsform der Irrlehre aufgebürdet worden, um unseren Verstand bezüglich der Lehren des Wortes Gottes zu umnebeln, besonders was den Dienst Christi im himmlischen Heiligtum betrifft sowie die himmlische Botschaft für diese letzte Zeit, wie sie durch die Engel in Offenbarung 14 dargeboten wird.

Botschaften jeglicher Art und Weise sind Siebenten-Tags-Adventisten aufgedrängt worden; sie sollten den Platz der Botschaft der Wahrheit einnehmen, die Punkt für Punkt durch gebetsvolles Studium erforscht und durch die Wunder wirkende Macht des HERRNbestätigt worden war.

Die Landmarken aber, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind, sollen bewahrt werden, und sie werden bewahrt werden, wie Gott es durch sein Wort und das Zeugnis seines heiligen Geistes angezeigt hat.

Er ruft uns auf, die fundamentalen Grundsätze, die auf unbestreitbarer Autorität aufgebaut sind, mit dem Griff des Glaubens festzuhalten. — Special Testimonies, Series B II, 54-59.



Satans besondere Angriffe richten sich gegen das Heiligtum

Satan ist mit seinem ganzen Heer auf dem Schlachtfeld.

Christi Soldaten sollen sich jetzt um das blutgetränkte Banner Immanuels scharen.

Im Namen des HERRN: verlaßt das schwarze Banner des Fürsten der Finsternis und nehmt euren Platz beim Fürsten des Himmels ein.


„Wer Ohren zu hören hat, der höre“.

Lest eure Bibeln!

Von höherer Warte, unter der Anweisung, die mir Gott gegeben hat, trage ich euch diese Dinge vor.

Die Zeit ist nahe, wo die verführerischen Mächte satanischer Werkzeuge sich völlig entwickeln werden.

Auf einer Seite steht Christus, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist.

Auf der anderen Seite ist Satan, der seine Macht ständig ausübt, um zu verlocken, um mit mächtigen, vergeistigenden Spitzfindigkeiten zu verführen, Gott von dort zu verdrängen, wo Er in den Gedanken der Menschen seinen Platz einnehmen sollte.


Satan strebt ständig danach, phantasievolle Annahmen in bezug auf das Heiligtum einzuführen und erniedrigt die wunderbaren Darstellungen über Gott und den Dienst Christi zu unserer Errettung zu etwas der fleischlichen Gesinnung Angenehmem.

Er verdrängt die überragende Kraft des Heiligtumsdienstes Christi aus den Herzen der Gläubigen und füllt den Platz aus mit phantasievollen Theorien, erfunden, um die Wahrheiten der Versöhnung null und nichtig zu machen und unser Vertrauen in die Lehren zu zerstören, die wir heiliggehalten haben, seit die dritte Engelsbotschaft zum ersten Mal gegeben wurde.

So beraubt er uns unseres Glaubens gerade an die Botschaft, die uns zu einem besonderen Volk gemacht hat und die unserem Werk das Gepräge und die Kraft verliehen hat.


Im Worte Gottes werden diesbezüglich deutliche Warnungen ausgesprochen: Trotzdem haben sich phantasievolle Darstellungen und Auslegungen der Wahrheit Schritt um Schritt eingeschlichen, unbemerkt von Männern, die durch ein klares Schriftverständnis vorbereitet sein sollten, die Gefahr zu sehen und davor zu warnen.

In diesen unseren Tagen besteht ein Bedürfnis nach klarem, geistlichem Unterscheidungsvermögen.

Laßt alle, die Gott in Battle Creek fürchten, sagen:

„Wer ist dazu tüchtig?“, denn Blindheit ist Israel widerfahren, den Lehrern ebenso wie jenen, die gelehrt werden. — Special Testimonies, Series B VII, 16-17.



Es wird eine zweite Herzensbekehrung stattfinden müssen bei einigen unserer führenden Brüder im Arztberuf und ein Loslösen von Männern, die das Schiff der Medizin in den Hafen zu leiten suchen; andernfalls werden sie selbst nie den Hafen der Ruhe erreichen.


Christus ruft:

„Gehet aus von ihnen und sondert euch ab!“


Ich schreibe dies, weil mein Leben jeden Augenblick zu Ende sein kann.

Wenn nicht ein Losreißen vom Einfluß geschieht, den Satan vorbereitet hat und eine Neubelebung der Zeugnisse, die Gott gegeben hat, werden Seelen in ihrer Täuschung umkommen.

Sie werden Trug um Trug annehmen und so eine Uneinigkeit aufrechterhalten, die es immer geben wird, bis diejenigen, die getäuscht worden sind, sich auf die richtige Seite stellen.

Die gesamte höhere Bildung, die gerade in Vorbereitung ist, wird ausgelöscht werden, denn sie ist nicht echt.

Je einfacher die Ausbildung unserer Evangeliumsdiener, je weniger Verbindung sie mit den Männern haben, die Gott nicht führt, desto mehr wird erreicht werden.

Das Werk wird dann in der Einfachheit wahrer Frömmigkeit verrichtet werden, und die uralten Zeiten kommen wieder, in denen Tausende an einem Tage unter der Leitung des heiligen Geistes getauft wurden.

Wenn die Wahrheit in ihrer Einfachheit überall ausgelebt wird, dann wird Gott durch seine Engel wirken, wie Er am Pfingsttage wirkte, und Herzen werden sich so entschieden umwandeln, daß sich der Einfluß echter Wahrheit zeigt wie bei der Ausgießung des heiligen Geistes. — Special Testimonies, Series B VII, 62-63.



www.bibel-aktuell.org


Gedanken über das Buch Daniel

Kapitel 8

Daniel 8

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Wahrheiten in Verbindung mit dem Heiligtumsdienst

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

Bücher von Ellen Gould White als PDF

http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/buecher-von-ellen-g-white.php


Kommentare

Noch keine Einträge vorhanden.



Flag Counter