Daniel 5



Gedanken über das Buch Daniel

Kapitel 5:

Daniel 5


 

Die Gemeinde:

„gewogen und ...“


Es gibt unter uns viele in verantwortungsvollen Ämtern, die meinen, den Auffassungen einiger weniger, irreführender sogenannter Philosophen sei mehr zu glauben als der Bibelwahrheit selbst oder den Zeugnissen des Heiligen Geistes.

Ein solcher Glaube wie der des Paulus, Petrus oder Johannes wird heute als altmodisch und untragbar beurteilt.

Er wird als absonderlich, mystisch und eines intelligent denkenden Menschen unwürdig bezeichnet.



Gott hat mir gezeigt, daß diese Menschen Hasaels sind, die sich für unser Volk als Plage erweisen.

Sie sind über die Schrift hinaus weise.

Dieser Unglaube gerade den Wahrheiten des Wortes Gottes gegenüber, nur weil menschliches Urteilsvermögen die Geheimnisse seines Wirkens nicht zu erfassen vermag, ist in jedem Gebiet, in allen Gesellschaftsschichten vorhanden.

Dieser Unglaube wird in den meisten unserer Schulen gelehrt und gelangt selbst in die Lektionen der Kinderschule.

Tausende, die bekennen, Christen zu sein, achten auf Lügengeister.

Überall wird euch der Geist der Finsternis im Gewand der Religion begegnen.


Wenn alles, was als göttliches Leben erscheint, es auch in Wirklichkeit wäre, wenn alle, die vorgeben, der Welt die gegenwärtige Wahrheit zu bringen, für und nicht gegen sie predigten, und wenn sie Männer Gottes wären, geführt vom Heiligen Geist, könnten wir etwas Erfreuliches inmitten der vorherrschenden moralischen Finsternis erleben.

Der Geist aber des Antichrist hat wie nie zuvor die Vorherrschaft.



Wir mögen treffend ausrufen:

„Hilf HERR, denn die Gottesmänner haben abgenommen, und es mangelt an Getreuen unter den Menschenkindern.“



Ich weiß, daß viele unsere Zeit als allzu gut ansehen.

Die Bequemlichkeit lieben, wird der allgemeine Untergang verschlingen.

Aber wir verzagen nicht.

Wir sind zu denken geneigt gewesen, wo keine getreuen Prediger sind, können auch keine wahren Christen sein.

Dies ist aber nicht der Fall.

Gott hat verheißen, wo die Hirten untreu sind, wird ER sich selbst um die Herde kümmern.



Gott hat die Herde niemals gänzlich von menschlichen Werkzeugen abhängen lassen. Die Tage der Reinigung der Gemeinde aber eilen schnell herbei.

Gott will ein reines und getreues Volk haben.

In der großen Sichtung, die bald erfolgen wird, werden wir besser in der Lage sein, die Stärke Israels zu messen.

Die Zeichen offenbaren die Zeit als nahe, in der der HERRzeigen wird, daß seine Worfschaufel in seiner Hand ist, und Er wird seine Tenne gründlich reinigen.



Die Tage nähern sich schnell, in der es große Verwirrung und großes Durcheinander geben wird.

In Engelsgewändern gekleidet, wird Satan, wenn es möglich wäre, selbst die Auserwählten verführen.

Es werden viele Götter und Herren da sein.

Allerlei Wind der Lehre wird wehen.

Die der ‚Wissenschaft, fälschlich so genannten Erkenntnis‘, die höchste Ehre erwiesen haben, werden dann nicht die Leiter sein.

Die dem Verstand, Genie oder Talent vertraut haben, werden dann nicht an der Spitze von Reih‘ und Glied stehen.

Sie blieben hinter dem Licht zurück.

Die sich selbst als untreu erwiesen haben, denen wird dann die Herde nicht anvertraut werden.



Am letzten feierlichen Werk werden wenig große Männer teilhaben.

Sie sind selbstherrlich, von Gott unabhängig, und ER kann sie nicht benutzen.

Der HERRhat getreue Diener, die in der Sichtungs- und Prüfungszeit zutage treten. Sie sind kostbar, jetzt noch verborgen und haben ihre Knie nicht vor Baal gebeugt. Sie hatten nicht das Licht, das euch in konzentrierter Fülle schien.

Es kann aber sein, daß unter einer rauhen, unansehnlichen Schale das reine Leuchten eines echten, christlichen Charakters offenbar wird.

Am Tage blicken wir gen Himmel, sehen aber keine Sterne.

Sie sind dort fest am Firmament, aber das Auge kann sie nicht sehen.

Nachts erblicken wir ihren wahren Glanz.



Die Zeit ist nicht fern, in der jede Seele geprüft wird.

Das Malzeichen des Tieres wird uns aufgedrängt werden.

Die Schritt für Schritt weltlichen Forderungen nachgegeben und sich weltlichen Gebräuchen angepaßt haben, werden es nicht schwer finden, sich eher gegenwärtig regierenden Mächten zu beugen als sich Gespött, Beleidigung, Gefängnisdrohung und Tod zu unterziehen.

Der Kampf erfolgt zwischen den Geboten Gottes und den Geboten der Menschen.

Zu dieser Zeit wird in der Gemeinde das Gold von der Schlacke getrennt werden. Wahre Frömmigkeit wird deutlich unterschieden sein von Schein und Flitter.

So mancher Stern, den wir wegen seines Glanzes bewundert haben, wird dann in Finsternis verlöschen.

Spreu wird einer Wolke gleich vom Winde verweht werden, sogar von Orten, wo nur Tennen voller reichen Getreides zu sehen sind.

Alle, die sich den Schmuck des Heiligtums anmaßen, aber mit Christi Gerechtigkeit nicht bekleidet sind, werden in der Schande ihrer Nacktheit erscheinen.



Wenn fruchtlose Bäume als Hindernisse des Landes umgehauen werden, wenn Massen falscher Brüder sich von den wahren unterscheiden, dann werden die Verborgenen zutage treten und sich unter das Banner Christi reihen.

Die zaghaft gewesen sind und sich selbst mißtraut haben, werden offen für Christus und seine Wahrheit eintreten.

Die Schwächsten, die in der Gemeinde am meisten zögerten, werden sein wie David, bereit zu handeln und zu wagen.

Je dunkler die Nacht für Gottes Volk, desto heller glänzen die Sterne.

Satan wird den Getreuen hart zusetzen, im Namen Jesu aber werden sie als haushohe Sieger hervorgehen.

Dann wird die Gemeinde Christi erscheinen „schön wie der Mond, hell wie die Sonne und mächtig wie eine Banner tragende Armee.“



Die Saat der Wahrheit, die jetzt durch missionarischen Einsatz ausgesät wird, geht dann auf, blüht und bringt Frucht.

Seelen werden die Wahrheit annehmen, Trübsal erdulden und Gott preisen, daß sie für Jesus leiden dürfen.



„In der Welt werdet ihr Trübsal leiden, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“



Wenn die Geißel über die ganze Erde dahingeht, wenn die Worfschaufei die Tenne des HERRNreinigt, wird Gott seinem Volke helfen.

Die Siegeszeichen Satans mögen hoch erhoben werden, der Glaube der Reinen und Heiligen aber wird nicht erschüttert werden.


Elia nahm Elisa vom Pflug und warf ihm den Mantel der Weihe um.

Der Ruf zu diesem großen und feierlichen Werk erging an gelehrte Männer von Stand.

Wären sie in ihren eigenen Augen klein gewesen und hätten sie völlig dem HERRNvertraut, würde Er sie geehrt haben, indem sie sein Banner im Triumph zum Sieg getragen hätten.

Sie aber trennten sich von Gott, gaben dem Einfluß der Welt nach, und der HERRverwarf sie.

Viele haben die Wissenschaft emporgehoben, den Gott über die Wissenschaft aber aus den Augen verloren.

Dies gilt nicht für die Gemeinde zur Zeit ihrer größten Reinheit.



Gott wird in unseren Tagen ein Werk verrichten, das nur wenige erwarten.

Er wird unter uns solche erwecken und emporheben, die eher durch die Taufe mit seinem Geist gesalbt wurden als durch eine rein äußerliche Ausbildung an wissenschaftlichen Instituten.

Diese Einrichtungen sind weder zu verachten noch zu verurteilen.

Sie sind von Gott verordnet, können aber nur die rein äußerlichen Fertigkeiten vermitteln.

Gott wird zeigen, daß Er nicht abhängt von gelehrten, selbstherrlichen, sterblichen Menschen.

Es gibt unter uns nur wenige geweihte Männer; wenige, die gekämpft und im Kampf gegen sich selbst gesiegt haben.



Wahre Bekehrung ist eine entschiedene Änderung von Gefühlen und Beweggründen; sie ist im wesentlichen ein Lossagen von weltlichen Verbindungen, ein Enteilen aus deren geistlicher Atmosphäre, ein Sich-Zurückziehen aus der beherrschenden Macht weltlicher Gedanken, Meinungen und Einflüsse.

Trennung verursacht Schmerz und Bitterkeit für beide Seiten.

Es ist der Widerstreit, von dem Christus sagt, er sei gekommen, ihn zu bringen.

Die Bekehrten aber werden ein ständiges Verlangen danach spüren, daß ihre Freunde alles für Christus verlassen mögen, im Bewußtsein, daß es andernfalls eine endgültige, ewige Trennung geben wird.

Der wahre Christ kann bei ungläubigen Freunden nicht leichtfertig und oberflächlich sein.

Der Wert der Seelen, für die Christus starb, ist zu groß.



Wer „nicht alles, was er hat, verläßt,“ sagt Jesus, „kann nicht mein Nachfolger sein.“



Was immer die Zuneigung zu Gott ablenkt, muß aufgegeben werden.

Mammon ist der Götze vieler.

Seine goldene Kette bindet viele an Satan.

Eine andere Schicht von Menschen betet Ansehen und weltliche Ehre an.

Ein Leben egoistischer Bequemlichkeit und Freisein von Verantwortung ist der Götze wieder anderer.

Dies sind Satans Schlingen, die er für unvorsichtige Füße gelegt hat.


Diese Sklavenbande aber müssen gesprengt, das Fleisch mitsamt den Neigungen und Begierden gekreuzigt werden.

Wir können nicht zur Hälfte dem HERRNund zur Hälfte der Welt gehören.

Wir sind nicht Gottes Volk, es sei denn, wir sind es ganz.

Jede Last, jede umgarnende Sünde muß abgelegt werden.



Gottes Wächter werden nicht rufen:

„Friede, Friede!“ wenn Gott keinen Frieden verkündet hat.



Die Stimme getreuer Wächter wird gehört werden:

„Gehet aus von ihnen, rührt kein Unreines an, geht fort aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr des HERRNGeräte tragt.“



Die Gemeinde kann sich nicht an der Welt messen, noch an Menschenmeinung, noch an dem, was sie einst war.

Ihr Glaube und ihre Position in der Welt im jetzigen Zustand müssen mit dem verglichen werden, was sie gewesen wäre, wenn ihr Weg ständig vorwärts und aufwärts gegangen wäre.


Die Gemeinde wird auf der Waage des Heiligtums gewogen werden.

Wenn ihr moralischer Charakter und geistlicher Zustand nicht den Wohltaten und Segnungen entspricht, die Gott seinem Volke verliehen hat, wird sie als zu leicht erfunden werden. — Testimonies for the Church V, 79-83.



www.bibel-aktuell.org


Gedanken über das Buch Daniel

Kapitel 5

Daniel 5

Die Gemeinde: „gewogen und ...“

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

Bücher von Ellen Gould White als PDF

http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/buecher-von-ellen-g-white.php


Kommentare

Noch keine Einträge vorhanden.



Flag Counter