Die Bibel eine Schutzwehr



Der große Kampf

zwischen Licht und Finsternis

Kapitel 37:

Die Bibel eine Schutzwehr



„Ja, nach dem Gesetz und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben.“ Jesaja 8,20.


Dem Volke Gottes wird die Heilige Schrift als Schutz gegen den Einfluß falscher Lehrer und gegen die trügerische Macht der Geister der Finsternis vor Augen gestellt. Satan wendet jede mögliche List an, die Menschen zu hindern, sich Kenntnisse aus der Bibel anzueignen; denn deren deutliche Aussagen enthüllen seine Täuschungen. Bei jeder Wiederbelebung des Werkes Gottes wird der Fürst des Bösen zu größerer Betriebsamkeit angespornt; nun gelten seine äußersten Anstrengungen einem letzten Kampf gegen Christus und seine Nachfolger.

Die letzte große Täuschung wird sich bald vor uns entfalten.

Der Antichrist wird seine erstaunlichen Werke vor unseren Augen ausführen.

Das Nachgebildete wird dem Echten so genau gleichen, daß es unmöglich sein wird, beide zu unterscheiden, außer durch die Heilige Schrift.

Mit ihrem Zeugnis muß jede Behauptung und jedes Wunder geprüft werden.



Jene, die versuchen, allen Geboten Gottes zu gehorchen, werden angefeindet und verlacht werden. Sie können nur in Gott standhalten. Um die vor ihnen liegende Prüfung bestehen zu können, müssen sie den Willen Gottes verstehen, wie er in seinem Wort offenbart ist; sie können ihn nur ehren, wenn sie eine richtige Vorstellung seines Wesens, seiner Regierung und seiner Absichten haben und auch danach handeln.

Nur wer seine Seele mit den Wahrheiten der Bibel gestärkt hat, wird den letzten großen Kampf überstehen.

Jeder wird durch die an ihn gerichtete Frage geprüft:

Soll ich Gott mehr gehorchen als den Menschen?

Die entscheidende Stunde ist jetzt sehr nahe.

Stehen unsere Füße auf dem Felsen des unveränderlichen Wortes Gottes?

Sind wir vorbereitet, fest zu bleiben bei der Verteidigung der Gebote Gottes und des Glaubens an Jesus?



Vor der Kreuzigung erklärte der Heiland seinen Jüngern, daß er getötet werden und aus dem Grabe wieder auferstehen würde, und Engel umgaben sie, um seine Worte ihren Herzen und Gemütern einzuprägen.

Die Jünger aber erwarteten eine irdische Befreiung vom römischen Joch und konnten den Gedanken nicht ertragen, daß Jesus, der Mittelpunkt ihrer Hoffnung, einen schmachvollen Tod erleiden sollte.

Die Worte, an die sie sich hätten erinnern sollen, entschwanden ihrem Gedächtnis, und als die Zeit der Prüfung kam, waren sie unvorbereitet.

Jesu Tod zerstörte ihre Hoffnungen vollständig, als ob er sie nie auf sein Sterben hingewiesen hätte.

So wird uns in den Weissagungen die Zukunft ebenso deutlich erschlossen, wie sie den Jüngern durch Christi Worte erschlossen wurde.

Die Ereignisse, die mit dem Ende der Gnadenzeit und dem Vorbereitungswerk für die Zeit der Trübsal in Verbindung stehen, werden uns klar veranschaulicht.

Aber Tausende haben ein Verständnis für diese wichtigen Wahrheiten, als wären sie ihnen nie offenbart worden.

Satan wacht, um jeden Einfluß von ihnen abzulenken, der sie zur Seligkeit tauglich machen könnte.

Dann wird die trübselige Zeit sie unvorbereitet finden.



Wenn Gott den Menschen so wichtige Warnungen sendet, daß der Prophet sie darstellt, wie heilige Engel sie verkündigen, die mitten durch den Himmel fliegen, dann verlangt er von jedem vernünftigen Wesen, die Botschaft zu beachten.

Die furchtbaren Strafgerichte, die gegen die Anbetung des Tieres und seines Bildes ausgesprochen wurden (Offenbarung 14,9-11), sollten alle zu einem eifrigen Studium der Weissagungen antreiben, damit sie erführen, was das Malzeichen des Tieres ist, und wie sie vermeiden können, es anzunehmen.

Aber die meisten Menschen haben taube Ohren für die Wahrheit und wenden sich den Fabeln zu.

Der Apostel Paulus erklärte im Hinblick auf die letzten Tage:

„Es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden.“ 2.Timotheus 4,3.



Diese Zeit ist jetzt da.

Die Menge wünscht keine Bibelwahrheit, weil diese sich mit den Begierden des sündigen, weltliebenden Herzens nicht verträgt; und Satan versorgt sie mit dem Blendwerk, das die Menschen lieben.

Aber Gott will ein Volk auf Erden haben, das die heilige Schrift, und nur diese allein, beibehält als Richtschnur aller Lehre und als Grundlage aller Reformen.

Die Meinungen gelehrter Männer, die Ergebnisse der Wissenschaft, die Glaubenssätze und Beschlüsse von Kirchenversammlungen, zahlreich und uneins wie die Kirchen, die sie vertreten, die Stimme der Mehrheit, weder das eine allein noch sie alle zusammen können als Beweis für oder gegen irgendeinen religiösen Glaubenspunkt betrachtet werden.

Ehe wir irgendeine Lehre oder Vorschrift annehmen, sollten wir ein deutliches „So spricht der HERR!“ als Beweis dafür verlangen.



Satan ist ständig bemüht, die Aufmerksamkeit auf Menschen statt auf Gott zu richten. Er verleitet das Volk, Bischöfe, Geistliche und Theologieprofessoren als Führer zu betrachten, statt die Heilige Schrift zu erforschen, um ihre Pflicht zu erfahren.

Wenn er dann den Verstand dieser geistlichen Führer beherrscht, kann er die Menge nach seinem Willen beeinflussen.



Als Christus kam, um Worte des Lebens zu verkünden, hörte das gemeine Volk ihm gern zu; und viele, sogar Priester und Obersten, glaubten an ihn.

Aber die führenden Köpfe der Priesterschaft und die tonangebenden Männer des Volkes waren entschlossen, seine Lehren zu verdammen und zu verschmähen. Obwohl alle ihre Anstrengungen, Anklagepunkte gegen ihn zu finden, scheiterten, obwohl sie den Einfluß göttlicher Macht und Weisheit, der seine Worte begleitete, fühlten, blieben sie doch bei ihren Vorurteilen; sie verwarfen die deutlichsten Beweise seines Messiasamtes, damit sie nicht gezwungen wären, seine Jünger zu werden.

Die Widersacher Jesu waren Männer, die zu ehren das Volk von Kindheit an gelehrt worden, deren Autorität es sich bedingungslos zu beugen gewohnt war.

Wie kommt es, fragten viele, daß unsere Obersten und weisen Schriftgelehrten nicht an Jesus glauben?

Würden diese frommen Männer ihn nicht annehmen, falls er Christus wäre?

Der Einfluß solcher Lehrer war es, der die Juden dazu verleitete, ihren Erlöser zu verwerfen.


Diesen Geist, der jene Priester und Obersten bewegte, bekunden auch jetzt noch viele, die von ihrer Frömmigkeit viel Aufhebens machen.

Sie weigern sich, das Zeugnis der Heiligen Schrift hinsichtlich der besonderen Wahrheiten für diese Zeit zu prüfen.

Sie verweisen auf ihre große Zahl, ihren Reichtum und ihre Volkstümlichkeit und blicken geringschätzig auf die Verteidiger der Wahrheit herab, die sie als wenige, arme und unbeliebte Leute ansehen die einen Glauben haben, der sie von der Welt trennt.



Christus sah voraus, daß die ungebührliche Machtanmaßung, wie sie von den Schriftgelehrten und Pharisäern geübt wurde, mit der Zerstreuung der Juden nicht aufhören würde.

Er hatte einen prophetischen Blick für die Geschichte menschlicher Machterhebung

zur Beherrschung des Gewissens, die zu allen Zeiten ein schrecklicher Fluch für die Kirche gewesen ist.

Seine furchtbaren Strafreden gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer sowie seine Warnungen an das Volk, diesen verblendeten Führern nicht zu folgen, wurden als Mahnung für die künftigen Geschlechter aufgezeichnet.



Die römische Kirche beschränkt das Recht, die Heilige Schrift auszulegen, auf die Geistlichkeit.

Gestützt darauf, daß diese allein imstande sei, Gottes Wort zu erklären, entzieht sie die Bibel dem gewöhnlichen Volk. (Siehe Anm. 60)


Wenn auch die Reformation allen Menschen die Heilige Schrift gab, so hindert doch der gleiche Grundsatz, den Rom geltend machte, viele in den protestantischen Kirchen daran, die Bibel für sich selbst zu studieren.

Sie werden unterwiesen, ihre Lehren anzunehmen, wie die Kirche sie auslegt; und es gibt Tausende, die es nicht wagen, irgend etwas anzunehmen, das ihrem Glaubensbekenntnis oder den bestehenden Lehrsätzen der Kirche entgegengesetzt ist, sei es auch noch so deutlich in der Schrift offenbart.



Obgleich die Bibel viele Warnungen vor falschen Lehrern enthält, überlassen doch viele auf diese Weise die Bewahrung ihrer Seele der Geistlichkeit.

Es gibt heute Tausende von sogenannten Christen, die keinen andern Grund für ihren Glauben angeben können, als daß sie von ihren religiösen Führern so unterrichtet wurden.

Sie lassen die Lehren des Heilandes beinahe gänzlich unbeachtet und setzen unbedingtes Vertrauen in die Worte der Prediger.

Sind diese aber unfehlbar?



Wie können wir unsere Seelen ihrer Führung anvertrauen, es sei denn, daß wir aus Gottes Wort wissen, daß sie Träger des Lichtes sind?

Mangelnder moralischer Mut, den von der Welt eingeschlagenen Weg zu verlassen, verleitet viele, den Fußstapfen gelehrter Männer zu folgen; und durch ihre Abneigung, selbst zu forschen, werden sie hoffnungslos in den Ketten des Irrtums festgehalten.

Sie sehen, daß die Lehren der gegenwärtigen Wahrheiten in der Bibel klar hervorgehoben sind, und sie fühlen die Macht des heiligen Geistes, der ihre Verkündigung begleitet und doch lassen sie sich durch den Widerstand der Geistlichkeit von dem Licht wegführen.

Obwohl die Vernunft und das Gewissen überzeugt sind, wagen diese verblendeten Seelen nicht, anders zu denken als der Prediger.

Ihr persönliches Urteil und ihr ewiges Wohl werden dem Unglauben, dem Stolz und Vorurteil eines andern geopfert.



Auf mannigfaltige Weise wirkt Satan mit Hilfe menschlichen Einflusses, um seine Gefangenen zu binden.

Er sichert sich ganze Scharen, indem er sie mit den seidenen Banden der Zuneigung an jene bindet, die Feinde des Kreuzes Christi sind.

Gleichviel mit wem man so verbunden sein mag, ob mit Eltern, Kindern, Ehegatten oder Freunden, die Wirkung ist die gleiche; die Gegner der Wahrheit üben ihre Macht aus und beherrschen das Gewissen, und die unter ihrer Gewalt stehenden Seelen haben nicht genügend Mut oder sind nicht unabhängig genug, ihrem eigenen Pflichtgefühl zu gehorchen.



Die Wahrheit und die Verherrlichung Gottes sind untrennbar miteinander verbunden; es ist unmöglich, Gott durch irrige Ansichten zu ehren, wenn wir die Bibel zur Hand haben.

Viele behaupten, daß es nicht darauf ankomme, was man glaube, wenn man nur recht lebe; aber das Leben wird durch den Glauben geprägt.

Wenn Licht und Wahrheit uns dargeboten werden, und wir machen uns die Gnadengabe, sie zu hören und zu erkennen, nicht zunutze, so verwerfen wir diese Gabe im Grunde genommen; wir ziehen die Finsternis dem Lichte vor.


„Manchem gefällt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.“ Sprüche 16,25.



Unwissenheit ist keine Entschuldigung für den Irrtum oder die Sünde, wenn man jede Gelegenheit hat, Gottes Willen zu erkennen.

Ein Wanderer kommt an eine Weggabelung; ein Wegweiser zeigt, wohin jeder Weg führt.

Läßt er ihn außer acht und schlägt er den Weg ein, der ihm der rechte zu sein scheint, so wird er sich doch höchstwahrscheinlich, mag er noch so aufrichtig dabei sein, auf dem verkehrten Weg befinden.


Gott hat uns sein Wort gegeben, damit wir mit dessen Lehren vertraut werden und selbst wissen, was er von uns verlangt.

Als der Schriftgelehrte zu Jesus kam mit der Frage:

„Was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?“, verwies ihn der Heiland auf die Schrift, indem er sagte:

„Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie ließest du?“ Lukas 10,25.26.



Die Unwissenheit kann weder alt noch jung entschuldigen, noch von der Strafe befreien, die die Übertretung des Gesetzes Gottes nach sich zieht, weil sie eine getreue Darstellung jenes Gesetzes sowie seiner Grundsätze und Anforderungen zur Hand haben.

Gute Absichten genügen keineswegs; auch reicht es nicht hin, das zu tun, was man für recht hält oder was der Prediger für recht erklärt.

Das Heil der Seele steht auf dem Spiel; jeder muß für sich selbst in der Schrift forschen.

Wie stark auch seine Überzeugung sein, wie zuversichtlich er auch glauben mag, daß der Geistliche wisse, was Wahrheit ist: er hat damit keine sichere Grundlage.

Er besitzt eine Karte, die ihm genau den Weg der Reise nach dem Himmel bezeichnet, und er sollte deshalb nichts zu erraten suchen.


Es ist die erste und höchste Pflicht jedes vernünftigen Wesens, aus der Heiligen Schrift zu lernen, was Wahrheit ist, und dann in diesem Licht zu wandeln und andere zu ermutigen, ihrem Beispiel zu folgen.

Wir sollten Tag für Tag fleißig in der Bibel forschen, jeden Gedanken wägen und Text mit Text vergleichen.

Mit Gottes Hilfe müssen wir uns selbst unsere Meinungen bilden, da wir auch für uns selbst vor Gott Rechenschaft abzulegen haben.


Die in der Bibel so eindeutig offenbarten Wahrheiten sind in Zweifel und Dunkelheit gehüllt worden von gelehrten Männern, die unter der Vorspiegelung, große Weisheit zu besitzen, lehren, daß die Heilige Schrift eine mystische, geheimnisvolle, geistliche Bedeutung habe, die in der angewandten Sprache nicht ersichtlich sei.

Diese Männer sind falsche Lehrer.

Solchen erklärte Jesus:

„Ihr irret darum daß ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes.“ Markus 12,24.



Die Sprache der Bibel sollte ihrer unverkennbaren Bedeutung gemäß erklärt werden, vorausgesetzt, daß nicht ein Symbol oder eine bildliche Rede gebraucht ist.

Christus hat die Verheißung gegeben:

„So jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei.“ Johannes 7,17.



Wenn die Menschen die Heilige Schrift nehmen wollten, wie sie wirklich lautet, wenn es keine falschen Lehrer gäbe, dann könnte eine Aufgabe erfüllt werden, die die Engel erfreute und Tausende und aber Tausende, die jetzt im Irrtum wandeln, zur wahren Herde Christi brächte.


Wir sollten beim Studium der Bibel alle unsere Geisteskräfte anwenden und den Verstand anstrengen, die tiefen Dinge Gottes zu erfassen, soweit dies Sterblichen möglich ist; doch dürfen wir nicht vergessen, daß die Fügsamkeit und Unterwerfung eines Kindes der richtige Geist zum Lernen ist.

Schwierigkeiten im Bibeltext können nie auf dieselbe Weise überwunden werden, die bei der Ergründung philosophischer Fragen angewandt wird.

Wir dürfen uns nicht mit jenem Selbstvertrauen an das Studium der Bibel begeben, mit dem so viele das Gebiet der Wissenschaft betreten, sondern mit einem andächtigen Vertrauen auf Gott und dem aufrichtigen Verlangen, seinen Willen zu erkennen.

Wir müssen mit einem demütigen und gelehrigen Geist kommen, um Erkenntnis von dem großen Ich bin zu erlangen; sonst werden böse Engel unseren Verstand so verblenden und unsere Herzen so verhärten, daß die Wahrheit keinen Eindruck mehr auf uns macht.


Mancher Teil der Heiligen Schrift, den gelehrte Männer als ein Geheimnis hinstellen oder als unwichtig übergehen, ist voller Trost und Unterweisung für den, der in der Schule Christi gelehrt worden ist.

Ein Grund dafür, daß viele Theologen kein klareres Verständnis des Wortes Gottes haben, ist, daß sie vor den Wahrheiten, die sie nicht ausleben wollen, ihre Augen verschließen.

Ein Verständnis der Bibelwahrheiten hängt nicht so sehr von der Stärke des Urteilsvermögens ab als von der Zielstrebigkeit seines Bemühens, dem ernsten Verlangen nach Gerechtigkeit.



Nie sollte die Bibel ohne Gebet studiert werden.

Der heilige Geist allein kann uns die Wahrheit der leichtverständlichen Teile einprägen und uns von dem Verdrehen schwerverständlicher Wahrheiten abhalten. Durch den Dienst himmlischer Engel werden die Herzen zubereitet, Gottes Wort so zu verstehen, daß wir von dessen Schönheit gefangen, durch seine Warnungen ermahnt oder durch die Verheißungen ermutigt und gestärkt werden.


Wir sollten des Psalmisten Bitte:

„Öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetz“ (Psalm 119,18) zu unserer eigenen machen.

Die Versuchungen erscheinen oft unwiderstehlich, weil sich der Versuchte wegen der Vernachlässigung des Gebets und des Studiums der Bibel nicht gleich der Verheißungen Gottes zu erinnern und Satan mit den biblischen Waffen entgegenzutreten vermag.

Aber Engel lagern sich um diejenigen, die willig sind, sich in göttlichen Dingen belehren zu lassen, und werden sie in der Zeit großer Not gerade an die Wahrheiten erinnern, deren sie bedürfen.

Wenn der Widersacher kommen wird wie ein Strom, wird der Geist des HERRn das Panier gegen ihn aufrichten.


Jesus verhieß seinen Jüngern:

„Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.“ Johannes 14,26.



Aber die Lehren Christi müssen zuvor dem Gedächtnis eingeprägt worden sein, damit Gottes Geist sie uns zur Zeit der Gefahr in Erinnerung bringen kann.


David sagte:

„Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sündige.“ Psalm 119,11.


Alle, die ihr ewiges Heil schätzen, sollten vor der Zweifelsucht auf der Hut sein.

Die eigentlichen Grundpfeiler der Wahrheit werden angegriffen werden.

Es ist unmöglich, von den Spötteleien, Spitzfindigkeiten und den trügerischen, hinterlistigen Lehren des modernen Unglaubens verschont zu bleiben.

Satan paßt seine Versuchungen allen Klassen an.

Die Ungebildeten überfällt er mit Gespött oder Hohn, während er den Gebildeten mit wissenschaftlichen Einwänden und philosophischen Gedankengängen gegenübertritt, beides darauf berechnet, Mißtrauen oder Geringschätzung gegen die Heilige Schrift zu erwecken.

Selbst die unerfahrene Jugend maßt sich an, auf Zweifel an den wesentlichen Grundsätzen des Christentums anzuspielen.

Und dieser jugendliche Unglaube, oberflächlich wie er ist, hat seinen Einfluß.

Viele werden auf diese Weise dazu verleitet, über den Glauben ihrer Väter zu spotten und den Geist der Gnade zu schmähen. Hebräer 10,29.



Manches Leben, das verhieß, Gott zur Ehre und für die Welt zum Segen gelebt zu werden, ist durch den giftigen Hauch des Unglaubens verderbt worden.

Alle, die den prahlerischen Schlüssen menschlicher Vernunft vertrauen und sich einbilden, göttliche Geheimnisse erklären und ohne den Beistand der Weisheit Gottes zur Wahrheit gelangen zu können, sind in Satans Schlingen verstrickt.



Wir leben in dem ernstesten Abschnitt der Geschichte dieser Welt.

Das Schicksal der auf der Erde geschäftig dahintreibenden Menschenmassen steht im Begriff, entschieden zu werden.

Unser eigenes zukünftiges Wohl und auch das Heil anderer Seelen hängt davon ab, welchen Weg wir jetzt einschlagen.

Wir bedürfen der Leitung des Geistes der Wahrheit.

Jeder Nachfolger Christi muß ernstlich fragen:

HERR, was willst du, daß ich tun soll?

Wir müssen uns vor dem HERRN demütigen mit Fasten und Beten und viel über sein Wort, besonders über die Gerichtsszenen, nachdenken.

Es gilt jetzt nach einer tiefen und lebendigen Erfahrung in den göttlichen Dingen zu suchen.

Wir haben keinen Augenblick zu verlieren.

Rings um uns her geschehen Ereignisse von höchster Wichtigkeit; wir befinden uns auf Satans bestrickendem Boden.

Schlaft nicht, Wächter Gottes; der Feind lauert in der Nähe, stets bereit, euch anzufallen und euch zu seiner Beute zu machen, falls ihr matt und schläfrig werdet.



Viele befinden sich hinsichtlich ihrer wahren Lage vor Gott im Irrtum.

Sie schätzen sich glücklich, daß sie gewisse böse Handlungen nicht begehen und vergessen die guten und edlen Taten, die Gott von ihnen verlangt, die sie jedoch unterlassen haben.

Es genügt nicht, daß sie Bäume im Garten Gottes sind.

Sie müssen seinen Erwartungen entsprechen, indem sie Frucht tragen.

Er macht sie verantwortlich für all das Gute, das sie durch seine sie stärkende Gnade hätten leisten können und nicht geleistet haben.

In die Bücher des Himmels werden sie als solche eingetragen, die das Erdreich hindern.

Doch selbst die Lage dieser Menschen ist nicht hoffnungslos.

Für die, welche Gottes Barmherzigkeit geringgeachtet und seine Gnade mißbraucht haben, fleht noch immer das Herz des langmütigen Gottes der Liebe.


Darum spricht er:

„‚Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.‘

So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“ Epheser 5,14-16.



Wenn die Zeit der Prüfung kommt, werden die Menschen hervortreten, die Gottes Wort zu ihrer Lebensregel gemacht haben.

Im Sommer erkennt man keinen wahrnehmbaren Unterschied zwischen den immergrünen Bäumen und den andern; wenn aber die Winterstürme kommen, bleiben die immergrünen Bäume unverändert, während die andern ihren Blätterschmuck verlieren.

So mag der Scheinchrist jetzt von dem wahren Christen nicht zu unterscheiden

sein; aber die Zeit ist nahe, da sich der Unterschied zeigen wird.

Laßt erst Widerstand sich erheben, religiösen Fanatismus und Unduldsamkeit wiederum das Zepter führen und Verfolgung aufs neue einsetzen, dann werden die Halbherzigen und Heuchler wanken und ihren Glauben aufgeben; der wahre Christ aber wird feststehen wie ein Fels mit einem stärkeren Glauben, einer größeren Hoffnung als in den Tagen des Wohlergehens.


Der Psalmist sagt:

„Deine Zeugnisse sind meine Rede. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege.“ Psalm 119,99.104.


„Wohl dem Menschen, der Weisheit findet.“

„Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringt ohne Aufhören Früchte.“ Sprüche 3,13; Jeremia 17,8.



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Der große Kampf

zwischen Licht und Finsternis

Kapitel 37:

Die Bibel eine Schutzwehr

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

Bücher von Ellen Gould White als PDF

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